BE1032425B1 - Trocknungseinrichtung, insbesondere Umlufttrocknungseinrichtung - Google Patents
Trocknungseinrichtung, insbesondere UmlufttrocknungseinrichtungInfo
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- BE1032425B1 BE1032425B1 BE20245122A BE202405122A BE1032425B1 BE 1032425 B1 BE1032425 B1 BE 1032425B1 BE 20245122 A BE20245122 A BE 20245122A BE 202405122 A BE202405122 A BE 202405122A BE 1032425 B1 BE1032425 B1 BE 1032425B1
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Trocknungseinrichtung, insbesondere Umlufttrocknungseinrichtung, für eine Geschirrspülmaschine, mit einem eine Luftansaugöffnung (11) bereitstellenden Ansaugkanal (10), einem eine Luftauslassöffnung (13) bereitstellenden Auslasskanal (12) und einem Gebläse (14), an das luftansaugseitig der Ansaugkanal (10) und luftauslassseitig der Auslasskanal (12) strömungstechnisch angeschlossen sind, wobei der Ansaugkanal (10) und/oder der Auslasskanal (12) einen Überhub (19, 21) in der Ausgestaltung einer teilkreisförmig ausgebildeten Kanalumlenkung (20, 22) aufweisen, wobei ein Kanal (10, 12) im Bereich seiner Kanalumlenkung (20, 22) mit in Kanaldurchströmungsrichtung (17) verlaufenden Luftleitrippen (23, 24, 25, 26, 27) ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleitrippen (23, 24, 25, 26, 27) jeweils teilkreisförmig ausgebildet und konzentrisch angeordnet sind.
Description
Beschreibung
Trocknungseinrichtung, insbesondere Umlufttrocknungseinrichtung
Die Erfindung betrifft eine Trocknungseinrichtung, insbesondere eine
Umlufttrocknungseinrichtung, für eine Geschirrspülmaschine, mit einem eine
Luftansaugôffnung bereitstellenden Ansaugkanal, einem eine Luftauslassöffnung bereitstellenden Auslasskanal und einem Gebläse, an das luftansaugseitig der
Ansaugkanal und luftauslassseitig der Auslasskanal strömungstechnisch angeschlossen sind, wobei der Ansaugkanal und/oder der Auslasskanal einen Überhub in der
Ausgestaltung einer teilkreisförmig ausgebildeten Kanalumlenkung aufweisen, wobei ein
Kanal im Bereich seiner Kanalumlenkung mit in Kanaldurchströmungsrichtung verlaufenden Luftleitrippen ausgerüstet ist.
Geschirrspülmaschinen im Allgemeinen sowie solche mit einer Trocknungseinrichtung der eingangs genannten Art im Speziellen sind aus dem Stand der Technik an sich gut bekannt, weshalb eines gesonderten druckschriftlichen Nachweises an dieser Stelle nicht bedarf. Es sei deshalb auch nur beispielhaft auf die DE 10 2008 039 898 A1 verwiesen.
Eine Geschirrspülmaschine, insbesondere eine Haushaltsgeschirrspülmaschine, der typischen Bauart verfügt über einen einen Spülraum bereitstellenden Spülbehälter, der der
Aufnahme von zu reinigendem Spülgut dient. Im Falle einer
Haushaltsgeschirrspülmaschine handelt es sich bei dem Spülgut insbesondere um
Geschirr- und/oder Besteckteile.
Im bestimmungsgemäBen Verwendungsfall einer Geschirrspülmaschine findet im
Nachgang einer Spülgutreinigung eine Spülguttrocknung statt. Es sind aus dem Stand der
Technik unterschiedliche Trocknungsverfahren bekannt, so auch die Heiflufttrocknung, gemäß welcher das zu trocknende Spülgut mit zuvor aufgeheizter Trocknungsluft beaufschlagt wird. Als Trocknungsluft kann die im Spülbehälter der Geschirrspülmaschine befindliche Luft verwendet werden, in welchem Fall eine HeifBlufttrocknung im
Umluftbetrieb stattfindet. Alternativ und/oder in Kombination hierzu kann zur Trocknung auch Frischluft verwendet werden, die aus der die Geschirrspülmaschine umgebenden
Atmosphäre bezogen wird.
