BE1032401A1 - Gargerät mit einem Garbehälter und Verfahren zum Betrieb eines Gargeräts mit einem Garbehälter - Google Patents

Gargerät mit einem Garbehälter und Verfahren zum Betrieb eines Gargeräts mit einem Garbehälter

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BE1032401A1 BE20245090A BE202405090A BE1032401A1 BE 1032401 A1 BE1032401 A1 BE 1032401A1 BE 20245090 A BE20245090 A BE 20245090A BE 202405090 A BE202405090 A BE 202405090A BE 1032401 A1 BE1032401 A1 BE 1032401A1
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Gargerät (2), umfassend einen Garbehälter (4), einen durch den Garbehälter (4) begrenzten Garraum (6) zur Aufnahme einer Flüssigkeit (8) und eines in der Flüssigkeit (8) befindlichen Garguts (10) und eine Heizung (12) zur Beheizung des Garguts (10), dadurch gekennzeichnet, dass die Heizung (12) derart ausgebildet ist, dass das in dem Garraum (6) befindliche Gargut (10) mittels Widerstandsbeheizung über dessen gesamtes Volumen im Wesentlichen gleichmäßig erwärmbar ist, wobei das Gargerät (2) eine Leitfähigkeitseinstellvorrichtung (14) zur Einstellung einer elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit (8) aufweist. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb eines Gargeräts (2) mit einem Garbehälter (4).

Description

Beschreibung
Gargerät mit einem Garbehälter und Verfahren zum Betrieb eines Gargeräts mit einem
Garbehälter
Die Erfindung betrifft ein Gargerät mit einem Garbehälter der im Oberbegriff des s Patentanspruchs 1 genannten Art und ein Verfahren zum Betrieb eines Gargeräts mit einem
Garbehälter.
Derartige Gargeräte mit einem Garbehälter und Verfahren zum Betrieb von Gargeräten mit
Garbehältern sind aus dem Stand der Technik in einer Vielzahl von Ausführungsformen bereits vorbekannt. Die bekannten Gargeräte umfassen einen Garbehälter, einen durch den 11 Garbehälter begrenzten Garraum zur Aufnahme einer Flüssigkeit und eines in der Flüssigkeit befindlichen Garguts und eine Heizung zur Beheizung des Garguts.
Der Erfindung stellt sich somit das Problem, ein Gargerät mit einem Garbehälter und ein
Verfahren zum Betrieb eines Gargeräts mit einem Garbehälter zu verbessern.
Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein Gargerät mit den Merkmalen des ı5 Patentanspruchs 1 gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das in dem Garraum befindliche Gargut mittels des eigenen elektrischen Widerstands über dessen gesamtes
Volumen im Wesentlichen gleichmäßig erwärmbar ist, wobei das Gargerät eine
Leitfähigkeitseinstellvorrichtung zur Einstellung einer elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit aufweist. Der Begriff „Garbehälter“ ist dabei weit auszulegen und umfasst somit beispielsweise auch konventionelle Backmuffeln oder dergleichen von herkömmlichen
Backöfen. Ferner wird dieses Problem durch ein Verfahren mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 5 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
Eine derartige Erwärmung von Gargut mittels des eigenen elektrischen Widerstandes ist auch bekannt unter den Begriffen PEF (Pulsed Electric Fields) oder Ohmic Heating. Wobei Pulsed
Electric Fields hauptsächlich zur schonenden, nicht-thermischen Inaktivierung von
Mikroorganismen in flüssigen oder halbfesten Lebensmitteln eingesetzt werden.
Im Bereich des Erwärmens von Lebensmitteln ist beispielsweise aus der Druckschrift
DE 10 2019 212 485 A1 ein Gargerät bekannt, welches PEF einsetzt.
Der mit der Erfindung erreichbare Vorteil besteht insbesondere darin, dass ein Gargerät mit einem Garbehälter und ein Verfahren zum Betrieb eines Gargeräts mit einem Garbehälter verbessert sind. Aufgrund der erfindungsgemäß en Ausbildung des Gargeräts mit einem
Garbehälter und des Verfahrens ist es möglich, das Gargut, beispielsweise in Wasser befindliches Fleisch oder Gemüse, von Anfang an über dessen gesamtes Volumen im
Wesentlichen gleichmäßig zu erwärmen. Wegen der Widerstandsbeheizung, auch als Ohmic
Heating bekannt, ist die elektrische Leitfähigkeit des Garguts und der Flüssigkeit, in der das s Gargut befindlich ist, für den Garerfolg wesentlich. Hierzu dient unter anderem die
Leitfähigkeitseinstellvorrichtung mittels der die elektrische Leitfähigkeit der Flüssigkeit, beispielsweise des oben genannten Wassers, auf eine elektrische Leitfähigkeit des Garguts, zum Beispiel das oben genannte Fleisch oder Gemüse, derart abstimmbar ist, dass das vorgenannte Ziel, nämlich die gleichmäßige Erwärmung des Garguts während des 11 Garvorgangs, funktionssicher erreicht wird. Je näher die Werte der elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit und der elektrischen Leitfähigkeit des Garguts während des gesamten
Garvorgangs beieinanderliegen, desto eher ist die Erreichung des vorgenannten Ziels gewährleistet. Mittels der Erfindung ist ferner ein höherer Automatisierungsgrad des
Garvorgangs und damit ein verbesserter Benutzerkomfort erzielt. Darüber hinaus ist eine im
Wesentlichen über den gesamten Garvorgang konstante Bereitstellung von idealen
Prozessbedingungen ermöglicht. Entsprechend ergeben sich eine verbesserte
Energieeffizienz, eine Reduktion der Gardauer und eine höhere Qualität des bei dem
Garvorgang erreichten Garergebnisses.
