AT99905B - Verfahren zur Herstellung eines eisenhaltigen Wolframglühfadens für elektrische Glühlampen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines eisenhaltigen Wolframglühfadens für elektrische Glühlampen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines eisenhaltigen Wolframglühfadens für elektrische
Glühlampen. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung   eines eisenhaltigen Wolframglühfadens   und bezweckt die bei der schon vorgeschlagenen Herstellung   von'Glühfäden aus einer Eisenwolframlegierung   auftretenden Schwierigkeiten, die hauptsächlich in der schwierigen Bearbeitung der Legierung ihren Grund haben,   zu beseitigen.'.''   
 EMI1.1 
 zur Ausführung der Erfindung geeigneten Anlage und Fig. 2 einen vergrösserten Querschnitt des nach der
Erfindung erzeugten Drahtes. 



   Ein duktil gemachter, durch mechanische Bearbeitung bereiteter   Wolframglühiaden oder   äusserst feiner Wolframdraht, der mit Eisen legiert werden soll, wird zunächst von allen oberflächlichen Ver- unreinigungen wie Fett und Russ gereinigt, indem man ihn, mit einer   schützenden Hülle   umgeben, auf eine Temperatur von etwa   1000-1300  C,   am   zweckmässigsten ungefähr, 1200  C   erhitzt. Wie Fig. 1 zeigt, geht der Draht 1 von der Vorratsrolle 2 über die elektrischen Kontaktrolle 3,4 durch einen Behälter 5 in welchen durch die Leitung 6 ein schützendes Gas, z. B. Wasserstoff eingeführt wird. Die Leitungen 7, 8 versorgen die   Kontaktrollen   3, 4 mit einem durch den Draht 1 fliessenden Heizstrom. 



   Der gereinigte Draht gelangt in einen passenden Elektrolyten, der beispielsweise aus 260 Gewichtsteilen Eisenchlorid oder   Eisenainmoniumsulphat   auf 1000 Gewichtsteile Wasser besteht und dem man noch 50 Teile Magnesiumsulphat und 5 Teile Natriumbikarbonat zusetzen kann. Der Draht 1 läuft als
Kathode langsam über die am Träger 11 durch Stützen befestigten Rollen 9, 10 und ist an die von einer
Gleichstromquelle kommende Leitung 12 angeschlossen ; an die positive Leitung 14 ist die Anode 13 aus Eisen, Kohle od. dgl. angeschlossen. Die Stromdichte soll etwa 0. 003 Ampere auf den Quadrat- zentimeter Oberfläche betragen. Der mit Eisen überzogene Faden geht über die Rolle 15 im Gefäss 16 mit reinem Wasser, wird getrocknet und schliesslich auf die Rolle 17 gewickelt, die ein Motor 18 mittels eines die Ganggeschwindigkeit herabsetzenden Getriebes 19 dreht.

   Der überzogene Draht ist biegsam und rauh. 



   Wie Fig. 2 zeigt, bildet der Eisenüberzug 20 auf dem Kern 21 einen im Verhältnis zur Gesamtmasse des Drahtes sehr kleinen Teil. Beim Erhitzen des so mit Eisen überzogenen Wolframfadens dringt, wie
Untersuchungen gezeigt haben, das Eisen gleichmässig in das Wolfram und legiert sich damit. Die Wider- standskurven der entstandenen Legierung entsprechen jenen eines homogenen Gemisches derselben
Zusammensetzung. 



   Die geringe Dicke eines Metallfaden begünstigt dieses Ergebnis. Wider alle Erwartung erfordert das Legieren bei vorliegendem Verfahren wesentlich kürzere Zeit als die Herstellung legierter Drähte u. dgl. nach Methoden, bei welchen das zu legierende Metall mit dem schwer schmelzbaren in fein verteiltem
Zustand gemischt wird. 

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   Die Legierung von Wolfram und Eisen wird durch Erhitzen des zusammengesetzten Drahtes auf eine Temperatur von mindestens   15000 C   erzielt. Die legierten Fäden oder Drähte werden mit Vorteil vor Erzeugung von Lampen verwendet. Die Wolframfäden mit dem Eisenüberzug können in eine Lampe eingesetzt werden, die dann ausgepumpt und zugeschmolzen wird. Nimmt man die Lampe in Gebrauch, so verursacht die Erhitzung der Fäden auf die zum Betrieb notwendige Temperatur oder auch auf eine geringere Temperatur die Legierung des Eisenmantels und des Wolframkernes. Z. B. wurden durch fünf Minuten langes Erhitzen eines Fadens von   0'lmm Durchmesser   auf etwa   1600  günstige   Resultate erhalten. Die entstandenen Fäden sind in Lampen mit niederem Wattverbrauch ohne Schwärzung verwendbar.

   In jedem Fall darf die Erhitzung nicht so weit getrieben werden, dass das Eisen vollständig verdampft.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH :- Verfahren zur Herstellung eines eisenhaltigen Wolframglühfadens für elektrische Glühlampen, dadurch gekennzeichnet, dass auf einen Wolframglühfaden ein Eisenüberzug elektrolytisch aufgebracht und dann das Eisen und Wolfram miteinander durch Erhitzung des Fadens auf eine Temperatur legiert werden, die der Betriebstemperatur der Lampe nahekommt aber nicht so hoch ist, dass das Eisen vollständig verdampft. EMI2.1
AT99905D 1921-09-29 1921-09-29 Verfahren zur Herstellung eines eisenhaltigen Wolframglühfadens für elektrische Glühlampen. AT99905B (de)

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