AT9770U1 - Personenschleuse - Google Patents
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- E06B—FIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
- E06B11/00—Means for allowing passage through fences, barriers or the like, e.g. stiles
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Description
2 AT 009 770 U1
Die Erfindung betrifft eine Personenschleuse mit einem Durchgang zwischen einer Drehsperre und einem seitlichen Begrenzungsschild, wobei die Drehsperre einen Drehstern mit mindestens zwei Armen und einer Fluchtweg-Freigabeeinrichtung umfasst, von denen einer in der Sperrsteilung quer zur Durchgangsrichtung steht.
Aus der EP 0 961 005 B1 ist eine derartige Personenschleuse in Form einer zweiarmigen Drehsperre mit einer Alarmstellung bekannt, in der keiner der Arme des Drehstems in den ansonsten gesperrten Durchgang hineinragt.
Aus der DE 93 18 132 U ist eine Drehkreuzanlage mit vertikaler Drehachse und dreiflügligem Sperrelement bekannt. Zum Mitführen von Fahrrädern umfasst die Drehkreuzanlage außerdem eine durch ein hüfthohes Schild von dem Sperrelement abgetrennte Fahrradschleuse mit einer etwa brusthoch ausgebildeten Pendeltür, die im Bedarfsfall über ein elektromagnetisches Schloss freigegeben wird. Um ein Übenwinden der geschlossenen Tür zu verhindern, befindet sich oberhalb der Tür ein Querschild.
Die bekannten Personenschleusen ermöglichen eine gute Vereinzelung eines Personenstromes. Droht jedoch auf einer Seite dieser Personenschleusen eine Gefahr, so verengen sie den Fluchtweg und behindern eine schnelle Räumung des Gefahrenbereiches. Ein weiterer Nachteil der bekannten Personenschleusen besteht darin, dass sie mit sperrigen Gegenständen, z.B. fahrbaren Reinigungsgeräten, nicht passierbar sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Personenschleuse der eingangs angegebenen Gattung so weiterzubilden, dass ein durch die Personenschleuse abgetrennter Bereich möglichst schnell evakuiert werden kann.
Diese Aufgabe ist durch eine Personenschleuse nach dem Anspruch 1 gelöst.
Der Begrenzungsschild ist am freien Ende eines Schwenkflügels angelenkt. Nach dem Lösen einer Arretierung kann der Schwenkflügel zusammen mit dem Begrenzungsschild um eine vertikale Achse zur Seite geschwenkt werden. Dadurch wird ein breiter Durchgang, insbesondere als Fluchtweg, oder für andere Bedarfsfälle freigegeben.
Bevorzugt ist die Drehsperre eine motorisch angetriebene 2-Arm-Sperre. Im Gefahrenfall kann dann der Drehstern automatisch in eine Fluchtweg-Freigabestellung gefahren werden.
Vorzugsweise hat der Begrenzungsschild einen Rahmen mit seitlichen Holmen, von denen der eine an dem Schwenkflügel angelenkt ist und der andere die Arretierung umfasst. Dadurch sind Begrenzungsschild und Schwenkflügel mit lediglich einer Arretierung in ihrer Sperrposition fixierbar. Es muss also nur eine Arretierung gelöst werden, um den breiteren Durchgang bzw. Fluchtweg freizugeben.
Vorzugsweise umfasst die Arretierung einen in eine Bodenbüchse eingreifenden Sperrbolzen, der durch einen Elektromagneten gegen die Kraft eines elastischen Vorspannmittels in der Bodenbüchse gehalten wird. Wird nun z.B. durch über einen Panikschalter oder eine Brandmeldeanlage die Energieversorgung des Elektromagneten abgeschaltet, so wird der Fluchtweg freigegeben, ebenso bei Stromausfall.
Der Elektromagnet ist bevorzugt an dem Begrenzungsschild angeordnet, kann aber auch in der Bodenbüchse sitzen.
Um den Drehflügel und den Begrenzungsschild in Sperrposition zu arretieren, kann die Arretierung mit einem in der arretierten Stellung (zumindest teil-) versenkt an dem Begrenzungsschild angebrachten Handknauf in Wirkverbindung stehen. Weil der Handknauf in der arretierten Stellung versenkt ist, kann die Arretierung nicht unbefugt gelöst werden. Der Handknauf dient 3 AT 009 770 U1 also vor allem der Rückstellung in die Sperrposition.
Enthalten die Anlenkungen des Begrenzungsschildes an dem Schwenkflügel und des Schwenkflügels an seiner vertikalen Achse in Öffnungsrichtung vorgespannte Federmittel, so wird der (zusätzliche) Fluchtweg mit dem Lösen der Arretierung automatisch freigegeben.
Vorzugsweise sind die Anlenkungen reibungsbehaftet. Dadurch wird ein Zurückschwingen von Schwenkflügel und Begrenzungsschild in den Fluchtweg vermieden.