Grundsätzlich ist das erfindungsgemäße Gargerät mit einem Garbehälter nach Art,
Funktionsweise, Material und Dimensionierung in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar.
Siehe hierzu beispielsweise die obigen Ausführungen zu der Beschaffenheit des
Garbehälters. Ferner ist das erfindungsgemäße Gargerät als ein Haushaltsgerät oder als ein gewerbliches Gerät, also ein Gargerät für den professionellen Einsatz, geeignet ausbildbar.
Entsprechend vielseitig ist auch das erfindungsgemäße Verfahren ausgebildet.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Gargeräts sieht vor, dass die Leitfähigkeitseinstellvorrichtung eine Steuerung zur gesteuerten oder geregelten
Einstellung der elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit aufweist, bevorzugt, dass die
Leitfähigkeitseinstellvorrichtung mindestens einen mit der Steuerung stromleitend verbundenen Sensor aufweist, wobei der mindestens eine Sensor zur Erfassung der Ist-
Leitfähigkeit der Flüssigkeit und/oder zur Erfassung der Ist-Temperatur der Flüssigkeit und/oder zur Erfassung der Ist-Temperatur des in der Flüssigkeit befindlichen Garguts ausgebildet ist. Auf diese Weise ist die Abstimmung der elektrischen Leitfähigkeit der
Flüssigkeit auf die elektrische Leitfähigkeit des Garguts wesentlich verbessert. Dies gilt besonders für die bevorzugte Ausführungsform dieser Weiterbildung.
Eine Impression zur (mittleren) Leitfähigkeit der im Garbehälter enthaltenen Komponenten kann man durch den sich einstellenden Stromfluss erhalten. Dann würde Sensor der
Leitfähigkeitseinstellvorrichtung vorwiegend der Erfassung der Temperatur dienen und ggf. den Wert der Leitfähigkeit validieren.
Es sind auch Ausführungsformen der Erfindung denkbar, bei denen zum Beispiel lediglich zu
Beginn des jeweiligen Garvorgangs eine zu dem jeweiligen Gargut zu Beginn des
Garvorgangs korrespondierende Anpassung der elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit, beispielsweise des Wassers, erfolgt. In dem letztgenannten Fall ist eine Anpassung der elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit im weiteren Verlauf des jeweiligen Garvorgangs beispielsweise an eine sich aufgrund des fortschreitenden Garvorgangs verändernde elektrische Leitfähigkeit des Garguts jedoch nicht möglich.
Entsprechend sieht eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens vor, dass mittels der Steuerung der Leitfähigkeitseinstellvorrichtung eine gesteuerte oder geregelte Einstellung der elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit erfolgt, bevorzugt, dass die
Leitfähigkeitseinstellung mittels mindestens eines Sensors erfolgt, wobei mittels des mindestens einen Sensors die Ist-Leitfähigkeit der Flüssigkeit und/oder die Ist-Temperatur ı5 der Flüssigkeit und/oder die Ist-Temperatur des in der Flüssigkeit befindlichen Garguts ermittelt wird.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahrens sieht vor, dass mittels des Sensors zur Ermittlung der Ist-Leitfähigkeit der
Flüssigkeit eine Impedanzmessung durchgeführt wird. Hierdurch ist der Sensor zur Ermittlung der Ist-Leitfähigkeit der Flüssigkeit für die erfindungsgemäße Verwendung auf besonders geeignete Art und Weise ausgebildet.
Eine weitere besonders vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Gargeräts sieht vor, dass die Leitfähigkeitseinstellvorrichtung als eine Salzzugabevorrichtung zur gesteuerten oder geregelten Zugabe von Speisesalz in die Flüssigkeit ausgebildet ist, bevorzugt, dass die
Salzzugabevorrichtung zur Zugabe einer Salzlake ausgebildet ist, besonders bevorzugt, dass die Salzzugabevorrichtung einen Verteiler mit mindestens einem schlauch- oder rohrartigen
Verteilerarm zur Verteilung der Salzlake in der in dem Garraum befindlichen Flüssigkeit aufweist, wobei mindestens eine Verteileröffnung zur Ausgabe der Salzlake in die Flüssigkeit derart angeordnet ist, dass die Salzlake tangential in die in dem Garraum befindliche
Flüssigkeit ausgebbar ist und/oder mittels einer über eine Mantelfläche einer Seitenwand des
Verteilers gleichmäßig verteilten Mehrzahl von Verteileröffnungen in die in dem Garraum befindliche Flüssigkeit ausgebbar ist. Auf diese Weise ist die Leitfähigkeitseinstellvorrichtung auf konstruktiv, fertigungstechnisch und schaltungstechnisch sehr einfache Art umsetzbar.
