BE1018955A5 - Ventil fur einen behalter zur abgabe von unter druck stehendem fluid. - Google Patents

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BE1018955A5 BE2009/0627A BE200900627A BE1018955A5 BE 1018955 A5 BE1018955 A5 BE 1018955A5 BE 2009/0627 A BE2009/0627 A BE 2009/0627A BE 200900627 A BE200900627 A BE 200900627A BE 1018955 A5 BE1018955 A5 BE 1018955A5
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Ventil für einen Behälter zur Abgabe von Druck stehendem Fluid mit einem Ventilkörper (12), der einem Behälterdeckel (14) befestigbar ist, mit einem Verschlussteil (16), welches in einem Ventilkörper(12) vorgesehenen Durchlass (17) angeordnet ist, mit einem an dem Verschlussteil (16) angeordneten Dichtung, welche zumindest aus einer scheibenförmigen Dichtlippe (24) ausgebildet ist und die in einer Schliebposition (21) das Verschlussteil (16) zum Ventilkörper (12) an einem Ventilsitz (22) am Durchlas (17) anlegt und mit Haltemitteln (18), durch die das Verschlussteil (16) im Ventilkörper (12) verschiebbar angeordnet und in einer Ruhelage in einer Schliebposition (21) gehalten ist, wobei der zumindest einen Dichtlippe (24) stromauf zur Ausströmrichtung des Fluides zumindest eine Verschleibsicherungseinrichtung (28) zugeordnet ist.

Description

Ventil für einen Behälter zur Abgabe von unter Druck stehendem Fluid
Die Erfindung betrifft ein Ventil für einen Behälter zur Abgabe von unter Druck stehendem Fluid gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der EP 0 350 779 B1 ist ein solches Ventil bekannt. Dieses Ventil· umfasst einen Ventilkörper, der an einem Behäiterdecke! befestigbar ist. Der Behälterdeckel wird an einem Behälter, zumeist an einer Dose, befestigt. Der Ventilkörper nimmt ein Verschlussteil auf, welches in einem Durchlass des Ventilkörpers, angeordnet ist. An dem Verschlussteil ist eine Dichtung angeordnet, welche zumindest aus einer scheibenförmigen Dichtlippe besteht. In einer Schließposition des Verschlussteils liegt die Dichtung an einem Ventilsitz im Durchlass des Ventilkörpers an und schließt den Durchlass. An dem Ventilkörper greifen Haltemittel an, die das Verschlussteil in dem Ventilkörper verschiebbar anordnen und in einer nicht betätigten Position in einer Schiießposition halten. Ebenso ist ein solches Ventil aus der US 6,371,338 B1 bekannt.
Solche Ventile werden beispielsweise in Aerosoldosen eingesetzt, welche ein nach dem Ausbringen selbst aushärtendes Medium aufnehmen. Dabei werden zumeist Polyurethanschäume und Kleber aufbewahrt und ausgetragen. Diese Polyurethanschäume sind feuchtigkeitsempfindlich und härten selbst bei normalen atmosphärischen Bedingungen durch die vorhandene Luftfeuchtigkeit aus. Beim Austragen von einem solchen Fluid, insbesondere wenn ein Behälter in einem Durchgang nicht vollständig entleert wird, tritt eine Öffnungs- und Schließbewegung des Ventilkörpers auf. Durch die Aushärteeigenschaft des Fluides erfolgt ein Aushärten des Fluids, beispielsweise im Bereich zwischen einer Dichtlippe und einem Stempelabschnitt des Ventilkörpers, wodurch harte zumindest teilweise ringförmige Aushärtungen entstehen. Beim erneuten Öffnen und Schließen des Ventils zum weiteren gewünschten Austragen von Fluid kann die entstandene- zumindest teilweise ringförmige Aushärtung sich ganz oder teilweise lösen und beim nachfolgenden Schließen zwischen den Ventilsitz und die Dichtung beziehungsweise zur zumindest einen Dichtlippe gelangen.
