AT9271U1 - Vorrichtung zum wahlweisen abdecken und freigeben von oberflächen eines raumfahrzeugs - Google Patents

Vorrichtung zum wahlweisen abdecken und freigeben von oberflächen eines raumfahrzeugs Download PDF

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AT9271U1 AT0037506U AT3752006U AT9271U1 AT 9271 U1 AT9271 U1 AT 9271U1 AT 0037506 U AT0037506 U AT 0037506U AT 3752006 U AT3752006 U AT 3752006U AT 9271 U1 AT9271 U1 AT 9271U1
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Abstract

Bei einer Vorrichtung zum wahlweisen Abdecken und Freigeben von Oberflächen (7) eines Raumfahrzeugs in Abhängigkeit von der Temperatur mit einer Mehrzahl von relativ zur Oberfläche (7) des Raumfahrzeugs schwenkbar angeordneten Lamellen (4), wobei der Schwenkantrieb wenigstens ein flächiges Element (3) aus einer Gedächtnislegierung umfasst, welches bei Durchschreiten eines Temperaturbereiches seine Form ändert und die Lamellen (4) verschwenkt, bilden die Schwenkachsen (8) der Lamellen (4) gemeinsam ein Polygon aus.

Description

2 AT 009 271 U1
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum wahlweisen Abdecken und Freigeben von Oberflächen eines Raumfahrzeugs in Abhängigkeit von der Temperatur mit einer Mehrzahl von relativ zur Oberfläche des Raumfahrzeugs schwenkbar angeordneten Lamellen, wobei der Schwenkantrieb wenigstens ein flächiges Element aus einer Gedächtnislegierung umfasst, welches bei 5 Durchschreiten eines Temperaturbereiches seine Form ändert und die Lamellen verschwenkt.
Abzudeckende und freizugebende Oberflächen von Raumfahrzeugen werden beispielsweise von Wärmetauschflächen gebildet, die Wärme in Form von Strahlung aus dem umgebenden Weltraum aufnehmen oder sie an den Weltraum abgeben können. Am häufigsten werden Wär-io metauschflächen an der Oberfläche von Raumfahrzeugen, angeordnet, um die elektrischen Schaltungen im Inneren des Raumfahrzeugs zu kühlen. Die erforderliche Kühlung gelingt allerdings nur dann, wenn die Wärmetauschflächen nicht von der Sonne bestrahlt werden. Bei Sonnenbestrahlung müssen die Wärmetauschflächen entsprechend abgedeckt werden, um einen Wärmeeintrag von Außen in das Raumfahrzeug zu verhindern. Erst wenn die Wärme-15 tauschflächen nach einer entsprechenden Fortbewegung bzw. Rotation des Raumfahrzeugs an einer der Sonne abgewandten Seite zu liegen kommen, können die Wärmetauschflächen freigegeben werden, um den Wärmeübergang vom Raumfahrzeug bzw. dessen zu kühlenden Baueinheiten an den Weltraum zu ermöglichen. 20 Der Begriff Raumfahrzeug soll hier nicht nur angetriebene Raumfahrzeuge und Raumstationen umfassen, sondern auch insbesondere Satelliten.
Vorrichtungen zum wahlweisen Abdecken und Freigeben von Oberflächen eines Raumfahrzeugs sind beispielsweise in Form von Jalousien bestehend aus parallel angeordneten Lamel-25 len bekannt geworden. Die Lamellen sind jeweils um parallel zueinander verlaufende Schwenkachsen schwenkbar, wobei der Schwenkantrieb unter Verwendung von Teilen erfolgt, die temperaturabhängig ihre Form verändern, sodass nach Überschreiten einer definierten Temperatur bzw. nach Durchlaufen eines definierten Temperaturbereichs die Lamellen von der die Oberfläche bzw. das Raumfahrzeug abdeckenden Position in eine diese freigebende Position bzw. 30 umgekehrt verschwenkt werden können. Die zum Einsatz gelangenden temperaturabhängig ihre Form verändernden Teile können beispielsweise von Bimetallspiralen gebildet werden, wobei jedoch dadurch, dass das Bimetall durch Wärmeleitung erwärmt wird und die Beziehung zwischen dessen Temperatur und dem Drehwinkel der Lamellen ungefähr linear ist, ein von Bimetallspiralen gebildeter Schwenkantrieb nur langsam auf Änderungen der Umgebungsbe-35 dingungen anspricht.
