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Bohr. und Gewindeschueidvorrichtung.
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25Die Erfindung betrifft eine Bohr- und Gewindeschneidvol'1'ichtung mit einer Überlastungskupplung zur Verhinderung eines Bohrerbruches. Gemäss der Erfindung gibt die Verrieglungsvorrichtung für die bei Überschreitung eines bestimmten Drehmoments ausgeschalteten Kupplungsteile beim Herausziehen des Werkzeuges aus dem Werkstück die Kupplungsteile wieder frei, was zweckmässig ebenso wie das
Verriegeln durch axiale Verschiebung des Werkzeugtragzapfens bewirkt und wodurch das selbsttätige
Wiederingangsetzen des Werkzeuges ermöglicht wird.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung. Es ist Fig. 1 ein Längsschnitt durch eine in einem muffenartigen Gehäuse untergebrachte Vorrichtung, bei der auch eine Einrichtung vorgesehen ist, um die Grösse des jeweiligen Vorschubdruckes ersichtlich zu machen. Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 1 (Kupplung mit einstellbarer Federbelastung).
Fig. 3 zeigt hiezu die Kupplungsteile in der Ausschaltstellung und Fig. 4 in einem grösseren Massstabe die die Erfindung selbst betreffenden Teile der Einrichtung nach Fig. 1. Fig. 5 zeigt in Draufsicht und in
Seitenansicht die auf die Verrieglung für die Kupplungsbacken wirkende Feder.
Der treibende Teil 1 ist muffenförmig und ein eingeschraubter Deckel 2 mit einem mittelbar oder unmittelbar die Drehbewegung empfangenden Zapfen 3 überträgt diese an den Teil 1. Der getriebene
Teil, hier der Werkzeugtragzapfen 4, ist im nabenförmigen unteren Teil der Muffe 1 gelagert und weist an seinem oberen Ende zweckmässig einen Bund 5 auf, der als Kupplungsteil ausgebildet ist. Die Kupplung ist eine Knaggenkupplung und besteht aus zwei oder mehreren, beispielsweise aus drei gleichmässig im
Kreise verteilten Klinken 6, die um Zapfen 7 schwingen, welche im Körper der Muffe 1 befestigt sind und Nasen 8 besitzen, mit denen sie in Nuten 9 des getriebenen Teiles 5 einfallen, wobei diese Nuten nach einer Richtung abgeschrägt sind.
Die Drehbewegung (siehe den Pfeil in Fig. 2) wird bei Umdrehung des Teiles 1 mittels der Nasen 8 auf den Zapfen 4 übertragen, wenn aber der Zapfen zufolge zu grossen Widerstandes gegen das Werkzeug an der Drehung verhindert wird, dann gleiten die Nasen 8 aus den Nuten 9 heraus und der Teil 1 dreht sich leer, während der Teil 4 stillsteht. Damit nun hiebei kein Geräusch durch das ständige Einfallen und Herausgleiten der Klinken 6 entsteht, sowie zur Sicherung eines ruhigen Ganges werden die Teile 6 in der Offenstellung der Kupplung selbsttätig verriegelt. Hiezu ist der getriebene Teil axial verschiebbar und an ihm ist der auf die Klinken 6 wirkende Verrieglungsteil angeordnet. Es ist dies eine Ringscheibe 10 unter dem Kopf 5, unterhalb welcher sich die ringförmige Blattfeder 11 (Fig. 5) befindet, welche die Scheibe 10 axial nach oben zu schieben sucht.
Ist die Kupplung eingeschaltet, so stehen die Nasen 8 über dem Rand der Scheibe 10 und verhindern deren Aufwärtsbewegung. Ist jedoch die Kupplung offen und befinden sich die Klinken in der ausgeschwenkten Stellung (Fig. 3), dann hindern die Nasen 8 nicht mehr die Aufwärtsbewegung der Scheibe 10, und sobald dann das Werkzeug auf das Werkstück aufgedrückt wird und sich der Zapfen 4 axial nach oben verschiebt, folgt ihm die Scheibe 10 und tritt zwischen die Nasen 8, um so die Klinken gespreizt in der Offenstellung der Kupplung zu halten.
Wird das Werkzeug aus dem Arbeitsstück herausgezogen, so bewegt sich der Zapfen 4 beim Herausziehen relativ zur Muffe 1 axial nach unten, es wird hiedurch die Scheibe 10 vom Kopf 5 mitgenommen und die Klinken 6 fallen wieder in die Kupplungsnuten 9 ein, so dass sich der Teil 4 mit dem Werkzeug wieder zu drehen beginnt. Die Belastung der Klinken 6 für die Grösse des Widerstandes, welchen das Werkzeug im Material findet, also für die Grenze, bei welcher die Drehungsbeanspruchung des Werkzeuges ein Unterbrechen der Kupplung erfordert, ist durch Verstellung von Belastungsfedern 12 regelbar. Bei der gezeichneten
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Ausführungsform drückt auf jede Klinke 6 eine Feder 12, wobei der Abstand der Auflagestelle vom Drehpunkt 7 der Klinke verstellbar ist.
Die Federn sind als Blattfedern auf einem gemeinsamen Stellring 13 angebracht, der ebenfalls im Innern der Kupplung 1 sitzt und der mittels eines Stellknopfes 14, welcher durch einen Schlitz der Muffe nach aussen ragt, verdreht werden kann. Durch Änderung des Abstandes der Auflagestelle der Feder vom Zapfen 7 bis zum andern Knaggenende kann der Auslösewiderstand der Kupplung vom kleinsten bis zum grössten Wert verstellt werden, je nach der Grösse bzw. dem Durchmesser des verwendeten Werkzeuges ; man kann aber auch die Anordnung so treffen, dass die Grösse des Federdruckes, also die. Federbelastung an sich änderbar ist, beispielsweise durch Erhöhung der Federspannung oder Einschalten einer Zusatzfeder.
Die Vorrichtung kann noch mit einer Einrichtung versehen werden, welche das seitliche Ausweichen des Werkzeuges, insbesondere eines Gewindeschneidwerkzeuges, bei exzentrischer Beanspruchung, also bei Seitendrücken gestattet. Hiezu kann man den Werkzeugträger bzw. die Werkzeugeinspannvorrichtung mit axial liegenden Federn ausrüsten. Die beschriebene Einrichtung kann auch in Schneideisen eingebaut
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bohr-umd Gewindeschneidvorrichtung mit einer Überlastungskupplung zur Verhinderung eines Bohrerbruches und einer Verrieglungsvorrichtung für die ausgeschalteten Kupplungsteile, dadurch gekennzeichnet, dass die Verrieglungsvorrichtung beim Herausziehen des Werkzeuges aus dem Werkstück die Kupplungsteile wieder freigibt.