Dies gilt besonders für die bevorzugte Ausführungsform dieser Weiterbildung. Die besonders bevorzugte Ausführungsform dieser Weiterbildung hat darüber hinaus den weiteren Vorteil,
dass die Salzlake sehr schnell in der Flüssigkeit verteilbar ist, so dass die Flüssigkeit sehr schnell eine im Wesentlichen homogene Durchmischung mit der Salzlake aufweist.
Entsprechend sieht eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahrens vor, dass mittels der als Salzzugabevorrichtung ausgebildeten Leitfähigkeits- s einstellvorrichtung eine gesteuerte oder geregelte Zugabe von Speisesalz in die Flüssigkeit erfolgt, bevorzugt, dass mittels der Salzzugabevorrichtung eine Zugabe einer Salzlake erfolgt, besonders bevorzugt, dass mittels des Verteilers die Salzlake tangential in die in dem
Garraum befindliche Flüssigkeit ausgegeben wird und/oder mittels der Mehrzahl von
Verteileröffnungen gleichmäßig verteilt in die in dem Garraum befindliche Flüssigkeit ausgegeben wird.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Weiterbildung des erfindungsgemäfBen
Verfahrens sieht vor, dass die Ausgabe der Salzlake in die Flüssigkeit pulsierend und/oder nach Art einer Trôpfchenbewässerung erfolgt. Hierdurch ist eine schnelle Durchmischung der
Salzlake in der Flüssigkeit zusätzlich befôrdert. Zwecks Fôrderung der Salzlake ist beispielsweise eine Dosierpumpe oder dergleichen denkbar.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäBen Verfahrens, rückbezogen auf Anspruch 3, sieht vor, dass zu Beginn eines Garvorgangs mittels der als Salzzugabe- vorrichtung ausgebildeten Leitfähigkeitseinstellvorrichtung eine vorher festgelegte Menge
Salz oder Salzlake der in dem Garraum befindlichen Flüssigkeit zudosiert wird, bevorzugt, dass diese vorher festgelegte Menge Salz oder Salzlake in jedem denkbaren Fall des
Garvorgangs einer Unterdosierung zur Erzielung einer zu einer Ist-Leitfähigkeit des Garguts zu Beginn des Garvorgangs korrespondierenden Soll-Leitfähigkeit der Flüssigkeit entspricht, besonders bevorzugt, dass während des weiteren Garvorgangs eine gesteuerte oder geregelte Zugabe von Salz oder Salzlake in Abhängigkeit eines Vergleichs der Ist-
Leitfähigkeit der Flüssigkeit mit einer zu einer Ist-Leitfähigkeit des Garguts zu einem aktuellen
Zeitpunkt des Garvorgangs korrespondierenden Soll-Leitfähigkeit der Flüssigkeit und/oder in
Abhängigkeit der Ist-Temperatur der Flüssigkeit und/oder in Abhängigkeit der Ist-Temperatur des Garguts erfolgt. Auf diese Weise ist einerseits zu Beginn des Garvorgangs beispielsweise eine bestimmte Angleichung der Ist-Leitfähigkeit der Flüssigkeit an die Ist-
Leitfähigkeit des Garguts ermöglicht. Die bevorzugte Ausführungsform dieser Weiterbildung hat ferner den Vorteil, dass es zu Beginn des Garvorgangs zu keiner Überdosierung an Salz in der Flüssigkeit kommt, so dass die Ist-Leitfähigkeit der Flüssigkeit größer als die Ist-
Leitfähigkeit des Garguts wäre. Dies deshalb, weil mittels der als Salzzugabevorrichtung ausgebildeten Leitfähigkeitseinstellvorrichtung der Flüssigkeit lediglich Salz zugeführt werden kann. Eine nachträgliche Reduzierung der elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit wäre in diesem Fall also nicht môglich.
Wie oben bereits erläutert ist das erfindungsgemäße Gargerät in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar. Zweckmäßigerweise ist es vorgesehen, dass das Gargerät derart ausgebildet ist, dass die Heizung Elektroden aufweist, wobei die Elektroden zwecks Widerstands- beheizung der Flüssigkeit und des in der Flüssigkeit befindlichen Garguts zur Kontaktierung 5 der in dem Garraum befindlichen Flüssigkeit ausgebildet sind, bevorzugt, dass in einem
Betriebszustand der Heizung mittels der Elektroden ein pulsierendes elektrisches Feld erzeugbar ist. Die bevorzugte Ausführungsform dieser Weiterbildung hat den zusätzlichen
Vorteil, dass die Heizung auf besonders effiziente und damit vorteilhafte Art realisiert ist.