Dadurch können Beschädigungen am Ventilsitz und/oder an der Dichtlippe entstehen, so dass ein vollständiges Schließen nicht mehr gewährleistet ist. Dadurch kann entweder ein unter Druck stehendes Fluid weiterhin austreten oder aufgrund des nicht abgeschlossenen Ventils ein Lufteintritt in das Behälterinnere erfolgen und ein Aushärten des Fluides im Behälter bewirken.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Ventil für einen Behälter zur Abgabe von unter Druck stehendem Fluid zu schaffen, welches ein sicheres Öffnen und Schließen bei mehrmaligem Gebrauch, insbesondere bei einem längeren Zeitraum des Nichtgebrauchs, ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den weiteren Ansprüchen angegeben.
Durch die Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Ventils mit einer Verschleißsicherungseinrichtung, welche zumindest eine Rückhaltelippe mit Verankerungselementen und dazwischen angeordnete Aussparungen, welche stromauf zur Ausströmrichtung des Fluides der zumindest einen Dichtlippe angeordnet ist, wird ermöglicht, dass zumindest eine gegebenenfalls sich gebildete zumindest teilweise ringförmige oder anderweitig ausgebildete Aushärtung während der öffnungs- und Schließbewegung des Verschlussteils zum weiteren Austragen des Fluides sicher mitgeführt werden kann, ohne dass die Aushärtung sich von dem Verschlussteil löst. Dadurch wird sichergestellt, dass sowohl der Ventilsitz als auch die Dichtlippe nach mehrmaligem Gebrauch eine vollflächige Anlage zueinander aufweisen, um ein vollständiges Abdichten des Ventils sicherzustellen. Durch die gesicherte Aufnahme und Mitführung der zumindest einen ausgebildeten Aushärtung am Verschlussteil wird auch vermieden, dass die zumindest eine Aushärtung oder Teile der zumindest einen Aushärtung sich von dem Verschlussteil lösen und die Öffnungs- und Schließbewegung behindern oder die Dichtflächen am Ventilsitz und/oder an der Dichtlippe beschädigen können.
Durch diese Aussparungen beziehungsweise die die Aussparungen begrenzenden Verankerungselemente, die sich radial nach außen erstrecken, wird ermöglicht, dass ein sich aushärtendes Fluid an den Verankerungselementen verankert beziehungsweise diese zumindest teilweise umgibt, wodurch sich eine zumindest formschlüssige Verbindung zwischen der sich bildenden Aushärtung und den Verankerungselementen ausbildet. Dadurch kann bei einer Öffnungs- und Schließbewegung durch die zumindest formschlüssige Verbindung die Aushärtung mitbewegt werden und der Durchlass zum Ausströmen des Fluides durch zumindest Teile der Aushärtung nicht gestört werden.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Rückhaltelippe mit Abstand zur Bildung eines Zwischenraumes zur zumindest einen Dichtlippe angeordnet ist. Die insbesondere scheibenförmige Ausgestaltung des Rückhalteelementes ermöglicht eine einfache und konstruktive Ausgestaltung. Gleichzeitig wird durch die Schaffung des Zwischenraumes ermöglicht, dass eine Aushärtung sich in diesem Zwischenraum ausbilden kann und eine gesicherte Verankerung auch durch die Anordnung in dem Zwischenraum ermöglicht.
Die Verankerungselemente beziehungsweise die dazwischen liegenden Aussparungen sind bevorzugt im gleichmäßigen Abstand zueinander über den Umfang verteilt an der Rückhaltelippe angeordnet. Dadurch sind einfache geometrische Ausgestaltungen gegeben, die eine sichere Aufnahme der Aushärtung ermöglichen.
Nach einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Aussparungen U-förmig oder rechteckförmig ausgebildet sind, wobei insbesondere alle U-förmigen oder rechteckförmigen Aussparungen bezüglich deren parallelen Schenkel gleich ausgerichtet sind. Dadurch kann ebenfalls in Umfangsrichtung gesehen wiederum zu dem jeweiligen benachbarten Bereich eine Hin-tersphneidung ausgebildet sein, um eine sichere und formschlüssige Aufnahme der Aushärtung zu ermöglichen.
