BE1032326B1 - Reinigungsgerät für medizinische Instrumente und Verfahren zum Betreiben eines Reinigungsgeräts - Google Patents
Reinigungsgerät für medizinische Instrumente und Verfahren zum Betreiben eines ReinigungsgerätsInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Reinigungsgerät (WD) für medizinische Instrumente, wobei das Reinigungsgerät (WD) einen Reinigungsraum (SK) zum Aufnehmen der medizinischen Instrumente, wobei zumindest ein Sprüharm (SAO) in dem Reinigungsraum (SK) zu Ausgeben eines Reinigungsmittels auf die medizinischen Instrumente angeordnet ist, eine Reinigungsmittelfördereinrichtung (UP) zum Bereitstellen des Reinigungsmittels und Ausgeben des Reinigungsmittels zu dem Sprüharm (SAO), eine Abwasserleitung (140), zur Ableitung von für einen in dem Reinigungsraum (SK) ausgeführten Reinigungsvorgang verwendetem Wasser und/oder Reinigungsmittel über einen Abwasseranschluss (A) aus dem Reinigungsgerät (WD); und einer Laugenpumpe (LP) umfasst, wobei die Laugenpumpe (LG) in der Abwasserleitung (140) angeordnet ist und dazu ausgeformt ist, um eine mit Pflegemittel versetztes Reinigungsmittel in den Abwasseranschluss (A) zu fördern.
Description
Beschreibung
Reinigungsgerät für medizinische Instrumente und Verfahren zum Betreiben eines
Reinigungsgeräts
Die Erfindung betrifft ein Reinigungsgerät für medizinische Instrumente und ein Verfahren s zum Betreiben eines Reinigungsgeräts.
Die EP 0638297 B1 beschriebt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur hygienischen
Aufbereitung von medizinischen, insbesondere zahnmedizinischen Instrumenten mit oder ohne Medienkanälen sowie mit oder ohne bewegten innenteilen.
Der hier vorgestellte Ansatz stellt sich die Aufgabe, ein verbessertes Reinigungsgerät für 0 medizinische Instrumente und ein verbessertes Verfahren zum Betreiben eines
Reinigungsgeräts zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Reinigungsgerät für medizinische
Instrumente und ein Verfahren zum Betreiben eines Reinigungsgeräts mit den Merkmalen der
Hauptansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ıs ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen neben einem saubereren Ableiten von
Reinigungsmittel und Pflegemittel aus einer Vermeidung von Ölen im Abfluss,
Es wird ein Reinigungsgerät für medizinische Instrumente vorgestellt, wobei das
Reinigungsgerät einen Reinigungsraum zum Aufnehmen der medizinischen Instrumente umfasst, wobei eine Sprüheinrichtung, welche insbesondere zumindest einen Sprüharm, vorzugsweise aber mehrere Sprüharme umfasst, in dem Reinigungsraum zu Ausgeben eines
Reinigungsmittels auf die medizinischen Instrumente angeordnet ist. Ferner umfasst das
Reinigungsgerät eine Reinigungsmittelfördereinrichtung zum Bereitstellen des
Reinigungsmittels und Ausgeben des Reinigungsmittels zu der Sprüheinrichtung, eine
Abwasserleitung zur Ableitung von für einen in dem Reinigungsraum ausgeführten
Reinigungsvorgang verwendetem Wasser und/oder Reinigungsmittel über einen
Abwasseranschluss aus dem Reinigungsgerät, und eine Laugenpumpe, welche in der
Abwasserleitung angeordnet ist und dazu ausgeformt ist, um ein mit Pflegemittel versetztes
Reinigungsmittel in den Abwasseranschluss zu fördern.
Das Reinigungsgerät kann dabei als ein Dentalinstrumentenpflegegerät ausgeformt sein. Der
Reinigungsraum kann dabei als ein Spülraum verstanden werden, in welchem die zu reinigenden medizinischen Instrumente eingelegt werden. Die Sprüheinrichtung,
insbesondere mindestens ein Sprüharm, kann dann dafür sorgen, dass Reinigungsmittel, insbesondere Wasser bzw. mit einer Prozesschemie versetztes Wasser, gleichmäßig im
Reinigungsraum verteilt wird. Die Reinigungsmittelfördereinrichtung kann dabei beispielsweise als eine Pumpe ausgeformt sein. Außerdem kann die 3 Reinigungsmittelfördereinrichtung auch zum Umwälzen von Reinigungsmittel ausgeformt sein. Die Abwasserleitung kann dabei beispielsweise aus Edelstahl oder einem nicht- korrosiven Material ausgeformt sein. Dabei kann die Abwasserleitung rostfrei und hitzebeständig sein. Die Abwasserleitung kann zu dem Abwasseranschluss geführt sein, wobei der Abwasseranschluss ausgebildet ist, um Abwasser aus dem Reinigungsgerät zu ıo leiten. Die Laugenpumpe kann nach einem Reinigungsvorgang angesteuert werden, um zu verhindern, dass Rückstände von Reinigungsmittel oder Pflegemittel in dem Reinigungsgerät zurückbleiben,
Gemäß einer Ausführungsform kann die Abwasserleitung einen Rückflussverhinderer aufweisen, der ausgebildet ist, um einen Fluss des Abwassers von der Laugenpumpe zu dem
Abwasseranschluss freizugeben und einen Fluss des Abwassers von dem
Abwasseranschluss zu der Laugenpumpe zu sperren. Der Rückflussverhinderer kann dabei in einer Flussrichtung nach der Laugenpumpe angeordnet sein. Durch den
Rückflussverhinderer und die Laugenpumpe kann verhindert werden, dass Abwasser in andere Bereiche des Reinigungsgeräts gelangt und diese kontaminiert,
Das Reinigungsgerät kann gemäß einer Ausführungsform ein in der Abwasserleitung insbesondere in Flussrichtung nach der Laugenpumpe angeordnetes Abscheideelement umfassen, wobei das Abscheideelement dazu ausgeformt ist, um das Pflegemittel von dem
Reinigungsmittel zu trennen. Dabei kann das Abscheideelement beispielsweise aus
Kunststoff ausgebildet sein, was sehr kostengünstig herstellbar ist.
