BE1031610B1 - Saugwischvorsatz und Staubsauger - Google Patents

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BE1031610B1
BE1031610B1 BE20235379A BE202305379A BE1031610B1 BE 1031610 B1 BE1031610 B1 BE 1031610B1 BE 20235379 A BE20235379 A BE 20235379A BE 202305379 A BE202305379 A BE 202305379A BE 1031610 B1 BE1031610 B1 BE 1031610B1
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Felix Röwekämper
Daniel Ilia
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Miele & Cie
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Saugwischvorsatz für einen Staubsauger, aufweisend - ein Grundgehäuse (1) mit einem Saugkanal (2), welcher Saugöffnungen (8, 10) und eine Anschlussstelle (3) aufweist, welche zum Anschließen des Staubsaugers ausgebildet ist, - eine Wischkomponente (4), welche in Verfahrrichtung des Saugwischvorsatzes physisch nachgelagert zu den Saugöffnungen (8, 10) angeordnet ist, - eine Hebelmechanik, welche mindestens einen Hebel (7) aufweist, welcher ausgebildet ist, bei Betätigung eine Bewegung des Grundgehäuses (1) relativ zu der Wischkomponente (4) zu bewirken. Ferner betrifft die Erfindung einen Staubsauger, der den Saugwischvorsatz enthält.

Description

Beschreibung
Saugwischvorsatz und Staubsauger
Die Erfindung betrifft einen Saugwischvorsatz und einen Staubsauger. Insbesondere betrifft die Erfindung einen Saugwischvorsatz mit einem Grundgehäuse, welches Saugöffnungen und eine Anschlussstelle für den Staubsauger aufweist, und einer Wischkomponente, welche mindestens einen Aufnehmer zur Aufnahme eines Wischtextils aufweist und welche in
Verfahrrichtungen des Saugwischvorsatzes physisch nachgelagert zu den Saugöffnungen angeordnet ist. Ferner betrifft die Erfindung einen Staubsauger, welcher den
Saugwischvorsatz aufweist.
Solch ein Saugwischvorsatz für einen Staubsauger ist in der Lage, mittels einer
Saugkomponente wie eines Saugkanals losen Trockenschmutz aufzunehmen und nachgelagert die abgesaugte Stelle mittels der Wischkomponente zu wischen, um ein optimales Reinigungsergebnis zu erzielen. Eine funktionale Trennung der Komponenten ist ein gängiger Ansatz, um eine Saugfunktion für einen trockenen Saugstrom auszulegen.
Es ist vorteilhaft, je nach Verfahrrichtung die Saugkomponente stets vor der
Wischkomponente zu platzieren, um den Erstkontakt des Trockenschmutzes mit der
Wischkomponente zu verhindern. Die Kombination der Trocken- und Nassreinigung in einem
Staubsauger führt weiterhin zu der Herausforderung, eine optimale Randreinigung in frontaler
Ausrichtung des Saugwischvorsatzes für beide Reinigungsarten zu ermöglichen.
DE 102019210565 A1 beschreibt einen Saugwischvorsatz, welcher eine
Randreinigungsmöglichkeit für die Wischkomponente vorsieht, indem der Saugkanal relativ zum Grundgehäuse beweglich ist. Der Saugwischvorsatz ist jedoch nicht in der Lage, mit der
Wischkomponente frontal eine Feuchtreinigung bis an den Rand durchzuführen. Die feste
Geometrie der vorgelagerten Saugkomponente bei der frontalen/rückseitigen Anordnung an
Wänden, FuBleisten und Möbelbeinen beeinträchtigt die Randreinigungsmöglichkeit für die
Wischkomponente.
Der Erfindung stellt sich somit das Problem, einen Saugwischvorsatz und einen Staubsauger mit der zu den Saugöffnungen nachgelagerten Wischkomponente bereitzustellen, welche eine verbesserte Randreinigung aufweisen.
Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch einen Saugwischvorsatz mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und einen Staubsauger mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen neben der Bewirkung einer Bewegung des Grundgehäuses relativ zu der Wischkomponente darin, dass durch diese Bewegung der
Wischkomponente ermöglicht wird, einen Rand mittels der Wischkomponente zu reinigen.
