BE1031244B1 - Vorrichtung zum Brechen von Gestein und Montageverfahren - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Brechen von Gestein mit einem Brechergehäuse (10) und einem Brechkegel (11), der in dem Brechergehäuse (10) angeordnet ist und über einen Exzenter in eine Taumel-Drehbewegung versetzbar ist. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass der Brechkegel eine Kegelachse (12) aufweist, die in einem Exzenterlager (13) des Exzenters gelagert ist, wobei zwischen dem Exzenter und dem Brechkegel (11) eine Staubdichtung angeordnet ist, und wobei innerhalb des Brechergehäuses (10), insbesondere im Inneren eines Gehäuses (14) der Staubdichtung, mehrere Überwachungseinrichtungen zur Überwachung der Position der Kegelachse (12) bei der Montage derselben im Brechergehäuse (10) vorgesehen sind.
Description
; BE2023/5007
Vorrichtung zum Brechen von Gestein und Montageverfahren
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Brechen von Gestein nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus DE 10 2013 008 612 A1 bekannt. Ferner betrifft die Erfindung ein
Montageverfahren für eine solche Vorrichtung.
DE 10 2013 008 612 Al beschreibt konkret einen Kreiselbrecher zur Zerkleinerung von Bruchmaterial. Der Kreiselbrecher, sowohl flach als auch Steilkegel, umfasst ein Brechergehäuse und einen Brechkegel, der in dem Brechergehäuse angeordnet ist und über einen Exzenter in eine Taumel-Drehbewegung versetzt werden kann. Über einen Trichtereingang des Brechergehäuses gelangt Gestein in den Kreiselbrecher. Zwischen dem Brechkegel und dem Brechergehäuse ist ein
Brechspalt ausgebildet, der sich mit zunehmendem Abstand vom Trichtereingang immer weiter verjüngt. Durch die taumelnde Bewegung des Brechkegels wird
Gestein in Richtung des unteren Brechspalts geführt und immer weiter gebrochen. Das zerkleinerte Bruchmaterial tritt durch den Brechspalt hindurch und verlässt so den Kreiselbrecher.
Zur Montage eines solchen Kreiselbrechers, insbesondere bei der
Erstinbetriebnahme oder im Rahmen von Wartungsarbeiten, wird der Brechkegel über den Trichtereinlass in das Brechergehäuse abgesenkt. Dabei ist es erforderlich, den Brechkegel exakt innerhalb des Brechergehäuses zu positionieren. Aufgrund der großen Dimensionen der Vorrichtung, die üblicherweise in Gesteinsminen zum Einsatz kommt und eine Gesamtmasse von mehreren hundert Tonnen aufweist, ist eine Positionierung erschwert.
Insbesondere ist schwer erkennbar, ob der Brechkegel im unteren Bereich des
Brechergehäuses kollisionsfrei an die gewünschte Position gebracht werden kann.
Zwar ist es möglich, durch behutsames Arbeiten eine exakte Positionierung zu erreichen. Es hat sich in der Praxis jedoch gezeigt, dass, insbesondere aufgrund eines Zeitdrucks, oftmals Wartungspersonal entgegen der Empfehlung des
Herstellers das Brechergehäuse betritt, um so einen besseren Blick auf den unteren Teil des Brechkegels zu erlangen und den an einem Kran hängenden
Brechkegel zu positionieren.
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Diese unachtsame Herangehensweise hat in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Verletzungen und sogar Todesfällen geführt. Insofern besteht ein Bestreben, die Montage einer Vorrichtung zum Brechen von Gestein sicherer zu gestalten.
Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, eine Vorrichtung zum Brechen von
Gestein anzugeben, die eine verbesserte Sicherheit bei der Montage bietet und gleichzeitig den Zeitbedarf für die Montage und/oder Wartung reduziert. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Montage einer solchen
Vorrichtung anzugeben.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe im Hinblick auf die Vorrichtung zum Brechen von Gestein durch den Gegenstand des Patentanspruchs 1 und im Hinblick auf das Montageverfahren durch den Gegenstand des Patentanspruchs 10 gelôst.
So beruht die Erfindung auf dem Gedanken, eine Vorrichtung zum Brechen von
Gestein mit einem Brechergehäuse und einem Brechkegel anzugeben, der in dem
Brechergehäuse angeordnet ist und über einen Exzenter in eine Taumel-
Drehbewegung versetzbar ist. Der Brechkegel weist bei der Erfindung eine
Kegelachse auf, die in einem Exzenterlager des Exzenters gelagert ist, wobei zwischen dem Exzenter und dem Brechkegel eine Staubdichtung angeordnet ist.