Derartige Heizungen werden auch mit PEF abgekürzt, wobei PEF für Pulsed Electric Field steht. Grundsätzlich ist jedoch zur Ausbildung der Heizung jede Art von ohmscher Heizung denkbar, bei der das Gargut aufgrund von dessen elektrischem Eigenwiderstand durch die freiwerdende Joule-Wärme erhitzt wird. Wie bereits ausgeführt, wird derartiges Heizen im englischsprachigen Raum auch mit Ohmic Heating bezeichnet. Der Fachmann wird für den jeweiligen Einzelfall die entsprechende Auswahl treffen.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt und werden nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
Figur 1 ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Gargeräts zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in einer seitlichen
Schnittdarstellung und
Figur 2 ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Gargeräts zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in einer seitlichen
Schnittdarstellung.
In der Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Gargeräts zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens rein exemplarisch dargestellt.
Das als Haushaltsgerät ausgebildete Gargerät 2 umfasst einen Garbehälter 4, einen durch den Garbehälter 4 begrenzten Garraum 6 zur Aufnahme einer Flüssigkeit 8 und eines in der
Flüssigkeit 8 befindlichen Garguts 10 und eine Heizung 12 zur Beheizung des Garguts 10.
Erfindungsgemäß ist die Heizung 12 derart ausgebildet, dass das in dem Garraum 6 befindliche Gargut 10 mittels Widerstandsbeheizung über dessen gesamtes Volumen im
Wesentlichen gleichmäßig erwärmbar ist, wobei das Gargerät 2 eine Leitfähigkeits- einstellvorrichtung 14 zur Einstellung einer elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit 8 aufweist. Hierbei weist die Heizung 12 Elektroden 16, 18 auf, wobei die Elektroden 16, 18 zwecks Widerstandsbeheizung der Flüssigkeit 8 und des in der Flüssigkeit 8 befindlichen
Garguts 10 zur Kontaktierung der in dem Garraum 6 befindlichen Flüssigkeit 8 ausgebildet sind und in einem Betriebszustand der Heizung 12 mittels der Elektroden 16, 18 ein pulsierendes elektrisches Feld erzeugbar ist. Dieses elektrische Feld ist in der Fig. 1 nicht dargestellt. Diese Ausführungsform der Heizung 12 hat den Vorteil, dass die Heizung 12 auf besonders effiziente und damit vorteilhafte Art realisiert ist. Derartige Heizungen werden auch mit PEF abgekürzt, wobei PEF für Pulsed Electric Field steht. Grundsätzlich ist jedoch zur
Ausbildung der Heizung jede Art von ohmscher Heizung denkbar, bei der das Gargut aufgrund von dessen elektrischem Eigenwiderstand durch die freiwerdende Joule-Wärme erhitzt wird. Im englischsprachigen Raum wird derartiges Heizen auch mit Ohmic Heating bezeichnet. Der Fachmann wird für den jeweiligen Einzelfall die entsprechende Auswahl treffen.
Die Leitfähigkeitseinstellvorrichtung 14 weist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel eine
Steuerung zur gesteuerten oder geregelten Einstellung der elektrischen Leitfähigkeit der
Flüssigkeit 8 auf, wobei die Leitfähigkeitseinstellvorrichtung 14 mindestens einen mit der ı5 Steuerung stromleitend verbundenen Sensor aufweist, und wobei der mindestens eine
Sensor zur Erfassung der Ist-Leitfähigkeit der Flüssigkeit 8 und/oder zur Erfassung der Ist-
Temperatur der Flüssigkeit 8 und/oder zur Erfassung der Ist-Temperatur des in der
Flüssigkeit 8 befindlichen Garguts 10 ausgebildet ist. Die Steuerung und der mindestens eine
Sensor sind in der Fig. 1 nicht explizit dargestellt. Die Steuerung ist mit der Heizung auf dem
Fachmann an sich bekannte Art und Weise stromleitend verbunden. Die Steuerung kann als ein integraler Bestandteil der Leitfähigkeitseinstellvorrichtung 14 ausgebildet sein. Jedoch sind auch Ausführungsformen denkbar, bei denen die Steuerung separat von der
Leitfähigkeitseinstellvorrichtung 14 an oder in dem erfindungsgemäßen Gargerät, zum
Beispiel als eine Zentralsteuerung des Gargeräts, ausgebildet ist. Auch kann die Steuerung dezentral ausgebildet sein.
Die Leitfähigkeitseinstellvorrichtung 14 ist hier ferner als eine Salzzugabevorrichtung zur gesteuerten oder geregelten Zugabe von nicht dargestelltem Speisesalz in die Flüssigkeit 8 ausgebildet, wobei die Salzzugabevorrichtung bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel zur
Zugabe einer Salzlake ausgebildet ist, nämlich derart, dass die Salzzugabevorrichtung einen
Verteiler 20 mit mindestens einem schlauch- oder rohrartigen Verteilerarm 22 zur Verteilung der Salzlake in der in dem Garraum 6 befindlichen Flüssigkeit 8 aufweist, wobei mindestens eine Verteileröffnung 24 zur Ausgabe der Salzlake in die Flüssigkeit 8 derart angeordnet ist, dass die Salzlake tangential in die in dem Garraum 6 befindliche Flüssigkeit 8 ausgebbar ist und/oder mittels einer über eine Mantelfläche 26 einer Seitenwand des Verteilers 20 gleichmäßig verteilten Mehrzahl von Verteileröffnungen in die in dem Garraum 6 befindliche
Flüssigkeit 8 ausgebbar ist. Die Ausgabe der Salzlake mittels der vorgenannten Mehrzahl von
Verteileröffnungen korrespondiert zu dem in der Fig. 2 dargestellten zweiten Ausführungs-
beispiel, wobei die Mehrzahl von Verteileröffnungen entlang der Mantelfläche 26 in der Fig. 2 nicht dargestellt ist. Im Unterschied zu dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 1 reicht der mindestens eine Verteilerarm 22 des Verteilers 20 ferner in die Flüssigkeit 8 hinein.
