BE1032706A1 - Schachtofen und Verfahren zum Brennen von karbonathaltigem Material in einem Schachtofen - Google Patents

Schachtofen und Verfahren zum Brennen von karbonathaltigem Material in einem Schachtofen

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BE1032706A1
BE1032706A1 BE20245373A BE202405373A BE1032706A1 BE 1032706 A1 BE1032706 A1 BE 1032706A1 BE 20245373 A BE20245373 A BE 20245373A BE 202405373 A BE202405373 A BE 202405373A BE 1032706 A1 BE1032706 A1 BE 1032706A1
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Patrick Bucher
Roger Wallimann
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Maerz Ofenbau
Thyssenkrupp Ag
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Abstract

Die Erfindung umfasst einen Schachtofen (1) zum Brennen von insbesondere karbonathaltigem Material mit einem Schacht (2), aufweisend in Strömungsrichtung des Materials einen Materialeinlass (3), eine Vorwärmzone (21) zum Vorwärmen des Materials, eine Brennzone (20) zum Brennen des Materials, eine Kühlzone (22) zum Kühlen des gebrannten Materials, und einen Materialauslass (40) zum Auslassen des Materials aus dem Schachtofen (1), wobei der Schachtofen (1) einen Abgasauslass (19) zum Auslassen von Abgas aus der Vorwärmzone eines Schachts (2) aufweist, wobei der Schacht (2) einen Innenzylinder (58) aufweist, der sich zentral durch den Schacht (2) erstreckt und mit einer Kühlgasleitung gastechnisch verbunden ist, sodass Kühlgas in den Innenzylinder (58) strömt und wobei der Innenzylinder (58) gastechnisch von dem mit Material gefüllten Bereich des Schachts (2) getrennt angeordnet ist.

Description

Schachtofen und Verfahren zum Brennen von karbonathaltigem Material in einem
Schachtofen
Die Erfindung betrifft einen Schachtofen mit mindestens einem Schacht und Verfahren zum Brennen von Kalkstein oder anderen Karbonaten, mit einem Schachtofen, der wenigstens eine Brennzone und eine Kühlzone aufweist.
Aus der CH 378 217 A ist ein Schachtofen zum kontinuierlichen Brennen von mineralischen Werkstoffen mit einer Brennzone und einer Kühlzone bekannt.
In der Kalkindustrie werden derzeit Kalkschachtöfen mit einer hohen Durchsatzleistung von mindestens 400 bis 800t/d gefordert. Des Weiteren ist Kalk mit einer hohen
Reaktivität gewünscht, wobei gleichzeitig das entstehende Abgas eine hohe CO:-
Konzentration aufweisen soll, um eine anschließende kostengünstige CO2-Abscheidung und -Speicherung zu ermöglichen. Ein weiteres globales Ziel ist es, die CO2- Emissionen insgesamt zu verringern. Bekannte Kalköfen sind derzeit wartungsintensiv und erfordern zusätzlich hohe Herstellungskosten.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Schachtofen und ein
Verfahren zum Brennen und/oder Kalzinieren von Karbonatgestein anzugeben, wobei der Schachtofen kostengünstig herstellbar ist und eine geringe Wartungsintensität erfordert.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Schachtofen mit den Merkmalen des unabhängigen Vorrichtungsanspruchs 1 und durch ein Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen Verfahrensanspruchs 14 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Der Schachtofen zum Brennen von insbesondere karbonathaltigem Material umfasst nach einem ersten Aspekt einen Schacht aufweisend in Strömungsrichtung des Materials einen Materialeinlass, eine Vorwärmzone zum Vorwärmen des Materials, eine
Brennzone zum Brennen des Materials, eine Kühlzone zum Kühlen des gebrannten
Materials, und einen Materialauslass zum Auslassen des Materials aus dem
Schachtofen. Der Schachtofen weist einen Abgasauslass zum Auslassen von Abgas aus der Vorwärmzone eines Schachts auf. Der Schacht weist einen Innenzylinder auf, der sich zentral durch den Schacht erstreckt und mit einer Kühlgasleitung gastechnisch verbunden ist, sodass Kühlgas in den Innenzylinder strömt, wobei der Innenzylinder, vorzugsweise vollständig, gastechnisch von dem Prozessraum, insbesondere dem mit
Material gefüllten Bereich des Schachts, getrennt angeordnet ist. Die Kühlgasleitung ist vorzugsweise mit einer Kühlgasquelle, wie beispielsweise der Umgebungsluft, und insbesondere mit einem Ventilator verbunden. Der mit Material gefüllte Prozessraum weist vorzugsweise eine ringförmige, insbesondere kreisringförmige, Querschnittsfläche auf und ist vorzugsweise als Ringschacht ausgebildet. Der Innenzylinder ist vorzugsweise gastechnisch von dem Ringschachtbereich des Schachts getrennt, sodass kein Prozessgas in den Innenzylinder strömt. Unter Prozessgas ist das zur
Kalkherstellung verwendete Gas zu verstehen, das im Inneren des Ringraums,
Insbesondere im Lückenvolumen des Brenngutes strömt und mit dem Brenngut zur
Herstellung von Kalk thermisch und chemisch interagiert. Der Innenraum des
Innenzylinders ist vorzugsweise ausschließlich mit Kühlgas gefüllt.
Der Kühlluft führende Innenzylinder bietet den Vorteil einer effizienten Kühlung des
Innenzylinders, wobei ein gleichmäßig erwärmbarer Ringschachtbereich erzeugt wird, der mit Material gefüllt ist und die Herstellung eines Kalks mit konstant, hoher Qualität ermöglicht. Zusätzlich erfordert ein ausschließlich mit Kühlluft gefüllter Innenzylinder, der gastechnisch von dem Prozessraum getrennt ist, nur einen vergleichsweise geringen
Wartungsaufwand, da der Innenzylinder nicht von Staubpartikeln verschmutzt wird und wenig bis keine Materialanbackungen im Inneren des Innenzylinders erfolgen.
Bei dem Schachtofen handelt es sich beispielsweise um einen Schachtofen mit nur einem
Schacht. Bei dem zu brennenden Material handelt es sich beispielsweise um Kalkstein oder Dolomitstein insbesondere mit einer Korngröße von 10 bis 200mm, vorzugsweise von 15 bis 120mm, höchstvorzugsweise 20 bis 100mm. Das Abgas weist vorzugsweise einen CO2-Anteil von 25%, optional mindestens 35% bis 45%, vorzugsweise mindestens 90%, optimalerweise mehr als 95% auf, beispielsweise bezogen auf trockenes Gas.
