AT9510U1 - Verpackung für stoffspielzeug - Google Patents
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Abstract
Bekannte Verpackungen für Stoffspielzeuge sind aufgrund der Präsentation der Ware meist sehr raumgreifend. Als Alternativen ist es bekannt, Stoffspielzeuge in Dosen anzubieten, die jedoch leider durch die scharfen Kanten eine große Gefahr für Kinder darstellen, die mit der Verpackung oder dem verpackten Spielzeug spielen. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Verpackung für Stoffspielzeuge zu schaffen, die diese Nachteile umgeht. Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Verpackung 1 aus flexiblem Material, welches das Stoffspielzeug derart formgebend umschließt, dass das entstehende Gebinde eine regelmäßige, geometrische Form erhält.
Description
2 AT 009 510 U1
Die Erfindung betrifft eine Verpackung für Stoffspielzeug, bestehend aus einer steifen Ummantelung, welche wenigstens ein komprimiertes Stoffspielzeug umschließt und welches in wenigstens einer Raumrichtung kleiner ist als das Stoffspielzeug in dekomprimiertem Zustand.
Eine solche Verpackung ist bereits aus der DE 87 00 847 U1 vorbekannt. Die dort beschriebene Verpackung sieht vor, ein Spielzeug in einer an sich herkömmlichen Blechdose einzuschweißen, wobei durch Anfalzen die Möglichkeit geschaffen wird, die Dose unter Verwendung eines Haushalts-üblichen Dosenöffners zu eröffnen. Das enthaltene Spielzeug ist in axialer Richtung der Dose komprimiert, so dass es beim Öffnen der Dose nicht mehr nach unten gehalten wird und gegen den nachlassenden Druck des Deckels nach oben strebt. Es entsteht somit der Eindruck eines der öffnenden Person entgegenspringenden Stofftiers, das im übertragenen Sinn endlich aus der Dose „befreit“ wird.
Diese Anordnung bringt allerdings den erheblichen Nachteil mit sich, dass beim Öffnen einer Blechdose scharfe Kanten und Ränder entstehen, an denen sich etwa ein Kind leicht schneiden kann, wenn es den Deckel der Dose zum vollständigen Öffnen nach oben klappt. Mithin kann ein Kind im Alter, in dem Stofftiere von Interesse sind, möglicherweise mit einem Dosenöffner noch nicht umgehen, so dass es das Spielzeug ohne Hilfe überhaupt nicht auspacken kann.
Dieses Problem löst auch nicht der Gegenstand der Gebrauchsmusterschrift DE 94 04 541 U1, der ebenfalls eine Dose, in diesem Fall eine Weißblechdose, als Verpackungsmaterial verwendet.
Ansonsten werden Stoffspielzeuge insbesondere mit Verpackungen aus Pappe angeboten, auf welchen der verpackte Gegenstand abgebildet ist, oder welche transparente Sichtfenster aufweisen, durch die der Gegenstand selbst von außen sichtbar ist. Dies ist natürlich für den Käufer besonders ansprechend, erfordert allerdings eine im Verhältnis zum verpackten Gegenstand überdimensionierte Verpackung, durch die besonders viel Lagerplatz in Anspruch genommen wird.
Teilweise werden die Spielzeuge auch gänzlich unverpackt angeboten, was jedoch leicht zu Beschädigungen oder Verschmutzungen der Ware führen kann.
Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine steife Verpackung für Stoffspielzeuge zu schaffen, welche sowohl Platz sparend als auch ungefährlich ist und welche gleichzeitig auf den Käufer ansprechend wirkt.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die Verpackung für Stoffspielzeug gemäß den Merkmalen des Hauptanspruchs. Die Unteransprüche beschreiben weitere sinnvolle Ausgestaltungen und Verbesserungen des Erfindungsgegenstands.
Erfindungsgemäß weist die Verpackung eine Ummantelung aus flexiblem Material auf, welche durch die Formgebung in einer regelmäßigen geometrischen Form eine erhöhte Steifigkeit erhält. In dieser Ummantelung ist ein Stoffspielzeug enthalten, welches in komprimiertem Zustand vorliegt und dabei in zumindest einer Raumrichtung gestaucht ist. Eine derartige Komprimierung kann üblicherweise zur Dehydrieren, Pressen oder auch durch Evakuierung des Stoffspielzeugs erzielt werden, wobei gegebenenfalls eine entsprechende Faltung des zu verpackenden Spielzeugs, für welches hiermit ebenfalls Schutz begehrt wird, voranzugehen hat. Das Stoffspielzeug ist von der Ummantelung fest umschlossen, wobei die Ummantelung weitestgehend lediglich mit dem verpackten Gegenstand gefüllt ist. Die für Stoffspielzeuge eher unübliche Form wirkt auf den Betrachter durchaus interessant und ist lagertechnisch durch die eindeutige geometrische Form, wie etwa der Quaderform, hervorragend handhabbar. Für Kinder ist die Verpackung ungefährlich, da durch die Flexibilität des Materials eine Bildung gefährlicher Kanten vermieden ist. Ebenfalls werden für die Verpackungen ungiftige Materialien verwendet, so dass die Verpackung auch für kleinste Kinder geeignet ist. Eine Dekomprimierung des Stoff- 3 AT 009 510 U1
Spielzeugs kann im einfachsten Fall durch Hinzufügen von Flüssigkeit, etwa Wasser, erfolgen. Dabei saugt der in dem Stoffspielzeug enthaltene Füllstoff das einschwemmende Wasser auf und quillt dabei zu einem Volumen auf, wobei das Stoffspielzeug seine endgültige Form annimmt. Das Stoffspielzeug ist von einer Umhüllung umgeben, welche luft- und wasserdurchlässig ist, so dass das eingedrungene Wasser im späteren Verlauf wieder abtrocknen kann. Das Stoffspielzeug behält dabei seine Form weiterhin.
