BE1031243A1 - Vorrichtung zum Brechen von Gestein, insbesondere Kreiselbrecher, Kegelbrecher, Backenbrecher oder Exzenterwalzenbrecher, sowie Montage- und Wartungsverfahren - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Brechen von Gestein, insbesondere Kreiselbrecher (100), Kegelbrecher, Backenbrecher oder Exzenterwalzenbrecher, mit einer Brecherkammer (10) und einem beweglichen Brechaktor (12), wobei die Brecherkammer (10) eine Innenfläche (11) aufweist, die mit Brechplatten (13) ausgekleidet ist, wobei unterhalb der Brechplatten (13) auf der Innenfläche (11) Sensoren und/oder optische Positionsmarker zur automatischen Positionsbestimmung der Brechplatten (13) angeordnet sind.
Description
; BE2023/5006
Vorrichtung zum Brechen von Gestein, insbesondere Kreiselbrecher,
Kegelbrecher, Backenbrecher oder Exzenterwalzenbrecher, sowie
Montage- und Wartungsverfahren
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Brechen von Gestein, insbesondere einen Kreiselbrecher, einen Kegelbrecher, einen Backenbrecher oder einen
Exzenterwalzenbrecher, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Ferner betrifft die Erfindung eine Anlage mit einer solchen Vorrichtung sowie ein
Montage- und ein Wartungsverfahren. Eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art ist beispielsweise aus DE 10 2013 008 612 A1 bekannt.
DE 10 2013 008 612 A1 beschreibt konkret einen Kreiselbrecher mit einer
Brecherkammer, in welcher ein beweglicher Brechkegel angeordnet ist. Die
Brecherkammer weist eine Innenfläche auf, die mit Brechplatten ausgekleidet ist.
Die Brechplatten bestehen aus einem äußerst harten Material, so dass Gestein zwischen dem Brechkegel und den Brechplatten gebrochen werden kann.
Trotz des harten Materials der Brechplatten unterliegen diese einem hohen
Verschleiß. Jede der Brechplatten hat eine Masse von mehreren 100 kg, insbesondere zwischen 200 kg und 300 kg. Der Austausch der verschlissenen
Brechplatten gestaltet sich entsprechend schwierig. Insbesondere hat sich in der
Praxis gezeigt, dass Wartungspersonal zum Austausch oft in die Brechkammer hineintritt, um so die Positionierung der Brechplatten vorzunehmen. Der
Aufenthalt innerhalb der Brecherkammer ist jedoch mit hohen Gefahren verbunden. Zudem ist der Montageaufwand wegen des höheren Personaleinsatzes zeitaufwändig, da vielfach Fachpersonal anreisen muss. Dies erhôht auBerdem die
Kosten der Wartung.
Die Aufgabe der Erfindung besteht folglich darin, eine Vorrichtung zum Brechen von Gestein anzugeben, die sich kostengünstig warten lässt und das
Sicherheitsrisiko für Wartungspersonal reduziert. Im Übrigen ist es Aufgabe der
Erfindung, eine Anlage mit einer solchen Vorrichtung sowie ein entsprechendes
Montageverfahren und ein Wartungsverfahren anzugeben.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe im Hinblick auf die Vorrichtung zum Brechen von Gestein durch den Gegenstand des Patentanspruchs 1 gelöst. Ferner wird die
Aufgabe durch eine Anlage gemäß Patentanspruch 3, ein Montageverfahren gemäß Patentanspruch 4 sowie ein Wartungsverfahren gemäß Patentanspruch 10 gelöst.
Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, eine Vorrichtung zum Brechen von
Gestein, insbesondere einen Kreiselbrecher, einen Kegelbrecher, einen
Backenbrecher oder einen Exzenterwalzenbrecher, anzugeben, wobei die
Vorrichtung eine Brecherkammer und einen beweglichen Brechaktor umfasst.
Die Brecherkammer weist eine Innenfläche auf, die mit Brechplatten ausgekleidet ist. Erfindungsgemäß sind unterhalb der Brechplatten auf der Innenfläche
Sensoren oder optische Positionsmarker zur automatischen Positionsbestimmung der Brechplatten angeordnet.
