BE1031282B1 - Rollenrostanlage und Verfahren zum Einstellen von Spaltabständen einer Rollenrostanlage - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Rollenrostanlage (10) zum Sieben und/oder Befördern von Schüttgut mit einem sich in einer Längsrichtung (v) erstreckenden Rahmen (11) und mehreren in dem Rahmen (11) angeordneten Segmentwellen (12) zum Befördern des Schüttgutes, die jeweils durch wenigstens zwei Lagerböcke (13) drehbar gelagert sind und quer zu deren Längsachsen (a) derart voneinander beabstandet sind, dass jeweils zwischen zwei der Segmentwellen (12) ein Spalt (s) gebildet ist. Die Rollenrostanlage weist wenigstens eine Einstelleinrichtung (14) zur variablen Spalteinstellung auf, die wenigstens ein in Längsrichtung (v) verlaufendes Führungselement (15) umfasst, an dem jeweils einer der beiden Lagerböcke (13) der Segmentwellen (12) verschiebbar geführt ist, und die Einstelleinrichtung (14) je Segmentwelle (12) wenigstens ein erstes Festsetzelement (16) aufweist, das den Lagerbock (13) an wenigstens einer Längsposition des Führungselements (15), insbesondere lösbar, fixiert.
Description
t BE2023/5037
Rollenrostanlage und Verfahren zum Einstellen von Spaltabständen einer
Rollenrostanlage
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Rollenrostanlage und ein Verfahren zum Einstellen von
Spaltabständen einer Rollenrostanlage. Eine Rollenrostanlage nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ist beispielsweise aus der EP 2 511 014 A1 bekannt.
Rollenrostanlagen werden generell zum Sieben und Reinigen von grobem, verschmutztem Materialien im Bergbau verwendet. Die Rollenrostanlagen kommen als Siebmaschinen zum Einsatz, die mehrere angetriebene Siebwellen mit
Transport- bzw. Förderscheiben aufweisen. Die Transportscheiben sind oftmals mit einer speziellen, bspw. polygonförmigen, AuBenkontur ausgebildet oder exzentrisch gelagert. Dadurch werden im Betrieb die zu siebenden Materialien schonend in eine rollende Bewegung versetzt. Dabei werden beispielsweise lehmige oder erdige Bestandteile, die an dem groben Material anhaften, gelöst und abgesiebt. Die Rollenrostanlagen eignen sich besonders gut für die
Klassierung von grobstückigen, feuchten, klebrigen oder tonhaltigen Materialien.
Die Rollenrostanlagen können zum Beispiel in Bekohlungsanlagen zur
Vorabsiebung, zur Entlastung von Brechern sowie zur Klassierung nach der
Brecherzerkleinerung eingesetzt werden. Um unterschiedliche Siebungen durchzuführen, sind Rollenrostanlagen oftmals verstellbar ausgebildet.
Beispielsweise ist aus der eingangs genannten EP 2 511 014 Al eine
Rollenrostanlage mit mehreren Siebwellen bekannt, zwischen denen eine
Spaltbreite variabel einstellbar ist. Die Siebwellen weisen einem Längsende jeweils eine Exzenterscheibe auf, die miteinander über eine Stange mechanisch gekoppelt sind. Die Stange ist mit einem Hydraulikzylinder verbunden, durch den die Stange verschiebbar und damit die Exzenterscheiben drehbar sind. Durch
Betätigung des Hydraulikzylinders sind die Spalte zwischen den Siebwellen verstellbar.
Die Rollenrostanlage gemäß EP 2 511 014 A1 umfasst durch die hydraulische
Verstelleinrichtung einen komplexen konstruktiven Aufbau, der wartungs- und kostenintensiv ist.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Rollenrostanlage anzugeben, bei der durch einen vereinfachten konstruktiven Aufbau ein
Wartungsaufwand und Kosten reduziert sind. Des Weiteren liegt der Erfindung die
Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren zum Einstellen von Spaltabständen einer
Rollenrostanlage anzugeben.
Erfindungsgemäß wird die vorstehend genannte Aufgabe mit Blick auf
Rollenrostanlage durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Hinsichtlich des
Verfahrens wird die vorstehend genannte Aufgabe durch den Gegenstand des
Anspruchs 11 gelöst.
Konkret wird die Aufgabe durch eine Rollenrostanlage zum Sieben und/oder
Befördern von Schüttgut mit einem sich in einer Längsrichtung erstreckenden
Rahmen und mehreren in dem Rahmen angeordneten Segmentwellen zum
Befördern des Schüttgutes gelöst, die jeweils durch wenigstens zwei Lagerböcke drehbar gelagert sind und quer zu deren Längsachsen derart voneinander beabstandet sind, dass jeweils zwischen zwei der Segmentwellen ein Spalt gebildet ist. Erfindungsgemäß weist die Rollenrostanlage wenigstens eine
Einstelleinrichtung zur variablen Spalteinstellung auf, die wenigstens ein in
Längsrichtung verlaufendes Führungselement umfasst, an dem jeweils einer der beiden Lagerböcke der Segmentwellen verschiebbar geführt ist. Zusätzlich weist die Einstelleinrichtung je Segmentwelle wenigstens ein erstes Festsetzelement auf, das den Lagerbock an wenigstens einer Längsposition des Führungselements, insbesondere lösbar, fixiert.