Unabhängig davon, ob eine Heißlufttrocknung mittels Umluft und/oder mittels Frischluft durchgeführt wird, zur Luftführung und -aufheizung kommt eine Trocknungseinrichtung zum Einsatz, die entsprechende Luftführungen bereitstellt und über ein Gebläse und ein
Heizelement verfügt. Des Weiteren können Temperatursensoren vorgesehen sein, die s einer Regelung der Heizleistung und einer Systemüberwachung dienen.
Eine gattungsgemäße Trocknungseinrichtung zur Durchführung einer Heißlufttrocknung verfügt über einen Ansaugkanal einerseits und einen Auslasskanal andererseits. Der
Ansaugkanal stellt eine Luftansaugöffnung bereit, wohingegen der Auslasskanal über eine
Luftauslassöffnung verfügt. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall erfolgt eine
Beschickung des Ansaugkanals mit Trocknungsluft durch die Luftansaugöffnung hindurch, die dann im Weiteren durch den Auslasskanal bis hin zur Luftauslassöffnung gefördert wird. Die die Trocknungseinrichtung durch die Luftauslassöffnung hindurch verlassende
Trocknungsluft gelangt alsdann in einen Spülbehälter einer mit der Trocknungseinrichtung zusammenwirkenden Geschirrspülmaschine. ı5 Zwecks einer Förderung der Trocknungsluft verfügt die Trocknungseinrichtung über ein
Gebläse. An dieses Gebläse sind luftansaugseitig der Ansaugkanal und luftauslassseitig der Auslasskanal strömungstechnisch angeschlossen.
Zwecks Erwärmung der Trocknungsluft verfügt die Trocknungseinrichtung des Weiteren über ein Heizelement. Dieses ist typischerweise im Auslasskanal angeordnet, d. h. die vom Gebläse angesogene Luft passiert vor einem Verlassen der Trocknungseinrichtung durch die Luftauslassöffnung hindurch das Heizelement.
Im bestimmungsgemäBen Verwendungsfall einer Geschirrspülmaschine kann
Spritzwasser aus dem Spülbehälter in die Trocknungseinrichtung gelangen, und zwar durch die Luftauslassöffnung und/oder die Luftansaugöffnung hindurch. Um dies zu vermeiden, verfügt ein Kanal über einen sogenannten Überhub, und zwar typischerweise in der Ausgestaltung einer teilkreisförmig ausgebildeten Kanalumlenkung. Dieser Überhub erstreckt sich ausgehend von der kanalseitigen Öffnung in Höhenrichtung nach oben, sodass etwaiges in den Kanal einspritzendes Wasser der Schwerkraft folgend über die kanalseitige Öffnung zurück in den Spülbehälter fließen kann. Es ist so in vorteilhafter
Weise vermieden, dass etwaiges in den Kanal einströmendes Spülwasser direkt in
Richtung des strömungstechnisch an den Kanal angeschlossenen Gebläses abflieBen kann.
Ein solcher zum Zwecke des Wasserrückhalts vorgesehener Überhub bringt allerdings den
Nachteil mit sich, dass es im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall zu Druckverlusten innerhalb der durch einen solchen Überhub hindurchgeführten Trocknungsluft kommt. Um derartige Druckverluste zu minimieren, ist es aus dem Stand der Technik bekannt,
Luftleitrippen vorzusehen, die in Kanaldurchströmungsrichtung verlaufend ausgerichtet sind. Dabei ist der Kanal mit derartigen Luftleitrippen im Bereich seiner Kanalumlenkung ausgerüstet. Derartige Luftleitrippen sind beispielsweise aus der schon eingangs genannten DE 10 2008 039 898 A1 bekannt.
Obgleich sich die aus dem Stand der Technik vorbekannte Konstruktion im alltäglichen
Praxiseinsatz bewährt hat, besteht Verbesserungsbedarf. Es ist insbesondere angestrebt, den mit einem notwendigerweise vorzusehenden Überhub einhergehenden Druckverlust in der durch den Überhub hindurchgeführten Luftströmung noch weiter zu minimieren. Es ist deshalb die Aufgabe der Erfindung, eine Trocknungseinrichtung der eingangs genannten
Art konstruktiv dahingehend weiterzuentwickeln, dass im bestimmungsgemäßen
Verwendungsfall eine Luftströmung durch die Kanäle der Trocknungseinrichtung hindurch gestattet ist, die einem möglichst geringen Druckverlust unterliegt, und dies bei einer gleichzeitig möglichst vergleichmäßigten Strömung.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine Trocknungseinrichtung der eingangs genannten Art vorgeschlagen, die sich dadurch auszeichnet, dass die
Luftleitrippen jeweils teilkreisförmig ausgebildet und konzentrisch angeordnet sind.
