BE1021636B1 - Erntevorrichtung zum aufnehmen von pflanzen - Google Patents
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Abstract
Emtevorrichtung zum Ernten und/oder Aufnehmen von Emtegut, mit wenigstens einer eine quer zur Fahrtrichtung (F) ausgerichteten Arbeitsbreite aufweisenden Aufnehmereinheit (2) zum Aufnehmen des Ernteguts, wobei die Aufnehmereinheit (2) mehrere wenigstens teilweise in vertikaler Richtung bewegbare, entlang der Arbeitsbreite angeordnete Aufnehmerelemente aufweist, wobei äußere Enden der bewegbaren Aufnehmerelemente im Betrieb Flüllkurven (5) ausbilden, wobei in Strömungsrichtung des Erntegutes hinter der Aufnehmereinheit (2) eine um eine Rotationsachse (13) rotierende Fördereinheit (3) zum Weiterfördern des aufgenommenen Erntegutes vorgesehen ist, die die Aufnahme bzw. den Einzug von Erntegut verbessert. Fördereinheit (3) wenigstens teilweise in Fahrtrichtung (F) über die Hüllkurven (5) der Aufnehmerelemente übersteht.
Description
"Erntevorrichtunq zum Aufnehmen von Pflanzen”
Die Erfindung betrifft eine Erntevorrichtung zum Ernten und/oder Aufnehmen von auf dem Feld befindlichen Erntegut bzw. Pflanzen oder Pflanzenteilen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
In der Landwirtschaft sind bereits seit Jahrzehnten so genannte "Pick-up" zum Aufnehmen von Erntegut wie Heu, Stroh, Silage, sog. „Energiepflanzen“ etc. im Einsatz. So sind nicht nur Ladewagen, Ballenpressen, sondern auch Feldhäcksler mit entsprechenden Pick-up-Vorsätzen ausgestattet.
Diese Pick-up's weisen eine Aufnehmenwalze auf, die zahlreiche, quer zur Fahrtrichtung angeordnete Zinken besitzt, die im Betrieb eine rotatorische Bewegung längs, entsprechender gesteuerter Bahnkurven durchführen. Hierbei ergreifen die Zinken das üblicherweise gemähte Erntegut und befördern dieses in vertikaler Richtung nach oben. Das so aufgenommene Erntegut wird zu einer Fördervorrichtung geleitet, die das Erntegut weiterfördert. Bei einem Ladewagen beispielsweise wird das Erntegut vielfach auch mit Hilfe eines Schneidwerks geschnitten bzw. gekürzt.
Bei einem Pick-up-Vorsatz für einen Feldhäcksler wird das aufgenommene Erntegut durch die Fördervorrichtung üblicherweise zur Mitte zu einem Einzugsschacht quergefördert. Das hierbei zentral gesammelte Erntegut wird über ein Schneid- bzw. Häckselwerk zerkleinert und gewöhnlich über einen Auswurfkanal einem separaten landwirtschaftlichen Transportfahrzeug zugeführt.
Gerade im Anwendungsfall Feldhäcksler wird vielfach durch immer größer werdende landwirtschaftliche Arbeitsgeräte eine große Erntegutmenge auf einen gemeinsamen Schwad zusammen abgelegt. So müssen derartige Feldhäcksler im Betrieb normale Schwade als auch zum Teil sehr große Schwade aufnehmen und verarbeiten. Es hat sich gezeigt, dass schwankende Erntegutmengen, die aufzunehmen sind, bisher zu einer ungleichmäßigen Weiterförderung bzw. Häcklserauslastung führen können.
Gerade bei besonders großen Erntegutmengen, die aufzunehmen sind, hat sich gezeigt, dass der Feldhäcklser bzw. der Ladewagen etc. nur eine vergleichsweise geringe Fahrgeschwindigkeit realisieren kann.