Der Materialeinass ist insbesondere an dem oberen Ende des Schachtes angeordnet. In
Strömungsrichtung des Materials vor der Brennzone ist die Vorwärmzone zum
Vorwärmen des Materials angeordnet. Die Vorwärmzone schließt sich vorzugsweise direkt an einen Materialeinlass des Materials in den Schachtofen an und dient der
Vorwärmung des Materials auf eine Temperatur von etwa 600°C bis 800°C. Die
Brennzone schließt sich vorzugsweise direkt an die Vorwärmzone an und dient dem
Brennen, insbesondere Kalzinieren, des Materials, wobei dieses vorzugsweise auf eine
Temperatur von etwa 900°C bis 1700°C, insbesondere maximal 1200°C, erhitzt wird. Die
Kühlzone schließt sich vorzugsweise direkt an die Brennzone an und dient der Kühlung des gebrannten Materials auf eine Temperatur von beispielsweise 100 °C. Optional ist zwischen der Kühlzone und der Brennzone eine Gastrennzone angeordnet, in der größtenteils Brenngase der Brennzone und kein oder nur ein sehr geringer Anteil an
Kühlgas der Kühlzone strömt. Der Materialauslass ist beispielsweise in einem sich an die
Kühlzone anschließenden Auslasstrichter angeordnet, wobei der Materialauslass beispielsweise einen Drehteller oder Schubtische aufweist zum Austragen von Material aus der Kühlzone in den Auslasstrichter. Das Kühlgas, insbesondere Kühlluft, wird vorzugsweise über einen Kühllufteinlass in die Kühlzone des Schachtofens eingeblasen.
Der Materialeinlass und/ oder der Materialauslass ist/sind insbesondere als Schleuse zum Einlassen und/ oder Auslassen von Material in den Schachtofen ausgebildet. Ein als
Schleuse ausgebildeter Materialeinlass ist vorzugsweise derart ausgestaltet, dass lediglich das zu brennende Rohmaterial in den Schacht gelangt, nicht aber die
Umgebungsluft. Vorzugsweise ist die Schleuse derart ausgebildet, dass sie den Schacht luftdicht gegen die Umgebung abdichtet und einen Eintritt von Feststoffen, wie das zu brennende Gut, in den Schacht erlaubt.
An den in der Vorwärmzone angeordneten Abgasauslass schließt sich vorzugsweise eine
Abgasauslassleitung an zum Leiten des aus dem Schacht, insbesondere der
VWVorwärmzone, abgezogenen Abgases. Das aus der Vorwärmzone über den
Abgasauslass abgeführte Abgas weist vorzugsweise eine Temperatur von etwa 100°C bis 400°C auf. Die Abgasauslassleitung weist beispielsweise in Strömungsrichtung des
Abgases im Anschluss an den Abgasauslass einen Verdichter, insbesondere einen
Ventilator, und einen Abgasfilter auf. Vorzugsweise schließt sich in Strömungsrichtung eine Kühleinrichtung, wie beispielsweise ein Wärmetauscher mit einer Wasserkühlung, an. Die Kühleinrichtung kühlt das Abgas vorzugsweise auf eine Temperatur von 30°C.
Vorzugsweise wird ein Teilstrom des Abgases ausgeschleust und ein weiterer Teilstrom vorzugsweise über zumindest einen weiteren Ventilator oder Verdichter und einer
Abgasleitung der Brennzone zugeführt.
Beispielsweise wird das über den Abgasauslass aus der Vorwärmzone des Schachts ausgelassene Abgas zumindest teilweise mittels des Heißgaserzeugers oder eines
Wärmetauschers erhitzt und in die Brennzone geleitet. Beispielsweise wird das Abgas der Vorwärmzone teilweise aus dem Schachtofen abgeführt oder der Brennzone zugeführt. Das Zuführen von Abgas zu dem Heißgaserzeuger oder der Brennzone bietet eine energieeffiziente Möglichkeit der Abgasnutzung.
Das Abgas weist beispielsweise einen CO2- Gehalt von mindestens 90Vol%, insbesondere mindestens 95Vol% bis vorzugsweise 99Vol% oder 100Vol% auf. Dies ermöglicht eine anschließende kostengünstige Verflüssigung und Speicherung des CO»- reichen Abgases. Vorzugweise wird lediglich ein Teil des Abgases, beispielsweise etwa 20% bis 80%, insbesondere 50% der Brennzone wieder zugeführt, wobei der übrige Teil des Abgases aus dem Schachtofen abgeführt und beispielsweise für eine anschließenden Sequestierung in einem Speicher gespeichert wird.
Gemäß einer ersten Ausführungsform erstreckt sich der Innenzylinder von der Kühlzone durch die Brennzone in die Vorwärmzone. Vorzugsweise ist der Innenzylinder als materialfreier Raum ausgebildet. Vorzugsweise weist der Innenzylinder einen konstanten
Querschnitt auf. Der Innenzylinder ist insbesondere koaxial zu der Schachtwand angeordnet.
Der Innenzylinder weist gemäß einer weiteren Ausführungsform ein Trennmittel auf, das sich durch den Innenzylinder erstreckt und einen ersten Kühlkanal von einem zweiten
Kühlkanal trennt. Das Trennmittel ist beispielsweise als Trennwand oder als Trennrohr ausgebildet. Das Trennmittel erstreckt sich vorzugsweise vollständig in vertikaler
Richtung. Der Innenzylinder umfasst vorzugsweise den ersten und den zweiten
Kühlkanal, die sich insbesondere parallel oder koaxial zueinander in vertikaler Richtung erstrecken. Insbesondere ist das Trennmittel aus einem wärmeleitfähigen Material 5 ausgebildet, sodass ein Wärmeaustausch zwischen dem ersten Kühlkanal und dem zweiten Kühlkanal erfolgt. Der erste und der zweite Kühlkanal sind vorzugsweise derart angeordnet und ausgebildet, dass das Kühlgas innerhalb des ersten Kühlkanals im
Gegenstrom zu dem zweiten Kühlkanal strömt. Das als Trennrohr ausgebildete
Trennmittel ist vorzugsweise koaxial zu dem Innenzylinder angeordnet. Insbesondere ist ein Kühlkanal, beispielsweise der erste Kühlkanal, in dem Ringraum zwischen der Wand des Innenzylinders und der Wand des Trennrohrs ausgebildet, wobei ein weiterer
Kühlkanal, insbesondere der zweite Kühlkanal, innerhalb des Trennrohrs ausgebildet ist.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der Innenzylinder einen Kühlgaseinlass zum Einlassen von Kühlgas in den Innenzylinder auf und wobei der Kühlgaseinlass in der
Vorwärmzone oder oberhalb der Vorwärmzone oder in der Kühlzone oder unterhalb der
Kühlzone angeordnet ist. Vorzugsweise ist der Kühlgaseinlass an dem oberen oder unteren Ende des Innenzylinders angeordnet. Insbesondere ist der Kühlgaseinlass gastechnisch mit der Kühlgasleitung verbunden. Der Kühlgaseinlass ist beispielsweise als Kühlgaseinlassleitung ausgebildet, die sich insbesondere von dem Innenzylinder durch die Schachtwand erstreckt und vorzugsweise in radialer Richtung verläuft. Bei der
Kühlgaseinlassleitung handelt es sich vorzugsweise um eine gerade Rohrleitung. Die
Kühlgaseinlassleitung erstreckt sich insbesondere radial durch die Vorwärmzone oder durch den Ringschachtbereich oberhalb der Vorwärmzone hindurch. Der Innenzylinder ist insbesondere mit der Kühlgaseinlassleitung zur Leitung von Kühlgas, insbesondere
Kühlluft, derart verbunden, dass das Kühlgas in den Innenzylinder strömt. Insbesondere erstreckt sich die Kühlgaseinlassleitung durch eine Kühlgaseinlassöffnung in dem
