AT9477U1 - Vorrichtung zum formen von gutbällchen, insbesondere aus einer fleischmasse - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Vorrichtung zum Formen von Gutbällchen, insbesondere aus einer Fleischmasse, mit einem Formwerkzeug aus zwei relativ gegeneinander bewegbaren, zwischen sich wenigstens einen Formungsdurchtritt (7) für vorportionierte Gutstücke bildenden Formprofilen beschrieben. Um eine hohe Funktionssicherheit zu gewährleisten, wird vorgeschlagen, daß die Formprofile aus zwei Formrollen (3, 4) mit je einer Umfangsnut (6) bestehen, daß die Umfangsnuten (6) im engsten Spalt zwischen den Formrollen (3, 4) den von oben nach unten verlaufenden Formungsdurchtritt (7) begrenzen und daß von den beiden gleichsinnig angetriebenen Formrollen (3, 4) die im Bereich des Formungsdurchtrittes (7) nach unten drehende Formrolle (3) eine größere Umfangsgeschwindigkeit als die im Bereich des Formungsdurchtrittes (7) aufwärts drehende Formrolle (4) aufweist.
Description
2 AT 009 477 U1
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Formen von Gutbällchen, insbesondere aus einer Fleischmasse, mit einem Formwerkzeug aus zwei relativ gegeneinander bewegbaren, zwischen sich wenigstens einen Formungsdurchtritt für vorportionierte Gutstücke bildenden Formprofilen.
Um Knödel aus Teig zu formen, ist es bekannt (DE 297 06 532 U1), ein endlos umlaufendes Förderband durch eine im Querschnitt halbkreisförmige Profilrinne zu führen, die mit einer gespannten Kunststoffmatte abgedeckt ist, so daß die vorportionierten Teigstücke, die mit dem Förderband in die Profilrinne eingetragen werden, zwischen dem bewegten Förderband und der feststehenden Matte formgebend abrollen. Bei einer anderen bekannten Formeinrichtung für Knödel (DE 33 28 245 A1) werden die vorportionierten Teigstücke mit Hilfe eines Förderbandes durch ein Rohr gefördert, das selbst um seine Achse gedreht wird, wobei zur Formung der Knödel nicht nur die Abrollbewegungen der Teigstücke zwischen dem Förderband und dem vom Förderband nicht abgedeckten Rohr in Förderrichtung, sondern auch die Drehmitnahme der Teigstücke quer dazu durch das um seine Achse rotierende Rohr genützt werden sollen. Diese bekannten Vorrichtungen mit Formwerkzeugen aus zwei relativ gegeneinander bewegbaren Formprofilen, die zwischen sich einen Formungsdurchtritt für vorportionierte Gutstücke bilden, eignen sich allerdings nicht zu Formung von Fleischmassen, wie Brät, Speck, Grammeln oder anderen tierisches Fett enthaltenden Massen, weil sich zumindest die fetthaltigen Anteile dieser Massen an den Formprofilen anlegen und den Formungsdurchtritt in kurzer Zeit verlegen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs geschilderten Art zur Formung von Gutbällchen so auszugestalten, daß auch tierisches Fett enthaltende Massen, insbesondere Fleischmassen, verarbeitet werden können, ohne Gefahr zu laufen, daß der Formungsdurchtritt zwischen den Formprofilen durch Anlagerungen verlegt wird.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die Umfangsnuten im engsten Spalt zwischen den Formrollen den von oben nach unten verlaufenden Formungsdurchtritt begrenzen und daß von den beiden gleichsinnig angetriebenen Formrollen die im Bereich des Formungsdurchtrittes nach unten drehende Formrolle eine größere Umfangsgeschwindigkeit als die im Bereich des Formungsdurchtrittes aufwärts drehende Formrolle aufweist.