Da jedoch die Aufnahme des Erntegutes vom Feld durch die Förderzinken im
Wesentlichen vom Feld/Boden aus vertikal nach oben erfolgt und hierbei die Förderzinken sich anfangs entgegen der Fahrtrichtung bewegen, wird das Einziehen bzw. Erfassen des Ernteguts zum Teil durch die Fahrtrichtung bzw. die Fahrtgeschwindigkeit unterstützt und entsprechend weitergefördert. So ist die Aufnahme bzw. der Einzug des Ernteguts in gewissem Umfang auch von der Fahrgeschwindigkeit abhängig und bei geringen Fahrgeschwindigkeiten teilweise nicht optimal.
Aufgaben und Vorteile der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, die Aufnahme bzw. den Einzug von Erntegut mit einer landwirtschaftlichen Erntevorrichtung zu verbessern.
Diese Aufgabe wird, ausgehend von einer Erntevorrichtung der zuvor genannten Art, durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Durch die in den Unteransprüchen genannten Maßnahmen sind vorteilhafte Ausführungen und Weiterentwicklungen der Erfindung möglich.
Dementsprechend zeichnet sich eine erfindungsgemäße Erntevorrichtung dadurch aus, dass die Fördereinheit wenigstens teilweise in Fahrtrichtung über die Hüllkurven der Aufnehmerelemente übersteht.
Mit Hilfe einer derartigen Fördereinheit, die über die Hüllkurven der Aufnehmerelemente bzw. Zinken der Pick-up übersteht, wird das von diesen in vertikaler Richtung nach oben beförderte Erntegut in vorteilhafter Weise von der Fördereinheit erfassbar und kann hierdurch sehr gut weiterbefördert werden. So ist ein vorteilhafter betriebssicherer Einzug des Erntegutes auch bei besonders geringen Fahrgeschwindigkeiten realisierbar.
Im Gegensatz zur Erfindung wurde bislang die den Aufnahmeelementen bzw. Aufnahmezinken nachgeordnete Fördereinheit in Fahrtrichtung betrachtet hinter den vordersten Enden der Hüllkurven der Aufnahmeelemente angeordnet. Gemäß der Erfindung ist die Fördereinheit nunmehr in vertikaler Richtung eher über der Aufnehmereinheit bzw. den Aufnehmerelementen angeordnet. Beim Stand der Technik war die gegenseitige Ausrichtung in Fahrtrichtung betrachtet eher hintereinander angeordnet.
Durch die erfindungsgemäße über die Hüllkurven der Aufnahmeelemente überstehende Fördereinheit wird nunmehr das vertikal nach oben durch die Aufnehmerelemente beförderte Erntegut in vorteilhafter Weise erfasst und aufgrund der gegenläufigen Drehrichtungen von Aufnahmeelementen und Fördereinheit in vorteilhafter Weise eingezogen.
So ergibt sich gemäß der Erfindung im Zwischenbereich zwischen Aufnehmereinheit und Fördereinheit eine im Wesentlichen entgegen der Fahrtrichtung gerichtete Drehrichtung bzw. für das Erntegut eine (fast parallele) Förderrichtung der beiden Einheiten. Der hierdurch verbesserte Einzug bzw. das verbesserte Weiterfördern des aufgenommenen Erntegutes führt zu geringeren Belastungen bzw. Kräften auf diese Komponenten, was sich vorteilhaft auf die konstruktive Ausgestaltung und die Lebensdauer der entsprechenden Komponenten auswirkt.
Sowohl die Aufnehmerelemente der Aufnehmereinheit bilden Hüllkurven aus, die aufgrund der rotatorischen Bewegung generiert werden, als auch die Fördereinheit bzw. deren Förderelemente bilden (zweite) Hüllkurven bzw. Hüllkreise aus. Die Hüllkurven der Aufnehmerelemente und die (zweiten) Hüllkurven der Fördereinheit sind nunmehr gemäß der Erfindung derart zueinander angeordnet, dass sich an diese Kurven angelegte, virtuelle Tangenten gemäß der Erfindung in einem im Vergleich zum Stand der Technik kleineren Winkel zueinander ausrichten.