Das Grundgehäuse weist die Saugöffnungen in den Verfahrrichtungen vorgelagert zu der
Wischkomponente auf, so dass auf freier Reinigungsfläche stets eine Trockenabsaugung vor
Feuchtreinigung stattfindet, wobei die Möglichkeit besteht, die Wischkomponente unter eine der Saugöffnungen anzuordnen, um eine Randreinigung bereitzustellen. Weiterhin ermöglicht der Saugwischvorsatz mit frontalem/rückseitigem Anschlag an einen festen Körper wie eine
Wand, Fußleiste, Möbelbeine, etc. die Wischkomponente nahezu an seiner Systemgrenze anzuordnen, so dass eine verbesserte Randreinigung in entsprechender Verfahrrichtung für die Feuchtreinigung bereitgestellt wird.
Die Erfindung betrifft einen Saugwischvorsatz für einen Staubsauger, aufweisend - ein Grundgehäuse mit einem Saugkanal, welcher Saugöffnungen und eine
Anschlussstelle aufweist, welche zum AnschlieBen des Staubsaugers ausgebildet ist, - eine Wischkomponente, welche mindestens einen Aufnehmer zur Aufnahme eines
Wischtextils aufweist und welche in Verfahrrichtung des Saugwischvorsatzes physisch nachgelagert zu den Saugöffnungen angeordnet ist, - eine Hebelmechanik, welche mindestens einen Hebel aufweist, welcher ausgebildet ist, bei Betätigung eine Bewegung des Grundgehäuses relativ zu der
Wischkomponente zu bewirken.
Bevorzugt bewirkt die Betätigung des mindestens einen Hebels die Bewegung des
Grundgehäuses relativ zu der Wischkomponente derart, dass die Wischkomponente unter einer der Saugöffnungen angeordnet wird und/oder dass die die Wischkomponente an einer
Außenwand des Grundgehäuses angeordnet wird. Dadurch wird eine verbesserte
Randreinigung erreicht. Positions- und Richtungsangaben beziehen sich auf eine betriebsgemäle Arbeitsposition des Saugwischvorsatzes. Der Saugwischvorsatz ist bevorzugt ausgebildet, so dass die Betätigung des mindestens eines Hebels durch eine
Änderung der Verfahrrichtung des Saugwischvorsatzes bewirkt wird. Dadurch wird eine
Automatik implementiert, so dass das Erfordernis wegfällt, dass ein Benutzer, den mindesten seinen Hebel bedienen muss. Bevorzugt sind Verfahrrichtungen des Saugwischvorsatzes eine Vorwärtsrichtung und eine der Vorwärtsrichtung entgegengesetzte Rückwärtsrichtung.
Dadurch wird sichergestellt, dass die der Wischkomponente vorgelagerte Saugöffnung losen
Trockenschmutz von einer Stelle aufnimmt und nachgelagert die Wischkomponente feucht nachwischt. Der Saugwischvorsatz ist bevorzugt ausgebildet, bei Änderung der
Bewegungsrichtung von vorwärts zu rückwärts und umgekehrt, die Betätigung des mindestens einen Hebels auszulösen.
Ein Saugkanal ist bevorzugt als ein Saugkanalsystem in das Grundgehäuse integriert. Die
Anschlussstelle ist bevorzugt zum Anschließen eines Stutzens bevorzugter Saug-
Gelenkstutzens des Staubsaugers ausgebildet. Die Anschlussstelle ist bevorzugt zur
Befestigung eines elastischen oder teleskopierbaren Saugschlauch des Staubsaugers ausgebildet. Bei Betrieb eines Staubsaugers mit dem Saugwischvorsatz wird loser
Trockenschmutz von einem Boden durch die Saugöffnungen in den Saugkanal und durch die
Anschlussstelle in den Staubsauger gefördert.
Der mindestens eine Hebel ist bevorzugt ausgebildet, bei Betätigung eine Verschiebung des
Grundgehäuses relativ zu der Wischkomponente mittels einer translatorischen
Verfahrbewegung zu bewirken, so dass die eine der Saugöffnungen in Abhängigkeit von der
Verfahrrichtung von der Wischkomponente freigegeben ist und eine andere der
Saugöffnungen durch die Wischkomponente verschlossen ist. Neben einer Ausbildung des ı5 jeweils relevanten Saugkanals zur Verfahrrichtung wird eine Deaktivierung des
Saugvermögens des gegenläufigen Saugkanals erreicht, was zu einem erhöhten Schutz vor
Feuchtigkeitsaufnahme aus einem hinterbliebenen Feuchtfilm in einen Trockensaugstrom und einer erhöhten Saugleistung führt, indem die Fläche der Saugöffnungen reduziert wird.