Eine besonders konstruktive Ausgestaltung sieht vor, dass die Rückhaltelippe einen Außenumfang aufweist, der vorzugsweise gleich groß o-der kleiner als die zumindest eine Dichtungslippe ausgebildet ist. Dadurch wird ermöglicht, dass die Rückhaltelippe nicht an dem Ventilsitz angreift und die Dichtlippe unbeeinflusst in dem Ventilsitz zur Anlage und zur Verformung gelangen kann.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Stempelabschnitt des Verschlussteils, der benachbart zur Rückhaltelippe und der Dichtlippe gegenüberliegend zur Rückhaltelippe angeordnet ist, einen Außenumfang aufweist, der gleich oder kleiner als der Außenumfang der Rückhaltelippe ausgebildet ist. Dadurch kann der Vorteil erzielt werden, dass bei einer Öffnungsbewegung eine sich geringfügig um den Stempelabschnitt zumindest teilweise gebildete Aushärtung durch die im Umfang darüber hinaus hervorstehende Rückhaltelippe sicher in Richtung auf das Behälterinnere zurückgeführt werden kann.
Die Dicke der scheibenförmigen Rückhaltelippe ist bevorzugt gleich oder kleiner als die Dicke der Dichtlippe ausgebildet. Dadurch wird ermöglicht, dass die Rückhaltelippe in Abhängigkeit der Verformung der Dichtlippe durch die Schließposition im Ventilsitz gegebenenfalls zumindest geringfügig mit verformt werden kann, ohne dass die Schließposition der Dichtlippe im Ventilsitz beeinflusst wäre.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Abstand zwischen der Dichtlippe und der Rückhaltelippe und/oder die Breite der scheibenförmigen Dichtlippe zur scheibenförmigen Rückhaltelippe und/oder die Dicke der Dichtlippe im Vergleich zur Rückhaltelippe derart ausgebildet ist, dass die Dichtlippe im Ventilsitz verformbar ist und eine zur Rückhaltelippe weisende äußere Stirnkante an der Rückhaltelippe aufliegt oder mit geringem Abstand dazu anordenbar ist. Diese Ausgestaltung weist den Vorteil auf, dass in dem zwischen der Dichtlippe und der Rückhaltelippe gebildeten Zwischenraum eine Hinterschneidung ausgebildet wird, um die Aushärtung sicher aufzunehmen.
Eine analoge Anordnung ist bevorzugt für die Rückhaltelippe im Verhältnis zum Stempelabschnitt am Verschlussteil vorgesehen. Dadurch wird vorteilhafterweise erzielt, dass ein Zwischenraum zwischen dem Stempelabschnitt und der Rückhaltelippe ebenfalls als Hinterschneidung wirkt und somit eine sichere Aufnahme der zumindest einen Aushärtung aufnimmt. Darüber hinaus ist aufgrund der Aussparungen zwischen den Verankerungselementen ermöglicht, dass die im Zwischenraum zwischen der Rückhaltelippe und Dichtlippe als auch die zwischen dem Stempelabschnitt und der Rückhaltelippe gebildete Aushärtung stegförmige Verbindungsabschnitte zueinander aufweisen, so dass der gesamte an die Dichtlippe sich anschließende Bereich, der der Gefahr der Bildung von zumindest einer Aushärtung unterliegt, durch Stege miteinander und durch Hinterschneidungen zum Ventilkörper zumindest durch Formschluss fixiert ist.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Rückhaltelippe in einer Schließposition des Verschlussteils getrennt zum Ventilsitz und vorzugsweise mit einem Abstand zu einer das Verschlussteil umgebenden Mantelfläche des Durchlasses angeordnet ist. Dadurch wird ermöglicht, dass bei einer Öffnungsbewegung ein sofortiges Abheben vom Durchlass der gegebenenfalls an der Rückhaltelippe vorgesehenen Aushärtung erfolgt. Dadurch wird vermieden, dass die Aushärtungen zerbrechen und Beschädigungen am Ventil hervorrufen können.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die zumindest eine Rückhaltelippe einstückig an dem Verschlussteil angeformt ist. Dadurch kann in einfacher Weise ein Spritzgussteil hergestellt werden.
