BE1027094B1 - Beschriftungsprofil zur Kennzeichnung von Elektroinstallationen und Verfahren zum Herstellen von Beschriftungsstreifen - Google Patents
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Abstract
Beschriftungsprofil zur Kennzeichnung von Elektroinstallationen, mit einem Beschriftungsbereich (4), der eine zu beschriftende Deckfläche (6) hat, mit einem Tragbereich (8), der sich der Deckfläche (6) abgewandt an den Beschriftungsbereich (4) anschließt, wobei der Tragbereich (8), in einem Schnitt quer zur Längserstreckung (L) betrachtet, zumindest abschnittsweise eine geringere Breite aufweist, als der Beschriftungsbereich (4), wobei das Beschriftungsprofil (2, 16, 20) entlang seiner Längserstreckung betrachtet einen konstanten Querschnitt auf- weist und wobei das Beschriftungsprofil (2, 16, 20) an mindestens einer der Deckfläche (6) abwandten Fläche (10) zueinander beabstandete, optisch erfassbare Positionsmarken (12, 18) hat, wobei zwischen den Positionsmarken (12, 18) Zwischenbereiche (14) gebildet sind und wobei die Positionsmarken (12, 18) insbesondere Reflexionseigenschaften aufweisen, die sich von den Zwischenbereichen (12, 18) unterscheiden.
Description
: BE2019/5132 Beschriftungsprofil zur Kennzeichnung von Elektroinstallatio- nen und Verfahren zum Herstellen von Beschriftungsstreifen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Beschriftungsprofil zur Kennzeichnung von Elektroinstallationen und ein Verfahren zum Herstellen von Beschriftungsstreifen für eine Elektroinstalla- tion mit einem solchen Beschriftungsprofil.
Bei der Herstellung von Beschriftungen für Elektroinstallatio- 100 nen, z.B. zur Kennzeichnung von Reihenklemmen in einem Schalt- schrank, besteht die Herausforderung, die Beschriftung möglichst effizient herzustellen und zu montieren.
Beim Bedrucken von als Endlosmaterial bereitgestelltem Be- schriftungsprofilen sollte z.B. sichergestellt werden, dass der Schlupf und/oder Abweichungen im Verschub bzw. in der Einzugsgeschwindigkeit beim Einzug und Durchleiten des Be- schriftungsmaterials innerhalb des Druckers korrigiert werden können, so dass auch über größere Drucklängen eine hohe Druck- genauigkeit erzielt werden kann. Dies stellt insbesondere für den Fall eine besondere Herausforderung dar, dass es sich um ein teilungsloses Beschriftungsprofil handelt, welches keine vorgegebenen Trennstellen hat bzw. in Längsrichtung segmen- tiert ist.
Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die technische Problemstellung zugrunde, ein Beschriftungsprofil und ein Verfahren zum Herstellen von Beschriftungsstreifen anzugeben, welche die voranstehende Herausforderung zumindest teilweise oder vollständig löst. Die Herausforderung wird gelöst durch ein Beschriftungsprofil nach Anspruch 1 und ein Verfahren nach Anspruch 5. Weitere Ausgestaltungen der Erfin-
dung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und der nach- stehenden Beschreibung.
Gemäß einem ersten Aspekt betrifft die Erfindung ein Beschrif- tungsprofil zur Kennzeichnung von Elektroinstallationen, mit einem Beschriftungsbereich, der eine zu beschriftende Deckflä- che hat, mit einem Tragbereich, der sich der Deckfläche abge- wandt an den Beschriftungsbereich anschließt, wobei der Tragbereich, in einem Schnitt quer zur Längserstreckung be- trachtet, zumindest abschnittsweise eine geringere Breite aufweist, als der Beschriftungsbereich, wobei das Beschrif- tungsprofil entlang seiner Längserstreckung betrachtet einen konstanten Querschnitt aufweist und wobei das Beschriftungs- profil an mindestens einer der Deckfläche abwandten Fläche zueinander beabstandete, optisch erfassbare Positionsmarken hat, wobei die Positionsmarken zwischen den Positionsmarken der Fläche Zwischenbereiche gebildet sind und wobei die Posi- tionsmarken insbesondere Reflexionseigenschaften aufweisen, die sich von den Zwischenbereichen unterscheiden.
