AT99393B - Vorrichtung zum Regeln der Belastung bei Elektrodampferzeugern. - Google Patents

Vorrichtung zum Regeln der Belastung bei Elektrodampferzeugern.

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Hans Maehr
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  Vorrichtung zum Regeln der Belastung bei   Elektrodampferzetigerit.   



   Es ist bereits bekannt, die elektrische Belastung bei Elektrodampferzeugern mit feststehenden Elektroden durch Veränderung oder Erhaltung des Wasserstandes zu regeln. Eine Einrichtung hiezu ist im Patente Nr. 94544 beschrieben, die jedoch erfahrungsgemäss insoferne Mängel aufweist, als die Kontakte, die den Strom für die Magnetspule des Ventils zu öffnen und zu schliessen haben, ab und zu zusammenschweissen oder die Belastungsschwankungen nicht immer ausreichen, um ein zur Abhebung der Kontakte ausreichend kräftiges Herausziehen des Eisenkernes durch die Regulierfeder zu bewirken. 



  Dies hat aber zur Folge, dass der Kessel so lange sich entleert, bis die Stromverbindung ganz aufgehoben ist. Im Falle als die Anlage aber längere Zeit ohne Aufsicht ist, kann diese Kontaktverbindung so lange dauern, bis die Magnete verbrannt, mindestens aber der Gefahr des Verbrennens ausgesetzt sind. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine Verbesserung der erwähnten Einrichtung dahin, die jeweils erforderliche Betätigung des Wasserablassventils sicherzustellen, u. zw. in der Weise, dass die Spindel des Wasserablassventils unter der Einwirkung   e : ner   Klinke steht, deren Einstellung von den Bewegungen des Kernes   e : nes   bei Belastungsschwankungen verschieden stark erregten Solenoides abhängt und auf die je nach ihrer Einstellung ein von den Betriebsverhältnissen unabhängige, regelmässige und einregelbare Schwingungen ausführender Anschlag einen auf das Ventil rückwirkenden Impuls ausübt 
 EMI1.1 
 
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweiser Ausführung angedeutet. 



   Die Vorrichtung besteht aus einer kleinen Wasserkraftmaschine, deren Laufrad a durch einen Teil des dem Kessel b durch eine Speiseleitung c zugeführten Wassers, durch eine Zweigleitung   d   und die   Düseebeaufschlagtwird. AufderWellederWasserkraftmaschineisteineineinSchneckenradggreifende   Schnecke t befestigt. Das Schneckenrad g setzt einen mit einer Nase i versehenen Balken i mittels einer Kurbelstange   h   in hin und her gehende Bewegung.

   Die Spindel k des Wasserablassventils   t   ist durch einen Lenker m mit dem einen, durch ein Ausgleichsgewicht n beschwerten Arm o eines um den Zapfen p 
 EMI1.2 
 anderseits unter dem Einfluss des auf den andern Arm wirkenden Gewichts des aus einem Solenoid t herausragenden Kernes u sich in seiner Lage befindet, in der die hin und her gehende Nase i am Absatz s angreift oder an ihm ohne Einwirkung vorbeigeht. Auf den Kern   u   wirkt weiters eine Feder v, deren Spannung durch eine Gewindespindel   w   regelbar ist. Das Solenoid t wird von dem ein Ampèremeter   x     durchfliessenden   Sekundärstrom eines Stromwandlers y erregt.

   Die geringste Änderung, die entweder durch Schwankungen der elektrischen Belastung unbeabsichtigt oder durch Verstellung der Gewindespindel   w   beabsichtigt in der Einstellung des Kernes   u   des Solenoids herbeigeführt wird, wirkt auf die Stellung der Klinke   r   ein, die entweder von dem von den Betriebsverhältnissen unabhängig und gleichmässig schwingenden Anschlag s mitgenommen wird oder in ihrer Ruhestellung verbleibt, je nachdem der Kern u mehr oder weniger in das Solenoid hineingezogen wird.

   Dadurch wird also die Ventilspindel gehoben und wieder gesenkt oder in Ruhe belassen und dieser Vorgang wiederholt sich so lange, bis die elektrische Belastung gleichbleibend erhalten ist, wobei durch Verstellen der Gewindespindel   w   bei beliebiger Belastung die genaue Einhaltung des entsprechenden Wasserstandes im Kessel erzielt werden kann. Die Schwingungsdauer der Nase i kann durch einen in die Zweigleitung eingebauten Regelhahn   r,   beliebig eingestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zum Regeln der Belastung bei Elektrodampferzeugern, dadurch gekennzeichnet, dass die Spindel des Wasserablassventils unter der Einwirkung einer Klinke (r) steht, deren Stellung von den Bewegungen des Kernes (u) eines bei Belastungsschwankungen verschieden stark erregten Solenoids abhängt und auf die je nach ihrer Stellung ein von den Betriebsverhältnissen unabhängige Schwingungen ausführender Anschlag (j) einen auf das Ventil rückwirkenden Impuls ausübt oder einen solchen unterlässt.
    2. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Belastungsschwankungen abhängigen Bewegungen des Solenoidkernes (u) durch eine die Einwirkung des Kernes auf die Klinkeneinstellung mitbestimmende, in ihrer Spannung regelbare Feder (v) beeinflusst werden.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinke (r) wagebalkenartig schwingbar an einem die Ventilspindel betätigenden Hebel (o, p, q) gelagert ist und einerseits durch Übergewicht, anderseits durch den am entgegengesetzten Klinkenende aufruhenden Solenoidkern (-it) in Bezug auf den schwingenden Anschlag (j) eingestellt wird.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingungen des auf die Klinke (r) wirkenden Anschlages (j) von einer mit dem Kesselspeisewasser beaufschlagten, vom Kesselwasserstand und den Betriebsverhältnissen unabhängigen Wasserkraftmaschine (a) mit regelbarer Drehzahl erzeugt werden.
AT99393D 1924-05-06 1924-05-06 Vorrichtung zum Regeln der Belastung bei Elektrodampferzeugern. AT99393B (de)

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