Mit Vorteil ist die Verpackung mit dem Stoffspielzeug im Wesentlichen vollständig gefüllt, so dass im weitestgehend keine Lufteinschlüsse innerhalb der Verpackung vorhanden sind. Dies erhöht nochmals die Steifigkeit der Verpackung und die Formtreue der durch die Ummantelung erzwungenen geometrischen Form.
Ferner ist es von Vorteil, wenn das Material der Ummantelung transparent ist, so dass der verpackte Gegenstand von außen sichtbar ist und somit auch durch die Verpackung hindurch ein Eindruck von dem enthaltenen Stoffspielzeug entstehen kann.
In vorteilhafter Weiterbildung ist es sinnvoll, wenn wenigstens eine Wand der Ummantelung von einem Beipackzettel oder einem Etikett hintergriffen ist. Eine Etikettierung ist auch außerhalb der Verpackung möglich, jedoch ist durch die Anordnung im Innern der Ummantelung ein zusätzlicher Schutz des Etiketts bzw. des Informationsmediums gewährleistet.
Soweit die Verpackung transparent ist, mag es ebenfalls von Vorteil sein, wenn das Stoffspielzeug in einer Weise gefaltet und komprimiert, mithin in der Verpackung angeordnet ist, dass wesentliche Merkmale des Spielzeugs direkt an das Verpackungsmaterial heranragen, so dass sie von außen sichtbar sind. Bei Stofftieren kann es daher empfehlenswert sein, das Gesicht von außen sichtbar anzuordnen, oder andere Merkmale wie etwa das Fell bei Spielzeuggiraffen oder -kühen oder der Kamm eines Spielzeughahns.
In vorteilhafter Ausgestaltung ist die Verpackung aus einer einstückig hergestellten Ummantelung gebildet, zumindest aus einer Ummantelung, welche durch Verschweißen oder Verschmelzen aus mehreren unlösbar verbundenen Mantelteilen besteht. Dadurch ist eine erhöhte Festigkeit der Verpackung gegeben, ebenfalls kann bei der Formgebung ein größerer Gegendruck der Verpackung gegen den zur Ausbreitung drängenden verpackten Gegenstand absorbiert werden.
In vorteilhafter Ausgestaltung weist die Verpackung einen Öffnungsmechanismus auf, welcher insbesondere ohne Werkzeug und auch durch Kinder eröffnet werden kann. Hierfür eignen sich besonders Perforationen oder Öffnungslaschen, wobei letztere die Ummantelung so umgreifen, dass diese durch Ziehen an der Öffnungslasche entlang einer vorgesehenen Linie zerrissen wird. Hierdurch ist ein Entnehmen des Verpackungsinhalts ohne große Mühe ermöglicht.
In alternativer Ausgestaltung hierzu ist es möglich, die Ummantelung aus einem Material herzustellen, welches wasserlöslich ist, so dass das Erzeugnis mitsamt der Verpackung ins Wasser, etwa im Waschbecken oder in der Waschmaschine, verbracht werden kann. Gerade Spielzeuge für kleinere Kinder, die Spielzeuge auch einmal in den Mund stecken, sollten ohnehin vor dem ersten Gebrauch gewaschen werden. Zudem stellt es eine Möglichkeit dar, das im Verkaufszustand komprimierte Stoffspielzeug durch Hinzugabe von Wasser zu dekomprimieren. Dieser Schritt fällt ohnehin an, so dass auch diesbezüglich eine Erleichterung eintritt.
Es ist zudem von Vorteil, wenn die Verpackung zylindrisch, pyramidenförmig oder einer anderen geometrischen Raumfigur entsprechend gebildet ist. Diese Formen stellen besonders stabile Konstruktionen dar, welche die Formtreue des letztendlich zum Verkauf angebotenen Produktes befördern.
