AT92231B - Elektrischer Schnellregler (Kammregler). - Google Patents

Elektrischer Schnellregler (Kammregler).

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AT92231B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrischer   Schnellregler     (Kammresler).   



   Im österreichischen Patente Nr. 89505 ist ein elektrischer Schnellregler beschrieben, bei   welchem   das   Ein- und Ausschalten   bzw.   Kurzschliessen   der   Regulierwiderstandselemente   durch selbsttätige Verstellung eines mit federnden Zinken versehenen, die feststehende Kontaktbahn berührenden Kammes erfolgt. 



   Eshat sich nun in der Praxis gezeigt, dass es geradezu   unmöglich   ist, den Kamm eines solchen Reglers derart herzustellen, dass die Zinken in einer Flucht zu liegen kommen. Stets sind   Unregelmässigkeiten   in der Lage der Zinken zueinander vorhanden, die eine Unregelmässigkeit in der Kontaktgebung der   Zinken   bewirken. Diese Ungleichheit in der Lage der aufeinanderfolgenden   Zinken   unter der   Kontaktbahn   wird 
 EMI1.1 
 teils an dieser Schiene, teils an der Kontaktbahn aufliegenden Zinken   können durch Erschütterungen nicht   in Schwingungen geraten und wird ein vorzeitiges Schalten der   Zinken an   der Kontaktbahn daher verhindert. 



   In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen eines derart verbesserten Regler dargestellt. Fig. 1 zeigt die Vorderansicht eines im erwähnten Patente beschriebenen und im Sinne der vorliegenden Erfindung ausgestalteten Kammreglers mit geschlossenen   Kammzinken   und mit im Schnitt gezeichneten Zugmagneten, Fig. 2 die Seitenansicht und Fig. 3 den Querschnitt durch die   Kontaktbahn   sowie den Kamm. In den Fig. 4,5 ist ein Kammregler mit offenen Kammzinken veranschaulicht. Fig. 6 
 EMI1.2 
 oberwähnte Leitschiene 27 ist an beiden Enden des Kammes durch Schrauben 28, Muttern 29 und Gegen-   muttern. 30   mit dem einarmigen Hebel   5   verbunden. Wie aus Fig.

   S ersichtlich, ist die Kontaktbahn 1 in der Längsrichtung derart ausgespart, dass die   Leitsehiene 27 genügend Spielraum in   der Kontaktbahn 
 EMI1.3 
 möglich Proportionalität zwischen Hub des Drehpunktes 19 und Gesamtbreite der die Kontaktbahn berührenden Zinken (Kontaktstellung) herzustellen, was besonders für die linke Kontaktbahnseite nötig ist. Wird der beschriebene Regler als Spannungsregler bei Stromerzeugern verwendet, so entspricht die gezeichnete Kontaktstellung des Kammes dem Leerlauf der Maschine bei höchster Drehzahl, während bei vollem Hub alle Zinken an der Kontaktbahn aufliegen, welche Kontaktstellung der Vollbelastung der Maschine bei niedrigster Drehzahl entspricht.

   Da in der letzten Kontaktstellung der   Erregerstrom 11m   grössten ist, bei gleichmässigem Auflagerdruek der Zinken an die Leitschiene aber der Kontaktdruck z. B. des linken, letzten Zinkens am kleinsten ist, wogegen eher das Gegenteil der Fall sein sollte, so wird zur allmählichen Druckzunahme der linksseitig befindlichen Zinken die Leitsehicne auf der linken Seite   ent-   sprechend stärker niedergespannt als auf der rechten Seite des Kammes,   um   einen vergrösserten Kontaktdruck an den elektrisch stärker beanspruchten Kontaktstellen zu erhalten. 



   Die Ausuhrungsform Fig. 4 (Vorderansicht) und Fig. 5 (Querschnitt durch die Kontaktbahn) zeigt einen Regler, bei dem die Zinken an einem   Stück     81   befestigt sind, das an dem von der Grund- 

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 EMI2.1 
   Ausführung nach aufwärts,   derart, dass bei vollem Hub des Reglerorganes alle Kammzinken mit entsprechend bemessenem Druck auf die Kontaktbahn drücken.

