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Fahrtbremsung für Flugzeuge.
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Gleitventil 29, das vom Flieger mittels eines Handgriffes : 30 betätigt wird. Das Ventil 29 ist in einem Uehäuse : 31 mit Zuleitung 32 untergebracht. Mittels des Ventils 29 kann die Verbindung zwischen der
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die Verbindung zwischen der andern Leitung und der Aussenluft hergestellt, u. zw. erfolgt dies durch die Ausnehmung im Ventilspiegel. In der gezeichneten Stellung kann durch die Leitung 27 Dampf eintreten, während die Leitung 28 mit der Aussenluft (Rohr 33) in Verbindung steht. Durch diese Einrichtung kann der Flieger Dampf nach Wunsch in ein Ende des Kolbengehäuse 26 einführen, während das andere Ende des letzteren mit der Atmosphäre in Verbindung steht.
Dadurch wird erreicht, dass der Kolben 2-J gegen das eine oder andere Ende seines Gehäuses bewegt wird und hiebei die notwendige Einstellung des Kupplungshebel 24 und der Kupplung bewirkt.
Selbstverständlich wird bei Verwendung von zwei getrennten Kupplungen der sie mit dem Kolben : 25 verbindende Mechanismus derart gewählt, dass eine wahlweise Betätigung der Kupplungen erfolgen kann : dadurch wird die Gefahr einer gleichzeitigen Kupplung der beiden Kupplungen mit der Antriebswelle vermieden. Ein ähnliches Ergebnis könnte auch durch zwei in getrennten Gehäusen arbeitende Kolben erzielt werden, wobei jeder Kolben einer bestimmten Kupplung zugeteilt ist und der Dampfeintritt in die Gehäuse durch ein wahlweise betätigtes Ventil geregelt wird.
Wenn erwünscht, können auch zwei miteinander verbundene getrennte Ventile verwendet werden, die den Dampfeintritt in zwei getrennte Gehäuse oder nach den beiden Enden eines einzigen Gehäuses regeln.
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wird dies mittels eines am unteren Ende des Hebels 24 befestigten Fortsatzes oder Armes 34 bewirkt. an dem zwei in entgegengesetzten Richtungen wirkende Druckfedem : J,. 36 angreifen. Befindet sich der
Arm in seiner Mittelstellung, so sind die einander entgegenwirkenden Kräfte der Druckfedern gleich.
In dieser Mittelstellung greift der Kupplungsteil. M an keinem der Kupplungsteile 17', 18 an. Wird die
Kupplung durch Dampfdruck eingelöst, so wird dabei eine der Federn zusammengedrückt, während die andere Feder entspannt wird.
Sobald nun der Kolben 25 nicht mehr unter Dampfdruck steht. löst die zusammengedrüekte Feder die Kupplung aus.
Beide Luftschrauben 21 und 23 sind auf derselben Welle hintereinander angeordnet und daher wird der beim Antrieb einer der Luftschrauben hervorgerufene Luftstrom das Bestreben haben. die andere Luftschraube in Umdrehung zu versetzen. Wenn erwünscht, kann eine geeignete Bremsvorrichtung vorgesehen werden, welche diese Umdrehung verzögert oder überhaupt verhindert. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel findet die Luftschraube 21 für die gewöhnliche Vorwärtsbewegung des Fahrzeuges und die Luftschraube 23 für die Verzögerung der Vorwärtsbewegung des Flugzeuges in der obenbeschriebenen Weise Verwendung. Daher ist die Luftschraube 21 die für gewöhnlich angetriebene, während ein am Kupplungsteil J ! y der Luftschraube 23 angeordnetes Bremsband 37 deren Umdrehung verhindert.
In der dargestellten Einrichtung ist keine Vorsorge getroffen, um die Umdrehung der Luftschraube' zu verzögern, wenn die Luftschraube ; 28 angetrieben wird, da dies nur für einen äusserst kurzen Zeitraum der Fall ist, währenddessen beide Luftschrauben in Verwendung sind.
Zweck" Erzeugung von Kraft für irgendeinen gewünschten Zweck bei frei drehbarer Luftsehraube kann die Übertragung gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch einen, am Umfang des
Kupplungsteiles 17-angeordneten Zahnkranz 1'8 erfolgen.
Die Betätigung eines Luftfahrzeuges mit einer Verzögerungsvorrichtung gemäss der vorliegenden
Erfindung findet in folgender Weise statt : Kurz vor dem Landen wird die die normale Antriebsluft- schraube 21 antleibende Kupplung 16, 18 ausgelöst, jedoch läuft die Turbine mit voller Geschwindigkeit weiter. Vor oder beim Landen wird die Luftschraube 23 durch Einschalten der Kupplung 15, 17 in Tätigkeit versetzt und dadurch das Luftfahrzeug auf eine kurze Strecke angehalten.
Es ist daher klar, dass die verzögernde Kraft in der gleichen Druckrichtung wie die normale Antriebs- kraft stattfindet, d. h. in oder parallel zu der Sehwerpunktswagrechten der ganzen Maschine. Dadurch wird die Gefahr vermieden, dass sich das Fahrzeug überschlägr, wie dies bei Maschinen stattfinden kann. bei denen die verzögernde Kraft unterhalb des Schwerpunktzentrums zur Wirkung gelangt, beispiels- weise durch das Bremsen der Laufräder einer Flugmaschine, es wird vielmehr das rückwärtige Ende des
Fahrzeuges herabgedrückt.
Die Anordnung einer Reibungskupplung zwischen der Hauptantriebsquelle und der Antriebs- luftschraube bietet noch weitere Vorteile. Beim Beginn eines Fluges kann die Hauptantriebsmaschine mit voller Geschwindigkeit laufen und erwärmt werden, so dass sie sich in normaler Arbeitsverfassung befindet, ehe noch eine Last an ihr zur Wirkung gelangt. Ferner wird durch die Verwendung von Ver- zögerungsluftschrauben an Maschinen mi. zwei Antriebseinrichtungen das Manövrieren der Flugmaschine auf der Erde äusserst erleichtert, da beim Laufen der Antriebsluftschraube auf der einen Seite und der Verzögerungsluftschraube auf der andern Seite der Maschine die Maschine innerhalb eines äusserst kleinen Raumes gewendet werden kann.
Bei derartigem Manövrieren ist es wünschenswert, dass die
Turbinenregler mit kleinerer als der normalen vollen Geschwindigkeit betätigt werden. Die Manövrier-
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griffe können vollzogen werden, wenn die Luftschrauben nur denjenigen Teil der vollen Zugkraft ausüben. um die zum Manövrieren in Sicherheit nötige geringere Zugkraft zu überwinden. Dies bedingt einen Regler, der nicht nur die Umdrehungsgeschwindigkeit der Hauptantriebsquelle bei konstanter (oder normaler) Geschwindigkeit regelt, sondern auch augenblicklich einstellbar ist und wirksam die Umdrehungsgeschwindigkeit bei verminderter Geschwindigkeit regelt. Für diesen Zweck kann ein Regler irgendeiner gewünschten Konstruktion verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fahrtbremsung für Flugzeuge, bestehend aus einer mit der. Treibschraube gleichachsigen, gegengängigen Bremsschraube und gemeinsam zu bedienenden Kupplungen zum Einzelantrieb der beiden Schrauben, dadurch gekennzeichnet, dass beide Schrauben (21, 23) frei. drehbar auf einer gemeinsamer Welle (12) unmittelbar hintereinander angeordnet sind und zu deren Einschaltung ein gemeinsamer Kupplungsteil dz 15) vorgesehen ist.