BE1030896B1 - Vorrichtung und Verfahren zur Behandlung eines Einzeltextils - Google Patents

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BE1030896B1
BE1030896B1 BE20225749A BE202205749A BE1030896B1 BE 1030896 B1 BE1030896 B1 BE 1030896B1 BE 20225749 A BE20225749 A BE 20225749A BE 202205749 A BE202205749 A BE 202205749A BE 1030896 B1 BE1030896 B1 BE 1030896B1
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Felix Schäfer
Patrick Schimke
Werner Strothoff
Rainer Bicker
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Miele & Cie
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06F—LAUNDERING, DRYING, IRONING, PRESSING OR FOLDING TEXTILE ARTICLES
    • D06F17/00—Washing machines having receptacles, stationary for washing purposes, wherein the washing action is effected solely by circulation or agitation of the washing liquid
    • D06F17/04—Washing machines having receptacles, stationary for washing purposes, wherein the washing action is effected solely by circulation or agitation of the washing liquid solely by water jets

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung eines Einzeltextils (6), aufweisend eine Behandlungskammer (7), die ausgebildet ist, das Einzeltextil (6) aufzunehmen; eine Stützeinheit (5), die ausgebildet ist, das Einzeltextil (6) zu stützen und/oder zu fixieren; eine verfahrbare Behandlungseinheit (4) zum Einbringen eines Behandlungsmittels in die Behandlungskammer (3), die ausgebildet ist, entlang des Einzeltextils (6) verfahren zu werden und das Einzeltextil (6) mittels eines oder mehrerer Strahlen mit dem Behandlungsmittel zu besprühen, so dass es von dem Behandlungsmittel durchströmt wird; und mindestens eine Kamera (1), die ausgebildet ist, Aufnahmen des Einzeltextils (6) aufzunehmen; und eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung, die eingerichtet und ausgebildet ist, die Behandlung des Einzeltextils (6) mittels der verfahrbaren Behandlungseinheit (3) in Abhängigkeit der von der mindestens einen Kamera (1) aufgenommenen Aufnahmen zu steuern und/oder zu regeln. Ferner betrifft die Erfindung ein entsprechendes Verfahren zur Behandlung eines Einzeltextils (6) in der Vorrichtung.

Description

Beschreibung
Vorrichtung und Verfahren zur Behandlung eines Einzeltextils
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Behandlung eines Einzeltextils.
Eine einzelne Behandlung von Kleidungsstücken führt potenziell zu einem höheren
Ressourcenverbrauch als das gleichzeitige Behandeln mehrerer Kleidungsstücke. Auf der anderen Seite werden mehrere Kleidungsstücke, die gleichzeitig z.B. in einem
Waschautomaten behandelt werden, alle gleichermaßen beansprucht. Leicht verschmutzte
Kleidung wird ggf. zu lange behandelt, stark verschmutzte Kleidung wird ggf. nicht richtig sauber. Dies wirkt sich negativ auf die Wäscheschonung und den Ressourcenverbrauch und damit insgesamt auf die Nachhaltigkeit aus. Eine Behandlung einzelner Kleidungsstücke erlaubt es, Kleidungsstücke gezielt dort zu reinigen und zu glätten, wo es nötig ist. Dies spart
Ressourcen und schont das Textil. Dafür müssen Verschmutzungen oder Knitter erkannt werden. Eine sichere Erkennung gerade von Flecken oder Verschmutzungen ist schwer, denn ein Fleck kann auch wie ein gewolltes Muster aussehen oder eine Verschmutzung als natürliche Farbe des Textils wahrgenommen werden.
Grundsätzlich können bildverarbeitende Methoden auf Basis von künstlicher Intelligenz genutzt werden, um Flecken oder Verunreinigungen zu erkennen. Damit die künstliche
Intelligenz gute Ergebnisse liefert, werden große Datenmengen benötigt, mit denen sie trainiert wird. Zur Fleckenerkennung müssten auf tausenden Bildern verschiedene Flecken auf unterschiedlichen Textilien manuell markiert werden. Das gleiche gilt für
Verschmutzungen. Bei der Menge an unterschiedlichen Textilien und Muster bedeutet dies einen immensen Aufwand.