Die mit der Erfindung vorgesehene symmetrische Ausgestaltung der Luftleitrippen vermeidet eine abrupte Umlenkung der Luftströmung im Bereich des Überhubs, d. h. in dem Bereich der teilkreisförmig ausgebildeten Kanalumlenkung. Die Luftleitrippen sind teilkreisförmig ausgebildet und damit hinsichtlich ihrer geometrischen Ausgestaltung an die teilkreisförmig ausgebildete Kanalumlenkung angepasst. Dabei sind die Luftleitrippen konzentrisch angeordnet, mithin symmetrisch um einen gemeinsamen Mittelpunkt.
Abrupte Strömungsumlenkungen sind insbesondere deshalb kritisch, weil es hierdurch zu einer massiven Ablösung der Strömung kommt, was einen hohen Druckverlust zur Folge hat. Im Ergebnis kann deshalb auch nur ein vergleichsweise geringer Volumenstrom realisiert werden. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung schafft hier Abhilfe, da infolge der nach der Erfindung vorgesehenen Ausgestaltung der Luftleitrippen eine abrupte
Strömungsumlenkung vermieden ist.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Luftleitrippen halbkreisfôrmig ausgebildet sind. Diese Ausgestaltung ist insbesondere dann bevorzugt, wenn der Kanal einen Überhub mit einer halbkreisförmig ausgebildeten Kanalumlenkung aufweist. Dabei ist eine solche halbkreisförmig ausgestaltete Kanalumlenkung insbesondere hinsichtlich eines optimierten Schutzes vor ungewollt eindringendem Wasser bevorzugt. Die Luftleitrippen sind in diesem Fall in ihrer geometrischen Ausgestaltung an die Kanalumlenkung angepasst, sodass eine optimierte Umlenkung der Strömung stattfinden kann, d. h. mit möglichst geringem Druckverlust und dies bei gleichzeitiger
Erzielung einer möglichst gleichmäßigen Strömung.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Radialabstände zwischen benachbarten Luftleitrippen unterschiedlich groß ausgebildet sind. Es wird ı5 demnach vorgeschlagen, dass ein erster Radialabstand zwischen zwei benachbarten
Luftleitrippen unterschiedlich zu einem Radialabstand zwischen zwei anderen benachbarten Luftleitrippen bemessen ist. Die Luftleitrippen sind mithin in ihrer radialen
Abstandshaltung nicht äquidistant ausgebildet.
Die Kanäle der Trocknungseinrichtung sind mangels des von einem Gehäuse einer
Geschirrspülmaschine bereitgestellten Einbauraums vergleichsweise flach ausgebildet.
Bei engen Kanalumlenkungen in vergleichsweise flachen Kanälen können zur
Strömungsumlenkung entweder vergleichsweise viele äquidistant angeordnete
Luftleitrippen zum Einsatz kommen, sodass die Strömung nach der Umlenkung vergleichmäßigt ist, wobei sich allerdings ein recht hoher Druckverlust einstellt. Oder es kommen stattdessen deutlich weniger Luftleitrippen zum Einsatz, wodurch der
Druckverlust verringert ist, es aber zu deutlich höheren Ablöseeffekten kommt. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung schafft hier Abhilfe, da in Abkehr zum Stand der Technik die Luftleitrippen nicht mehr einen äquidistanten Radialabstand zueinander aufweisen, sondern einen solchen, der zwischen zwei benachbarten Luftleitrippen unterschiedlich ausfällt.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die
Radialabstände mit wachsendem Abstand der Luftleitrippen vom gemeinsamen
Mittelpunkt zunehmen. Die Luftleitrippen weisen mithin einen ausgehend vom Mittelpunkt nach außen hin anwachsenden Abstand zwischen sich auf. Hierdurch wird einerseits eine geringe Turbulenz im Nachlauf der Umlenkung erreicht sowie andererseits der nicht zu 5 vermeidende Druckverlust minimal gehalten. Durch die erfindungsgemäße
Abstandsausgestaltung zwischen den einzelnen Luftleitrippen findet im inneren Bereich der Umlenkung, in dem die Luftströmung die höchsten Kräfte erfährt, eine vergleichsweise enge Luftführung statt, wohingegen in den äußeren Bereichen, in denen die auf die
Strömung einwirkenden Kräfte abnehmen, eine weniger enge Luftführung stattfindet.