Die Erfindung hat den groBen Vorteil, dass die Einstelleinrichtung durch ihren vereinfachten konstruktiven Aufbau schnell und einfach eine variable
Spalteinstellung bzw. variable Spaltanpassung zwischen benachbarten
Segmentwellen ermöglicht. Die einzelnen Segmentwellen sind durch die Führung an dem längsverlaufenden Führungselement über die Lagerböcke an dem Rahmen entlang verschiebbar. Mit anderen Worten ist je einer der Lagerböcke der jeweiligen Segmentwellen an dem längsverlaufenden Führungselement derart angeordnet, dass die Segmentwellen entlang dem Führungselement verschiebbar sind. Erst durch das erste Festsetzelement ist der eine Lagerbock der jeweiligen
Segmentwelle an dem Führungselement fixierbar oder fixiert und zwar derart, dass ein Lösen der Fixierung möglich ist. Bei der erfindungsgemäBen
Rollenrostanlage sind daher die Aufgabe des Fixierens der einzelnen
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Segmentwellen an einer bestimmten Längsposition des Führungselements und die
Aufgabe des Verschiebens der Segmentwellen zur Spaltanpassung getrennt. Die
Rollenrostanlage weist somit durch Funktionstrennung einen vereinfachten konstruktiven Aufbau auf, der einerseits eine Handhabung zur Spaltanpassung erleichtert und andererseits einen verringerten Wartungsaufwand als die aus dem
Stand der Technik bekannten hydraulischen Verstellsysteme aufweist. Dadurch sind die Betriebskosten der erfindungsgemäßen Rollenrostanlage reduziert.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass jede der Segmentwellen unabhängig entlang dem Führungselement verschiebbar und an einer
Längsposition auf dem Führungselement festsetzbar ist. Dadurch sind bei der
Rollenrostanlage auf einfache Weise unterschiedliche Spaltbreiten zwischen den
Segmentwellen realisierbar. Beispielsweise kann eine Rollenrostanlage mit mehr als zwei Segmentwellen so konfiguriert sein oder werden, dass sie unterschiedliche Spaltbreiten umfasst. Dies erhôht die Funktionalität sowie die
Konfigurationsvielfalt der Rollenrostanlage.
Der Rahmen der Rollenrostanlage weist eine Längserstreckung auf, wobei die
Segmentwellen in dem Rahmen nacheinander angeordnet sind. Dabei weisen die jeweils benachbarten Segmentwellen einen Abstand derart voneinander auf, dass ein Spalt mit einer bestimmten Spaltbreite zwischen den Segmentwellen gebildet ist. Der Abstand ist vorzugsweise zwischen den Längsachsen von jeweils zwei benachbarten Segmentwelle bemessen. Der Spalt zwischen zwei benachbarten
Segmentwellen ist bevorzugt durch wenigstens eine AuBenkontur der
Segmentwellen quer zu deren Längsachsen begrenzt. Die AuBenkontur kann Teil von ein oder mehreren Transportscheiben, insbesondere Fôrderscheiben, und/oder Teil von ein oder mehreren Abstandselementen, insbesondere
Abstandshaltern, sein. Wesentlich ist, dass je nach Anforderung an die
Rollenrostanlage die Spaltbreite zwischen den Segmentwellen so wählbar ist, dass eine bestimmte KorngrôBe des zu siebenden Materials abgesiebt werden kann.
Die Segmentwellen sind jeweils durch zwei Lagerböcke an dem Rahmen drehbar gelagert. Die Lagerböcke sind die Lagerstellen der Segmentwellen an dem
Rahmen. Bevorzugt sind die Segmentwellen in einer gemeinsamen Ebene angeordnet. Das Führungselement erstreckt sich vorzugsweise durch einen Teil der Lagerbôcke der Segmentwellen. Um die Lagerbôcke an unterschiedlichen
Längspositionen zu fixieren, wirkt das erste Festsetzelement mit dem
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Führungselement vorzugsweise kraftschlüssig und/oder formschlüssig, insbesondere drehfest, zusammen. Bevorzugt sind die Lagerböcke zu deren
Fixierung durch zumindest das erste Festsetzelement auf dem Führungselement verklemmt.
Besonders bevorzugt kommt die erfindungsgemäße Rollenrostanlage zum Sieben und/oder Befördern von grobem, verschmutztem Materialien bspw. im Bergbau zum Einsatz. Die Rollenrostanlage ist dazu geeignet, jede Art von
Gesteinsmaterial, Erdmaterial oder dergleichen zu sieben und/oder zu klassieren.
Der Einsatz der Rollenrostanlagen ist nicht auf den Bergbau eingeschränkt.
Andere Anwendungsgebiete sind möglich.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Einstelleinrichtung wenigstens ein zweites Festsetzelement, das dem ersten Festsetzelement gegenüber angeordnet ist und den Lagerblock durch Klemmen fixiert. Mit anderen
Worten ist der Lagerbock der zugehörigen Segmentwelle zumindest abschnittsweise zwischen dem ersten und zweiten Festsetzelement angeordnet.
Die beiden Festsetzelemente bringen in deren Fixierstellung eine Spannkraft auf den Lagerbock derart auf, dass der Lagerbock zwischen den beiden
Festsetzelementen verspannt ist. Oder anders gesagt, ist der Lagerbock in der
Fixierstellung der Festsetzelemente zwischen diesen eingeklemmt. Die
Spannkräfte der Festsetzelemente wirken vorzugsweise in entgegengesetzten
Richtungen. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass ein Verspannen des
Lagerbocks an der gewünschten Längsposition des Führungselements erfolgt.
Eine solche Fixierung ist einerseits ausfallssicher und andererseits bei Bedarf mit entsprechenden Mittel, insbesondere Werkzeug, einfach und schnell zu lösen.