Durch die Ausbildung eines von oben nach unten verlaufenden Formdurchtrittes zwischen zwei Formrollen wird im Zusammenwirken mit den gewählten Umfangsgeschwindigkeiten und Umlaufrichtungen in überraschender Weise eine Art von Selbstreinigung der Formrollen erreicht, vermutlich aufgrund des Umstandes, daß sich der Führungsquerschnitt für die vorportionierten Gutstücke zwischen den Umfangsnuten der beiden Formrollen zunächst verjüngt und dann nach dem Durchtritt durch den engsten Spalt wieder erweitert. Die größere Umfangsgeschwindigkeit der im Bereich des Formungsdurchtrittes nach unten drehenden Formrolle sichert dabei die Förderung der zu formenden Gutbällchen durch den Formungsdurchtritt hindurch nach unten, wobei wegen des Verlaufes des Formungsdurchtrittes von oben nach unten die schwerkraftbedingte Förderung der zu formenden Gutstücke in den sich verjüngenden Formungsdurchtritt zwischen den Umfangsnuten der Formrollen keiner zusätzlichen Maßnahmen bedarf. Zur Vereinfachung der Einbringung der vorportionierten Gutstücke in den sich verjüngenden Formungsdurchtritt zwischen den beiden Formrollen kann dem Formungsdurchtritt ein Zuführtrichter für die portionierten Gutstücke vorgelagert werden, die mit einer von den Umfangsgeschwindigkeiten der Formrollen abhängigen, vergleichsweise hohen Folgefrequenz dem Zuführtrichter über einen Förderer aufgegeben werden können.
Wird der im Bereich des Formungsdurchtrittes aufwärts drehenden Formrolle eine Heizeinrichtung zugeordnet, so kann das Anlagern von Fettanteilen der zu formenden Gutstücke an dieser Formrolle zusätzlich erschwert werden, weil diese Fettanteile zumindest oberflächlich anschmelzen und dadurch einen Schmierfilm bilden, der für ein Abgleiten solcher Teile von der Formrolle sorgt. Eine entsprechende Erwärmung der für die Förderung der geformten Gutstücke 3 AT 009 477 U1 durch den Formungsdurchtritt vorgesehenen, in dessen Bereich daher abwärts drehenden Formrolle ist nicht vorgesehen, weil im Bereich dieser Formrolle eine höhere Reibung für die Mitnahme und Formung der Gutstücke förderlich ist.
Wie bereits angedeutet wurde, hängen der Durchsatz und die Umformbedingungen vor allem von den Umfangsgeschwindigkeiten der Formrollen und vom Verhältnis dieser Umfangsgeschwindigkeiten ab. Um die für die jeweiligen Verhältnisse günstigsten Arbeitsbedingungen einstellen zu können, können die Umfangsgeschwindigkeiten der angetriebenen Formrollen vorteilhaft voneinander unabhängig gewählt werden, was allerdings üblicherweise voneinander getrennte Antriebe voraussetzt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem schematischen Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Formen von Gutbällchen, insbesondere aus einer Fleischmasse, in einem vereinfachten Längsschnitt und Fig. 2 diese Vorrichtung in einem Schnitt nach der Linie ll-ll der Fig. 1.
Die dargestellte Vorrichtung zum Formen von Gutbällchen, beispielsweise aus einer Fleischmasse, weist ein Gestell 1 mit zwei Seitenwangen 2 auf, zwischen denen zwei Formrollen 3, 4 auf Wellen 5 gelagert sind. Die beiden Formrollen 3, 4 sind mit einer Umfangsnut 6 versehen, wobei die Anordnung so getroffen ist, daß diese Umfangsnuten 6 im Bereich des engsten Spaltes zwischen den Formrollen 3, 4 einen von oben nach unten verlaufenden Formungsdurchtritt 7 für die zu formenden, vorportionierten Gutstücke begrenzen. Der Antrieb der Formrollen 3, 4, die gleichsinnig umlaufen müssen, erfolgt gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel über gesondert ansteuerbare Getriebemotoren 8, um die Umfangsgeschwindigkeiten der beiden Formrollen 3, 4 je für sich einstellen zu können. Es ist aber auch möglich, ein vorgegebenes Übersetzungsverhältnis einzuhalten, was den Einsatz eines gemeinsamen Antriebes für beide Formrollen 3, 4 erlaubt. Wesentlich ist allerdings, daß die im Bereich des Formungsdurchtrittes 7 nach unten drehende Formrolle 3 eine höhere Umfangsgeschwindigkeit als die in diesem Bereich aufwärts drehende Formrolle 4 aufweist, damit die Förderung der Gutbällchen von oben nach unten durch den Formungsdurchtritt 7 gewährleistet werden kann. Die vorportionierten Gutstücke werden mit Hilfe eines strichpunktiert angedeuteten Förderers 9 einem dem Formungsdurchtritt 7 vorgelagerten Zuführtrichter 10 zugefördert und gelangen durch den Zuführtrichter 10 in den sich zum engsten Querschnitt zwischen den beiden Formrollen 3, 4 verjüngenden Formungsdurchtritt 7, wobei die Gutstücke in den Umfangsnuten 6 der Formrollen 3, 4 formgebend abgewälzt und zu Kugeln geformt werden, die über eine unten an den Formungsdurchtritt 7 anschließende Austragshilfe 11 auf ein strichpunktiert angedeutetes Förderband 12 abgelegt werden.