Vorteilhafterweise kann das Reinigungsgerät gemäß einer Ausführungsform einen
Filtereinsatz aufweisen, welcher in das Abscheideelement eingesetzt oder einsetzbar ist und dazu ausgeformt ist, um das Pflegemittel aufzunehmen oder zu speichern, Der Filtereinsatz kann dabei als eine Art Netz ausgebildet sein, weiches das Abwasser filtert, Durch den
Filtereinsatz kann Pflegemittel, wie beispielsweise Paraffinöl oder WeiRôl, von dem
Reinigungsmittel getrennt werden, und es wird hierdurch beispielsweise verhindert, dass Öl über den Abfluss in die Kanalisation gelangt.
Das Reinigungsgerät kann gemäß einer Ausführungsform eine weitere Abwasserleitung aufweisen, welche zur Ableitung von für einen in dem Reinigungsraum ausgeführten
Reinigungsvorgang verwendetem Pflegemittel und/oder mit Pflegemittel versetztem
Reinigungsmittel über einen weiteren Abwasseranschluss aus dem Reinigungsgerät ausgebildet ist. Femer umfasst diese Ausführungsform des Reinigungsgeräts optional eine
Pflegeflottenpumpe, welche in der weiteren Abwasserleitung angeordnet ist und dazu ausgeformt ist, um eine mit Pflegemittel versetztes Reinigungsmittel in den
Abwasseranschluss oder einen weiteren Abwasseranschluss zu fördern. Damit kann verhindert werden, dass ein abgeschiedenes Pflegemittel (wie beispielsweise Öl) oder ein mit s einem solchen Pflegemittel versetztes Reinigungsmittel in die Kanalisation abflieBt.
Das Reinigungsgerät kann gemäß einer Ausführungsform einen Auffangbehälter aufweisen, welcher ausgebildet ist, von dem Abscheideelement abgeleitetes Abwasser oder aus der weiteren Abwasserleitung ausgegebenes Abwasser zu sammeln, insbesondere wobei der
Auffangbehälter aus dem Reinigungsgerät herausnehmbar ausgeformt ist. Dabei kann somit ıo das Pflegemittel von dem Reinigungsmittel getrennt gesammelt und umweltschonender entsorgt werden.
Das Reinigungsgerät kann gemäß einer Ausführungsform vorteilhafterweise einen Sensor aufweisen, welcher ausgebildet ist einen Füllstand des Auffangbehälters zu erfassen, um ein
Füllstandsignal an eine Steuereinrichtung zu senden, und wobei die Steuereinrichtung dazu ausgeformt ist, um unter Verwendung des Füllstandsignals ein Kommunikationssignal zum
Entleeren des Auffangbehälters auszugeben oder die Laugenpumpe oder die
Reinigungsmittelfördereinrichtung anzusteuern. Der Sensor kann dabei beispielsweise durch eine Lichtschranke gebildet sein. Die Steuereinrichtung kann gemäß einer Ausführungsform dazu ausgeformt sein, um die Reinigungamittelbereitstellungseinheit und die Laugenpumpe 2 ansprechend auf den eingelesenen oder erfassten Füllstand des Auffangbehälters anzusteuern. Dadurch kann ein Überlaufen des Auffangbehälters verhindert werden.
Das Reinigungsgerät kann gemäß einer Ausführungsform beispielsweise ein Verteilelement in dem Reinigungsraum zum Aufnehmen der medizinischen Instrumente umfassen, wobei die
Reinigungsmittelfärdereinrichtung ausgebildet ist, um das Reinigungsmittel über das
Verteilelement an die medizinischen Instrumente zu leiten und/oder die
Pflegemittelbereitstellungseinheit ausgebildet ist, um das Pflegemittel über das Verteilelement an die medizinischen Instrumente zu leiten. Das Verteilelement kann dabei beispielsweise eine Anschlussposition aufweisen, an welche medizinische Instrumente angeschlossen werden können. Dadurch kann das Reinigungsmittel gleichmäßig in dem Reinigungsraum verteilt werden, und alle medizinischen Instrumente werden so gesäubert, dass keine oder möglichst wenige Rückstande verbleiben.
Das Reinigungsgerät kann gemäß einer Ausführungsform eine Druckluftbereitstellungseinheit umfassen, die ausgebildet ist, um eine Druckluft zu dem Verteilelement zu leiten.
Zudem kann das Reinigungsgerät gemäß einer Ausführungsform ein Pflegemittelventil aufweisen, um alternativ Pflegemittel oder Reinigungsmittel zu dem Verteilelement zu leiten,
Durch das Pflegemittelventil können somit die medizinischen Instrumente nicht nur von innen gereinigt, sondern auch gepflegt werden. Dies kann zu einer längeren Lebensdauer der medizinischen Instrumente führen.
Das Reinigungsgerät kann gemäß einer Ausführungsform auch ein Spülmittelventil umfassen, um alternativ Druckluft oder Reinigungsmittel zu dem Verteilelement zu leiten.
