BE1031004B1 - Eckblocksegment für eine Walze einer Zerkleinerungsvorrichtung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Eckblocksegment (2) zur Befestigung an einem zylindrischen Walzenkörper (104) einer Walze (102) einer Zerkleinerungsvorrichtung (100) zur Zerkleinerung von Zerkleinerungsgut, wobei die Walze (102) zur Rotation um eine Mittelachse (116) der Walze (102) ausgebildet ist, das Eckblocksegment (2) aufweisend - einen Grundkörper (4), - eine am Grundkörper (4) festgelegte Segmentaußenseite (8), - eine am Grundkörper (4) festgelegte Segmentstirnseite (12), - einen am Grundkörper (4) festgelegten Eckbereich (10) zwischen der Segmentaußenseite (8) und der Segmentstirnseite (12) zur Ausbildung eines Walzenrandes (110) der Walze (102), und - eine am Grundkörper (4) festgelegte Aufnahmeseite (14), - wobei die Aufnahmeseite (14) zu einer Segmentaufnahme (106) des Walzenkörpers (104) korrespondiert und vom Eckbereich (10) abgewandt angeordnet ist, - wobei das Eckblocksegment (2) zumindest im Wesentlichen kreisringsektorförmig oder kreissektorförmig um eine gedachte Bezugsachse (16) des Eckblocksegments (2) geformt ist, - wobei die Segmentaußenseite (8) gekrümmt ist und von der Bezugsachse (16) abgewandt angeordnet ist, und - wobei im Längsschnitt durch die Bezugsachse (16) der Eckbereich (10) einen Radius (18) von wenigstens 5 mm aufweist, und, bevorzugt, wobei im Längsschnitt durch die Bezugsachse (16) die Segmentaußenseite (8) wenigstens einen zum Eckbereich (10) hin zugespitzten Abschnitt (20) aufweist.
Description
1: BE2022/5888
Eckblocksegment für eine Walze einer Zerkleinerungsvorrichtung
Die Erfindung betrifft ein Eckblocksegment zur Befestigung an einem Walzenkörper einer Walze einer Zerkleinerungsvorrichtung zur Zerkleinerung von Zerkleinerungsgut, wobei die Walze zur Rotation um eine Mittelachse der Walze ausgebildet ist. Zur
Ausbildung eines Walzenrandes der Walze weist das Eckblocksegments einen
Eckbereich auf. Ferner betrifft die Erfindung eine Walze mit dem Eckblocksegment, eine Zerkleinerungsvorrichtung mit dem Eckblocksegment, ein System mit dem
Eckblocksegment und einen Randkôrper für das Eckblocksegment.
Die Zerkleinerungsvorrichtung ist insbesondere vorgesehen zum Zerkleinern von
Zerkleinerungsgut wie Hartgestein bzw. Rohstoffe in der Steine- und Erdenindustrie, in der Erz- und Natursteinaufbereitung, im Bergbau und/oder in der Zementindustrie.
Bei dem Zerkleinerungsgut handelt es sich insbesondere um Erze, beispielsweise
Eisenerz, Kupfererz und/oder Golderz. Das Zerkleinerungsgut (auch: Mahlgut bzw.
Erz) liegt meist stúckig und/oder körnig vor.
Bei der Zerkleinerungsvorrichtung handelt es sich insbesondere um eine
Walzenmühle und/oder eine Rollenpresse. Insbesondere kann mit der
Zerkleinerungsvorrichtung eine Hochdruckbehandlung des Zerkleinerungsguts bzw. kôrnigen Mahlguts durchgeführt werden. Bei der Zerkleinerungsvorrichtung wird
Zerkleinerungsgut typischerweise zwischen zwei zumindest im Wesentlichen parallel angeordneten und gegensinnig rotierenden bzw. rotierbaren Walzen zerkleinert.
Bei der Zerkleinerung mittels Walzen in der Zerkleinerungsvorrichtung sind die
Walzen Verschleiß ausgesetzt. Insbesondere verschleiBen die Walzenränder besonders stark gegenüber einer Walzenaußenfläche, also dem Bereich zwischen den Walzenrändern. Um nicht eine ganze Walze austauschen zu müssen, hat es sich bewährt, den Walzenrand durch mehrere an dem Walzenkörper lösbar befestigte
Eckblocksegmente zu bilden. Die Eckblocksegmente sind jeweils meist im
Wesentlichen ringabschnittsförmig bzw. scheibenabschnittsförmig geformt, so dass mehrere davon im Wesentlichen zu einem Ring bzw. zu einer Scheibe
„2- BE2022/5888 zusammensetzbar sind. So kann der Walzenrand durch einen Tausch der
Eckblocksegmente erneuert werden.
Nachteilig an der Verwendung des Eckblocks bzw. der Eckblocksegmente ist, dass in den Bereich zwischen einem einzelnen Eckblocksegment und dem Walzenkôrper bei der Zerkleinerung oder beim Austauschen von dem Eckblocksegment
Zerkleinerungsgut dringen kann, wodurch die Montage bzw. Demontage erschwert sein kann. Insbesondere wenn das Eckblocksegment nicht flächig bzw. gleichmäßig am Walzenkörper anliegt, oder auch wenn das Eckblocksegment bei der
Zerkleinerung insbesondere elastisch verformt wird, kann es zur Beschädigung von
Eckblocksegment und/oder Walzenkörper kommen.
Daher ist die Aufgabe der Erfindung, ein Eckblocksegment, eine Walze, eine
Zerkleinerungsvorrichtung und ein System anzugeben, bei dem die Nachteile des
Standes der Technik vermieden oder aber zumindest im Wesentlichen reduziert werden. Insbesondere soll das Eckblocksegment einen verbesserten Widerstand gegen Verschleiß aufweisen und/oder die Walze noch langlebiger machen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst durch ein Eckblocksegment nach Anspruch 1, eine Walze nach Anspruch 9, eine Zerkleinerungsvorrichtung nach Anspruch 12, ein System nach Anspruch 14 und einen Randkörper nach Anspruch 15. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Vorgeschlagen wird ein Eckblocksegment zur Befestigung an einem zylindrischen
Walzenkörper einer Walze einer Zerkleinerungsvorrichtung zur Zerkleinerung von
Zerkleinerungsgut. Hierbei ist die Walze zur Rotation um eine Mittelachse der Walze ausgebildet. Das Eckblocksegment weist auf: einen Grundkörper, eine am
Grundkörper festgelegte Segmentaußenseite, eine am Grundkörper festgelegte
Segmentstirnseite, einen am Grundkörper festgelegten Eckbereich zwischen der
Segmentaußenseite und der Segmentstirnseite zur Ausbildung eines Walzenrandes der Walze, und eine am Grundkörper festgelegte Aufnahmeseite.
Hierbei korrespondiert die Aufnahmeseite zu einer Segmentaufnahme des
Walzenkörpers und ist vom Eckbereich abgewandt angeordnet, wobei das
73 BE2022/5888
Eckblocksegment zumindest im Wesentlichen kreisringsektorförmig oder kreissektorförmig um eine gedachte Bezugsachse des Eckblocksegments geformt ist, wobei die SegmentauBenseite gekrümmt ist und von der Bezugsachse abgewandt angeordnet ist, und wobei im Längsschnitt durch die Bezugsachse der Eckbereich einen Radius von wenigstens 5 mm aufweist, und, bevorzugt, wobei im Längsschnitt durch die Bezugsachse die SegmentauBenseite wenigstens einen zum Eckbereich hin zugespitzten Abschnitt aufweist.
Die Aufnahmeseite korrespondiert zu einer Segmentaufnahme des Walzenkörpers und ist vom Eckbereich abgewandt angeordnet. Das Eckblocksegment ist zumindest im Wesentlichen ringsektorförmig oder scheibensektorförmig um eine gedachte
Bezugsachse des Eckblocksegments geformt. Die SegmentauBenseite ist gekrümmt.
Die SegmentauBenseite ist von der Bezugsachse abgewandt angeordnet. Im
Längsschnitt durch die Bezugsachse — also parallel zur Bezugsachse — weist der
Eckbereich einen Radius von wenigstens 5 mm auf. Im Längsschnitt durch die
Bezugsachse kann die SegmentauBenseite wenigstens einen zum Eckbereich hin zugespitzten Abschnitt aufweisen.