Bevorzugt ist der mindestens eine Hebel ausgebildet, bei Betätigung das Grundgehäuse relativ zu der Wischkomponente in die Vorwärtsrichtung und die Rückwärtsrichtung zu bewegen. Die Saugöffnungen sind jeweils in Bezug auf die Verfahrrichtungen vor bzw. hinter der Wischkomponente angeordnet. Durch die Betätigung des Hebels bei Bewegung in die gegenläufigen Richtungen wird weiterhin ein erhöhter Schutz vor Feuchtigkeitsaufnahme aus einem hinterbliebenen Feuchtfilm in einen Trockensaugstrom und eine erhöhte Saugleistung erreicht. Bevorzugt weist die Hebelmechanik einen einzigen Hebel auf.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Hebelmechanik eine Hebelschiene, einen ersten Drehpunkt, einen zweiten Drehpunkt und einen dritten Drehpunkt auf, die mit dem mindestens einen Hebel verbunden sind, wobei der erste und zweite Drehpunkt vor dem dritten Drehpunkt liegen, wenn der Saugwischvorsatz in die Vorwärtsrichtung bewegt wird, so dass das Grundgehäuse um die Wischkomponente nach vorne verschoben wird, und die
Hebelschiene ausgebildet ist, den ersten und zweiten Drehpunkt hinter den dritten Drehpunkt zu stellen, wenn der Saugwischvorsatz in die Rückwärtsrichtung bewegt wird, so dass das
Grundgehäuse um die Wischkomponente nach hinten verschoben wird. Bei dieser richtungsbezogenen Saugkanalausbildung kann der dritte Drehpunkt als Fix-Punkt angesehen werden, da die Haftkraft des Wischtextils größer ist bzw. sein muss als die
Reibkraft der Mechanik.
Bevorzugt ist die Hebelschiene ausgebildet, den zweiten und dritten Drehpunkt vor den ersten Drehpunkt zu verschieben, wenn das Grundgehäuse frontseitig an einem festen
Körper anliegt und/oder die Hebelschiene ausgebildet ist, den zweiten und dritten Drehpunkt hinter den ersten Drehpunkt zu verschieben, wenn das Grundgehäuse rückseitig an dem festen Körper anliegt. Hierdurch wird die Wischkomponente relativ zum Grundgehäuse nach vorne bewegt, wenn das Grundgehäuse frontseitig an einem festen Körper anliegt.
Gleichermaßen wird die Wischkomponente relativ zum Grundgehäuse nach hinten bewegt, wenn das Grundgehäuse rückseitig an einem festen Körper anliegt. Im Folge des Anliegens des Grundkörpers an einem festen Körper erfolgt eine Bewegung der Wischkomponente relativ zum Grundgehäuse. Hierdurch schließt die Wischkomponente die zu dem festen
Körper vor- oder nachgelagerte Saugöffnung. Dies realisiert eine annähernd vollständige
Feuchtreinigung an dem festen Körper wie eine Wand, einem Möbelstück usw.. Wenn das
Grundgehäuse front- oder rückseitig an dem festen Körper anliegt und einer feuchte
Randreinigung gewünscht ist, ist der erste Drehpunkt als Fix-Punkt anzusehen. Unter ı5 Einwirkung einer höheren Kraft, die größer ist als eine Haftreibung des Wischtextils, verschieben sich über die Hebelschiene der zweite und dritte Drehpunkt vor bzw. hinter den ersten Drehpunkt, so dass die Wischkomponente relativ zum Grundgehäuse nach hinten bzw. vorne verschoben wird. Die Positionierung von Mechanikkomponenten ist in diesem Fall identisch zu der Positionierung, in der sie bei Benutzung in Rückwärts- bzw. Vorwärtsrichtung angeordnet sind.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Saugwischvorsatz weiterhin ein oder mehrere Elemente, bevorzugt Motoren, auf, die ausgebildet sind, die Betätigung des mindestens einen Hebels zu unterstützen und/oder auszuüben. Dadurch wird die Bedienung des mindestens einen Hebels für den Benutzer erleichtert.