Generell besteht die Idee der Erfindung also darin, die Brecherkammer so mit einer positionsbestimmenden Sensorik auszustatten, dass beispielsweise ein Kran oder ein Roboterarm automatisiert die Brechplatten an die korrekte Position an der Innenfläche der Brecherkammer bewegen und dort platzieren kann. Dazu ist eine hohe Positionsgenauigkeit erforderlich, die durch entsprechende optische
Positionsmarker, die beispielsweise durch eine Kamera oder Lasermessgeräte erfasst werden können, gebildet sind. Andere Sensoren sind ebenfalls einsetzbar.
Insbesondere können alternativ oder zusätzlich zu den optischen
Positionsmarkern Ultraschallsensoren, Radarsensoren oder ähnliche, eine exakte
Position bestimmende oder markierende Sensoren vorgesehen sein.
Um die Brechplatten gut mit einer automatisierten Hebevorrichtung, beispielsweise einem Kran oder einem Roboterarm, greifen und bewegen zu können, ist in einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass die
Brechplatten jeweils wenigstens eine Haltelasche zur formschlüssigen Verbindung mit einem Greifelement aufweisen.
Gemäß einem nebengeordneten Aspekt der Erfindung ist die zuvor bestimmte
Vorrichtung Teil einer Anlage zum Brechen von Gestein, wobei die Anlage ferner einen Roboterarm aufweist, der an einem Ausleger wenigstens eine
Schnellkupplung umfasst. Die Schnellkupplung kann wenigstens ein Greifelement zum Greifen einer Brechplatte aufweisen, wobei der Roboterarm derart positioniert oder positionierbar ist, dass das Greifelement die Innenfläche der
Brecherkammer erreicht. Insbesondere kann der Roboterarm derart positioniert oder positionierbar sowie konfiguriert sein, dass das Greifelement alle Positionen von Brecherplatten auf der Innenfläche der Brecherkammer erreicht.
Die Anlage stellt somit die hardwareseitigen Voraussetzungen bereit, um eine vollautomatisierte Montage von Brecherplatten zu erreichen. Der Roboterarm kann mit seinem Ausleger und der darin angeordneten Schnellkupplung die
Brechplatten greifen und an die vorbestimmte Position auf der Innenfläche der
Brecherkammer bewegen. Die Positionsbestimmung erfolgt dabei hochgenau, beispielsweise anhand der optischen Positionsmarker und/oder anhand weiterer
Sensoren, die zumindest teilweise aus der Innenfläche der Brechplatten angeordnet sind.
Die Verwendung einer Schnellkupplung am Ausleger des Roboterarms hat den
Vorteil, dass nicht nur ein Greifelement mit dem Roboterarm schnell und einfach verbindbar. Vielmehr ermöglicht es die Schnellkupplung, auch standardgemäße
Baggerschaufeln oder Hydraulikhammer mit dem Roboterarm zu verbinden.
So können beispielsweise Roboterarme, die an bestehenden Anlagen vorhanden sind, um mittels eines Hydraulikhammers eine Vorzertrümmerung von großen
Gesteinsbrocken zu vollziehen, eingesetzt werden, um mittels eines Greifelements die Brechplatten zu montieren. Damit ist eine Nachrüstmöglichkeit für bestehenden Anlagen gegeben. Die Schnellkupplung bietet die entsprechenden einfachen Voraussetzungen dafür.
Der Roboterarm kann in konkreten Ausführungsformen als Hydraulikausleger mit einem, insbesondere gesteinsbrechenden, Hammer ausgebildet sein.
Ein wesentlicher nebengeordneter Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur
Montage von Brechplatten in eine zuvor beschriebene Vorrichtung, wobei ein
Roboterarm bereitgestellt wird, wie er bei der zuvor beschriebenen Anlage vorhanden ist. Konkret kann also das Verfahren zur Montage von Brechplatten eine Vorrichtung zum Brechen von Gestein, insbesondere einen Kreiselbrecher, einen Kegelbrecher, einen Backenbrecher oder einen Exzenterwalzenbrecher, sowie einen Roboterarm aufweisen, der an einem Ausleger wenigstens eine
Schnellkupplung aufweist und derart positioniert ist oder positioniert wird, dass der Ausleger die Innenfläche der Brecherkammer erreicht. Das Montageverfahren umfasst die folgenden Schritte:
a. Verbinden der Schnellkupplung mit einem Greifelement, b. Greifen einer Brechplatte mit dem Greifelement, c. Positionieren der Brechplatte an einer vorbestimmten Position der
Innenfläche der Brecherkammer, wobei die Position anhand von
Sensoren und/oder optischen Positionsmarkern automatisiert bestimmt wird, und d. Fixieren der Brechplatte an der Innenfläche der Brecherkammer durch ein Verbindungsmittel.