Hat die Personenschleuse eine Rückmeldung der entriegelten Stellung, beispielsweise über einen Schalter oder Sensor an eine Gebäudeleitzentrale, so lässt sich der Schleusenzustand und insbesondere eine unbeabsichtigte Fluchtwegfreigabe fernüberwachen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung schematisch vereinfacht dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 eine Personenschleuse in der normalen Betriebsstellung,
Fig. 2 die gleiche Personenschleuse jedoch mit freigegebenem Fluchtweg und Fig. 3 eine Arretierungsvorrichtung im Schnitt.
Der normale Weg durch die Personenschleuse in Fig. 1 wird durch ein brückenförmiges Gehäuse 1.1 einer Drehsperre 1 und einen Schild 2 begrenzt. Im Unterschied zum Stand der Technik ist dieser Schild 2 nicht ortsfest angeordnet sondern im Bedarfsfall wegschwenkbar. Hierzu ist der Schild 2 über Scharniere 2.1 und 2.2 an einem Schwenkflügel 3, genauergesagt an dessen sperrenseitigem vertikalem Holm 3.1, angelenkt. Der Schwenkflügel 3 ist mit seinem zweiten vertikalen Holm 3.2 in nicht näher dargestellter Weise an einen Pfosten 6 schwenkbar angelenkt. Auf der anderen Seite könnte sich an den Pfosten 6 eine weitere Personenschleuse, eine feste Absperrung oder ähnliches anschließen. Wenn sich die Schleuse in einem Gebäude befindet, beispielsweise um die Zutrittsberechtigung zu einem Sonderbereich zu regeln, ist anstelle des Pfostens 6 z.B. die eine Wand eines Durchgangs vorzustellen, während das Gehäuse 1.1 der Drehsperre 1 an die gegenüberliegende Wand anschließen würde.
Generell besteht im Zusammenhang mit Personenschleusen, die lediglich eine Drehsperre wie 1 und eine seitliche Begrenzung wie 2 umfassen, häufig die Notwendigkeit, einen breiteren als den normalen Durchgangsweg freizugeben, z.B. für Rollstuhlfahrer, zum Transport sperriger Gegenstände, usw. In einer beengten Einbausituation wie der zuvor genannten ist des Weiteren dann, wenn der Durchgang gleichzeitig Fluchtweg ist, der Einbau einer Personenschleuse häufig nur gestattet, wenn gleichzeitig ein hinreichend breiter Fluchtweg (gefordert ist gewöhnlich mindestens eine Breite von 1 m) geschaffen werden kann.
Beiden Erfordernissen wird der vorliegende Vorschlag gerecht. Der Begrenzungsschild 2, hier mit einem Rohrrahmen, hat an seinem freien Ende einen vertikalen Holm 2.3. In diesem Holm 2.3 ist ein Sperrbolzen 4 aufgenommen, dessen unteres Ende in der gezeichneten Stellung in eine angedeutete Bodenbüchse 5 eingreift. Dieser Sperrbolzen 4 ist im Bedarfs- bzw. Notfall anhebbar wie anhand der Fig. 3 beispielhaft erläutert werden wird. Das Anheben des Sperrbolzens 4 kann in beliebiger Weise indirekt, z.B. durch Betätigung des angedeuteten Paniktasters 1.3 bewirkt werden.
Nach dem Anheben des Sperrbolzens 4 führt der Schwenkflügel 3 eine Öffnungsbewegung und der Begrenzungsschild 2 eine gegenläufige Schwenkbewegung aus, so dass sich die in Fig. 2 dargestellte Situation ergibt. In dieser Stellung steht ein entsprechend breiter Durchgang oder Fluchtweg zur Verfügung uzw. einschließlich der Breite des normalen Durchgangsweges durch die Drehsperre 1, sofern diese so ausgeführt ist, dass ihre Sperrarme wie 1.2 entweder abklappbar sind oder, wie es bei einer 2-Arm-Drehsperre nach der EP 0 961 005 B der Fall ist, in eine den normalen Weg völlig freigegebende Stellung gebracht werden können. Um zu errei-
Claims (11)
- 4 AT 009 770 U1 chen, dass der Schwenkflügel 3 und der Begrenzungsschild 2 zwangsläufig in die in Fig. 2 gezeigte Offenstellung gehen, sind vorzugsweise an den Anlenkungen Federmittel, z.B. die angedeuteten Torsionsfedern 3.3 und 3.4, vorgesehen. Stattdessen können auch andere dem Fachmann bekannte Federmittel, z.B. Gasdruckfedern, eingesetzt werden. Auch ein motorischer Antrieb kommt in Betracht. Zweckmäßig sind in die Anlenkungen hier nicht sichtbare Reibungsdämpfer integriert, die ein Zurückschwingen des Schwenkflügels und/oder des Begrenzungsschildes nach Anschlag an ein festes Hindernis, z.B. eine Wand, zumindest weitgehend verhindern. Je nach Einbausituation können des Weiteren hier nicht dargestellte Anschläge vorgesehen sein, die verhindern, dass der Schwenkflügel und der Begrenzungsschild weiter als in die gezeigte Lage aufschwingen und dadurch beispielsweise in den Weg einer seitlich anschließenden, nächsten Personenschleuse ragen. Fig. 3 veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel einer Arretierung des Begrenzungsschildes 2 und damit indirekt auch des