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Einrichtung zur axialen Entlastung von ein- oder mehrstufigen Kreiselpumpen.
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wunden wird, worauf sieh das beschriebene Spiel wiederholt. Die Hin-und Herbewegung der Schaufelräder mit der Welle erfolgt dabei in sehr kleinen Zwischenräumen und beträgt nur Bruchteile eines 1millimeters.
Die Hin-und Herbewegung der Schaufelräder findet nur dann statt, wenn die auftretenden Schubkräfte in der Richtung der Pfeile 1 und 2 in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. Dieses Verhältnis kann nun unter Umständen durch die bei der Durchschnittswerkstattausführung der Pumpen entstehenden Ungenauigkeiten verschiedener Art so beeinflusst werden, dass bei sonst gleichen Pumpen bei der einen oder anderen doch noch ein kleiner Axialdruck auftreten kann, u. zw. z. B. für eine Ausführung- in der Richtung des Pfeiles 1 und für eine andere Ausführung gleicher Art in der Richtung des Pfeiles 2
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selbsttätige Ventil m vorgesehen.
Werden die Schubkräfte in der Richtung der Pfeile 1 und 2 für Serienpumpen so berechnet, dass ein Schubausgleich theoretisch bei einem Druck vor der Druokstopfbüchse und somit vor dem Kolben e- von etwa einem Drittel des vollen Pumpendruckes stattfindet, dann kann man'durch Vergrössern oder Verkleinern des Druckes auf den Kolben e etwa noch auftretende kleine Axialdrücke nach der einen oder andern Seite durch Vergrössern oder Verkleinern der Belastung des Ventils m vollkommen ausgleichen.
Das Ventil m erhält dann vollkommen selbsttätig den eingestellten Druck im Wasserraum g auf gleicher Höhe und wirkt in folgender Weise : Übersteigt der Druck im Wasserraum g die eingestellte Höhe, dann wird der Ventilkegel m (Fig. 1) durch den Druck auf seine untere Kolbenringfläche gehoben und es kann Wasser durch den Abfluss q nach dem Wasserraum i gelangen, aus dem es unter geringen Überdruck in die Saugkammer 1 der Pumpe strömt. Wird zuviel Wasser aus dem Raume g abgesaugt, dann fällt der Druck in diesem und der Ventilkegel m wird auf seinen Sitz gedrückt, so dass kein Wasser mehr abfliessen kann. Dadurch steigt der Druck im Raume g, bis der Ventilkegel m wieder gehoben wird.
Auch dieses Spiel wiederholt sich in sehr kleinen Zwischenräumen, so dass sich ein bestimmter Druck einstellt, der an einem eingeschalteten Manometer keine merkbaren Schwankungen zeigt und durch die Belastung des Ventilkegels bestimmt wird.
Soll ein Druck im Raum g eingestellt werden der nur wenig den Druck im Saugraum übersteigt- z. B. geradesoviel, dass durch Undichtheit der Saugstopfbüchse & noch keine Luft in die Pumpe eingesaugt werden kann, dann entfällt jede Belastung des Kolbenventils m. In diesem Fall muss sich das Ventil w schliessen, sobald der Druck im Raume g den äusseren Atmosphärendruck unterschreitet. Das geschieht dadurch, dass die Saugwirkung den Ventilkörper m auf seinen Sitz zieht. Sobald der Druck im Raum g nur etwas den Atmosphärendruck überschreitet, hebt sich wieder das Ventil m.
Damit dieser Vorgang nicht stossweise vor sich geht, ist der Raum über dem Kolbenventil als Pufferraum ausgebildet, der mit dem Abfluss q durch eine kleine Bohrung y in Verbindung steht und die Bewegungen des Ventils dämpft.
Das in Fig. 4 veranschaulichte Ventil kann in manchen Fällen an Stelle des Ventils m treten.
Die Pfeile (Fig. 4) geben die Richtung des Wasserdurchflusses an. Der steigende Druck hebt demnach den Ventilkegel, wogegen er sich bei Sinken des Druckes senkt und die Ventilöffnung schliesst.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur axialen Entlastung von ein-oder mehrstufigen Kreiselpumpen mit einseitig saugenden Laufrädern, deren Naben durchbohrt sind, und Dichtungsringen an beiden Radseiten, wobei der Dichtungsring auf der Einlaufseite des Laufrades kleineren Durchmesser als der andere Dichtungring besitzt, um einen Axialschub in der Richtung gegen die Laufradrückseite zu erzielen, dadurch gekennzeichnet, dass der auf der Rückseite des Laufrades herrschende Spaltdruck durch drei Ringflächen unterteilt ist, von denen die äussere, ausserhalb des Dichtungsringes (d) befindliche , durch den Spaltdiiiek, die mittlere (u) von einem sich selbsttätig einstellenden, zwischen dem Spaltdruck und dem Druck im Laufradeinlauf liegenden Druck und die innere, von der Laufradnabe (e) bzw.
der Laufradnabe der letzten Stufe gebildete durch einen kleineren Druck als der der mittleren Ringfläche belastet wird, welcher Druck von einem Ventil (m) mit regelbarer Belastung beeinflusst wird, das den Ringraum (g) hinter dem Laufrad bzw. dem Laufrad der letzten Stufe mit dem Saugraum (i, 1) verbindet.