Der Erfindung stellt sich somit das Problem, eine Vorrichtung und ein Verfahren bereitzustellen, die ausgebildet sind, einen Fleck und eine Verschmutzung auf einem
Einzeltextil effizient und ohne Aufwand zu erkennen und eine effektive Behandlung bereitzustellen.
Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 und ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen neben einer Erkennung von Flecken und Verschmutzungen auf einem Einzeltextil darin, dass keine künstliche Intelligenz verwendet wird, die aufwändig trainiert werden muss. Außerdem kann auch die Behandlung des Einzeltextils selbst gesteuert werden, je nachdem wie schnell die Verschmutzungen und
Flecken entfernt werden. Der Verschmutzungsgrad kann anhand der Aufnahmen bestimmt werden, so dass die Behandlung entsprechend angepasst werden kann mit einer
Behandlungsdauer, Chemie und Temperatur. Auch ein zur Behandlung verwendeter
Waschmittelinhalt kann in Abhängigkeit einer Farbkombination des zu behandelnden Textils passend konfiguriert werden. Zusätzlich können auch alterungsbedingte Farbveränderungen und Verschleiß des zu behandelnden Einzeltextils erkannt werden. In Abhängigkeit von einem Knitter- und Verschmutzungsgrad wird die passende Behandlung ausgewählt.
Dadurch wird Energie, Zeit, Wasser und Chemie eingespart und das Einzeltextil nicht unnötig beansprucht.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung eines Einzeltextils, aufweisend - eine Behandlungskammer, die ausgebildet ist, das Einzeltextil aufzunehmen; - eine Stützeinheit, die ausgebildet ist, das Einzeltextil zu stützen und/oder zu fixieren; - eine verfahrbare Behandlungseinheit zum Einbringen eines Behandlungsmittels in die
Behandlungskammer, wobei die verfahrbare Behandlungseinheit ausgebildet ist, entlang des Einzeltextils verfahren zu werden und das Einzeltextil mittels einem oder mehrerer
Strahlen mit dem Behandlungsmittel zu besprühen, so dass es von dem
Behandlungsmittel durchströmt wird; - Mindestens eine Kamera, die ausgebildet ist, Aufnahmen des Einzeltextils aufzunehmen; und - eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung, die eingerichtet und ausgebildet ist, die
Behandlung des Einzeltextils mittels der verfahrbaren Behandlungseinheit in Abhängigkeit der von der mindestens einen Kamera aufgenommenen Aufnahmen zu steuern und/oder zu regeln.
Die verfahrbare Behandlungseinheit ist bevorzugt ausgebildet, das Einzeltextil zu waschen und anschließend zu spülen. Das Behandlungsmittel ist flüssig und enthält Wasser. D.h., der
Ausdruck „Behandlungsmittel“ bedeutet eine Wasser-haltige Lösung, so dass es sich bei dem
Behandlungsmittel um reines Wasser oder eine Lösung handeln kann, die neben dem
Wasser z.B. Wasch- bzw. Reinigungsmittel enthält. Dadurch ist es möglich, dass das
Einzeltextil erst mit einer Reinigungslösung behandelt wird und anschließend mit reinem
Wasser behandelt wird, um die Reinigungslösung auszuspülen
Die Behandlung des Einzeltextils umfasst bevorzugt ein Waschen und optional anschliebendes Trocknen des Einzeltextils. Die verfahrbare Behandlungseinheit ist bevorzugt ausgebildet, das Einzeltextil mit einem oder mehreren gerichteten Strahlen des
Behandlungsmittels zu besprühen, so dass es von dem Behandlungsmittel durchströmt und massiert wird. Die Formulierung „gerichteter Strahl“ bzw. „gerichtete Strahlen“ bedeutet, dass das Einzeltextils mittels eines oder mehrerer Strahlen besprüht wird, die auf eine vorbestimmte Stelle des Einzeltextils ausgerichtet oder gelenkt sind. Der Ausdruck „massieren“ bedeutet, dass das Einzeltextil an einer Stelle, auf der der oder die gerichteten
Strahlen auftreffen, eine mechanische Beeinflussung von Garnen und Fäden des Einzeltextils durch Dehnungs-, Zug- und Druckkräfte erwirkt wird. Diese können sich unter der
Krafteinwirkung zusammenziehen bzw. konzentrieren und wieder entspannen. Durch das
Durchströmen und Massieren wird eine Sprühextraktion durchgeführt, die zu einer effizienten
Reinigung des Einzeltextils führt.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Steuer- und/oder Regeleinrichtung eingerichtet und ausgebildet, die mindestens eine Kamera derart zu steuern und/oder zu regeln, dass sie vor und zeitgleich zu der Behandlung Aufnahmen des Einzeltextils aufnimmt. Ferner ist die
Steuer- und/oder Regeleinrichtung bevorzugt eingerichtet und ausgebildet, die aufgenommenen Aufnahmen zu vergleichen und anhand des Vergleichs die Behandlung des
Einzeltextils mittels der verfahrbaren Behandlungseinheit zu steuern und/oder regeln.