Die Positionsmarken dienen dazu, die Relativposition des Be- schriftungsprofils zu einem Drucker, wie einem Etikettendru- cker oder dergleichen, zu bestimmen. Auf diese Weise kann die relative Position des Beschriftungsprofils, das z.B. als End- losmaterial bereitgestellt werden kann, gegenüber einem Druck- kopf erfasst werden, um auch über größere Drucklängen eine hohe Druckgenauigkeit zu erreichen.
„Optisch erfassbare Positionsmarke“ bedeutet vorliegend, dass die Positionsmarke durch einen optischen Detektor erfassbar ist, wie einen Lichtsensor eine Lichtschranke oder derglei- chen.
Eine Positionsmarke kann durch eines oder mehrere Ausnehmungen oder Löcher oder eine Perforation gebildet sein. Eine weitere Ausgestaltung des Beschriftungsprofils zeichnet sich dadurch aus, dass die Positionsmarken durch eine Mehrzahl in Längserstreckung zueinander beabstandete, eingeschränkt reflektierende und/oder eingeschränkt lichtdurchlässige Berei- che gebildet sind, wobei die eingeschränkt reflektierenden und/oder eingeschränkt lichtdurchlässigen Bereiche insbesonde- re durch eine schwarze oder dunkle Finfärbung gebildet sind. Bei den Positionsmarken kann es sich um sogenannte Blackmarks handeln. Z.B. kann ein lokales Einfärben und/oder Bekleben und/oder Beschichten dazu eingesetzt werden, eine jeweilige mit einem optischen Sensor detektierbare Positionsmarke zu schaffen. Alternativ oder ergänzend kann eine jeweilige mit einem opti- schen Sensor detektierbare Positionsmarke dadurch geschaffen werden, dass ein zumindest teilweise lichtdurchlässiger Be- reich vorgesehen ist, der von Zwischenbereichen umgeben ist, die weniger lichtdurchlässig sind als die Positionsmarke. Alternativ oder ergänzend kann eine jeweilige mit einem opti- schen Sensor detektierbare Positionsmarke dadurch geschaffen werden, dass eine Beschichtung oder Bestrahlung erfolgt, um die Materialeigenschaften lokal in detektierbarer Weise zu ändern.
Um kompakt und dennoch sicher detektierbar zu sein, kann eine Positionsmarke eine in Längserstreckung gemessene Länge von 4 mm oder mehr aufweisen. Alternativ oder ergänzend kann vorge- sehen sein, dass eine Positionsmarke eine quer zur Längser- streckung gemessene Höhe von 3 mm oder mehr aufweist.
+ BE2019/5132 Eine jeweilige Positionsmarke kann flächig auf der Deckfläche selbst oder auf einer der Deckfläche abgewandten Fläche vorge- sehen sein.
Um eine hohe Druckgenauigkeit zu erreichen kann vorgesehen sein, dass die Positionsmarken in Längserstreckung betrachtet einen Abstand von 20 mm oder mehr aufweisen, insbesondere einen Anstand von 30 mm oder mehr aufweisen, insbesondere einen Abstand von 30 mm aufweisen.
Die Positionsmarken können in regelmäßigen Abständen oder ungleichmäßig verteilt angeordnet sein. Bevorzugt sind die Positionsmarken in regelmäßigen Abständen angeordnet.
Das Beschriftungsprofil kann ein extrudiertes Kunststoffprofil aufweisen oder aus einem extrudierten Kunststoffprofil beste- hen.