Eine verbesserte Konstruktion besteht in der Anordnung von flächigen Elementen aus einer Gedächtnislegierung, welche bei Durchschreiten eines definierten Temperaturbereichs ihre Form und insbesondere Krümmung ändern und so die Lamellen verschwenken. Bei einer derar-40 tigen Ausbildung fallen gesonderte Schwenkachsen mit ihren Lagern und den Bimetallspiralen an ihren Enden weg, was Gewicht, Raumbedarf und die Anfälligkeit auf Schwingungen erheblich verringert. Die Gedächtniselemente können hierbei über die gesamte Länge der Lamelle verteilt angeordnet sein, wodurch insgesamt die Lamellen wesentlich leichter ausgeführt sein können. Die Gedächtniselemente ändern dank ihrer geringen Masse und dank der Wärmelei-45 tung ihrer Fußteile schnell ihre Temperatur, wodurch sie einen Temperaturübergangsbereich schnell durchschreiten. Dadurch gehen die Lamellen schnell von der geöffneten in die geschlossene Stellung bzw. von der geschlossenen in die geöffnete Stellung über, sodass das Zeitverhalten wesentlich verbessert wird. so Gedächtnislegierungen sind an sich bekannt, beispielsweise aus der US 4435229A und US 4707196A, auf die hier ausdrücklich Bezug genommen wird. In diesen ist nicht nur die Zusammensetzung derartiger Legierungen angegeben, sondern auch verschiedene Verfahren zur Initialisierung von Gedächtniselementen. Unter Initialisierung sind Verfahren zu deren Behandlung beschrieben, die ihnen das gewünschte Verhalten bei Temperaturänderungen auf-55 prägen. Sie bestehen in wiederholten Veränderungen von Temperatur und mechanischer 3 AT 009 271 U1
Spannung. Bevorzugt werden hierbei sogenannte doppelwirkende Gedächtnislegierungen („two-way shape memory alloys“) eingesetzt, welche, je nach ihrer Temperatur, aus eigener Kraft ihre Gestalt zwischen zwei verschiedenen Formen wechseln. 5 Nachteilig bei den eingangs beschriebenen Jalousievorrichtungen für Raumfahrzeuge, bei welchen eine Mehrzahl von parallel zueinander verlaufenden Lamellen vorgesehen ist, welche jeweils um parallel zueinander verlaufende Schwenkachsen schwenkbar sind, ist der Umstand, dass eine derartige Vorrichtung ihre volle Wirksamkeit auf Grund der parallelen Anordnung der Lamellen nur dann entfaltet, wenn die Sonneneinstrahlung von vorgegebenen Richtungen io erfolgt. Insbesondere bei seitlich einfallender Sonne, d.h., wenn die Sonne aus einer Richtung parallel zu den Schwenkachsen der Lamellen einzustrahlen beginnt, ist eine korrekte Funktionsweise der Jalousievorrichtung nicht mehr vollständig gewährleistet.