Ansonsten entspricht das zweite Ausführungsbeispiel dem ersten Ausführungsbeispiel, so s dass im Übrigen auf die Erläuterungen zu dem ersten Ausführungsbeispiel verwiesen werden kann. Dies gilt auch für das nachfolgend erläuterte Verfahren.
Im Nachfolgenden werden die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Gargeräts und das erfindungsgemäße Verfahren gemäß der vorliegenden Ausführungsbeispiele anhand der
Fig. 1 und 2 näher erläutert.
Das Gargut 10, beispielsweise Fleisch oder Gemüse, ist in die in den Garraum 6 des
Gargeräts 2 vorab eingefüllte und als Wasser ausgebildete Flüssigkeit 8 eingelegt und ein nicht dargestellter Benutzer startet einen Garvorgang zum Garen des Garguts 10 auf dem
Fachmann an sich bekannte Art und Weise, beispielsweise mittels einer mit der Steuerung signalübertragend verbundenen Bedieneinheit. Die Bedieneinheit ist ebenfalls nicht ı5 dargestellt. Die als Wasser ausgebildete Flüssigkeit 8 weist üblicherweise eine elektrische
Leitfähigkeit auf, die deutlich unterhalb der elektrischen Leitfähigkeit eines Garguts, und damit auch des Garguts 10, liegt.
Nach dem Start des Garvorgangs, beispielsweise durch Auswahl eines in der Steuerung hinterlegten Automatikprogramms, wird zu Beginn des Garvorgangs mittels der als
Salzzugabevorrichtung ausgebildeten Leitfähigkeitseinstellvorrichtung 14 eine vorher festgelegte Menge Salzlake der in dem Garraum 6 befindlichen Flüssigkeit 8 mittels einer nicht dargestellten Dosierpumpe zudosiert, wobei diese vorher festgelegte Menge Salzlake in jedem denkbaren Fall des Garvorgangs, und damit auch bei dem für diesen Garvorgang konkret ausgewählten Gargut 10, einer Unterdosierung zur Erzielung einer zu einer Ist-
Leitfähigkeit des Garguts 10 zu Beginn des Garvorgangs korrespondierenden Soll-
Leitfähigkeit der Flüssigkeit 8 entspricht. Die vorher festgelegte Menge Salzlake kann dabei auf Erfahrungswerten beruhen und ist in der Steuerung für jedes mittels des Gargeräts 2 zuzubereitende Gargut 10 abgespeichert. Mittels der als Salzzugabevorrichtung ausgebildeten Leitfähigkeitseinstellvorrichtung 14 erfolgt eine gesteuerte oder geregelte
Zugabe von Speisesalz in die Flüssigkeit 8, wobei mittels des Verteilers 20 die Salzlake tangential in die in dem Garraum 6 befindliche Flüssigkeit 8 ausgegeben wird und/oder mittels der Mehrzahl von Verteileröffnungen gleichmäßig verteilt in die in dem Garraum 6 befindliche Flüssigkeit 8 ausgegeben wird. Die Ausgabe der Salzlake in die Flüssigkeit 8 erfolgt dabei zum Beispiel pulsierend und/oder nach Art einer Tröpfchenbewässerung. Beide
Zugabetechniken der Salzlake mittels des Verteilers 20 haben das Ziel, den Diffusions- prozess des Salzes in der Flüssigkeit 8 zu beschleunigen, um somit eine schnelle und gleichmäßige Verteilung der elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit 8 zu erzeugen.
Hierdurch ist eine erste Angleichung der elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit 8 an die elektrische Leitfähigkeit des Garguts 10 zu Beginn des Garvorgangs erzielt, ohne dabei die
Flüssigkeit 8 mit Salz derart überzudosieren, dass die elektrische Leitfähigkeit der s Flüssigkeit 8 über der elektrischen Leitfähigkeit des Garguts 10 zu Beginn des Garvorgangs liegt.
Anschließend wird die Heizung 12, zum Beispiel gemäß dem ausgewählten Automatik- programm, bestromt, so dass die als PEF-Heizung ausgebildete Heizung 12 entsprechend in dem Garraum 6 ein pulsierendes elektrisches Feld erzeugt. Die in dem Garraum 6 befindliche
Flüssigkeit 8 und das in der Flüssigkeit 8 befindliche Gargut 10 werden somit mittels der
Heizung 12 im Wesentlichen gleichmäßig über deren gesamtes Volumen erwärmt.