Die bewegbaren Aufnahmeelemente weisen vielfach Führungsbleche oder dergleichen auf, entlang denen das Erntegut geführt wird und zwischen denen die Förderzinken bewegt werden sowie in der rückwärtigen Bewegung vollständig eintauchen und im unteren Bereich in Bodennähe wieder austreten, so dass sie das Erntegut vom Boden entsprechend aufnehmen (im vorderen Bereich der Aufnehmereinheit). Diese Führungselemente bzw. Führungsbleche stehen ebenfalls gemäß der Erfindung in einem kleineren Winkel zur Fördereinheit als dies beim Stand der Technik der Fall war. Auch dies führt zu einer Verbesserung des Einzugs bzw. zu geringeren Beanspruchungen der vorhandenen Komponenten.
Vorteilhafterweise weist die Fördereinheit wenigstens eine Querfördervorrichtung zum längs der Rotationsachse bzw. zum quer zur Fahrtrichtung und insbesondere im Wesentlichen horizontal gerichteten Fördern von Erntegut auf. Vorzugsweise umfasst die Querfördervorrichtung wenigstens eine Transportschnecke.
Diese Querfördervorrichtung bzw. die Transportschnecke ermöglicht z.B. bei einem Feldhäcksler oder dergleichen ein vorteilhaftes Weiterfördern des Ernteguts zu einem gewöhnlich zentral angeordneten Sammelabschnitt bzw. Sammelkanal.' Beispielsweise weist die Fördereinheit zwei, gegeneinander gerichtete Förderschnecken bzw. eine rechtsdrehende und eine linksdrehende Förderschnecke auf, so dass das Erntegut beidseits des Sammelabschnittes zur Mitte in vorteilhafter Weise weiterbefördert wird.
In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung ist der größte Durchmesser der Hüllkurve der Förderschnecke der Fördereinheit mindestens um einen Faktor 1,5 größer als der größte Durchmesser der Hüllkurven der Aufnehmerelemente. Es hat sich gezeigt, dass hierdurch eine vorteilhafte Anordnung bzw. ein vorteilhaftes Verhältnis generiert wird, bei dem der Einzug des Ernteguts zwischen die Fördereinheit und die Aufnehmereinheit in besonders vorteilhafter Weise realisierbar ist. Selbst bei stark schwankenden Erntegutmengen wird hierdurch eine vergleichsweise gleichmäßige Verarbeitung bzw. ein gleichmäßiges Einziehen des Erntegutstromes realisierbar. Beispielsweise sind Durchmesser der Förderschnecke der Fördereinheit von ca. 900 mm von Vorteil. Bei einer derart groß dimensionierten Förderschnecke können bereits handelsübliche bzw. standardisierte
Aufnehmereinheiten bzw. Aufnehmerelemente verwendet werden, um das erfindungsgemäße Verhältnis bzw. den Faktor 1,5 zwischen dem Durchmesser der Förderschnecke und dem Durchmesser der Aufnehmerelemente zu realisieren.
Durch eine entsprechend große Förderschnecke kann auch eine vergleichsweise große Tiefe des Gewindegangs der Förderschnecke realisiert werden, so dass besonders große Erntegutmengen bearbeitbar sind. Hierdurch wird auch der immer größer werdenden Arbeitsmaschinen in der Landwirtschaft Genüge getan. Das heißt, dass beispielsweise Kreiselschwader mit besonders großer Arbeitsbreite einen besonders großen Schwad generieren können, der dann mit Hilfe einer Erntevorrichtung gemäß der Erfindung vorteilhaft aufgenommen und eingezogen werden kann.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist in Strömungsrichtung des Ernteguts hinter der Fördereinheit eine um eine zweite Rotationsachse rotierende Fördervorrichtung zum Weiterfördern des aufgenommenen Erntegutes vorgesehen. Mit Hilfe dieser Fördervorrichtung wird wirkungsvoll verhindert, dass hinter der Fördereinheit bzw. hinter der Förderschnecke, d.h. insbesondere in der sogenannten „Mulde“ bzw. in einem Abschnitt in Fahrtrichtung betrachtet hinter der Förderschnecke und am unteren Bereich, Erntegut verbleibt bzw. von der Fördereinheit nicht ausreichend erfasst und weiterbefördert wird.