Beim Fixieren des Lagerbocks liegen die Festsetzelemente vorzugsweise an dem
Lagerbock an. Es ist möglich, dass wenigstens ein Auflagestück zwischen dem jeweiligen Festsetzelement und dem Lagerbock angeordnet ist. Die
Festsetzelemente können daher auch an dem Lagerbock indirekt anliegen.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Führungselement wenigstens einen Gewindeabschnitt auf, wobei das erste Festsetzelement und/oder das zweite Festsetzelement in den Gewindeabschnitt eingreift, um den
Lagerbock zu fixieren. Der Gewindeabschnitt ist vorzugsweise über die gesamte
Länge des Führungselements gebildet. Es ist alternativ möglich, dass der
Gewindeabschnitt abschnittsweise über die Länge des Führungselements gebildet 5 ist. Es kann bspw. vorteilhaft sein, wenn je Längsposition der Segmentwellen ein separater Gewindeabschnitt gebildet ist. Bevorzugt ist das erste und/oder das zweite Festsetzelement in dem Gewindeabschnitt auf dem Führungselement angeordnet. Es ist vorteilhaft, wenn das erste und/oder das zweite
Festsetzelement an und/oder auf dem Führungselement geführt sind. Bei dieser
Ausführungsform ist von Vorteil, dass durch das Zusammenwirken des
Gewindeabschnitts des Führungselements mit einem oder beiden
Festsetzelementen eine feste und sichere Positionsfixierung des einen Lagerbocks der zugehörigen Segmentwelle realisierbar ist.
Vorzugsweise ist das Führungselement eine Gewindestange und/oder das erste
Festsetzelement eine erste Gewindemutter und/oder das zweite Festsetzelement eine zweite Gewindemutter. In einer bevorzugten Ausführungsform stehen die beiden Gewindemuttern mit der Gewindestange in Gewindeeingriff. Hier ist vorteilhaft, dass die Kosten durch standardisierte Komponenten gering sind und eine Anpassung schnell und einfach erfolgen kann. Des Weiteren ist durch den sehr einfachen konstruktiven Aufbau die Spaltanpassung manuell, das heißt per
Hand möglich.
Um den jeweiligen Lagerbock und somit die Segmentwelle zur Spaltanpassung zu verschieben, werden die Gewindemuttern von dem Lagerbock derart gelöst, dass der Lagerbock mit der Segmentwelle entlang der Gewindestange verschiebbar ist.
Anschließend wird die Segmentwelle verschoben und an einer bestimmten
Längsposition an der Gewindestange positioniert. Befindet sich die Segmentwelle an der gewünschten Längsposition werden die beiden Gewindemuttern an den
Lagerbock herangeführt und an den Lagerbock derart angepresst, dass diese jeweils eine Spannkraft auf den Lagerbock ausüben. Der Lagerbock ist in dieser
Fixierstellung zwischen den beiden Gewindemuttern eingeklemmt und somit an er
Gewindestange fixiert.
Die Lagerböcke umfassen vorzugsweise jeweils wenigstens einen
Führungsabschnitt, der zwischen dem ersten und zweiten Festsetzelement angeordnet ist, wobei das Führungselement sich durch den Führungsabschnitt
6 BE2023/5037 erstreckt. Der Führungsabschnitt kann eine Führungshülse sein. Mit anderen
Worten können die Lagerböcke, die an dem Führungselement verschiebbar geführt sind, wenigstens eine Führungshülse aufweisen, durch die sich das
Führungselement erstreckt. Dies hat den Vorteil, dass die Lagerböcke der
Segmentwellen auf einfache Weise entlang dem Führungselement verschiebbar sind. Vorteilhaft ist, wenn der Führungsabschnitt je Festsetzelement wenigstens eine Anpressfläche aufweist, die dem Festsetzelement zugewandt ist. Dadurch ist die Spannkraft des jeweiligen Festsetzelements optimal in den Führungsabschnitt einleitbar, woraus eine feste Verspannung und somit sichere Positionsfixierung des Lagerbocks resultiert.
Bevorzugt weist wenigstens eine der Segmentwellen wenigstens einen
Endanschlag auf, der einen Verschiebeweg der Segmentwelle begrenzt. Mit anderen Worten umfasst wenigstens eine der Segmentwellen wenigstens ein
Verschiebewegbegrenzungselement auf. Besonders bevorzugt umfasst jene
Segmentwelle den Endanschlag, die nur eine benachbarte Segmentwelle aufweist.
Es ist möglich, dass jede der Segmentwellen einen Endanschlag zur Begrenzung des Verschiebeweges umfasst. Hier ist von Vorteil, dass durch den Endanschlag die Segmentwellen nicht über eine unerwünschte Längsposition hinaus verschiebbar sind. Dies erleichtert die Handhabung der Segmentwellen bei der
Anpassung der Spaltbreite.
Weiter bevorzugt weist wenigstens eine der Segmentwellen wenigstens ein
Distanzelement, insbesondere einen Abstandhalter, auf, das einen Verschiebeweg zu wenigstens einer benachbarten Segmentwelle begrenzt. Bevorzugt ist das
Distanzelement an wenigstens einem der beiden Lagerböcke der Segmentwelle angeordnet. Das Distanzelement erstreckt sich vorzugsweise zur benachbarten
Segmentwelle hin und ist so ausgebildet, dass bei Kontakt mit der benachbarten
Segmentwelle, insbesondere dem Lagerbock der benachbarten Segmentwelle, (stets) ein Spalt gebildet ist. Dies hat den Vorteil, dass einer Beschädigung der
Segmentwellen vorgebeugt ist. Das Distanzelement kann eine Minimalspaltbreite des Spalts zwischen den beiden benachbarten Segmentwellen definieren, was wiederum die Spalteinstellung erleichtert.