Dadurch können Flecken bzw. Verschmutzungen erkannt und individuell behandelt werden.
Alternativ oder zusätzlich bevorzugt ist die Steuer- und/oder Regeleinrichtung eingerichtet und ausgebildet, die mindestens eine Kamera derart zu steuern und/oder zu regeln, dass sie zeitgleich zu der Behandlung Aufnahmen des Einzeltextils aufnimmt. Weiterhin ist die Steuer- und/oder Regeleinrichtung bevorzugt eingerichtet und ausgebildet, die aufgenommenen
Aufnahmen zu vergleichen und anhand des Vergleichs die Behandlung des Einzeltextils mittels der verfahrbaren Behandlungseinheit zu steuern und/oder zu regeln. Auch hierdurch können Flecken bzw. Verschmutzungen erkannt und individuell behandelt werden.
Bevorzugt ist die Steuer- und/oder Regeleinrichtung eingerichtet und ausgebildet, die mindestens eine Kamera derart zu steuern und/oder zu regeln, dass sie zeitgleich zu der
Behandlung Aufnahmen des Einzeltextils in zeitlichen Intervallen aufnimmt, wobei die Steuer- und/oder Regeleinrichtung bevorzugt weiterhin eingerichtet und ausgebildet ist, die aufgenommenen Aufnahmen zu vergleichen und anhand des Vergleichs die Behandlung des
Einzeltextils mittels der verfahrbaren Behandlungseinheit zu steuern und/oder zu regeln.
Hierdurch kann auch ermittelt werden, ob ein Fleck oder eine Verschmutzung auf dem
Einzeltextil vorhanden ist und mittels der Behandlung entfernt wurde oder noch weiter behandelt werden muss.
Die Stützeinheit ist bevorzugt in der Behandlungskammer angeordnet. Sie ist bevorzugt ausgebildet und angeordnet, sodass das Einzeltextil der Behandlung liegend oder hängend unterzogen wird. Beispielsweise weist sie einen Kleiderhaken und/oder eine Platte mit streifen- oder gitterförmig angeordneten Öffnungen auf. Dies erlaubt es, das Einzeltextil mit
Hilfe einer Kamera komplett abzubilden. Bevorzugt weist die Vorrichtung ein oder zwei
Kameras auf, die ausgebildet und angeordnet sind, eine oder zwei Seiten wie die Vorder- und oder Rückseite des Einzeltextils aufzunehmen.
Bevorzugt ist die mindestens eine Kamera in der Behandlungskammer fest positioniert,
Bevorzugt weist die Kamera ein passendes Objektiv auf, um das komplette Einzeltextil aufzunehmen,
Alternativ oder zusätzlich bevorzugt ist die mindestens eine Kamera an der verfahrbaren
Behandlungseinheit angeordnet. Die Behandlungseinheit ist bevorzugt in einer Ebene des
Einzeltextils verfahrbar, so dass die Kamera das Einzeltextil abscannen kann, um daraus ein
Gesamtbild zu erstellen.
