AT9707U1 - Treppe mit einer verkleidung - Google Patents
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Description
2 AT 009 707 U1
Die Erfindung bezieht sich auf eine Treppe mit einer Verkleidung aus im Trittbereich der Stufen befestigten Trittplatten und im Setzbereich angeordneten Setzplatten, die an die Stirnseiten der Trittplatten über eine Nut-Federverbindung angebunden sind, wobei zwischen den Trittplatten und den angebundenen Setzplatten im Trittbereich der Stufen eine in ihrer Tiefe durch die 5 Feder der Nut-Federverbindung begrenzte Stoßfuge zur Aufnahme eines die Fugenränder übergreifenden Abdeckprofils vorgesehen ist.
Zur Verkleidung von Treppenstufen ist es bekannt (EP 1 111 155 A2), Tritt- und Setzplatten einzusetzen, wobei die Setzplatten mit einem unteren Randabschnitt zwischen dem Setzbe-io reich der Stufe und der anschließenden unteren Trittplatte gehalten werden und mit Ihrem oberen Randbereich in eine Nut auf der Unterseite eines über den Trittbereich der Stufe vorstehenden Randabsatzes der nach oben anschließenden Trittplatten eingreifen. Eine solche Konstruktion setzt eine an die Setzplatten angepaßte Ausbildung der Trittplatten voraus, so daß als Trittplatten keine Bodenplatten verwendet werden können, für die eine Anbindung über eine 15 Nut-Federverbindung vorgesehen ist. Um diesen Nachteil zu vermeiden, wurde bereits vorgeschlagen (DE 203 05 142 U1), die Trittplatte mit einer im Setzplattenbereich stirnseitig vorstehenden Feder auszugestalten, die in eine Nut der bündig an die Trittplatte anschließenden Setzplatte eingreift. Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß zwischen den Trittplatten und den Setzplatten auf der Seite der Trittfläche eine Stoßfuge frei bleibt, die in ihrer Tiefe durch die 20 Feder der Nut-Federverbindung begrenzt wird und eine Aufnahme für eine Abdeckprofil aus Kunststoff aufnimmt, das einerseits für einen Toleranzausgleich sorgt und anderseits einen Rutschwiderstand darstellt. Nachteilig ist allerdings, daß die Belastung der Setzplatten durch die in die Nut der Setzplatten eingreifende Feder der Trittplatten aufgenommen werden muß, was insbesondere bei Trittplatten mit geringer Dicke, also bei herkömmlichen Bodenplatten, die 25 Gefahr einer Überlastung und damit ein Unfallrisiko einschließt, wenn die Setzplatte wegbricht.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Treppe mit einer Verkleidung der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, daß trotz des Einsatzes vergleichsweise dünner Trittplatten ein sicherer Halt der Setzplatten gewährleistet werden kann. 30
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die Nut der Nut-Federverbindung im Anschluß an einen gegen die anschließende Setzplatte vorspringenden, noch auf dem Trittbereich der Stufe aufruhenden Falzsteg in der Stirnfläche der Trittplatten vorgesehen ist, daß die Setzplatten den Falzsteg der Trittplatten mit der Feder der Nut-Federverbindung übergreifen. 35