Durch die automatisierte Positionsbestimmung wird bei dem Montageverfahren der Personalaufwand reduziert und insbesondere die Sicherheit für das Personal erhöht, da es nicht erforderlich ist, dass Personal in die Brecherkammer tritt, um eine Positionierung der Brechplatten bei der Montage vorzunehmen. Vielmehr erfolgt dies bei dem erfindungsgemäBen Montageverfahren automatisiert durch den Roboterarm.
Bei einer bevorzugten Variante des Montageverfahrens ist vorgesehen, dass das
Greifelement ein Sauggreifer ist und die Verbindung mit der Brechplatte durch
Unterdruck erfolgt. Diese Variante hat den Vorteil, dass die Brechplatte nicht modifiziert werden muss, um mit dem Greifelement gehalten werden zu können.
Alternativ oder zusätzlich kann das Greifelement ein mechanischer Greifer sein, der in wenigstens eine Haltelasche der Brechplatte eingreift. Auf diese Weise kann eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Greifelement und der
Brechplatte erzielt werden, die sich durch eine hohe Stabilität auszeichnet. Der mechanische Greifer kann auBerdem für weitere Tätigkeiten eingesetzt werden.
Der Roboterarm mit dem Greifelement ist somit universell einsetzbar.
Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäBen Montageverfahrens werden die zuvor genannten Schritte a) bis c) wiederholt ausgeführt, so dass eine, insbesondere vollständige, Reihe von Brechplatten positioniert und vor dem
Fixieren mit einem Verbindungsmittel kraft- und/oder formschlüssig mittels eines
Halteelements an der vorbestimmten Position gehalten wird. Auf diese Weise können alle Brechplatten einer Reihe exakt zueinander ausgerichtet werden, bevor die endgültige Fixierung mittels des Verbindungsmittels vorgenommen wird.
Die Reihe von Brechplatten kann dabei eine Umfangsreihe sein. Das Halteelement kann durch einen Stahlring gebildet sein, der die Brechplatten der Umfangsreihe mit der Innenfläche der Brecherkammer verkeilt. Die Verwendung eines
Stahlrings ist besonders einfach und ermöglicht eine zweckmäßige, temporäre 5 Befestigung bzw. Halterung der Brechplatten an der Innenfläche der
Brecherkammer, bis die Fixierung mittels des Verbindungsmittels erfolgt bzw. abgeschlossen ist.
Als Verbindungsmittel kommt vorzugsweise ein Epoxidharz zum Einsatz, das die einzelne Brechplatte stoffschlüssig an der Innenwand der Brecherkammer fixiert.
Die Fixierung erfolgt dabei endgültig durch Aushärten des Epoxidharzes. Bis zum vollständigen Aushärten kann die Reihe von Brechplatten mit dem Halteelement an der vorbestimmten Position gehalten werden. Insbesondere kann der Stahlring die Brechplatten so lange mit der Innenwand der Brecherplatten verkeilen, bis das Epoxidharz vollständig ausgehärtet ist.
Besonders bevorzugt ist es im Rahmen des erfindungsgemäßen
Montageverfahrens, wenn der Roboterarm fernbedient wird und/oder vollautomatisiert bewegt wird. Die Automatisierung des Montagevorgangs ist ein besonders vorteilhafter Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung, da auf diese
Weise der Personaleinsatz reduziert wird. Einerseits gilt dies für den
Personaleinsatz im Inneren der Brecherkammer, der im Wesentlichen entfällt.
Andererseits spielt auch die Qualifikation des Wartungspersonals bei einem automatisierten Montageverfahren eine weniger wichtige Rolle, so dass die
Arbeiten auch von weniger qualifiziertem Personal durchgeführt werden können.