Es ist besonders vorteilhaft, wenn die Segmentwellen jeweils wenigstens einen elektrischen, insbesondere separaten, Antrieb aufweisen, der die jeweilige
Segmentwelle im Betrieb rotatorisch antreibt. Die Segmentwellen sind dadurch
7 BE2023/5037 unabhängig voneinander betreibbar. Dies erhöht die Funktionalität der
Rollenrostanlage.
Die Rollenrostanlage kann einen elektrischen, insbesondere übergeordneten,
Antrieb zum Antreiben aller Segmentwellen aufweisen. Hier ist der elektrische
Antrieb mit den einzelnen Segmentwellen durch wenigstens ein
Kraftübertragungsmittel gekoppelt. Das Kraftübertragungsmittel kann wenigstens einen Riemen und/oder wenigstens eine Kette umfassen. Zusätzlich kann die
Rollenrostanlage wenigstens eine Spannvorrichtung aufweisen, die das wenigstens eine Kraftübertragungsmittel, bspw. beim Verstellen der
Wellenabstände bzw. Wellenpositionen, auf Spannung hält. Das Antreiben der
Segmentwellen mit lediglich einem einzigen elektrischen Antrieb reduziert die
Kosten zumindest in Bezug auf die Antriebskomponenten der Rollenrostanlage.
Der Rahmen kann wenigstens zwei erste Rahmenschienen aufweisen, die quer zur
Längsrichtung voneinander beabstandet sind, wobei die Segmentwellen zwischen den Rahmenschienen verlaufen. Vorzugsweise weist der Rahmen je erste
Rahmenschiene wenigstens eine zweite Rahmenschiene auf, die in Einbaulage oberhalb der ersten Rahmenschiene verläuft, wobei zwischen der ersten und zweiten Rahmenschiene einer der Lagerböcke der jeweiligen Segmentwelle angeordnet, insbesondere geführt sind. Dies hat den Vorteil, dass die
Segmentwellen in dem Rahmen stabil geführt sind. Der Rahmen ist so ausgebildet, dass dieser im Betrieb die auftretenden Kräfte von den
Segmentwellen aufnimmt und somit die Einstelleinrichtung entlastet. Dies erhöht unter anderem die Lebensdauer der Rollenrostanlage.
Nach einem nebengeordneten Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum
Einstellen von Spaltabständen einer Rollenrostanlage, insbesondere einer erfindungsgemäßen Rollenrostanlage, die einen sich in einer Längsrichtung erstreckenden Rahmen und mehreren in dem Rahmen angeordneten
Segmentwellen zum Befördern des Schüttgutes aufweist, die jeweils durch wenigstens zwei Lagerböcke drehbar gelagert sind, in Längsrichtung des
Rahmens an unterschiedlichen Positionen fixiert und quer zu deren Längsachsen derart voneinander beabstandet sind, dass jeweils zwischen zwei benachbarten
Segmentwellen ein Spalt gebildet ist, wobei die Rollenrostanlage zur variablen
Spalteinstellung wenigstens eine Einstelleinrichtung aufweist.
Folgende Schritte umfasst das Verfahren:
8 BE2023/5037 - Lösen eines ersten und/oder zweiten Festsetzelements, insbesondere einer ersten und/oder zweiten Gewindemutter, der Einstelleinrichtung derart, dass der Lagerbock wenigstens einer der Segmentwellen verschiebbar ist; - Verschieben der Segmentwelle in Längsrichtung des Rahmens solange, bis ein bestimmter Spalt zwischen der Segmentwelle und einer benachbarten
Segmentwelle eingestellt wird, wobei der Lagerbock an einem in
Längsrichtung verlaufenden Führungselement, insbesondere einer
Gewindestange, geführt wird.
Hinsichtlich des Verfahrens wird auf die im Zusammenhang mit der
Rollenrostanlage erläuterten Vorteile verwiesen. Darüber hinaus kann das
Verfahren alternativ oder zusätzlich einzelne oder eine Kombination mehrerer zuvor in Bezug auf die Rollenrostanlage genannter Merkmale aufweisen.
Die Erfindung wird nachstehend mit weiteren Einzelheiten unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Die dargestellten Ausführungsformen stellen Beispiele dar, wie die erfindungsgemäße Rollenrostanlage ausgestaltet sein kann.
In diesen zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Rollenrostanlage nach einem bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel, wobei zwischen jeweils zwei benachbarten Segmentwellen ein bestimmter Spalt eingestellt ist;
Fig. 2 eine Seitenansicht der Rollenrostanlage nach Fig. 1, bei der der
Spalt zwischen den benachbarten Segmentwellen angepasst ist; und
Fig. 3 eine Draufsicht der Rollenrostanlage nach Fig. 1.
In der folgenden Beschreibung werden für gleiche und gleichwirkende Teile dieselben Bezugsziffern verwendet.
Fig. 1 zeigt eine Rollenrostanlage 10 zum Sieben und Befördern von grobem, verschmutztem Materialien im Bergbau verwendet. Die Rollenrostanlage 10 löst beispielsweise lehmige oder erdige Bestandteile, die an dem groben Material
9 BE2023/5037 anhaften und führt dabei eine Absiebung aus. Die Rollenrostanlage 10 eignet sich besonders für die Klassierung von grobstückigen, feuchten, klebrigen oder tonhaltigen Materialien. Dazu gehören insbesondere Gesteine in jeglicher Form und Art. Der Einsatz der Rollenrostanlage 10 nicht auf den Bergbau eingeschränkt. Andere Anwendungsgebiete sind möglich. Nachfolgend wird das durch die Rollenrostanlage 10 zu siebende und zu fördernde Material allgemein als Schüttgut bezeichnet.
