BE1031159A1 - Verfahren einer Erkennung und/oder Klassifizierung zum Lösen einer Verstopfung einer Abwasserpumpe - Google Patents
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Abstract
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren einer Erkennung und/oder Klassifizierung zum Lösen einer Verstopfung einer Abwasserpumpe (1) aufweisend ein Pumpengehäuse (2), einer in dem Pumpengehäuse (2) angeordneten Welle (4), einem auf der Welle (4) sitzenden Laufrad (6) sowie einen die Welle (4) antreibenden Motor (5), mit den Schritten: während eines Förderns von Abwasser mit der Abwasserpumpe (1) durch Betreiben des Motors (5) in einer ersten Drehrichtung, Erfassen wenigstens einer Steigung und/oder einer Krümmung eines zeitlichen Verlaufs von den drehenden Motor (5) charakterisierenden elektrischen Abwasserbetriebswerten, wenn die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerte einen Verstopfungsschwellwert übersteigt, Lösen der Verstopfung durch Betreiben des Motors (5) wenigstens in einer der ersten Drehrichtung entgegengesetzten zweiten Drehrichtung.
Description
' BE2022/6046
Verfahren einer Erkennung und/oder Klassifizierung zum Lösen einer Verstopfung einer Abwasserpumpe
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein Verfahren einer Erkennung und/oder Klassifizierung zum Lösen einer Verstopfung einer Abwasserpumpe aufweisend ein Pumpengehäuse mit einer in dem
Pumpengehäuse angeordneten Welle, einem auf der Welle sitzenden Laufrad sowie einen die Welle antreibenden Motor, mit dem Schritt Lösen der Verstopfung durch Betreiben des
Motors wenigstens in einer einer ersten Drehrichtung entgegengesetzten zweiten Drehrich- tung. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Abwasserpumpe aufweisend ein Pumpengehäu- se mit einer in dem Pumpengehäuse angeordneten Welle, einem auf der Welle sitzenden
Laufrad, einen die Welle antreibenden Motor sowie eine Steuerung, wobei die Steuerung zum Lösen der Verstopfung durch Betreiben des Motors wenigstens in einer einer ersten
Drehrichtung entgegengesetzten zweiten Drehrichtung eingerichtet ist.
Hintergrund der Erfindung
Abwasserpumpen sind aus dem Stand der Technik bekannt und dienen zum Fördern eines
Fluids mittels einer Drehbewegung eines Laufrades. Das zu fördernde Fluid tritt über eine
Saugöffnung in einen Pumpenraum der Abwasserpumpe ein, wird von dem rotierenden
Laufrad erfasst und in der Folge in einem Druckstutzen befördert.
In dem Fluid enthaltene Feststoffe können sich im Bereich des Laufrades sowie an einer
Innenseite des Pumpengehäuses absetzen und derart einen hydraulischen und/oder mecha- nischen Wirkungsgrad der Abwasserpumpe negativ bis hin zum Verstopfen und Ausfall der Abwasserpumpe beeinflussen.
Obwohl aus dem Stand der Technik mehrere Verfahren zum Lösen von Verstopfungen von
Abwasserpumpen bekannt sind, zeigt die derzeitige Praxis, dass die bekannten Verfahren
° BE2022/6046 nicht ideal sind, um eine Abwasserpumpe vor Beschädigung aufgrund einer solchen mög- licherweise nicht rechtzeitig erkannten Verstopfung in sicherer und verlässlicher Weise zu schützen.
Beschreibung der Erfindung
Ausgehend von dieser Situation ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Ver- fahren zum Lösen einer Verstopfung einer Abwasserpumpe sowie eine entsprechende Ab- wasserpumpe anzugeben, welche gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten
Lösungen schneller eine Verstopfung erkennen und entsprechend schneller Maßnahmen zum Lösen der Verstopfung einleiten kann.
Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. ı5 Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Demnach wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren einer Erkennung und/oder Klassifi- zierung zum Lösen einer Verstopfung einer Abwasserpumpe aufweisend ein Pumpenge- häuse mit insbesondere einem Einlass, vorzugsweise einer Saugöffnung, einer in dem
Pumpengehäuse angeordneten Welle, einem auf der Welle sitzenden und insbesondere dem Einlass zugewandten Laufrad sowie einen die Welle antreibenden Motor, mit den
Schritten: während eines Förderns von Abwasser mit der Abwasserpumpe durch Betreiben des
Motors in einer ersten Drehrichtung, Erfassen einer Steigung und/oder einer Krümmung eines zeitlichen Verlaufs von den drehenden Motor charakterisierenden elektrischen Ab- wasserbetriebswerten, und wenn die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbe- triebswerte einen insbesondere vorgegebenen Verstopfungsschwellwert übersteigt, Lösen der Verstopfung durch Betreiben des Motors wenigstens in einer der ersten Drehrichtung entgegengesetzten zweiten Drehrichtung.
> BE2022/6046
Ein wesentlicher Punkt der vorgeschlagenen Lehre liegt darin, dass, gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen, die basierend auf einem Zeitsignal einer
Leistung oder eines Drehmoments des Motors versuchen, die Verstopfung festzustellen, die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs des den drehenden Motor charakterisierenden elektrischen Abwasserbetriebswerten genutzt wird, um die Verstop- fung festzustellen. Durch Nutzung einer derartigen Gradienteninformation und/oder
Krümmung des den drehenden Motor charakterisierenden elektrischen Abwasserbetriebs- werten lässt sich quasi ein geschätzter Blick in die nahe Zukunft erhalten.
Mit anderen Worten lässt sich durch die Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen
Verlaufs der Abwasserbetriebswerte schätzen, wie sich der Abwasserbetriebswert in un- mittelbarer Zukunft, beispielsweise in den nächsten Millisekunden, ändert. Mit noch ande- ren Worten stellt die vorgeschlagene Lehre eine Art Trendanalyse für den den drehenden
Motor charakterisierenden elektrischen Abwasserbetriebswert bereit, so dass gegenüber aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen bereits ein Trend hin zu einer Verstop- fung innerhalb von wenigen Millisekunden erkannt werden kann. Durch den derart erkann- ten Trend kann früher auf die sich anbahnende Verstopfung reagiert werden, so dass Be- schädigungen der Abwasserpumpe durch Verunreinigungen reduziert oder vermieden wer- den. Ebenso kann das Laufrad mit der Zeit ‚schwergängiger‘ werden, wenn ein mechani- scher Wiederstand zunimmt, ohne dass das Laufrad tatsächlich verstopft ist. Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren würde in einem solchen Fall fälschlicher- weise eine Verstopfung detektiert werden und eine entsprechende Entblockungsroutine ausgelöst werden. Das vorgeschlagene Verfahren unterbindet eine solche ‚false positive‘
Erkennung.