Schacht, wobei der Kühlgaseinlass in oder oberhalb der Vorwärmzone oder in oder unterhalb der Kühlzone angeordnet ist. Die Kühlgaseinlassieitung erstreckt sich
Insbesondere von dem Innenzylinder durch die Vorwärmzone oder die Kühlzone aus dem
Schacht heraus und ist vorzugsweise gastechnisch von dem mit Material gefüllten
Ringschachtbereich des Schachts vollständig getrennt.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der Innenzylinder einen Kühlgasauslass zum Auslassen von Kühlgas aus dem Innenzylinder auf und wobei der Kühlgasauslass in der Vorwärmzone oder oberhalb der Vorwärmzone oder in der Kühlzone oder unterhalb der Kühlzone angeordnet ist. Vorzugsweise ist der Kühlgasauslass an dem oberen oder unteren Ende des Innenzylinders angeordnet. Der Kühlgasauslass ist beispielsweise als
Kühlgasauslassleitung ausgebildet, die sich insbesondere von dem Innenzylinder durch die Schachtwand erstreckt und vorzugsweise in radialer Richtung verläuft. Die
Kühlgasauslassleitung erstreckt sich insbesondere radial durch die Vorwärmzone oder durch den Ringschachtbereich oberhalb der Vorwärmzone oder durch die Kühlzone hindurch. Der Innenzylinder ist insbesondere mit der Kühlgasauslassleitung zur Leitung von Kühlgas, insbesondere Kühlluft, derart verbunden, dass das Kühlgas aus dem
Innenzylinder strömt. Insbesondere erstreckt sich die Kühlgasauslassleitung durch eine
Kühlgasauslassôffnung in dem Schacht, wobei der Kühlgasauslass in oder oberhalb der
Vorwärmzone oder in oder unterhalb der Kühlzone angeordnet ist. Die
Kühlgasauslassleitung erstreckt sich insbesondere von dem Innenzylinder durch die
Vorwärmzone oder die Kühlzone aus dem Schacht heraus und ist vorzugsweise gastechnisch von dem mit Material gefüllten Ringschachtbereich des Schachts vollständig getrennt. Eine Anordnung des Kühlgaseinlasses und des Kühlgasauslasses in oder oberhalb der Vorwärmzone oder in oder unterhalb der Kühlzone sorgt dafür, dass das Kühlgas durch den Innenzylinder von der Höhe der Vorwärmzone zu der Höhe der
Brennzone strömt und dort erwärmt wird. Anschließend strömt das Kühlgas innerhalb des
Innenzylinders durch die Kühlzone, wird wieder abgekühlt und strömt erneut durch die
Brennzone und die Vorwärmzone aus dem Innenzylinder heraus. Somit wird eine sehr effiziente Kühlung des Innenzylinders erreicht.
Das Trennmittel ist gemäß einer weiteren Ausführungsform zu dem unteren Ende oder dem oberen Ende des Innenzylinders beabstandet, sodass die Kühlkanäle, vorzugsweise ausschließlich, an dem unteren Ende oder oberen Ende des Innenzylinders gastechnisch miteinander verbunden sind. Innerhalb des Innenzylinders strömt das Kühlgas vorzugsweise in den beiden Kühlkanälen jeweils entgegengesetzt zueinander. Bei einem als Trennwand ausgebildeten Trennmittel und einem am oberen Ende des Innenzylinders angeordneten Kühlgaseinlass und Kühlgasauslass strömt das Kühlgas von oben nach unten in dem ersten Kühlkanal und von unten nach oben in dem zweiten Kühlkanal. Das
Kühlgas wird vorzugsweise innerhalb des Innenzylinders, vorzugsweise auf der Höhe der
Kühlzone oder der Vorwärmzone um vorzugsweise 180° umgelenkt, wodurch die durch die Kühlzone oder Vorwärmzone verlaufende Kühlgasleitung verlängert wird und somit eine effiziente Abkühlung des vorab aufgewärmten Kühlgases erreicht wird.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist innerhalb des Schachts zumindest ein balkenförmiges Strömungselement derart angeordnet und ausgebildet, dass unterhalb des Strömungselements ein materialfreier Raum ausgebildet ist und wobei das
Strömungselement und/ oder der materialfreie Raum jeweils mit einem jeweiligen
Gaseinlass zum Einlassen von Gas in den Schacht oder mit einem jeweiligen Gasauslass zum Auslassen von Gas aus dem Schacht gastechnisch verbunden ist. Der materialfreie
Raum dient vorzugsweise der Leitung von Gas innerhalb des Schachts zu einem
Gasauslass oder einem Gaseinlass.
Der Schachtofen weist vorzugsweise innerhalb des Schachts eine Mehrzahl von balkenförmigen Strömungselementen auf. Das zumindest eine Strömungselement erstreckt sich insbesondere durch den Prozessraum des Schachts hindurch, vorzugsweise von dem Innenzylinder in radialer Richtung nach außen zu der
Schachtwand des Schachts. Innerhalb des Innenzylinders ist kein balkenförmiges
Strömungselement angeordnet. Vorzugsweise sind die Strömungselemente gemauert, insbesondere aus feuerfestem Material ausgebildet. Das zumindest eine
Strömungselement erstreckt sich vorzugsweise vollständig und insbesondere ausschließlich durch den mit zu brennendem Material gefüllten Bereich des Schachts.
Unter balkenförmig wird eine Form verstanden, die eine im Verhältnis zu dem
Querschnitt, insbesondere dem Durchmesser, große Länge aufweist. Beispielsweise ist die Länge des balkenförmigen Strömungselements mindestens 1.5-5 mal so groß wie der
Querschnitt, insbesondere dem Durchmesser, des balkenförmigen Strömungselements.
Die Querschnittsfläche ist beispielsweise über die Länge des Strömungselements konstant oder variierend ausgebildet. Zumindest ein balkenförmiges Strömungselement innerhalb des Schachts bietet den Vorteil, dass sich im Betrieb des Schachtofens unterhalb des Strömungselements ein materialfreier Raum ausbildet, aus welchem auf einfache Art und Weise dem Schacht ein Gasstrom entnommen oder dem Schacht ein
Gasstrom zugeführt werden kann. Das Vorsehen von balkenförmigen
Strômungselementen ist vergleichsweise kostengünstig und wartungsarm.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der Schachtofen eine Heibgaskammer auf, in der eine Brennerlanze zur Verbrennung von Brennstoff angeordnet ist oder die gastechnisch mit einem Heißgaserzeuger verbunden ist und wobei die Hei8gaskammer, vorzugsweise ausschließlich, in dem materialfreien Raum außerhalb des Schachts, insbesondere außerhalb des Schachtinneren, ausgebildet ist. Die Heidgaskammer ist vorzugsweise unterhalb des Strömungselements angeordnet. Das Strömungselement erstreckt sich vorzugsweise nach außen durch zumindest eine Schachtwand hindurch in einen Bereich außerhalb des Schachtinneren. Der Schacht weist vorzugsweise vertikale
Schachtwände auf, die das Innere des Schachts abgrenzen. Der Schacht weist vorzugsweise eine in vertikaler Richtung im wesentlichen konstante Querschnittsfläche auf, die sich optional nach oben verjüngt. Insbesondere weist die Vorwärmzone und/ oder der obere Bereich der Brennzone eine geringere Querschnittsfläche als der übrige
Schachtbereich auf.