Das Reinigungsgerät kann gemäß einer Ausführungsform eine Korbschnittstelle aufweisen, die eingangsseitig an eine Zuführleitung für das Reinigungsmittel, an eine Zuführleitung für
Druckluft und an eine Zuführleitung für ein Pflegemittel strömungstechnisch angeschlossen ist. Es kann mithin unter strömungstechnischer Zwischenordnung der Korbschnittstelle eine 0 wahlweise Beaufschlagung des Verteilelements mit einem Reinigungsmittel, Druckluft und/oder einem Pflegernittel stattfinden. Konstruktiv ist es so in vorteilhafter Weise ermöglicht, in nur einem Aufbereitungsvorgang ein vom Reinigungsgerät aufgenommenes medizinisches Instrument, insbesondere ein Hohlkörperinstrument, von außen und innen zu reinigen und zu desinfizieren, zu trocknen bzw. den Reinigungs- und/oder ıs Desinfektionsschritt mittels Druckluft zu unterstützen, sowie durch Einbringen eines entsprechenden Pflegemittels für eine bestimmungsgerechte und langlebige Verwendung pflegen zu können. Dabei besteht ferner die Möglichkeit, das Einbringen des Pflegemittels unter Drucklufteinwirkung durchzuführen, so dass bei einer gleichzeitigen Minimierung der eingesetzten Menge an Pflegemittel eine verwendungsgerechte Pflege sichergestellt ist.
Außerdem kann das Reinigungsgerät gemäß einer Ausführungsform einen ersten und einen weiteren Sprüharm in dem Reinigungsraum aufweisen, insbesondere wobei der weitere
Sprüharm auf einer dem Sprüharm gegenüberliegenden Seite des Sprühraum angeordnet ist.
Dabei kann der weitere Sprüharm auf einer unteren Seite des Reinigungsraums angeordnet sein. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die medizinischen Instrumente von möglichst allen Seiten gereinigt werden, damit keine Keime auf den medizinischen Instrumenten bleiben.
Ferner wird gemäß einer Ausführungsform ein Verfahren zum Betreiben eines
Reinigungsgeräts vorgestellt, wobei das Verfahren einen Schritt des Ansteuerns der
Laugenpumpe ausführt, um eine mit Pflegemittel versetztes Reinigungsmittel in den
Abwasseranschluss zu fördern.
Der hier vorgestellte Ansatz schafft ferner eine Steuereinheit oder Steuereinrichtung, die ausgebildet ist, um den Schritt einer Variante eines hier vorgestellten Verfahrens in einer entsprechenden Einrichtung durchzuführen, anzusteuem bzw. umzusetzen. Auch durch diese
Ausführungsvariante der Erfindung in Form einer Steuereinheit kann die der Erfindung 33 zugrunde liegende Aufgabe schnell und effizient gelöst werden.
Die Steuereinheit oder Steuereinrichtung kann ausgebildet sein, um Eingangssignale einzulesen und unter Verwendung der Eingangssignale Ausgangssignale zu bestimmen und bereitzustellen. Ein Eingangssignal kann beispielsweise ein über eine Eingangsschnittstelle der Steuereinheit einlesbares Sensorsignal darstellen. Ein Ausgangssignal kann ein 5 Steuersignal oder ein Datensignal darstellen, das an einer Ausgangsschnittstelle der
Steuereinheit bereitgestellt werden kann. Die Steuereinheit kann ausgebildet sein, um die
Ausgangssignale unter Verwendung einer in Hardware oder Software umgesetzten
Verarbeitungsvorschrift zu bestimmen. Beispielsweise kann die Steuereinheit dazu eine
Logikschaltung, einen integrierten Schaltkreis oder ein Softwaremodul umfassen und beispielsweise als ein diskretes Bauelement realisiert sein oder von einem diskreten
Bauelement umfasst sein.
Von Vorteil ist auch ein Computer-Programmprodukt oder Computerprogramm mit
Programmcode, der auf einem maschinenlesbaren Träger oder Speichermedium wie einem
Halbleiterspeicher, einem Festplattenspeicher oder einem optischen Speicher gespeichert is sein kann. Wird das Programmprodukt oder Programm auf einem Computer oder einer
Steuereinheit ausgeführt, so kann das Programmprodukt oder Programm zur Durchführung,
Umsetzung und/oder Ansteuerung der Schritte des Verfahrens nach einer der hier beschriebenen Ausführungsformen verwendet werden.
Der hier beschriebene Ansatz kann entsprechend im Zusammenhang mit einem gewerblichen oder professionellen Gerät, beispielsweise einem medizinischen Gerät, wie einem Reinigungs- oder Desinfektionsgerät, einem Kleinsterilisator, einem
Großraumdesinfektor oder einer Container-Waschanlage eingesetzt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt 2 Figur 1 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines
Reinigungsgeräts;
Figur 2 eine weitere schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines
Reinigungsgeräts;
Figur 3 eine weitere schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines
Reinigungsgeräts; und
Figur 4 ein Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zum
Betreiben eines Reinigungsgeräts.
Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines
Reinigungsgeräts WD. Das Reinigungsgerät WD hat dabei einen Reinigungsraum SK mit 33 einer Sprûheinrichtung, umfassen einen Sprüharm SAO und einen weiteren Sprüharm SAU,
einem Verteilelement VK mit verschiedenen Anschlusspositionen AS1, ASn und einem Korb
K. Eine Pflegemittelleitung 100 mit einer Pflegemittelbereitstellungseinheit ÖL leitet dabei
Pflegemittel über ein Pflegemittelventil ÖV2 an eine Korbschnittstelle KS des
Reinigungsraums SK. Ein Reinigungsmittelanschluss 110 ist ausgebildet, um 3 Reinigungsmittel in das Reinigungsgerät WD zu leiten, wobei das Reinigungsmittel durch eine Reinigungsmittelfördereinrichtung UP verteilt oder umgewälzt wird. Das Reinigungsmittel wird dabei durch eine Reinigungsmittelleitung 120 in den Reinigungsraum SK geleitet. Dabei ist die Reinigungsmittelleitung 120 und eine Druckluftleitung 130 über das Spülmitteiventil SV gekoppelt. Zusätzlich umfasst das Reinigungsgerät WD eine Druckluftbereitstellungseinheit
DVR, die Druckluft dem Verteilelement VK zu leitet.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist das hier beschriebene Reinigungsgerät WD als ein
Reinigungs- und Desinfektionsgerät, insbesondere ein Dentalpflegegerät ausgefomt, welches ausgebildet ist, um medizinische Instrumente zu reinigen, zu desinfizieren und zu pflegen. Die medizinischen Instrumente werden dabei in dem Reinigungsraum SK ıs aufgenommen. Gereinigt werden die medizinischen Instrumente durch das von dem
Reinigungsmittelanschluss 110 bereitgestellte Reinigungsmittel, insbesondere Frischwasser, welchem vorzugsweise mittels einer nicht weiter beschriebenen Dosiereinrichtung
Prozesschemie zudosiert werden kann. Das Reinigungsmittel wird der Sprüheinrichtung, insbesondere den Sprüharmen SAO, SAU zugeleitet und wird gemäß einem
Ausführungsbeispiel von der Reinigungsmittelfôrdereinrichtung UP auch über eine
Abzweigstelle a, dem Spûlmittelventil SV und einer weiteren Abzweigstelle b zu der
Korbschnittstelle KS und weiter zum Verteilelement VK geleitet.