Die vorliegende Erfindung zielt daher darauf ab, die Konstruktion einer Abdeckvorrichtung der 15 eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass die korrekte Funktion unabhängig von der Sonneneinstrahlrichtung und dem Sonneneinstrahlungswinkel ist. Weiters zielt die vorliegende Erfindung darauf ab, das Gewicht zu verringern und die Effizienz der Abdeckung zu erhöhen. 20 Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Vorrichtung der eingangs genannten Art im Wesentlichen derart weitergebildet, dass die Schwenkachsen der Lamellen gemeinsam ein Polygon ausbilden. Im Gegensatz zu Ausbildungen gemäß dem Stand der Technik sind die Lamellen somit nicht mehr um parallel zueinander verlaufende Schwenkachsen schwenkbar, sondern um Schwenkachsen, die bzw. deren Verlängerung gemeinsam ein Polygon ausbilden. Jede Art von 25 Polygon ist hierbei denkbar, wobei jedoch ein regelmäßiges Polygon besonders bevorzugt ist, da derartige regelmäßige Polygone sich in besonders einfacher Art und Weise zu größeren Flächen zusammensetzen lassen. Dadurch, dass die Schwenkachsen der einzelnen Lamellen nun nicht mehr parallel zueinander verlaufen, wird eine Ausbildung geschaffen, bei welcher die Lamellen, deren Schwenkachsen ein Polygon ausbilden, eine Gruppe bilden, die sich fächerar-30 tig bzw. wie Blumenblätter aus- und einklappen lassen, wobei sich die einzelnen Lamellen gegenseitig abstützen können und eine Überlappung der einzelnen Lamellen gegeben ist, sodass sich eine stabile Konstruktion ergibt, mit welcher sich lückenlos beliebige Flächen abdecken lassen. 35 Insbesondere eignet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung für sogenannte Mikro- oder Minisatelliten, welche beispielsweise lediglich einen Durchmesser von 30 bis 50 cm aufweisen. Bei derartigen Satelliten wäre eine Konstruktion mit zueinander parallel verlaufenden Lamellen nachteilig, da eine Anpassung an eine definiert abzudeckende Fläche nur schwer möglich ist. Mit der erfindungsgemäßen Ausbildung hingegen lässt sich beispielsweise ein einziger Satellit 40 schirmartig durch die Mehrzahl der jeweils um in voneinander verschiedene Richtungen verlaufende Schwenkachsen schwenkbaren Lamellen abdecken. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich prinzipiell aber beliebige Flächen abdecken, bevorzugt Flächen zwischen 1 mm2 und 500 cm2, insbesondere 1-100 cm2. 45 Auf Grund der einander schneidenden Schwenkachse können sich die einzelnen Lamellen gemäß einer bevorzugten Weiterbildung wenigstens in einer Endstellung gegenseitig abstützen, sodass gesonderte Schwenkwinkelbegrenzer entbehrlich sind und somit Gewicht eingespart werden kann. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausbildung können die Lamellen in ihrer die Oberfläche des Raumfahrzeugs abdeckenden Position einander überlappen oder Stoß an Stoß so angeordnet sein, sodass eine vollständige Abdeckung der jeweils abzudeckenden Oberfläche des Raumfahrzeugs gelingt.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausbildung sind die Lamellen über eine gemeinsame Stütze an der abzudeckenden Oberfläche bzw. dem Raumfahrzeug festgelegt. Im Gegensatz zu 55 einer Konstruktion mit parallel zueinander verschwenkbaren Lamellen, bei welcher jede Lamelle 4 AT 009 271 U1 mindestens an zwei Stellen abgestützt sein muss, kann bei der vorliegenden Erfindung jede Lamelle lediglich mit einer einzigen Abstützung das Auslangen finden, wobei bevorzugt, wie bereits erwähnt, alle Lamellen über eine gemeinsame Stütze festgelegt sind. Durch die Verringerung der Anzahl der Stützen gelingt eine weitere Gewichtsreduzierung. 5