Innerhalb des Brechergehäuses, insbesondere im Inneren eines Gehäuses der
Staubdichtung, sind mehrere Überwachungseinrichtungen zur Überwachung der
Position der Kegelachse bei der Montage derselben im Brechergehäuse vorgesehen.
Mittels der im Inneren des Brechergehäuses angeordneten
Überwachungseinrichtung ist es nunmehr môglich, den Einsetzvorgang des
Brechkegels, insbesondere der Kegelachse in das Exzenterlager, zu überwachen.
Damit ist eine besonders präzise Führung der Kegelachse möglich. Insbesondere wird vermieden, dass Wartungspersonal in das Brechergehäuse tritt, um den
Einsetzvorgang zu beobachten. Der Montagevorrichtung wird damit also einerseits beschleunigt und andererseits wird die Arbeitssicherheit deutlich erhöht.
Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist vorgesehen, dass die
Überwachungseinrichtungen durch Videokameras und/oder
Laserdistanzmessgeräte gebildet sind. Dabei können entweder Videokameras oder
Laserdistanzmessgeräte eingesetzt werden. Es ist jedoch auch möglich, eine
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Kombination von Videokameras und Laserdistanzmessgeräten als
Überwachungseinrichtungen zu verwenden.
Mit Videokameras kann eine optische Hilfestellung bereitgestellt werden, um die
Kegelachse korrekt in das Exzenterlager einzusetzen. Vorzugsweise sind die
Videokameras in der Staubdichtung der Vorrichtung angeordnet. Es ist jedoch auch môglich, die Videokameras im Bereich des Exzenters, insbesondere unterhalb eines Dichtrings, der den Exzenter von der Staubdichtung trennt, anzuordnen. Die Videokameras kônnen in verschiedenen Positionen an
Aufhängungen installiert sein, so dass eine gleichbleibende Position der
Kameraführung gewährleistet ist. Ergänzend ist es möglich, dass an der
Kegelachse optische Marker angebracht sind. Die optischen Marker kônnen dauerhaft oder temporär angeordnet sein. Die optischen Marker erleichtern es, im
Videobild die Position der Kegelachse zu bestimmen.
Bei Verwendung von Laserdistanzmessgeräten ist es bevorzugt, wenn davon mindestens drei verteilt im Brechergehäuse angeordnet sind. Die
Laserdistanzmessgeräte kônnen ebenfalls im Bereich der Staubdichtung oder in der Exzentrik, vorzugsweise unterhalb eines die Staubdichtung von der Exzentrik trennenden Dichtrings, angeordnet sein. Mittels der Laserdistanzmessgeräte kônnen die Position der Staubdichtung und/oder der Buchse des Exzenterlagers vor dem Montieren der Kegelachse bestimmt werden. Wenn beim Absenken der
Kegelachse in die Staubdichtung ein Laserstrahl eines Laserdistanzmessgeräts unterbrochen wird, ist erkennbar, dass sich die Kegelachse in den vorbestimmten
Bewegungskorridor bewegt oder nicht verlassen hat. Durch die
Laserdistanzmessgeräte kann folglich die Position der Kegelachse im Verhältnis zum vorher bestimmten Referenzpunkt ermittelt werden. Damit ist eine lasergeführte Positionierung der Kegelachse môglich.
Im Allgemeinen kann vorgesehen sein, dass die Überwachungseinrichtungen lôsbar oder fest innerhalb des Brechergehäuses angebracht sind. Bei einer festen
Anordnung der Überwachungseinrichtungen ist es zweckmäßig, wenn diese ebenfalls dauerhaft mit einer Strom- bzw. Spannungsquelle verbunden sind. Die
Überwachungseinrichtungen sollten also innerhalb des Brechergehäuses durchgehend mit elektrischer Energie versorgbar sein. Falls die
Überwachungseinrichtungen hingegen lösbar innerhalb des Brechergehäuses angeordnet sind, beispielsweise Über eine Magnethalterung, ist es môglich, diese als batteriebetriebene oder akkubetriebene Geräte zu konzipieren.
Batteriebetriebene oder akkubetriebene Überwachungseinrichtungen werden vorzugsweise nach der Montage entfernt, so dass die Batterien ausgetauscht bzw.