Insbesondere wird vorgeschlagen, dass der Eckbereich wenigstens abschnittsweise verrundet ist und/oder konvex ausgebildet ist. Der Eckbereich soll insbesondere nicht scharfkantig sein. So wird eine größere Lebensdauer des Eckblocksegments erreicht, ohne dass die Qualität der Zerkleinerung leidet. Es hat sich nämlich gezeigt, dass mit einem Radius von wenigstens 5 mm die vom Zerkleinerungsgut auf die Walze resultierende Zerkleinerungskraft, die in der Regel im Wesentlichen radial gerichtet ist, leicht in eine axiale Richtung gelenkt werden kann. Daraus resultiert, dass das
Eckblocksegment entlang der Mittelachse eine Kraft erfährt, die das Eckblocksegment selbst an den Walzenkörper herandrücken kann und so das Entstehen eines Spalts zwischen Eckblocksegment und Walzenkörper vermeiden kann. Noch bessere
Ergebnisse wurden erzielt, wenn der Radius an den zugespitzten Abschnitt angrenzt, also wenn die SegmentauBenseite zum Radius hin verjüngt ist. Das verringert zusätzlich die Größe des Hebels, an denen die Zerkleinerungskräfte zur Verformung des Eckblocksegmentes vom Walzenkörper weg angreifen können, und das verringert außerdem die am Eckblocksegment entstehenden Zerkleinerungskräfte durch einen lokal vergrößerten Arbeitsspalt.
„4- BE2022/5888
Insbesondere ist der Grundkörper metallisch. Es hat sich mit Vorteil insbesondere bei metallischen Grundkörpern gezeigt, dass besonders gute Lebensdauern für das
Eckblocksegment erreicht werden. Der metallische Grundkörper kann beispielsweise durch Verschraubung mit hohen Drehmomenten an der Verschraubung befestigt werden, ohne dass er beschädigt wird.
Dadurch, dass die Aufnahmeseite zu einer Segmentaufnahme des Walzenkörpers korrespondiert, kann das Eckblocksegment möglichst passgenau von dem
Walzenkörper aufgenommen werden. Insbesondere bedeutet das, dass die
Segmentaufnahme abschnittsweise einer Form der Aufnahmeseite entspricht, so dass die Segmentaufnahme flächig an der Aufnahmeseite anliegen kann. Beispielsweise sind die Segmentaufnahme und die Aufnahmeseite jeweils, bevorzugt im Längsschnitt durch die Bezugsachse bzw. Mittelachse, zumindest im Wesentlichen und/oder abschnittsweise L-förmig.
Unter einem Eckblocksegment ist ein Produkt zu verstehen, von dem mehrere eine ring- oder scheibenförmigen Baugruppe ausbilden können. Die einzelnen
Eckblocksegmente sind insbesondere Teil eines zu bildenden Rings bzw. einer zu bildenden Scheibe. Jedes Eckblocksegment deckt insbesondere einen Sektor bzw. ein Segment um die Mittelachse bzw. die Bezugsachse ab. Weil das
Eckblocksegment einen Walzenrand bereitstellen soll, also eine Ecke der Walze, beinhaltet es namentlich „Eck“. Weil das Eckblocksegment im Grunde bevorzugt blockförmig ist, beinhaltet es namentlich „block“. Blockförmig bedeutet hier, dass das
Segment so klein gewählt ist, beispielsweise im Bereich von 5° bis 15°, insbesondere betragend 10° +/- 2,5° um die Mittelachse bzw. die Bezugsachse, dass es eher Block- als Ringsegment-förmig bzw. Scheibensegment-förmig zu bezeichnen ist, weil die
Krümmung rein optisch unwesentlich wirkt bzw. untergeht.
Die Segmentaufnahme ist insbesondere umlaufend an einer oder an beiden
Walzenstirnseiten vorgesehen. Die Segmentaufnahme kann L-förmig ausgebildet sein. Die Segmentaufnahme kann mit insbesondere parallel zur Mittelachse weisenden Öffnungen versehen sein, an denen das Eckblocksegment befestigt bzw. verschraubt werden kann. In der Segmentaufnahme können mehrere
Eckblocksegmente nebeneinander aufgenommen werden, um die Segmentaufnahme auszufüllen und den Walzenrand zu bilden. Beispielsweise können 36
Eckblocksegmente in einer Segmentaufnahme aufgenommen werden, soweit jedes
Eckblocksegment sich über 10° Umfangswinkel um die Mittelachse bzw. seine
Bezugsachse erstreckt. Möglich sind auch 5 bis zu 30° Umfangswinkel oder noch 5 mehr.
Mehrere Eckblocksegmente können über Kontaktseiten bzw. Kontaktflächen der
Eckblocksegmente aneinander angelegt werden. Die Kontaktseiten können profiliert sein und/oder zumindest im Wesentlichen eben ausgebildet sein. Einander gegenüberliegende bzw. einander zugewandte Kontaktseiten von zwei
Eckblocksegmenten können zueinander korrespondierend ausgebildet sein. Die
Kontaktseiten können am Grundkörper und/oder am Randkörper vorliegen. Die
Kontaktseiten verlaufen zumindest im Wesentlichen parallel zur Bezugsachse und/oder beabstandet von der Bezugsachse.
Die gedachte Bezugsachse liegt typischerweise außerhalb von der körperlichen
Erstreckung des Eckblocksegments. Die Bezugsachse verläuft typischerweise quer zur Segmentstirnseite und/oder zumindest im Wesentlichen parallel zur
SegmentauBenseite. Die gedachte Bezugsachse soll mit der Mittelachse der Walze zusammenfallen, damit das Eckblocksegment gut und unter Erzeugung möglichst geringer Unwuchten in den Walzenkörper passt und den Walzenrand bereitstellen kann.
Die Walze ist typischerweise zumindest im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet.
Inmitten der Walze verläuft die Mittelachse. Die Mittelachse verläuft insbesondere zumindest im Wesentlichen senkrecht durch die Walzenstirnseiten und/oder ist von der WalzenauBenseite umgeben. Die Walze kann um die Mittelachse — insbesondere zumindest im Wesentlichen ohne eine nennenswerte Unwucht - rotieren. Die Walze weist bevorzugt einen Durchmesser von 0,5 m bis zu 6 m auf. Besonders bevorzugt ist die Walze mit einem Durchmesser von 0,95 m bis zu 3 m ausgestattet.
Der Walzenkörper weist beispielsweise einen Stahl auf. Insbesondere weist der
Walzenkörper einen Schmiedestahl auf oder besteht daraus. Insbesondere kann die
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Walze bzw. der Walzenkôrper aus einem Stahl mit der Bezeichnung 18NiCrMo14-6 hergestellt sein.
Der Grundkôrper des Eckblocksegments weist vorzugsweise Metall auf oder besteht daraus. Beispielsweis kann der Grundkörper aus einem Stahl der Sorte S355 hergestellt sein. An diesen Grundkörper kann gut etwas angelôtet werden. Zudem ist der Grundkörper auf diese Weise günstig und gut mit trennenden Fertigungsverfahren bearbeitbar.
Die SegmentauBenseite ist gekrümmt, insbesondere um die Bezugsachse. Unter der
SegmentauBenseite ist eine Seite des Eckblocksegments zu verstehen, die typischerweise radial nach außen gerichtet ist, um in Kontakt mit dem
Zerkleinerungsgut zu treten. Abgewandt von der SegmentauBenseite, und zwar betrachtet im Längsschnitt durch die Bezugsachse, ist insbesondere ein Teil der
Aufnahmeseite.
Die Segmentstirnseite ist typischerweise in axialer Richtung entlang der Bezugsachse bzw. der Mittelachse nach außen gerichtet ist, um allenfalls in lateralen bzw. stirnseitigen Kontakt mit dem Zerkleinerungsgut zu treten. Abgewandt von der
Segmentstirnseite, und zwar im Längsschnitt durch die Bezugsachse, ist insbesondere ein Teil (bzw. der restliche Teil) der Aufnahmeseite.
Der Eckbereich ist insbesondere zwischen der SegmentauBenseite und der
Segmentstirnseite angeordnet. Insbesondere grenzen die SegmentauBenseite und die
Segmentstirnseite im Längsschnitt durch die Bezugsachse gegenüberliegend an den
Eckbereich bzw. nur mittelbar aneinander. Der Eckbereich ist insbesondere nicht unbedingt klar abgrenzbar von der SegmentauBenseite und der Segmentstirnseite.