Alternativ kann vorgesehen sein, dass die zumindest eine Rückhaltelippe durch einen absetzbaren Ring ausgebildet ist. Dadurch kann eine höhere Flexibilität in der Ausgestaltung des Ringes erzielt werden.
Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben werden im Folgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Beispiele näher beschrieben und erläutert. Die der Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmenden Merkmale können einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfmdungsgemäß angewandt werden. Es zeigen:
Figur 1a eine schematische Schnittdarstellung eines Ventils in einer Schließposition,
Figur 1b eine schematisch vergrößerte Detailansicht der Schließposition,
Figur 2a eine schematische Schnittdarstellung eines Ventils in einer Öffnungsposition,
Figur 2b eine schematisch vergrößerte Detailansicht der Öffnungsposition,
Figur 3a eine schematische Seitenansicht eines Verschlussteils vom Ventil,
Figur 3b eine schematische Schnittdarstellung des Verschlussteils entlang der Linie A-A in Figur 3a,
Figur 4 eine perspektivische Teilansicht des Verschlussteils mit daran angeordneten Aushärtungen und
Figur 5 ein schematischer Teilschnitt des Verschlussteils gemäß Figur 4.
In Figur 1a ist eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Ventils 11 dargestellt. Ein solches Ventil 11 umfasst einen Ventilkörper 12, an welchem ein Behälterdeckel 14 eines nicht näher dargestellten Behälters anordenbar oder einteilig ausgebildet oder fest mit dem Ventilkörper verbunden ist. In einem solchen Behälter sind bevorzugt unter Druck stehende Fluide vorgesehen. Insbesondere werden mit Druckluft beaufschlagte oder mit Treibgas versehene Fluide zum Austragen in dem Behälter aufbewahrt. Bevorzugt werden selbsthärtende Polyurethanschäume, hochaktive Polyurethanschäume und Kleber als Fluide eingesetzt.
Der Ventilkörper 12 nimmt ein Verschlussteil 16 in einem Durchlass 17 auf. An dem Ventilkörper 12 greift ein Haltemittel 18, vorzugsweise eine federartige Klammer, an, welche das Verschlussteil 16 in einer Ruhelage in einer Schließposition 21 zum Ventilsitz 22 am Ventilkörper 12 positioniert. An dem Verschlussteil 16 als Dichtung ist eine Dichtlippe 24 vorgesehen. Alternativ können auch mehrere Dichtlippen 24 oder anderweitig ausgestaltete Dichtabschnitte vorgesehen sein, die in einer Schließposition 21 an dem Ventilsitz 22 zur Anlage kommen und den Durchlass 17 fluiddicht schließen.
Der Ventilkörper 12 weist des Weiteren einen zylinderförmigen Rohrabschnitt 26 auf, in dem das Verschlussteil 16 längsverschieblich geführt ist. An einer Außenseite des rohrförmigen Zylinderabschnitts 26 sind umlaufende scheibenförmige Abschnitte 27 vorgesehen, die beim Aufsetzen einer nicht näher dargestellten Spritzeinrichtung oder dergleichen die Anschlussstelle abdichten.
Das Verschlussteil 16 weist zur Ausströmrichtung des Fluides eine Verschleißsicherungseinrichtung 28 auf, die bevorzugt als zumindest eine Rückhaltelippe 29 ausgebildet ist. Diese Rückhaltelippe 29 ist zwischen der Dichtlippe 24 und einem Stempelabschnitt 31 des Verschlussteils 16 angeordnet.
In einer Schließposition 21 wird die Dichtlippe 24 aufgrund der Schließkraft über das Haltemittel 18 verformt beziehungsweise leicht umgebogen, so dass diese auf die Rückhaltelippe 29 zuweist und vollständig abdichtend am Ventilsitz 22 anliegt.