Die Fördervorrichtung ermöglicht ein vorteilhaftes wenigstens teilweise vertikales Fördern des Erntegutes, so dass dies von der Förderschnecke bzw. vom' Gewindegang der Förderschnecke erfasst und weiterbefördert wird, selbst wenn eine besonders große Förderschnecke verwendet wird.
Vorzugsweise ist die Fördervorrichtung, in Strömungsrichtung des Erntegutes betrachtet, wenigstens vor einem Sammelkanal zum Sammeln des Erntegutes angeordnet. Beispielsweise bei einem Feldhäcksler ist im zentralen Bereich ein Sammelkanal an einer standardisierten Position vorhanden. Die vorteilhafte Fördervorrichtung vor diesem Sammelkanal ermöglicht auch bei besonders großen Förderschnecken oder dergleichen, dass das Erntegut in vorteilhafter Weise dem Sammelkanal zugeführt bzw. dass es vertikal angehoben und dem Sammelkanal zugeführt wird.
Vorteilhafterweise entspricht eine Breite der Fördervorrichtung im Wesentlichen einer Breite des Sammelkanals. Hierdurch wird gewährleistet, dass der Sammelkanal in vorteilhafter Weise befüllt wird. Grundsätzlich kann die Fördervorrichtung sich auch über die Breite des Sammelkanals hinaus erstrecken und/oder sich über die gesamte Arbeitsbreite der Erntevorrichtung und/oder der Fördereinheit bzw. Förderschnecke erstrecken.
Vorzugsweise ist die Fördervorrichtung als im Wesentlichen zylinderförmige Fördervorrichtung ausgebildet. Es hat sich gezeigt, dass es im Bereich des Sammelkanals ausreichend ist, die Fördervorrichtung im Wesentlichen als glattes Rohr bzw. glatte Walze oder dergleichen auszubilden. Im Bereich neben dem Sammelkanal kann es von Vorteil sein, die Fördervorrichtung mit einer Querförderung auszubilden. Beispielsweise können hier Förderschnecken und/oder Fördernuten mit einer vorteilhaften Wendelform vorgesehen werden.
Grundsätzlich ist von Vorteil, die Umfangsgeschwindigkeit der Fördervorrichtung etwas größer auszubilden als die Umfangsgeschwindigkeit der Fördereinheit bzw. deren Förderschnecke. Es hat sich gezeigt, dass hierdurch das Erntegut besonders gut weiterbefördert wird.
Generell wird gemäß der Erfindung eine Art „Fräseffekt“ durch die Fördereinheit bzw. die Förderschnecke generiert. Das bedeutet, dass das aufgenommene Erntegut in vorteilhafter Weise erfasst und mit einer vorteilhaften Einzugskraft in die Erntevorrichtung hineingezogen wird. Dieses Hineinziehen bzw. Ergreifen des aufzunehmenden Ernteguts wird durch die über die Hüllkurven der aufnehmenden Elemente überstehende Fördereinheit in vorteilhafter Weise generiert.
Ausführungsbeispiel
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand der einzigen Figur nachfolgend näher erläutert.
Figur 1 zeigt schematisch eine Querschnittdarstellung durch eine erfindungsgemäße Erntevorrichtung.
In Figur 1 ist schematisch eine so genannte „Pick-up“ 1 dargestellt. Diese Pick-up 1 ist beispielsweise als Vorsatzgerät für einen nicht näher dargestellten Feldhäcksler vorgesehen. Lediglich ein Teil eines Laufrades 12 des Feldhäckslers ist in Figur 1 abgebildet.