Das liegt typischerweise daran, dass die genannten Seiten und der Eckbereich möglichst stetig bzw. stufenlos ineinander übergehen sollten. Insbesondere weil der
Eckbereich einen Radius aufweist, ist er nicht immer klar und eindeutig von der ggf. spitz auf den Eckbereich zulaufenden Segmentaußenseite zu trennen. Jedenfalls betrifft die Erfindung die Tatsache, dass das Eckblocksegment in dem Bereich, in dem der Walzenrand ausgebildet wird, verrundet ist, um eine Axialkraftkomponente in
Richtung des Walzenkörpers bei der Zerkleinerung herbeizuführen.
1: BE2022/5888
Insbesondere deckt die Erfindung auch den Fall ab, dass die Segmentstirnseite, der
Eckbereich und die SegmentauBenseite sich teilweise oder vollständig überdecken.
Die Aufnahmeseite kann teilweise abgewandt von der Segmentstirnseite und teilweise abgewandt von der SegmentauBenseite angeordnet sein. Insbesondere ist die
Aufnahmeseite von dem Eckbereich abgewandt angeordnet, das heißt insbesondere: die Aufnahmeseite und der Eckbereich sind am Eckblocksegment auf diametral gegenüberliegenden Seiten angeordnet.
Die Segmentstirnseite ist Insbesondere zumindest im Wesentlichen quer zur
SegmentauBenseite und/oder zur Bezugsachse angeordnet. Der Eckbereich kann einen Übergang zwischen der Segmentstirnseite und der SegmentauRenseite ausbilden.
Die SegmentauBenseite, insbesondere der zugespitzte Abschnitt, ist beispielsweise konisch geformt. Insbesondere verjüngt sich die SegmentauBenseite bzw. der zugespitzte Abschnitt in Richtung des Eckbereichs und/oder in Richtung der
SegmentauRenseite.
Gemäß einer modifizierten Ausführungsform ist vorgesehen, dass bei dem
Eckblocksegment der Radius wenigstens 10 mm und/oder bis zu einschließlich 40 mm beträgt, vorzugsweise wenigstens 20 mm und/oder bis zu einschließlich 30 mm beträgt. In anderen Worten, möglich ist es, dass der Radius wenigstens 10 mm und/oder bis zu einschließlich 40 mm beträgt, vorzugsweise wenigstens 20 mm und/oder bis zu einschließlich 30 mm beträgt. So wird erreicht, dass das
Eckblocksegment noch besser am Walzenkörper anliegen kann. Besonders bevorzugt ist ein Radius von 25 mm +/- 2 mm vorgesehen, um auch bei verschiedenen
Durchmessern von Walzen mit guten Ergebnissen einsetzbar zu sein.
Gemäß einer modifizierten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die
Segmentaußenseite konisch ausgebildet ist und/oder wobei die Segmentaußenseite insbesondere stufenlos und/oder stetig an den Eckbereich angrenzt.
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Gemäß einer modifizierten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der zugespitzte
Abschnitt, insbesondere stufenlos und/oder stetig, an einen zylindermantelabschnittsförmigen Abschnitt der Segmentaußenseite angrenzt.
Wenn der zugespitzte Abschnitt konisch ausgebildet ist und/oder der zugespitzte
Abschnitt, insbesondere stufenlos und/oder stetig, an den Eckbereich angrenzt, kann eine besonders günstige Materialbelastung erreicht werden. Die
Bruchwahrscheinlichkeit wird deutlich gesenkt, da die Materialermüdung aufgrund niedrigerer Maximalbelastungen deutlich verzögert wird. Insbesondere kann der zugespitzte Abschnitt zylindermantelabschnittsförmig bzw. zylindermantelsektorförmig ausgebildet sein. Dabei soll der Übergang vom zugespitztem Abschnitt und Radius stufenlos bzw. kantenlos bzw. stetig, also im Wesentlichen ohne abrupte
Steigungsänderung im Längsschnitt durch die Bezugsachse, vorliegen.
Wenn der zugespitzte Abschnitt, insbesondere stufenlos und/oder stetig, an einen zumindest im Wesentlichen zylindermantelabschnittsförmigen Abschnitt der
Segmentaußenseite angrenzt, kann auch der Übergang zum Walzenkörper günstig ausgestaltet sein. Weil der Walzenkörper eine meist im Wesentlichen zylindrische
Walzenaußenseite bzw. Walzenaußenfläche aufweist, kann so der zylindermantelabschnittsförmige Abschnitt flach bzw. eben in die Walzenaußenseite bzw. Walzenaußenfläche übergehen. Auch dies verbessert die mechanischen
Eigenschaften und erhöht die Lebensdauer der Walze.
Gemäß einer modifizierten Ausführungsform weist das Eckblocksegment wenigstens einen mit dem Grundkörper verbundenen, insbesondere verlöteten, Randkörper auf.
Der Randkörper weist insbesondere Hartmetall und/oder Wolframkarbid auf oder besteht aus Hartmetall und/oder Wolframkarbid bzw. ist daraus hergestellt.
Insbesondere kann so Material eingespart werden und es kann ein hochstabiles sowie verschleißfestes Eckblocksegment bereitgestellt werden. Gerade ein Verlöten stellt eine besonders robuste und geeignete Verbindung dar und ist dem Verschweißen und dem Verschrauben aufgrund der Langlebigkeit und aus Gründen einfachen
Wiederaufbereitungsmöglichkeiten vorzuziehen.
-9- BE2022/5888
Alternativ oder ergänzend ist es möglich, dass der Grundkörper und der Randkôrper monolithisch bzw. einstückig ausgebildet sind. So kann im Grunde die theoretische
Unterscheidung zwischen Grundkôrper und Randkôrper erschwert bis unmôglich sein.
Der Grundkörper kann insofern von den Merkmalen des Randkôrpers Gebrauch machen. Der Grundkörper kann — wenigstens abschnittsweise — Hartmetall aufweisen oder daraus hergestellt sein. Der Grundkôrper kann — wenigstens abschnittsweise — die SegmentauBenseite, den Eckbereich, die Segmentstirnseite und/oder die
Aufnahmeseite aufweisen.
Zur Verbindung von dem Grundkörper mit dem Randkörper bzw. mit den Randkörpern kônnen ein Vorsprung und ein zum Vorsprung korrespondierender Rücksprung vorgesehen sein. Vorsprung und Rücksprung kônnen jeweils an Grundkôrper bzw.
Randkôrper vorgesehen sein und/oder zum ineinander Eingreifen ausgebildet sein.
Der Vorsprung bzw. der Rücksprung kann Teil des Grundkôrpers und/oder des
Randkôrpers sein, insbesondere einstückig bzw. monolithisch damit ausgebildet sein.
So kann die Verbindung dadurch verstärkt werden, dass eine größere Fläche aneinander anliegt. Insbesondere kann ein Formschluss bereitgestellt werden.
Vorzugsweise ist der Vorsprung am Randkörper vorgesehen, um in den Rücksprung am Grundkörper einzugreifen. Diese Anordnung führt zu einer grôBtmôglichen
Kraftübertragung längs der Mittelachse bzw. Bezugsachse, weil der Vorsprung dann aus dem gegenüber dem Grundkörper meist härteren Material des Randkörpers bestehen kann. Dann kann der Vorsprung klein dimensioniert bleiben, um die Kräfte zu übertragen, und ohne, dass ein Materialversagen gefürchtet werden müsste. In dem Fall, dass der Vorsprung am Grundkörper vorgesehen ist, liegt am Vorsprung meist ein gegenüber dem Randkörper duktileres Material des Vorsprungs vor, das daher anders ausgelegt werden muss bzw. größer dimensioniert sein muss. Dennoch sind beide Anordnungen möglich.
Wenn Vorsprung und Rücksprung zueinander korrespondieren, ist damit gemeint, dass Vorsprung und Rücksprung wenigstens abschnittsweise gleichförmig ausgebildet sind, so dass die Segmentaufnahme flächig an der Aufnahmeseite anliegen kann, und/oder so dass ein Formschluss in einer Richtung, beispielsweise längs der
Bezugsachse, vorliegen kann. Beispielsweise sind der Vorsprung und der Rücksprung
-10- BE2022/5888 jeweils, bevorzugt im Längsschnitt durch die Bezugsachse bzw. Mittelachse, zumindest im Wesentlichen U-fôrmig.