Akkus nachgeladen werden können. Vor der erneuten Montage einer Kegelachse im Brechergehäuse werden die Überwachungseinrichtungen wieder in das
Brechergehäuse eingebracht und dort (temporär) befestigt.
Außerhalb des Brechergehäuses kann wenigstens eine akustische und/oder optische Warneinrichtung vorgesehen sein, die mit den
Überwachungseinrichtungen so signalverbunden ist, dass ein Warnsignal ausgegeben wird, wenn der Abstand zwischen der Kegelachse und der
Staubdichtung einen vorbestimmten Toleranzwert unterschreitet. Auf diese Weise unterstützen die Überwachungseinrichtungen das Wartungspersonal aktiv bei der
Montage des Brechkegels im Brechergehäuse. Die Führung der Kegelachse ist damit ohne aufwändige Sichtkontrolle, die bislang unmittelbar am
Brechergehäuse stattfinden musste, möglich. Das beschleunigt den
Montagevorgang und verbessert die Sicherheit für das Wartungspersonal.
Das Warnsignal kann akustisch und/oder optisch ausgegeben werden. Eine akustische Ausgabe ist bevorzugt, um die Blickaufmerksamkeit des
Wartungspersonals nicht unnötig von anderen relevanten Arbeitsschritten abzulenken. Insofern kann ein akustisches Signal, beispielsweise in Form einer
Abfolge von Tönen oder eines Dauertons angeben, ob die Position der Kegelachse im vorgegebenen Bereich liegt, wobei ein Warnton ausgegeben werden kann, wenn die Kegelachse den vorbestimmten Positionsbereich verlässt und eine
Kollision mit anderen Bauteilen der Vorrichtung droht. Durch die
Überwachungseinrichtungen, insbesondere in Verbindung mit der
Warneinrichtung, wird also ein wesentlicher Schritt hin zu einer vollautomatischen
Montage des Brechkegels im Brechergehäuse getan.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Brechergehäuse wenigstens eine Wartungsluke und/oder das Gehäuse der Staubdichtung wenigstens eine Wartungsöffnung auf. Die Wartungsluke und/oder die
MWartungsöffnung ist vorzugsweise so angeordnet, dass eine Position der
Kegelachse bei der Montage durch die Wartungsluke und/oder die
Wartungsöffnung hindurch korrigierbar ist. Beispielsweise können Stangen durch die Wartungsluke bzw. Wartungsöffnung geschoben werden, um die Kegelachse in eine vorbestimmte Richtung zu bewegen.
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Mittels der Wartungsluke bzw. Wartungsôffnung ist es also möglich, ohne ein
Betreten des Brechergehäuses die Position der Kegelachse zu verändern, während sie in das Brechergehäuse eingeschoben wird. Das Wartungspersonal kann sich so also weiterhin im sicheren Außenbereich außerhalb des Brechergehäuses aufhalten. Um eine präzise Positionierung der Kegelachse zu ermöglichen, ist es besonders bevorzugt, wenn wenigstens drei Wartungsluken und/oder drei
Wartungsöffnungen vorgesehen sind, wobei die Wartungsluken bzw.
Wartungsöffnungen vorzugsweise auf jeweils einer gemeinsamen Kreisbahn um die Achse des Brechergehäuses angeordnet sind und auf dieser Kreisbahn identische Abstände aufweisen. Beispielsweise können die Wartungsluken bzw.
Wartungsöffnungen jeweils um 120° versetzt um die Achse des Brechergehäuses herum angeordnet sein.
Ferner ist es bevorzugt, wenn die Überwachungseinrichtungen und/oder die
Warneinrichtung drahtgebunden und/oder drahtlos mit einer Steuereinheit verbunden sind. Eine drahtgebundene Verbindung der
Überwachungseinrichtungen und/und der Wareneinrichtungen mit der
Steuereinheit bietet eine hohe Datensicherheit und Datenübertragungssicherheit.
Eine vereinfachte Installation wird erreicht, wenn die Überwachungseinrichtungen und/oder die Warneinrichtung drahtlos mit der Steuereinheit verbunden sind.
Die Drahtlosverbindung kann insbesondere mittels Bluetooth, Infrarot und/oder
WLAN erfolgen.
Die Steuereinheit kann in einer Maschinensteuerung der Vorrichtung integriert sein. Mit anderen Worten kann die Steuereinheit in einer Maschinensteuerung integriert sein, die bereits den Arbeitsvorgang der Vorrichtung steuert.