Ein Kunststoff des Kunststoffprofils kann eine Shorehärte in einem Bereich von 84A bis 54D aufweisen. Ein Kunststoff des Kunststoffprofils kann eine Shorehärte in einem Bereich von 75A bis 70D aufweisen. Ein Kunststoff des Kunststoffprofils kann eine Shorehärte in einem Bereich von 75A bis 60D aufwei- sen (Shore-Härte nach DIN ISO 7619-1 (3s)). Damit weist das Kunststoffprofil eine ausreichende Flexibilität auf, um inner- halb eines Etikettendruckers, wie einem Thermotransferdrucker oder dergleichen, zwischen einer Druckwalze und einem Druck- kopf verformt und beschriftet zu werden. Andererseits bietet das Kunststoffprofil gleichermaßen die notwendige Steifigkeit, um in zuverlässiger Weise und formbeständig innerhalb einer Aufnahme formschlüssig verrastet zu werden. Hierzu können Formelemente beispielsweise quer zu einer Längserstreckung betrachtet seitlich auskragende Stege, vorgesehen sein, die in Hinterschneidungen bzw. eine Nut einer Aufnahme eingreifen.
> BE2019/5132 Nach einer weiteren Ausgestaltung des Beschriftungsprofils ist vorgesehen, dass das Kunststoffprofil ein Vollprofil ist. Das bedeutet, dass das Kunststoffprofil in einem Querschnitt be- trachtet aus Vollmaterial besteht, und keine Hohlräume oder Kammern aufweist. So kann in einfacher und zuverlässiger Weise ein formbeständiges Beschriftungsprofil angegeben werden. Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Kunststoffprofil des Beschriftungsprofils ein Hohlprofil ist. Das bedeutet, dass das Kunststoffprofil in einem Querschnitt betrachtet einen Hohlraum aufweist, der von dem Kunststoff des Kunststoffpro- fils begrenzt wird. Auf diese Weise kann ein leichtes Be- schriftungsprofil unter geringerem Materialeinsatz hergestellt werden, das somit kostengünstig zu fertigen ist.
Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Kunststoffprofil des Beschriftungsprofils in einem Querschnitt betrachtet nach Art eines C-Profils geformt ist, wobei der Beschriftungsbereich und das Formelement über einen Steg verbunden sind. Für ein solches C-Profil gelten die bereits für das Hohlprofil genann- ten Vorteile, dass unter geringerem Materialeinsatz ein leich- tes Beschriftungsprofil kostengünstig herstellbar ist. Das C- Profil hat weiter den Vorteil, dass es beispielsweise gegen- über dem Hohlprofil eine erhöhte Flexibilität aufweist.
Soweit das Beschriftungsprofil ein Kunststoffprofil aus Voll- material oder ein Hohlprofil aufweist, kann das Kunststoffpro- fil in einem Querschnitt betrachtet spiegelsymmetrisch ausgebildet sein.
Soweit das Kunststoffprofil des Beschriftungsprofils nach Art eines C-Profils geformt ist, kann das Kunststoffprofil in einem Querschnitt betrachtet eine asymmetrische Form aufwei- sen, wobei beispielsweise ein den Beschriftungsbereich und das
© BE2019/5132 Formelement verbindender Steg einseitig unter einem Versatz zu einer Mittenebene des Kunststoffprofils angeordnet ist. Es kann vorgesehen sein, dass der Beschriftungsbereich in einem Querschnitt betrachtet gewölbt ist, insbesondere eine konvexe Form hat. Die nach außen gewölbte Form erlaubt eine Einspannung der zu beschriften Fläche bzw. des Beschriftungs- bereichs in einem Drucker.
Es kann vorgesehen sein, dass der Beschriftungsbereich in einem Querschnitt betrachtet eine Breite in einem Bereich von 8 mm oder mehr bis 11 mm oder weniger aufweist, insbesondere, dass der Beschriftungsbereich in einem Querschnitt betrachtet eine Breite von 10,8 mm oder 10,5 mm aufweist.
Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass das Be- schriftungsprofil in einem Querschnitt betrachtet eine Höhe in einem Bereich von 2 mm oder mehr bis 6 mm oder weniger auf- weist, insbesondere, dass das Beschriftungsprofil in einem Querschnitt betrachtet eine Höhe von 3 mm oder 4,2 mm oder 4,4 mm aufweist.
Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass der Be- schriftungsbereich in einem Querschnitt betrachtet eine Dicke in einem Bereich von 0,3 mm oder mehr bis 2 mm oder weniger aufweist, insbesondere, dass der Beschriftungsbereich in einem Querschnitt betrachtet eine Dicke von 1,1 mm oder 0,5 mm oder 0,9 mm aufweist.
Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass das Form- element in einem Querschnitt betrachtet eine Dicke in einem Bereich von 0,5 mm oder mehr bis 2 mm oder weniger aufweist, insbesondere, dass das Formelement in einem Querschnitt be- trachtet eine Dicke von 1 mm aufweist.
Das Beschriftungsprofil kann daher, je nach den Montage- und Bauraumvorgaben im fertig montierten Zustand, dimensioniert werden.
Der Tragbereich des Beschriftungsprofils kann eine Schaumlage aufweisen oder aus einer Schaumlage bestehen wobei die Schaum- lage ein geschäumtes Material aufweist, stoffschlüssig mit der Decklage verbunden ist.
Die Schaumlage kann während des Beschriftens bzw. Bedruckens der Decklage, z.B. mithilfe eines Thermotransferdruckers, komprimiert werden, um eine ausreichende Stabilität während des Druckvorgangs zu erreichen. Im entspannten, nicht kompri- mierten Zustand der Schaumlage ist zwischen dem Formelement und der Decklage ein Abstand gebildet, so dass das Formelement z.B. in eine Hinterschneidung oder Nut eingesetzt und form- schlüssig befestigt werden kann.
Gemäß weiterer Ausgestaltungen kann alternativ oder ergänzend zu einem form- und/oder kraftschlüssigen Befestigen ein Ver- kleben des Beschriftungsprofils an einem Bauteil, wie einer Reihenklemme oder einem Tragschienenmodul, vorgesehen sein. Das Beschriftungsprofil kann eine oder mehrere Klebeschichten aufweisen. Die eine oder mehreren Klebeschichten können von Jeweils von einer Schutzlage bedeckt sein, die vor der Montage abziehbar ist, um die Klebeschicht freizulegen.
Gemäß einem zweiten Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfah- ren zum Herstellen von Beschriftungsstreifen für eine Elektro- installation, mit den Verfahrensschritten: Bereitstellen eines Beschriftungsprofils, wobei das Beschriftungsprofil in erfin- dungsgemäßer Weise ausgestaltet ist; Zuführen des Beschrif- tungsprofils an einen Etikettendrucker; Beschriften der
Deckfläche; Konfektionieren und/oder Perforieren des Beschrif- tungsprofils zu mindestens einem Beschriftungsstreifen auf eine vordefinierte Länge; wobei vor, während oder nach dem Beschriften ein optisches Erfassen wenigstens zweier oder mehrerer Positionsmarken des Beschriftungsprofils erfolgt, wobei insbesondere eine Relativposition des Beschriftungspro- fils zu einem Druckkopf des Etikettendruckers anhand der er- fassten Positionsmarken bestimmt wird.
Mithilfe der Positionsmarken kann eine hohe Druckgenauigkeit erreicht werden, insbesondere für den Fall, dass das Beschrif- tungsprofil als Endlosmaterial bereitgestellt wird und eine Mehrzahl von Beschriftungsstreifen aufeinanderfolgend herge- stellt werden.
ES kann vorgesehen sein, dass zunächst für eine Mehrzahl von Beschriftungsstreifen in einem kontinuierlichen Druckvorgang ein Beschriften der Deckfläche erfolgt, so dass die Deckfläche beispielsweise in einem kontinuierlichen Druckvorgang mit der Beschriftung für zwei oder mehr, drei oder mehr oder eine Mehrzahl von Beschriftungsstreifen versehen wird.
Anschließend erfolgt das Konfektionieren und/oder Perforieren des Beschriftungsprofils zu den Beschriftungsstreifen auf eine Jeweils vordefinierte Länge. Die Beschriftungsstreifen können die gleiche Länge haben oder unterschiedliche Längen aufwei- sen. Insbesondere kann für Jeden Beschriftungsstreifen eine individuelle Länge vordefiniert sein.