Der Vorsprung und/oder der Rücksprung kann um die Bezugsachse gekrümmt ausgeformt sein. Der Vorsprung und/oder der Rücksprung kann in einer Ebene orthogonal zur Bezugsachse um die Bezugsachse verlaufen. Das erleichtert das
Positionieren einzelner Randkôrper nebeneinander an einem Grundkôrper, der mit mehreren Randkôrpern zu verbinden bzw. zu verlôten ist.
Dank des Vorsprung und des Rücksprungs können Randkôrper und Grundkörper aneinander geführt werden. Das erleichtert das passgenaue Verbinden von
Grundkörper und Randkôrper, damit das Eckblocksegment möglichst passgenau sowohl mit Grundkörper als auch mit Randkôrper in der Segmentaufnahme aufgenommen werden kann, ohne dass es zu ungewollten Spaltbildungen kommt.
Môglichst ist es, dass der Grundkôrper den Eckbereich und/oder die
SegmentauBenseite aufweist. Es kann auch gänzlich auf den Randkôrper verzichtet werden. So kann der Grundkôrper mit beliebigen hier beschriebenen Eigenschaften des Randkörpers versehen sein.
Der Randkörper kann den Eckbereich und/oder die SegmentauBenseite aufweisen.
Insbesondere in diesem Fall wird sichergestellt, dass das Eckblocksegment besonders verschleitfest ist, weil der bereits verschleitfeste Randkörper nun auch den in der Regel sehr verschleiBbehafteten Eckbereich bzw. die sehr verschleiBbehaftete SegmentauBenseite aufweist.
Gemäß einer modifizierten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Grundkörper eine sich längs der Bezugsachse erstreckende Öffnung zur lösbaren Verbindung mit dem Walzenkörper, beispielsweise mittels Verschrauben, aufweist. Die Öffnung kann auch im Randkörper vorgesehen sein. Die Öffnung eignet sich gut zur Befestigung am
Walzenkörper mittels Verschrauben. Die Öffnung kann mit einer Versenkung für einen
Schraubenkopf versehen sein, damit der Schraubenkopf nicht oder nur unwesentlich vom Eckblocksegment vorsteht.
11 BE2022/5888
Ferner wird eine Walze vorgeschlagen. Die Walze ist vorgesehen für eine
Zerkleinerungsvorrichtung zur Zerkleinerung von Zerkleinerungsgut und ausgebildet zur Rotation um eine Mittelachse der Walze. Die Walze weist auf: wenigstens ein
Eckblocksegment nach einer der vorbeschriebenen Ausführungsformen einzeln oder
In Kombination auf: einen zylindrischen Walzenkôrper mit einer Segmentaufnahme für das Eckblocksegment, wobei der Walzenkôrper zwei längs der Mittelachse voneinander abgewandte Walzenstirnseiten aufweist, und mit einer sich zwischen den
Walzenstirnseiten erstreckenden, und einen Zylindermantel bildenden,
WalzenauBenseite ausgebildet ist, wobei die Segmentaufnahme an wenigstens einer der Walzenstirnseiten für das Eckblocksegment zur Ausbildung eines Walzenrandes durch den Eckbereich des Eckblocksegments angeordnet ist, wobei das
Eckblocksegment in der Segmentaufnahme derart aufgenommen ist, dass die
Bezugsachse und die Mittelachse koaxial oder parallel verlaufen.
Damit die Mittelachse und die Bezugsachse parallel verlaufen können, wenn das
Eckblocksegment in der Segmentaufnahme aufgenommen ist, sollte die
Segmentaufnahme umlaufend um die Mittelachse gekrümmt auskonstruiert sein. Die
Segmentaufnahme sollte einen Abstand zur Mittelachse aufweisen, der dem Abstand des Eckblocksegments bzw. der kôrperlichen Bestandteile des Eckblocksegments zur
Bezugsachse entspricht. Anders gesagt sollte die Segmentaufnahme in gleicher
Weise wie das Eckblocksegment gekrümmt sein. Alternativ oder ergänzend sollte die
Segmentaufnahme im Querschnitt durch die Mittelachse im Wesentlichen einer
Fläche des Eckblocksegments im Querschnitt durch die Bezugsachse entsprechen.
Dann kônnen die Bezugsachse und die Mittelachse einfach und sicher koaxial oder parallel verlaufen.
Gemäß einer modifizierten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Walzenkörper quer zur Mittelachse weisende, an der WalzenauBenseite zugängliche und an der
WalzenauBenseite umfänglich verteilt angeordnete Aufnahmen für Verschleikörper und/oder Verbindungsbereiche für Verschleilkörper aufweist. . Die Aufnahmen können zylindrisch ausgebildet sein. In einem einfachen Fall handelt es sich um bei den Aufnahmen um Bohrungen und/oder Sacklôcher. Die Verbindungsbereiche können Verbindungsmittel zur Verbindung mit den VerschleiBkörpern aufweisen.
Beispielsweise können als Verbindungsmittel zueinander korrespondierende
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Vorsprünge und Rücksprünge vorgesehen sein. Die Verbindungsbereiche können in den Aufnahmen vorgesehen sein.
Beispielsweise kônnen die Aufnahmen um die Mittelachse herum und/oder entlang der Mittelachse verteilt an dem Walzenkôrper bzw. der Walze verteilt vorgesehen sein, vorzugsweise derart, dass die WalzenauRBenseite von den Aufnahmen zumindest im Wesentlichen, vorzugsweise mit einem Flächenanteil von wenigstens 10 %, 20 %, 30 %, 50 % oder mehr, von den Aufnahmen bedeckt ist. Beispielsweise kônnen die
Aufnahmen insbesondere rotationssymmetrisch entlang eines um die Mittelachse gebildeten/gedachten Rotationskreises des Walzenkôrpers bzw. der Walze verteilt angeordnet sein. Es kônnen mehrere dieser Rotationskreise entlang der Mittelachse verteilt vorgesehen sein. Benachbarte Rotationskreise kônnen eine gleiche Anzahl an
Aufnahmen aufweisen und/oder um einen halben Winkelabstand einzelner in einem
Rotationskreis benachbarter Aufnahmen zueinander verdreht sein. So kann ein groBflächiger VerschleiBschutz der WalzenauBenseite erreicht werden.
Gemäß einer modifizierten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Walze die
Verschleifkôrper an der WalzenauBenseite aufweist. Insbesondere sind die
Verschleifkôrper in den Aufnahmen eingebracht. Alternativ oder zusätzlich sind die
Verschleifskôrper mit den Aufnahmen verbunden. Alternativ oder zusätzlich sind die
Verschleifkôrper mit den Verbindungsbereichen verbunden. Bei der Einbringung oder der Verbindung kann der VerschleiBkôrper beispielsweise verlôtet oder verklebt sein.
Vorzugsweise weisen die Verschleißkörper Hartmetall auf und/oder sind zylindrisch und/oder stabfôrmig und/oder bolzenfôrmig ausgebildet.
Dank der VerschleiBkôrper kann auch der Walzkörper bzw. die Walze im Bereich der
WalzenauBenseite gut vor Verschleiß geschützt werden, ohne dass unnötig viel verschleiBfestes Material aufgewendet werden muss.
Die VerschleilBkörper dienen demnach als eine Art Hartstoffe an dem Walzenkôrper, während der gegenüber den VerschleiRkörpern typischerweise duktilere bzw. weniger harte Walzenkörper dadurch geschützt wird.
Ferner wird eine Zerkleinerungsvorrichtung zur Zerkleinerung von Zerkleinerungsgut vorgeschlagen. Die Zerkleinerungsvorrichtung ist mit einer Antriebseinheit und mit
-13- BE2022/5888 zwei parallel zueinander gegensinnig um jeweils eine Mittelachse rotierbaren und mittels der Antriebseinheit antreibbaren Walzen ausgestattet. Hierbei sind die Walzen derart ausgestaltet und angeordnet, dass zwischen den Walzen ein einstellbarer
Arbeitsspalt für die Zerkleinerung ausgebildet ist, wobei die erste Walze ausgebildet ist nach einer der vorbeschriebenen modifizierten Ausführungsformen. Hierbei weist beispielhaft die zweite Walze radial vorstehende Seitenwände zum Eingrenzen des
Arbeitsspaltes längs der Mittelachsen auf.
Die Zerkleinerungsvorrichtung weist typischerweise eine Eingangsleistung bzw.
