AT9740U1 - Alaun-hältiges suppositorium - Google Patents
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Description
2 AT 009 740 U1
Die Erfindung betrifft ein topisch anwendbares Mittel, das Alaun als Hilfsmittel beim Geschlechtsverkehr zur Verengung der Vagina enthält.
Die adstringierende Wirkung von Alaun (schwefelsaures Doppelsalz von Kalium und Aluminium oder auch von anderen Metallen) ist allgemein bekannt und wird beispielsweise zum Stillen von kleineren Wunden, wie insbesondere Rasierwunden angewandt. Dabei wird vor allem Kalialaun, K2AI2(S04)4-24 H20 angewendet.
In der türkischen und auch chinesischen Volksmedizin ist es teilweise schon lange Zeit üblich Alaun zur temporären Verengung der Vagina - zwecks für beide Partner lustvollerem Geschlechtsverkehr - anzuwenden. In diesem Zusammenhang offenbart die CN 1124648 A eine Alaun haltige heilkräutermedizinische Formulierung auf wässeriger Basis, die durch Aufbringen in der Vagina zur Anwendung kommt.
Die JP 2004131528 A offenbart eine pharmazeutische, alaunhaltige, in die Vagina einzubringende Gleitmittelformulierung auf Tier-/Pflanzenöl-Basis zur Erleichterung des Geschlechtsverkehrs.
Nachteilig an den bisherigen - zum Teil schon seit Generationen überlieferten - Anwendungsmethoden ist, dass der Vorgang des Aufbringens Probleme verursacht. Die Substanz wird per Hand in die Vagina eingebracht und dort in die Wand einmassiert. Diese Tätigkeit ist mit der Gefahr von physischen Verletzungen, als auch mit Verletzungen des Schamgefühls der damit befassten Menschen verbunden. Die Tätigkeit kann so den Verlauf der erotischen Begegnung, in welcher es zum Geschlechtsverkehr kommt, empfindlich stören.
Aufgabe der Erfindung ist die Beseitigung der vorstehend angeführten Nachteile und die Schaffung eines möglichst einfach und problemlos anzuwendenden topisch anwendbaren Mittels als Hilfsmittel beim Geschlechtsverkehr zur Verengung der Vagina.
Die Lösung der der Erfindung zu Grunde liegenden Aufgabe besteht darin, dass das Mittel in Form eines Vaginalsuppositoriums vorliegt, das aus einem von einer Matrix aus pulverförmigem Alaun in einer wasserfreien Suppositoriumsgrundlage gebildeten Kern und einer aus in der Vagina sich auflösendem oder verflüssigendem, wasserfreiem Material bestehenden Umhüllung aufgebaut ist.
Gemäß der Erfindung ist damit gewährleistet, dass auf diese Weise das Vorteilhafte der Wirkung von Alaun für einen lustvollen Geschlechtsverkehr zur Anwendung gebracht werden kann, ohne die bisher damit verbundenen Nachteile, nämlich vor allem die Verletzung des Schamgefühls und die Störung des Ablaufes, im Zuge dessen es zum Geschlechtsverkehr kommt, zu vermeiden. Als Vorbereitungstätigkeit, um für einen zu erwartenden Geschlechtsverkehr die Vagina zu verengen, reicht es somit in besonders einfach zu handhabender Weise aus, ein erfindungsgemäß ausgebildetes Suppositorium in die Vagina einzuführen. Das ist eine kurze Handlung, die wenn es die Frau will, von dieser auch unauffällig und steril durchgeführt werden kann.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, dass die Suppositoriumsgrundlage, in der der pulverförmige Alaun eingebettet ist, bei normalen Umgebungsbedingungen fest ist und sich bei den in der Vagina herrschenden Temperatur- und/oder Feuchtigkeitsverhältnissen verflüssigt.
Erfindungsgemäß besteht die Suppositoriumsgrundlage der Matrix aus wasserfreien Materialien auf Basis von Glyzerin, Gelatine, Fetten bzw. Fettstoffen, Ölen, Estern und Alkoholen. Nach einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung besteht die Matrix aus einer durch Vermischen von Babyöl und pulverförmigem Alaun gebildeten geleeartigen Masse. Erfindungsgemäß ist das Mengenverhältnis der Suppositoriumsgrundlage zu pulverförmigem Alaun in der 3 AT 009 740 U1
Matrix > 5 Teile : 2 Teilen.
Ferner liegt die Erfindung darin, dass die Umhüllung aus wasserfreiem Kokosfett besteht bzw. auch aus wasserfreier Gelatine gebildet sein kann.
In der Figur 1 ist der Gegenstand der Erfindung an Hand einer bevorzugten Ausführungsform näher veranschaulicht.
Die Zeichnungsfigur zeigt ein erfindungsgemäßes Vaginalsuppositorium, das einen Kern 1 aufweist, der aus einer aus pulverförmigem Alaun in einer Suppositoriumsgrundlage gebildeten Matrix besteht. Das Mengenverhältnis der die Matrix bildenden Bestandteile beträgt mehr als 5 Teile Suppositoriumsgrundlage, vorzugsweise 5 bis 7, maximal 10 Teile, zu 1,5 bis 3 Teilen, vorzugsweise 2 Teilen, pulverförmigem Alaun.