Die im Bereich des Formungsdurchtrittes 7 aufwärts drehende Formrolle 4 wird erwärmt, und zwar mit Hilfe einer strichpunktiert angedeuteten Heizeinrichtung 13, die als elektrische Widerstandsheizung ausgebildet sein kann, was aber nicht zwingend ist. Mit Hilfe dieser Heizeinrichtung 13 kann die Formrolle 4 im Bereich ihrer Umfangsnut 6 beispielsweise auf eine Temperatur von 40 - 50 °C aufgewärmt werden. Bei einer solchen Temperatur können die sich an die Umfangsnut 6 anlegenden Fettanteile der für die Gutbällchen verwendeten Fleischmasse angeschmolzen werden, so daß sich gewissermaßen ein Schmierfilm ergibt, der das Abgleiten der Fleischmasse von der Formrolle 4 unterstützt, so daß Anlagerungen im Bereich der Umfangsnut 6 der Formrolle 4 sicher vermieden werden. Eine vergleichbare Maßnahme im Bereich der abwärts drehenden Formrolle 3 ist nicht vorgesehen, um einen ausreichenden Reibungsschluß zwischen der Umfangsnut 6 dieser Formrolle 3 und den Gutbällchen zu ermöglichen. Dieser Reibungsschluß ist für die Mitnahme der Gutbällchen durch den Formungsdurchtritt 7 von Bedeutung.
Claims (4)
- 4 AT 009 477 U1 Ansprüche: 1. Vorrichtung zum Formen von Gutbällchen, insbesondere aus einer Fleischmasse, mit einem Formwerkzeug aus zwei relativ gegeneinander bewegbaren, zwischen sich wenigstens einen Formungsdurchtritt für vorportionierte Gutstücke bildenden Formprofilen, dadurch gekennzeichnet, daß die Formprofile aus zwei Formrollen (3, 4) mit je einer Umfangsnut (6) bestehen, daß die Umfangsnuten (6) im engsten Spalt zwischen den Formrollen (3, 4) den von oben nach unten verlaufenden Formungsdurchtritt (7) begrenzen und daß von den beiden gleichsinnig angetriebenen Formrollen (3, 4) die im Bereich des Formungsdurchtrittes (7) nach unten drehende Formrolle (3) eine größere Umfangsgeschwindigkeit als die im Bereich des Formungsdurchtrittes (7) aufwärts drehende Formrolle (4) aufweist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Formungsdurchtritt (7) ein Zuführtrichter (10) für die portionierten Gutstücke vorgelagert ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der im Bereich des Formungsdurchtrittes (7) aufwärts drehenden Formrolle (4) eine Heizeinrichtung (13) zugeordnet ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindigkeiten der angetriebenen Formrollen (3, 4) einstellbar sind. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen
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Cited By (1)
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| AT510703B1 (de) * | 2011-04-20 | 2012-06-15 | Bauchinger Johann | Vorrichtung zum formen von gefüllten gutbällchen |
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2007
- 2007-06-13 AT AT0806507U patent/AT9477U1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
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| AT510703B1 (de) * | 2011-04-20 | 2012-06-15 | Bauchinger Johann | Vorrichtung zum formen von gefüllten gutbällchen |
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