Hierdurch kommt eine Druckverluste verursachende Oberfläche nur dort zum Einsatz, wo ihre Vorteile die damit einhergehenden Nachteile überkompensiert. Zudem werden im äußeren Bereich, in welchem die Luftleitrippen eine größere Oberfläche aufweisen, eben diese weniger eingesetzt. Dies trägt zu einem minimalen Druckverlust bei.
Im Ergebnis kann bei einer möglichst gleichmäßigen Strömung ein weitestgehend
Verringerter Druckverlust erzielt werden.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass der Wachstumsfaktor
S des zunehmenden Radialabstandes ein Wert zwischen 1,4 und 2,2 aufweist.
Der Wachstumsfaktor S des zunehmenden Radialabstandes der Luftleitrippen zueinander ist für den optimierten Kompromiss zwischen Strômungsführung und Druckverlust von entscheidender Bedeutung. Wie Untersuchungen der Anmelderin ergeben haben, liegt dieser Wachstumsfaktor S bevorzugterweise im Bereich zwischen 1,4 und 2,2.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass der Wachstumsfaktor
S mit folgender Gleichung beschrieben werden kann: on = 71, X NX S” mit
T1! Umlenkungsradius der ersten Luftleitrippe und 2x: Umlenkungsradius der der ersten Luftleitrippe in Radialrichtung nachfolgenden
Luftleitrippen, wobei n=n+f mit
To: Umlenkungsradius und
B: Wert im Bereich zwischen 2mm und 12mm.
Der Radius der in radialer Richtung ersten Luftleitrippe ist von dem Umlenkungsradius r9 abhängig. Bevorzugterweise beträgt der Abstand 8 zwischen Umlenkungsradius 74 und
Radius 7, der ersten Luftleitrippe zwischen 2 mm und 12 mm. 11 Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass an einer Luftleitrippe durchstrômungsabgewandt eine Nachlaufrippe angeordnet ist. Diese trägt ergänzend dazu bei, die Ausbildung von Ablôseblasen zu reduzieren. Dabei ist es im Besonderen bevorzugt, dass eine Nachlaufrippe geradlinig verlaufend ausgebildet ist und die zugehôrige Luftleitrippe tangential weiterführt.
In Kombination mit den nicht äquidistanten Abständen zwischen den einzelnen
Luftleitrippen kann durch die Rippenweiterführung durch Nachlaufrippen in synergetischer
Weise der Skalierungsfaktor weiter erhöht werden, was es gestattet, die Anzahl der insgesamt vorzusehenden Luftleitrippen zu reduzieren. Durch diese Maßnahme wird nicht nur der Druckverlust weiter reduziert, sondern es findet auch eine deutliche
VergleichmäRigung des Nachströmbereichs statt. Allerdings dürfen die Nachlaufrippen nicht zu lang ausgestaltet sein, um die zusätzlich überstrômte Oberfläche möglichst gering zu halten. Vorzugsweise weist eine Nachlaufrippe eine Längserstreckung im Bereich von 2 mm bis 20 mm auf.
Dabei ist es bevorzugt, dass die Nachlaufrippen eine unterschiedliche Längserstreckung aufweisen. In diesem Zusammenhang ist es ferner bevorzugt, dass die luftleitrippenentfernten Abschlusskanten der Nachlaufrippen auf einer gemeinsamen
Gerade liegen. Hierdurch findet eine Optimierung der schon vorbeschriebenen
Strömungsverhältnisse mit dem Ergebnis statt, dass ein möglichst geringer Druckverlust bei gleichzeitiger Vergleichmäßigung der Nachlaufströmung erreicht ist. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung führt mithin zu einer deutlichen Harmonisierung der s Strömung hinter der Umlenkung, und dies bei einer gleichzeitigen Reduzierung des
Druckverlustes, womit die beiden an sich widerstreitenden Interessen optimiert sind.