Zufolge dieser Maßnahmen stützen sich die Setzplatten im wesentlichen auf dem gegen die Setzplatten vorstehenden Falzsteg der Trittplatten, ab, der jedoch auf dem Trittbereich der zu verkleidenden Stufen aufliegt, so daß die Dicke dieses Falzsteges keinen Einfluß auf die Abtragung der Belastungen der Setzplatten hat und folglich vergleichsweise dünn ausgebildet wer-40 den kann. Entscheidend für die Lastabtragung ist vielmehr die Festigkeit und Dicke des den Falzsteg übergreifenden Ansatzes der Setzplatten, der erheblich dicker als die von ihm getragene Feder ausgebildet werden kann, zumal der sich durch diesen Ansatz ergebende Trittflächenanteil in vorteilhafter Weise die Trittfläche der anschließenden Trittplatte der Höhe nach übersteigen kann, wenn die Trittplatten vergleichsweise dünn ausgebildet sind. Dies bedeutet, 45 daß im Vergleich zum Stand der Technik Konstruktionsvoraussetzungen geschaffen werden, die eine wesentliche Festigkeitssteigerung erlauben, wodurch eine Überlastungsgefahr und damit ein Unfallrisiko weitgehend vermieden werden können. Aufgrund des die Stoßfuge überbrückenden Abdeckprofils stellt selbst ein Höhenversatz zufolge eines den Falzsteg übergreifenden, dickeren Ansatzes der Setzplatten kein zusätzliches Sicherheitsrisiko dar. 50
Weist der Falzsteg der Trittplatten einen Randansatz auf, der eine im Anschluß an die Feder der Setzplatten vorgesehene Aussparung hintergreift, so wird mit einfachen konstruktiven Mitteln ein Lösen der Nut-Federverbindung zwischen den Tritt- und den Setzplatten verhindert, selbst wenn keine zusätzliche Verklebung der Nut-Federverbindung vorgenommen wird. 55
Claims (5)
- 3 AT 009 707 U1 Damit das Abdeckprofil einen guten Halt in der Stoßfuge findet, kann die Stoßfuge zwischen den Tritt- und den Setzplatten eine Hinterschneidung zur Aufnahme des Abdeckprofils bilden. Das in die Stoßfugen zwischen den Tritt- und den Setzplatten eingesetzte Abdeckprofil kann darüber hinaus Licht reflektierende oder abstrahlende Mittel aufweisen, um eine optisch gut erkennbare Stufenbegrenzung vorzugeben. Um eingestrahltes Licht zu reflektieren, kann das Abdeckprofil eine entsprechend reflektierende Beschichtung aufweisen oder mit reflektierenden Einsätzen versehen sein. Zur Lichtabstrahlung kann das Abdeckprofil mit Leuchtdioden ausgerüstet werden. In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar wird eine Treppe mit einer erfindungsgemäßen Verkleidung in einem schematischen Querschnitt gezeigt. Die Stufen einer nicht näher dargestellten Treppe sind im Trittbereich 1 mit Trittplatten 2 und im Setzbereich 3 mit Setzplatten 4 verkleidet. Die Trittplatten 2 weisen einen gegen die Setzplatten 4 vorstehenden, jedoch noch im Trittbereich 1 auf der Stufe aufliegenden Falzsteg 5 auf, an den sich eine in der Stirnfläche 6 der Trittplatten 2 vorgesehene Nut 7 anschließt. In diese Nut 7 greift eine den Falzsteg 5 übergreifende Feder 8 der Setzplatten 4 ein, die zu diesem Zweck einen abgewinkelten Ansatz 9 bilden. Zwischen der Stirnfläche 10 dieses Ansatzes 9 und der Stirnfläche 6 der anschließenden Trittplatte 2 ergibt sich eine Stoßfuge 11, die in ihrer Tiefe durch die Feder 8 begrenzt wird. In die Stoßfuge 11 ist ein Abdeckprofil 12 eingesetzt. Wie sich aus der Zeichnung entnehmen läßt, in der das Abdeckprofil 12 strichpunktiert angedeutet ist, bilden die die Stoßfuge 11 begrenzenden Stirnflächen 6 und 10 aufgrund ihrer Neigungen eine Hinterschneidung, die für einen guten Halt des Abdeckprofils in der Stoßfuge 11 sorgt. Außerdem ist ersichtlich, daß der Trittflächenanteil 13 im Bereich des abgewinkelten Ansatzes 9 der Setzplatten 4 die anschließende Trittfläche 14 der Trittplatten 2 der Höhe nach überragt, so daß der Ansatz 9 eine ausreichende Dicke