Dies reduziert den Aufwand, der bisher für die Anreise von Fachpersonal erforderlich war. Insgesamt können so auch Kosten reduziert werden, weil die automatisierte Montage von Brechplatten besonders zeitsparend möglich ist.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zum Austausch von Brechplatten einer zuvor beschriebenen Vorrichtung zum Brechen von
Gestein, wobei ein Roboterarm bereitgestellt wird, der an einem Ausleger wenigstens eine Schnellkupplung aufweist und derart positioniert ist oder positioniert wird, dass der Ausleger die Innenfläche der Brecherkammer erreicht.
Mittels eines hydraulischen Hammers, der mit Schnellkupplung verbunden ist oder verbunden wird, werden bei dem Austauschverfahren verschlissene Pressplatten von der Innenfläche der Brecherkammer abgeschlagen. Anschließend wird der
Hydraulikhammer von der Schnellkupplung gelöst und daraufhin die Brechplatten nach dem zuvor beschriebenen Montageverfahren montiert. Das Verfahren zum
Austausch von Brechplatten ist im Wesentlichen ein Wartungsverfahren, bei dem
Komponenten einer Vorrichtung zum Brechen von Gestein, insbesondere eines
Kreiselbrechers, eines Kegelbrechers, eines Backenbrechers oder eines
Exzenterwalzenbrechers, ausgewechselt werden.
Im Allgemeinen ist darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht nur zum
Austausch von Brechplatten in zuvor beschriebenen Vorrichtungen zum Brechen von Gestein eingesetzt werden kann. Vielmehr ist es möglich, auch weitere
Komponenten einfach und automatisiert mit dem zuvor beschriebenen Verfahren zu montieren bzw. auszutauschen. Derartige Komponenten können beispielsweise
Buchsen, Kolbenstangen, Dichtungen oder Ähnliches sein.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die beigefügten schematischen Zeichnungen näher erläutert.
Darin zeigen
Fig. 1 eine Anlage mit einer Vorrichtung zum Brechen von Gestein, die einen
Kreiselbrecher und einen Roboterarm umfasst, und
Fig. 2 eine Schnittansicht einer Vorrichtung zum Brechen von Gestein in Form eines Kreiselbrechers nach einem erfindungsgemäßen
Ausführungsbeispiel.
In Fig. 1 ist in einer Schnittansicht eine Anlage 1000 gezeigt, die zum Brechen von Gestein vorgesehen ist. Die Anlage umfasst eine Vorrichtung zum Brechen von Gestein, die als Kreiselbrecher 100 ausgebildet ist. Details zum Kreiselbrecher werden nachfolgend mit Bezug auf Fig. 2 näher erläutert.
Der Kreiselbrecher 100 ist am Boden eines Aufgabebehälters 200 der
Brecheinlage 1000 angeordnet. Am Aufgabebehälter 200 ist ein Turm 400 angeordnet, der einen Roboterarm 300 trägt. Der Roboterarm weist einen
Ausleger 310 auf, der an seiner Spitze eine Schnellkupplung 320 trägt. Bei der
Darstellung gemäB Fig. 1 ist an der Schnellkupplung 320 ein Hydraulikhammer 330 fixiert.
Der Roboterarm 300 bzw. der Ausleger 310 ist derart ausgebildet, dass die Spitze des Auslegers 310 im Wesentlichen alle Stellen innerhalb des Kreiselbrechers 100 erreichen kann. Insbesondere kann der Roboterarm 300 Brechplatten 13 erreichen, die auf einer Innenfläche 11 der Brecherkammer 10 des
Kreiselbrechers 100 angeordnet sind.
Fig. 2 zeigt den Kreiselbrecher 100 in einer Schnittdarstellung. Es ist erkennbar, dass der Kreiselbrecher 100 eine Brecherkammer 10 aufweist, die sich von dem
Aufgabebehälter 200 ausgehend nach unten verjüngt. Innerhalb der
Brecherkammer 10 ist ein Brechkegel 12 angeordnet, dessen Verjüngung sich gegenläufig zur Verjüngung der Brecherkammer 11 erstreckt. Der Brechkegel 12 ist über eine Kegelachse 20 exzentrisch an einem unteren Punkt des
Kreiselbrechers gelagert. An einem oberen Ende der Kegelachse 20 ist eine
Ringschraube 19 angeordnet, die es ermöglicht, den Brechkegel 12 aus der
Brecherkammer 11 zu heben, beispielsweise zu Wartungszwecken.