Beispielsweise kann eine Kreiselbrechersteuerung mit einem zusätzlichen
Softwaremodul ausgestattet werden, über welches dann die
Überwachungseinrichtungen und/oder die Warneinrichtung angesteuert werden.
So kann die Überwachung der Montage über dieselbe Maschinensteuerung erfolgen. Alternativ ist es möglich, dass die Steuereinheit als externes
Steuergerät ausgebildet ist. Insbesondere können dazu auch externe Ein- und
Ausgabegeräte, beispielsweise Bildschirme für die Videoüberwachung bzw.
Lautsprecher für die Ausgabe von akustischen Warnsignalen vorgesehen sein.
Die Kegelachse der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist vorzugsweise eine
Masse von wenigstens 50t, insbesondere wenigstens 80t, insbesondere wenigstens 140t, auf. Die gesamte Vorrichtung ist vorzugsweise so gestaltet,
dass sie für große Gesteinsbrocken, wie sie in Bergbauminen anfallen, geeignet ist. Entsprechend ist es erforderlich, dass die Kegelachse, insbesondere aber auch der Brechkegel selbst, eine hohe Masse aufweisen, um ihre Funktion zum Brechen großer Gesteinsbrocken erfüllen zu können.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Montage einer zuvor beschriebenen Vorrichtung, wobei bei diesem Verfahren der Brechkegel in das
Brechergehäuse eingeführt, insbesondere abgesenkt wird. Die Position der
Kegelachse wird von außerhalb des Brechergehäuses mittels der
Überwachungseinrichtungen überwacht und bedarfsweise nachjustiert.
Durch das Überwachen der Position der Kegelachse von außerhalb des
Brechergehäuses ist es möglich, den Montagevorgang detailliert zu beobachten und ggf. mittels kleinerer Eingriffe die Position der Kegelachse nachzujustieren.
Das Risiko einer Beschädigung von Kegelachse, Brechkegel und/oder
Brechergehäuse, wird auf diese Weise reduziert. Gleichzeitig ist das erfindungsgemäße Verfahren besonders schnell und effizient einsetzbar.
Zusätzlich wird die Arbeitssicherheit für das Wartungspersonal erhöht.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt die einzige
Figur eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Brechen von
Gestein nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel.
In Fig. 1 ist eine Vorrichtung zum Brechen von Gestein gezeigt, die insbesondere als Kreiselbrecher ausgebildet ist. Die Erfindung ist jedoch nicht auf
Kreiselbrecher beschränkt, sondern lässt sich beispielsweise auch bei
Kegelbrechern einsetzen.
Der in der Figur dargestellte Kreiselbrecher umfasst ein Brechergehäuse 10, das aus mehreren Gehäuseabschnitten gebildet ist. Der in der Darstellung unterste
Gehäuseabschnitt bildet das Gehäuse 14 der Staubdichtung. Oberhalb der
Staubdichtung ist innerhalb des Brechergehäuses 10 ein Brechkegel 11 angeordnet. Der Brechkegel 11 ist auf einer Kegelachse 12 befestigt, die sich durch die Staubdichtung erstreckt und in einem Exzenterlager 13 gelagert ist. An einem gegenüberliegenden Ende der Kegelachse 12 ist eine Ringschraube 19 angeordnet. An der Ringschraube 19 kann ein Kran angreifen, um die Kegelachse 12 mit dem Brechkegel 11 aus dem Brechergehäuse 10 herauszuheben.
, BE2023/5007
Das Brechergehäuse 10 weist eine Außenwand 17 und am oberen Ende einen
Trichtereinlass 18 auf, wobei sich das Brechergehäuse 10 vom Trichtereinlass 18 zur Staubdichtung hin verjüngt. Der Brechkegel 11 hat seinen größten
Durchmesser im Bereich der Staubdichtung und verjüngt sich hingegen in
Richtung zur Ringschraube 19 bzw. zum Trichtereinlass 18. Zwischen dem unteren Ende des Brechkegels 11 und dem Brechergehäuse 10 ist ein Brechspalt vorgesehen, der im Wesentlichen die Größe des zerkleinerten Bruchmaterials bestimmt. Der Brechspalt ist durch eine Hubeinrichtung 20 einstellbar, die unterhalb des Exzenterlagers 13 an der Kegelachse 12 angreift.