Die vorstehend beschriebene Erfindung ist im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels
Claims (11)
- 4 AT 009 510 U1 näher beschrieben. Es zeigt: Figur 1 die erfindungsgemäße Verpackung in einer perspektivischen Ansicht von schräg oben. Figur 1 zeigt eine Verpackung 1, in welcher ein Stoffspielzeug aufgenommen ist. Die Verpackung 1 besteht im Wesentlichen aus einer Ummantelung 2, welche aus einem transparenten und flexiblen Material hergestellt ist. Das Stoffspielzeug ist gestaucht oder gepresst, vorzugsweise dehydriert, so dass es auf einen sehr geringen Raum zusammengezogen ist. Von der Ummantelung 2 ist es formgebend umschlossen, so dass eine Expansion aufgrund der Gegenkräfte der Ummantelung verhindert ist. Durch die transparente Ummantelung 2 hindurch sind erkennungswesentliche Teile 6 des Stofftiers wahrnehmbar. Im vorliegenden Fall handelt es sich bei dem Stofftier um eine Spielzeugkuh, deren Flecken zur besseren Unterscheidung der in unterschiedlichen Verpackungen enthaltenen Stofftiere an der Ummantelung anliegen. Ebenfalls ist der Ummantelung 2 an ihrer Deckelfläche 3 ein Etikett 5 so zugeordnet, dass es zwar von außen lesbar ist, das Etikett 5 selber ist allerdings auf der Verpackungsinnenseite angeordnet. So ist ein Entfernen bzw. eine Beschädigung des Etiketts ebenfalls verhindert. Die Seitenfläche der Verpackung weist eine Perforation 4 auf, entlang derer die Ummantelung 2 leicht eröffnet werden und das Stoffspielzeug aus der Verpackung 1 entfernt werden kann. Um dies zu tun, gibt es verschiedene Wege. Zum Ersten ist es möglich, wie soeben beschrieben, die Perforation 4 einzureißen, und die Verpackung 1 so zu eröffnen. Das in der Verpackung 1 enthaltene Stoffspielzeug kann dann entnommen werden und wird sich entweder mit der Zeit dekomprimieren, oder aber es wird nach seiner Entnahme in Wasser eingeweicht, etwa in einem Waschbecken, so dass die komprimierten Poren des Stoffspielzeugs sich mit Wasser füllen und dadurch aufblähen, bis das Stoffspielzeug seine endgültige Form erreicht. Nach dem Abtrocknen des Stoffspielzeugs ist es einsatzbereit. Zum Anderen ist es möglich, das Stoffspielzeug mitsamt seiner Verpackung 1 in Wasser einzuweichen, dies etwa in einer Waschmaschine. Die Verpackung 1 ist wasserlöslich und wird sich in dem Wasser weitestgehend vollständig auflösen, während das Stoffspielzeug in dem oben beschriebenen Vorgang ebenfalls unter Mitwirkung des Wassers unter Ausnutzung des Kapillareffekts, der Oberflächenspannung und der Verdrängung des Wassers seine endgültige Form erreicht. Somit ist vorstehend eine steife Verpackung für Stoffspielzeuge beschrieben, welche sowohl Platz sparend als auch ungefährlich ist und welche gleichzeitig auf den Käufer ansprechend wirkt. Bezugszeichenliste 1 Verpackung 2 Ummantelung 3 Deckelfläche 4 Perforation 5 Etikett 6 Erkennungswesentliche Teile Ansprüche: 1. Verpackung für Stoffspielzeug, bestehend aus einer steifen Ummantelung (2), welche wenigstens ein komprimiertes Stoffspielzeug umschließt und welches in wenigstens einer 5 AT 009 510 U1 Raumrichtung kleiner ist als das Stoffspielzeug in dekomprimiertem Zustand, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummantelung (2) aus flexiblem Material besteht und das enthaltene Stoffspielzeug derart formgebend umschließt, dass das entstehende Gebinde eine regelmäßige geometrische Form erhält.
- 2. Verpackung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoffspielzeug mittels eines Vakuums oder unter Einsatz von Pressdruck komprimiert ist.
- 3. Verpackung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoffspielzeug zumindest weitgehend aus einem Füllstoff besteht, der von einer Umhüllung umschlossen ist, wobei die Umhüllung luft- und flüssigkeitsdurchlässig ausgebildet ist.
- 4. Verpackung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummantelung (2) das Stoffspielzeug derart formschlüssig einschließt, dass die Ummantelung (2) zumindest annähernd vollständig mit dem Stoffspielzeug gefüllt ist.
- 5. Verpackung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummantelung (2) aus einem transparenten Material besteht.
- 6. Verpackung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Fläche (3) der Ummantelung (2) wenigstens teilweise von einem Informationsmedium, etwa einem Beipackzettel oder einem Etikett (5) hintergriffen ist.
- 7. Verpackung gemäß einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoffspielzeug derart gefaltet und/oder gepresst ist, dass erkennungswesentliche Teile (6) des Stoffspielzeugs innenseitig an die Ummantelung (2) angrenzen.
- 8. Verpackung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackung (1) einstückig gebildet ist.
- 9. Verpackung gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Ummantelung (2) zumindest ein Öffnungsmechanismus, etwa eine Öffnungslasche oder eine Perforation (4), zugeordnet ist.
- 10. Verpackung gemäß einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummantelung (2) in Flüssigkeit, beispielsweise in Wasser, auflösbar ist.
- 11. Verpackung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummantelung (2) zylindrisch, quaderförmig, pyramidenförmig, kegelförmig oder herzförmig ausgebildet ist. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen
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