Um hierbei ein kollisionsfreies Verschwenken der einzelnen Lamellen zu ermöglichen, ist bevorzugt vorgesehen, dass die Stütze eine Länge aufweist, die wenigstens gleich der Länge eines vom Gelenk in Richtung zur Oberfläche bzw. zum Raumfahrzeug vorragenden Teils der Lamelle ist. 10
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung ergibt sich bei einer Anordnung, bei - welcher das flächige Element aus einer Gedächtnislegierung in der die Oberfläche abdeckenden Schwenkposition flach und in der die Oberfläche freigebenden Position gebogen ist. Eine derartige Ausbildung kommt den Besonderheiten der doppelwirkenden Gedächtnislegierungen besonders 15 entgegen.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung weisen die Lamellen gleichen Umriss auf, sodass eine regelmäßige Struktur entsteht und sichergestellt ist, dass die einzelnen Lamellen beim Öff-nungs- und Schließvorgang blumenblattartig miteinander Zusammenwirken. 20
Eine besonders einfache Konstruktion ergibt sich schließlich bevorzugt dann, wenn das flächige Element aus Gedächtnislegierung einerseits an der Lamelle und andererseits an der gemeinsamen Stütze festgelegt ist, wobei das flächige Element selbst das Gelenk ausbildet, sodass keine weiteren Bauteile erforderlich sind und das Gewicht weiter minimiert werden kann. Ge-25 mäß einer bevorzugten Weiterbildung ist hierbei vorgesehen, dass das flächige Element in radialem Abstand von der Innenkante der Lamelle an der Lamelle angreift, wodurch sich eine Abdeckung der Raumfahrzeugoberfläche von der Gelenksachse ausgesehen sowohl in einem radial äußeren Bereich als auch in einem radial inneren Bereich ergibt. 30 Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. In dieser zeigen Fig. 1 eine Ansicht der erfindungsgemäßen Abdeckvorrichtung in geschlossenem Zustand, Fig. 2 eine Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in offenem Zustand, Fig. 3 eine Schnittansicht entlang der Linie lll-lll der Fig. 1, Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung in offenem Zustand, Fig. 5 eine abgewan-35 delte Ausbildung der Vorrichtung gemäß Fig. 4, Fig. 6 eine Ansicht einer weiteren abgewandelten Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in geschlossenem Zustand und Fig. 7 eine Ansicht der Vorrichtung gemäß der Fig. 6 in offenem Zustand.
In Fig. 1 ist eine Trägerstruktur 1 mit einer Stütze 2 ersichtlich, an welcher vier flächige Elemen-40 te 3 aus einer Gedächtnislegierung angeordnet sind, welche jeweils eine Lamelle 4 tragen. In Fig. 1 sind die Lamellen in der das Raumfahrzeug abdeckenden Position dargestellt, in welcher einander benachbarte Lamellen 4 jeweils Überlappungsbereiche 5 aufweisen. Die gegenseitige Überlappung der Lamellen 4 führt dazu, dass in der in Fig. 1 dargestellten geschlossenen, das heißt ein Oberfläche des Raumfahrzeugs abdeckenden, Position zwischen den einzelnen La-45 mellen 4 keine Zwischenräume, und insbesondere keine Spalten, entstehen, welche das Durchtreten von Sonnenstrahlen ermöglichen würde. Des weiteren führen die Überlappungen 5 dazu, dass in der in Fig. 2 dargestellten offenen, das heißt die Oberfläche des Raumfahrzeugs freigebenden, Position die Lamellen 4 einander gegenseitig an den Stellen 6 abstützen. In Fig. 2 sind die Lamellen 4 in einer im Vergleich zur Fig. 1 um 90° nach oben verschwenden Position dar-50 gestellt, sodass ein Großteil der Oberfläche 7 des Raumfahrzeugs freigelegt wird. Die Verschwenkung erfolgt hierbei im Wesentlichen um die Schwenkachsen 8 und es ist ersichtlich, dass die Schwenkachsen 8 bzw. deren Verlängerung ein Quadrat ausbilden.
