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Maschine zur Herstellung komprimierter Körper.
Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine, die dazu bestimmt ist, harte oder weiche, pulverige, körnige oder teigige Stoffe in komprimierte Körper zu verwandeln.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Maschine dargestellt, u. zw. ist die Fig. 1 ein vertikaler Längsschnitt und Fig. 2 ein wagrechter Längsschnitt durch die Achse, wobei die Daumenwelle, die Rolle, die Kurbeln, die Drücker und Stempel in Ansicht gezeichnet sind.
Die Maschine besteht aus folgenden Teilen : 1 Aus einem festen Rahmen 1, der den beweglichen Mechanismus und eine festgelagerte Matrize trägt. 2. Aus einer Welle 2 mit zwei Exzentern 3 und der Daumenscheibe 4, auf welcher Welle das Schwungrad 18 und die Antriebsscheibe 19 aufgekeilt sind. Die Daumenscheibe ist ein parallel zur Achse abgestutzter Zylinder. Die Achsen der Welle, der Exzenter und der Daumenscheibe sind parallel und in einer Ebene angeordnet. 3. Aus einem Stempel 9, der durch die Daumenscheibe 4 unter Vermittlung einer Rolle 6 und eines Gleitstückes 7 betätigt wird. 4. Aus einem zweiten Stempel 10, der durch die Exzenter mit Hilfe der Lenker 5 und eines Gleitstückes 8 angetrieben wird. Der Rahmen 1 dient als Führung für die zwei Stempel. 5.
Aus einer Feder 13, die einerseits das Gleitstück 8 und anderseits das Federgehäuse 12, die Drücker 17, die Kulisse 7 und die-Rolle 6 in entgegengesetztem Sinne bewegt.
Ausser diesen Hauptteilen sind noch folgende Teile vorgesehen. Ein umgesetzter Wellenantrieb,
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für die Öffnung 14, ein selbsttätiger Auswerfer für den fertig komprimierten Körper, eine Klappe 16 zum Entleeren der Öffnung 14 beim Stillstande und zum teilweisen Austritt des Materials während des Ganges dienend, ferner zwei zwischen Rahmen und Stempel angeordnete Führungsringe, sowie auch verschiedene bei solchen Maschinen übliche und an sich schon bekannte Hilfsorgane.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende :
Das Prinzip der Maschine ist auf der Differentialbewegung der zwei eine Matrize durchsetzenden Stempel begründet, wobei mittels Exzenter und Daumenscheibe bei jedem Hub die Stempel sich gegen- über der feststehenden Matrize gleichläufig aber verschieden schnell bewegen. Bei jeder Umdrehung der Welle beschreibt der Mittelpunkt der Exzenter einen Kreis und jeder Lage des Mittelpunktes entspricht auf dem Umfange eine verschiedene Stellung der Stempel und im Besonderen jedem der Punkte a, b, c, d.
Bei a füllt der Stempel 9 die Matrize vollständig aus und der Stempel 10 gibt die Mündung 14 frei. Sie lassen also beide die Öffnung 14 frei. In b nimmt der Stempel 9 nur mehr einen Teil der Matrize ein, während der Stempel 10 in dieselbe in der in der Zeichnung dargestellten Stellung eingreift. In c hat der Stempel 9 die Öffnung 15 freigegeben und dafür erfüllt der Stempel 10 die Matrize gänzlich und wird die Öffnung 15 von den beiden Stempeln berührt. In d sind die Stellungen dieselben wie in b.
Wenn nun die Maschine durch Einrücken des Antriebs auf die Scheibe 19 in Gang gesetzt wird, wobei man Sorge dafür trägt, dass das zu komprimierende Gut zugeführt wird, so treten folgende Erscheinungen auf : Von der Stellung a bis zur Stellung b : Bei der Stellung a ist der Raum zwischen den beiden Stempeln durch das'zu komprimierende Material ausgefüllt und der Abstand zwischen ihnen ist ein Maximum, aber während der Bewegung von a nach b nimmt der Abstand ab, es findet eine Volumsverminderung statt und das überschüssige Material wird zum Teil ausgeworfen, bis zu dem Augenblicke, wo der Stempel 10 in die Matrize einsticht.