Dabei hat das Reinigungsmittel nicht nur die Funktion die medizinischen Instrumente in dem
Reinigungsraum SK zu reinigen, sondern auch die Reinigungsmittelleitung 120 zu säubern.
Nach einem Reinigungsvorgang kann das verwendete Reinigungsmittel durch eine
Laugenpumpe LP aus dem Reinigungsgerät WD abgeleitet oder ausgefördert werden.
Abwasser wird dabei nach einem Reinigungsvorgang aus dem Reinigungsraum SK abgeleitet. Dabei wird das Abwasser an einer anderen Abzweigstelle c in eine
Abwasserleitung 140 geleitet. Die Laugenpumpe LP fördert dabei das Abwasser durch ein
Abscheideelement AB. Das Abscheideelement AB ist vorgesehen, um das Pflegemittel von dem Spülmitte! bzw. Reinigungsmittel zu trennen. Das Spül- bzw. Reinigungsmittel wird dabei anschließend zu einer Filterung zu einem Abwasseranschluss A aus dem Reinigungsgerät
WD herausgeleitet. Das abgefiterte Pflegemittel, in diesem Fall ein Öl wie Paraffinôl oder
Weißöl, wird, ggf. mit zumindest einer Teilmenge des Reinigungsmittels, in eine weitere
Abwasserleitung 150 geleitet, welche das Abwasser in einen Auffangbehälter AA führt.
Gemäß diesem Ausführungsbeispiel ist der Auffangbehälter AA herausnehmbar ausgeformt,
um einem Nutzer das Entnehmen und Entleeren des Auffangbehälters AA zu ermöglichen.
Der Auffangbehälter AA ist dabei für das Abscheideelement AB oder einen Abscheider ausgeformt. Die Abwasserleitung 140 umfasst hier einen Rückflussverhinderer 155, welche dafür sorgt, dass das Abwasser nicht zurück in das Reinigungsgerät WD fließt, s Das Pflegemittel wird dabei nach einem Reinigungsvorgang von der
Pflegemittelbereitstellungseinheit ÖL in die Pflegemittelleitung 100 gegeben. Die
Pflegemittelbereitstellungseinheit ÖL ist dabei beispielsweise als eine Ölkartusche oder eine
Oldase mit Treibgas ausgeformt. Dabei wird das Pflegemittel erst von einem Ölstößel ÔS in eine Olkartuschenadaption OA gegeben, welche schließlich das Pflegemittel ausgibt. Um zu u verhindem, dass das Pflegemittel zurück in die Olkartuschenadaption OA fließt, ist ein
Olventil OV1 in der Pflegemittelleitung 100 angeordnet. Das Pflegemittel wird durch die
Pflegemittelleitung 100 in den Reinigungsraum SK zu dem Verteilelement VK geführt,
Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die Druckluftbereitstellungseinheit DVR vorgesehen, um Druckluft in die Druckluftleitung 130 des Reinigungsgeräts WD zu leiten. Die
Druckluftbereitstellungseinheit DVR ist dabei als ein Druckluftversorgungsanschluss des
Reinigungsgeräts WD ausgebildet. Dabei wird die Druckluft in dem Reinigungsgerát WD optional beispielsweise zuerst von einem Filter F gereinigt, um zu verhindern, dass Keime über diesen Weg in das Reinigungsgerät WD gelangen. Um einen stetigen Druck zu erzeugen, hat das Reinigungsgerät WD ein Druckregelventil DRV. Dabei wird ein Druck von w beispielsweise 3 bis 5 bar durch das Druckregelventil DRV eingestellt. Anschließend wird die
Druckluft durch ein Druckluftventil DV geleitet. Entweder wird die Druckluft dann zu dem
Spülmittelventil SV geleitet oder aber aus dem Reinigungsgerät WD abgeleitet, um einen
Druckstau zu vermeiden und eine Entlüftung auszuführen.
Sowohl das Pflegemittel, das Reinigungsmittel oder die Druckluft, werden durch die
Korbschnittstelle KS zum Verteilelement VK geleitet. Das Verteilelement VK ist dabei eine
Verteilkammer mit mehreren Anschlusspositionen AS1, ASn. An den Anschlusspositionen
AS1, ASn können hier jeweils ein medizinisches Instrument angeschlossen werden, um diese von innen zu reinigen und/oder zu pflegen. Um medizinische Instrumente von außen zu reinigen und zu pflegen, hat der Reinigungsraum SK den Korb K. Gemäß einem
Ausführungsbeispiel hat das Reinigungsgerät WD, wie hier gezeigt aber nicht weiter bezeichnet, auch einen weiteren Korb.