Antriebsleistung im Bereich von 100 kW bis 10000 kW auf. Zur Zerkleinerung in der
Zerkleinerungsvorrichtung ist eine durchschnittliche Größe des zu zerkleinernden
Aufgabeguts im Bereich von 5 bis 10 cm, insbesondere 6 bis 8 cm, vorgesehen.
Gemäß einer modifizierten Ausführungsform ist die Zerkleinerungsvorrichtung derart ausgestaltet, dass ein mittlerer Abstand der Mittelachsen der Walzen zueinander einstellbar ist, und/oder dass eine Neigung der Mittelachsen der Walzen zueinander einstellbar und/oder während einer Zerkleinerung durch Kräfte aus der Zerkleinerung veränderlich ist.
Insbesondere ist die erste Walze gegenüber der zweiten Walze translatorisch beweglich angeordnet, und zwar quer zu den Mittelachsen beweglich. Die
Zerkleinerungsvorrichtung kann derart ausgestaltet sein, dass ein mittlerer Abstand der Mittelachsen der Walzen zueinander und/oder eine Neigung der Mittelachsen der
Walzen zueinander einstellbar ist. Während einer Zerkleinerung kann die Neigung durch Kräfte aus der Zerkleinerung auch veränderlich sein, d.h. zugelassen sein.
Anders beschrieben kann ein Spiel in den Achsen vorgesehen sein, das eine Neigung zulässt.
Vorbeschriebene Ausführungsformen sind beispielsweise vorteilhaft, um verklemmtes
Zerkleinerungsgut zu entfernen, um das Eckblocksegment untersuchen zu können und/oder um das Eckblocksegment einfacher austauschen zu können. Das verbessert bzw. verlängert ebenfalls einen möglichst unterbrechungsfreien Betrieb der
Zerkleinerungsvorrichtung.
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Schließlich wird ein System zur Zerkleinerung vorgeschlagen. Das System weist die vorbeschriebene Zerkleinerungsvorrichtung und wenigstens eine weitere
Zerkleinerungsvorrichtung auf. Es kann eine der Zerkleinerungsvorrichtung vorgelagerte weitere Zerkleinerungsvorrichtung, insbesondere ein Kreiselbrecher und/oder ein Kegelbrecher vorgesehen sein. Zudem kann eine der
Zerkleinerungsvorrichtung nachgelagerte weitere Zerkleinerungsvorrichtung vorgesehen sein, insbesondere eine Rohrmühle.
Beispielsweise kann die erfindungsgemäße Zerkleinerungsvorrichtung mit dem
Eckblocksegment einem Kreiselbrecher und/oder einem Kegelbrecher, insbesondere unmittelbar, nachgeschaltet angeordnet sein. Beispielsweise kann die erfindungsgemäße Zerkleinerungsvorrichtung mit dem Eckblocksegment einer
Rohrmühle, insbesondere unmittelbar, vorgeschaltet angeordnet sein. Unmittelbare nachgeschaltet bzw. vorgeschaltet betrifft hier, dass entlang einer
Materialflussrichtung keine andere Zerkleinerungsvorrichtung als die betroffenen
Zerkleinerungsvorrichtungen unmittelbar benachbart angeordnet sind. Die
Zerkleinerungsvorrichtungen kônnen dennoch beabstandet voneinander vorliegen, wesentlich ist hier, dass im Materialfluss dazwischen keine Zerkleinerung stattfindet.
Ein Transport, ein Sortieren und/oder eine Siebung sollten dagegen möglich sein.
Ferner wird ein Randkörper für das vorbeschriebene Eckblocksegment vorgeschlagen. Der Randkörper eignet sich auch für die Walze, die
Zerkleinerungsvorrichtung und/oder für das System. Insbesondere weist der
Randkôrper Hartmetall und/oder Wolframkarbid auf oder ist aus Hartmetall und/oder
Wolframkarbid.
Insbesondere weist der Randkörper den Eckbereich bzw. die Segmentaufenseite, jeweils wenigstens abschnittsweise, auf. Der Randkôrper kann auch die
Aufnahmeseite und/oder die Segmentstirnseite, jeweils wenigstens abschnittsweise, aufweisen. Der Randkôrper und/oder der Eckbereich können gemäß einer oder mehrerer der vorbeschriebenen modifizierten Ausführungsformen des
Eckblocksegments ausgestaltet sein.
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Insbesondere weist der Randkörper zur Verbindung von dem Grundkörper mit dem
Randkörper — beispielsweise abgewandt von der SegmentauBenseite — einen
Vorsprung und/oder einen zu einem/dem Vorsprung korrespondierenden Rücksprung auf. Eines von Vorsprung bzw. Rücksprung kann insofern am geeigneten Grundkôrper vorgesehen sein. Der Randkörper kann ferner auch durch einzelne Merkmale vorteilhaft weitergebildet werden, die vorbeschrieben erwähnt sind. Der vorgeschlagene Randkörper ist ein vorteilhaftes Ersatzteil, um ein verschlissenes
Eckblocksegment durch einen Tausch des Randkôrpers zu reparieren. Dank des
Hartmetalls/des Wolframkarbids, dank dem Eckbereich/der SegmentauBenseite bzw. dank des Vorsprungs/Rücksprungs wird ein einfach zu verwendendes und hoch verschleif3festes Einzelteil vorgeschlagen, was den Einsatz des Eckblocksegments im
Allgemeinen noch kostengünstiger macht.
Die Abkürzung „bzw.“ soll grundsätzlich alternative und/oder synonyme
Merkmale/Begriffe angeben, um die Idee einer Merkmals- oder Begriffsverwendung näher zu bringen. „Bzw.“ kann stets mit „und/oder“ ersetzt werden. Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele exemplarisch erläutert, wobei die nachfolgend dargestellten Merkmale sowohl jeweils einzeln als auch in Kombination einen Aspekt der Erfindung darstellen können. Es versteht sich, dass die Zerkleinerungsvorrichtung durch nur einzelne Merkmale des Eckblocksegmentes maßgeblich verbessert werden kann. Insofern sollen auch Merkmale der Ausführungsbeispiele isoliert heranzuziehen sein. Es zeigen:
Fig. 1: eine Zerkleinerungsvorrichtung mit zwei Walzen, wobei eine Walze
Eckblocksegmente aufweist,
Fig. 2: einen Abschnitt von einer Walze mit einem einzelnen Eckblocksegment in einer perspektivischen Darstellung,
Fig. 3: eine Schnittansicht von einem erfindungsgemäßen Eckblocksegment,
Fig. 4 eine Schnittansicht von einem weiteren erfindungsgemäßen
Eckblocksegment, und
Fig. 5 eine schematische Darstellung von einem erfindungsgemäßen System mit mehreren Zerkleinerungsvorrichtungen.
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Fig. 1 zeigt eine Zerkleinerungsvorrichtung 100 zur Zerkleinerung von
Zerkleinerungsgut mit einer (nicht dargestellten) Antriebseinheit und mit zwei parallel zueinander gegensinnig rotierbaren und mittels der Antriebseinheit antreibbaren
Walzen 102. Die Walzen 102 kônnen jeweils um eine Mittelachse 116 rotieren. Die
Mittelachsen 116 sind voneinander beabstandet.
Die Walzen 102 sind derart ausgestaltet und angeordnet, dass zwischen den Walzen 102 ein einstellbarer Arbeitsspalt 118 für die Zerkleinerung vorliegt bzw. der
Arbeitsspalt 118 ausgebildet ist. Die rechts in der Fig. 1 ersichtliche Walze 102 (erste
Walze 102) ist gegenüber der anderen Walze 102 translatorisch beweglich, um über den mittleren Abstand 126 der Mittelachsen 116 der Walzen 102 den Arbeitsspalt 118 einzustellen und um die Zerkleinerung zu beeinflussen. Eine Neigung der
Mittelachsen 116 der Walzen 102 ist ebenfalls zueinander einstellbar. Die links in der
Fig. 1 ersichtliche Walze 102 (zweite Walze 102) weist zwei radial vorstehende
Seitenwände 120 zum Eingrenzen des Arbeitsspaltes 118 längs der Mittelachse 116 auf. Die Seitenwände 120 kônnen mit rotieren.
Die (erste) Walze 102 weist eine Vielzahl von Eckblocksegmenten 2 auf, die an einem metallischen Walzenkörper 104 aus dem Stahl 18NiCrMo14-6 befestigt sind, um einen
Walzenrand 110 auszubilden.