Um eine hohe Druckgenauigkeit auch über große Drucklängen zu erreichen ist nach einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens vorgesehen, dass eine Einzugsgeschwindigkeit des Beschrif- tungsprofils in den Etikettendrucker und/oder eine Druckkopf- bewegung des Etikettendruckers anhand der erfassten Positionsmarken angepasst wird.
? BE2019/5132 Um eine hohe Druckgenauigkeit auch über große Drucklängen zu erreichen kann nach einer weiteren Ausgestaltung des Verfah- rens alternativ oder ergänzend weiter vorgesehen sein, dass ein Konfektionieren und/oder Perforieren des Beschriftungs- streifens anhand der erfassten Positionsmarken angepasst wird, wobei die Länge des Beschriftungsstreifens anhand der der erfassten Positionsmarken angepasst wird.
Hat ein verwendeter Drucker, insbesondere Etikettendrucker, bei einem Abstand der Positionsmarken von 30 mm in Einzugs- bzw. Längsrichtung des Beschriftungsprofils bei konstantem Vorschub eine Toleranz von +1 %, d.h. der Druckvorschub ist zu hoch, wird der nachfolgend zu fertigende Beschriftungsstreifen dementsprechend um 0,3 mm gestreckt. Hat ein verwendeter Dru- cker, insbesondere Etikettendrucker, bei einem Abstand der Positionsmarken von 30 mm in Einzugs- bzw. Längsrichtung des Beschriftungsprofils bei konstantem Vorschub eine Toleranz von -1 3, d.h. der Druckvorschub ist zu gering, wird der nachfol- gend zu fertigende Beschriftungsstreifen dementsprechend um 0,3 mm gekürzt.
Es kann vorgesehen sein, dass ein solcher voranstehend be- schriebener Längenausgleich über mehrere aufeinanderfolgende Beschriftungsstreifen verteilt berechnet und durchgeführt wird.
Demnach kann sich eine weitere Ausgestaltung des Verfahrens dadurch auszeichnen, dass eine Mehrzahl von Beschriftungs- streifen aus dem Beschriftungsprofil hergestellt werden, wobei die Länge eines ersten Beschriftungsstreifens und/oder die Länge eines zweiten Beschriftungsstreifens vergrößert oder verkürzt werden, falls eine Abweichung der Einzugsgeschwindig- keit anhand der erfassten Positionsmarken detektiert wordenist, insbesondere bei konstant eingestellter Einzugsgeschwin- digkeit.
Eine Druckwalze eines Druckers kann profiliert ausgeführt sein, um das Beschriftungsprofil zuverlässig abzustützen und zu führen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer Ausführungsbei- spiele darstellenden Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigen Jeweils schematisch: Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Beschriftungsprofil in einer perspektivischen Ansicht; Fig. 2 das Beschriftungsprofil aus Fig. 1 in einer Ansicht von unten; Fig. 3 das Beschriftungsprofil aus Fig. 1 in einer weiteren Ansicht von unten;
Fig. 3 eine weitere Variante eines erfindungsgemäßen Profils in einer Ansicht von unten; Fig. 5 eine weitere Variante eines erfindungsgemäßen Profils in einer Ansicht von unten.
Fig. 1 zeigt ein Beschriftungsprofil 2 zur Kennzeichnung von Elektroinstallationen.
Das Beschriftungsprofil 2 hat einen Beschriftungsbereich 4, der eine zu beschriften Deckfläche 6 hat.
Das Beschriftungsprofil 2 hat einen Tragbereich 8, der sich der Deckfläche 6 abgewandt an den Beschriftungsbereich 4 an- schließt.