Des Weiteren umfasst das Reinigungsgerät WD einen Sensor 160, welcher einen Füllstand des Auffangbehälters AA überwacht. Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist der Sensor 160 in dem Auffangbehälter AA selbst angeordnet. Der Sensor 160 gibt dabei ein Füllstandsignal 165 an eine Steuereinrichtung 170 aus. Die Steuereinrichtung 170 wiederum ist beispielsweise dazu ausgeformt, um ein Kommunikationssignal 175 zum Entleeren des
Auffangbehälters AA auszugeben und/oder die Laugenpumpe LP oder die ansprechend auf das Fülistandsignal 165 anzusteuern. Das Kommunikationssignal 175 wird dabei an eine
Anzeigeeinheit 180 gesendet, welche dem Nutzer eine entsprechende Meldung ausgibt.
Dabei ist die Anzeigeeinheit 180 beispielsweise als ein Display ausgestaltet. Gemäß einem
Ausführungsbeispiel wird die Laugenpumpe LP und/oder die
Reinigungsmittelfördereinrichtung UP nicht mehr angesteuert, wenn durch den Sensor 160 erkannt wird, dass das gesammelte Abwasser eine bestimmte Füllstandshöhe erreicht oder überschritten hat. Dadurch wird verhindert, dass der Auffangbehälter AA überläuft.
Das Reinigungsgerät WO umfasst außerdem eine Steuereinheit 190, welche das gesamte
KW Reinigungsgerät WD, insbesondere auch die Steuereinrichtung 170, steuert und ein
Verfahren zum Betreiben des Reinigungsgeräts WD ausführt.
Ein fester Wasseranschluss ist gemäß dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel beispielsweise vorgesehen und benötigt deswegen keinen Wassertank oder entsprechende
Gebindeaufnahmen für die Reinigungs- und Pflegechemikalien. ıs Indem Reinigungsgerät WD gemäß der Erfindung werden die Dentalinstrumente innerhalb des Aufbereitungsprozesses geölt. Ein Eintrag von Pflegeöl, insbesondere Weißöl, ins
Abwasser wird dabei jedoch erfindungsgemäß verhindert.
Um zu erreichen, dass kein oder zumindest wesentlich weniger Öl über den herkömmlichen
Abwasseranschluss in Dentalpraxen entsorgt wird, bzw. um diesen Eintrag signifikant zu reduzieren, sieht das Reinigungsgerät WD die Integration einer Abscheidevorrichtung für Öl in einem Dental-Reinigungs- und Desinfektionsgerät mit Instrumentenpflegefunktion vor.
Das Reinigungsgerät WD ist gemäß einem Ausführungsbeispiel ein einzelnes
Dentalreinigungs- und Desinfektionsgerät mit einer Pflegefunktion und einer Ölabscheidung.
Dies ist besonders vorteilhaft, da es eine Verbesserung der Umweltfreundlichkeit und
Nachhaltigkeit mit sich bringt und auch etwaige strengeren Umweltauflagen erfüllt.
Das hier beschriebene Reinigungsgerät WD hat beispielsweise einen Anschluss an das
Abwassersystem, welches zur Trennung bzw. Abscheidung von Ölrückständen aus der verworfenen Spülflotte ausgerüstet ist. Das Reinigungsgerät umfasst hierfür beispielsweise ein Abscheideelement mit einem Sammelbehälter.
Das Reinigungsgerät WD hat eine Funktion, die zur Abscheidung des im Spül- bzw.
Reinigungsmittel bzw. -wasser befindlichen Ols vorgesehen ist. Es gelangt also kein Öl oder
Pflegemittel in die Kanalisation, insbesondere auch nicht in geringen Konzentrationen. Dies stellt somit keine Umweltbelastung mehr da, die technisch unterbunden werden müsste und,
den verwendeten Pflegemitteln (hier hochreine Weißöle) zugehörige Anwendungs- und
Sicherheitshinweisen folgend, unterbunden werden müsste.
Übertragungsinstrumente bzw. medizinische Instrumente müssen nach erfolgreicher
Reinigung und Desinfektion noch mit Öl gepflegt werden, bevor sie wiederverwendet werden s können. Dabei erfolgt dieser Schritt in dem Reinigungsgerät WD nicht in einem zusätzlichen separaten Gerät, oder braucht manuell durchgeführt werden. Statidessen hat das
Reinigungs- und Desinfektionsgerät eine im Aufbereitungsprozess integrierte Pflegefunktion.
Bei dieser Automatisierung des Pflegeschrittes im Anschluss an eine Reinigung und
Desinfektion in einem Reinigungs- und Desinfektionsgerät, besteht aber die Gefahr eines
Eintrags von Weißöl, also einem hochreinen Paraffinôl, in das Abwasser des Reinigungs- und
Desinfektionsgeräts, Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird ein Ölabscheider in den Abwasserstrang des Reinigungs- und Desinfektionsgeräts integriert.
Das hier dargestellte System nimmt beispielsweise eine Anzahl von n
Übertragungsinstrumenten auf, die über eine definierte Adaptionsschnittstelle AS1 bis ASn ıs mit einer Verteilkammer verbunden sind, wobei an jedem dieser Anschlüsse ein Kanal angeschlossen ist, der wahlweise mit Lufl, Spülflotte oder Öl beaufschlagt werden kann, wohingegen die anderen Kanäle eines jeden Anschlusses ausschließlich mit Luft oder
Spülflotte beaufschlagt werden können. Die Aufteilung dieser Fluidwege erfolgt innerhalb der
Verteilkammer VK und jeder dieser beiden Hauptadern wird entweder über eine erste
Koppelstelle der Korbschnittstelle oder eine zweite Koppelstelle der Korbschnittstelle über die ;
Spülkammerwandung mit der außerhalb der Spülkammer liegenden Peripherie verbunden.