Diese Strömungsoptimierung führt in vorteilhafter Weise dazu, dass für eine Erreichung des für eine ordnungsgemäße Trocknung benötigten Volumenstroms leistungsschwächere
Trocknungsgebläse eingesetzt werden können. Dies ist nicht nur aus energetischen
Gründen von Vorteil, insbesondere kann hierdurch eine verringerte Lärmbelästigung während eines bestimmungsgemäßen Gebläsebetriebs erreicht werden. Die akustische
Belastung der eine Geschirrspülmaschine umgebende Atmosphäre kann so deutlich verringert werden, was verwenderseitig vorteilhaft gewertet wird.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen
Fig. 1 in schematischer Perspektivansicht eine erfindungsgemäße
Geschirrspülmaschine;
Fig. 2 in einer schematischen Seitenansicht die Geschirrspülmaschine nach Fig. 1 und
Fig. 3 in einer schematischen Seitenansicht ausschnittsweise die
Trocknungseinrichtung der Geschirrspülmaschine nach den Fig. 1 und 2.
Fig. 1 zeigt in schematischer Perspektivansicht eine erfindungsgemäße
Geschirrspülmaschine 1.
Die Geschirrspülmaschine 1 verfügt in an sich bekannter Weise über einen einen
Spülraum 3 bereitstellenden Spülbehälter 2, der im bestimmungsgemäßen
Verwendungsfall der Aufnahme von zu reinigendem Spülgut dient.
Zwecks Heißlufttrocknung von im Spülbehälter 2 befindlichem Spülgut verfügt die
Geschirrspülmaschine 1 über eine Trocknungseinrichtung 9.
Wie sich aus einer Zusammenschau insbesondere der Fig. 1 und 2 ergibt, weist die
Trocknungseinrichtung 9 für die Führung von Trocknungsluft einen Ansaugkanal 10 einerseits und einen Auslasskanal 12 andererseits auf. Ferner verfügt die
Trocknungseinrichtung 9 über ein Gebläse 14, an das luftansaugseitig der Ansaugkanal 10 und luftauslassseitig der Auslasskanal 12 strömungstechnisch angeschlossen sind.
Das Gebläse 14 der Trocknungseinrichtung 9 ist im Sockelbereich 18 der
Geschirrspülmaschine 1 angeordnet, d. h. in Höhenrichtung 8 unterhalb des Spülbehälters 2. Die beiden Kanäle, d. h. der Ansaugkanal 10 und der Auslasskanal 12 sind außenseitig des Spülbehälters 2 an einer Spülbehälterseitenwand 4 des Spülbehälters 2 angeordnet.
Wie sich insbesondere aus der Darstellung nach Fig. 1 ergibt, verfügt der Spülbehälter 2 über zwei Spülbehälterseitenwände 4, ein Deckenteil 5, ein Bodenteil 6 und eine
Rückwand 16. Der Rückwand 16 gegenüberliegend ist eine Beschickungsöffnung 7 vorgesehen, durch die hindurch im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall eine
Beschickung des Spülbehälters 2 mit Spülgut stattfinden kann.
Wie sich des Weiteren aus einer Zusammenschau der Fig. 1 und 2 ergibt, stellt der
Ansaugkanal 10 der Trocknungseinrichtung 9 eine Luftansaugöffnung 11 bereit.
Dementsprechend verfügt der Auslasskanal 12 über eine Luftauslassöffnung 13. Beide
Öffnungen, d. h. die Luftansaugöffnung 11 sowie die Luftauslassöffnung 13 münden beide jeweils in den Spülraum 3 ein. Dementsprechend kann im bestimmungsgemäfBen
Verwendungsfall eine Luftströmung stattfinden, wie dies die in Fig. 2 eingezeichneten
Pfeile 17 erkennen lassen, die mithin die Durchströmungsrichtung wiedergeben.
In Entsprechung der Darstellung nach Fig. 2 findet im bestimmungsgemäRen
Verwendungsfall der Trocknungseinrichtung 9 ein Umluftbetrieb statt. Das Gebläse 14 saugt über die Luftansaugöffnung 11 Trocknungsluft aus dem Spülraum 3 an. Diese
Trocknungsluft gelangt über den Ansaugkanal 10 und durch das Gebläse 14 hindurch zum
Auslasskanal 12. In den Auslasskanal 12 ist eine Heizeinrichtung 15 integriert, mittels welcher die den Auslasskanal 12 passierende Trocknungsluft aufgeheizt wird. Die aufgeheizte Trocknungsluft verlässt die Trocknungseinrichtung 9 über die vom
Auslasskanal 12 bereitgestellte Auslassöffnung 13, wobei sie in den Spülraum 3 zurückgeführt wird.