Wie Fig. 1 zu entnehmen ist, weist der Tragbereich 8
+7 BE2019/5132 in einem Schnitt quer zur Längserstreckungsrichtung L betrach- tet zumindest abschnittsweise eine geringere Breite auf, als der Beschriftungsbereich 4. Das Beschriftungsprofil 2 wird einem Drucker als Endlosmateri- al bereitgestellt. Das Beschriftungsprofil 2 weist entlang seiner Längserstre- ckung betrachtet einen konstanten Querschnitt auf. Das heißt, das Beschriftungsprofil 2 ist nicht durch Sollbruchstellen oder Ähnliches vorkonfektioniert und weist keine eingeformten Einkerbungen auf, die eine Längsteilung vorgeben würden. Das Beschriftungsprofil 2 weist an einer der Deckfläche 6 abgewandten Fläche 10 zueinander beabstandete, optisch erfass- bare Positionsmarken 12 auf. Zwischen den Positionsmarken 12 sind Zwischenbereiche 14 gebildet, wobei die Positionsmarken 12 hier Reflexionseigenschaften aufweisen, die sich von denen der Zwischenbereiche 14 unterscheiden.
Vorliegend sind die Positionsmarken 12 durch eine Mehrzahl in Längserstreckung L zueinander beabstandete, eingeschränkt reflektierende Bereiche 12 gebildet. Die Positionsmarken 12 sind durch eine lokale Einfärbung des aus Kunststoff bestehen- den Beschriftungsprofils 2 gebildet. Eine jeweilige Positionsmarke 12 hat vorliegend eine in Längserstreckungsrichtung L gemessene Länge Ll von 4 mm. Eine jeweilige Positionsmarke 12 hat eine quer zur Längserstreckung L gemessene Höhe H1 von 20 mm. Die Positionsmarken 12 sind in Längserstreckung L betrachtet um 30 mm zueinander beabstandet. Der Abstand S1 beträgt damit 30 mm.
Die Figuren 4 und 5 zeigen weitere Ausführungsbeispiele erfin- dungsgemäBer Beschriftungsprofile, wobei zur Vermeidung von Wiederholungen lediglich auf die Unterschiede zu dem voranste- hend beschriebenen Ausführungsbeispiel eingegangen wird.
Das in Fig. 4 dargestellte Ausführungsbeispiel eines Beschrif- tungsprofils 16 unterscheidet sich dadurch von dem voranste- hend beschriebenen Ausführungsbeispiel, dass Positionsmarken 18 vorgesehen sind, deren Hôhe H2 lediglich 3 mm beträgt. Die Länge L2 beträgt vorliegend 4 mm. Gemäß der weiteren Variante eines Beschriftungsprofils 20 sind solche Positionsmarken 18 zweireihig angeordnet. Zur Herstellung eines Beschriftungsstreifens für eine Elektro- installation wird zunächst ein Beschriftungsprofil 2, 16, 20 bereitgestellt. Das Beschriftungsprofil 2, 16, 20 wird einem Drucker (nicht dargestellt) zugeführt. Innerhalb des Druckers wird die Deck- fläche 6 im Bereich der Druckbereiche 22, 24 beschriftet. Anschließend erfolgt ein Konfektionieren bzw. Ablängen des jeweiligen Beschriftungsprofils zu mindestens einem, zwei oder mehr Beschriftungsstreifen, wo beispielsweise für den einem ersten Beschriftungsstreifen vorgesehenen Druckbereich 22 eine vordefinierte Länge L3 von dem Beschriftungsprofil 2 abgelängt wird. Vor während oder nach dem Beschriften werden die jeweiligen Positionsmarken 12, 18 optisch erfasst.
Vorliegende wird eine Mehrzahl von Beschriftungsstreifen aus einem jeweiligen Beschriftungsprofil 2, 16, 20 hergestellt, wobei die Länge eines ersten Beschriftungsstreifens und/oder die Länge eines zweiten Beschriftungsstreifens vergrößert oderverkürzt werden, falls eine Abweichung der Einzugsgeschwindig- keit des Druckers anhand der erfassten Positionsmarken detek- tiert worden ist, insbesondere bei konstant eingestellter Finzugsgeschwindigkeit.
Die Korrektur der Länge die durch die Pfeile 26 angedeutet.