Alle Anschlüsse können beispielsweise in einem bestimmten Ventilschaltzustand parallel mit
Spülflotte beaufschlagt werden, oder in einem anderen Ventilschaltzustand mit Luft beaufschlagt werden. Daneben kann ein bestimmter Teil / Kanal eines jeden Steckplatzes parallel mit Öl beaufschlagt werden, wenn beide Ölventile ÖV1, ÖV2 aktiv bzw. geöffnet sind.
Die für die Öl-Funktion / Pflegefunktion notwendige Bereitstellung des Pflegemittels erfolgt über eine Ölkartusche ÖL, wobei dessen Abgabestutzen ÖS mit einer Öl-Kartuschen-
Adaption OA verbunden werden kann und den nachfolgenden Strang bis zum ersten Ölventil
OV1 dauerhaft unter Druck setzen kann. Zudem wird am Reinigungsgerät ein 20 Druckluftanschluss DVR vorgesehen, der über einen Filter F, ein Druckregelventil DRV und ein Haupt-Druckluftventil DV, alle Kanäle eines jeden Anschlusses AS1 bis ASn mit Druckluft beaufschlagen kann, um die inneren Kanäle vor einer notwendigen Ölpflege von
Wasseranhaftungen zu befreien. Zur weiteren Funktionsabsicherung können diverse
Drucksensoren und/oder Durchflusssensoren in den fluidführenden Strängen vorgesehen 3s sein. Die reguläre Reinigung und Desinfektion erfolgt durch die bereits vorhandene Peripherie (was die Außenflächen betriffi) und eine ergänzende Peripherie (was die inneren Kanäle und
Geometrien der Beladung betrifft), insbesondere die Kamponenten: VK, AS1 bis ASn, KS,
ÖV2, SV, à, b.
Als Ergebnis dieses im Aufbereitungsprozess stattfindenden Pflegeschrittes gelangt oftmals eine geringe Menge Weißöl in die Spülflotte (d. h. das Reinigungsmittel) und wird am 3 Prozessende über die Laugenpumpe LP zum Abwasseranschluss gefördert.
Die Abscheidefunktion für das im beschriebenen Prozess entstehende Wasser-Öl-Gemisch wird im Ablaufstrang des Dental-Reinigungs- und Desinfektionsgerät srealisiert. Die mit Öl versetzte Spülflotte wird in der Darstellung der Figur 1 durch die Laugenpumpe LP aus dem
Gerät abgepumpt und durch den integrierten Ölabscheider AB geleitet. Dort wird das Öl von 10 der Spülflotte getrennt.
Dieser Abscheider AB kann in unterschiedlichen Ausprägungen vorhanden sein. In der hier beschriebenen Darstellung wird das isolierte Öl zur späteren umweltgerechten Entsorgung in einen externen Auffangbehälter AA geleitet.
Figur 2 zeigt eine weitere schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines is Reinigungsgeräts WD. Das Reinigungsgerät WD ist dabei gemäß einem Ausführungsbeispiel wie das in Figur 1 beschriebene Reinigungsgerät ausgeformt. Dabei hat das
Abscheideelement AB einen Filtereinsatz FA.
Das Abscheideelement AB mit Filtration hat nur die Abwasserleitung 140 und keine weitere
Abwasserleitung. Dabei wird das Abwasser von der Laugenpumpe LP in das
Abscheideelement AB gefördert. In dem Abscheideelement AB wird dann das
Reinigungsmittel von dem Filtereinsatz FA aufgenommen und das gefilterte Abwasser wird weiter zu dem Abwasseranschluss A geleitet. Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist der
Filtereinsatz FA aus dem Abscheideelement AB herausnehmbar und kann nach einer bestimmten Anzahl von Aufbereitungsvorgängen ausgewechselt werden. Somit wird gewährleistet, dass kein Öl in den Abfluss gelangt.
Die in Figur 2 dargestellte Ausprägung trennt das Öl durch Filtration von der Spülflotte. Der
Filter ist entnehmbar und wird nach einer vorher bestimmten Anzahl von Spül- und
Pflegezyklen ausgetauscht und entsprechend den Umweltvorgaben entsorgt.
Figur 3 zeigt eine weitere schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines 3 Reinigungsgeräts WD. Das Reinigungsgerät WD ist dabei gemäß einem Ausführungsbeispiel wie das in Figur 1 beschriebene Reinigungsgerät ausgeformt. An der anderen Abzweigstelle c spalten sich dabei die Abwasserleitung 140 und die weitere Abwasserleitung 150. Die
Abwasserleitung 140 leitet dabei von dem Pflegemittel getrennten Reinigungswasser zu dem
Abwasseranschluss A, um das Abwasser abzuleiten. Die andere Abwasserleitung 150 leitet dabei Reinigungsmittel zu dem Auffangbehälter AA. Dabei umfasst die andere
Abwasserleitung 150 einen weiteren Rückflussverhinderer 300, um einen Rückfluss des
Reinigungsmittels zu blockieren. Ebenfalls hat die andere Abwasserleitung 150 eine
Pfiegeflottenpumpe PFP zur Transportation von Pflegemittel. Gemäß einem s Ausführungsbeispiel können die Laugenpumpe LP und die Pflegeflottenpumpe PFP ansprechend auf die jeweiligen Vorgänge, also einen Reinigungsvorgang und einen
Pflegevorgang, angesteuert werden, um eine Vermischung van Reinigungsmittel und
Pflegemittel zu verhindern. Dabei wird eine Abscheidung durch Pumpen ausgeführt.
