AT9637U1 - Verfahren zur dekoration der oberflächen von werkstücken - Google Patents
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Description
2 AT 009 637 U1
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Dekoration der Oberflächen von Werkstücken, bei dem eine bedruckte Kunststofffolie auf das Werkstück aufgeklebt wird.
Aus der EP 0 897 102 B ist es bekannt, Werkstücke durch das Aufbringen von Kunststofffolien zu dekorieren. Allgemein werden bei herkömmlichen Lösungen entweder Folien verwendet, die auf ihrer Oberseite bedruckt sind, oder es wird, wie in der oben beschriebenen Druckschrift, ein mehrschichtiger Aufbau gewählt, der einen komplexen Aufbau besitzt. Generell ist zu beobachten, dass bei den Verfahren zum Aufbringen solcher Folien in der Regel eine unbefriedigende Dauerhaftigkeit erreicht wird, wenn die Farbschicht an der Oberfläche einer Folie den Umgebungseinflüssen ausgesetzt ist.
Diese Nachteile lassen sich durch komplexe mehrschichtige Aufbauten vermeiden, wobei hier jedoch ein hoher Arbeits- und Fertigungsaufwand erforderlich ist, um eine entsprechende Qualität zu gewährleisten.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und ein einfaches Arbeitsverfahren anzugeben, mit dem Werkstücke, wie etwa Möbelstücke, ansprechend dekoriert werden können, wobei eine robuste und dauerhafte Beschaffenheit erreicht wird. Gleichzeitig soll das erfindungsgemäße Verfahren leicht und kostengünstige anwendbar sein.
Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben dadurch gelöst, dass die Kunststofffolie transparent ist und mit der bedruckten Seite auf das Werkstück geklebt wird.
Wesentlich an der vorliegenden Erfindung ist die Tatsache, dass der Druck, der das Aussehen des fertigen Produktes beeinflusst, nicht auf der Außenseite, sondern auf der dem Werkstück zugewandten Seite der Folie vorliegt und somit durch die Folie selbst geschützt ist. Wichtig in diesem Zusammenhang ist selbstverständlich, dass der Druck vollflächig erfolgt und somit das Grundmaterial des Werkstückes oder die Kleberschicht durch die Folie hindurch nicht sichtbar ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich für Möbel oder Möbelteile verschiedener Art, insbesondere für Küchenfronten oder Möbel für Kinderzimmer oder solche im Wohnbereich. Ein besonderer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist es, dass es sehr leicht möglich ist, verschiedene Motive zu realisieren, die kundenbezogen gestaltet werden können. So ist es beispielsweise möglich, vom Kunden bereitgestellte Fotographien oder dergleichen als Basis für die auf der Folie dargestellten Motive zu verwenden, da das Druckverfahren leicht mit zur Verfügung gestelltem Bildmaterial durchgeführt werden kann.
Eine besonders robuste und langlebige Lösung wird erreicht, wenn die Verklebung mit einem PUR-Dispersionsklebstoff erfolgt. Im Zuge der Verklebung ist es günstig die Folie zu erwärmen, beispielsweise auf eine Temperatur von 100°C.
Eine besonders vorteilhafte Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass die Folie zunächst mit einem Digitaldruckverfahren mit den sichtbaren Motiven bedruckt wird und danach deckend mit Siebdruck bedruckt wird. Auf diese Weise können kundenspezifische Motive in hoher Qualität kostengünstig realisiert werden, wobei gleichzeitig sichergestellt ist, dass keine optische Beeinträchtigung durch die Verklebung oder den Untergrund zu befürchten ist.
