<Desc/Clms Page number 1>
Behälter für Rohpetroleum und andere flüchtige Flüssigkeiten.
Gegenstand der Erfindung ist ein zur Lagerung von Rohpetroleum und andern flüchtigen Flüssigkeiten dienender Behälter, der mit zwei Ventilen ausgestattet ist, deren Teller an Gewichtshebeln aufgehängt sind und von denen das eine bei einem Überdruck und das andere bei einem Unterdruck selbsttätig sich öffnet.
Bei bekannten Behältern dieser Art ist die Anordnung der Ventilteller und der Gewichte derart, dass die ersteren durch die letzteren auf ihre Sitze gedrückt werden. Gemäss der Erfindung dagegen sind beide Ventilteller und beide Gewichte auf einer gemeinsamen Sitzplatte an den Hebeln derart angebracht, dass die Tellergewichte durch die Gegengewichte ausgeglichen sind. Es hat daher weder der Druck im Behälter noch der äussere Luftdruck beim Öffnen des betreffenden Ventils irgendeinen Widerstand zu überwinden. Dies ist besonders bei grossen Behältern von Vorteil, wo jede geringe Zu-oder Abnahme des Druckes im Behälter sofort zu einer Deformation des Behälters führen könnte.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. u. zw. stellen dar : Fig. 1 und 2 das Ventilgehäuse mit den beiden Ventilen, der Ventilsitzplatte und dem Gehäusedach im Querschnitt und im Grundriss und Fig. 3 eines der Ventile im Querschnitt.
Das rechteckige Ventilgehäuse a ist auf dem Lagerbehälter b über einer in dessen Wandung angebrachten Öffnung c von entsprechender Form mittels Bolzen e befestigt. Der obere Gehäuseteil ist mit einem Absatz a1 versehen, auf dem die Ventilsitzplatte fliegt. Zwischen den Bodenflansch des Gehäuses a und die Wandung des Behälters bist Asbestpappe cl und zwischen den Rand der Platte fund die Wandung des Gehäuses a Asbestsehnur g oder ein anderes geeignetes Dichtungsmittel eingelegt.
Die Ventilsitzplatte f ist mit kreisförmigen Rippen oder Erhöhungen f1 und f2 versehen, welche die Sitze der Scheiben "Ventile hund h1 bilden. Das Ventil h ist unter der Platte f angeordnet und wirkt somit als Unterdruckventil, während das Ventil h1 über der Platte/* angeordnet ist und somit als Überdruckventil wirkt.
Die Ventile hund h1 sind durch in ihrer Mitte angebrachte Hakenschrauben i mit den zugehörigen Ventilhebeln k und kl verbunden. Diese sind auf Schneiden in Böckchen l und P gelagert und tragen an ihren entgegengesetzten Enden verstellbare Gegengewichte mund m. 1. Auf dem Ventilgehäuse a sitzt ein abnehmbares Dach o. u. zw. wird dieses am Rande der Ventilsitzplatte f von Füssen oder Säulen 01 getragen. nie Gewichte mund m1 können auf den Hebeln k und k1 so eingestellt werden, dass die Ventile h und h1 mit einem bestimmten Druck auf ihre Sitze gedrückt werden, u. zw. wird die Einstellung so vorgenommen, dass beim Entstehen eines Unterdruckes im Behälter b das Ventil/i.
sich unter dem Druck der Aussenluft öffnet und Luft eintreten lässt, um den Druck wieder herzustellen, während beim Entstehen eines Überdruckes im Behälter das Ventil h1 sich öffnet und den Überdruck entweichen lässt.
Während bei gewöhnlichem Druck die Ventile stets geschlossen bleiben, wird sich also bei einer wesentlichen Änderung des Druckes das eine oder das andere Ventil öffnen, um den Druck wieder herzustellen. Die Vorrichtung ist somit überall anwendbar, wo in einem Behälter ein bestimmter Druck aufrechterhalten werden soll.
Das Dach o kann rasch abgenommen werden, um die Ventile und die Ventilsitzplatte nachzusehen : ebenso können auch die Ventile zwecks Einstellen oder Nachschleifen rasch herausgenommen werden, während der Inhalt des Behälters durch das Gazesieb a2 geschützt bleibt.
<Desc/Clms Page number 2>
Das Ventilgehäuse a, das eine beliebige Form haben kann, wird stets so angeordnet, dass die Ventil- sitzplatte f annähernd wagreeht liegt ; zur Einstellung der Hatte y in dieser Lage können an ihrem
Rande Stellschrauben p angebracht sein. Ferner können auch zwei oder mehrere Gazesiebevorgesehensein.
Um bei einem Schneefall trotz des durch den Schnee bewirkten Verschlusses zwischen dem Dach o und dem Gehäuse a eine Entlüftung zu ermöglichen, kann auf dem Dache ein Entlüftungsrohr o ange- bracht sein, das mit einem Aufsatz 03 versehen ist, der das Eindringen von Regen und Schnee verhindert. dabei aber eine wirksame Entlüftung gestattet. Zu diesem Zwecke können auch andere geeignete Mittel vorgesehen werden.