Als Abwasserpumpe wird im Allgemeinen eine Strömungsmaschine bezeichnet, die eine
Drehbewegung und dynamische Kräfte zur Förderung überwiegend von Flüssigkeiten als
Fluid nutzt. Bevorzugt ist die Abwasserpumpe als Kreiselpumpe ausgestaltet. Bei einer
Kreiselpumpe wird neben einer tangentialen Beschleunigung des Fluids in radialer Strö- mung auftretende Fliehkraft zur Förderung genutzt, so dass solche Pumpen ebenso als
Zentrifugalpumpen bezeichnet werden. Bevorzugt lässt sich die Abwasserpumpe für eine hydraulische Anlage eines Gebäudes oder sonstige Anwendungen verwenden.
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Im regulären Betrieb der Abwasserpumpe kann ein Gehäuse des Motors der Abwasser- pumpe oberhalb des Pumpengehäuses angeordnet sein, in welchem das von dem Motor über die Motorwelle angetriebenes Laufrad zum Fördern des Fluid vorgesehen ist, wobei das Gehäuse des Motors mit dem Pumpengehäuse ortsfest verbunden und/oder einteilig gestaltet sein kann. Ebenso kann die Abwasserpumpe und der Motor jeweils einen eigene
Motorwelle aufweisen, wobei die Motorwellen über eine Kupplung miteinander verbindbar sind. Bevorzugt ragt die Motorwelle an einer Antriebsseite aus dem Gehäuse des Motors in das Pumpengehäuse hinein und/oder ist an der Antriebsseite dss Laufrads ortsfest mit der
Motorwelle verbunden. Entsprechend ist der Einlass bevorzugt unterhalb oder unten an dem Pumpengehäuse angeordnet.
Die Fluid umfasst bevorzugt Wasser oder ein sonstiges flüssiges Medium wie beispiels- weise Abwasser. Das Fluid kann Feststoffe wie beispielsweise Verunreinigungen oder ı5 Müll jeglicher Art, insbesondere Fäkalien, Sedimente, Dreck, Sand, oder auch kleinere
Holz-, Gestrüpp-, Textilien- oder Lappenteile oder dergleichen umfassen. Bevorzugt ist das Gehäuse des Motors und/oder das Pumpengehäuse aus Metall, insbesondere aus Guss- eisen oder Edelstahl, und/oder Kunststoff gestaltet.
Der Ausdruck ‚während des Förderns von Abwasser‘ meint insbesondere einen regulären
Betrieb der Abwasserpumpe, nämlich wenn die Abwasserpumpe Fluid fördert, welches mit vorgenannten Verunreinigungen versetzt sein kann. Entsprechend wird durch das Betrei- ben des Motors in der ersten und/oder der zweiten Drehrichtung das Laufrad vorwärts und/oder rückwärts insbesondere zum Fördern des Abwassers, oder von Frischwasser wie nachfolgend beschrieben, angetrieben.
Als Steigung wird insbesondere eine erste zeitliche Ableitung des zeitlichen Verlaufs der den drehenden Motor charakterisierenden elektrischen Abwasserbetriebswerte, beispiels- weise den vom Motor während des Förderns des Abwassers aufgenommenen elektrischen
Strom und/oder die vom Motor während des Förderns des Abwassers elektrische Leistung,
Drehzahl oder eines Drehmoments, insbesondere die Änderungsrate des zeitlichen Ver-
> BE2022/6046 laufs der den drehenden Motor charakterisierenden elektrischen Abwasserbetriebswerte.
Gemeinhin wird die erste Ableitung als d//d/ beschrieben.
Als Krümmung wird insbesondere eine zeitliche Ableitung der Steigung des zeitlichen
Verlaufs der den drehenden Motor charakterisierenden elektrischen Abwasserbetriebswerte oder die zweifache Ableitung des zeitlichen Verlaufs der den drehenden Motor charakteri- sierenden elektrischen Abwasserbetriebswerte, beispielsweise den vom Motor während des
Förderns des Abwassers aufgenommenen elektrischen Strom und/oder die vom Motor während des Förderns des Abwassers elektrische Leistung oder des Drehmoments, nach der Zeit verstanden.
Als zeitlicher Verlauf wird im Rahmen der Erfindung insbesondere eine zeitlich geordnete
Folge des den Motor charakterisierender Betriebswerte, wie beispielsweise Leistung,
Drehmoment, Drehzahl oder Strom, verstanden, insbesondere eine Zeitreihe. Der zeitliche
Verlauf kann gemittelt, insbesondere quadratisch gemittelt, und/oder geglättet sein. Der zeitliche Verlauf kann eine kontinuierliche und/oder diskrete Reihenfolge der Betriebswer- te umfassen. Besonders bevorzugt umfasst die Steigung und/oder die Krümmung des zeit- lichen Verlaufs eine approximierte Ableitung von diskreten Zeitsignalen durch Diffe- renzenquotienten einer ersten und/oder zweiten Ordnung des Betriebswerte.
Der Verstopfungsschwellwert kann vorgegeben sein, oder dynamisch von der Art des Ab- wassers und/oder von der Art der Verstopfung abhängig sein, wie nachfolgend beschrie- ben. Der Verstopfungsschwellwert kann zwei Werte für die Steigung und Krümmung um- fassen. Zum Lösen der Verstopfung können grundsätzlich aus dem Stand der Technik be- kannte, sogenannte Entblockungsroutinen verwendet werden, die in der Regel ein zeitlich begrenztes und/oder wiederholendes, insbesondere in Intervallen wiederholendes und/oder abwechselndes Betreiben des Motors in der ersten und/oder der zweiten Drehrichtung, ins- besondere in Vorwärts- und/oder Rückwärtsrichtung beinhalten.
Nach einer bevorzugten Weiterbildung umfasst das Verfahren die Schritte:
Klassifizieren der Verstopfung anhand der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerte, und
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Lôsen der Verstopfung in Abhängigkeit der Klassifikation der Verstopfung.