Von der Stellung b bis zur Stellung c. nimmt der Raum zwischen
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den zwei Stempeln weiter ab und wird ein Minimum, bis die Rolle 6 die Kante der Daumenscheibe überschreitet. Das Material erfährt demnach eine Volumsverminderung, d. h. es wird in der Kammer 20 komprimiert. Hierauf nimmt der Raum zu, um neuerlich in c ein Maximum zu werden. Während dieser Zeit treibt der Stempel. M das komprimierte Material in die Öffnung 15, wo es durch sein Gewicht ausfällt oder durch einen Auswerfer ausgestossen wird.
Von der Stellung c bis zur Stellung d nimmt der Raum neuerlich ab, um beim Übergang der Rolle über die zweite Kante der Daumenscheibe ein Minimum zu werden, worauf er wieder zu wachsen beginnt, was eine Depression in der Kammer 20 hervorruft. Von der Stellung d bis zur Stellung a wächst der Raum während der ganzen Periode an und die Druckverminderung wird starker, so lange der Stempel 10 nicht aus der Matrize ausgetreten ist ; in diesem Augenblick wird das Material angesaugt und der Raum zwischen den Stempeln füllt sich bis zum Punkte a, wo der Kreislauf wieder beginnt.
Die beschriebene Maschine hat. folgende Eigenheiten : 1. Das Material tritt auf einer Seite der Matrize zu und geht auf der andern Seite komprimiert ab, wobei das Gewicht und die Luftverdünnung den Eintritt und den Ausgang erleichtern. 2. Die Gesamtanordnung der Teile der Maschine gestattet die Anwendung besonderer Speisevorrichtungen für gewisse zu behandelnde Materialien, deren pulvriger oder viskoser Zustand die Wirkung des Gewichtes zu sehr vermindern würde. 3. Die Menge des Materiales, das zuzulassen ist, um ein Komprimier. ungsprodukt von bestimmten Gewicht zu erhalten, kann in sehr genauer Weise geregelt werden, indem man den Augenblick des Eintritts der Stempel in die Matrize, d. h. das Vorragen desselben in die Öffnung 14 regelt. 4.
Die Kompression ist durch Verkürzung der Lenker oder Verlängerung der Stempel leicht regelbar. 5. Die Stempel, die Führungen und die Matrize, d. h. die beim Übergang von einer Fabrikation zu einer andern auszuwechselnden Teile sind äusserst einfach auszuwechseln und ebenso leicht als schnell anzubringen. 6. Die geringe Anzahl, geringe Masse und die
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7. Die Beanspruchungen des Rahmens sind äusserst gering, da sie sich beim Durchgange durch die Lenker, die Kulisse 8, den Stempel49, das Gleitstück 7 und die Rolle fast aufheben, wobei die Welle durch ihre Exzenter und die Daumenscheibe den Kreis der Beanspruchungen schliesst. 8.
Die Feder 13, welche das Andrücken der Rolle gegen den Daumen bewirkt, gleicht jegliche Längespiele der bewegten Organe aus. 9 Die horizontale Lage der Kulissen vermeidet den Kontakt des erzeugten Produktes mit dem zur Schmierung nötigem Öl und diese Schmierung bedarf keiner besonderen Wartung.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Maschine zur Herstellung komprimierter Körper durch zwei mittels Exzenter und Daumenscheibe gegenüber der feststehenden Matrize gleichläufig, aber verschieden schnell bewegte Stempel, dadurch gekennzeichnet, dass die Stempel (9, 10) bei Anfang ihres Leerhubes auf der Ausstossseite (15) der Matrize (11) ihren Abstand bis zum Mindestmass verkleinern, um darauf diesen Abstand wieder zu vergrössern, bis der eine Stempel (10).
ausserhalb der Matrize auf deren andern Seite, der Einfüllseite (14, seine Endlage erreicht, während sie nach ihrem Presshube in entgegengesetzter Richtung auf der Ausstossseite (15) der Matrize den fertig komprimierten Körper freigeben, wobei bis zum Ende des Hubes ihr Abstand wieder zunimmt, um beim folgenden Leerhube zunächst wieder auf ein Mindestmass abzunehmen.