Wie die Fig. 1 bis 3 im Übrigen erkennen lassen, weisen sowohl der Ansaugkanal 10 als auch der Auslasskanal 12 jeweils einen Überhub 19 bzw. 21 auf, und zwar jeweils mit einer teilkreisförmig ausgebildeten Kanalumlenkung 20 bzw. 22.
Die Überhübe 19 bzw. 21 dienen jeweils dazu, etwaiges über die jeweils zugehörige s Öffnung 11 bzw. 13 in einen Kanal 10 bzw. 12 eindringendes Wasser davor zurückzuhalten, bis zum Gebläse 14 zu strömen. Denn etwaiges über die Öffnungen 11 bzw. 13 in die Kanäle 10 bzw. 12 eingeschleustes Wasser kann dank des jeweiligen
Überhubs 19 bzw. 21, d. h. dank der jeweils vorgesehen Kanalumlenkung 20 bzw. 22 entgegen der einwirkenden Schwerkraft nicht nach oben abwandern, sondern wird vielmehr unter Einwirkung der Schwerkraft durch die jeweils zugehörige Öffnung 11 bzw. 13 zurück in den Spülraum 3 geführt.
Diese zum Schutz insbesondere des Gebläses 14 vor einem ungewollten Wassereintrag vorgesehenen Überhübe 19 bzw. 21 bringen aber hinsichtlich der von der
Trocknungseinrichtung 9 durch die Kanäle 10 und 12 hindurch zu führenden ı5 Trocknungsluft den Nachteil mit sich, dass es hinsichtlich der Luftströmung im Bereich der
Kanalumlenkungen 20 bzw. 22 zu nicht vermeidbaren Druckverlusten und einer ungleichmäßigen Strömung kommt. Dies insbesondere auch deshalb, weil die Kanäle 10 bzw. 12 bauraumbedingt vergleichsweise flach ausgeführt sind, wie dies insbesondere die
Darstellung nach Fig. 1 erkennen lässt. Der sich infolge der Kanalumlenkungen 20 und 22
Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall ergebende Druckverlust führt zu einem verringerten Volumenstrom. Um den für eine bestimmungsgemäße Trocknung vorzusehenden Volumenstrom aufbauen zu können, bedarf es deshalb eines entsprechend leistungsstarken Gebläses 14. Dies führt im bestimmungsgemäßen
Verwendungsfall zu einer nicht unerheblichen Geräuschbelastung, was verwenderseitig als nachteilig empfunden wird.
Eine der wichtigsten Zielgrößen für Strömungsbauteile im Allgemeinen ist der
Druckverlust. Neben der Bauteilgröße und der Strömungsgeschwindigkeit sind vor allem
Umlenkungen eine wesentliche Ursache für Druckverlust. Dabei sind vor allem sehr abrupte Umlenkungen kritisch, da es hier zu einer massiven Ablösung der Strömung kommt. Hoher Druckverlust hat zur Folge, dass nur ein geringer Volumenstrom realisierbar ist oder, dass ein leistungsstärkeres und damit auch geräuschlauteres Gebläse verwendet werden muss.
Diese Problematik stellt sich insbesondere auch mit Bezug auf Trocknungseinrichtungen bei Geschirrspülmaschinen. Denn der geringe und oft nur sehr flache zur Verfügung stehende Bauraum im Gehäuse einer Geschirrspülmaschine ist für einen hohen
Volumenstrom kontraproduktiv. Erschwerend kommt hinzu, dass das im Betriebsfall s entstehende Gebläsegeräusch mit kleiner werdenden Gebläse sehr stark zunimmt. Dabei ist gerade die Geräuschemission eine wichtige Zielgröße bei der Entwicklung von
Geschirrspülmaschinen. Dieser Zielgröße dient auch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung. Danach sind — wie insbesondere die Darstellung nach Fig. 3 erkennen lässt — Luftleitrippen 23, 24, 25, 26, 27 vorgesehen, die jeweils teilkreisförmig ausgebildet 10 Sind. Dabei stellen der Ansaugkanal 10 die Luftleitrippen 23 und 24 und der Auslasskanal 12 die Luftleitrippen 25, 26 und 27 bereit. Die Luftleitrippen 23 und 24 des Ansaugkanals 10 sind ebenso wie die Luftleitrippen 25, 26 und 27 des Auslasskanals 12 jeweils konzentrisch angeordnet.