Bevorzugt ist jeder der mehreren Saugöffnungen jeweils ein bewegliches Abdichtelement zugeordnet. Bewegliche Abdichtelemente an jeweiliger Saugöffnung dienen zur Erhöhung des Unterdrucks für den Saugprozess.
Weiterhin ist es bevorzugt, dass die Wischkomponente mindestens einen Aufnehmer zur
Aufnahme eines Wischtextils aufweist. Der Aufnehmer kann mitsamt dem Wischtextil lösbar an der Wischkomponente angeordnet sein. Hierdurch kann das Wischtextil durch den
Benutzer des Saugwischvorsatzes schnell und einfach gewechselt oder gereinigt werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Saugwischvorsatz weiterhin einen oder mehrere Flüssigkeitsbehälter, ein Dosiersystem und/oder eine Motorik zur mechanischen
Bewegung des Aufnehmers und Befeuchtung des Wischtextils auf. Dadurch können der
Aufnehmer bewegt und das Wischtextil gleichmäßig befeuchtet werden.
Die Erfindung betrifft ferner einen Staubsauger, der den Saugwischvorsatz nach einer oder mehrerer der vorangehend beschriebenen Ausführungsformen aufweist.
Der Staubsauger weist bevorzugt einen Handgriff auf, der ausgebildet ist, im Falle eines frontalen oder rückseitigen Anliegens des Grundgehäuses an einen festen Körper bei 5 zunehmender Kraftaufbringung des Benutzers über den Handgriff auf den festen Körper den
Grundkörper relativ zu der Wischkomponente mittels der Hebelschiene zu verschieben, die ausgebildet ist, die Stellung des Hebels zu verändern, so dass die Wischkomponente die front- oder rückseitig zu ihr vorgelagerte Saugöffnung verschließt. In diesem Zusammenspiel wird die frontale bzw. rückseitige Randreinigung für die Feuchtreinigung zum festen Körper hin verbessert. Der feste Körper kann z.B. eine Wand oder ein Möbelstück sein, welche einen festen Rand für den Saugwischvorsatz bilden. Die Hebelschiene ist bevorzugt mit einem
Saugstutzen des Staubsaugers verbunden.
Bevorzugt ist der Staubsauger ausgebildet, so dass der mindestens eine Hebel von dem
Benutzer indirekt durch Ändern einer Bewegungsrichtung des Saugwischvorsatzes betätigt wird, bevorzugt in dem er den Saugwischvorsatz von einer Vorwärts- in eine
Rückwärtsrichtung und umgekehrt bewegt. Alternativ oder zusätzlich bevorzugt ist der
Staubsauger ausgebildet, so dass der mindestens eine Hebel von dem Benutzer indirekt durch In-Kontakt-bringen mit dem festen Körper und zunehmender Kraftaufbringung über den
Handgriff betätigt wird.
Weiterhin ist es bevorzugt, dass ein Drehpunkt (B) des Hebels verschiebbar, insbesondere kraftabhängig, gelagert ist. Besonders bevorzugt ist hierbei der Drehpunkt (B) des Hebels in der Längsrichtung des Hebels verschiebbar. Dies resultiert in einer nach unten gerichteten
Verschiebung des Drehpunktes, wenn das Grundgehäuse an einem Körper anliegt. Hierdurch liegt der Drehpunkt (B) näher am Drehpunkt (C). Dies reduziert die Kraft, welche zur
Bewegung der Wischkomponente erforderlich ist. Zudem befindet sich hierdurch in den vorwärts oder rückwärts gerichteten Saugwischstellungen der Drehpunkt (B) näher am
Drehpunkt (A). Dies resultiert in einer zuverlässigeren Verschiebung des Grundgehäuses relativ zur Wischkomponente.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
Und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt schematisch und nicht maßstabsgerecht
Fig. 1 eine skizzierte Darstellung eines erfindungsgemäßen Saugwischvorsatzes;
Fig. 2 eine Querschnittsansicht des in Fig. 1 gezeigten Saugwischvorsatzes in einem
Saugwischzustand;
Fig. 3 eine Querschnittsansicht des in Fig. 1 gezeigten Saugwischvorsatzes in einem weiteren Saugwischzustand;
Fig. 4 eine Querschnittsansicht des in Fig. 1 gezeigten Saugwischvorsatzes in dem weiteren Saugwischzustand und eines festen Körpers;
Fig. 5 eine perspektivische Teil-Ansicht des in Fig. 1 gezeigten Saugwischvorsatzes; und
Fig.6 eine weitere perspektivische Teil-Ansicht des in Fig. 1 gezeigten
Saugwischvorsatzes.