aufweist, um die auf den Ansatz 9 einwirkenden Belastungen der Setzplatten 4 über den aufliegenden Falzsteg 5 auf die Stufe abtragen zu können, ohne eine Überlastung befürchten zu müssen. Die sich dabei ergebende, geringfügige Stufung wird durch das die Ränder der Stoßfuge 11 übergreifende Abdeckprofil 12 überbrückt, das vorteilhaft als Rutschsicherung dienen kann. Außerdem ist es möglich, das Abdeckprofil 12 mit Leuchtdioden oder anderen Licht abstrahlenden Mitteln zu versehen, um den freien Rand der Stufen optisch besonders hervorzuheben, wie dies mit dem Bezugszeichen 15 in der Zeichnung angedeutet ist. Für den Fall, daß aufgrund der Dicke der Trittplatten 2 der Ansatz 9 eine für die Lastabtragung ausreichende Dicke aufweisen kann, ohne über die Trittfläche 14 der Trittplatten 2 vorzustehen, kann der Trittflächenanteil 13 der Setzplatten 4 sogar tiefer als die Trittfläche 14 der Trittplatten 2 liegen. Damit ein unbeabsichtigtes Lösen der Nut-Federverbindung zwischen den Tritt- und den Setzplatten 2, 4 vermieden wird, selbst wenn die Feder 8 nicht in der Nut 7 durch einen Kleber festgehalten wird, kann der Falzsteg der Trittplatten 2 einen Randansatz 16 aufweisen, der in eine Aussparung 17 eingreift, die im Anschluß an die Feder im Übergangsbereich vom Ansatz 9 zur Setzplatte 4 vorgesehen ist. Da sich die Setzplatten 4 mit ihrem dem Ansatz 9 gegenüberliegenden Längsrand 18 im Setzbereich 3 an den Stufen abstützen, werden die Setzplatten 4 lastabtragend von den Trittplatten 2 gehalten. Ansprüche: 1. Treppe mit einer Verkleidung aus im Trittbereich der Stufen befestigten Trittplatten und im Setzbereich angeordneten Setzplatten, die an die Stirnseiten der Trittplatten über eine Nut-Federverbindung angebunden sind, wobei zwischen den Trittplatten und den angebundenen Setzplatten im Trittbereich der Stufen eine in ihrer Tiefe durch die Feder der Nut-Federverbindung begrenzte Stoßfuge zur Aufnahme eines die Fugenränder übergreifenden Abdeckprofils vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (7) der Nut-Federverbindung im Anschluß an einen gegen die anschließende Setzplatte (2) vorsprin- 4 AT 009 707 U1 genden, noch auf dem Trittbereich der Stufe aufruhenden Falzsteg (5) in der Stirnfläche (6) der Trittplatten (2) vorgesehen ist, daß die Setzplatten (4) den Falzsteg (5) der Trittplatten (2) mit der Feder (8) der Nut-Federverbindung übergreifen.
- 2. Treppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die Stoßfuge (11) be grenzte Trittflächenanteil (13) der Setzplatten (4) die Trittfläche (14) der Trittplatten (2) der Höhe nach überragt.
- 3. Treppe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Falzsteg (5) der Tritt- io platten (2) einen Randansatz (16) aufweist, der eine im Anschluß an die Feder (8) der Setzplatten (4) vorgesehene Aussparung (17) hintergreift.
- 4. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßfugen (11) zwischen den Tritt- und den Setzplatten (2, 4) eine Hinterschneidung zur Aufnahme 15 des Abdeckprofils (12) bilden.
- 5. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das in die Stoßfugen (11) zwischen den Tritt- und den Setzplatten (2, 4) eingesetzte Abdeckprofil (12) Licht reflektierende oder abstrahlende Mittel (15) aufweist. 20 Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 25 30 35 40 45 50 55
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