Entsprechend ergibt sich eine sehr homogene Erwärmung des Garguts 10, so dass das
Gargut 10 an einer Oberfläche des Garguts 10 wie auch in einem Kern des Garguts 10 im
Wesentlichen gleichmäßig gegart wird.
Während des weiteren Garvorgangs wird dann die Ist-Leitfähigkeit der Flüssigkeit 8 mittels des Sensors der Leitfähigkeitseinstellvorrichtung 14 zur Ermittlung der Ist-Leitfähigkeit der
Flüssigkeit 8 kontinuierlich oder in vorher festgelegten Abständen ermittelt, wobei dieser
Sensor hierfür als ein Impedanzsensor zur Durchführung von Impedanzmessungen ausgebildet ist. Mittels der Steuerung der Leitfähigkeitseinstellvorrichtung 14 erfolgt somit eine gesteuerte oder geregelte Einstellung der elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit 8.
Zusätzlich zu dem vorgenannten Sensor zur Ermittlung der Ist-Leitfähigkeit der Flüssigkeit 8 kann es alternativ oder zusätzlich vorgesehen sein, dass die Leitfähigkeitseinstellung mittels mindestens eines Sensors zur Ermittlung der Ist-Temperatur der Flüssigkeit 8 und/oder der
Ist-Temperatur des in der Flüssigkeit 8 befindlichen Garguts 10 erfolgt.
Ziel der Zudosierung von Salzlake in die Flüssigkeit 8 ist, die elektrische Leitfähigkeit der
Flüssigkeit 8, also deren Ist-Leitfähigkeit, während des gesamten laufenden Garvorgangs im
Wesentlichen an die elektrische Leitfähigkeit des Garguts 10, also dessen Ist-Leitfähigkeit, anzugleichen, so dass mittels der Heizung 12 eine gleichmäßige Erwärmung der Flüssigkeit 8 und des darin befindlichen Garguts 10 ermöglicht ist. Die in dem Garraum 6 befindliche
Flüssigkeit 8 und das in der Flüssigkeit 8 befindliche Gargut 10 werden bei den beiden vorliegenden Ausführungsbeispielen jeweils mittels der Heizung 12 während des gesamten
Garvorgangs im Wesentlichen gleichmäßig über deren gesamtes Volumen erwärmt.
Entsprechend ergibt sich eine sehr homogene Erwärmung des Garguts 10, so dass das
Gargut 10 an einer Oberfläche des Garguts 10 wie auch in einem Kern des Garguts 10 im
Wesentlichen gleichmäßig gegart wird. Würde die elektrische Leitfähigkeit der Flüssigkeit 8 beispielsweise im Vergleich zu der elektrischen Leitfähigkeit des Garguts 10 zu gering sein,
so würde die Temperatur des Garguts 10 während der Beheizung schneller als die
Temperatur der Flüssigkeit 8 ansteigen. Die Folge wäre ein ungewünschtes Untergaren der
Oberfläche des Garguts 10 im Vergleich zu einem in gewünschter Weise gegarten Kerns des
Garguts 10. Mittels der als Salzzugabevorrichtung ausgebildeten Leitfähigkeitseinstell- s vorrichtung 14 ist jedoch eine dynamische Salzzugabe in die Flüssigkeit 8 ermöglicht, so dass die Ist-Leitfähigkeit der Flüssigkeit 8 im Verlauf des Garvorgangs ständig in Richtung der Ist-Leitfähigkeit des Garguts 10 angepasst, nämlich erhöht, werden kann. Für die vorgenannte Steuerung oder Regelung der Salzlakenzugabe kann alternativ oder zusätzlich auch die Ist-Temperatur der Flüssigkeit 8 und/oder des Garguts 10 verwendet werden.
Beispielsweise ist es bei einem als Gemüse ausgebildeten Gargut 10 möglich, dass es ab einer Ist-Temperatur des Garguts 10 von 60°C zu einer thermischen Desaggregation der
Zellen kommt, so dass ein sprunghafter Anstieg der elektrischen Leitfähigkeit des Garguts 10 die Folge davon ist. Mit diesem Anstieg der elektrischen Leitfähigkeit des Garguts 10 ist auch ein entsprechender Anstieg der Temperatur des Garguts 10 verbunden. Mittels der als ı5 Salzzugabevorrichtung ausgebildeten Leitfähigkeitseinstellvorrichtung 14 ist es in diesem Fall möglich, durch eine gesteuerte oder geregelte Zudosierung von Salzlake in die Flüssigkeit 8 diese weiterhin in dem Maße mit zu erwärmen, dass es zu keiner im Vergleich zum Kern des
Garguts 10 Untergarung der Oberfläche des Garguts 10 kommt.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung des Gargeräts 2 mit dem Garbehälter 4 und des Verfahrens ist es möglich, das Gargut 10, beispielsweise das in dem Wasser befindliche
Gemüse, von Anfang an über dessen gesamtes Volumen im Wesentlichen gleichmäßig zu erwärmen. Wegen der Widerstandsbeheizung, auch als Ohmic Heating bekannt, ist die elektrische Leitfähigkeit des Garguts 10 und der Flüssigkeit 8, in der das Gargut 10 befindlich ist, für den Garerfolg wesentlich. Hierzu dient unter anderem die Leitfähigkeitseinstell-
Vorrichtung 14 mittels der die elektrische Leitfähigkeit der Flüssigkeit 8, beispielsweise des oben genannten Wassers, auf eine elektrische Leitfähigkeit des Garguts 10, zum Beispiel das oben genannte Gemüse, derart abstimmbar ist, dass das vorgenannte Ziel, nämlich die gleichmäßige Erwärmung des Garguts 10 während des Garvorgangs, funktionssicher erreicht wird. Je näher die Werte der elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit 8 und der elektrischen
Leitfähigkeit des Garguts 10 während des gesamten Garvorgangs beieinanderliegen, desto eher ist die Erreichung des vorgenannten Ziels gewährleistet.