Die Pick-up 1 umfasst einen Aufnehmer 2 und eine Förderschnecke 3. Der Aufnehmer 2 ist wie beim Stand der Technik bereits ausgebildet und umfasst zahlreiche Zinken, die rotatorisch um eine Achse 4 sich bewegen und auf nicht näher dargestellten Bahnkurven geführt werden. Aufgrund der geführten Bahnkurve ergibt sich eine Hüllkurve 5 der Zinkenenden, die weitgehend einem Kreisquerschnitt entspricht, jedoch im oberen, nach hinteren gewandten Bereich etwas abgeplattet ist.
Zudem umfasst der Aufnehmer 2 Leitbleche 6, zwischen den wie allgemein bekannt die Zinken eintauchen und entlang dieser das Erntegut geführt bzw. befördert wird.
In Strömungsrichtung des Erntegutes dem Aufnehmer 2 nachgeschaltet ist eine um eine Rotationsachse 13 rotierende Förderschnecke 3. Gemäß der Erfindung ist die Förderschnecke 3 bzw. Fördereinheit, in Fahrtrichtung betrachtet, wenigstens teilweise vor der Hüllkurve 5 der Aufnehmerzinken bzw. des Aufnehmers 2 angebracht. Zur Verdeutlichung dieses Überstandes ist in Figur 1 eine erste, vertikale Tangente zur Hüllkurve 5 des Aufnehmers 2 und eine zweite, vertikale Tangente zur Förderschnecke 3 abgebildet. Hierdurch wird deutlich, dass gemäß der Erfindung ein Überstand 7 der Förderschnecke 3 gegenüber dem Aufnehmer 2 bzw. dessen Hüllkurve 5 besteht.
Durch diese erfindungsgemäße Anordnung der Förderschnecke 3 gegenüber dem Aufnehmer 2 ergibt sich ein, im Vergleich zum Stand der Technik, spitzerer Winkel W zwischen (virtuellen) Tangenten der Bleche 6 und der Förderschnecke 3 bzw. des Hüllkreises der Förderschnecke 3. Hierdurch ergibt sich ein verbesserter Einzug bzw. eine Verringerung der Einzugskräfte/Druckkräfte auf die entsprechenden Komponenten, da das Erntegut (ohne nähere Darstellung) entgegen der Fahrtrichtung F im Zwischenbereich 8 nun entsprechend spitzwinklig erfasst und in die Pick-up 1 hineingezogen wird bzw. hineinströmt. D.h. im Zwischenbereich 8 zwischen der Förderschnecke 3 und dem Aufnehmer 2 berühren/tangieren sich fast die Hüllkurven 5 des Aufnehmers 2 und der Förderschnecke 3.
Im Gegensatz hierzu sind bei Pick-ups gemäß dem Stand der Technik die Förderschnecken deutlich hinter dem Aufnehmer 2 angeordnet, so dass der Kontakt der Förderschnecke mit dem aufgenommenen Erntegut deutlich stumpfwinkliger erfolgte bislang, d.h. die Umfangsbewegung U der Förderschnecke 3 erfolgte bislang in nahezu einem rechten Winkel in Bezug zu den Blechen 6, so dass vergleichsweise große Druckkräfte auf die Förderschnecke 3 und die Bleche 6 bzw. die nachfolgenden Leitbleche/Komponenten der Pick up 1 wirkten.
Darüber hinaus wird in Figur 1 deutlich, dass im Vergleich zum Stand der Technik eine zusätzliche Einzugswalze 9 vorgesehen ist. Die Einzugswalze 9 ist entgegen der Fahrtrichtung hinter der Förderschnecke 3 und im unteren Bereich dieser angeordnet. Diese Einzugswalze 9 gewährleistet ein Verhindern von
Erntegutablagerungen in diesem Bereich. Vorzugsweise ist diese Einzugswalze 9 als zylindrisches bzw. glattes Rohr ausgebildet und vor einem nicht näher dargestellten Sammelkanal, insbesondere zentralen bzw. mittigen Sammelkanal, des Feldhäckslers angeordnet.