In Figur 3 wird die Funktion ohne ein direktes Abscheidungselement umgesetzt. Hier erfolgt 0 die Trennung der ölbelasteten Flotte aus dem Pflegeschritt des Aufbereitungsprozesses durch die Ansteuerung einer zusätzlichen Pumpe PFP. Die von dieser Pumpe aus dem
Spülraum geförderten Flotte wird in einem Sammelbehälter aufgefangen und wie in Figur 1 anschließend entsorgt. In dieser Ausprägung wird bewusst auf Ventile verzichtet, da diese wartungsintensiver und fehleranfälliger als ein einfaches hydraulisches System sind. ıs In den Varianten des hier vorgestellten Ansatzes, in welchen ein Sammelbehälter vorgesehen ist, wird der Füllstand dieses Behälters über einen Sensor (beispielsweise einen
Schwimmerschalter) erfasst und der Anwender zum Entleeren des Behälters aufgefordert, sobald der Behälter voll ist. Es besteht also eine Kommunikation zwischen der
Abscheidevorrichtung und der Gerätesteuerung. Der Anwender kann den Behälter, welcher im unteren, von vorn zugänglichen Frontbereich des Reinigungs- und Desinfektionsgeräts (wie beispielsweise der Ansaugfilter des Trocknungsgebläses) integriert ist, entnehmen und gesonderl entleeren.
Um den hier vorgestellten Ansatz anwenderorientiert und mit einer hohen Usability in ein
Reinigungs- und Desinfektionsgerät zu integrieren, können die in den Figur 1 und 2 beschriebenen Ausprägungen der Erfindung auch konstruktiv im Sammeltopf des
Reinigungs- und Desinfektionsgeräts umgesetzt werden. Wird das Öl durch eine Filtration des Abwassers abgeschieden, so kann die Entnahme und Reinigung, bzw. der Austausch des auf den Volumenstrom der Ablaufpumpe LP abgestimmten Filters bei der ohnehin notwendigen Säuberung des Flächensiebes am unteren Sprûharm erfolgen. In beiden
Ausprägungen kann der Anwender die Abscheideelemente von der Gerätevorderseite erreichen und selbstständig reinigen, austauschen oder entleeren,
Das Reinigungsgerät WD umfasst mindestens eine Reinigungskammer SK zur Aufnahme mindestens eines Dentalinstrumentes, wobei die Reinigungsvorrichtung weiterhin mindestens eine Fluideinrichtung zur Beaufschlagung des Dentalinstrumentes mit mindestens einem
Reinigungsfluid und/oder Pflegefluid aufweist, wobei das Reinigungsfluid eine Flüssigkeit ist, wobei die Fluideinrichtung eine Sprühelnrichtung, insbesondere mindestens den Sprüharm
SAO, oder den weiteren Sprüharm SAU, mit jeweils mindestens einer Düse aufweist, wobei die Beaufschlagung in Form eines direkten Beaufschlagens der äußeren Flächen des
Dentalinstrumentes durch die in der Reinigungskammer SK vorgesehene Sprüheinrichtung, insbesondere den Sprüharm SAO und den weitere Sprüharm SAU, stattfindet, wobei aus der
Fluideinrichtung austretendes Reinigungsfluid unmittelbar auf das Dentalinstrument auftrifft, wobei die Fluideinrichtung weiterhin mindestens eine Ankopplungsstelle AS für ein
Dentalinstrument aufweist, wobei die inneren Oberflächen des Dentalinstrumentes durch die
Ankopplungsstelle mit Reinigungsfluid beaufschlagt werden, wobei die Reinigungsvorrichtung mindestens eine in die Reinigungskammer SK einbringbare Halterung zur Aufnahme der io Dentalinstrumente VK aufweist, wobei innerhalb der Aufbereitung Pflegefluid in die
Reinigungskammer SK der Reinigungsvorrichtung abgegeben wird, wobei sich das
Pflegefluid mit dem Reinigungsfluid vermischt, Hierbei kann das vermischte Reinigungs- und
Pflegefluid im unteren Bereich der Reinigungskammer SK gesammelt werden und das vermischte Reinigungs- und Pflegefluid über einen Abwasserstrang LP/A in Richtung eines 1s bauseitig vorgesehenen Abwasseranschlusses A gefördert werden, wobei der
Abwasserstrang LP/A aus mindestens einer Ablaufpumpe LP und einem Ablaufschlauch und einer Abwasserseparationseinheit AB besteht. Speziell kann die Abwasserseparationseinheit
AB ausgebildet sein, um die Pflegefluidanteile des vermischten Reinigungs- und Pflegefluids vom Reinigungsfluid zu trennen, um das vom Reinigungsfluid getrennte Pflegefluid in einem separaten Auffangbereich AA sammelt und das verbleibende, zu verwerfende Reinigungsfluid dem bauseitig vorgesehen Abwasseranschluss A zuzuführen.
Figur 4 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens 400 zum
Betreiben eines Reinigungsgeräts. Das Verfahren 400 umfasst einen Schritt 401 des
Ansteuerns der Laugenpumpe, um eine mit Pflegemittel versetztes Reinigungsmittel in den
Abwasseranschluss zu fördern.
Claims (15)
1. Reinigungsgerät (WD) für medizinische Instrumente, wobei das Reinigungsgerät (WD) folgende Merkmale aufweist: einen Reinigungsraum (SK) zum Aufnehmen der medizinischen Instrumente, wobei eine Sprüheinrichtung, vorzugsweise umfassend zumindest ein Sprüharm (SAO), in dem Reinigungsraum (SK) zu Ausgeben eines Reinigungsmittels auf die medizinischen Instrumente angeordnet ist; eine Reinigungsmittelfördereinrichtung (UP) zum Bereitstellen des Reinigungsmittels und to Ausgeben des Reinigungsmittels zu der Sprüheinrichtung; eine Abwasserleitung (140) zur Ableitung von für einen in dem Reinigungsraum (SK) ausgeführten Reinigungsvorgang verwendetem Wasser und/oder Reinigungsmittel über einen Abwasseranschluss (A) aus dem Reinigungsgerät (WD); und einer Laugenpumpe (LP), welche in der Abwasserleitung (140) angeordnet ist und dazu ausgeformt ist, um ein mit Pflegemittel versetztes Reinigungsmittel in den Abwasseranschluss (A) zu fördern.