Mittels der Erfindung gemäß der vorliegenden Ausführungsbeispiele ist somit ein höherer
Automatisierungsgrad des Garvorgangs und damit ein verbesserter Benutzerkomfort erzielt.
Ferner ist eine im Wesentlichen über den gesamten Garvorgang konstante Bereitstellung von
Idealen Prozessbedingungen ermöglicht. Entsprechend ergeben sich eine verbesserte
Energieeffizienz, eine Reduktion der Gardauer und eine höhere Qualität des bei dem
Garvorgang erreichten Garergebnisses.
Die Erfindung ist jedoch nicht auf die vorliegenden Ausführungsbeispiele beschränkt. Siehe hierzu beispielsweise die diesbezüglichen Ausführungen in der Beschreibungseinleitung sowie die bei der Erläuterung der konkreten Ausführungsbeispiele genannten optionalen oder alternativen Ausführungsformen der Erfindung. Im Unterschied zu den vorgenannten
Ausführungsbeispielen ist es bei anderen Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise denkbar, dass eine Kombination des ersten und des zweiten Ausführungsbeispiels verwirklicht ist. Ferner kann das erfindungsgemäße Gargerät zusätzlich zu der als
Widerstandsheizung ausgebildeten Heizung auch eine weitere Heizung aufweisen, wobei diese weitere Heizung nicht als eine Widerstandheizung ausgebildet ist. Diese weitere
Heizung kann dabei als eine aktive Heizung oder als eine passive Heizung ausgebildet sein.
Eine aktive Heizung ist selbsttätig, während eine passive Heizung zunächst selbst mittels einer anderen Heizung, beispielsweise der als Widerstandheizung ausgebildeten Heizung, ı5 aufgeheizt werden muss, um anschließend selbst als Heizung zur Beheizung des Garguts zu wirken. Zum Beispiel kann es vorgesehen sein, dass die weitere Heizung eine elektrische
Widerstandsheizung und/oder einen Dampferzeuger und/oder eine Mikrowellenheizung umfasst. Hierdurch sind für eine Beheizung eines in einem Garraum befindlichen Garguts besonders praxisrelevante konventionelle Beheizungsarten angegeben, so dass eine bewährte und damit funktionssichere Ausbildung der weiteren Heizung ermöglicht ist. Ferner ergibt sich der Vorteil, dass die Funktionsweise der weiteren Heizung vollständig unabhängig von der Funktionsweise der Heizung zur Widerstandsbeheizung des Garguts ist, so dass die beiden Heizungen voneinander funktional vollständig entkoppelt sind.
Ferner sind auch Ausführungsformen der Erfindung grundsätzlich denkbar, bei denen die
Leitfähigkeitseinstellvorrichtung derart ausgebildet ist, dass mittels der Leitfähigkeitseinstell- vorrichtung die elektrische Leitfähigkeit der Flüssigkeit bedarfsweise nicht lediglich erhöht, sondern auch erniedrigt werden kann.

Claims (10)

Patentansprüche
1. Gargerät (2), umfassend einen Garbehälter (4), einen durch den Garbehälter (4) begrenzten Garraum (6) zur Aufnahme einer Flüssigkeit (8) und eines in der Flüssigkeit (8) befindlichen Garguts (10) und eine Heizung (12) zur Beheizung des Garguts (10), dadurch gekennzeichnet, dass die Heizung (12) derart ausgebildet ist, dass das in dem Garraum (6) befindliche Gargut (10) mittels Widerstandsbeheizung über dessen gesamtes Volumen im Wesentlichen gleichmäßig erwärmbar ist, wobei das Gargerät (2) eine Leitfähigkeitseinstellvorrichtung (14) zur Einstellung einer elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit (8) aufweist.
2. Gargerät (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitfähigkeits- einstellvorrichtung (14) eine Steuerung zur gesteuerten oder geregelten Einstellung der elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit (8) aufweist, bevorzugt, dass die Leitfähigkeits- einstellvorrichtung (14) mindestens einen mit der Steuerung stromleitend verbundenen Sensor aufweist, wobei der mindestens eine Sensor zur Erfassung der Ist-Leitfähigkeit der Flüssigkeit (8) und/oder zur Erfassung der Ist-Temperatur der Flüssigkeit (8) und/oder zur Erfassung der Ist-Temperatur des in der Flüssigkeit (8) befindlichen Garguts (10) ausgebildet ist.