Der Kern 1 ist von einer Umhüllung 2 umschlossen, die vor allem bei Lagerung des Supposito-riums bei üblichen Umgebungsbedingungen bzw. auch während der Handhabung des Supposi-toriums bei der Einführung desselben in die Vagina den Kern schützen und daher fest sein und nicht schmelzen soll. Auf der anderen Seite soll die Umhüllung 2 so beschaffen sein, dass das Suppositorium gut in die Vagina gleitet und sich darin rasch verflüssigt und damit den Kern 1 freigibt.
Die Suppositoriumsgrundlage der den Kern 1 bildenden Matrix braucht bei normaler Umgebungstemperatur nicht so fest sein wie die Umhüllung 2 und sie kann mehr auf die gute Mischbarkeit mit dem pulverförmigen Alaun hin optimiert sein. Zudem ist eine wesentliche Voraussetzung für die Suppositoriumsgrundlage, dass sie nach dem Wegfall der Umhüllung 2 unter den in der Vagina herrschenden Temperatur- und/oder Feuchtigkeitsverhältnissen das als Wirkstoff dienende Alaunpulver rasch freigibt und so der Alaun seine gewünschte Wirkung zur Verengung der Vagina entfalten kann.
Ein wesentliches Kriterium ist auch, dass die für die Umhüllung ebenso wie für die Suppositoriumsgrundlage ersetzbaren Materialien wasserfrei bzw. zumindest annähernd wasserfrei sind. Überraschenderweise zeigte sich, dass sich als Suppositoriumsgrundlage durchaus die üblichen dafür verwendeten Materialien auf Basis von Glyzerin, Gelatine, Fetten bzw. Fettstoffen, Ölen, Estern und Alkoholen eignen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform werden für die Umhüllung gereinigtes und somit wasserfreies Kokosfett und für die Suppositoriumsgrundlage Babyöl, das zumindest im Wesentlichen auch wasserfrei ist und in dem der pulverförmige Alaun als Wirkstoff eingebettet ist, verwendet.
In der Anwendung in Zäpfchenform kann der Einsatz des Wirkstoffes Alaun erstmals mit einem sehr positiven, modernen Image beworben werden. Es wird befreit von unangenehmen Assoziationen von Krankheit, unsauberer Naturmedizin, etc..
Die gemäß vorliegender Erfindung beschriebene Verabreichungsform Alaun in Vaginalzäpfchen erscheint auch deshalb so vorteilhaft, weil sowohl die beim Geschlechtsverkehr gewünschte adstringierende Wirkung von Alaun einerseits, als auch das Wissen um die Verabreichung von medizinischen Wirkstoffen in Form von Suppositorien anderseits schon seit Generationen bekannt sind. Offenbar auf Grund eines Vorurteils der Fachwelt hat man viele Jahrzehnte lang übersehen, dass durch die Einbringung von pulverförmigem Alaun in Suppositorien anstatt in Salben die vorteilhafte Wirkungen des Alauns für den Geschlechtsverkehr voll erhalten bleiben, die bisher damit verbundenen Nachteile, welche durch die bisher üblich Verabreichungsform entstanden, jedoch wirkungsvoll vermieden werden können.
Claims (6)
- 4 AT 009 740 U1 Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in der Richtung möglich, dass in die Suppositori-umsgrundlage der Matrix Mittel zur Empfängnisverhütung, beispielsweise eines Spermizides, sonstige, jeweils passende medizinische Wirkstoffe, beispielsweise antiseptische Wirkstoffe, aber auch Duftstoffe beigemischt werden. Ein weiteres Anwendungsgebiet des erfindungsgemäßen Suppositoriums besteht darin, dass es zur Verhinderung von unerwünschtem Scheidenfluss eingesetzt wird. Ansprüche: 1. Topisches Mittel, das Alaun als Hilfsmittel beim Geschlechtsverkehr zur Verengung der Vagina enthält, dadurch gekennzeichnet, dass es in Form eines Vaginalsuppositoriums vorliegt, das aus einem von einer Matrix aus pulverförmigem Alaun in einer wasserfreien Suppositoriumsgrundlage gebildeten Kern (1) und einer aus wasserfreiem Material bestehenden, in wässerigem Milieu lösbaren Umhüllung (2) aufgebaut ist.
- 2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Suppositoriumsgrundlage aus einem festen, bei Temperaturen > 37° C sich verflüssigendem Material besteht.
- 3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Suppositoriumsgrundlage der Matrix aus wasserfreien Materialien auf Basis von Glyzerin, Gelatine, Fetten bzw. Fettstoffen, Ölen, Estern und Alkoholen besteht.
- 4. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrix aus einer durch Vermischen von natürliche pflanzliche Öle enthaltenden Haut- oder Körperpflegeölen und pulverförmigem Alaun gebildeten geleeartigen Masse besteht.
- 5. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Mengenverhältnis der Suppositoriumsgrundlage zu pulverförmigem Alaun in der Matrix > 5 Teile : 2 Teilen ist.
- 6. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung (2) aus wasserfreier Gelatine gebildet ist. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen
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- 2007-05-25 AT AT0805607U patent/AT9740U1/de not_active IP Right Cessation
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