Die Stützeinheit ist bevorzugt ausgebildet und angeordnet, sodass das Einzeltextil der
Behandlung in der Behandlungskammer hängend unterzogen wird. Bevorzugt weist die
Vorrichtung eine horizontale Verschiebung und eine vertikale Verschiebung auf, entlang denen die verfahrbare Behandlungseinheit verschiebbar ist, sodass sie das komplette
Einzeltextil mit dem Behandlungsmittel besprühen kann.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung eine oder mehrere Lichtquellen auf, die angeordnet und ausgebildet sind, jeweils mindestens eine Innenraumwand der
Behandlungskammer zu beleuchten. Dadurch wird eine indirekte Beleuchtung erreicht, um
Reflexionen zu vermeiden.
Bevorzugt sind die Innenraumwände der Behandlungskammer ausgebildet, Licht zu streuen.
Bevorzugt weisen die Innenraumwände eine entsprechende Lackierung, z.B. matt weiß, auf, sodass das Licht gestreut auf das Einzeltextil geleitet wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung mindestens zwei weitere
Lichtquellen auf, die beabstandet von der mindestens einen Kamera und in einem rechten
Winkel zueinander angeordnet sind, so dass ihre Lichtrichtungen eine Fläche aufspannen, die parallel zu dem Einzeltextil ist und orthogonal zu einer Blickrichtung der mindestens einen
Kamera ausgerichtet ist.
Bevorzugt sind die Lichtquelle(n) und/oder zusätzlichen Lichtquellen jeweils einzeln ein- und ausschaltbar. Wenn die (zusätzlichen) Lichtquellen einzeln aktiviert werden, kann über die verschiedenen Schattierungen ein Knittergrad des Einzeltextils bestimmt werden.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Behandlung eines Einzeltextils in der
Vorrichtung nach einer oder mehreren der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen, aufweisend folgende Schritte a) Durchführen einer Behandlung des Einzeltextils mittels der Behandlungseinheit durch 5 Besprühen mittels eines oder mehrerer Strahlen mit dem Behandlungsmittel, so dass es von dem Behandlungsmittel durchströmt wird; b) Aufnehmen von Aufnahmen eines sich in der Behandlungskammer befindenden
Einzeltextils vor oder zeitgleich zu der Behandlung des Einzeltextils mittels der mindestens einen Kamera und zeitversetzt zeitgleich zu der Behandlung des
Einzeltextils mittels der mindestens einen Kamera; c) Vergleichen der aufgenommenen Aufnahmen; und d) Steuern und/oder Regeln der Behandlung des Einzeltextils in Abhängigkeit des
Vergleichs.
Mit dem Verfahren kann erkannt werden, ob ein Fleck oder eine Verschmutzung mittels der
Behandlung vorhanden ist und durch das zeitversetzte Aufnehmen der Aufnahmen, ob er oder sie herausgewaschen wird oder ist. Das Erkennen eines Flecks oder einer
Verschmutzung erfolgt beispielsweise über Detektion von farblichen Veränderungen an einer
Stelle des Einzeltextils. Wenn farbliche Veränderungen an der Stelle auftreten, dann deutet dies darauf hin, dass sich dort ein Fleck oder eine Verschmutzung befindet. Diese Stelle kann dann partiell intensiver behandelt werden. Wenn über einen vorbestimmten Zeitraum keine weitere Veränderung festgestellt wird, kann davon ausgegangen werden, dass der Fleck oder die Verschmutzung entfernt wurde und die Behandlung wird entsprechend beendet.
Der Schritt b) weist mehrere Varianten auf: In einer ersten Variante weist der Schritt b)
Aufnehmen der Aufnahme vor der Behandlung des Einzeltextils und Aufnehmen der weiteren
Aufnahme zeitgleich zu der Behandlung auf. In einer zweiten Variante weist der Schritt b)
Aufnehmen der Aufnahme zeitgleich zu der Behandlung des Einzeltextils und Aufnehmen der weiteren Aufnahme zeitgleich zu der Behandlung auf, wobei die Aufnahmen zu verschiedenen Zeitpunkten der Behandlung aufgenommen werden. Eine dritte Variante vereint die erste Variante und die zweite Variante. Bevorzugt werden die Schritte b) bis d) in zeitlichen Intervallen wiederholt, wobei das Aufnehmen der Aufnahme des sich in der
Behandlungskammer befindenden Einzeltextils zeitgleich zu der Behandlung des Einzeltextils durchgeführt wird. Hierdurch kann z.B. eine Behandlungsdauer von der Entfernung des
Fleckens oder der Verschmutzung abhängig ausgeführt werden.