Gemäß dieser Ausgestaltung lässt sich die Verstopfung in wesentlich effektiverer Weise im Vergleich zum Stand der Technik lösen, da das Lösen der Verstopfung, insbesondere eine dazu eingeleitete Entblockungsroutine, in Abhängigkeit der zuvor festgestellten Klas- sifikation der Verstopfung ausgewählt wird. Denn anhand der Steigung und/oder der
Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerte lässt sich erkennen, welche
Art von Verstopfung vorliegt, wie sich experimentell gezeigt hat. Beispielsweise deutet eine in einem Fall größere Steigung und/oder Krümmung der Stromaufnahme des Motors gegenüber einer in einem anderen Fall geringeren Steigung und/oder Krümmung der
Stromaufnahme des Motors darauf hin, dass in dem einen Fall größere oder härtere Verun- reinigungen in dem Laufrad hängen geblieben sind als in dem anderen Fall. Ebenso lässt sich anhand der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasser- betriebswerte ein Ort einer Verstopfung lokalisieren. Zum Lösen lässt sich eine entspre- chende Entblockungsroutine auswählen, die in dem einen Fall auf größere oder härtere
Verunreinigungen und in dem anderen Fall auf kleinere und weichere Verunreinigungen zugeschnitten ist, oder auf den Ort der Verstopfung zugeschnitten ist. Derartige Entblo- ckungsroutinen können durch geringere/höhere Drehzahlen, geringere/höhere Beschleuni- gungen und/oder weniger/mehr Intervalle gekennzeichnet sein.
Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung umfasst das Verfahren, wenn die Stei- gung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerte den Ver- stopfungsschwellwert übersteigt, den Schritt:
Stoppen des Motors und insbesondere während des Stoppens des Motors, Erfassen einer Steigung und/oder einer Krüm- mung eines zeitlichen Verlaufs von den drehenden Motor charakterisierenden elektrischen
Verstopfungsbetriebswerten, und ferner insbesondere
Klassifizieren der Verstopfung anhand der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Verstopfungsbetriebswerte während des Stoppens, und
Lösen der Verstopfung in Abhängigkeit der Klassifikation der Verstopfung.
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Das Stoppen des Motors kann durch verschiedene aus dem Stand der Technik bekannte
Maßnahmen erreicht werden, beispielsweise durch Abschalten der den Motor versorgen- den elektrischen Energie oder durch KurzschlieBen des Motors. Bevorzugt erfolgt das
Stoppen des Motors unmittelbar nach einem Erkennen der Verstopfung. Mit der vorge- schlagenen Weiterbildung, dass während des Stoppens des Motors die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs von den drehenden Motor charakterisierenden elektrischen Verstopfungsbetriebswerten erfasst wird, kann ein Auslaufverhalten des Mo- tors von einer vorherigen Betriebsdrehzahl bis zum Stillstand ausgewertet werden, wobei die Steigung und/oder Krümmung des Auslaufens, beispielsweise einer Drehzahl des Mo- tors als Funktion der Zeit, für die Klassifizierung genutzt wird.
Nach einer noch weiteren bevorzugten Weiterbildung umfasst das Verfahren den Schritt, wenn die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebs- werte den Verstopfungsschwellwert übersteigt:
Während eines Beschleunigen des Motors in der ersten und/oder der zweiten Dreh- richtung, Erfassen wenigstens einer Steigung und/oder einer Krümmung eines zeitlichen
Verlaufs von den drehenden Motor charakterisierenden elektrischen Verstopfungsbe- triebswerten, und insbesondere
Klassifizieren der Verstopfung anhand der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Verstopfungsbetriebswerte, und
Lösen der Verstopfung in Abhängigkeit der Klassifikation der Verstopfung.
Durch eine solche Maßnahme lässt sich in besonders verlässlicher Weise eine Art der Ver- stopfung erkennen, um in der Folge anhand eines derart erkannten Verstopfungsverhalten des Motors eine passende Entblockungsroutine zum Lösen der Verstopfung auszuwählen und entsprechend anzuwenden. Das Beschleunigen des Motors kann einmalig oder wie- derholt, beispielsweise in Intervallen, erfolgen. Dazu kann das Beschleunigen ein lineares, ein polynominales oder exponentielles Erhöhen und oder Reduzieren der Drehzahl und/oder des Drehmoments des Motors umfassen. Durch Klassifizieren der Verstopfung anhand der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Verstopfungsbe- triebswerte lässt sich die Art der Verstopfung noch genauer klassifizieren als durch die
Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerts.
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Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung umfasst das Verfahren den Schritt: während eines insbesondere wiederholten Förderns von Klarwasser mit der Abwas- serpumpe durch Beschleunigen des Motors in der ersten und/oder der zweiten Drehrich- tung, Erfassen insbesondere wenigstens einer Steigung und/oder einer Krümmung eines zeitlichen Verlaufs von den drehenden Motor charakterisierenden elektrischen Klarwasser- betriebswerten, wobei der Verstopfungsschwellwert durch den um einen Faktor erhöhten Steigung und/oder
Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Klarwasserbetriebswerte definiert ist.
Durch das insbesondere wiederholte Fördern von Klarwasser lässt sich eine Art durch die
Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der elektrischen Klarwasserbe- triebswerte charakterisierter Grundzustand der Abwasserpumpe bestimmen, in welcher die
Abwasserpumpe nicht verstopft ist. Durch das Beschleunigen insbesondere in beide Dreh- richtungen lässt sich der Grundzustand der Pumpe in verlässlicher Weise zum Aufbau ei- ner Wissensdatenbank erfassen. Wie bereits erwähnt, erfolgt dazu bevorzugt ein wieder- holtes Beschleunigen und insbesondere Abbremsen der Pumpe in Intervallen oder Wieder- holungen. In diesem Zusammenhang meint Klarwasser nicht mit Verunreinigungen verse- henes Abwasser, beispielsweise Leitungswasser. Der Faktor kann von der Art des Abwas- sers abhängig sein und beispielsweise 1.1, 1.2, 1.5, 2, 3, 5 oder einen anderen Wert betra- gen. Bevorzugt ist der Verstopfungsschwellwert durch ein Maximum, insbesondere über einen definierten Zeitraum, der um den Faktor erhöhten Steigung und/oder Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Klarwasserbetriebswerte definiert.