Die Rollenrostanlage 10 umfasst, wie in Fig. 1 bis 3 gut zu erkennen ist, einen
Rahmen 11 und mehrere Segmentwellen 12, die in dem Rahmen 11 angeordnet sind. Der Rahmen 11 weist eine Längsrichtung v auf. Konkret umfasst der
Rahmen 11 zwei erste Rahmenschienen 24, die quer zur Längsrichtung v voneinander beabstandet sind. Des Weiteren weist der Rahmen 11 zwei zweite
Rahmenschienen 25. Dabei ist jeweils eine der beiden zweiten Rahmenschienen 25 einer der beiden ersten Rahmenschienen 24 zugeordnet. Der Rahmen 11 weist also eine erste Längsseite 27 und eine zweite Längsseite 28 auf, die jeweils ein
Paar aus einer ersten und zweiten Rahmenschiene 24, 25 umfasst.
Wie in Fig. 1 und 2 gezeigt ist, ist je eine der beiden zweiten Rahmenschienen 25 in Einbaulage oberhalb einer der ersten Rahmenschienen 24 angeordnet. Die zweiten Rahmenschienen 25 sind von den ersten Rahmenschienen 24 nach oben versetzt und grenzen daher in vertikaler Richtung einen Freiraum 26 ein. Die ersten Rahmenschienen 24 weisen vorzugsweise ein Trägerprofil, insbesondere ein U-Profil, I-Profil, Doppel-T-Profil oder dergleichen auf. Diese sind als entsprechend stabil ausgestaltet. Die zweiten Rahmenschienen 25 weisen vorzugsweise ein geschlossenes Profil, insbesondere ein Rechteckprofil, auf. Die zweiten Rahmenschienen 25 sind beispielsweise als Profilrohr ausgestaltet.
Andere Querschnittsprofile der ersten und zweiten Rahmenschienen 24, 25 sind möglich.
Wie in den Fig. 1 bis 3 gezeigt ist, umfasst die Rollenrostanlage 10 insgesamt vier
Segmentwellen 12 zum Sieben und Befördern von Schüttgut. Die Rollenrostanlage 10 kann alternativ weniger als vier, insbesondere wenigstens zwei,
Segmentwellen 12 aufweisen. Alternativ kann die Rollenrostanlage 10 mehr als vier Segmentwellen 12 aufweisen. Die Segmentwellen 12 erstrecken sich zwischen den beiden Längsseiten 27, 28 des Rahmens 11. Die Segmentwellen 12 sind jeweils in Segmentbauweise aufgebaut. Mit anderen Worten sind die
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Segmentwellen 12 jeweils modular aufgebaut. Konkret sind die Segmentwellen 12 gebaute Wellen.
Die Segmentwellen 12 weisen jeweils eine Grundwelle 29, mehrere
Transportscheiben 31 und mehrere Abstandselemente 32 auf. Die
Tarnsportscheiben 31 und Abstandselemente 32 sind Segmente der Segmentwelle 12. Wie in Fig. 1 und 2 gut ersichtlich ist, weisen die Transportscheiben 31 einen polygonförmigen Außenumfang 33 auf. Mit anderen Worten weisen die
Transportscheiben 31 einen Außenumfang 33 in Dreibogenform auf. Die
Transportscheiben 31 sind nicht auf die Ausgestaltung mit polygonförmigen
Außenumfang 33 eingeschränkt. Beispielsweise können eine oder mehrere der
Transportscheiben 31 einen elliptischen oder sternförmigen Außenumfang aufweisen. Rotationssymmetrische Außenumfänge 33 sind ebenfalls möglich. Die
Abstandselemente 32 sind Abstandshalter, welche die Transportscheiben 31 auf einer vorbestimmten Längsachsposition auf der Grundwelle 29 halten. Die
Abstandselemente 32 sind hülsenförmig. Die Grundwelle 29 ist als Hohlwelle ausgebildet, wobei deren Längsenden 34 jeweils durch einen Wellenzapfen 35 verschlossen ist.
Die Transportscheiben 31 und die Abstandselemente 32 sind auf der Grundwelle 29 drehfest angeordnet. Die Grundwelle 29 weist eine Mittellängsachse a auf, auf der die Transportscheiben 31 und die Abstandselemente 32 koaxial angeordnet sind. Die Transportscheiben 31 und die Abstandselemente 32 sind mit der
Grundwelle 29 formschlüssig, insbesondere drehfest, verbunden. Zusätzlich oder alternativ können die Transportscheiben 31 und/oder die Abstandselemente 32 mit der Grundwelle 29, insbesondere zumindest teilweise, kraftschlüssig verbunden sein.
Konkret sind die Transportscheiben 31 und die Abstandselemente 32 auf einen
AuBenumfang der Grundwelle 29 formschlüssig aufgeschoben. Dazu weist die
Grundwelle 29 mehrere parallel zur Mittellängsachse a verlaufende Nuten (nicht dargestellt), die auBenumfänglich ausgebildet sind. Konkret weist die Grundwelle 29 drei Nuten auf, die in einem AuBenumfang der Grundwelle 29 ausgebildet sind. Alternativ kann die Grundwelle 29 weniger oder mehr als drei Nuten aufweisen, die in dem AuBenumfang der Grundwelle 29 ausgebildet sind. Generel! ist die Grundwelle 29 nicht auf die Anzahl von drei Nuten beschränkt. Die Nuten
11 BE2023/5037 sind über die gesamte Länge des AuBenumfangs der Grundwelle 29 parallel zur
Mittellängsachse a ausgebildet und in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt.
Es ist möglich, dass die Abstandselemente 32 lediglich auf die Grundwelle 29 aufgeschoben sind, ohne mit der Grundwelle 29 formschlüssig verbunden zu sein.