Wie Fig. 3 ferner erkennen lässt, sind die Luftleitrippen 23, 24, 25, 26, 27 in Entsprechung der jeweiligen Kanalumlenkung 20 bzw. 22 jeweils halbkreisförmig ausgebildet.
Wie sich aus der Darstellung nach Fig. 3 ferner ergibt, sind die Radialabstände zwischen benachbarten Leitrippen unterschiedlich groß ausgebildet, wobei die Radialabstände mit wachsendem Abstand der Luftleitrippen 23, 24, 25, 26, 27 vom jeweils gemeinsamen
Mittelpunkt zunehmen. Die Luftleitrippen 23, 24, 25, 26, 27 sind mithin nicht äquidistant voneinander beabstandet, sondern der jeweils zwischen zwei benachbarten Luftleitrippen bestehende Abstand nimmt mit radialer Entfernung vom jeweils zugeordneten Mittelpunkt zu. Durch diese Ausgestaltung ist insgesamt erreicht, dass bei einem gleichzeitig minimalen Druckverlust eine vergleichmäßigte Nachlaufströmung sichergestellt ist.
Der Wachstumsfaktor S des zunehmenden Radialabstandes der Luftleitrippen zueinander
Ist dabei entscheidend für einen optimierten Kompromiss aus Strömungsführung und
Druckverlust. Vorzugsweise weist der Wachstumsfaktor S einen Wert zwischen 1,4 und 2,2 auf und kann mit folgender Gleichung beschrieben werden:
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass der Wachstumsfaktor
S mit folgender Gleichung beschrieben werden kann:
Yan = 71, X NX S”
mit
T1! Umlenkungsradius der ersten Luftleitrippe und 2x: Umlenkungsradius der der ersten Luftleitrippe in Radialrichtung nachfolgenden
Luftleitrippen, wobei n=1n+ß mit
To: Umlenkungsradius und
B: Wert im Bereich zwischen 2mm und 12mm.
Dabei ist der Radius der inneren Umlenkung von dem Umlenkungsradius 7, abhängig.
Vorzugsweise ist der erste Abstand 6 2 mm bis 12 mm groß.
Eine weitere konstruktive Verbesserung der konzentrisch angeordneten Leitrippen ergibt sich durch Nachlaufrippen 28, 29, 30, 31, 32, wobei an einer Luftleitrippe 23, 24, 25, 26, 27 jeweils durchstromungsabgewandt eine Nachlaufrippe 28, 29, 30, 31, 32 angeordnet ist, wie dies ebenfalls Fig. 3 erkennen lässt.
Eine Nachlaufrippe 28, 29, 30, 31, 32 ist geradlinig verlaufend ausgebildet und führt die zugehörige Luftleitrippe tangential weiter. Wie dies die Darstellung nach Fig. 3 erkennen lässt, ist die Nachlaufrippe 28 der Luftleitrippe 23, die Nachlaufrippe 29 der Luftleitrippe 24, die Nachlaufrippe 30 der Luftleitrippe 25, die Nachlaufrippe 31 der Luftleitrippe 26 und die
Nachlaufrippe 32 der Luftleitrippe 27 zugeordnet. Dabei sind die Nachlaufrippen 28, 29, 30, 31, 32 unterschiedlich hinsichtlich ihrer Längserstreckung ausgebildet, wobei die
Nachlaufrippen 28 und 29 bzw. 30, 31, 32 eines Kanals 10 bzw. 11 mit ihren luftleitrippenentfernten Abschlusskanten auf einer gemeinsamen Gerade 33 bzw. 34 liegen. Der schon vorbeschriebene Effekt einer vergleichmäßigten Nachlaufströmung bei gleichzeitig minimiertem Druckverlust wird hierdurch ergänzend verstärkt.