Nach einer noch weiteren bevorzugten Weiterbildung erfolgt das Erfassen der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der den drehenden Motor charakterisie- renden elektrischen Klarwasserbetriebswerte mittels einer insbesondere vorgegebenen
Drehzahl-Zeit Funktion und umfasst eine Messung der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der den drehenden Motor charakterisierenden elektrischen Klar- wasserbetriebswerte in Abhängigkeit der Zeit. Eine solche Funktion kann in einer Steue- rung der Pumpe vorgegeben sein, um den Grundzustand der Pumpe beim Fördern von
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Klarwasser zu erfassen. Die Funktion kann mehrere, unterschiedliche Drehzahlen und/oder
Beschleunigungen umfassen, die nacheinander abgefahren werden.
Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung umfasst das Verfahren die Schritte:
Vergleichen der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Ab- wasserbetriebswerte und/oder der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Ver- laufs der Verstopfungsbetriebswerte mit der Steigung und/oder der Krümmung des zeitli- chen Verlaufs der Klarwasserbetriebswerte zum Klassifizieren der Verstopfung, und
Lösen der Verstopfung in Abhängigkeit der Klassifikation der Verstopfung
Durch die vorgeschlagene Maßnahme lässt sich die Wissensdatenbank aufbauen, wie sich die Abwasserpumpe im Grundzustand verhält. Dieser Grundzustand lässt sich im regulären
Betrieb der Abwasserpumpe mit dem Fördern von Abwasser vergleichen, um die Verstop- fung feststellen zu können. Durch Vergleichen der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerte und/oder der Steigung und/oder der Krüm- mung des zeitlichen Verlaufs der Verstopfungsbetriebswerte mit der Steigung und/oder der
Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Klarwasserbetriebswerte beim Beschleunigen lässt sich ferner die Art der Verstopfung wesentlich genauer klassifizieren als durch die Stei- gung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerte und/oder durch die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Verstopfungsbe- triebswerte.
Nach einer noch weiteren bevorzugten Weiterbildung umfasst das Erfassen der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der den drehenden Motor charakterisie- renden elektrischen Klarwasserbetriebswerte ein Erfassen wenigstens einer Widerstands- kurve mit insbesondere unterschiedlichen Drehzahlen, Beschleunigungen und/oder Dreh- richtungen von Klarwasser. Das Erfassen einer solchen oder einer Mehrzahl Widerstands- kurven lässt im Verstopfungsfall ein Vergleich mit den durch die Widerstandskurve doku- mentierten Grundzustand der Pumpe zu, um, als Ergebnis des Vergleichs, insbesondere die
Art der Verstopfung und einer entsprechenden, bevorzugt auf die Art der Verstopfung zu- geschnittenen Entblockungsroutine auswählen zu können. Die Widerstandskurve wird be- vorzugt initial vor dem Betrieb der Abwasserpumpe erstellt und in einem Speicher der
Steuerung abgelegt. Darüber hinaus kann die Widerstandskurve auch regelmäßig, bei- spielsweise jährlich, erneuert werden, um eine durch den Betrieb des Laufrads begründete
Abnutzung der Abwasserpumpe, beispielsweise durch eine höhere Reibung in Lagern und
Dichtungen der Abwasserpumpe, erkennen und/oder beim Erkennen der Verstopfung be- rücksichtigen zu können.
Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung umfasst das Verfahren die Schritte:
Vergleichen der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Ab- wasserbetriebswerte und/oder der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Ver- laufs der Verstopfungsbetriebswerte mit der Widerstandskurve, zum Klassifizieren der
Verstopfung, und
Lösen der Verstopfung in Abhängigkeit der Klassifikation der Verstopfung.
Experimentell hat sich gezeigt, dass durch diese Maßnahme die Verstopfung besonders effektiv gelöst werden kann, da durch den Vergleich mit der mit Klarwasser bestimmten
Widerstandskurve eine zu der festgestellten Art bzw. Klassifikation der Verstopfung pas- sende Entsorgungsroutine auswählbar ist. Im Ergebnis lässt sich derart die Verstopfung gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Maßnahmen wesentlich schneller und effektiver lösen.
Nach einer noch weiteren bevorzugten Weiterbildung umfasst das Lösen der Verstopfung den Schritt:
Auswählen und/oder Durchführen einer Entblockungsroutine in Abhängigkeit der
Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerte, ins- besondere in Abhängigkeit der Klassifikation der Verstopfung, insbesondere Auswählen einer Drehmoment-gesteuerten Entblockungsroutine, einer drehzahlgesteuerten Entblo- ckungsroutine, insbesondere mit einer Drehmomentschwelle, und/oder einer dynamischen
Entblockungsroutine.
Darüber hinaus sind auch weitere Entblockungsroutinen denkbar, die in der Regel ein Ver- ändern der Drehzahl des Motors insbesondere durch Beschleunigen des Motors in der ers- ten und/oder der zweiten Drehrichtung, insbesondere in Vorwärts- und/oder Rückwärts-
ll BE2022/6046 richtung umfassen. Derartige Entblockungsroutinen können beispielsweise hinsichtlich des
Drehmoments insbesondere durch eine den Motor ansteuernde Steuerung überwacht wer- den, um Beschädigungen der Abwasserpumpe zu vermeiden. Denkbar ist, dass die Entblo- ckungsroutine den Motor abschaltet, wenn eine Drehmomentschwelle überschritten ist, beispielsweise wenn das Laufrad festklemmt oder aufgrund einer größeren Verunreinigung trotz Anwendung der Entblockungsroutine sich nicht oder nur minimal dreht.
Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung umfasst das Verfahren den Schritt: während Durchführen der Entblockungsroutine oder während eines weiteren Fôr- derns von Abwasser durch Betreiben des Motors in der ersten Drehrichtung, Erfassen einer
Steigung und/oder einer Krümmung eines zeitlichen Verlaufs von den drehenden Motor charakterisierenden weiteren elektrischen Verstopfungsbetriebswerten, und
Prüfen, ob während eines Beschleunigen des Motors in der ersten und/oder der zwei- ten Drehrichtung die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der weite- ren Verstopfungsbetriebswerte unter dem insbesondere vorgegebenen Verstopfungs- schwellwert liegt, zum Erkennen, ob die Verstopfung gelöst ist oder zum erneuten Lösen der Verstopfung durch Betreiben des Motors wenigstens in der zweiten Drehrichtung.