Die Transportscheiben 31 und die Abstandselemente 32 weisen je Nut der
Grundwelle 29 einen radial nach innen verlaufenden Steg auf (nicht dargestellt), der in die Nut eingreift. Die Transportscheiben 31 und die Abstandselemente 32 und die Grundwelle 29 sind somit durch ein Nut/Feder-System formschlüssig miteinander verbunden. Die Transportscheiben 31 und die Abstandselemente 32 sind lösbar mit der Grundwelle 29 verbunden. Die Segmentwelle 10 umfasst eine
Spanneinheit, durch die die Transportscheiben 31 und die Abstandselemente 32 auf der Grundwelle 11 miteinander lösbar verspannt sind. Die Transportscheiben 31 und die Abstandselemente 32 können auf der Grundwelle 11 mechanisch, elektromechanisch, hydraulisch und/oder pneumatisch verspannt sein.
Die Rollenrostanlage 10 weist ferner je Segmentwelle 12 zwei Lagerbôcke 13 auf, die die Segmentwelle 12 um ihre Längsachse a drehbar lagert. Dabei ist jeweils einer der Lagerböcke 13 an einem der beiden Längsenden 34 angeordnet.
Konkret ist die Segmentwelle 12 über die Wellenzapfen 35 mit den Lagerbôcken 13 verbunden. Als Lagerbôcke 13 sind allgemein die Lagerstellen der — Segmentwelle 12 zu verstehen, über die die Segmentwelle 12 an dem Rahmen 11 drehbar gelagert ist. Wie in Fig. 1 und 2 gezeigt, liegen die Lagerbôcke 13 der
Segmentwellen 12 auf der ersten Rahmenschiene 24 auf. Die erste
Rahmenschiene 24 kann Teil des Rahmens 11 selbst sein oder eine auf den
Rahmen 11 aufgetragene Zusatzkonstruktion sein.
Die Segmentwellen 12 weisen jeweils einen elektrischen, insbesondere separaten,
Antrieb 23 auf, der die jeweilige Segmentwelle 12 im Betrieb rotatorisch antreibt.
Die Segmentwellen 12 sind dadurch unabhängig voneinander betreibbar.
Alternativ kann die Rollenrostanlage 10 einen elektrischen, insbesondere übergeordneten, Antrieb zum Antreiben aller Segmentwellen 12 aufweisen. Hier ist der elektrische Antrieb mit den einzelnen Segmentwellen 12 durch wenigstens ein Kraftübertragungsmittel gekoppelt. Das Kraftübertragungsmittel kann wenigstens einen Riemen und/oder wenigstens eine Kette umfassen. Zusätzlich
12 BE2023/5037 kann die Rollenrostanlage 10 wenigstens eine Spannvorrichtung aufweisen, die das wenigstens eine Kraftübertragungsmittel, bspw. beim Verstellen der
Wellenabstände bzw. Wellenpositionen, auf Spannung hält. Durch den einzigen elektrischen Antrieb sind vorzugsweise alle Segmentwellen 12 betreibbar.
Wie in den Fig. 1 und 2 gut erkennbar ist, weist die Rollenrostanlage 10 eine
Einstelleinrichtung 14 zur variablen Spalteinstellung bzw. Spaltanpassung zwischen jeweils zwei benachbarten Segmentwellen 12 auf. Die
Einstelleinrichtung 14 kann auf jeder Längsseite 27, 28 des Rahmens 11 angeordnet sein. Mit anderen Worten kann die Rollenrostanlage 10 zwei solche
Einstelleinrichtungen 14 aufweisen. Es ist alternativ möglich, dass die
Rollenrostanlage 10 (nur) auf einer der Längsseiten 27, 28 die Einstelleinrichtung 14 aufweist. Der Einfachheit halber wird im Folgenden die Anordnung der
Einstelleinrichtung 14 auf der erste Längsseite 27 des Rahmens 11 beschrieben.
Dies schließt nicht aus, dass auch auf der zweiten Längsseite 28 des Rahmens 11 eine solche Einstelleinrichtung 14 angeordnet sein kann.
Die Einstelleinrichtung 14 umfasst ein in Längsrichtung v verlaufendes
Führungselement 15, an dem ein erster 13‘ der beiden Lagerböcke 13 jeder
Segmentwelle 12 verschiebbar geführt ist. Diese sind, wie in Fig. 1 und 2 exemplarisch zu sehen, auf der erste Längsseite 27 des Rahmens 11 angeordnet.
Zusätzlich weist die Einstelleinrichtung 14 je Segmentwelle 12 ein erstes
Festsetzelement 16 und ein zweites Festsetzelement 17 auf. Konkret weist die
Einstelleinrichtung 14 je ersten Lagerbock 13‘ der Segmentwellen 12 ein erstes
Festsetzelement 16 und ein zweites Festsetzelement 17 auf. Das erste und zweite
Festsetzelement 16, 17 sind auf dem Führungselement 15 angeordnet und dienen zum Lösen und Fixieren des entsprechenden ersten Lagerbocks 13‘ an einer
Längsposition auf dem Führungselement 15.
Der jeweilige erste Lagerbock 13‘ umfasst einen Führungsabschnitt 22, der hülsenförmig ausgebildet ist. Mit anderen Worten umfassen die ersten
Lagerböcke 13‘ jeweils eine Führungshülse 22. Die Führungshülse 22 der ersten
Lagerböcke 13° ist jeweils zwischen den beiden Festsetzelementen 16, 17 angeordnet. Das Führungselement 15 erstreckt sich dabei durch die
Festsetzelemente 16, 17 und die Führungshülse 22 des ersten Lagerbocks 13°.