In Figur 1b ist vergrößert diese Schließposition 21 des Verschlussteils 16 zum Ventilkörper 12 dargestellt. In Abhängigkeit eines Abstandes zwischen der Dichtlippe 24 und der Rückhaltelippe 29, der Breite des scheibenförmigen Abschnittes der Dichtlippe 24 und/oder der Dicke und somit der Stärke der Dichtlippe 24 wird sowohl der Grad der Verformung beziehungsweise der Biegung der Dichtlippe 24 als auch eine daraus resultierenden Biegung der Rückhaltelippe 29 bestimmt.
Die vorzugsweise scheibenförmig ausgebildete Rückhaltelippe 29 weist zwischen Aussparungen 32 Verankerungselemente 33 auf, deren Ausgestaltung nachfolgend anhand der Figuren 3a und 3b sowie den Figuren 4 und 5 näher erläutert wird.
Die Verschleißsicherungseinrichtung 28 kann alternativ zur Ausgestaltung einer Rückhaltelippe 29 auch durch beispielsweise stiftförmige Elemente ausgebildet sein, welche sich radial nach außen erstrecken. Diese stiftförmigen Elemente können ebenso biegsam beziehungsweise verformbar sein, so dass diese eine analoge Anordnung oder Biegung wie die Verankerungselemente der Rückhaltelippe einnehmen können.
Des Weiteren kann alternativ vorgesehen sein, dass anstelle der stiftförmigen Elemente hülsenförmige Elemente ausgebildet werden, so dass ein Teil des Fluides, welches aushärtet, im Inneren der Hülse sich verankern kann.
Weiterhin kann alternativ vorgesehen sein, dass anstelle einer scheibenförmigen Rückhaltelippe eine Verschleißsicherungseinrichtung 28 ausgebildet ist, welche einen umlaufenden Ringabschnitt aufweist, der wellenförmig oder zickzack-förmig ausgebildet ist. Dieser Ringabschnitt kann mit und ohne Aussparungen 32 ausgebildet sein. Dadurch kann wiederum ermöglicht werden, dass die Dichtlippe 24 auf die Verschleißsicherungseinrichtung 28 in Form des umlaufenden Ringes zubewegbar ist, um Hinterschneidungsbereiche für die sichere Aufnahme der zumindest einen Aushärtung 37 zu bilden.
In Figur 2a ist eine Öffnungsposition 35 des Verschlussteils 16 zum Ventilkörper 12 dargestellt. Figur 2b zeigt eine schematisch vergrößerte Ansicht der Öffnungsposition 35. Die Dichtlippe 24 bleibt aufgrund der Materialeigenschaften des bevorzugt aus Kunststoff ausgebildeten Verschlussteils 16 in einer zum Stempelabschnitt 31 geneigten oder gebogenen Kontur, die durch die Schließkraft des Haltemittels 18 der Dichtlippe 24 aufgezwungen wird. Während einer Öffnungsposition 35 erfolgt nur eine geringfügige Aufstellung der Dichtlippe 24. Bei einer flexiblen Ausgestaltung der Dichtlippe 24 kann diese in eine radial nach außen stehende Position übergehen und in einer Ebene senkrecht zur Längsachse des Verschlussteils 16 liegen.
In Figur 3a ist eine schematische Seitenansicht des Verschlussteils 16 mit einer Rückhaltelippe 29 als Verschleißsicherungseinrichtung 28 dargestellt. Figur 3b zeigt eine Schnittdarstellung entlang der Linie A-A gemäß Figur 3a. Aus dieser Schnittdarstellung geht insbesondere die Anordnung der Verankerungselemente 33 hervor, die durch die benachbart dazu angeordneten Aussparungen 32 ausgebildet sind. Bei dem in Figur 3b dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Aussparungen quadratisch beziehungsweise rechteckförmig ausgebildet. Dadurch bilden sich an jedem Verankerungselement 33 in radialer Sicht betrachtet Hinterschneidungen aus. Dadurch kann in radialer Richtung eine formschlüssige Verankerung oder Verhakung mit einem Fluid erfolgen, welches im
Bereich zwischen der Dichtlippe 24 und dem Stempelabschnitt 31 aushärtet und zu einer Art ringförmigen oder zumindest teilweise ringförmigen Aushärtung führt.