2. Reinigungsgerät (WD) gemäß Anspruch 1, wobei die Abwasserleitung (140) einen Rückflussverhinderer (155) aufweist, der ausgebildet ist um einen Fluss des Abwassers von der Laugenpumpe (LP) zu dem Abwasseranschluss (A) freizugeben und einen Fluss des Abwassers von dem Abwasseranschluss (A) zu der Laugenpumpe (LP) zu sperren.
3. Reinigungsgerät (WD) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einem in der Abwasserleitung (140), insbesondere in Flussrichtung nach der Laugenpumpe (LP), angeordneten Abscheideelement (AB), wobei das Abscheideelement (AB) dazu ausgeformt ist, um das Pflegemittel von dem Reinigungsmittel zu trennen.
4. Reinigungsgerät (WD) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einem Filtereinsatz (FA), weicher in das Abscheideelement (AB) eingesetzt und/oder einsetzbar ist und dazu ausgeformt ist, Um das Pflegemittel aufzunehmen und/oder zu speichern,
5. Reinigungsgerät (WD) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einer weiteren Abwasserleitung (150), zur Ableitung von für einen in dem Reinigungsraum (SK) ausgeführten Reinigungsvorgang verwendetem Pflegemittel und/oder mit Pflegemittel versetztem Reinigungsmittel über einen weiteren Abwasseranschluss aus dem Reinigungsgerät (WD), und einer Pflegeflottenpumpe (PFP), welche in der weiteren Abwasserleitung (150) angeordnet ist und dazu ausgeformt ist, um ein mit Pflegemittel versetztes Reinigungsmittel in den Abwasseranschluss (A) oder den weiteren Abwasseranschluss (A) zu fördern.
s 6. Reinigungsgerät (WD) gemäß einem der Ansprüche 3 bis 5, mit einem Auffangbehälter (AA), welcher ausgebildet ist, von dem Abscheideelement (AB) abgeleitetes Abwasser und/oder aus der weiteren Abwasserleitung (150) ausgegebenes Abwasser zu sammeln, insbesondere wobei der Auffangbehälter (AA) aus dem Reinigungsgerät (WD) herausnehmbar ausgeformt ist.
7. Reinigungsgerät (WD) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einem Sensor (160), welcher ausgebildet ist einen Füllstand des Auffangbehälters (AA) zu erfassen, um ein Füllstandsignal (165) an eine Steuereinrichtung (170) zu senden, und wobei die Steuereinrichtung (170) dazu ausgeformt ist, um unter Verwendung des Füllstandsignals (165) ein Kommunikationssignal (175) zum Entleeren des Auffangbehälters (AA) auszugeben und/oder die Laugenpumpe (LP) und/oder die Reinigungsmittelfördereinrichtung (UP) anzusteuern.
8. Reinigungsgerät (WD) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einem in dem Reinigungsraum (SK) angeordneten Verteilelement (VK) zum Aufnehmen der medizinischen Instrumente, wobei die Reinigungsmitteffördereinrichtung (UP) ausgebildet ist, um das Reinigungsmittel über das Verteilelement (VK) an die medizinischen Instrumente zu leiten und/oder die Pflegemittelbereitsteltungseinheit (OL) ausgebildet ist, um das Pflegemittel über das Verteilelement (VK) an die medizinischen Instrumente zu leitan.
9. Reinigungsgerät (WD) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einer Druckluftbereitstellungseinheit (DVR), die ausgebildet ist, um eine Druckluft zu dem Verteilelement (VK) zu leiten.
10. Reinigungsgerät (WD) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einem Pflagemittelventil (OV2), um alternativ Pflegemittel oder Reinigungsmittel zu dem Verteilalament (VK) zu leiten. 0
11, Reinigungsgerät (WD) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einem Spülmittelventil (SV), um alternativ Druckluft oder Reinigungsmittel zu dem Verteilelement (VK) zu leiten.
12. Reinigungsgerät (WD) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einem Sprüharm (SAO) und einem weiteren Sprüharm (SAU) in dem Reinigungsraum (SK),
insbesondere wobei der weitere Sprüharm (SAU) auf einer dem Sprüharm (SAO) gegenüberliegenden Seite des Spülraums angeordnet ist. 13, Verfahren (400) zum Betreiben eines Reinigungsgeräts (WD) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei das Verfahren (400) einen Schritt (401) des Ansteuerns der $ Laugenpumpe (LP) aufweist, um eine mit Pflegemittel versetztes Reinigungsmittel in den Abwasseranschiuss (A) zu fördern.
14. Steuereinrichtung (170), die ausgebildet ist, um den Schritt (401) des Verfahrens (400) gemäß Anspruch 13 in einer entsprechenden Einheit auszuführen und/oder anzusteuern.
15. Computer-Programmprodukt mit Programmcode zur Durchführung des Verfahrens (400) nach Anspruch 13, wenn das Computer-Programmprodukt auf einer Steuereinrichtung (170) gemäß Anspruch 14 ausgeführt wird.
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| BE20250020A BE1032326B1 (de) | 2025-02-20 | 2025-02-20 | Reinigungsgerät für medizinische Instrumente und Verfahren zum Betreiben eines Reinigungsgeräts |
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| BE20250020A BE1032326B1 (de) | 2025-02-20 | 2025-02-20 | Reinigungsgerät für medizinische Instrumente und Verfahren zum Betreiben eines Reinigungsgeräts |
Publications (2)
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| BE1032326A1 BE1032326A1 (de) | 2025-08-13 |
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2025
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| BE1032326A1 (de) | 2025-08-13 |
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