Nach oder während dem Schritt des Lösens der Verstopfung, insbesondere durch die Ent- blockungsroutine, wird zweckmäBigerweise geprüft, ob die Verstopfung gelöst ist. Sofern die Verstopfung gelöst ist, kann die Abwasserpumpe regulär zum Fördern von Abwasser weiterverwendet werden. Konnte die Verstopfung jedoch nicht gelöst werden, insbesonde- re weil weiterhin während eines Beschleunigen des Motors in der ersten und/oder der zweiten Drehrichtung die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der weiteren Verstopfungsbetriebswerte über dem insbesondere vorgegebenen Verstopfungs- schwellwert liegt, können die vorgeschriebenen Schritte zum Lösen der Verstopfung er- neut angewendet werden, insbesondere zum Teil, oder die Abwasserpumpe kann abge- schaltet werden. In letzterem Fall kann ein Servicetechniker oder eine Leitstelle informiert werden, dass das automatisierte Lösen der Verstopfung nicht erfolgreich war, sodass die
Verstopfung insbesondere manuell durch Demontage der Pumpe und/oder des Laufrads und dergleichen behoben werden kann. Dadurch, dass bereits während des Durchführens der Entblockungsroutine prüfbar ist, ob die Verstopfung gelöst ist, kann im Vergleich zu aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren wesentlich schneller wieder zu einem
Normalbetrieb zurückgekehrt werden.
Nach einer noch weiteren bevorzugten Weiterbildung umfasst das Lösen der Verstopfung ein Betreiben des Motors in der zweiten Drehrichtung und, nach einer Zeitdauer seit Be- ginn des Förderns in der entgegengesetzten Drehrichtung, ein Betreiben des Motors in der ersten Drehrichtung. Die Drehzahlen in den unterschiedlichen Drehrichtungen können gleich oder unterschiedlich sein. Beispielsweise kann die Drehzahl in der zweiten Dreh- richtung größer als die Drehzahl in der ersten Drehrichtung sein. Ein Wechsel der Dreh- richtungen kann nach 1, 2 oder 5 Minuten erfolgen, wobei auch andere Zeiten denkbar sind. Ebenso ist denkbar, dass mehrere Sequenzen dieser Abfolge mit jeweils höheren
Drehzahlen durchlaufen werden. Anstelle der Drehzahl oder zusätzlich kann auch die Be- schleunigt variiert oder vergrößert werden.
Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung umfasst die Steigung und/oder die
Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerte, der Klarwasserbetriebs- werte und/oder der Verstopfungsbetriebswerte eine leistungsproportionale physikalische
Größe des drehenden Motors, einen von dem drehenden Motor aufgenommenen Strom,
Drehmoment und/oder Leistung. Der Abwasserbetriebswert, der Klarwasserbetriebswert und/oder der Verstopfungsbetriebswert und/oder die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs des Abwasserbetriebswertes, des Klarwasserbetriebswertes und/oder des Verstopfungsbetriebswertes kann ferner ein Glätten des jeweiligen Wertes, ein Mittel- wert des jeweiligen Wertes und/oder eine Filterung des jeweiligen Wertes umfassen. Dabei kann der Begriff Wert ebenso als eine Reihe von Werten, insbesondere über ein zeitliches
Intervall, umfassen.
Die Aufgabe der Erfindung wird weiterhin gelöst durch eine Abwasserpumpe aufweisend ein Pumpengehäuse insbesondere einen Einlass, vorzugsweise eine Saugöffnung, einer in dem Pumpengehäuse angeordneten Welle, einem auf der Welle sitzenden und insbesonde- re dem Einlass zugewandten Laufrad, einen die Welle antreibenden Motor sowie eine
Steuerung, wobei die Steuerung zum Erfassen wenigstens einer Steigung und/oder einer Krümmung eines zeitlichen Verlaufs von den drehenden Motor charakterisierenden elektrischen Ab- wasserbetriebswerten während eines Förderns von Abwasser mit der Abwasserpumpe durch Betreiben des Motors in einer ersten Drehrichtung, eingerichtet ist, und die Steuerung, wenn die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs derAbwasserbetriebswerte einen insbesondere vorgegebenen Verstopfungsschwellwert übersteigt, eingerichtet ist, zum Lösen der Verstopfung den Motor wenigstens in einer zu der ersten Drehrichtung entgegengesetzten zweiten Drehrichtung zu Betreiben.
Die Steuerung weist bevorzugt einen Mikroprozessor oder dergleichen auf, durch welchen die erste zeitliche Ableitung und/oder die zweite zeitliche Ableitung bestimmbar, durch welchen prüfbar ist, ob die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der
Abwasserbetriebswerte den insbesondere vorgegebenen Verstopfungsschwellwert über- steigt, und/oder durch welchen der Motor zum Lösen der Verstopfung ansteuerbar ist. Zum
Erfassen der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbe- triebswerte kann ein an den Motor angeschlossener und/oder den Motor überwachender
Sensor, beispielsweise ein Stromsensor, vorgesehen sein.
Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der Abwasserpumpe ergeben sich für den Fachmann in Analogie zu dem oben beschriebenen Verfahren.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen an- hand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Abwasserpumpe zum Ausführen des vor- geschlagenen Verfahrens gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 2 ein Ablaufdiagram zum Ausführen des vorgeschlagenen Verfahrens gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 3 einen Ausschnitt aus einem Leistungs-/Zeitdiagram beim Ausführen des vorgeschlagenen Verfahrens gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung, und
Fig. 4 ein Leistungs-/Drehzahldiagramm beim Ausführen des vorgeschlagenen
Verfahrens gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbespiele
Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht einer Abwasserpumpe 1 zum Ausführen eines nach- folgend beschriebenen Verfahrens zum Lösen einer Verstopfung der Abwasserpumpe 1 gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Die Abwasserpumpe 1 weist in herkömmlicher Weise ein Pumpengehäuse 2 mit einer, in der Zeichnung an dem Pumpengehäuse 2 unten angeordneten Saugöffnung 3 als Einlass auf. In dem Pumpengehäuse 2 ist eine Welle 4 vorgesehen, die sich in der Zeichnung ver- tikal erstreckt. Die Welle 4 wird von einem Motor 5 angetrieben, nur ansatzweise darge- stellt, der entgegensetzt zu der Saugöffnung 3 angeordnet ist. Der Saugöffnung 3 zuge- wandt ist ein Laufrad 6 vorgesehen, welches über die Welle 4 durch den Motor 5 angetrie- ben ist. Ferner weist die Abwasserpumpe 1 eine mikroprozessorbasierte Steuerung 7 auf, in
Fig. 1 nur angedeutet.