Bei dem HeiBgaserzeuger handelt es sich beispielsweise um einen elektrisch betriebenen Heillgaserzeuger, wobei das Heilgas beispielsweise mit einem Plasma erzeugt wird. Optional ist der Heibgaserzeuger mittels eines Festbrennstoffs betrieben.
Der Heillgaserzeuger ist vorzugsweise vollständig außerhalb des Schachts angeordnet.
Die in dem HeiRgaserzeuger erzeugten Heilgase werden vorzugsweise in die
HeiRgaskammer geleitet. Bei dem Brennstoff handelt es sich beispielswiese um einen gasförmigen Brennstoff, wie Erdgas oder Wasserstoff.
Zusätzlich zu den unterhalb der Strömungselemente ausgebildete materialfreien Räumen weist die Schachtwand vorzugsweise eine oder mehr nach außen weisende,
Aufweitungen des Schachtquerschnitts auf, in denen zusätzliche Heidgaskammern ausgebildet sind.
In dem Schacht sind vorzugsweise eine oder mehrere Heißgaskammerebenen angeordnet, in denen mMmaterialfreie Räume, insbesondere Heißgaskammern, vorzugsweise umfangsmäßig um die Brennzone herum angeordnet sind. Beispielsweise ist die HeiRgaskammer als Brennkammer ausgebildet, wobei innerhalb jeder
Brennkammer vorzugsweise Brennerlanzen angeordnet sind, die insbesondere mit einer
Brennstoffleitung zur Leitung von Brenngas verbunden sind. Optional sind die
HeiRgaskammern mit einem beispielsweise elektrisch betriebenen HeiBgaserzeuger gastechnisch verbunden. Beispielsweise umfasst jede Heidgaskammerebene zumindest einen oder 2 bis 8 HeiRgaserzeuger. Unter dem Begriff „materialfrei“ ist vorzugsweise „frei von Brenngut“ zu verstehen. Bei einem materialfreien Raum handelt es sich vorzugsweise um einen Raum, in dem kein zu brennendes Material vorhanden ist. Der materialfreie Raum weist insbesondere eine Mehrzahl von Gaseinlässen auf, über welche insbesondere rezirkuliertes und erhitztes Abgas in die Brennzone eingelassen wird. Optional sind zwischen den HeiRßgaskammern/Brennkammern einer
HeiRgaskammerebene zumindest eine als Seitenbrenner ausgebildete Brennerlanze vorgesehen, die sich in den Schacht, insbesondere die Brennzone, erstreckt und zur
Verbrennung von Brennstoff in dem Schacht ausgebildet ist.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der Schachtofen einen Umwälzgasauslass zum Auslassen von Gas aus der Brennzone und einen Umwälzgaseinlass zum Einlass des über den Umwälzgasauslass ausgelassenen Gases in die Brennzone auf, wobei der
Umwälzgasauslass in der Schachtwand ausgebildet ist und mit dem materialfreien Raum derart fluidtechnisch verbunden ist, dass Abgas der Brennzone, vorzugsweise direkt von dem Prozessraum, in den materialfreien Raum unterhalb des Strömungselements und vorzugsweise direkt in den Umwälzgasauslass strömt. Vorzugsweise weist der
Schachtofen zumindest einen oder eine Mehrzahl von Umwälzgasauslässen, insbesondere auf gleicher Höhe, auf, wobei jedem Umwälzgasauslass ein materialfreier
Raum zugeordnet ist, der unterhalb eines jeweiligen Strömungselements ausgebildet ist.
Der Umwälzgasauslass ist vorzugsweise gastechnisch über den jeweiligen materialfreien
Raum direkt mit dem Prozessraum verbunden. Vorzugsweise weist der Schachtofen zumindest einen oder eine Mehrzahl von Umwälzgaseinlässen auf, wobei jedem
Umwälzgaseinlass ein materialfreier Raum zugeordnet ist, der unterhalb eines jeweiligen
Strömungselements ausgebildet ist. Der Umwälzgasauslass ist vorzugsweise gastechnisch über den jeweiligen materialfreien Raum direkt mit dem Prozessraum verbunden. Die Mehrzahl von Umwälzgaseinlässen ist vorzugsweise auf gleicher Höhe angeordnet.
Der Schachtofen weist vorzugswiese eine Umwälzeinrichtung zum Umwälzen von
Umwälzgas innerhalb der Brennzone auf, wobei die Umwälzeinrichtung mit einem
Injektor gastechnisch verbunden ist, sodass das aus der Vorwärmzone abgeführte Abgas zumindest teilweise zusammen mit dem Umwälzgas in die Brennzone eingeführt wird.
Beispielsweise weist der Schachtofen eine Mehrzahl von, insbesondere zwei,
Umwälzeinrichtungen auf. Beispielsweise ist eine weitere Umwälzgaseinrichtung in dem
Schachtofen vorgesehen, die zum Umwälzen von Umwälzgas innerhalb der
Vorwärmzone oder zwischen der Vorwärmzone und der Brennzone ausgebildet und angeordnet ist.
Bei dem Umwälzgas handelt es sich vorzugsweise um Gas der Brennzone, insbesondere dem unteren, an die Kühlzone angrenzenden Bereich der Brennzone oder um Gas oder der Vorwärmzone. Das Umwälzgas besteht vorzugsweise im Wesentlichen aus CO», insbesondere, da kein Kühlgas aus der Kühlzone in die Brennzone gelangt. Es ist ebenfalls denkbar, dass das Umwälzgas aus Abgas der Brennzone und Kühlgas besteht.
Vorzugsweise weist die Brennzone in Strömungsrichtung des Materials eine
Gegenstrombrennzone und eine sich daran direkt anschließende Gleichstrombrennzone auf. Das Umwälzgas wird vorzugsweise ausschließlich der Gleichstrombrennzone entnommen und insbesondere ausschließlich der Gleichstrombrennzone wieder zugeführt. Optional wird das Umwälzgas ausschließlich der Gleichstrombrennzone entnommen und der Gegenstrombrennzone und der Gleichstrombrennzone wieder zugeführt.