In Figur 4 ist eine solche Aushärtung 37 des Fluides näher dargestellt. Figur 5 zeigt eine Schnittdarstellung der perspektivischen Ansicht in Figur 4, wobei die Schnittlinie in Figur 4 innerhalb einer Aussparung 32 liegt.
Aufgrund der Verformung der Dichtlippe 24 wird in einem Zwischenraum 38 zwischen der Dichtlippe 24 und der Rückhaltelippe 29 eine Hinterschneidung gebildet, in der die darin angeordnete Aushärtung 37 gegen selbständiges Lösen formschlüssig gefangen ist. Eine analoge Anordnung kann in einem Zwischenraum 39 zwischen der Rückhaltelippe 29 und dem Stempelabschnitt 31 vorgesehen sein, sofern die Dichtlippe 24 auf die Rückhaltelippe 29 einwirkt, so dass diese zumindest teilweise auf den Stempelabschnitt 31 zugeneigt ist.
In einer alternativen nicht dargestellten Ausführungsform kann auch vorgesehen sein, dass die Rückhaltelippe 29 sich geradlinig radial nach außen erstreckt. Aufgrund des sich gebildeten Zwischenraumes 39 wird alleine schon ermöglicht, dass eine Aushärtung 37, die sich zumeist ringförmig in dem Zwischenraum 39 erstreckt, selbständig zur Verschleißsicherungseinrichtung 28 beziehungsweise zur Rückhaltelippe 29 hält. Sofern die Rückhaltelippe 29 sich mit deren Verankerungselementen 33 geradlinig radial nach außen erstreckt, kann zusätzlich eine Sicherung der Aushärtung 37 im Zwischenraum 39 dadurch gegeben sein, dass die Aussparungen 32 die Ausgestaltung von stegförmigen Aushärtungen ermöglichen, die sich von dem Zwischenraum 38 in den Zwischenraum 39 beziehungsweise umgekehrt erstrecken. Somit ist die Aushärtung 37 im Zwischenraum 39 über die stegförmigen Aushärtungsabschnitte zur Aushärtung im Zwischenraum 38 gesichert.
Die in Figur 5 vergrößert dargestellte Anordnung wird beispielsweise dadurch ermöglicht, dass der scheibenförmige Abschnitt der Dichtlippe 24 größer als derjenige der Rückhaltelippe 29 ausgebildet ist, so dass eine zur Rückhaltelippe 29 weisende Stirnkante 41 der Dichtlippe auf ein freies Ende der Verankerungselemente 33 der Rückhaltelippe 29 einwirkt, diese zumindest geringfügig verformt und auf den Stempelabschnitt 31 zuneigt, so dass der Zwischenraum 39 wieder eine Hinterschneidung umfasst.
Durch die Anordnung der zumindest einen Dichtlippe 24 und der zumindest einen Rückhaltelippe 29 zum Stempelabschnitt 31 kann des Weiteren ermöglicht werden, dass ringförmig umlaufende Aussteifungen, die sich im Randbereich der Dichtungslippe 24 beziehungsweise der Rückhaltelippe 29 bilden, e-benso in hinreichender Stärke und Steifigkeit ausgebildet werden können, so dass während der Öffnungs- und Schließbewegung des Verschlussteils 16 ein zumindest formschlüssiges Angreifen an der zumindest einen Rückhaltelippe gegeben ist.
Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung des Ventils 11 wird somit ermöglicht, dass trotz zumindest teilweise sich gebildeten Aushärtungen 37 am Verschlussteil 16 ein mehrmaliges öffnen und Schließen des Ventils 11 ermöglicht und ein sicheres Abdichten des Ventilsitzes 22 durch die zumindest eine Dichtlippe 24 sichergestellt ist.