In der Seitenansicht gemäß Fig. 3 ist wiederum die abzudeckende Oberfläche 7 des Raumfahr-55 zeugs ersichtlich, wobei die Oberfläche von Wärmetauschflächen gebildet wird, die in der in 5 AT 009 271 U1
Fig. 3 mit vollen Linien gezeigten offenen Position der Lamellen 4 eine Wärmeabgabe an den Weltraum ermöglichen. In Fig. 3 ist auch deutlich erkennbar, dass die Gedächtnislegierungselemente 3 bei offener Stellung der Lamellen eine gekrümmte Form annehmen und bei der strichliert dargestellten geschlossenen Position der Lamellen 4 flach verlaufen. Die Gedächtnis-5 legierungselemente 3 sind hierbei alle an einer gemeinsamen Stütze 2 festgelegt. Die lamellenseitige Verbindung der flächigen Gedächtnislegierungselemente 3 erfolgt in einem Abstand a von der radial innen liegenden Kante der Lamelle 4, sodass in der geschlossenen Stellung der Lamellen 4 eine möglichst weit reichende und vollständige Abdeckung der darunter liegenden Oberfläche 7 erfolgt. 10
Die perspektivische Darstellung gemäß Fig. 4 dient der weiteren Veranschaulichung. Die Abdeckvorrichtung ist wie in Fig. 2 in der offenen, die Oberfläche des Raumfahrzeugs freigebenden Stellung dargestellt. In dieser Stellung begrenzen die Lamellen 4 gemeinsam mit der Trägerstruktur 1 und den Elementen 3 einen nach oben offenen Raum 11, welcher dazu beiträgt, 15 dass die Elemente 3 weniger Wärme an die Umgebung abstrahlen und dadurch schneller aufgeheizt werden, wenn Sonne auf die Vorrichtung trifft. Das schnelle Aufheizen der Elemente 3 bewirkt, dass die Gedächtniselemente 3 schneller den ihre Verformung verursachenden Temperaturbereich erreichen, sodass das Zeitverhalten deutlich verbessert wird. Wenn die Lamellen ausgehend von der in Fig. 4 dargestellten offenen Stellung in die geschlossene Stellung ver-20 schwenkt wurden und der Raum 11 verschwindet, können die Lamellen die zuvor aufgenommene Wärmeenergie wiederum an die Umgebung abgeben.
Zur Verbesserung des zuvor beschriebenen Aufheizeffekts durch den Raum 11 und der dadurch erreichten Beschleunigung des Schließvorgangs kann wenigstens eine der Lamellen 4 25 einen abgewinkelten oder abwinkelbaren Bereich 9 aufweisen, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist. Dieser Bereich 9 dient in der geöffneten Stellung der Lamellen 4 der Abdeckung des Raumes 11, sodass der Raum 11 gänzlich geschlossen wird und eine Wärmeabstrahlung von den Elementen 3 an die Umgebung besser verhindert wird. 30 Beide Oberflächen der Lamellen, sowohl die Oberseite 12 als auch die Unterseite 13, sollten aus hochreflektivem Material bestehen - die Unterseite 13, das heißt die der abzudeckenden Oberfläche in der geschlossenen Stellung der Lamellen 4 zugewandte Seite um den Wärmeübergang zwischen der abzudeckenden Oberfläche, also beispielsweise den Wärmetauschflächen, und der Lamelle zu reduzieren und dadurch den Wärmeeintrag von der Sonne auf die 35 Wärmetauschflächen zu minimieren, die Oberseite 12 um die Wärmestrahlung und insbesondere die Infrarotstrahlung der Sonne besser reflektieren zu können. Zu diesem Zweck bestehen die Oberseite 12 und die Unterseite 13 der Lamellen bevorzugt aus Spiegelflächen, wobei bevorzugt die Spiegelfläche der Unterseite 13 ein geringes Emissionsvermögen und die Spiegelfläche der Oberseite 12 ein hohes Emissionsvermögen aufweist. 40
Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, kommen die ein geringeres Emissionsvermögen aufweisenden Unterseiten 13 der Lamellen 4 in der offenen Position an der Außenseite zu liegen und die ein höheres Emissionsvermögen aufweisenden Oberseiten 12 an der Innenseite, das heißt die Oberseiten 12 bilden die Innenwände des Raums 11 aus. Dies hat zur Folge, dass die von der 45 „aufgehenden“ Sonne (Einstrahlungsrichtung 14) an wenigstens einer der Lamellen 4 erzeugte Wärme in dem Raum 11 gleichsam eingefangen bzw. am Austreten gehindert wird, sodass die Gedächtniselemente 3 sich schnell aufwärmen. Wenn die Lamellen 4 in die geschlossene Position verschwenkt wurden, gelangen die Unterseiten 13 der Lamellen 4 in eine der abzudeckenden Oberfläche zugewandte Lage, wobei das geringe Emissionsvermögen der Unterseite so 13 der Reduktion des Wärmeübergangs von der heißen Lamelle 4 zur abzudeckenden Oberfläche dient. Die Oberseite 12 gelangt in eine der abzudeckenden Oberfläche abgewandte, der Sonne zugewandte Lage, wobei das hohe Emissionsvermögen der Oberseite 12 eine Reflexion der eingestrahlten Wärme in den Weltraum bewirkt. 55 Das Material der Stütze 2 kann unter Heranziehung der folgenden Überlegungen gewählt

Claims (14)

  1. 6 AT 009 271 U1 werden. Wenn gewünscht ist, dass die Lamellen sich nicht nur auf Grund der direkten Sonneneinstrahlung schließen, sondern auch auf Grund der von den Wärmetauschflächen ausgehenden Wärme, dann sollte die Stütze 2 aus gut wärmeleitendem Material, beispielsweise Aluminium oder Titan, bestehen. In diesem Fall wird die Temperatur der Wärmetauschflächen durch 5 Sonneneinstrahlung erhöht, wobei sich in der Folge durch Wärmeleitung auch die Temperatur der an diesen Flächen angebrachten Stützen 2 und in weiterer Folge die Temperatur der Elemente 3 erhöht, sodass die Lamellen in die geschlossene Position verschwenkt werden. Wenn hingegen das Verschließen der Lamellen 4 nur auf Grund von direkter Sonneneinstrahlung erfolgen soll, so sollte die Stütze 2 aus schlecht wärmeleitendem Material, wie beispielsweise io Polyimid (Kapton), bestehen. Um einen körperlichen Kontakt zwischen den Lamellen 4 und der abzudeckenden Oberfläche in der geschlossenen Stellung der Lamellen 4 und den dadurch verursachten Wärmeübergang zu vermeiden, können kleine Abstandhalter an den Lamellen vorgesehen sein. Diese Abstandhal-15 ter können beispielsweise von aus der Lamellenfläche ausgebogenen Bereichen der Lamelle gebildet sein, welche in der geschlossenen Position der Lamellen mit der abzudeckenden Oberfläche in Anlage gelangen. Die Kontaktfläche ist dabei so klein, dass kein wesentlicher Wärmeübergang stattfindet. In Fig. 5 sind derartige Abstandhalter an einer der Lamellen 4 beispielhaft gezeigt und mit 10 bezeichnet. Eine andere Möglichkeit, einen Kontakt zwischen den Lamellen 20 und der abzudeckenden Oberfläche möglichst zu vermeiden liegt darin, die Lamellen derart steif auszubilden, dass der jeweilige Lamellenverbund auf Grund der Überlappungen 5 in der geschlossenen Position eine starre, ebene Struktur ausbildet, die sich nicht über die ebene Gestalt hinaus in Richtung zur abzudeckenden Oberfläche hin verbiegen lässt. Dabei erfolgen die Überlappungen jeweils derart, dass eine Lamelle jeweils einen oberhalb der einen angren-25 zenden Lamelle liegenden Bereich und einen unterhalb der anderen angrenzenden Lamelle liegenden Bereich aufweist. Zur Erzielung der erforderlichen Steifheit der einzelnen Lamellen 4, können die Lamellen jeweils Versteifungsrippen aufweisen, welche beispielsweise aus Falten des Lamellenmaterials gebildet sind. 30 In den Fig. 6 und 7 ist eine