   Der Kontaktstellung entsprechend liegt der eine Teil der Zinken an der   Leitschiene   27, der andere Teil an der Kontaktbahn 1 mit Federspannung auf, wordurch zwangläufig ein aufeinanderfolgendes Schalten der Zinken bei Verstellung der Leitschiene 27 
 EMI2.2 
 ist als einarmiger Hebel durchgebildet mit dem festliegenden Drehpunkt 9 und dem beweglichen Dreh-   punkt M.   Die am Gelenkpunkt 19 nach abwärts wirkende   Triebkraft   kann entweder wie gezeichnet, von einem Elektromagneten oder von einem Drehspulengerät, oder sie kann durch Elektromagnet und   Metallseheibe nach Ferrarischem   Prinzip oder auch auf kalorischem Wege zustande gebracht sein. Stets 
 EMI2.3 
   Gleichgewicht   halten. 



   Aus dem Diagramme Fig. 6 ist schematisch die Abhängigkeit des Hubes von der Kontaktbreite ersichtlich für den Fall, dass die Leitschiene geradlinig ausgeführt wäre. B ist die Gesamtbreite der Kontaktbahn und   Bl   eine bestimmte Länge der ganzen Kontaktbahn. In der Stellung 1 der geradlinigen Leitschiene liegen alle Zinken auf der Kontaktbahn auf. Gelangt die Leitschiene in die Stellung 2, werden die zwischen a-b befindlichen Zinken von der Kontaktbahn abgehoben.

   In der   Acbsenlinie x- : v wird   
 EMI2.4 
 bis zur Stellung 4, so geht aus dem Diagramm hervor, dass der Bruchteil des Hubes   (von : J auf 4)   bei geradliniger Leitschiene wesentlicher grösser ist als der Bruchteil des Hubes von 1 auf 2, bei in beiden Fällen gleich grossem Abstand   Z ? i.   Gibt man der Leitschiene eine gebogene Form nach Fig. 4, dann ist es möglich, bei gleichem B1 gleich grosse Bruchteile des Hubes zu erhalten. Bei richtiger Formgebung der Leitschiene erhält man auch für die Zwischenstellungen Proportionalität zwischen Hub und Kontaktstellung. 



   Das Diagramm nach Fig. 7 stellt die Verhältnisse bei entsprechend gekrümmter Leitschiene dar und zeigt, wie hiedurch Proportionalität zwischen dem Hub und der Kontaktlänge erzielt wird. Für Regler. bei denen der Achspunkt 9 unterhalb der Kontaktbahn liegt, muss die Leitschiene entgegengesetzte 
 EMI2.5 
   Vorteile,   weil die beiden einander entgegenwirkenden   Hauptkräfte,   wie die Triebkraft einerseits und   Gegenkraft   der Zinken anderseits, ähnlichen Verlauf haben, wodurch die Abstimmung der Haupt-   kräfte durch Kompensationskräfte für   eine gegebene Statik wesentlich erleichtert wird. Beim Regler nach Fig. 4 und 5 stehen gleich wie beim Regler nach Fig. 1, 2 und 3 alle Zinken unter Federspannung. 



  Deshalb sind auch bei diesem Regler die Nachteile beseitigt, die der Kammregler mit freiliegenden Zinken hat. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrischer Schnellregler (Kammregler). bei welchem das unmittelbare oder mittelbare Einund Ausschalten bzw.   Kurzschliessen   der Widerstandselemente des Regulierwiderstandes bei feststehender Kontaktbahn durch Verstellen von senkrecht oder etwas geneigt zur Längsachse der Kontaktbahn liegenden Kammzinken erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass quer zu den Kammzinken eine verstellbare Leitschiene angeordnet ist. an welcher die die Kontaktbahn nicht berührenden Zinken mit Federspannung anliegen. zum Zwecke, beim Bewegen der Leitschiene ein Schalten der Zinken an der Kontaktbahn nach ihrer Reihenfolge zu erzwingen.

Claims (1)

  1. 2. Schnellregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitschiene mit dem Träger des Kammes so verbunden ist, dass mit der Verstellung der Leitsehiene gleichzeitig eine Verstellung des ganzen Kammes stattfindet.
    3. Schnellregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kamm an einem von der Leitschiene unabhängigen Träger festsitzt, so dass beim Verstellen der Leitschiene nur die Kammzinken bewegt werden. EMI2.6 an den durch den Stromübergang stärker beanspruchten Kontaktstellen zu erhalten.
    6. Einrichtung nach den Ansprüchen], 2 oder 1, 3, dadurch gekennzeichnet. dass die Kontaktbahn zur Aufnahme der Leitschiene eine Längsrinne besitzt.
    Druck der Östorreiehischen Staatsdruckerei in Wien.
AT92231D 1920-06-14 1920-06-14 Elektrischer Schnellregler (Kammregler). AT92231B (de)

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