Die Umwälzgaseinrichtung ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass sie das Umwälzgas außerhalb des Schachtes, insbesondere außerhalb der Brennzone, von dem
Umwälzgasauslass hin zu dem Umwälzgaseinlass beschleunigt. Insbesondere ist die
Umwälzgaseinrichtung derart ausgebildet, dass sie an dem Umwälzgasauslass das
Umwälzgas ansaugt.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Umwälzgasauslass unterhalb des
Umwälzgaseinlasses angeordnet. Zwischen dem Umwälzgaseinlass und dem
Umwälzgasauslass ist vorzugsweise eine Umwälzeinrichtung angeordnet, die mit dem
Umwälzgasauslass und dem Umwälzgaseinlass gastechnisch verbunden ist und derart ausgebildet und eingerichtet ist, dass sie das Umwälzgas von dem Umwälzgasauslass hin zu dem Umwälzgaseinlass beschleunigt. Vorzugsweise ist die Umwälzgaseinrichtung derart ausgebildet, dass sie am Umwälzgasauslass das Umwälzgas ansaugt.
Der Schachtofen weist vorzugsweise einen Injektor auf, der insbesondere zum
Beschleunigen des Umwälzgases in Richtung des Umwälzgaseinlasses in die Brennzone ausgebildet und angeordnet ist. Der Injektor weist vorzugsweise eine
Querschnittsverengung auf oder ist insbesondere düsenförmig ausgebildet. Eine
Beschleunigung des Umwälzgases sorgt für eine Absenkung des Druckes an dem
Umwälzgasauslass, sodass sich innerhalb der Brennzone eine Gasströmung in Richtung des Umwälzgasauslasses ausbildet. Die Umwälzeinrichtung ist vorzugsweise mit dem
Injektor und dem Abgasauslass des Schachtofens gastechnisch verbunden, sodass das aus der Vorwärmzone abgeführte Abgas zumindest teilweise zusammen mit dem
Umwälzgas in die Brennzone eingeführt wird.
Diese Gasströmung erzeugt die Gleichstrombrennzone zwischen dem
Umwälzgaseinlass und dem Umwälzgasauslass. Vorzugsweise weist das Gas innerhalb der Gleichstrombrennzone eine Temperatur von etwa 900°C bis 1200°C. Die
Kalzinierung des Materials in der Gegenstrombrennzone und die anschließende weitere
Kalzinierung in der Gleichstrombrennzone ermöglicht die Herstellung von hochreaktivem
Branntkalk. Die Umwälzeinrichtung ist vorzugsweise über eine Abgasleitung mit dem
Abgasauslass verbunden, sodass das Abgas zumindest teilweise zusammen mit dem
Umwälzgas in die Brennzone eingeführt wird.
Die Abgasleitung ist beispielsweise mit einem Wärmetauscher zur Erwärmung des
Abgases verbunden. Der Wärmetauscher ist vorzugsweise mit der
Kühlgasabzugseinrichtung verbunden, sodass das Abgas in dem Wärmetauscher insbesondere im Gegenstrom zu der abgezogenen Kühlluft erwärmt wird. Vorzugsweise wird das Abgas in dem Wärmetauscher auf eine Temperatur von etwa 400°C bis 700°C, insbesondere 500°C erwärmt. Optional weist die Brennzone einen Gaseinlass zum
Einlassen von über den Abgasauslass abgeführten Abgases in die Brennzone auf. Der
Gaseinlass ist vorzugsweise separat zu dem Umwälzgaseinlass in der Brennzone angeordnet.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Brennzone in Strömungsrichtung des
Materials eine Gegenstrombrennzone und eine Gleichstrombrennzone auf, wobei in der
Gegenstrombrennzone, in welcher das Material im Gegenstrom von Gasen durchströmt wird, und/ oder in der Gleichstrombrennzone, in welcher das Material im Gleichstrom von
Gasen durchströmt wird, jeweils zumindest ein Strömungselement angeordnet ist. Der
Umwälzgasauslass ist vorzugsweise in der Gleichstrombrennzone angeordnet.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist zwischen der Brennzone und der Kühlzone eine Gastrennzone angeordnet, wobei in der Gastrennzone zumindest ein balkenförmiges Strömungselement angeordnet ist, in der vorzugsweise größtenteils
Brenngase der Brennzone und kein oder nur ein sehr geringer Anteil an Kühlgas der
Kühlzone strömt. Eine solche Gastrennzone ermöglicht eine zuverlässige Trennung der
Brenngase und der Kühlgase, sodass es zu keiner oder nur einer sehr geringen
Rekarbonisierung des gebrannten Materials kommen kann.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die Vorwärmzone und/ oder die
Kühlzone jeweils zumindest ein Strömungselement auf. Vorzugsweise sind in der
Vorwärmzone zwei oder vier Strömungselemente angeordnet. In der Kühlzone sind insbesondere genau zwei, vier oder mehr Strömungselemente angeordnet, die sich beispielsweise radial erstrecken.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der Schachtofen eine Mehrzahl von
Strömungselemente-Ebenen auf, wobei in jeder Strömungselemente-Ebene zumindest ein Strömungselement oder eine Mehrzahl von Strömungselementen angeordnet sind.
Insbesondere weist der Schachtofen vier, fünf oder acht Strömungselemente-Ebenen auf, die vorzugsweise in Strömungsrichtung des Materials hintereinander angeordnet sind. Die Strömungselemente-Ebenen sind vorzugsweise in Längsrichtung des
Schachtofens gleichmäßig zueinander beabstandet angeordnet. Die erste, insbesondere oberste, Strömungselemente-Ebene ist vorzugsweise in der Vorwärmzone oder der
Brennzone angeordnet. Die Brennzone umfasst beispielsweise in Strömungsrichtung des
Materials eine erste Brennzone und eine zweite, die als Gegenstrombrennzone ausgebildet sind, und eine sich an die zweite Brennzone anschließende dritte Brennzone, die als Gleichstrombrennzone ausgebildet ist.
Der Schacht weist in der Strömungselemente-Ebene vorzugsweise zwei, vier oder bis zu acht Heibgaskammern auf, die insbesondere jeweils an den nach außen weisenden
Enden der materialfreien Räume unterhalb der Strömungselemente ausgebildet sind. Der materialfreie Raum der Strömungselement-Ebene erstreckt sich vorzugsweise in die
Hei8gaskammern hinein.
Insbesondere bildet die oberste Strömungselemente-Ebene die Grenze zwischen der
Vorwärmzone und der Brennzone, insbesondere der ersten Brennzone, aus. In der ersten Strômungselemente-Ebene ist optional ausschließlich ein Strömungselement angeordnet. Insbesondere weist die ersten Strömungselemente-Ebene vier oder bis zu acht Strömungselemente auf, die sich in radialer Richtung, insbesondere sternförmig, erstrecken. Vorzugsweise erstreckt sich das zumindest eine Strömungselement der ersten Strömungselement-Ebene von einem Gasauslass zum Auslassen von Abgas der
Brennzone in der Schachtwand zu einem gegenüberliegenden Gasauslass in der gegenüberliegenden Schachtwand.