3. Gargerät (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitfähigkeits- einstellvorrichtung (14) als eine Salzzugabevorrichtung zur gesteuerten oder geregelten Zugabe von Speisesalz in die Flüssigkeit (8) ausgebildet ist, bevorzugt, dass die Salzzugabevorrichtung zur Zugabe einer Salzlake ausgebildet ist, besonders bevorzugt, dass die Salzzugabevorrichtung einen Verteiler (20) mit mindestens einem schlauch- oder rohrartigen Verteilerarm (22) zur Verteilung der Salzlake in der in dem Garraum (6) befindlichen Flüssigkeit (8) aufweist, wobei mindestens eine Verteileröffnung (24) zur Ausgabe der Salzlake in die Flüssigkeit (8) derart angeordnet ist, dass die Salzlake tangential in die in dem Garraum (6) befindliche Flüssigkeit (8) ausgebbar ist und/oder mittels einer über eine Mantelfläche (26) einer Seitenwand des Verteilerarms (22) gleichmäßig verteilten Mehrzahl von Verteileröffnungen in die in dem Garraum (6) befindliche Flüssigkeit (8) ausgebbar ist.
4. Gargerät (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gargerät (2) derart ausgebildet ist, dass die Heizung (12) Elektroden (16, 18) aufweist, wobei die Elektroden (16, 18) zwecks Widerstandsbeheizung der Flüssigkeit (8) und des in der Flüssigkeit (8) befindlichen Garguts (10) zur Kontaktierung der in dem Garraum (6) befindlichen Flüssigkeit (8) ausgebildet sind, bevorzugt, dass in einem Betriebszustand der Heizung (12) mittels der Elektroden (16, 18) ein pulsierendes elektrisches Feld erzeugbar ist.
5. Verfahren zum Betrieb eines Gargeräts (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das in dem Garraum (6) befindliche Gargut (10) mittels der Heizung (12), der Flüssigkeit (8) und der Leitfähigkeitseinstellvorrichtung (14) zur Einstellung der elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit (8) über dessen gesamtes Volumen im Wesentlichen gleichmäßig erwärmt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, rückbezogen auf Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuerung der Leitfähigkeitseinstellvorrichtung (14) eine gesteuerte oder geregelte Einstellung der elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit (8) erfolgt, bevorzugt, dass die Leitfähigkeitseinstellung mittels mindestens eines Sensors erfolgt, wobei mittels des mindestens einen Sensors die Ist-Leitfähigkeit der Flüssigkeit (8) und/oder die Ist- Temperatur der Flüssigkeit (8) und/oder die Ist-Temperatur des in der Flüssigkeit (8) befindlichen Garguts (10) ermittelt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Sensors zur Ermittlung der Ist-Leitfähigkeit der Flüssigkeit (8) eine Impedanzmessung durchgeführt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, rückbezogen auf Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der als Salzzugabevorrichtung ausgebildeten Leitfähigkeitseinstellvorrichtung (14) eine gesteuerte oder geregelte Zugabe von Speisesalz in die Flüssigkeit (8) erfolgt, bevorzugt, dass mittels der Salzzugabevorrichtung eine Zugabe einer Salzlake erfolgt, besonders bevorzugt, dass mittels des Verteilers (20) die Salzlake tangential in die in dem Garraum (6) befindliche Flüssigkeit (8) ausgegeben wird und/oder mittels der Mehrzahl von Verteileröffnungen gleichmäßig verteilt in die in dem Garraum (6) befindliche Flüssigkeit (8) ausgegeben wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabe der Salzlake in die Flüssigkeit (8) pulsierend und/oder nach Art einer Tröpfchenbewässerung erfolgt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9, rückbezogen auf Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zu Beginn eines Garvorgangs mittels der als Salzzugabe- vorrichtung ausgebildeten Leitfähigkeitseinstellvorrichtung (14) eine vorher festgelegte Menge Salz oder Salzlake der in dem Garraum (6) befindlichen Flüssigkeit (8) zudosiert wird, bevorzugt, dass diese vorher festgelegte Menge Salz oder Salzlake in jedem denkbaren Fall des Garvorgangs einer Unterdosierung zur Erzielung einer zu einer Ist-
Leitfähigkeit des Garguts (10) zu Beginn des Garvorgangs korrespondierenden Soll- Leitfähigkeit der Flüssigkeit (8) entspricht, besonders bevorzugt, dass während des weiteren Garvorgangs eine gesteuerte oder geregelte Zugabe von Salz oder Salzlake in Abhängigkeit eines Vergleichs der Ist-Leitfähigkeit der Flüssigkeit (8) mit einer zu einer
Ist-Leitfähigkeit des Garguts (10) zu einem aktuellen Zeitpunkt des Garvorgangs korrespondierenden Soll-Leitfähigkeit der Flüssigkeit (8) und/oder in Abhängigkeit der Ist- Temperatur der Flüssigkeit (8) und/oder in Abhängigkeit der Ist-Temperatur des Garguts (10) erfolgt.
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