In optionalen vorbereitenden Schritten zum Ausführen des später beschriebenen Verfah- rens zum Lösen einer Verstopfung der Abwasserpumpe 1 wird die Abwasserpumpe 1 zu- nächst mit Klarwasser betrieben. Konkret wird der Motor 5 wiederholt während des För- derns von Klarwasser in Vorwärts- und/oder Rückwärtsrichtung, also in ein ersten Dreh- richtung und/oder in einer der ersten Drehrichtung entgegengesetzten zweiten Drehrich-
tung, betrieben sowie in Vorwärts- und/oder Rückwärtsrichtung beschleunigt. Während dieses Betreibens des Motors 5 mittels einer durch die Steuerung 7 vorgegebenen Dreh- zahl-Zeit Funktion wird durch einen nur schematisch dargestellten Sensor 8 mehrere dis- krete den drehenden Motor charakterisierende elektrische Klarwasserbetriebswerte in Ab- hängigkeit der Zeit erfasst. Der Sensor 8 ist als Stromsensor und als Spannungssensor aus- gestaltet, sodass neben den Strom auch die von der Abwasserpumpe 1 aufgenommene
Leistung erfasst wird. Daneben können auch weitere leistungsproportionale physikalische
Größen des drehenden Motors 5 als Klarwasserbetriebswerte erfasst werden, beispielswei- se das Drehmoment.
Mittels der Steuerung 7 wird sodann die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen
Verlaufs der so gewonnenen Klarwasserbetriebswerte, also die erste und die zweite zeitli- che Ableitung der so gewonnenen Klarwasserbetriebswerte, bestimmt. Da der Motor 5 mit unterschiedlichen Drehzahlen, Beschleunigungen und Drehrichtungen betrieben wurde, lassen sich derart charakteristische Widerstandskurven für den Betrieb der Abwasserpum- pe 1 mit Klarwasser bestimmen und in einem Speicher der Steuerung 7 hinterlegen. Diese
Widerstandskurven stellen das grundsätzliche Betriebsverhalten der Abwasserpumpe 1 mit von Verunreinigungen unbelastetem Klarwasser dar.
Beim Fördern von Abwasser mit der Abwasserpumpe 1, also mit Verunreinigungen unter- schiedlicher Art versetztem Wasser, benötigt die Abwasserpumpe 1 regelmäßig mehr elektrische Energie als beim Fördern von Klarwasser. Entsprechend liegen eine während des Förderns von Abwasser erfasste Steigung und/oder Krümmung des zeitlichen Verlaufs von den drehenden Motor charakterisierenden elektrischen Abwasserbetriebswerten 100 im aktuellen Betrieb über der entsprechenden Steigung und/oder Krümmung des zeitlichen
Verlaufs der Klarwasserbetriebswerte. Die Abwasserbetriebswerte lassen sich wiederum mit dem Sensor 8 erfassen.
Sofern nun die Abwasserpumpe 1 verstopft, beispielsweise eine Verunreinigung die Dreh- zahl oder das Drehmoment des Laufrads 6 reduziert oder das Laufrad 6 gar verklemmt und derart stoppt, ändert sich die Abwasserbetriebswerte, nämlich die Steigung und/oder die
Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerte. Überschreitet die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerte einen vorge- gebenen Verstopfungsschwellwert, erkennt die Steuerung 7 das Verstopfen der Abwasser- pumpe 1. Der Verstopfungsschwellwert ist zweckmäßigerweise aus einem Maximum der um einen Faktor erhöhten Steigung und/oder Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Klar- wasserbetriebswerte gebildet, beträgt beispielsweise das 1,3-Fache der Steigung und/oder
Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Klarwasserbetriebswerte. Nimmt die Abwasser- pumpe 1 beim Fördern von Klarwasser beispielsweise 1000 W auf, liegt die reguläre Leis- tung beim Fördern von Abwasser beispielsweise bei 10000 W. Sobald die Abwasserpumpe 1 jedoch 30000 W verbraucht, stellt die Steuerung die Verstopfung fest, stoppt 200 zu- nächst den Motor 5, 200 und initiiert daraufhin ein Lösen der Verstopfung durch Betreiben des Motors 5 in Vorwärts- und/oder Rückwärtsrichtung.
Exemplarisch dazu sind in Fig. 3 ein Ausschnitt aus einem Leistungs-/Zeitdiagram und in
Fig. 4 ein Leistungs-/Drehzahldiagramm beim Ausführen des vorgeschlagenen Verfahrens gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. In Fig. 3 ist illus- triert, wie aus der Leistungs-Zeit-Funktion und/oder aus der Leistungs-Drehzahl-Funktion als Abwasserbetriebswert die Steigung gewonnen wird. Aus der Steigung kann die Steue- rung 7 das Verstopfen der Abwasserpumpe 1 dann erkennen, wenn ein Verstopfungs- schwellwert überschritten wird. Fig. 4 illustriert verschiedene Leistungs-/Drehzahlkurven.
Die flachere durchgezogene Leistungs-/Drehzahlkurve stellt ein Beschleunigungsverhalten der Abwasserpumpe 1 ohne Verstopfung beim Fördern von Klarwasser dar, mit jeweiligen unteren und oberen gestrichelt gezeichneten Verstopfungsschwellwerten. Die steilere durchgezogene Leistungs-/Drehzahlkurve stellt das Betriebsverhalten der Abwasserpumpe 1 während der Verstopfung dar.
Das Lösen der Verstopfung umfasst zunächst ein Beschleunigen des Motors 5 in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung aus dem Stillstand, um eine Art der Verstopfung zu klassifizieren und in der Folge das Lösen der Verstopfung in Abhängigkeit der Klassifikation der Ver- stopfung durchzuführen. Dazu wird durch den Sensor 8 eine Steigung und/oder eine
Krümmung eines zeitlichen Verlaufs von den Motor charakterisierenden elektrischen Ver- stopfungsbetriebswerten erfasst 300. Die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen
Verlaufs der so erfassten Verstopfungsbetriebswerte wird mit der zuvor erfassten Wider- standskurve verglichen, um die Art bzw. Klassifikation der Verstopfung zu erkennen 400.