Der Antrieb der Kegelachse 12 erfolgt über eine Antriebswelle 21, deren
Drehbewegung Über ein stirnseitiges Kegelzahnrad 22 auf den Exzenter übertragen wird.
Die Staubdichtung umfasst das Gehäuse 14, das eine Innenwand 16 aufweist. Der
Brechspalt mündet in einen Zwischenraum zwischen der Staubdichtung und dem unterem Gehäuseteil. Die Transportvorrichtung ist unterhalb des Brechers d.h. außerhalb des Brechers angeordnet.
Auf einer Innenseite der Innenwand 16 sind vorzugsweise mehrere
Überwachungseinrichtungen angeordnet. Die in der Figur nicht dargestellten
Überwachungseinrichtungen können beispielsweise durch Videokameras gebildet sein, die ein Bild der Kegelachse 12 nach außen übertragen. Die
Datenübertragung kann dabei kabelgebunden oder drahtlos, beispielsweise über
Bluetooth, WLAN oder Infrarot erfolgen. Anstelle von Videokameras können auch
Laserdistanzmessgeräte vorgesehen sein, die die Position der Kegelachse 12 ermitteln.
Durch die Überwachungseinrichtungen ist es möglich, die Position der Kegelachse 12 beim Absenken derselben in das Exzenterlager 13 exakt zu beobachten und so die Kegelachse gut zu positionieren. Insbesondere kann eine Kollision der
Kegelachse 12 mit dem Exzenterlager 13 und/oder der Staubdichtung vermieden werden, Durch die verbesserte Überwachung des Montagevorgangs wird auch der
Anreiz reduziert, dass sich Wartungspersonal zur Beobachtung des
Positioniervorgangs ins Innere des Brechergehäuses 10 bewegt. Die
Verletzungsgefahr für Wartungspersonal wird damit erheblich reduziert.
Es ist generell möglich, dass mehrere Überwachungseinrichtungen vorgesehen sind, wobei die Überwachungsvorrichtungen an verschiedenen Höhenpositionen in der Staubdichtung oder im Bereich des Exzenterlagers 13 angeordnet sein können. Die Positionierung der Überwachungseinrichtungen erfolgt jedenfalls bevorzugt an Stellen, die eine gute Positionsbestimmung der Kegelachse 12 bezüglich des Exzenterlagers 13 ermöglichen.
In der Figur ebenfalls nicht dargestellt sind Wartungsöffnungen, die vorzugsweise in der Staubdichtung ausgebildet sind. Ferner können Wartungsluken im
Brechergehäuse 10 ausgebildet sein. Bevorzugt ist es, wenn über den Umfang des
Brechergehäuses 10 insgesamt drei Wartungsluken bzw. drei Wartungsöffnungen gleichverteilt angeordnet sind. Die Wartungsöffnungen und/oder Wartungsluken weisen vorzugsweise eine Größe auf, die ein Eintreten von Wartungspersonal zumindest erschweren, jedoch das Einführen von Stangen oder ähnlichen
Positioniergerätschaften ermöglichen. Indem jeweils drei Wartungsöffnungen und/oder Wartungsluken über den Umfang des Brechergehäuses 10 gleichmäßig verteilt angeordnet sind, ist es möglich, beispielsweise durch entsprechende
Stangen die Kegelachse 12 exakt zu positionieren, So dass die Kegelachse 12 beschädigungsfrei in das Exzenterlager 13 eingeführt werden kann.
Um das Wartungspersonal bei der Montage des Brechkegels 11 im Bechergehäuse zu unterstützen, ist es bevorzugt, wenn eine akustische Hilfestellung erfolgt.
Dazu kann beispielsweise ein Summer oder Piepser vorgesehen sein, der außerhalb des Brechergehäuses angeordnet ist. Der Summer oder Piepser ist mit einer Steuereinheit verbunden, deren Eingangsdaten von den
Überwachungseinrichtungen innerhalb des Brechergehäuses 10 stammen.
Wird nun die Kegelachse 12 in die Staubdichtung abgesenkt, ermitteln die
Überwachungseinrichtungen, insbesondere Laserdistanzmessgeräte, ob die
Kegelachse 12 korrekt positioniert ist. Verlässt die Kegelachse 12 eine Position innerhalb eines vorbestimmten Toleranzbereichs, wird ein akustisches Signal, beispielsweise ein Summton oder ein Piepston ausgelöst, um dem
MWartungspersonal anzuzeigen, dass die Position der Kegelachse 12 fehlerhaft ist und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten sind. Die Datenübertragung von der Steuereinheit zu der akustischen Warneinrichtung kann dabei drahtgebunden sein. Bevorzugt ist jedoch eine drahtlose Übertragung, so dass die
Warneinrichtung mobil einsetzbar ist. Die drahtlose Verbindung kann beispielsweise mittels Bluetooth, Infrarot oder WLAN erfolgen.