Claims (7)
1. Beschriftungsprofil zur Kennzeichnung von Elektroinstalla- tionen, — mit einem Beschriftungsbereich (4), der eine zu beschrif- tende Deckfläche (6) hat, - mit einem Tragbereich (8), der sich der Deckfläche (6) abgewandt an den Beschriftungsbereich (4) anschließt, = wobei der Tragbereich (8), in einem Schnitt quer zur Längserstreckung (L) betrachtet, zumindest abschnittsweise eine geringere Breite aufweist, als der Beschri ftungsbe- reich (4), - wobei das Beschriftungsprofil (2, 16, 20) entlang seiner Längserstreckung betrachtet einen konstanten Querschnitt aufweist und = wobei das Beschriftungsprofil (2, 16, 20) an mindestens einer der Deckfläche (6) abwandten Fläche (10) zueinander beabstandete, optisch erfassbare Positionsmarken (12, 18) hat, — wobei zwischen den Positionsmarken (12, 18) Zwischenberei- che (14) gebildet sind und - wobei die Positionsmarken (12, 18) insbesondere Reflexi- onseigenschaften aufweisen, die sich von den Zwischenbe- reichen (12, 18) unterscheiden.
2. Beschriftungsprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass - dass die Positionsmarken durch eine Mehrzahl in Längser- streckung zueinander beabstandete, eingeschränkt reflek- tierende und/oder eingeschränkt lichtdurchlässige Bereiche gebildet sind, - wobei die eingeschränkt reflektierenden und/oder einge- schränkt lichtdurchlässigen Bereiche insbesondere durch eine schwarze oder dunkle Einfärbung gebildet sind.
1> BE2019/5132
3. Beschriftungsprofil nach Anspruch 1 oder 2, — dadurch gekennzeichnet, dass eine Positionsmarke - eine in Längserstreckung gemessene Länge von 4 mm oder mehr aufweist und/oder - eine quer zur Längserstreckung gemessene Höhe von 3 mm oder mehr aufweist.
4. Beschriftungsprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass - die Positionsmarken in Längserstreckung betrachtet einen Abstand von 20 mm oder mehr aufweisen, insbesondere einen Anstand von 30 mm oder mehr aufweisen, insbesondere einen Abstand von 30 mm aufweisen.
5. Verfahren zum Herstellen von Beschriftungsstreifen für eine Elektroinstallation, mit den Verfahrensschritten: - Bereitstellen eines Beschriftungsprofils, wobei das Be- schriftungsprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 4 ausge- staltet ist; - Zuführen des Beschriftungsprofils an einen Drucker, insbe- sondere Etikettendrucker; - Beschriften der Deckfläche; - Konfektionieren und/oder Perforieren des Beschriftungspro- fils zu mindestens einem Beschriftungsstreifen auf eine vordefinierte Länge; - wobei vor, während oder nach dem Beschriften ein optisches Erfassen wenigstens zweier oder mehrerer Positionsmarken des Beschriftungsprofils erfolgt, wobei insbesondere eine Relativposition des Beschriftungsprofils zu einem Druck- kopf des Druckers anhand der erfassten Positionsmarken be- stimmt wird.
+6 BE2019/5132
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass - eine Einzugsgeschwindigkeit des Beschriftungsprofils in den Etikettendrucker und/oder eine Druckkopfbewegung des Etikettendruckers anhand der erfassten Positionsmarken an- gepasst wird; und/oder - ein Konfektionieren und/oder Perforieren des Beschrif- tungsstreifens anhand der erfassten Positionsmarken ange- passt wird, wobei die Länge des Beschriftungsstreifens anhand der der erfassten Positionsmarken angepasst wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass - eine Mehrzahl von Beschriftungsstreifen aus dem Beschrif- tungsprofil hergestellt werden, - wobei die Länge eines ersten Beschriftungsstreifens und/oder die Länge eines zweiten Beschriftungsstreifens vergrößert oder verkürzt werden, falls eine Abweichung der Einzugsgeschwindigkeit anhand der erfassten Positionsmar- ken detektiert worden ist, insbesondere bei konstant ein- gestellter Einzugsgeschwindigkeit.
Priority Applications (5)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| FG | Patent granted |
Effective date: 20201005 |