Bevorzugt wird der Schritt b) derart ausgeführt, dass jeweils eine Vorder- und Rückseite des
Einzeltextils aufgenommen werden. Dadurch können Flecken bzw. Verschmutzungen am gesamten Einzeltextil erkannt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben, Es zeigt schematisch und nicht maßstabsgerecht
Fig. 1 eine skizzierte Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Fig. 1 zeigt eine skizzierte Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung. Die Vorrichtung ist zur Behandlung eines Einzeltextils 6 ausgebildet. Sie weist eine Behandlungskammer 7, die ausgebildet ist, das Einzeltextil 6 aufzunehmen; eine Stützeinheit 5, die ausgebildet ist, das Einzeltextil 6 zu stützen und/oder zu fixieren; und eine verfahrbare Behandlungseinheit 4 zum Einbringen eines Behandlungsmittels (nicht gezeigt) in die Behandlungskammer 7 auf.
Die Vorrichtung weist eine vertikale Verschiebung 2 und eine horizontale Verschiebung 3 auf, entlang von denen die verfahrbare Behandlungseinheit 4 entlang des Einzeltextils 6 verfahrbar ist. Die verfahrbare Behandlungseinheit 4 ist ausgebildet, das Einzeltextil 6 mittels eines oder mehrerer Strahlen mit dem Behandlungsmittel zu besprühen, so dass es von dem
Behandlungsmittel durchströmt und ggf. massiert wird. Ferner weist die Vorrichtung mindestens eine Kamera 1 auf, die ausgebildet ist, Aufnahmen des Einzeltextils 6 aufzunehmen. Die mindestens eine Kamera 1 ist in der Behandlungskammer 3 fest positioniert. Bevorzugt ist weiterhin eine weitere Kamera (nicht gezeigt) an der verfahrbaren
Behandlungseinheit 4 angeordnet. Weiterhin weist die Vorrichtung eine Steuer- und/oder
Regeleinrichtung (nicht gezeigt) auf, die eingerichtet und ausgebildet ist, die Behandlung des
Einzeltextils 6 mittels der verfahrbaren Behandlungseinheit 3 in Abhängigkeit der von der mindestens einen Kamera 1 aufgenommenen Aufnahmen zu steuern und/oder zu regeln.
Bei Betrieb wird ein Verfahren zur Behandlung eines Einzeltextils in der Vorrichtung durchgeführt. Das Verfahren weist eine Behandlung des Einzeltextils 6 mittels der
Behandlungseinheit 4 durch Besprühen mittels eines oder mehrerer Strahlen mit dem
Behandlungsmittel auf, so dass es von dem Behandlungsmittel durchströmt wird. Ferner werden Aufnahmen des sich in der Behandlungskammer befindenden Einzeltextils 6 vor oder zeitgleich zu der Behandlung des Einzeltextils 6 und zeitversetzt zeitgleich zu der
Behandlung des Einzeltextils 6 mittels der mindestens einen Kamera 1 und/oder der sich an der verfahrbaren Behandlungseinheit 4 befindenden Kamera aufgenommen. Die aufgenommenen Aufnahmen werden verglichen, und die Behandlung des Einzeltextils 6 wird in Abhängigkeit des Vergleichs gesteuert und/oder geregelt.
