AT92446B - Zündungsverteiler für Verbrennungskraftmaschinen. - Google Patents

Zündungsverteiler für Verbrennungskraftmaschinen.

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AT92446B
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Description


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   Die Erfindung betrifft einen neuen Verteiler für Zündeinrichtungen an Verbrennungskraftmaschinen, der nach   Bd : eben   in Verbindung mit einer   Zündspannungsquelle   für hochgespannten Gleichstrom oder Wechselstrom von genügender Frequenz verwendet werden kann. Insbesondere eignet sich dieser Verteiler für Zündsysteme, bei denen die Zündspannung einem Röhrengenerator entnommen wird. 



   Der neue Verteiler ist ein sogenannter Röhrenverteiler, dessen Kennzeichen darin besteht, dass jeder Kerzenselie des   Zündungszyldus   mindestens ein   Ventilröhrenstromkreis   zugeordnet ist und der Elektrizitätsübergang zwischen den   Röluel1elektroden   einer   Kerzel1serie   für die Dauer des Zündungsintervalles oder etwas   länger so beeinflusst   wird, dass in der betreffenden Kerzenserie der Zündstrom fliessen kann. Unter Zündungsintervall ist derjenige Zeitabschnitt verstanden, während dessen die Zündspannung an den Kerzenelektroden anliegt. 



   Es ist zwar bereits ein Verteiler mit Ventilröhren bekannt. Dieser ist jedoch auf solche Zündsysteme beschränkt, bei denen aufeinanderfolgende Zündungen durch entgegengesetzt gerichtete Spannur. gsamplituden bewirkt werden (magnetelektrisehe Zündapparate). Dabei sind alle Kerzen in zwei parallelen Zündkreisen untergebracht, die in entgegengesetztem Sinn geschaltete, nicht gesteuerte Ventilröhren enthalten. Eine nachteilige Folge davon ist, dass bei Viertaktmotoren auch am Ende des Auspuffs an der Kerze ein Funke übergeht, wobei man bekanntlich darauf sehen muss, dass dieser überflüssige Funke durch die Einstellung auf   Spätzündung   nicht etwa in die Ansaugperiode verschoben wird. 



   Im Gegensatz zu diesem bekannten Röhrenverteiler ist man beim Erfindungsgegenstand, wie bereits erwähnt, auf keine bestimmte Spannungsquelle angewiesen, auch ist der neue Verteiler für jede Zylinderzahl und-Anordnung bei beliebiger Taktart verwendbar, ohne dass man überflüssige Funken mit in Kauf nehmen müsste. Selbstverständlich kann aber ein   Zündkreis   mehrere Kerzen, an denen gleichzeitig gezündet werden soll, in irgendeiner brauchbaren Schaltung enthalten (Kerzenserie). 



   Im allgemeinen wird man jeder Kerzenserie eine Ventilröhre zuordnen. Es berührt aber natürlich den Grundgedanken der Erfindung nicht, wenn an Stelle der   einen Ventilröhre ein Röhrensystem,   bestehend aus mehreren hintereinander oder parallel zueinander geschalteten Röhren, verwendet wird, oder wenn die Röhrenstrombahnen mehrerer Kerzenserien in einer einzigen Röhre sich befinden. 



   Man kann eine Kerzenserie und die zugehörige Röhrenstrombahn oder-Strombahnen in Reihe oder parallel zueinander schalten. Im ersten Falle, der häufig den Vorzug verdienen wird, muss die Röhre derart gesteuert werden, dass während des Zündungsintervalles der Strom die Röhre   durchfliesst,   im zweiten Falle dagegen ist der Stromdurchgang durch die Röhre so zu regeln, dass ausserhalb des Zündungsinter-   valles   die Spannung an der Zündkerze zur Zündung nicht ausreicht. 



   In der Zeichnung sind verschiedene Anwendungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. 



  In allen Fällen sind als   Verteilerröhren   Ventilröhren angenommen, die eine besondere Steuerelektrode, z. B. ein sogenanntes Gitter, besitzen. 
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 die Ventilröhren des Röhrenverteilers, z. B.   Hochvakuumröl1ren   mit einer beliebigen Elektronenquelle, die etwa in bekannter Weise aus einer radioaktiven Substanz bestehen könnte.      und y1, x2 und y2 usw. sind die Elektroden, zwischen denen der Elektrizitätsübergang in den Röhren stattfindet.