Der Antrieb der Kegelachse 20 erfolgt über eine Antriebswelle 21 und ein
Kegelzahnrad 22.
Die Brechkammer 10 weist eine Innenfläche 11 auf, die mehrere Brechplatten 13 trägt. Die Brechplatten 13 kleiden die Innenfläche aus. Jede der Brechplatten 13 weist wenigstens eine Haltelasche 15 auf, an welcher ein Greifer des Roboterarms 300 angreifen kann. Bevorzugt sind zwei Haltelaschen 15, die von einem Greifer des Roboterarms gegriffen werden können, so dass die Lage der Brechplatte 13 im Raum gut kontrollierbar ist.
Die Brechplatten 13 unterliegen einem hohen Verschleiß und müssen regelmäßig ausgetauscht werden. Zum Austausch bzw. zur Montage der Brechplatten 13 wird vorzugsweise auf den Roboterarm 300 zurückgegriffen. Der Roboterarm 300 hat bei Bestandsanlagen üblicherweise die Aufgabe, mittels des Hydraulikhammers 330 Gestein, das nicht selbsttätig in den Kreiselbrecher eintritt, dorthin zu bewegen. Ferner ist es Aufgabe des Roboterarms 300 mit dem Hydraulikhammer 330, große Gesteinsbrocken, die den Weg in die Brecherkammer 10 nicht finden, vorab zu zerkleinern. Die am Roboterarm 300 angeordnete Schnellkupplung 320 erlaubt es jedoch auch, andere Werkzeuge mit dem Roboterarm 300 zu verbinden. Schnellkupplungen 320 sind beispielsweise bei Baumaschinen bekannt und eignen sich insbesondere zur Aufnahme von Schaufeln, Bohrern oder
Hämmern. Außerdem können Greifer mit der Schnellkupplung 320 einfach verbunden werden.
Die Schnellkupplung 320 ermöglicht es also, einen Greifer an dem Roboterarm 300 anzuordnen, so dass der Roboterarm 300 die Haltelaschen 15 der
Brechplatten 13 greifen kann. Auf diese Weise können die Brechplatten einfach und automatisiert oder zumindest ferngesteuert an ihre Position innerhalb der
Brecherkammer 10 geführt werden.
Für eine Montage der Brechplatten 13 ist es zweckmäßig, wenn die Positionierung der Brechplatten 13 besonders exakt erfolgt. Dazu sind auf der Innenfläche 11 der Brecherkammer 10 vorzugsweise optische Positionsmarker oder andere
Sensorelemente vorgesehen. Die optischen Positionsmarker können beispielsweise mittels Laser, LIDAR oder einer Videokamera erfasst werden, so dass eine exakte Positionierung der Brechplatten 13 an der Innenwand 11 erfolgt.
Vorzugsweise werden im Rahmen des Montageverfahrens zunächst alle
Brechplatten 13 einer Umfangsreihe von Brechplatten 13 positioniert.
Anschließend kann ein Stahlring in die Brechkammer 10 abgesenkt werden, dessen Durchmesser so bemessen ist, dass er die Reihe von Brechplatten 13 gegen die Innenwand 11 der Brecherkammer 10 verkeilt. Damit wird die Position der Brechplatten 13 temporär festgelegt. Für eine endgültige Fixierung kommt vorzugsweise ein Epoxidharz zum Einsatz, mit welchem die Brechplatten 13 an der Innenwand 11 stoffschlüssig fixiert werden. Nach dem Aushärten des
Epoxidharzes kann der Stahlring entfernt werden.
Die Bewegung des Roboterarms 300 zur Positionierung und Montage der
Brechplatten 13 erfolgt vorzugsweise vollautomatisiert. Dazu kann eine Steuerung vorgesehen sein, durch die nach Ermittlung der Positionsmarker innerhalb der
Brecherkammer 10 der Roboterarm 300 exakt an die vorbestimmte Position geführt wird. Hierzu können festgelegte Wartungsprogramme oder
Montageprogramme ausgeführt werden. Dabei kann das automatisierte
Montageverfahren sowohl von einem entfernt angeordneten Leitstand oder von einer lokalen Bedienoberfläche an der Anlage ausgelöst werden.