Weiters betrifft die vorliegende Erfindung ein Werkstück, insbesondere Möbelstück mit einer auf einer Oberfläche aufgebrachten Kunststofffolie, die ein aufgedrucktes Dekor trägt. Erfindungsgemäß ist dieses Werkstück dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie transparent ist und auf der der Oberfläche gegenüberliegenden Seite bedruckt ist. Eine besonders einfache Lösung kann dadurch realisiert werden, dass die Folie mit der bedruckten Seite direkt auf das Werkstück aufgeklebt ist. Zwischenschichten oder sonstige bearbeitete Untergründe können auf
Claims (11)
- 3 AT 009 637 U1 diese Weise vermieden werden. Besonders vorteilhaft ist es in Zusammenhang mit der Erfindung, dass Möbelfronten, die aus mehreren Türen, Laden oder festen Bauteilen zusammengesetzt sind, übergreifend mit einem Muster oder einer Darstellung versehen werden können, so dass sich das Gesamtbild über mehrere Bauteile erstreckt. Zusätzliche Dekorationswirkungen können dadurch erreicht werden, dass die Oberfläche der Folie fein strukturiert, beispielsweise geprägt, ist. Auf diese Weise werden Glanzeffekte und das Reflexionsverhalten entsprechend modifiziert, so dass eine besonders lebendige Gestaltung erreicht werden kann. Es ist aber auch möglich, bei Bedarf Hochglanz-Oberflächen vorzusehen. Besonders günstig ist es, die Folie als Polyethylenfolie auszubilden. Alternativ sind Folien aus PVC-U in erfindungsgemäßer Weise ersetzbar. Typische Stärken des Folies liegen zwischen 0,3 mm und 0,4 mm, wobei hier auch Abweichungen von 0,1 mm oder mehr nach oben oder unten möglich sind. In der Folge wird die vorliegende Erfindung anhand des in der Figur dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Figur zeigt schematisch einen Schnitt durch ein Werkstück, das in erfindungsgemäße Weise mit einer Folie versehen ist. Die Schichtdicken sind dabei übertrieben dargestellt. Die Figur zeigt einen Abschnitt eines Werkstückes 1 mit einer Kante 1a. Auf dem Grundmaterial 2 des Werkstückes 1 ist eine Kleberschicht 3 aufgebracht, auf der eine Folie 5 angeordnet ist, die auf der der Kleberschicht 3 zugewandten Seite einen Druck 4 mit einem entsprechenden Motiv aufweist. Die Folie 5 ist transparent, um so den Durchblick auf den Druck 4 zu ermöglichen. Die äußere Oberfläche 7 der Folie 5 ist bereichsweise oder vollflächig mit einer Prägung 6 versehen, die in der Figur lediglich angedeutet ist. Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, eine Vielzahl verschiedener Möbelstücke mit unterschiedlichen Motiven zu versehen, wobei mit einfachen Mitteln eine robuste und dauerhafte Oberfläche erreicht wird. Ansprüche: 1. Verfahren zur Dekoration der Oberflächen von Werkstücken (1) bei dem eine bedruckte Kunststofffolie (5) auf das Werkstück (1) aufgeklebt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie (5) transparent ist und mit der bedruckten Seite auf das Werkstück (1) geklebt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verklebung mit einem PUR-Dispersionsklebstoff erfolgt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie zunächst mit einem Digitaldruckverfahren mit den sichtbaren Motiven bedruckt wird und danach deckend mit Siebdruck bedruckt wird.
- 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie beim Aufbringen auf eine Temperatur von etwa 100°C erwärmt wird.
- 5. Werkstück (1), insbesondere Möbelstück mit einer auf einer Oberfläche aufgebrachten Kunststofffolie (5), die ein aufgedrucktes Dekor trägt, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie (5) transparent ist und auf der der Oberfläche gegenüberliegenden Seite bedruckt ist. 4 AT 009 637 U1
- 6. Werkstück (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie mit der bedruckten Seite direkt auf das Werkstück (1) aufgeklebt ist.
- 7. Werkstück (1) nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff ein PUR-Dispersionsklebstoff ist.
- 8. Werkstück (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Folie geprägt ist.
- 9. Werkstück (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie eine PE-Folie ist.
- 10. Werkstück (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie eine Stärke zwischen 0,2 mm und 0,5 mm, vorzugsweise zwischen 0,3 mm und 0,4 mm aufweist.
- 11. Werkstück (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Folie fein strukturiert ist. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen
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2007
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2008
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