   Die Elek- 

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 Kontaktbahn a in Berührung, dann kann der Hochspannungsstrom des Zündapparates über die Verteilerröhre   1'1, durch   die Kerze z1 fliessen, während für die Dauer des Vorbeiganges der langen Kontaktbahn b an dem Schleifkontakt f2 dem Zündstrom der Durchgang durch die Röhre   1'1   versperrt ist. 



     Fig. 2'zeigt   die Anwendung eines Röhrenverteilers bei einem 18-Zylinderflugzeugmotor mit einem Röhrengenerator als Zündspannungsquelle. Aus der Fig. 2a ist die Stellung der Motorzylinder zueinander ersichtlich. Die   Funkenstrecke   in Fig. 2 deuten zugleich den Grundriss des Motors an. 



   Der Röhrengenerator G, der mit der vorliegenden Erfindung nichts zu tun hat, sich aber für den dargestellten Fall besonders gut eignet, enthält hier eine einzige hochvakuum-Glühkathodenröhre H. 



  Der Generator G wird so gesteuert, dass er immer nur dann Schwingungen zur Verfügung hält, wenn   an einer der Zündkerzen Si-gis des Motors gezündet werden soll. Diese Steuerung wird bei dem gezeichneten   Beispiel dadurch bewirkt, dass das Gitter J der Generatorröhre   H   durch einen umlaufenden Schleifkontakt d und im Kreise angeordnete, miteinander abwechselnde Kontaktbahnen h1-h18 und   i1-i1s   mit der Gitterkopplungsspule L oder mit einem solchen Potential (Minuspol der Batterie B) verbunden wird, das die Schwingungserzeugung verhindert. 



   Die vom Generator   G   erzeugte und bei T transformierte Wechselspannung wird von dem einen Ende der Sekundärspule des Transformators T aus den miteinander verbundenen Elektroden der 18 Zünd-   kerzen .-% s   zugeführt. Das andere Ende der Sekundärspule des Transformators T ist an die Glühkathode   le   einer   Hochvakuumröhre   V angeschlossen. Diese Röhre V besitzt ebensoviele Anoden p und Gitter q als Kerzenkreise vorhanden sind, im vorliegenden Falle also je 18. Die Gitter q1-q16 sind einzeln an je einen feststehenden Schleifkontakt f1-f18 angeschlossen und diese Schleifkontakte sind wie bei dem Beispiel der Fig. 1 um einen Ring R herum angeordnet, der eine kurze Kontaktbahn   a   und eine lange Kontaktbahn b besitzt.

   Die Anode   pi-pis   der gemeinschaftlichen   Verteilerröhre   V sind in der gewünschten Reihenfolge der Zündungen mit den Gegenelektioden der einzelnen Zündkerzen verbunden. 



  Man könnte natürlich ebensogut die Reihenfolge der Zündungen auch durch die Verbindung der Schleifkontakte f1-f18 mit den Gittern q1-q18 festlegen. 



   In der gezeichneten Stellung der verschiedenen Organe der Zündeinrichtungen wird gerade der Zylinder   j ! gezündet.   Da nämlich der Schleifkontakt   d   am Röhrengenerator G auf einem mit der Gitterspule L verbundenen Kontaktstück (h1) steht, arbeitet der Generator. Anderseits ist die kurze Kontaktbahn a des Ringes R mit dem   Schleifkontakt f1   in Berührung, der mit dem Gitter q1 der Verteilerröhre V verbunden ist. Folglich liegt an dem Gitter q1 das Arbeitspotential, so dass der Zündstrom von der gemein- 
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    Trotz der grossen Anzahl der Schleifkontakte f kann die Steuereinrichtung (R, i, s usw. ) des   Verteilerröhrensystems verhältnismässig zierlieh aufgeführt werden, weil nur sehr schwache Ströme zu beherrschen sind und die hier vorkommenden Potentialdifferenzen im allgemeinen nur wenige Volt betragen. 