Der an jeder Walze 102 zylindrische Walzenkôrper 104 weist zwei längs der
Mittelachse 116 voneinander abgewandte Walzenstirnseiten 112 und eine zumindest im Wesentlichen zylindrische WalzenaufBenseite 108 zwischen den Walzenstirnseiten 112 auf.
Die Walzenaulenseite 108 erstreckt sich jeweils zwischen den Walzenstirnseiten 112 und bildet einen Zylindermantel aus bzw. weist einen Zylindermantel auf.
Die Eckblocksegmente 2 sind in jeweils einer stirnseitigen Segmentaufnahme 106 der
Walze 102 aufgenommen, um den Walzenrand 110 durch einen Eckbereich 10 der
Eckblocksegmente 2 auszubilden. Die Aufnahme der Eckblocksegmente 2 ist hier derart realisiert, dass eine Bezugsachse 16 der Eckblocksegmente 2 koaxial zu der
Mittelachse 116 der Walze 102 verläuft, wonach das Eckblocksegment 2 passgenau
Le BE2022/5888 in die Segmentaufnahme 106 eingesetzt ist. Das Eckblocksegment 2 ist mit einer
Krümmung um die Bezugsachse 16 passend zum Durchmesser 114 der Walze 102 bzw. passend/korrespondierend zur Segmentaufnahme 106 konstruiert.
Die beiden Walzen 102 der Fig. 1 weisen jeweils quer zur Mittelachse 116 weisende, an der WalzenauRBenseite 108 zugängliche und an der WalzenauBenseite 108 umfänglich verteilt angeordnete zylindrische Aufnahmen 122 für Verschlei8kôrper 124 auf. Vorliegend sind bei der (ersten) Walze 102 zwei solcher Aufnahmen 122 in Form von Sacklochbohrungen ersichtlich. Weitere sechs Aufnahmen 122 sind um die
Mittelachse 116 herum verteilt angeordnet, jedoch aufgrund der Ansicht nicht ersichtlich. Es sind zwei mal vier der acht Aufnahmen 122 rotationssymmetrisch entlang eines um die Mittelachse 116 gebildeten/gedachten Rotationskreises des
Walzenkörpers 104 bzw. der Walze 102 verteilt angeordnet, und sind die vier der
Aufnahmen 122 je Rotationskreis mit einem Winkelabstand von 90° um die
Mittelachse 116 zueinander platziert. Bei der ersten Walze 102 sind die zwei
Rotationskreise beabstandet bzw. verteilt entlang der Mittelachse 116 vorgesehen.
In die Aufnahmen 122 sind zylindrische Verschleißkörper 124 aus Hartmetall eingeklebt. Die Verschleißkörper 124 sind zylindrisch, stabförmig und bolzenförmig.
Die beiden Walzen 102 bzw. Walzenkörper 104 weisen einen zumindest im
Wesentlichen gleichen Durchmesser 114 auf.
Unter Bezugnahme auf Fig. 2 ist ein — aus Gründen der Anschaulichkeit tortenstückförmiger — Ausschnitt von einer Walze 102 mit zwei Segmentaufnahmen 106 für Eckblocksegmente 2 dargestellt. An dem Walzenkörper 104 der Walze 102 ist ein einzelnes Eckblocksegment 2 befestigt. Das Eckblocksegment 2 bildet einen
Walzenrand 110 durch einen Eckbereich 10 des Eckblocksegments 2 aus, wobei die
Walze 102 einer Zerkleinerungsvorrichtung 100 zur Zerkleinerung von
Zerkleinerungsgut zugeordnet bzw. zuzuordnen ist und zur Rotation um eine
Mittelachse 116 der Walze 102 ausgebildet ist.
Das Eckblocksegment 2 weist einen metallischen Grundkörper 4 aus einem Stahl der
Sorte S355 und einen Randkörper 6 auf. Das Eckblocksegment 2 weist eine im
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Wesentlichen zylindermantelabschnittsförmige bzw. zylindrische und damit gekrümmte SegmentauBenseite 8, daran angrenzend den Eckbereich 10, an den
Eckbereich 10 angrenzend eine Segmentstirnseite 12 und eine Aufnahmeseite 14 auf.
Die Aufnahmeseite 14 korrespondiert zu der Segmentaufnahme 106 und ist vom
Eckbereich 10 abgewandt angeordnet. Die Aufnahmeseite 14 kann flächig in der
Segmentaufnahme 106 anliegen und eignet sich so gut zur Kräfteübertragung.
Die SegmentauBenseite 8, der Eckbereich 10, die Segmentstirnseite 12 sind jeweils am Grundkörper 4 festgelegt, insbesondere dadurch, dass der Randkôrper 6 mit dem
Grundkörper 4 verbunden ist. Der Eckbereich 10 ist zur Ausbildung des Walzenrandes 110 zwischen der SegmentauBenseite 8 und der Segmentstirnseite 12 angeordnet.
Losgelôst von der Walze 102 betrachtet ist das Eckblocksegment 2 zumindest im
Wesentlichen kreisringsektorfôrmig um eine gedachte Bezugsachse 16 des
Eckblocksegments 2 geformt. Die Bezugsachse 16 ist außerhalb vom
Eckblocksegment 2 angeordnet. Die Bezugsachse 16 fällt an der Walze 102 mit der
Mittelachse 116 zusammen. Die SegmentauBenseite 8 ist abgewandt von der
Bezugsachse 16 angeordnet.
Vorliegend weist der Eckbereich 10 einen Radius 18 von wenigsten 1 mm auf, insbesondere im Längsschnitt durch die Bezugsachse 16. Vorliegend beträgt der
Radius 18 5 mm +/- 2,5 mm. Der Eckbereich 10 ist konvex ausgebildet.
Bei einer (gedachten) klaren Trennung von Segmentaufenseite 8 und Eckbereich 10 weist die SegmentauBenseite 8 vorliegend keinen zum Eckbereich 10 hin zugespitzten Abschnitt 20 auf. Soweit man einen (gedachten) fließenden Übergang zwischen der SegmentauBenseite 8 und dem Eckbereich 10 zulässt, weist die
SegmentauBenseite 8 mithin einen zugespitzten Abschnitt 20 auf, weil dies in der
Natur des Radius 18 am Walzenrand 110 liegt.
Die SegmentauBenseite 8 grenzt stufenlos und stetig an den Eckbereich 10 an.
Die Segmentstirnseite 12 grenzt stufenlos und stetig an den Eckbereich 10 an.
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Die SegmentauBenseite 8 ist zylindrisch bzw. zylindermantelabschnittsförmig ausgebildet. Vorliegend grenzt die SegmentauBenseite 8 im Längsschnitt durch die
Bezugsachse 16 und die Mittelachse 116 einerseits an den Eckbereich 10 und andererseits an die WalzenauBenseite 108, und zwar stufenlos bzw. stetig.
Das Eckblocksegment 2 weist den mit dem Grundkörper 4 verbundenen bzw. verlôteten, dreiteiligen Randkörper 6 auf.
Der Randkôrper 6 besteht zumindest im Wesentlichen aus einem Hartmetall der Sorte
B30 oder B40. Der Randkôrper 6 weist insbesondere Wolframkarbid auf.
Der Randkôrper 6 weist den Eckbereich 10, die SegmentaufBenseite 8 und einen Teil der Segmentstirnseite 12 auf. Der übrige Teil der Segmentstirnseite 12 befindet sich am Grundkörper 4.
Der Grundkörper 4 ist mit einer längs der Bezugsachse 16 weisenden bzw. mit einer sich längs der Bezugsachse 16 erstreckenden Öffnung 28 zur lôsbaren Verbindung bzw. Befestigung an dem Walzenkôrper 104 mittels Verschrauben ausgestattet. So kann über den eher duktilen Grundkôrper 4 befestigt werden und der eher harte und verschleiffeste Randkôrper 6 kann in Kontakt mit dem Zerkleinerungsgut kommen.
In Umfangsrichtung um die Bezugsachse 16 bzw. Mittelachse 116 kann das
Eckblocksegment 2 über eine plane Kontaktseite 32 mit einer planen Kontaktseite 32 eines (nicht dargestellten) weiteren Eckblocksegments in Kontakt kommen. Die
Kontaktseite 32 befindet sich teilweise am Grundkörper 4 und teilweise am
Randkôrper 6. Die Kontaktseite 32 verläuft parallel zur Bezugsachse 16.
