AT96714B - Verfahren zur Herstellung gemusterter Gewebe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung gemusterter Gewebe.

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  Verfahren zur Herstellung gemusterter Gewebe. 



   Die Herstellung gemusterter Gewebe, beispielsweise in der Teppichweberei, erfolgt im allgemeinen so, dass   als Schuss   oder als Kette Fäden verarbeitet werden, die abschnittweise dem zu erzeugenden Muster entsprechend gefärbt sind. Nach der Erfindung soll diese Färbung den Fäden (Grundfäden) durch Umwicklung, Umspinnung oder Umklöppelung mit andern, entsprechend gefärbten Fäden erteilt und dadurch eine ganz besondere Wirkung in der Art wie Tapisserie und Aubusson hervorgerufen werden. 



  Bei Ausführung der Erfindung kann man entweder so vorgehen, dass man jeden Farbenabschnitt des Grundfadens mit je einem (oder mehreren) Fäden der gewünschten Farbe umwickelt, oder so, dass der Grundfaden seiner ganzen Länge nach mit einem einzigen Faden umwickelt wird, der abschnittweise verschieden, entsprechend dem zu erzielenden Muster, gefärbt ist. Als Grundfaden kann ein einziger Faden Verwendung finden, oder er kann aus mehreren, zusammengedrillten Fäden bestehen. Hiebei lassen sich die Umwicklungsfäden sehr einfach befestigen. 



   In der Zeichnung ist die Erfindung in der ersterwähnten Ausführungsweise erläutert. In Fig. 1 ist a eine aus   Ketten-und Schussfäden   gebildete Fläche, auf der ein durch die Zeichnung angedeutetes Muster sichtbar sein soll. Die Grundfarbe der Fläche hat den Farbton   1,   die einzelnen Teile des Musters die durch verschiedene Schraffur gezeichneten Farbtöne 2, 3, 4 und 5.

   Dieses Muster ist, wie vielfach in der Teppichweberei üblich, mittels der einzelnen Schussfäden, die die Fläche a bilden, in der Weise erzeugt, dass beispielsweise ein der Linie b entsprechender Schussfaden auf dem Abschnitt   1/11   die Färbung des Grundtones   1,   auf dem Abschnitt 11/111 den Farbton 2, auf dem Abschnitt III/IV wieder den Farbton   1,   auf dem Abschnitt IV/V den   Farbton. 3, auf   demjenigen   V/VI   wieder den Farbton 1, auf dem Abschnitt VI/VII den Farbton 2 und auf dem Abschnitt VII/VIII endlich wieder die Grundfarbe 1 hat. Ein der Linie c entsprechender Faden wiederum müsste auf dem Abschnitt I/IX die Farbe 1, dann auf dem Abschnitt   IX/X   die Farbe   4   und von X bis VIII wieder die Farbe 1 haben.

   Es ist klar, dass, wenn die einzelnen Fäden in dem aus vorstehendem sich ergebenden Sinne abschnittweise gefärbt sind und verwebt werden, das gewünschte Muster erzeugt wird. 



   Die Färbung der einzelnen Fadenabschnitt wird nun in der in Fig. 2 schematisch erläuterten Weise erzielt : Der der Linie b entsprechende, eingespannte Faden wird auf seinen verschiedenen Abschnitten mit verschiedenfarbigen Fäden umwickelt, im vorliegenden Ausführungsbeispiel von   III   mit einem Faden vom Farbton   1,   von   77-777   mit einem Faden vom Farbton 2 usw., wie aus der Zeichnung ersichtlich. Die Umwicklung geschieht, wie schon bemerkt, auf beliebige Weise. Sie kann grundsätzlich von Hand erfolgen, auch können Wickel-oder Umspinnmaschinen oder   Klöppelmaschinen   benutzt werden. 



   Zur Umwicklung des Grundfadens auf den einzelnen Abschnitten können Fäden verschiedener Dicke genommen werden, etwa so, dass die das Muster bildenden farbigen Abschnitte im Faden dicker werden als die mit dem Faden vom Grundton umwickelten, oder dass der Grundfaden teilweise gar nicht bewickelt wird, so dass das Muster erhaben erscheint. Ebensogut kann man auch die farbigen Fäden sehr dünn wählen. Das Muster wird dann ohne merkliche Verstärkung des Grundfadens erzeugt. Für manche Zwecke wird sich auch ganz oder stellenweise eine lockere Bewicklung, die einzelnen Windungen im Abstand voneinander, empfehlen, so dass der Grundfaden   durchscheint.   

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   Die   Ausführung   der Erfindung in der Weise, dass die abschnittweise Färbung der Bekleidungsfäden durch Bedrucken erfofgt, ist keineswegs Bedingung. Die Färbung könnte auch durch Farbenzerstäuber, wie sie etwa in   Porzellanfabriken     und   zur Herstellung gemusterter Tischdecken, sogenannter bespritzter Tischdecken, vielfach Verwendung finden, vorgenommen werden. Schliesslich könnte es sich auch empfehlen, den (ein-oder mehradrigen) Grundfaden oder Seelenfaden zunächst mit einfarbigen Fäden zu umwickeln oder sonstwie zu umkleiden, z. B. mit rohem Wollgarn und dann den so bekleideten Grundfaden durch Druck, Farbzerstäuber, Pinsel oder auf andere geeignete Weise abschnittweise zu färben. 



   Die nach der Erfindung hergestellten Gewebe wirken wie Tapisserie und Aubusson und können auch ebenso wie diese in der verschiedensten Weise Verwendung finden, als   Kissenauflage,   Tischdecken, Läufer, Reisedecken, Gardinen, Stores, Möbelbezüge, Teppiche,   Ofen- und Wandschil1ne usw.   Hervorzuheben ist, dass   Vorder-und Rückseite   derartiger Gewebe usw. vollkommen gleichartig ausfallen. Es 
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 und vieles andere. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung gemusterter Gewebe, dadurch gekennzeichnet, dass als Schuss oder als Kette Fäden verwendet werden, denen die zur Erzeugung des Musters erforderliche Färbung durch Umkleiden, am einfachsten Umwickeln mit andern,   entsprechend gefärbten   Fäden erteilt ist.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schuss-oder Kettenfaden (Grundfäden) abschnittweise mit verschieden gefärbten Fäden umwickelt sind.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundfäden mit einem, ab- schnittweise verschieden gefärbten Faden umwickelt sind.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundfaden (die Seele) aus mehreren Einzelfäden besteht, die in der Umkleidungsmaschine zusammenlaufen und zwischen die die Anfänge und Enden der zur Umkleidung verwendeten Fäden geklemmt werden.
AT96714D 1922-03-31 1923-03-13 Verfahren zur Herstellung gemusterter Gewebe. AT96714B (de)

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