Bezugszeichen 10 Brechergehäuse 11 Brechkegel 12 Kegelachse 13 Exzenterlager 14 Gehäuse der Staubdichtung 15 frei 16 Innenwand 17 AuBenwand des Brechers 18 Trichtereinlass 19 Ringschraube 20 Hubeinrichtung 21 Antriebswelle 22 Kegelzahnrad
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Brechen von Gestein mit einem Brechergehäuse (10) und einem Brechkegel (11), der in dem Brechergehäuse (10) angeordnet ist und über einen Exzenter in eine Taumel-Drehbewegung versetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Brechkegel eine Kegelachse (12) aufweist, die in einem Exzenterlager (13) des Exzenters gelagert ist, wobei zwischen dem Exzenter und dem Brechkegel (11) eine Staubdichtung angeordnet ist, und wobei innerhalb des Brechergehäuses (10), insbesondere im Inneren eines Gehäuses (14) der Staubdichtung, mehrere Überwachungseinrichtungen zur Überwachung der Position der Kegelachse (12) bei der Montage derselben im Brechergehäuse (10) vorgesehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtungen durch Videokameras und/oder Laserdistanzmessgeräte gebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtungen lösbar, insbesondere magnetisch, oder fest innerhalb des Brechergehäuses (10) angebracht sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass außerhalb des Brechergehäuses (10) wenigstens eine akustische und/oder optische Warneinrichtung vorgesehen ist, die mit den Überwachungseinrichtungen so signalverbunden ist, dass ein Warnsignal ausgegeben wird, wenn der Abstand zwischen der Kegelachse (12) und der Staubdichtung einen vorbestimmten Toleranzwert unterschreitet.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Brechergehäuse (10) wenigstens eine Wartungsluke und/oder das Gehäuse der Staubdichtung mindestens eine Wartungsöffnung aufweist, die so angeordnet ist, dass eine Position der Kegelachse (12) bei der Montage durch die Wartungsluke und/oder die Wartungsöffnung hindurch korrigierbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtungen und/oder die Warneinrichtung drahtgebunden und/oder drahtlos mit einer Steuereinheit verbunden sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die drahtlose Verbindung mittels Bluetooth, Infrarot und/oder WLAN erfolgt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit in einer Maschinensteuerung der Vorrichtung integriert oder als externes Steuergerät ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Kegelachse (12) eine Masse von wenigstens 50t, insbesondere wenigstens 80t, insbesondere wenigstens 140t, aufweist.
10. Verfahren zur Montage einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Brechkegel (11) in das Brechergehäuse (10) eingeführt, insbesondere abgesenkt, wird und die Position der Kegelachse (12) von außerhalb des Brechergehäuse (10) mittels der Überwachungseinrichtungen überwacht und bedarfsweise nachjustiert wird.
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|---|---|---|---|
| BE20235007A BE1031244B1 (de) | 2023-01-09 | 2023-01-09 | Vorrichtung zum Brechen von Gestein und Montageverfahren |
| PCT/IB2024/050181 WO2024150116A1 (en) | 2023-01-09 | 2024-01-09 | Device for crushing rock and assembly method |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| BE20235007A BE1031244B1 (de) | 2023-01-09 | 2023-01-09 | Vorrichtung zum Brechen von Gestein und Montageverfahren |
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|---|---|
| BE1031244A1 BE1031244A1 (de) | 2024-07-31 |
| BE1031244B1 true BE1031244B1 (de) | 2024-08-06 |
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ID=85792400
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| BE20235007A BE1031244B1 (de) | 2023-01-09 | 2023-01-09 | Vorrichtung zum Brechen von Gestein und Montageverfahren |
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- 2023-01-09 BE BE20235007A patent/BE1031244B1/de not_active IP Right Cessation
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| BE1031244A1 (de) | 2024-07-31 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| FG | Patent granted |
Effective date: 20240806 |
|
| MM | Lapsed because of non-payment of the annual fee |
Effective date: 20250131 |