Die zweite Strömungselement-Ebene ist vorzugsweise in der ersten Brennzone oder der zweiten Brennzone angeordnet. Vorzugsweise bildet eine Strömungselemente-Ebene die Grenze zwischen der ersten Brennzone und der zweiten Brennzone aus, wobei in der
Strömungselemente-Ebene optional ausschließlich ein Strômungselement angeordnet ist. Vorzugsweise erstreckt sich das Strömungselement der Strömungselement-Ebene der ersten Brennzone und der zweiten Brennzone von jeweils einem Gaseinlass zum
Einlassen von Gas, insbesondere rezirkuliertem Abgas, in der Schachtwand zu dem
Innenzylinder.
Eine weitere Strömungselemente-Ebene ist insbesondere in der zweiten Brennzone oder der dritten Brennzone angeordnet. Beispielhaft bildet die Strômungselemente-Ebene die
Grenze zwischen der zweiten Brennzone und der dritten Brennzone.
Eine weitere Strömungselemente-Ebene ist vorzugsweise in der dritten Brennzone oder der Gastrennzone angeordnet. Die Strömungselemente-Ebene bildet insbesondere die
Grenze zwischen der Brennzone, insbesondere der dritten Brennzone, und der
Gastrennzone aus.
Eine weitere Strömungselemente-Ebene ist insbesondere in der Gastrennzone oder der
Kühlzone angeordnet. Beispielhaft bildet die Strömungselemente-Ebene die Grenze zwischen der Gastrennzone oder der Kühlzone.
Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zum Brennen von insbesondere karbonathaltigem Material in einem Schachtofen mit zumindest einem Schacht, wobei das Material durch einen Materialeinlass in eine Vorwärmzone zum Vorwärmen des
Materials, eine Brennzone zum Brennen des Materials und eine Kühlzone zum Kühlen des gebrannten Materials zu einem Materialauslass strömt, wobei Kühlluft in die
Kühlzone eingelassen wird, wobei das Abgas über einen Abgasauslass aus der
Vorwärmzone eines Schachts ausgelassen wird, und ein Kühlgas durch einen
Innenzylinder strömt und gastechnisch von dem mit Material gefüllten Bereich des
Schachts getrennt ist.
Die mit Bezug auf die Vorrichtung beschriebenen Vorteile und Ausführungen treffen in verfahrensgemäBer Entsprechung ebenfalls auf das Verfahren zu.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform strömt das Kühlgas durch den Innenzylinder zwischen der Kühlzone und der Vorwärmzone.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform strömt das Kühlgas innerhalb des
Innenzylinders in einem ersten Kühlkanal und einem zweiten Kühlkanal, der durch ein
Trennmittel, wie ein Trennrohr oder eine Trennwand von dem ersten Kühlkanal getrennt ist.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform strömt das Kühlgas in dem ersten Kühlkanal im
Gegenstrom zu dem zweiten Kühlkanal.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform strömt das Kühlgas am oberen oder unteren
Ende des Innenzylinders in den ersten Kühlkanal ein und am oberen oder unteren Ende des Innenzylinders aus dem zweiten Kühlkanal aus dem Innenzylinder heraus.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird ein Umwälzgas über einen
Umwälzgasauslass aus der Brennzone abgeführt und vorzugsweise zusammen mit dem über den Abgasauslass abgeführten Abgas in die Brennzone über einen
Umwälzgaseinlass eingeführt, wobei das Umwälzgas aus dem Prozessraum direkt in den materialfreien Raum und zu dem Umwälzgasauslass geleitet wird. Vorzugsweise wird das Prozessgas innerhalb des mit dem Umwälzgasauslass gastechnisch direkt verbundenen materialfreien Raum ausschließlich in radialer Richtung nach außen geleitet.
Vorzugsweise wird ein Umwälzgas aus der Brennzone abgeführt und mittels eines
Injektors zusammen mit dem Abgas in die Brennzone eingeführt. Vorzugsweise wird das
Umwälzgas an dem unteren Bereich der Brennzone, insbesondere der dritten
Brennzone, abgeführt und an einem oberen Bereich der Brennzone, insbesondere zwischen der zweiten und dritten Brennzone, wieder eingeführt. Bei dem Injektor handelt es sich beispielsweise um eine Düse, die derart ausgebildet und angeordnet ist, dass sie den Gasstrom aus dem unteren Bereich der Brennzone ansaugt und in den oberen
Bereich der Brennzone beschleunigt einführt. Dadurch wird vorzugsweise eine
Gleichstrombrennzone innerhalb der Brennzone erzeugt, in welcher das erhitzte Gas im
Gleichstrom mit dem zu brennenden Material strömt. Eine Gleichstrombrennzone sorgt für eine besonders gleichmäßige und vollständige Kalzinierung des Materials. Bei einer
Umwälzung von Umwälzgas innerhalb eines Teils der Brennzone wird eine Kalzinierung des Material bei geringen Temperaturen von etwa 900°C bis 1100°C ermöglicht, wodurch das fertige Brenngut eine hohe Reaktivität erhält, wie sie beispielsweise für
Anwendungen in Stahlwerken gefordert wird.
Der Schachtofen weist vorzugswiese eine Kühlgasabzugseinrichtung zum Auslassen von
Kühlluft aus dem Schacht auf. Die Kühlgasabzugseinrichtung ist beispielsweise als materialfreier Raum in der Kühlzone, insbesondere in der Strömungselemente-Ebene zwischen der Kühlzone und der Brennzone oder der Gastrennzone, ausgebildet. Die
Kühlluft der Kühlzone wird vorzugsweise vollständig über die Kühlgasabzugseinrichtung aus dem Schacht ausgelassen, sodass keine Kühlluft in die Brennzone gelangt.
Beschreibung der Zeichnungen
Die Erfindung ist nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf die beiliegenden Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellungen eines Schachtofens in einer
Längsschnittansicht gemäß einem Ausführungsbeispiel.
Fig. 2a zeigt eine schematische Darstellungen eines Schachtofens in einer
Längsschnittansicht gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1.
Fig.2b zeigt eine schematische Darstellung der Strömungselemente des
Schachtofens in einem abgewickelten ringförmigen Schnitt gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel.
Fig. 2c-e zeigen jeweils schematische Darstellungen weiterer Ausführungsformen des Schachtofens.
Fig. 3a-e zeigt schematische Darstellungen eines Schachtofens in mehreren
Querschnittansichten unterschiedlicher Ebenen gemäß weiteren
Ausführungsbeispielen.
Fig. 1 und 2a zeigt einen Schachtofen 1, insbesondere einen Ringschachtofen. Der
Schachtofen 1 zum Brennen von körnigem Material umfasst einen Schacht 2, der sich vorzugsweise in vertikaler Richtung erstreckt und beispielsweise einen im Wesentlichen konstanten Querschnitt aufweist Beispielsweise weist der Schacht 2 einen runden,
Insbesondere kreisförmigen, oder eckigen, insbesondere viereckigen Querschnitt auf.
Der Schacht 2 ist von einer Schachtwand umgeben, die beispielsweise aus Stahl mit einer sich daran anschließenden gemauerten, feuerfesten Innenwand ausgebildet ist.