Die Segmentaufnahme 106 ist umlaufend um die Mittelachse 116 gekrümmt auskonstruiert. Die Segmentaufnahme 106 weist einen Abstand zur Mittelachse 116 auf, der dem Abstand des Eckblocksegments 2 bzw. der körperlichen Bestandteile des Eckblocksegments 2 zur Bezugsachse 16 entspricht. Die Segmentaufnahme 106 ist in gleicher Weise wie das Eckblocksegment 2 gekrümmt. Die Segmentaufnahme 106 entspricht im Querschnitt durch die Mittelachse 116 im Wesentlichen einer Fläche des Eckblocksegments 2 im Querschnitt durch die Bezugsachse 16.
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Unter Bezugnahme auf Fig. 3 ist eine Schnittansicht des Eckblocksegments 2 der Fig. 2 längs der Bezugsachse 16 bzw. im Längsschnitt dargestellt. Ersichtlich sind der
Randkôrper 6 und der Grundkôrper 4 mittels eines Vorsprungs 24 am Randkôrper 6 und eines zum Vorsprung 24 korrespondierenden Rücksprungs 26 am Grundkôrper 4 miteinander formschlüssig verbunden und in dieser Anordnung mit vergrölerter
Fläche verlôtet worden. Diese formschlüssige und stoffschlüssige Verbindung dank der Verlôtung und dank Vorsprung 24 und Rücksprung 26 ermöglicht eine
Übertragung auch hoher Kräfte entlang der Bezugsachse 16 zwischen Grundkörper 4 und Randkôrper 6.
Der Vorsprung 24 und der Rücksprung 26 sind um die Bezugsachse 16 gekrümmt ausgeformt. Der Vorsprung 24 und der Rücksprung 26 verlaufen zumindest im
Wesentlichen entlang einer bzw. in gedachten Ebene, die orthogonal zur
Bezugsachse 16 angeordnet ist, um die Bezugsachse 16.
Der Vorsprung 24 ist abgewandt von der SegmentauBenseite 8 angeordnet.
Die Bezugsachse 16 ist im unteren Bereich der Fig. 3 ersichtlich. Die Bezugsachse 16 verläuft außerhalb von der körperlichen Erstreckung des Eckblocksegments 2. Die
Bezugsachse 16 stellt eine Symmetrieachse dar, um die der Grundkörper 4 und der
Randkôrper 6 zumindest im Wesentlichen gekrümmt sind. Die Bezugsachse 16 verläuft vorliegend parallel zur SegmentauBenseite 8 und parallel zu einem Teil der
Aufnahmeseite 14.
Der Grundkörper 4 und der Randkörper 6 weisen jeweils einen Abschnitt der
Segmentstirnseite 12 auf. Die Beiden Abschnitte gehen vorliegend stufenlos ineinander über.
Der Grundkörper 4 und der Randkörper 6 weisen jeweils einen Abschnitt der
Aufnahmeseite 14 auf. Die Beiden Abschnitte gehen vorliegend stufenlos ineinander über.
Die Aufnahmeseite 14 ist im Wesentlichen L-förmig ausgebildet.
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Die Aufnahmeseite 14 weist zwischen den zwei L-Schenkeln eine Fase auf, wodurch
Verunreinigungen in der Segmentaufnahme 106 unproblematisch aufgenommen werden können und wodurch die Verletzungsgefahr sinkt.
Die Segmentstirnseite 12 ist zumindest im Wesentlichen gestuft ausgebildet.
Insbesondere ist die Segmentstirnseite 12 im Wesentlichen im Verlauf von Seiten des
Randkörpers 6 zur Bezugsachse 16 hin verjüngt bzw. abschnittsweise zugespitzt ausgebildet. So wird Material eingespart.
Die Öffnung 28 zur lösbaren Befestigung an dem Walzenkörper 104 ist seitens der
Segmentstirnseite 12 mit einer konischen Vertiefung 30 bzw. Versenkung versehen.
Unter Bezugnahme auf Fig. 4 ist ein weiteres erfindungsgemäßes Eckblocksegment 2 dargestellt, das im Wesentlichen dem Eckblocksegment 2 der Fig. 3 ähnelt. Davon abweichend ist der Radius 18 mit 25 mm deutlich vergrößert. Zudem weist die
Öffnung 28 anstelle der konischen Vertiefung 30 einen Absatz als Vertiefung 30 auf.
Des Weiteren ist der Vorsprung 24 des Randkörpers mit Entlastungsbereichen 25 versehen, um die Kerbwirkung zu verringern; in dem Zuge weist auch der Rücksprung 26 zu den Entlastungsbereichen 25 korrespondierende Materialrücknahmen bzw.
Fasen auf, damit die Entlastungsbereiche 25 darin aufgenommen werden können.
Insbesondere wird dadurch die von der Verbindung — typischerweise Verlötung — zwischen Grundkörper 4 und Randkörper 6 übertragbare Kraft erhöht.
Ferner abweichend von Fig. 3 weist das Eckblocksegment 2 der Fig. 4 einen zum
Eckbereich 10 hin zugespitzten Abschnitt 20 auf. Der zugespitzte Abschnitt 20 ist konisch und geht stufenlos bzw. stetig in den Eckbereich 10 über. Gleichwohl grenzt der zugespitzte Abschnitt 20 gegenüberliegend vom Eckbereich 10 nicht parallel zur
Bezugsachse 16 bzw. quer an die Aufnahmeseite 14 an. Insofern wird das
Eckblocksegment 2 im Einsatz einen stumpfen, nicht stetigen bzw. stufenlosen,
Übergang zur WalzenauRenseite 108 ausbilden.
Nicht dargestellt ist eine Ausführungsform, bei der ein Grundkörper 4 und ein
Randkörper 6 monolithisch bzw. einstückig ausgebildet sind, also an einem Stück hergestellt sind. So kann eine Verbindung zwischen Grundkörper 4 und Randkörper 6
„22- BE2022/5888 in Form einer Verlötung, einer Verschraubung oder dergleichen entfallen. Bei einer solchen Ausführungsform können Grundkörper 4 und Randkörper 6 synonym verstanden werden.
Inder Fig. 5 ist ein erfindungsgemäßes System dargestellt. Bei dem System sind vier
Zerkleinerungsvorrichtungen 100, 101 in einer Materialflussrichtung M hintereinander angeordnet, so dass der Materialflussrichtung M folgend das Aufgabegut schrittweise immer kleiner vorliegt. Dabei handelt es sich bei drei Zerkleinerungsvorrichtungen 101 der vier Zerkleinerungsvorrichtungen 100, 101 um sogenannte weitere
Zerkleinerungsvorrichtungen 101 in Form eines Kreiselbrechers 200, eines
Kegelbrechers 300 und einer Rohrmühle 400.
Zunächst kann eine Zerkleinerung in dem Kreiselbrecher 200 erfolgen. Danach kann eine Zerkleinerung in dem Kegelbrecher 300 erfolgen. Danach kann eine
Zerkleinerung in der erfindungsgemäßen und als Rollenpresse ausgebildeten
Zerkleinerungsvorrichtung 100 erfolgen. Im Anschluss kann eine Zerkleinerung in der
Rohrmühle 400 erfolgen. Bei dem System kommen eine Vielzahl erfindungsgemäßer
Eckblocksegmente 2 in der Zerkleinerungsvorrichtung 100 zum Einsatz.