Fig. 1 zeigt eine skizzierte Darstellung eines erfindungsgemäBen Saugwischvorsatzes. Der
Saugwischvorsatz ist für einen Staubsauger vorgesehen. Er weist ein Grundgehäuse 1 mit einem integrierten Saugkanal 2 auf, welcher eine Anschlussstelle (nicht gezeigt) aufweist, welche zum Anschließen des Staubsaugers ausgebildet ist. Ferner weist der
Saugwischvorsatz eine Wischkomponente 4 auf, welche mindestens einen Aufnehmer 5 zur
Aufnahme eines Wischtextils 6 aufweist. Weiterhin weist der Saugwischvorsatz eine
Hebelmechanik auf, welche einen Hebel 7 auf, welcher ausgebildet ist, bei Betätigung eine
Bewegung der Wischkomponente 4 relativ zu dem Grundgehäuse 1 zu bewirken. Die
Hebelmechanik weist eine Hebelschiene 13, einen ersten Drehpunkt A, einen zweiten
Drehpunkt B und einen dritten Drehpunkt C auf, die mit dem mindestens einen Hebel 7 verbunden sind. In dem Grundgehäuse 1 sind Saugöffnungen (nicht gezeigt) vorgesehen, denen jeweils ein bewegliches Abdichtelement 9,11 zugeordnet ist. Die Saugöffnungen sind jeweils in eine der Verfahrrichtungen des Saugwischvorsatzes physisch vorgelagert zu der
Wischkomponente 4 angeordnet. Die Verfahrrichtungen sind eine Vorwärtsrichtung und eine der Vorwärtsrichtung entgegengesetzte Rückwärtsrichtung.
Der Hebel 7 ist ausgebildet, bei Betätigung eine Verschiebung des Grundgehäuses 1 relativ zu der Wischkomponente 4 mittels einer Verfahrbewegung zu bewirken, so dass eine von mehreren Saugöffnungen in Abhängigkeit von der Verfahrrichtung von der Wischkomponente 4 freigegeben ist, und eine andere der Saugöffnungen durch die Wischkomponente 4 verschlossen ist. Dies wird durch die Hebelschiene 13 bewirkt. Der erste und zweite
Drehpunkt A, B liegen vor dem dritten Drehpunkt C, wenn der Saugwischvorsatz in die
Vorwärtsrichtung in Bezug auf seine Arbeitsposition bewegt wird, so dass das Grundgehäuse 1 um die Wischkomponente 4 nach vorne verschoben wird. Die Hebelschiene 13 ist ausgebildet, den ersten und zweiten Drehpunkt A, B hinter den dritten Drehpunkt C zu stellen, wenn der Saugwischvorsatz in die zu der Vorwärtsrichtung entgegengesetzte
Rückwärtsrichtung bewegt wird, so dass das Grundgehäuse 1 um die Wischkomponente 4 nach hinten verschoben wird. Die wird anhand der nachfolgenden Fig. 2 bis 4 detaillierter erläutert.
Fig. 2 zeigt eine Querschnittsansicht des in Fig. 1 gezeigten Saugwischvorsatzes in einem
Saugwischzustand. In dem in Fig. 2 gezeigten Saugwischzustand ist die Saugöffnung 8 freigegeben, während die Saugöffnung 10 durch die Wischkomponente 4 verschlossen und daher inaktiv ist. Der Saugwischvorsatz wird in die Vorwärtsrichtung bewegt, wenn er sich in diesem Saugwischzustand befindet.