Der Schachtofen 1 wird vorzugsweise zum Erreichen von hohen Durchsatzleistungen wie beispielsweise 1000t/d verwendet und ist als Ringschachtofen ausgebildet ist. Der mit
Material gefüllte Ringschachtbereich 60 des Schachts 2 weist einen ringförmigen oder eckigen Querschnitt auf. Der Schachtofen 2 der Fig. 1 und 2a weist des Weiteren einen
Innenzylinder 58 auf, der sich zentral durch den Schacht 2 erstreckt und insbesondere materialfrei ist. Der Innenzylinder 58 erstreckt sich beispielhaft von der Kühlzone 22 durch die Brennzone 20 in die Vorwärmzone 21. Vorzugsweise weist der Innenzylinder 58 einen konstanten Querschnitt auf. Der Innenzylinder ist vorzugsweise gastechnisch von dem
Ringschachtbereich 60 des Schachts 2 getrennt, sodass kein Prozessgas in den
Innenzylinder 58 strömt.
Der Innenzylinder 58 weist vorzugsweise ein Trennmittel 55, wie beispielhaft eine
Trennwand 55, auf, die sich durch den Innenzylinder erstreckt und einen ersten Kühlkanal von einem zweiten Kühlkanal trennt. Der Innenzylinder 58 ist insbesondere mit einer
Kühlgaseinlassleitung 47 zur Leitung von Kühlgas, insbesondere Kühlluft, derart verbunden, dass das Kühlgas in den Innenzylinder 58 strömt. Der Innenzylinder 58 ist vorzugsweise ausschließlich zur Leitung von Kühlgas ausgebildet. Die
Kühlgaseinlassleitung 47 ist vorzugsweise in oder oberhalb der Vorwärmzone 21 angeordnet. Beispielhaft erstreckt sich die Kühlgaseinlassleitung 47 durch eine
Kühlgaseinlassöffnung 44 in dem Schacht 2, wobei die Kühlgaseinlassöffnung 44 in oder oberhalb der Vorwärmzone 21 angeordnet ist. Die Kühlgaseinlassleitung 47 erstreckt sich insbesondere von dem Innenzylinder 58 durch die Vorwärmzone 21 aus dem Schacht 2 heraus und ist vorzugsweise gastechnisch nicht mit dem mit Material gefüllten
Ringschachtbereich 60 des Schachts 2 verbunden.
Der Innenzylinder 58 ist insbesondere mit einer Kühlgasauslassleitung 37 zur Leitung von
Kühlgas, insbesondere Kühlluft, derart verbunden, dass das Kühlgas aus dem
Innenzylinder 58 strömt. Die Kühlgasauslassleitung 37 ist vorzugsweise in oder oberhalb der Vorwärmzone 21 angeordnet. Beispielhaft erstreckt sich die Kühlgasauslassleitung 37 durch eine Kühlgasauslassöffnung 59 in dem Schacht 2, wobei die
Kühlgasauslassöffnung 59 in oder oberhalb der Vorwärmzone 21 angeordnet ist. Die
Kühlgasauslassleitung 37 erstreckt sich insbesondere von dem Innenzylinder 58 durch die Vorwärmzone 21 aus dem Schacht 2 heraus und ist vorzugsweise gastechnisch nicht mit dem mit Material gefüllten Ringschachtbereich 60 des Schachts 2 verbunden.
Die Trennwand 55 ist vorzugsweise zu dem Boden des Innenzylinders 58 beabstandet, sodass die Kühlkanäle an dem unteren Ende des Innenzylinders 58 gastechnisch miteinander verbunden sind. Innerhalb des Innenzylinders 58 strömt das Kühlgas vorzugsweise in den beiden Kühlkanälen jeweils entgegengesetzt zueinander, insbesondere von oben nach unten in dem ersten Kühlkanal und von unten nach oben in dem zweiten Kühlkanal.
Der Schacht 2 weist vorzugsweise an seinem oberen Ende einen Materialeinlass 3 auf, der beispielsweise als obere Öffnung des Schachts 2 und insbesondere als Schleuse 3 ausgebildet ist und sich vorzugsweise über den gesamten oder einen Teil des
Querschnitts des Schachts 2 erstreckt. Der Materialeinlass 3 dient dem Einlassen von zu brennenden Material in den Schachtofen 1. Ein als Schleuse 3 ausgebildeter
Materialeinlass ist vorzugsweise derart ausgestaltet, dass lediglich das zu brennende
Rohmaterial in den Schacht 2 gelangt, nicht aber die Umgebungsluft. Vorzugsweise ist die Schleuse 3 derart ausgebildet, dass sie den Schacht 2 luftdicht gegen die Umgebung abdichtet und einen Eintritt von Feststoffen, wie das zu brennende Gut, in den Schacht erlaubt.
Der Schacht 2 weist beispielhaft in einem oberen Bereich einen Abgasauslass 19 zum
Abführen von Ofenabgas aus dem Schacht 2 auf. Das Abgas wird aus dem Abgasauslass 19 in eine Abgasauslassleitung 39 geführt. Innerhalb des Schachts 2 ist ein Prozessraum 56 ausgebildet, der vollständig mit Material gefüllt ist. Innerhalb des Schachts 2 wird das zu brennende Material schwerkraftbedingt von oben nach unten durch den Schacht 2 gefördert, wobei der Schacht 2 in Förderrichtung des Materials eine Vorwärmzone 21 zum Vorwärmen des Materials, eine Brennzone 20 zum Brennen des Materials und eine
Kühlzone 22 zum Kühlen des gebrannten Materials aufweist. Die Vorwärmzone 21 erstreckt sich vorzugsweise von dem Materialeinlass 3 zu der Brennzone 20 und dient der Vorwärmung des Materials vor dem Brennen. In der Brennzone 20 findet im
Unterschied zur Vorwärmzone 21 ein Brennen, insbesondere Kalzinieren, vorzugsweise durch eine Entsäuerung, des Materials statt. Die Brennzone 20 umfasst beispielhaft in
Strömungsrichtung des Materials eine erste Brennzone 20a, in welcher das Material im
Gegenstrom von Gasen durchströmt wird, eine zweite Brennzone 20b, in welcher das
Material im Gegenstrom von Gasen durchströmt wird, und eine dritte Brennzone 20c, in welcher das Material im Gleichstrom von Gasen durchströmt wird. Zwischen der
Brennzone 20, insbesondere der dritten Brennzone 20c, und der Kühlzone 22 ist beispielhaft eine Gastrennzone 48 angeordnet. Vorzugsweise ist in der Gastrennzone 48
Im Betrieb des Schachtofens 2 größtenteils oder ausschließlich Abgas der Brennzone 20 und nur ein geringer Anteil oder keine Kühlluft vorhanden.
Fig. 2b zeigt Strômungselemente 16 in einer Strömungselemente-Ebene in einem kreisförmigen, abgewickelten Schnitt mit Blick nach außen. Der Schachtofen 1 weist beispielhaft innerhalb des Schachts 2 zumindest ein oder eine Mehrzahl von
Strömungselementen 16 auf. Die Strömungselemente 16 sind vorzugsweise balkenförmig ausgebildet und erstrecken sich insbesondere radial. Vorzugsweise sind die Strömungselemente 16 gemauert, insbesondere aus feuerfestem Material ausgebildet.