abgewandelte Ausbildung dargestellt, bei welcher kein Quadrat, sondern ein Sechseck ausgebildet wird. Dem gemäß sind sechs Lamellen 4 vorgesehen, welche jeweils über ein flächiges Gedächtnislegierungselement 3 an ein zentrales Trägerelement 1 schwenkbar angelenkt sind. Zwischen den einzelnen Lamellen 4 sind wiederum Überlappungsbereiche 5 vorgesehen. Die Schwenkachsen sind wiederum mit 8 bezeichnet, welche bei der 35 Ausbildung gemäß den Fig. 6 und 7 ein regelmäßiges Hexagon ausbilden. Ansprüche: 1. Vorrichtung zum wahlweisen Abdecken und Freigeben von Oberflächen eines Raumfahr zeugs in Abhängigkeit von der Temperatur mit einer Mehrzahl von relativ zur Oberfläche des Raumfahrzeugs schwenkbar angeordneten Lamellen, wobei der Schwenkantrieb wenigstens ein flächiges Element aus einer Gedächtnislegierung umfasst, welches bei Durchschreiten eines Temperaturbereiches seine Form ändert und die Lamellen verschwenkt, 45 dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachsen (8) der Lamellen (4) gemeinsam ein Polygon ausbilden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachsen (8) der Lamellen (4) gemeinsam ein regelmäßiges Polygon ausbilden. 50
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die um die Schwenkachsen (8) verschwenden Lamellen (4) einander in wenigstens einer Endstellung abstützen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (4) in 7 AT 009 271 U1 ihrer die Oberfläche (7) des Raumfahrzeugs abdeckenden Position einander überlappen oder Stoß an Stoß angeordnet sind.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamel- 5 len (4) über eine gemeinsamen Stütze (2) an der abzudeckenden Oberfläche (7) bzw. dem Raumfahrzeug festgelegt sind.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (2) eine Länge aufweist, die wenigstens gleich der Länge (a) eines vom Gelenk in Richtung io zur Oberfläche (7) bzw. zum Raumfahrzeug vorragenden Teils der Lamelle (4) ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das flächige Element (3) aus einer Gedächtnislegierung in der die Oberfläche (7) abdeckenden Schwenkposition flach und in der die Oberfläche (7) freigebenden Position gebogen ist. 15
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das flächige Element (3) aus Gedächtnislegierung einerseits an der Lamelle (4) und andererseits an der gemeinsamen Stütze (2) festgelegt ist.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamel len (4) gleichen Umriss aufweisen.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das flächige Element (3) in radialem Abstand von der Innenkante der Lamelle (4) an der Lamelle (4) 25 angreift.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (4) hochreflektierende Oberflächen, zB Spiegelflächen, aufweisen.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Unter seite (13) der Lamellen (4) ein geringeres Emissionsvermögen aufweist als die Oberseite (12) der Lamellen (4).
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das we- 35 nigstens eine Lamelle (4) einen abgewinkelten oder abwinkelbaren Bereich aufweist, der in der die Oberfläche (7) freigebenden Schwenkposition den durch die Lamellen (4) begrenzten Raum (11) zumindest teilweise abdeckt.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamel- 40 len (4) jeweils wenigstens einen Abstandhalter aufweisen, der in der die Oberfläche (7) ab deckenden Schwenkposition in Richtung zur Oberfläche (7) vorragt. Hiezu 3 Blatt Zeichnungen 45 50 55
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