Fig. 3 zeigt eine Querschnittsansicht des in Fig. 1 gezeigten Saugwischvorsatzes in einem weiteren Saugwischzustand. In dem in Fig. 3 gezeigten Saugwischzustand ist die
Saugöffnung 10 freigegeben, während die Saugöffnung 8 durch die Wischkomponente 4 verschlossen und daher inaktiv ist. Der Saugwischvorsatz wird in die Rückwärtsrichtung bewegt, wenn er in dem weiteren Saugwischzustand ist. Der in Fig. 2 gezeigte
Saugwischzustand und der in Fig. 3 gezeigte Saugwischzustand und der weitere 11 Saugwischzustand sind mittels des Hebels 7 über eine Verfahrrichtung des Benutzers in die
Vorwärts- bzw. Rückwärtsrichtung einstellbar.
Fig. 4 zeigt eine Querschnittsansicht des in Fig. 1 gezeigten Saugwischvorsatzes in dem weiteren Saugwischzustand und eines festen Körpers. Die Hebelschiene 13 ist ausgebildet, den zweiten und dritten Drehpunkt B, C vor den ersten Drehpunkt A zu verschieben, wenn ı5 das Grundgehäuse 1 frontseitig an einem festen Körper 12 anliegt. Im Falle eines frontalen
Anliegens des Grundgehäuses 1 an einen festen Körper 12 bei zunehmender
Kraftaufbringung eines Benutzers über einen Handgriff (nicht gezeigt) des Staubsaugers (nicht gezeigt) auf den festen Körper 12 wird die Wischkomponente 4 relativ zum
Grundgehäuse 1 aus dem in Fig. 2 gezeigten Saugwischzustand verschoben, so dass die
Saugöffnung 8 verschlossen ist und die Saugöffnung 10 freigegeben ist. Die Hebelschiene 13, welche mit einem Saugstutzen (nicht gezeigt) des Staubsaugers verbunden ist, ist ausgebildet, die Stellung des Hebels 7 zu verändern, so dass die Wischkomponente 4 unterhalb des in die Vorwärtsrichtung vorgelagerten Saugkanals (nicht gezeigt) mit der
Saugöffnung 8 verschoben wird.
Fig. 5 zeigt eine perspektivische Teil-Ansicht des in Fig. 1 gezeigten Saugwischvorsatzes.
Der Saugwischvorsatz weist eine Anschlussstelle 3 auf, welche zum Anschließen des
Staubsaugers ausgebildet ist. Der erste Drehpunkt A, der zweite Drehpunkt B und der dritte
Drehpunkt C sind oberhalb der Wischkomponente 4 angeordnet, während das Wischtextil 6 unterhalb des Aufnehmers 5 angeordnet ist.
Fig. © zeigt eine weitere perspektivische Teil-Ansicht des in Fig. 1 gezeigten
Saugwischvorsatzes. Über den Hebel 7, den ersten Drehpunkt A, den zweiten Drehpunkt B und den dritten Drehpunkt C ist der Grundkörper 1 relativ zu der Wischkomponente 4 bewegbar, um die Saugöffnungen 8,10 zu verschließen oder zu öffnen.
Bezugszeichenliste
A erster Drehpunkt
B zweiter Drehpunkt
C dritter Drehpunkt 1 Grundgehäuse 2 Saugkanal 3 Anschlussstelle 4 Wischkomponente 5 Aufnehmer 0 6 Wischtextil 7 Hebel 8 Saugôffnung 9 Abdeckelement
Saugôffnung 11 Abdeckelement 12 Kôrper 13 Hebelschiene

Claims (12)

Patentansprüche
1. Saugwischvorsatz für einen Staubsauger, aufweisend - ein Grundgehäuse (1) mit einem Saugkanal (2), welcher Saugöffnungen (8, 10) und eine Anschlussstelle (3) aufweist, welche zum Anschließen des Staubsaugers ausgebildet ist, - eine Wischkomponente (4), welche in Verfahrrichtung des Saugwischvorsatzes physisch nachgelagert zu den Saugöffnungen (8, 10) angeordnet ist, - eine Hebelmechanik, welche mindestens einen Hebel (7) aufweist, welcher ausgebildet ist, bei Betätigung eine Bewegung des Grundgehäuses (1) relativ zu der Wischkomponente (4) zu bewirken.
2. Saugwischvorsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Hebel (7) ausgebildet ist, bei Betätigung eine Verschiebung des Grundgehäuses (1) relativ zu der Wischkomponente (4) mittels einer translatorischen Verfahrbewegung zu bewirken, so dass die eine der Saugöffnungen (8, 10) in Abhängigkeit von der Verfahrrichtung von der Wischkomponente (4) freigegeben ist, und eine andere der Saugöffnungen (10,8) durch die Wischkomponente (4) verschlossen ist.
3. Saugwischvorsatz nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Hebel (7) ausgebildet ist, bei Betätigung das Grundgehäuse (1) relativ zu der Wischkomponente (4) in eine Vorwärtsrichtung oder in eine der Vorwärtsrichtung entgegengesetzte Rückwärtsrichtung zu bewegen, wobei die Vorwärtsrichtung und die Rückwärtsrichtung die Verfahrrichtungen des Saugwischvorsatzes sind.
4. Saugwischvorsatz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelmechanik eine Hebelschiene (13), einen ersten Drehpunkt (A), einen zweiten Drehpunkt (B) und einen dritten Drehpunkt (C) aufweist, die mit dem mindestens einen Hebel (7) verbunden sind, wobei der erste und zweite Drehpunkt (A, B) vor dem dritten Drehpunkt (C) liegen, wenn der Saugwischvorsatz in eine Vorwärtsrichtung bewegt wird, so dass das Grundgehäuse (1) um die Wischkomponente (4) nach vorne verschoben wird, und die Hebelschiene (13) ausgebildet ist, den ersten und zweiten Drehpunkt (A, B) hinter den dritten Drehpunkt (C) zu stellen, wenn der Saugwischvorsatz in eine zu der Vorwärtsrichtung entgegengesetzte Rückwärtsrichtung bewegt wird, so dass das Grundgehäuse (1) um die Wischkomponente (4) nach hinten verschoben wird.
5. Saugwischvorsatz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelschiene (13) ausgebildet ist, den zweiten und dritten Drehpunkt (B, C) vor den ersten Drehpunkt (A) zu verschieben, wenn das Grundgehäuse (1) frontseitig an einem festen Körper (12) anliegt, so dass die Wischkomponente (4) relativ zum Grundgehäuse (1) nach vorne verschoben wird und/oder die Hebelschiene (13) ausgebildet ist, den zweiten und dritten Drehpunkt (B, C) hinter den ersten Drehpunkt (A) zu verschieben, wenn das Grundgehäuse (1) rückseitig an dem festen Körper (12) anliegt, so dass die Wischkomponente (4) relativ zum Grundgehäuse (1) nach hinten verschoben wird.
6. Saugwischvorsatz nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein oder mehrere Elemente, bevorzugt Motoren, die ausgebildet sind, die Betätigung des mindestens einen Hebels (7) zu unterstützen und/oder auszuüben.
7. Saugwischvorsatz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Saugöffnungen (8, 10) jeweils ein bewegliches Abdichtelement (9,11) zugeordnet ist.
8. Saugwischvorsatz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wischkomponente (4) mindestens einen Aufnehmer (5) zur Aufnahme eines Wischtextils (6) aufweist.
9. Saugwischvorsatz nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen oder mehrere Flüssigkeitsbehälter, ein Dosiersystem und/oder eine Motorik zur mechanischen Bewegung des Aufnehmers (5) und gleichmäßigen Befeuchtung des Wischtextils (6).
10. Staubsauger, aufweisend den Saugwischvorsatz nach einem der vorangehenden Ansprüche.
11. Staubsauger nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch einen Handgriff, der ausgebildet ist, im Falle eines frontalen oder rückseitigen Anliegens des Grundgehäuses (1) an einen festen Körper (12) bei zunehmender Kraftaufbringung eines Benutzers über den Handgriff auf den festen Körper (12) den Grundkörper (1) relativ zu der Wischkomponente (4) mittels der Hebelschiene (13) zu verschieben, die ausgebildet ist, die Stellung des Hebels (7) zu verändern, so dass die Wischkomponente (4) die front- oder rückseitig zu ihr vorgelagerte Saugöffnung (8,10) verschließt.
12. Staubsauger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drehpunkt (B) des Hebels (7) verschiebbar, insbesondere kraftabhängig, gelagert ist.
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