In Abhängigkeit eines Ergebnisses des Vergleichs erfolgt sodann durch die Steuerung 7 eine Auswahl 500 und nachfolgende Anwendung einer für die Art der Verstopfung pas- senden Entblockungsroutine insbesondere in Abhängigkeit der Klassifikation der Verstop- fung. Eine derartige Entblockungsroutine kann Drehmoment-gesteuert sein, kann dreh- zahlgesteuert sein, insbesondere mit einer Drehmomentschwelle, kann eine dynamischen
Entblockungsroutine oder eine Mischung der vorgenannten Entblockungsroutinen sein.
Daneben sind auch andere aus dem Stand der Technik bekannte Entblockungsroutinen denkbar, die jedoch in Abhängigkeit der Art der Verstopfung gewählt werden.
Grundsätzlich umfasst eine solche Entblockungsroutine das Betreiben des Motors 5 in ei- ner gegenüber dem Fördern des Abwassers entgegengesetzten Drehrichtung und, nach ei- ner Zeitdauer seit Beginn des Förderns in der entgegengesetzten Drehrichtung, beispiels- weise nach 1, 2 oder 5 Minuten, ein Betreiben des Motors 5 in der zum Fördern des Ab- wassers genutzten Drehrichtung. Die Entblockungsroutine kann mehrere derartige Interval- le enthalten, die beispielsweise durch Pausen voneinander getrennt sind. Ebenso können die Intervalle ansteigende Drehzahlen oder Beschleunigungen des Motors 5 enthalten.
Nach Durchführen der Entblockungsroutine wird in einem weiteren Schritt geprüft, ob die
Verstopfung tatsächlich gelöst ist. Dazu wird während eines weiteren Förderns von Ab- wasser durch Betreiben des Motors in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung wiederum durch den Sensor 8 eine Steigung und/oder Krümmung eines zeitlichen Verlaufs von den drehen- den Motor charakterisierenden weiteren elektrischen Verstopfungsbetriebswerten erfasst 600 insbesondere durch Beschleunigen aus dem Stillstand.
Die Steuerung 7 prüft sodann, ob die Verstopfung gelöst ist, 700. Liegt während eines Be- schleunigen des Motors 5 in der ersten und/oder der zweiten Drehrichtung die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der weitere Verstopfungsbetriebswerte unter dem vorgegebenen Verstopfungsschwellwert, ist davon auszugehen, dass die Ver- stopfung gelöst ist. Andernfalls führt die Steuerung 7 die zuvor beschriebenen Schritte erneut durch, um ein Lösen der Verstopfung zu erreichen. Ebenso kann die Steuerung 7 die
Abwasserpumpe 1 abschalten, beispielsweise wenn die Steigung und/oder Krümmung des zeitlichen Verlaufs der weiteren Verstopfungsbetriebswerte nunmehr über der zuvor be- stimmten Steigung und/oder Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Verstopfungsbe- triebswerte oder Abwasserbetriebswerte liegt.
Die beschriebenen Ausführungsbeispiels sind lediglich Beispiele, die im Rahmen der An- sprüche auf vielfältige Weise modifiziert und/oder ergänzt werden können. Jedes Merkmal, das für ein bestimmtes Ausführungsbeispiel beschrieben wurde, kann eigenständig oder in
Kombination mit anderen Merkmalen in einem beliebigen anderen Ausführungsbeispiel genutzt werden. Jedes Merkmal, dass für ein Ausführungsbeispiel einer bestimmten Kate- gorie beschrieben wurde, kann auch in entsprechender Weise in einem Ausführungsbei- spiel einer anderen Kategorie eingesetzt werden.
Bezugszeichenliste
Abwasserpumpe 1
Pumpengehäuse 2
Saugôffnung 3
Welle 4
Motor 5
Laufrad 6
Steuerung 7
Sensor 8
Erfassen wenigstens einer ersten zeitlichen Ableitung und/oder einer zweiten zeitlichen
Ableitung eines den drehenden Motor charakterisierenden elektrischen Abwasserbe- triebswertes 100
Stoppen des Motors 200
Erfassen wenigstens einer insbesondere ersten zeitlichen Ableitung und/oder einer zwei- ten zeitlichen Ableitung eines den drehenden Motor charakterisierenden elektrischen
Verstopfungsbetriebswertes 300
Klassifizieren der Verstopfung anhand des Verstopfungsbetriebswertes 400
Auswählen einer Entblockungsroutine in Abhängigkeit des Abwasserbetriebswertes 500
Erfassen wenigstens einer ersten zeitlichen Ableitung und/oder einer zweiten zeitlichen
Ableitung eines den drehenden Motor charakterisierenden weiteren elektrischen Ver- stopfungsbetriebswertes 600
Prüfen, ob der weitere Verstopfungsbetriebswert unter dem vorgegebenen Verstop- fungsschwellwert liegt 700
Claims (14)
1. Verfahren einer Erkennung und/oder Klassifizierung zum Lösen einer Verstopfung einer Abwasserpumpe (1) aufweisend ein Pumpengehäuse (2) mit einer in dem Pumpen- gehäuse (2) angeordneten Welle (4), einem auf der Welle (4) sitzenden Laufrad (6) sowie einen die Welle (4) antreibenden Motor (5), mit den Schritten: während eines Förderns von Abwasser mit der Abwasserpumpe (1) durch Betrei- ben des Motors (5) in einer ersten Drehrichtung, Erfassen einer Steigung und/oder einer Krümmung eines zeitlichen Verlaufs von den drehenden Motor (5) charakterisierenden elektrischen Abwasserbetriebswerten (100), und wenn die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasser- betriebswerte einen Verstopfungsschwellwert übersteigt, Lôsen der Verstopfung durch Betreiben des Motors (5) wenigstens in einer der ersten Drehrichtung entgegengesetzten zweiten Drehrichtung.
2. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, mit den Schritten: Klassifizieren der Verstopfung anhand der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerte, und Lösen der Verstopfung in Abhängigkeit der Klassifikation der Verstopfung.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei, wenn die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerte den Verstop- fungsschwellwert übersteigt, mit dem Schritt: Stoppen des Motors (5) (200) und insbesondere während des Stoppens des Motors (5), Erfassen einer Steigung und/oder einer Krümmung eines zeitlichen Verlaufs von den drehenden Motor (5) charakterisierenden elektrischen Verstopfungsbetriebswerten, und ferner insbesondere Klassifizieren der Verstopfung anhand der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Verstopfungsbetriebswerte während des Stoppens, und Lösen der Verstopfung in Abhängigkeit der Klassifikation der Verstopfung.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei, wenn die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerte den Verstop- fungsschwellwert übersteigt, mit dem Schritt: während eines Beschleunigen des Motors (5) in der ersten und/oder der zweiten Drehrichtung, Erfassen einer Steigung und/oder einer Krümmung eines zeitlichen Ver- laufs von den drehenden Motor (5) charakterisierenden elektrischen Verstopfungsbe- triebswerten (300), und insbesondere Klassifizieren der Verstopfung anhand der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Verstopfungsbetriebswerte (400), und Lösen der Verstopfung in Abhängigkeit der Klassifikation der Verstopfung.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit dem Schritt: während eines insbesondere wiederholten Förderns von Klarwasser mit der Abwas- serpumpe (1) durch Beschleunigen des Motors (5) in der ersten und/oder der zweiten Drehrichtung, Erfassen insbesondere wenigstens einer Steigung und/oder einer Krüm- mung eines zeitlichen Verlaufs von den drehenden Motor (5) charakterisierenden elektri- schen Klarwasserbetriebswerten, wobei der Verstopfungsschwellwert durch den um einen Faktor erhöhten Steigung und/oder Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Klarwasserbetriebswerte definiert ist.
6. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Erfassen der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der wenigstens den drehenden Motor (5) charakterisierenden elektrischen Klarwasserbetriebswerte mittels einer Drehzahl-Zeit Funktion erfolgt und eine Messung des den drehenden Motor (5) charakterisierenden elektrischen Klarwasserbetriebswerte in Abhängigkeit der Zeit umfasst.
7. Verfahren nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, mit den Schritten: Vergleichen der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerte und/oder der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der der Verstopfungsbetriebswerte nach dem vorhergehenden Anspruch 4 mit der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Klarwasserbetriebs- werte zum Klassifizieren der Verstopfung, und Lösen der Verstopfung in Abhängigkeit der Klassifikation der Verstopfung.
8. Verfahren nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, wobei das Erfassen der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der wenigstens den drehenden Motor (5) charakterisierenden elektrischen Klarwasserbe- triebswerte ein Erfassen wenigstens einer Widerstandskurve mit insbesondere unter- schiedlichen Drehzahlen, Beschleunigungen und/oder Drehrichtungen von Klarwasser umfasst.
9. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, mit den Schritten: Vergleichen der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerte und/oder der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Verstopfungsbetriebswerte nach Anspruch 4 mit der Widerstandskurve, zum Klassifizieren der Verstopfung, und Lösen der Verstopfung in Abhängigkeit der Klassifikation der Verstopfung.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Lösen der Ver- stopfung den Schritt umfasst: Auswählen und/oder Durchführen einer Entblockungsroutine in Abhängigkeit der Steigung und/oder der Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerte (500), insbesondere in Abhängigkeit der Klassifikation der Verstopfung gemäß dem vor- hergehenden Anspruch 2, 4, 5 oder 9, insbesondere Auswählen einer Drehmoment- gesteuerten Entblockungsroutine, einer drehzahlgesteuerten Entblockungsroutine, insbe- sondere mit einer Drehmomentschwelle, und/oder einer dynamischen Entblockungsrou- tine.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit dem Schritt: während Durchführen der Entblockungsroutine nach dem vorhergehenden An- spruch oder während eines weiteren Förderns von Abwasser durch Betreiben des Motors (5) in der ersten Drehrichtung, Erfassen wenigstens einer Steigung und/oder einer Krümmung des zeitlichen Verlaufs von den drehenden Motor (5) charakterisierenden weiteren elektrischen Verstopfungsbetriebswerten (600), und Prüfen, ob während eines Beschleunigen des Motors (5) in der ersten und/oder der zweiten Drehrichtung die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der weiteren Verstopfungsbetriebswerte unter dem Verstopfungsschwellwert liegt (700), zum Erkennen, ob die Verstopfung gelöst ist oder zum erneuten Lösen der Verstopfung durch Betreiben des Motors (5) wenigstens in der zweiten Drehrichtung.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Lösen der Ver- stopfung ein Betreiben des Motors (5) in der zweiten Drehrichtung und, nach einer Zeit- dauer seit Beginn des Förderns in der zweiten Drehrichtung, ein Betreiben des Motors (5) in der ersten Drehrichtung umfasst.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Verlaufs der Abwasserbetriebswerte, der Klarwasserbe- triebswerte zusätzlich nach einem der Ansprüche 5 bis 9, und/oder der Verstopfungsbe- triebswerte zusätzlich nach einem der Ansprüche 4, 9 oder 100, eine leistungsproportio- nale physikalische Größe des drehenden Motors (5), einen von dem drehenden Motor (5) aufgenommenen Strom, Drehmoment, Drehzahl und/oder Leistung umfasst.
14. Abwasserpumpe (1) aufweisend ein Pumpengehäuse (2) mit einem in dem Pumpen- gehäuse (2) angeordneten Welle (4), einem auf der Welle (4) sitzenden Laufrad (6), einen die Welle (4) antreibenden Motor (5) sowie einer Steuerung (7), wobei die Steuerung (7) zum Erfassen wenigstens einer Steigung und/oder einer Krüm- mung des zeitlichen Verlaufs von den drehenden Motor (5) charakterisierenden elektri- schen Abwasserbetriebswerten während eines Förderns von Abwasser mit der Abwas- serpumpe (1) durch Betreiben des Motors (5) in einer ersten Drehrichtung, eingerichtet ist, und die Steuerung (7), wenn die Steigung und/oder die Krümmung des zeitlichen Ver- laufs der Abwasserbetriebswerte einen Verstopfungsschwellwert übersteigt, eingerichtet ist, zum Lösen der Verstopfung den Motors (5) wenigstens in einer der ersten Drehrich- tung entgegengesetzten zweiten Drehrichtung zu Betreiben.
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