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FI tissigkeitsanlasser.
Gegenstand der Erfindung ist ein insbesondere für Drehstrom geeigneter Flüssigkeitsanlasser mit zwei Flüssigkeiten verschiedener Leitfähigkeit und verschiedenen spezifischen Gewichtes, welche nacheinander mit den Elektroden Kontakt herstellen, wobei die eine Flüssigkeit den Widerstand bildet und die andere Flüssigkeit den Kontaktschluss herstellt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Anlassers für Dreiphasenstrom gemäss der Erfindung für einen elektrischen Warmwasserapparat mit drei Elektroden 7 veranschaulicht, an deren Klemmen 20 die drei Phasen 21 des Drehstromnetzes angeschlossen sind. 1 ist das z. B. aus Glas bestehende Gehäuse des Anlassers, 2 und 3 sind Scheidewände, 4 sind drei Steigrohre aus nicht leitendem Material (z. B. Glas) für eine gut leitende Flüssigkeit 5 (z. B. Quecksilber) und eine schwachleitende Flüssigkeit 6 (z. B. eine Schwefesläurelösung), die über der gut leitenden Flüssigkeit in den Rohren 4 steht. In die Rohre 4 ragen die Elektroden 7 hinein. Ist der Apparat ausser Betrieb, so ist die Flüssigkeit 6
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gebracht wird und demzufolge auch die Lösung 6, was z.
B. durch Ausübung eines Druckes auf die Queck- silberoberfläche erreichbar ist, so tauchen die Elektroden 7 in die schwach leitende Flüssigkeit 6 und es entsteht eine leitende Verbindung zum Quecksilber, welches den Steinpunkt des Drehstromsystems bildet, während die schwach leitende Flüssigkeit den vorgeschalteten Stromwiderstand darstellt. Je höher das Quecksilber steigt, desto kürzer wird die Flüssigkeitssäule 6 und umso kleiner der vorgeschaltete Widerstand, bis endlich das Quecksilber selbst mit den Elektroden in Berührung tritt. Isolierte Uber- laufröhren 10, welche Stromschluss nicht herstellen können, dienen dazu, um die Widerstandsilüssigkpit in einen Raum 12 derart abzuleiten, dass ein kürzerer Stromweg als durch die Rohre 4 nicht möglich ist.
Die Röhrchen 10 können leicht einen so geringen Querschnitt und eine so grosse Länge erhalten, dass einerseits ein Kurzschluss durch die Flüssigkeit im Raume 12 vermieden ist und anderseits beim Sinken des Quecksilbers in den Röhren d und damit Öffnen des Kontaktes an den Elektroden 7 eine Heberwirkung eintritt, durch welche die Flüssigkeit 6 in die Rohre 4 zurückgesaugt wird.
Die Betätigung des Anlassers kann z. B. durch seinen Anschluss an eine Wasserleitung 22 bewirkt werden, wobei die Berührung zwischen dem einlaufenden Wasser und der leitenden Flüssigkeit 5 durch eine elektrische Isolation zweckmässig durch Bildung eines Luftpolsters vermieden ist. Durch Öffnen eines Ventiles 13, wird die Wasserleitung 22 geöffnet. Das Wasser strömt durch eine Kammer 8 des Anlassers. aus welcher die Luft durch ein Rohr 9 über die Quecksilberoberfläche gelangen und auf dieselbe drückend wirken kann, in das Abflussrohr 14, dessen Ablauf 17 durch ein Ventil 19 geschlossen ist. Wird das Ventil 19 geöffnet. so sperrt ein mit der Ventilspindel verbundener Kolben 16 das Abflussrohr 14 ab und verhindert den Wasserabfluss aus der Kammer 8.
Das Wasser steigt daher im Raum 8 und drückt die über dem Wasser befindliche Luft durch das Röhrchen 9 auf die Quecksilberoberfläehe. wodurch das Quecksilber in den Röhren 4 aufsteigt und dadurch die Einschaltung herbeiführt.
Wenn diese Anordnung beispielsweise für Warmwasserapparate verwendet wird, so kann sie derart
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durch den Warmwasserapp3, rat jM führt und durch das Ventil der Abfluss 17 aus dem Anlasser geöffnet wird, wenn die Hauptleitung abgeschlossen ist und umgekehrt.
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Rohr 14 in den Ablauf 17 gedrückt wird. Dabei sinken die beiden Flüssigkeitssäulen (Quecksilbersäule J und die Flüssigkeitssäulen 6) bis in die Ausgangsstellung zurück, wobei die früher in dem Raum 12 hinaus-
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Um das Zurücktreten der Lösung 6 in die Rohre 4 zu ermöglichen, wird der Raum 12 bis zu einer entsprechenden Höhe mit Flüssigkeit zweckmässig gleicher Beschaffenheit gefüllt.
Die Öffnungen 11 in den Umführungsröhrchen 10 dienen dazu, um beim Sinken des Fliissigkeitsspiegels in dem Raume 12 den Flüssigkeitsfaden in den Röhrchen 10 abzureissen bzw. die Heberwirkung zu unterbrechen, wodurch dann die Flüssigkeit in den Rohren 4 bis unter die Elektroden 7 sinkt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fliissigkeitsanlasser für elektrische Maschinen und Apparate, insbesondere für Drehstrom, gekennzeichnet durch zwei Flüssigkeiten (5, 6) verschiedener Leitfähigkeit und verschiedenen spezifischen Gewichtes, welche nacheinander mit den Elektroden (7) in Berührung kommen, wobei die eine Flüssigkeit (6) den Anlasswiderstand bildet, während die andere (5) den Kontaktschluss herstellt.