Gemäß der Erfindung ist eine deutlich größere Förderschnecke 3 mit z.B. ca. 900 mm Durchmesser oder größer vorgesehen. Beispielsweise kann der Kerndurchmesser ca. 500 mm betragen. Die im Bereich einer so genannten Mulde der Förderschnecke 3 angeordnete Einzugswalze 9 weist in vorteilhafter Weise eine Umfangsgeschwindigkeit auf, die größer als die Umfangsgeschwindigkeit der Förderschnecke 3 ist, so dass das Erntegut in vorteilhafter Weise zum Sammelkanal bzw. in den Sammelkanal hinein gefördert wird.
Zum Beispiel erfolgt der Antrieb der Förderschnecke 3 von der einen Seite der Erntevorrichtung bzw. Pick-up 1 und der Antrieb des Aufnehmers 2 von der anderen Seite. Die Förderschnecke 3 ist z.B. an einer schwenkbaren Schwinge 10 angeordnet, an deren Ende eine oder zwei vorteilhafte Einzugswalzen 11 vorgesehen sind. Derartige Einzugswalzen 11 sind bereits Stand der Technik.
Bezuqszeichenliste 1 Pick-up 2 Aufnehmer 3 Förderschnecke 4 Achse 5 Hüllkurve 6 Leitblech 7 Überstand 8 Bereich 9 Einzugswalze 10 Schwinge 11 Einzugswalze 12 Laufrad 13 Achse F Fahrtrichtung U Umfangsbewegung W Winkel
Claims (10)
- Ansprüche1. Erntevorrichtung zum Ernten und/oder Aufnehmen von auf dem Feld befindlichen Erntegut wie Pflanzen oder Pflanzenteile, mit wenigstens einer eine quer zur Fahrtrichtung (F) ausgerichteten Arbeitsbreite aufweisenden Aufnehmereinheit (2) zum Aufnehmen des Ernteguts, wobei die Aufnehmereinheit (2) mehrere wenigstens teilweise in vertikaler Richtung bewegbare, entlang der Arbeitsbreite angeordnete Aufnehmerelemente aufweist, wobei äußere Enden der bewegbaren Aufnehmerelemente im Betrieb Hüllkurven (5) ausbilden, wobei in Strömungsrichtung des Erntegutes hinter der Aufnehmereinheit (2) eine um eine Rotationsachse (13) rotierende Fördereinheit (3) zum Weiterfördern des aufgenommenen Erntegutes vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinheit (3) wenigstens teilweise in Fahrtrichtung (F) über die Hüllkurven (5) der Aufnehmerelemente übersteht.
- 2. Erntevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinheit (3) wenigstens eine Querfördervorrichtung (3) zum längs der Rotationsachse (13) gerichtetem Fördern von Erntegut aufweist.
- 3. Erntevorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, die Querfördervorrichtung (3) wenigstens eine Transportschnecke (3) umfasst.
- 4. Erntevorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der größte Durchmesser der Hüllkurve der Förderschnecke (3) der Fördereinheit (3) mindestens um einen Faktor 1,5 größer als der größte Durchmesser der Hüllkurven (5) der Aufnehmerelemente ist.
- 5. Erntevorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Strömungsrichtung des Erntegutes hinter der Fördereinheit (3) eine um eine zweite Rotationsachse rotierende Fördervorrichtung (9) zum Weiterfördern des aufgenommenen Erntegutes vorgesehen ist.
- 6. Erntevorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördervorrichtung (9) in Strömungsrichtung des Erntegutes betrachtet wenigstens vor einem Sammelkanal zum Sammeln des Erntegutes angeordnet ist.
- 7. Erntevorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Breite der Fördervorrichtung (9) im Wesentlichen einer Breite des Sammelkanals entspricht.
- 8. Feldhäcksler mit einer Erntevorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche.
- 9. Ladewagen mit einer Erntevorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche.
- 10. Ballenpresse mit einer Erntevorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche.
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