Schwenkflügels 3 in der Bodenbüchse 5. Der Sperrbolzen 4 ist in dem rohrförmigen Holm 2.3 in Führungen 4.1 und 4.2 aufgenommen. Das untere Ende des Sperrbolzens 4 wird von einem Schutzrohr 4.4 umschlossen. Das obere Ende des Sperrbolzens 4 trägt einen Handknauf 4.6, der in der verriegelten oder arretierten Stellung bündig mit dem oberen Ende des Holms 2.3 ist (vgl. Fig. 1). Der Handknauf 4.6 dient zur Rückführung des Sperrbolzens 4 in die arretierte Stellung. In dieser Stellung wird der Sperrbolzen 4 durch einen Elektromagneten 4.7 gehalten, der über eine nicht dargestellte Verkabelung von der Seite des Pfostens 6 gespeist wird. Der Elektromagnet 4.7 wirkt mit einer fest mit dem Sperrbolzen 4 verbundenen Scheibe 4.8 als Joch zusammen. Der Kraft des Elektromagneten 4.7 wirkt eine vorgespannte Schraubendruckfeder 4.9 entgegen, die sich an ihrem unteren Ende gegen die Führung 4.2 und an ihrem oberen Ende gegen die Innenseite des Knaufs 4.6 abstützt. Die Vorspannung ist so gewählt, dass die Schraubendruckfeder 4.9 den Sperrbolzen 4 die in Fig. 3 gezeichnete, angehobene Stellung bringt, sobald der Elektromagnet stromlos wird. Der Elektromagnet 4.7 kann z.B. über den schon genannten Paniktaster 1.3, über einen anderen, nur dem Kontrollpersonal zugänglichen Auslöser oder automatisch beim Ansprechen z.B. einer Gefahrenmeldeanlage abgeschaltet werden. Wenn die Drehsperre eine Zwangssteuerung hat, die sie im Gefahrenfall in eine Freigabestellung schaltet, ist mit dem entsprechenden Schaltbefehl zweckmäßig auch das Abschalten des Elektromagneten 4.7 verknüpft. Zur Reduzierung des Energieverbrauchs des Elektromagneten ist es vorteilhaft, den Sperrbolzen im Rahmen der Festigkeitsforderungen möglichst leicht auszuführen, beispielsweise hohl oder im oberen Bereich aus Kunststoff. Eine Entkopplung der magnetischen Haltekraft von der Federspannung kann auch durch einen Sperrklinken- oder Hebelmechanismus und einen entsprechend kleineren Elektromagneten erreicht werden. Ansprüche: 1. Personenschleuse mit einem Durchgang zwischen einer Drehsperre (1) und einem seitlichen Begrenzungsschild (2), wobei die Drehsperre einen Drehstern mit mindestens zwei Armen (1.2) und eine Fluchtweg-Freigabeeinrichtung umfasst, von denen einer in der Sperrsteilung quer zur Durchgangsrichtung steht, dadurch gekennzeichnet, dass der Begrenzungsschild (2) am freien Ende eines Schwenkflügels (3) angelenkt ist und mindestens eine lösbare Arretierung (4) hat, und dass der Schwenkflügel (3) nach dem Lösen der Arretierung (4) zusammen mit dem Begrenzungsschild (2) um vertikale Achsen schwenkbar ist um z. B. einen breiten Fluchtweg freizugeben.
- 2. Personenschleuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehsperre (1) eine motorisch angetriebene 2-Arm-Sperre ist.
- 3. Personenschleuse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Begren- 5 AT 009 770 U1 zungsschild (2) einen Rahmen mit seitlichen Holmen hat, von denen der eine an dem Schwenkflügel angelenkt ist und der andere (2.3) die Arretierung (4) umfasst.
- 4. Personenschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierung (4) durch Betätigung eines Panikschalters (1.3) lösbar ist.
- 5. Personenschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierung einen in eine Bodenbüchse (5) eingreifenden Sperrbolzen (4) umfasst, der durch einen Elektromagneten (4.7) gegen die Kraft eines elastischen Vorspanmittels (4.9) in der Bodenbüchse gehalten wird.
- 6. Personenschleuse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromagnet (4.7) an dem Begrenzungsschild (2) angeordnet ist.
- 7. Personenschleuse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromagnet in der Bodenbüchse sitzt.
- 8. Personenschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierung (4) mit einem in der arretierten Stellung versenkt an dem Begrenzungsschild (2) angebrachten Handknauf (4.6) in Wirkverbindung steht.
- 9. Personenschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlenkungen des Begrenzungsschildes (2) an dem Schwenkflügel (3) und des Schwenkflügels (3) an einer vertikalen Achse (bei 6) in Öffnungsrichtung vorgespannte Federmittel (3.3, 3.4) enthalten.
- 10. Personenschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlenkungen reibungsbehaftet ausgebildet sind.
- 11. Personenschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch einen Sensor zur Rückmeldung der entriegelten Stellung. Hiezu 3 Blatt Zeichnungen
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