Bezugszeichenliste 1 Kamera 2 vertikale Verschiebung 3 horizontale Verschiebung 4 Behandlungseinheit 5 Stützeinheit 6 Einzeltextil 7 Behandlungskammer

Claims (10)

Patentansprüche
1. Vorrichtung zur Behandlung eines Einzeltextils (6), aufweisend - eine Behandlungskammer (7), die ausgebildet ist, das Einzeltextil (6) aufzunehmen; - eine Stützeinheit (5), die ausgebildet ist, das Einzeltextil (6) zu stützen und/oder zu fixieren; - eine verfahrbare Behandlungseinheit (4) zum Einbringen eines Behandlungsmittels in die Behandlungskammer (3), wobei die verfahrbare Behandlungseinheit (4) ausgebildet ist, entlang des Einzeltextils (6) verfahren zu werden und das Einzeltextil (6) mittels eines oder mehrerer Strahlen mit dem Behandlungsmittel zu besprühen, so dass es von dem Behandlungsmittel durchströmt wird; - mindestens eine Kamera (1), die ausgebildet ist, Aufnahmen des Einzeltextils (6) aufzunehmen; und - eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung, die eingerichtet und ausgebildet ist, die Behandlung des Einzeltextils (6) mittels der verfahrbaren Behandlungseinheit (3) in Abhängigkeit der von der mindestens einen Kamera (1) aufgenommenen Aufnahmen zu steuern und/oder zu regeln.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung eingerichtet und ausgebildet ist, die mindestens eine Kamera (1) derart zu steuern und/oder zu regeln, dass sie Aufnahmen vor der Behandlung und zeitgleich zu der Behandlung des Einzeltextils (6) aufnimmt, und weiterhin eingerichtet und ausgebildet ist, die aufgenommenen Aufnahmen zu vergleichen und anhand des Vergleichs die Behandlung des Einzeltextils (6) mittels der verfahrbaren Behandlungseinheit (3) zu steuern und/oder regeln.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung eingerichtet und ausgebildet ist, die mindestens eine Kamera (1) derart zu steuern und/oder zu regeln, dass sie zeitgleich zu der Behandlung in zeitlichen Intervallen Aufnahmen des Einzeltextils (6) aufnimmt, und weiterhin eingerichtet und ausgebildet ist, die aufgenommenen Aufnahmen zu vergleichen und anhand des Vergleichs die Behandlung des Einzeltextils (6) mittels der verfahrbaren Behandlungseinheit (3) zu steuern und/oder regeln.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Kamera (1) in der Behandlungskammer (7) fest positioniert ist und/oder an der verfahrbaren Behandlungseinheit (3) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine oder mehrere Lichtquellen, die angeordnet und ausgebildet sind, jeweils mindestens eine Innenraumwand der Behandlungskammer (7) zu beleuchten.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenraumwände der Behandlungskammer (7) ausgebildet sind, Licht zu streuen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet durch mindestens zwei weitere Lichtquellen, die beabstandet von der mindestens einen Kamera (1) und in einem rechten Winkel zueinander angeordnet sind, so dass ihre Lichtrichtungen eine Fläche aufspannen, die parallel zu dem Einzeltextil (6) ist und orthogonal zu einer Blickrichtung der mindestens einen Kamera (1) ausgerichtet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle(n) und/oder zusätzlichen Lichtquellen jeweils einzeln ein- und ausschaltbar sind.
9. Verfahren zur Behandlung eines Einzeltextils in einer Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, aufweisend folgende Schritte a) Durchführen einer Behandlung des Einzeltextils (6) mittels der Behandlungseinheit (3) durch Besprühen mittels eines oder mehrerer Strahlen mit dem Behandlungsmittel, so dass es von dem Behandlungsmittel durchströmt wird; b) Aufnehmen von Aufnahmen des sich in der Behandlungskammer (7) befindenden Einzeltextils (6) vor oder zeitgleich zu der Behandlung des Einzeltextils (6) mittels der mindestens einen Kamera (1) und zeitlich nachgelagert zeitgleich zu der Behandlung des Einzeltextils (6) mittels der mindestens einen Kamera (1); c) Vergleichen der aufgenommenen Aufnahmen; und d) Steuern und/oder Regeln der Behandlung des Einzeltextils (6) in Abhängigkeit des Vergleichs.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schritte b) bis d) in zeitlichen Intervallen wiederholt werden.
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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2009057177A1 (en) * 2007-10-31 2009-05-07 Sergio Zaglio Machine for cleaning, washing, drying and ironing clothes and garments
DE102008039669A1 (de) * 2008-08-26 2010-03-04 Miele & Cie. Kg Einrichtung zur textilen Pflege, insbesondere von Hemden, Blusen, Jacken oder anderen Kleidungsstücken
WO2018159358A1 (ja) * 2017-03-03 2018-09-07 パナソニックIpマネジメント株式会社 衣類洗浄装置
CN110318233A (zh) * 2018-03-30 2019-10-11 青岛海尔洗衣机有限公司 自动熨烫干衣设备及其控制方法

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