Bezugszeichen 1 Geschirrspülmaschine 21 Überhub 2 Spülbehälter 22 Kanalumlenkung 3 Spülraum 23 Luftleitrippe 4 Spülbehälterseitenwand 25 24 Luftleitrippe
5 Deckenteil 25 Luftleitrippe 6 Bodenteil 26 Luftleitrippe 7 Beschickungsöffnung 27 Luftleitrippe 8 Höhenrichtung 28 Nachlaufrippe
9 Trocknungseinrichtung 30 29 Nachlaufrippe 10 Ansaugkanal 30 Nachlaufrippe 11 Luftansaugôffnung 31 Nachlaufrippe 12 Auslasskanal 32 Nachlaufrippe 13 Luftauslassôffnung 33 Gerade
14 Gebläse 35 34 Gerade 15 Heizeinrichtung 16 Rückwand r Umlenkungsradius 17 Pfeil (Durchströmungsrichtung) S Wachstumsfaktor 18 _ Sockelbereich B Abstand
19 Überhub n Anzahl 20 Kanalumlenkung
Claims (11)
1. Trocknungseinrichtung, insbesondere Umlufttrocknungseinrichtung, für eine Geschirrspülmaschine, mit einem eine Luftansaugöffnung (11) bereitstellenden Ansaugkanal (10), einem eine Luftauslassöffnung (13) bereitstellenden Auslasskanal (12) und einem Gebläse (14), an das luftansaugseitig der Ansaugkanal (10) und luftauslassseitig der Auslasskanal (12) strömungstechnisch angeschlossen sind, wobei der Ansaugkanal (10) und/oder der Auslasskanal (12) einen Überhub (19, 21) in der Ausgestaltung einer teilkreisförmig ausgebildeten Kanalumlenkung (20, 22) aufweisen, wobei ein Kanal (10, 12) im Bereich seiner Kanalumlenkung (20, 22) mit in Kanaldurchströmungsrichtung (17) verlaufenden Luftleitrippen (23, 24, 25, 26, 27) ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleitrippen (23, 24, 25, 26, 27) Jeweils teilkreisförmig ausgebildet und konzentrisch angeordnet sind.
2. Trocknungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleitrippen (23, 24, 25, 26, 27) halbkreisförmig ausgebildet sind.
3. Trocknungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Radialabstände zwischen benachbarten Luftleitrippen (23, 24, 25, 26, 27) unterschiedlich groß ausgebildet sind.
4. Trocknungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Radialabstände mit wachsendem Abstand der Luftleitrippen (23, 24, 25, 26, 27) vom gemeinsamen Mittelpunkt zunehmen.
5. Trocknungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Wachstumsfaktor S des zunehmenden Radialabstandes einen Wert zwischen 1,4 und 2,2 aufweist. 6 Trocknungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Wachstumsfaktor S aus on = 71, X NX S”
mit T1! Umlenkungsradius der ersten Luftleitrippe und Tan; Umlenkungsradius der der ersten Luftleitrippe in Radialrichtung nachfolgenden Luftleitrippen, ergibt, wobei n=n+f mit To: Umlenkungsradius und B: Wert im Bereich zwischen 2mm und 12mm.
7. Trocknungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprûche, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Luftleitrippe (23, 24, 25, 26, 27) durchstrômungsabgewandt eine Nachlaufrippe (28, 29, 30, 31, 32) angeordnet ist.
8. Trocknungseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Nachlaufrippe (28, 29, 30, 31, 32) geradlinig verlaufend ausgebildet ist und die zugehôrige Luftleitrippe (23, 24, 25, 26, 27) tangential verlängert.
9. Trocknungseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachlaufrippen (28, 29, 30, 31, 32) eine unterschiedliche Längserstreckung aufweisen.
10. Trocknungseinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die luftleitrippenentfernten Abschlusskanten der Nachlaufrippen (28, 29, 30, 31, 32) auf einer gemeinsamen Geraden (33, 34) liegen.
11. Geschirrspülmaschine mit einer Trocknungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE20245122A BE1032425B1 (de) | 2024-03-01 | 2024-03-01 | Trocknungseinrichtung, insbesondere Umlufttrocknungseinrichtung |
| EP25155729.4A EP4609778A1 (de) | 2024-03-01 | 2025-02-04 | Trocknungseinrichtung, insbesondere umlufttrocknungseinrichtung |
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| EP1097669A2 (de) * | 1999-11-02 | 2001-05-09 | CANDY S.p.A. | Kammer zum Kondensieren von Dampf in einer Geschirrspülmaschine |
| DE102008039898A1 (de) * | 2008-08-27 | 2010-03-04 | BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH | Geschirrspülmaschine mit Sorptionstrockenvorrichtung |
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