13 BE2023/5037
Das längsverlaufende Führungselement 15 weist einen Gewindeabschnitt 18 auf, in den das erste und zweite Festsetzelement 16, 17 eingreifen. Konkret handelt es sich bei dem Führungsabschnitt 15 um eine Gewindestange 19, die sich durch die Führungshülsen 22 der ersten Lagerböcke 13° erstreckt. Das erste
Festsetzelement 16 ist eine erste Gewindemutter 21 und das zweite
Festsetzelement 17 eine zweite Gewindemutter 21. Die erste und zweite
Gewindemutter 21 sind in einer Fixierstellung an der jeweiligen Führungshülse 22 einander gegenüber angeordnet. Die Führungshülse 22 des ersten Lagerbocks 13" ist dabei zwischen den beiden Gewindemuttern 21 verspannt bzw. eingeklemmt und somit fixiert. Die ersten Lagerböcke 13‘ sind somit über die Gewindemuttern 21 auf der Gewindestange 19 mechanisch verklemmt.
In Fig. 1 und 2 ist zu sehen, dass je Längsseite 27, 28 des Rahmens 11 in
Einbaulage vertikale Gewindestangen 36 angeordnet sind, die sich zwischen der ersten und der zweiten Rahmenschiene 24, 25 erstrecken. Über die vertikalen
Gewindestangen 36 kann beispielsweise die zweite Rahmenschiene 25 angehoben bzw. abgesenkt werden. Es ist möglich, dadurch die Lagerböcke 13 gegen die erste, insbesondere untere, Rahmenschiene 24 zu verspannen und somit zusätzlich mechanisch zu fixieren.
Die Segmentwellen 12 der Rollenrostanlage 10 sind mit einem nicht dargestellten
Endanschlag ausgestattet. Konkret weisen zumindest die in Längsrichtung v außenliegenden Segmentwellen 12 einen Endanschlag auf, der einen
Verschiebeweg der Segmentwellen 12 begrenzt. Die erste und/oder die zweite
Rahmenschiene 24, 25 kann dazu einen Gegenanschlag aufweisen, der mit dem
Endanschlag zur Verschiebewegbegrenzung zusammenwirkt. Diese beiden
Segmentwellen 12 weisen jeweils nur eine benachbarte Segmentwelle 12 auf.
Alternativ ist denkbar, dass jede der Segmentwellen 12 einen deren
Verschiebeweg begrenzenden Anschlag aufweist.
Des Weiteren weisen die Segmentwellen 12 jeweils ein Distanzelement (nicht dargestellt), insbesondere einen Abstandhalter, auf, das einen Verschiebeweg zu wenigstens einer benachbarten Segmentwelle 12 begrenzt. Bevorzugt ist das
Distanzelement an einem der beiden Lagerböcke 13 der Segmentwellen 12 angeordnet. Das Distanzelement erstreckt sich zur benachbarten Segmentwelle 12 hin und ist so ausgebildet, dass bei Kontakt mit der benachbarten
14 BE2023/5037
Segmentwelle 12, insbesondere dem Lagerbock 13 der benachbarten
Segmentwelle 12, ein Spalt s gebildet ist.
Im Folgenden wird die Einstellung bzw. Anpassung der Spaltbreiten zwischen den
Segmentwellen 12 beschrieben. Exemplarisch wird die Spaltanpassung zwischen zwei benachbarten Segmentwellen 12 erläutert.
Um die Spaltbreite eines Spaltes s zwischen zwei benachbarten Segmentwellen 12 anzupassen, werden die beiden Gewindemuttern 21 von der Führungshülse 22 des Lagerbocks 13° einer oder beider Segmentwellen 12 derart gelöst, dass der
Lagerbock 13‘ mit der Segmentwelle 12 entlang der Gewindestange 21 verschiebbar ist. Anschließend wird die gelöste Segmentwelle 12 entlang der
Gewindestange 21 verschoben und an einer bestimmten Längsposition an der
Gewindestange 21 positioniert. Befindet sich die gelöste Segmentwelle 12 an der gewünschten Längsposition werden die beiden Gewindemuttern 21 an die
Führungshülse 22 des Lagerbocks 13‘ herangeführt und an die Führungshülse 22 derart angepresst, dass diese Gewindemuttern 21 jeweils eine Spannkraft auf
Führungshülse 22 ausüben. Die Führungshülse 22 ist dann zwischen den beiden
Gewindemuttern 21 eingeklemmt und somit an der Gewindestange positionsfest fixiert.
Durch diesen Vorgang ist die Spaltbreite des Spalts s zwischen den beiden benachbarten Segmentwellen 12 angepasst. Der Lagerbock 13‘ und somit die
Segmentwelle 12 befindet sich in diesem Zustand in einer Fixierstellung. Es ist möglich, lediglich eine der beiden Segmentwellen 12 zu lösen und zu fixieren, um die Spaltbreite des Spalts s anzupassen. Möglich ist es auch, beide
Segmentwellen 12 zu lösen und zu fixieren, um die Spaltbreite des Spalts s anzupassen. Der vorstehend beschriebene Vorgang zu Spaltanpassung ist auch auf die weiteren benachbarten Segmentwellen 12 der Rollenrostanlage übertragbar. In den Fig. 1 und 2 sind beispielsweise die Rollenrostanlage 10 mit unterschiedlichen Spaltbreiten der Spalte s gezeigt. In Fig. 1 sind die Spalte s zwischen den benachbarten Segmentwellen 12 kleiner als die Spalte s in Fig. 2.
Weitere Spaltbreiten des Spaltes s zwischen den benachbarten Segmentwellen 12 sind möglich.
