<Desc/Clms Page number 1>
Bienenwohnung.
Vorliegende Erfindung bezweckt vor allem eine ungestörte Tätigkeit der Arbeitsbienen bei der Honigablagerung in einem eigenen duekt zugänglichen Arbeits- oder Honigraume, ohne dabei durch das oftmalige Aus-und Einfliegen die im eigentlichen Bienenkorbe befindliche Brut stören zu müssen.
Während bisher in den gewöhnlich aus Stroh hergestellten Bienenkörben die Ausbeulung der
EMI1.1
gleichen Raume in den Waben des Bienenkorbes vor sich geht und man hie und da wohl auch einen Aufsetzkasten zur Honiggewinnung unmittelbar am oberen Ende des Bienenkorbes hinzufügt, so bedingt diese Anordnung immer noch eine grosse Belästigung des die BlUt fÜtterndel1 Bienenvolkes, indem sich die mit Blütenpollen beladenen Arbeitsbienen mühsam durch das übrige zahlreiche Volk (20.000 bis 40.000 Bienen) im Bienenkorbe zu den höher gelegenen Arbeitsstellen hindurchzwängen müssen, um die Waben mit Honigsaft zu füllen.
Diesem Übelstande, sowie der Gefahr von verheerenden Krankheiten infolge Verkühlung der
EMI1.2
korb wird durch nachstehend beschriebene Epfindung vollständig entgegengetreten.
Auf einem Bodepbrette 1 (Fig. 1, 2 und 6) von beispielsweise 80-85 cm Länge und 45 crn Breite,
EMI1.3
EMI1.4
loche 4 eine breite Öffnung, an welche ein hölzerner Zusatzkasten 7 (Fig. 4 und 6) herangeschoben wird.
Dieser prismatisch hergestellte Kasten besitzt 4 Seitenwände, von welchen die auf dem Deckbrette 6 aufsitzende Wand der Höhe des Unterkastens entsprechend abgenommen ist, wodurch eine dauernde Verbindung zwischen Unterkasten und Zusatzkasten hergestellt wird.
Der obere Abschluss des Zusatzkasten erfolgt durch einen abnehmbaren Deckel 17 (Fig. 6). während das Bodenbrett J ! den unteren Abschluss ergibt. Auf dem Deckbrette sowie entsprechend dem Umfange des Zusatzkastens am Rande bzw. am Umfange des Bodenbrettes angebrachte Leisten 15 und 16 geben dem Zusatzkasten einen sicheren Halt. Der untere Abschluss dieses Kstens wird durch das Bodenbrett 1 gebildet. Dieser Zusatzkasten dient zum Einhängen von Rahmen 8 (Fig. 4 und 6) mit Kunstwaben und ermöglicht somit den Arbeitsbienen, nach Passieren des Unterkastens unmittelbar die Honigablagerung im Zusatzkasten vorzunehmen, ohne mit jenen Bienen in Berührung zu kommen, welche im Bienenkorbe selbst die Fütterung der Brut besorgen.
Infolge dieser getrennten Anordnung des Bienenkorbes vom Honigraum (Zusatzkasten) wird im Korbe lediglich gezüchtet und gebrütet, sowie die für das Bienenvolk während des Winters erforderliche Nahrung (Honig) aufgespeichert, während der überschüssige Honig im Zusatzkasten deponiert wird.
EMI1.5
Bodenbrette ein Schutzbrett 5 von trapezförmigem Querschnitte (Fig. 1, 3 und 6) und etwas grösserer Breite als das Flugloch 4.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
und liegt mit dem Längsschnitte etwas über dem Flugloche, während die dem Flugloche zugewendete Spitze des keilförmigen Ausschnittes bzw.
die schräg gestellten Schnittflächen desselben im Vereine mit dem Längsschnitte gleichsam ein schützendes Dach bilden und einerseits das Eindringen kalter Luft in den Bienenkorb verhindern, anderseits die Bienen veranlassen, bis in die Mitte des Unterkastens vorzukriechen und von hier aus in den Korb oder in den Zusatzkasten abzuziehen, wodurch Stauungen und Beunruhigungen hinter dem Flugloche hintangehalten sind und eine ruhige Arbeit herbeigeführt wird.
Dieses bewegliche Schutzbrett 5 nimmt den grössten Teil des aus dem Innern des Bienenkorbes herabfallenden Schmutzes, sowie eine grosse Anzahl von toten Bienen, Würmern usw. auf und kann nach Abheben des Zusatzkastens durch Herausziehen des Schutzbrettes 5 sehr leicht eine Reinigung des Unterkastens vorgenommen werden, ohne dass hiebei der Bienenkorb abgehoben und das Volk in demselben hiedurch beunruhigt wird.
Wird der Zusatzkasten nach der Honigernte abgenommen, so wird die frei gewordene seitliche
EMI2.2
Nahrungsmangel die Bienen im Unterkasten mit flüssigem Futter versorgt werden können.
Diese Art der Fütterung im Unterkasten schützt auch die Bienen im Winter vor Verkühlung und Ruhrerkrankungen, indem ein Abheben des Bienenkorbes nicht erforderlich ist.
Der Zusatzkasten ist noch mit einem Schaufenster 9 (Fig. 4 und 6) versehen. um den Stand der Honigeintragung beobachten zu können. Er kann nach verschiedenen Systemen je nach Vorliebe des Imkers als Breitwabenstock, Wener-Vereinsständer, für Kalt-oder Warmbau usw. ausgeführt werden, und können die Rahmen auch entweder von oben oder von der Seite eingeführt werden.
Durch die Anordnung des Zusatzkastens ist es auch leicht möglich, falls das Volk im Bienenkorbe ohne Königin also weisellos wäre, einen neuen Weisel durch die Öffnung 11 (Fig. 5) einzuführen, wodurhe die Sterblichkeit des Volkes herabgemindert wird und grosse und starke Völker gezüchtet werden können.
EMI2.3
Volk zu Grunde gerichtet oder weisellos bzw. der Weisel verletzt wird.
Die Honigentnahme aus dem Zusatzkasten erfolgt vollkommen gefahrlos und sind Rauchapparate und Bienenhauben für den Imker hiebei vollkommen entbehrlich.
Mit Hilfe dieses Zusatzkastens kann auch eine Vereinigung von Volkern leichter vor sieh gehen, indem dieselbe nach der ersten Trennung im Bienenkorbe und Zusatzkasten, nach einigen Tagen schon leicht erfolgt, ohne dass die sonst üblichen Kämpfe vorhergehen müssen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Aus Bienenko. rb und angeschlossenem, unmittelbar zugänglichem Zusatzkasten bestehende Bienenwohnung, gekennzeichnet durch einen Unterkasten. der sowohl mit dem aufgesetzten Bienenkorbe, als auch mit dem in horizontaler Richtung angeschlossenen, als Honigraum dienenden Zusatzkasten in unmittelbarer Verbindung steht und beiden als Vorraum dient.
EMI2.4