   Bisher lag die Verteilerröhre in Reihe mit der Funkenstrecke. Fig. 3 zeigt einen Fall, in welchem die Verteilerröhre und die Funkenstrecke parallel zueinander geschaltet sind. Als Zündspannungsquelle ist diesmal eine Mittelfrequenz-oder Hochfrequenzmaschine w angenommen. Der Transformator T besitzt hier ebensoviele Sekundärspulen als Kerzenkreise vorhanden sind, bei dem gedachten Fall eines 
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 beiden Kontaktbahnen a und b des Ringes R, auf dem die   Bürsten fi   und f2 schleifen, ist diesmal im Gegensatz zu den bereits beschriebenen Anordnungen, die kürzere (b) an das Absperrpotential und die längere (a) an das Arbeitspotential (Durchlasspotential) angeschlossen. Solange das   Durchlasspotential   an einem der Röhrengitter, z.

   B. gl herrscht, geht der dauernd fliessende Wechselstrom durch die betreffende Röhre   1'1   und nicht über die Funkenstrecke der Zündkerze   or, zou   der die Röhre   1'1 parallel geschaltèt   ist. Tritt jedoch die kurze Kontaktbahn b unter die Bürste fi der   Röhre 1i, so   ist dem Wechselstrom der Durchgang durch die   Röhre 1'1   versperrt und die volle Spannung liegt an dar Kerze   Si, so   dass die Zündung erfolgen kann. 



   Der   Vollständigkeit   halber ist in Fig. 4 noch der Fall der Batteriezündung für einen Sechszylindermotor dargestellt. Die Einrichtung zur Unterbrechung des Batteriestromes ist durch eine Vorrichtung U versinnbildlicht, die immer dann einen Stromstoss liefert, wenn an dem   Rohrenverteiler   die das Arbeitspotential führende Kontaktbahn a mit einem der Schleifkontakte f1-f6, die mit den Gittern g1-g6 der Verteilerröhren r1-r6 verbunden sind, in   Berührung   tritt. 

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   Es sei schliesslich noch erwähnt, dass man es bei den Röhtenverteilern weitgehend in der Hand hat, für jeden einzelnen Zylinder den Zeitpunkt und die Zeitdauer der Zündung individuell einstellbar zu machen, beispielsweise durch Verstellen der einzelnen Schaltkontakte f an der Steuereinrichtung des Verteilerröhrensystems. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zündungsverteiler für Verbrennungskraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kerzenserie des Zündungszyklus mindestens ein Ventilröhrenstromkreis zugeordnet ist und der Elektrizitätsübergang zwischen den Röhrenelektroden einer Kerzenserie für die Dauer des Zündungsintervalles oder etwas länger so beeinflusst wird, dass in der betreffenden Kerzenserie der Zündstrom fliessen kann.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Zündungsverteilers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kerzenserie und die zugeordneten Röhrenstrombahnen in Reihe miteinander geschaltet sind, wobei der Elektrizitätsübergang zwischen den Röhrenelektroden nur für die Dauer des Zündungsintervalles oder etwas länger ermöglicht wird.
    3. Ausführungsform des Zündungsverteilers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kerzenserie und die zugeordneten Röhrenstrombahnen parallel zueinander geschaltet sind, wobei der Elektrizitätsübergang zwischen den Röhrenelektroden für die Dauer des Zündungsintervalles oder etwas länger unterdrückt wird.
    4. Zündungsverteiler nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Verteilerröhren Ventilröhren verwendet werden, bei denen der Elektrizitätsübergang zwischen den Röhrenelektroden in bekannter Weise durch Steuerelektroden (z. B. Gitter) beeinflusst wird.
    5. Zündungsverteiler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Reihenfolge und der Zeitabstand der Zündungen im Zündungszyklus durch eine Schalteinrichtung bestimmt werden, die aus ebensovielen Schleifkontakten als Röhren vorhanden sind, und zwei Kontaktbahnen besteht, deren eine ein Potential besitzt, wie es für den Elektrizitätsübergang in den Röhren erforderlich ist, während die andere ein Potential hat, das den Elektrizitätsübergang in den Röhren unterdrückt.
AT92446D 1920-01-19 1921-01-18 Zündungsverteiler für Verbrennungskraftmaschinen. AT92446B (de)

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