Bezugszeichenliste 10 Brecherkammer 11 Innenfläche der Brecherkammer 12 Brechkegel 13 Brechplatte 15 Haltelasche 19 Ringschraube 20 Kegelachse 21 Antriebswelle 22 Zahnrad 100 Vorrichtung zum Brechen von Gestein, Kreiselbrecher 200 Aufgabebehälter 300 Roboterarm 310 Ausleger 320 Schnellkupplung 330 Hydraulischer Hammer 400 Turm 1000 Brecheranlage
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Brechen von Gestein, insbesondere Kreiselbrecher (100), Kegelbrecher, Backenbrecher oder Exzenterwalzenbrecher, mit einer Brecherkammer (10) und einem beweglichen Brechaktor (12), wobei die Brecherkammer (10) eine Innenfläche (11) aufweist, die mit Brechplatten (13) ausgekleidet ist dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Brechplatten (13) auf der Innenfläche (11) Sensoren und/oder optische Positionsmarker zur automatischen Positionsbestimmung der Brechplatten (13) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Brechplatten (13) jeweils wenigstens eine Haltelasche (15) zur formschlüssigen Verbindung mit einem Greifelement aufweisen.
3. Anlage (1000) zum Brechen von Gestein mit einer Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 und mit einem Roboterarm (300), der an einem Ausleger (310) wenigstens eine Schnellkupplung (320) aufweist, wobei die Schnellkupplung (320) wenigstens ein Greifelement zum Greifen einer Brechplatte (13) umfasst, und wobei der Roboterarm (300) derart positioniert oder positionierbar ist, dass das Greifelement die Innenfläche (11) der Brecherkammer (10) erreicht.
4. Verfahren zur Montage von Brechplatten (13) in eine Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei ein Roboterarm (300) bereitgestellt wird, der an einem Ausleger (310) wenigstens eine Schnellkupplung (320) aufweist und derart positioniert ist oder positioniert wird, dass der Ausleger (320) die Innenfläche (11) der Brecherkammer (10) erreicht, und wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:
a. Verbinden der Schnellkupplung (320) mit einem Greifelement,
b. Greifen einer Brechplatte (13) mit dem Greifelement,
c. Positionieren der Brechplatte (13) an einer vorbestimmten Position der Innenfläche (11) der Brecherkammer (10), wobei die Position anhand von Sensoren und/oder optischen Positionsmarkern automatisiert bestimmt wird, und d. Fixieren der Brechplatte (13) an der Innenfläche (11) der Brecherkammer (10) durch ein Verbindungsmittel.
5. Verfahren nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, dass das Greifelement ein Sauggreifer ist und die Verbindung mit der Brechplatte (13) durch Unterdruck erfolgt und/oder dass das Greifelement ein mechanischer Greifer ist, der in wenigstens eine Haltelasche der Brechplatte eingreift.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Schritte a)-c) wiederholt ausgeführt werden, so dass eine, insbesondere vollständige, Reihe von Brechplatten (13) positioniert und vor dem Fixieren mit einem Verbindungsmittel kraft- oder formschlüssig mittels eines Halteelements an einer vorbestimmten Position gehalten werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, dass die Reihe von Brechplatten (13) eine Umfangsreihe ist und das Halteelement durch einen Stahlring gebildet ist, der die Brechplatten (13) der Umfangsreihe mit der Innenfläche (11) der Brecherkammer (10) verkeilt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel ein Epoxidharz ist, das die Brechplatte (13) stoffschlüssig an der Innenwand (11) der Brecherkammer (10) fixiert.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Roboterarm (300) fernbedient und/oder vollautomatisiert bewegt wird.
10. Verfahren zum Austausch von Brechplatten (13) einer Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei ein Roboterarm (300) bereitgestellt wird, der an einem Ausleger (310) wenigstens eine Schnellkupplung (320) aufweist und derart positioniert ist oder positioniert wird, dass der Ausleger (310) die Innenfläche (11) der Brecherkammer (10) erreicht, wobei mittels eines hydraulischen Hammers (330), der mit der Schnellkupplung (320) verbunden ist oder wird, verschlissene Brechplatten (13) von der Innenfläche (11) der Brecherkammer (10) abgeschlagen werden, der Hydraulikhammer (330) anschließend von der Schnellkupplung (310) gelöst wird und daraufhin die Brechplatten (310) nach dem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 4 bis 9 montiert werden.
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2023
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