Claims (12)

1. Ventil für einen Behälter zur Abgabe von unter Druck stehendem Fluid - mit einem Ventilkörper (12), der an einem Behälterdeckel (14) befestigbar ist, - mit einem Verschlussteil (16), welches in einem in dem Ventilkörper (12) vorgesehenen Durchlass (17) angeordnet ist, - mit einer an dem Verschlussteil (16) angeordneten Dichtung, welche « zumindest aus einer scheibenförmigen Dichtlippe (24) ausgebildet ist und in einer Schließposition (21) des Verschlussteils (16) zum Ventilkörper (12) an einem Ventilsitz (22) des Ventilkörpers (12) an dessen Durchlass (17) anliegt und - mit Haltemitteln (18), durch die das Verschlussteil (16) im Ventilkörper (12) verschiebbar angeordnet und in einer Ruhelage in einer Schließposition (21) gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, - dass der zumindest einen Dichtlippe (24) stromauf zur Ausströmrich-tung des Fluides zumindest eine Verschleißsicherungseinrichtung (28) zugeordnet ist, welche als zumindest eine Rückhaltelippe (29) ausgebildet ist und Verankerungselemente (33) mit dazwischen angeordneten Aussparungen (32) aufweist.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltelippe (29) mit Abstand zur zumindest einen Dichtlippe (24) zur Bildung eines Zwischenraumes (38) angeordnet ist.
3. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen (32) gleichmäßig über den Umfang verteilt in der scheibenförmigen Rückhaltelippe (29) angeordnet sind.
4. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen (32) der zumindest einen Rückhaltelippe (29) in der Geometrie voneinander abweichend ausgebildet sind und vorzugsweise eine U-förmige oder rechteckförmige Ausgestaltung aufweisen.
5. Ventil nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltelippe (29) einen Außenumfang aufweist, der vorzugsweise gleich groß oder kleiner als der Außenumfang der zumindest einen Dichtlippe (24) ausgebildet ist.
6. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stempelabschnitt des Verschlussteils (16), der benachbart zur Rückhaltelippe (29) und der Dichtlippe (24) gegenüberliegend zur Rückhaltelippe (29) angeordnet ist, einen Außenumfang aufweist, der gleich groß oder kleiner als der Außenumfang der Rückhaltelippe (29) ausgebildet ist.
7. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der scheibenförmigen Rückhaltelippe (29) gleich oder kleiner als die Dicke der Dichtungslippe (24) ausgebildet ist.
8. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Dichtlippe (24) und Rückhaltelippe (29) und/oder die Breite und/oder die Dicke der Dichtlippe (24) im Vergleich zur Rückhaltelippe (29) derart vorgesehen ist, dass die Dichtlippe (24) im Ventilsitz (22) durch den Ventilsitz (22) in einer Schließposition (21) verformbar ist und eine zur Rückhaltelippe (29) weisende äußere Stirnkante (41) an der Rückhaltelippe (29) aufliegt oder mit zumindest einer geringen Kraft auf der Rückhaltelippe (29) aufliegt.
9. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Rückhaltelippe (29) und dem Stempelabschnitt (31) und/oder die Breite und/oder die Dicke der Rückhaltelippe (29) zum Stempelabschnitt (31) derart vorgesehen ist, dass die Rückhaltelippe (29) durch die Dichtlippe (24) auf den Stempelabschnitt (31) zuweisend verformbar ist und auf einer Ringfläche des Stempelabschnitts (31) aufliegt oder mit geringem Abstand dazu angeordnet ist.
10. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltelippe (29) in einer Schließposition des Verschlussteils (16) getrennt vom Ventilsitz (22) angeordnet ist.
11. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Rückhaltelippe (29) einstückig an dem Ventilkörper (12) angeformt ist. ' ’
12. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Rückhaltelippe (29) durch einen absetzbaren Ring an dem Verschlussteil (16) ausgebildet ist.
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