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Bezugszeichenliste 10 Rollenrostanlage 11 Rahmen 12 Segmentwellen 13 Lagerböcke 13° erster Lagerbock 14 Einstelleinrichtung 15 Führungselement 16 erstes Festsetzelement 17 zweites Festsetzelement 18 Gewindeabschnitt 19 Gewindestange 21 Gewindemutter 22 Führungsabschnitt 23 elektrischer Antrieb 24 erste Rahmenschienen 25 zweite Rahmenschienen 26 Freiraum 27 erste Längsseite 28 zweite Längsseite 29 Grundwelle 31 mehrere Transportscheiben 32 mehrere Abstandselemente 33 AuBenumfang der Transportscheiben 34 Längsenden der Segmentwellen 35 Wellenzapfen 36 vertikale Gewindestangen
V Längsrichtung a Längsachse der Segmentwellen
Ss Spalt
Claims (11)
1. Rollenrostanlage (10) zum Sieben und/oder Befördern von Schüttgut mit einem sich in einer Längsrichtung (v) erstreckenden Rahmen (11) und mehreren in dem Rahmen (11) angeordneten Segmentwellen (12) zum Befördern des Schüttgutes, die jeweils durch wenigstens zwei Lagerböcke (13) drehbar gelagert und quer zu deren Längsachsen (a) derart voneinander beabstandet sind, dass jeweils zwischen zwei der Segmentwellen (12) ein Spalt (s) gebildet ist, gekennzeichnet durch, wenigstens eine Einstelleinrichtung (14) zur variablen Spalteinstellung, die wenigstens ein in Längsrichtung (v) verlaufendes Führungselement (15) umfasst, an dem jeweils einer der beiden Lagerböcke (13) der Segmentwellen (12) verschiebbar geführt ist, und die Einstelleinrichtung (14) je Segmentwelle (12) wenigstens ein erstes Festsetzelement (16) aufweist, das den Lagerbock (13) an wenigstens einer Längsposition des Führungselements (15), insbesondere lösbar, fixiert.
2. Rollenrostanlage (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (14) wenigstens ein zweites Festsetzelement (17) umfasst, das dem ersten Festsetzelement (16) gegenüber angeordnet ist und den Lagerblock durch Klemmen fixiert.
3. Rollenrostanlage (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (15) wenigstens einen Gewindeabschnitt (18) aufweist, wobei das erste Festsetzelement (16) und/oder das zweite Festsetzelement (17) in den Gewindeabschnitt (18) eingreift, um den Lagerbock (13) zu fixieren.
4. Rollenrostanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (15) eine Gewindestange (19) ist und/oder das erste und/oder das zweite Festsetzelement (16, 17) eine Gewindemutter (21) sind/ist.
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5. Rollenrostanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerböcke (13) jeweils wenigstens einen Führungsabschnitt (22), insbesondere Führungshülsen, umfasst, der zwischen dem ersten und zweiten Festsetzelement (17) angeordnet ist, wobei das Führungselement (15) sich durch den Führungsabschnitt (22) erstreckt.
6. Rollenrostanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Segmentwellen (12) wenigstens einen Endanschlag aufweist, der einen Verschiebeweg der Segmentwelle (12) begrenzt.
7. Rollenrostanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Segmentwellen (12) wenigstens ein Distanzelement, insbesondere einen Abstandhalter, aufweist, das einen Verschiebeweg zu wenigstens einer benachbarten Segmentwelle (12) begrenzt.
8. Rollenrostanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmentwellen (12) jeweils wenigstens einen elektrischen Antrieb (23) aufweisen, der die jeweilige Segmentwelle (12) im Betrieb rotatorisch antreibt.
9. Rollenrostanlage (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (11) wenigstens zwei erste Rahmenschienen (24) aufweist, die quer zur Längsrichtung (v) voneinander beabstandet sind, wobei die Segmentwellen (12) zwischen den ersten Rahmenschienen (24) verlaufen.
10. Rollenrostanlage (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (11) je erste Rahmenschiene (24) wenigstens eine zweite Rahmenschiene (25) aufweist, die in Einbaulage oberhalb der ersten Rahmenschiene (24) verläuft, wobei zwischen der ersten und zweiten
18 BE2023/5037 Rahmenschiene (24, 25) einer der Lagerböcke (13) der jeweiligen Segmentwelle (12) angeordnet, insbesondere geführt sind.
11. Verfahren zum Einstellen von Spaltabständen einer Rollenrostanlage (10), insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die einen sich in einer Längsrichtung (v) erstreckenden Rahmen (11) und mehreren in dem Rahmen (11) angeordneten Segmentwellen (12) zum Befördern des Schüttgutes aufweist, die jeweils durch wenigstens zwei Lagerböcke (13) drehbar gelagert sind, in Längsrichtung (v) des Rahmens (11) an unterschiedlichen Positionen fixiert und quer zu deren Längsachsen (a) derart voneinander beabstandet sind, dass jeweils zwischen zwei benachbarten Segmentwellen (12) ein Spalt (s) gebildet ist, wobei die Rollenrostanlage (10) zur variablen Spalteinstellung wenigstens eine Einstelleinrichtung (14) aufweist, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst: - Lösen eines ersten und/oder zweiten Festsetzelements (16, 17), insbesondere einer ersten und/oder zweiten Gewindemutter (21), der Einstelleinrichtung (14) derart, dass der Lagerbock (13) wenigstens einer der Segmentwellen (12) verschiebbar ist; - Verschieben der Segmentwelle (12) in Längsrichtung (v) des Rahmens (11) solange, bis ein bestimmter Spalt (s) zwischen der Segmentwelle (12) und einer benachbarten Segmentwelle (12) eingestellt wird, wobei der Lagerbock (13) an einem in Längsrichtung (v) verlaufenden Führungselement (15), insbesondere einer Gewindestange (19), geführt wird.
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2023
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