„23 - BE2022/5888
Bezugszeichenliste 2 Eckblocksegment 4 Grundkörper 6 Randkörper 8 SegmentauBenseite
Eckbereich 12 Segmentstirnseite 10 14 Aufnahmeseite 16 Bezugsachse 18 Radius 20 zugespitzter Abschnitt 22 zylindermantelabschnittsförmiger Abschnitt 24 Vorsprung 25 Entlastungsbereich 26 Rücksprung 28 Öffnung 30 Vertiefung 32 Kontaktseite 100 Zerkleinerungsvorrichtung 101 weitere Zerkleinerungsvorrichtung 102 Walze 104 Walzenkörper 106 Segmentaufnahme 108 Walzenaußenseite 110 Walzenrand 112 Walzenstirnseite 114 Durchmesser 116 Mittelachse 118 Arbeitsspalt 120 Seitenwand 122 Aufnahme 124 VerschleiBkôrper 126 Abstand 128 Öffnung 200 Kreiselbrecher 300 Kegelbrecher 400 Rohrmühle
M Materialflussrichtung
Claims (15)
1. Eckblocksegment (2) zur Befestigung an einem zylindrischen Walzenkörper (104) einer Walze (102) einer Zerkleinerungsvorrichtung (100) zur Zerkleinerung von Zerkleinerungsgut, wobei die Walze (102) zur Rotation um eine Mittelachse (116) der Walze (102) ausgebildet ist, das Eckblocksegment (2) aufweisend — einen Grundkörper (4), — eine am Grundkörper (4) festgelegte Segmentaußenseite (8), — eine am Grundkörper (4) festgelegte Segmentstirnseite (12), — einen am Grundkörper (4) festgelegten Eckbereich (10) zwischen der Segmentaußenseite (8) und der Segmentstirnseite (12) zur Ausbildung eines Walzenrandes (110) der Walze (102), und — eine am Grundkörper (4) festgelegte Aufnahmeseite (14), — wobei die Aufnahmeseite (14) zu einer Segmentaufnahme (106) des Walzenkörpers (104) korrespondiert und vom Eckbereich (10) abgewandt angeordnet ist, — wobei das Eckblocksegment (2) zumindest im Wesentlichen kreisringsektorförmig oder kreissektorförmig um eine gedachte Bezugsachse (16) des Eckblocksegments (2) geformt ist, — wobei die SegmentauBenseite (8) gekrümmt ist und von der Bezugsachse (16) abgewandt angeordnet ist, und — wobei im Längsschnitt durch die Bezugsachse (16) der Eckbereich (10) einen Radius (18) von wenigstens 5 mm aufweist, und, bevorzugt, wobei im Längsschnitt durch die Bezugsachse (16) die SegmentauBenseite (8) wenigstens einen zum Eckbereich (10) hin zugespitzten Abschnitt (20) aufweist.
2. Eckblocksegment (2) nach Anspruch 1, wobei der Radius (18) wenigstens 10 mm und/oder bis zu einschließlich 40 mm beträgt, vorzugsweise wenigstens 20 mm und/oder bis zu einschließlich 30 mm beträgt.
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3. Eckblocksegment (2) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die SegmentauBenseite (8) konisch ausgebildet ist und/oder wobei die Segmentaufenseite (8) insbesondere stufenlos und/oder stetig an den Eckbereich (10) angrenzt.
4 Eckblocksegment (2) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei der zugespitzte Abschnitt (20), insbesondere stufenlos und/oder stetig, an einen zylindermantelabschnittsförmigen Abschnitt (22) der SegmentauBenseite (8) angrenzt.
5. Eckblocksegment (2) nach einem der voranstehenden Ansprüche, aufweisend wenigstens einen mit dem Grundkörper (4) verbundenen, insbesondere verlöteten, Randkörper (6), insbesondere wobei der Randkörper (6) Hartmetall und/oder Wolframkarbid aufweist oder aus Hartmetall und/oder Wolframkarbid ist.
6. Eckblocksegment (2) nach Anspruch 5, aufweisend, zur Verbindung von dem Grundkörper (4) mit dem Randkörper (6) oder mit den Randkörpern (6), — einen Vorsprung (24), und — einen zum Vorsprung (24) korrespondierenden Rücksprung (26).
7. Eckblocksegment (2) nach einem der voranstehenden Ansprüche, — wobei der Grundkörper (4) den Eckbereich (10) und/oder die Segmentaußenseite (8) aufweist, oder — wobei der Randkörper (6) den Eckbereich (10) und/oder die Segmentaußenseite (8) aufweist.
8 Eckblocksegment (2) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei der Grundkörper (4) eine sich längs der Bezugsachse (16) erstreckende Öffnung (28) zur lösbaren Verbindung mit dem Walzenkörper (104), beispielsweise mittels Verschrauben, aufweist.
9. Walze (102) für eine Zerkleinerungsvorrichtung (100) zur Zerkleinerung von Zerkleinerungsgut und ausgebildet zur Rotation um eine Mittelachse (116) der Walze (102), die Walze (102) aufweisend — wenigstens ein Eckblocksegment (2) nach einem der vorherigen Ansprüche,
-26- BE2022/5888 — einen zylindrischen Walzenkôrper (104) mit einer Segmentaufnahme (106) für das Eckblocksegment (2), — wobei der Walzenkôrper (104) zwei längs der Mittelachse (116) voneinander abgewandte Walzenstirnseiten (112) aufweist, und mit einer sich zwischen den Walzenstirnseiten (112) erstreckenden, und einen Zylindermantel bildenden, WalzenauBenseite (108) ausgebildet ist, — wobei die Segmentaufnahme (106) an wenigstens einer der Walzenstirnseiten (112) für das Eckblocksegment (2) zur Ausbildung eines Walzenrandes (110) durch den Eckbereich (10) des Eckblocksegments (2) angeordnet ist, — wobei das Eckblocksegment (2) in der Segmentaufnahme (106) derart aufgenommen ist, dass die Bezugsachse (16) und die Mittelachse (116) koaxial oder parallel verlaufen.
10. Walze (102) nach Anspruch 9, wobei der Walzenkörper (104) quer zur Mittelachse (116) weisende, an der WalzenauBenseite (108) zugängliche und an der WalzenauBenseite (108) umfänglich verteilt angeordnete Aufnahmen (122) für Verschleifkôrper (124) und/oder Verbindungsbereiche für VerschleiBkôrper (124) aufweist, wobei vorzugsweise die Aufnahmen (122) zylindrisch und/oder stabfôrmig und/oder bolzenförmig ausgebildet sind.
11. Walze (102) nach Anspruch 9 oder 10, ferner aufweisend die Verschleißkörper (124) an der Walzenaußenseite (108), insbesondere in den Aufnahmen (122) eingebrachte und/oder mit den Aufnahmen (122) und/oder mit den Verbindungsbereichen verbundene Verschleißkörper (124), beispielsweise verlötete oder verklebte VerschleiRkörper (124), wobei vorzugsweise die Verschleißkörper (124) Hartmetall aufweisen und/oder zylindrisch ausgebildet sind.
12. Zerkleinerungsvorrichtung (100) zur Zerkleinerung von Zerkleinerungsgut mit einer Antriebseinheit und mit zwei parallel zueinander gegensinnig um jeweils eine Mittelachse (116) rotierbaren und mittels der Antriebseinheit antreibbaren Walzen (102), wobei die Walzen (102) derart ausgestaltet und angeordnet sind, dass zwischen den Walzen (102) ein einstellbarer Arbeitsspalt (118) für die Zerkleinerung ausgebildet ist, wobei die erste Walze (102) ausgebildet ist nach einem der Ansprüche
„2/7- BE2022/5888 9 bis 11, wobei vorzugsweise die zweite Walze (102) radial vorstehende Seitenwände (120) zum Eingrenzen des Arbeitsspaltes (118) längs der Mittelachsen (116) aufweist.
13. Zerkleinerungsvorrichtung (100) nach Anspruch 12, ausgestaltet derart, dass ein mittlerer Abstand (126) der Mittelachsen (116) der Walzen (102) zueinander einstellbar ist, und/oder dass eine Neigung der Mittelachsen (116) der Walzen (102) zueinander einstellbar und/oder während einer Zerkleinerung durch Kräfte aus der Zerkleinerung veränderlich ist.
14. System zur Zerkleinerung, aufweisend — eine Zerkleinerungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 12 oder 13 sowie — eine der Zerkleinerungsvorrichtung (100) vorgelagerte weitere Zerkleinerungsvorrichtung (101), insbesondere Kreiselbrecher (200) und/oder Kegelbrecher (300), und/oder eine der Zerkleinerungsvorrichtung (100) nachgelagerte weitere Zerkleinerungsvorrichtung (101), insbesondere eine Rohrmühle (400).
15. Randkörper (6) für das Eckblocksegment (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 — wobei der Randkörper (6) Hartmetall und/oder Wolframkarbid aufweist oder aus Hartmetall und/oder Wolframkarbid ist, — wobei der Randkörper (6) den Eckbereich (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und die Segmentaußenseite (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 aufweist, und — wobei der Randkörper (6) zur Verbindung von dem Grundkörper (4) mit dem Randkörper (6), beispielsweise abgewandt von der Segmentaußenseite (8), einen Vorsprung (24) oder einen zu einem Vorsprung (24) korrespondierenden Rücksprung (26) aufweist.
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- 2022-10-28 BE BE20225888A patent/BE1031004B1/de active IP Right Grant
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