Unter balkenförmig wird eine Form verstanden, die eine im Verhältnis zu dem
Querschnitt, insbesondere dem Durchmesser, große Länge aufweist. Beispielsweise ist die Länge des balkenförmigen Strömungselements 16 mindestens 1.5-5 mal so groß wie der Querschnitt, insbesondere dem Durchmesser, des balkenförmigen
Strömungselements 16. Die Querschnittsfläche ist beispielsweise über die Länge des
Strömungselements 16 konstant oder variierend ausgebildet.
Die balkenförmigen Strömungselemente 16 weisen beispielhaft ein u-förmiges
Querschnittsprofil auf, wobei das u-förmige Querschnittsprofil nach unten hin geöffnet ist.
Insbesondere sind alle Strömungselemente 16 des Schachtofens 2 identisch ausgebildet und erstrecken sich radial. Die Strômungselemente 16 weisen vorzugsweise eine nach oben hin zulaufende, insbesondere keilförmige oder dachförmige, Geometrie auf.
Vorzugsweise bildet jedes Strömungselement 16 einen materialfreien Raum 49 unterhalb des jeweiligen Strömungselements 16 aus. Die Strömungselemente sind vorzugsweise derart innerhalb des Schachts angeordnet, dass sie von Material umströmbar sind.
Vorzugsweise sind die Strömungselemente 16 derart innerhalb des Schachts 2 angeordnet, dass Material an der nach oben weisenden Fläche und/ oder an den
Seitenflächen der Strömungselemente 16 anliegt und insbesondere daran abströmt, wobei an der nach unten weisenden Fläche des Strömungselements 16 ein materialfreier
Raum 49 ausgebildet ist. Die Strômungselemente 16 erstrecken sich vorzugsweise von der, insbesondere äußeren, Schachtwand des Schachts 2 in das Innere des Schachts 2 hinein bis zu der Außenwand des Innenzylinder 58. Insbesondere sind die
Strömungselemente 16 an der Außenwand des Schachts 2 angebracht. Das balkenförmigen Strömungselement 16 ist vorzugsweise gerade ausgebildet, sodass es sich ausschließlich in einer Strömungselemente-Ebene 5 erstreckt.
Die Strömungselemente 16 und/ oder die materialfreien Räume 49 unterhalb der
Strömungselemente 16 sind jeweils mit einem jeweiligen Gaseinlass 15, 17 oder jeweiligen Gasauslass 12, 18, 36 fluidtechnisch verbunden. Die Strömungselemente 16 bilden zusammen mit den materialfreien Räumen 49 jeweils Gaskanäle zum Einlassen oder Auslassen von Gas in oder aus dem Schacht 2.
Der Schachtofen 2 weist beispielhaft eine Mehrzahl von Strömungselemente-Ebenen 5a- e auf, wobei in jeder Strömungselemente-Ebene 5a-e zumindest ein oder mehr
Strömungselemente 16 angeordnet sind. Die Strömungselemente 16 einer
Strömungselement-Ebenen 5a-e sind vorzugsweise identisch zueinander ausgebildet und vorzugsweise auf derselben Höhe angeordnet. Beispielhaft weisen die
Strömungselemente 16 eine sich radial einwärts in Richtung des Innenzylinders 58 verringernde Querschnittsfläche auf. Insbesondere weist der Schachtofen 1 fünf
Strömungselemente-Ebenen auf, die vorzugsweise in Strömungsrichtung des Materials hintereinander angeordnet sind. Die Strömungselemente-Ebenen 5a-e sind beispielhaft in Längsrichtung des Schachtofens 2 gleichmäßig zueinander beabstandet angeordnet.
Die erste, insbesondere oberste, Strömungselemente-Ebene 5a ist vorzugsweise in der
Vorwärmzone 21 oder der Brennzone 20, insbesondere der ersten Brennzone 20a, angeordnet. Beispielhaft bildet die oberste Strömungselemente-Ebene 5a die Grenze zwischen der Vorwärmzone 21 und der Brennzone 20, insbesondere der ersten
Brennzone 20a, aus. In jeder Strömungselemente-Ebene 5a-e sind beispielhaft genau vier Strömungselemente 16 angeordnet, die sich radial erstrecken und umfangsmäßig beispielhaft gleichmäßig zueinander beabstandet sind. Fig. 3a zeigt einen
Schachtquerschnitt in der ersten Strömungselemente-Ebene 5a. Vorzugsweise erstrecken sich die Strömungselemente 16 der ersten Strömungselement-Ebene 5a jeweils von einem jeweiligen Gasauslass 12 in der Schachtwand zu dem Innenzylinder 58. Der Gasauslass 12 ist zum Auslassen von Abgas der Brennzone 20 aus dem Schacht 2 angeordnet. Optional weist der Schachtofen 2 keinen Gasauslass 12 auf, wobei die
Strömungselemente-Ebene 5a zwischen der Vorwärmzone 21 und der Brennzone 20 entfällt. In diesem Fall ist die oberste Strömungselemente-Ebene innerhalb der
Brennzone 20, insbesondere zwischen der ersten und der zweiten
Gleichstrombrennzone 20a,b angeordnet.
In Strömungsrichtung des Materials schließt sich an die erste Strömungselemente-Ebene 5a eine zweite Strömungselement-Ebene 5b an, die vorzugsweise in der ersten
Brennzone 20a oder der zweiten Brennzone 20b angeordnet ist. Beispielhaft bildet die zweite Strömungselemente-Ebene 5b die Grenze zwischen der ersten Brennzone 20a und der zweiten Brennzone 20b aus. Fig. 3b zeigt einen Schachtquerschnitt in der zweiten Strömungselemente-Ebene 5b. Vorzugsweise erstrecken sich die
Strömungselemente 16 der zweiten Strömungselement-Ebene 5b von einem Gaseinlass
15 in der Schachtwand zu dem Innenzylinder 58. Der Gaseinlass 15 ist zum Einlassen von Gas, insbesondere rezirkuliertem Abgas der Brennzone 20, in den Schacht 2 angeordnet. Die Schachtwand weist in der zweiten Strömungselemente-Ebene 5b vorzugsweise vier nach außen weisende, insbesondere radiale, Aufweitungen des
Schachtquerschnitts auf, in welchen jeweils ein balkenförmiges Strömungselement 16 mündet. In den Aufweitungen ist beispielhaft jeweils eine Brennkammer 8 ausgebildet.
Der Schacht 2 weist in der zweiten Strömungselemente-Ebene 5b vorzugsweise zwei oder vier Brennkammern 8 auf, die beispielhaft umfangsmäßig gleichmäßig zueinander beabstandet angeordnet sind. In den Brennkammern 8 ist jeweils eine Brennerlanze 10 angeordnet, die jeweils mit dem Gaseinlass 15 zum Einlassen von rezirkuliertem, mit
Sauerstoff angereichertem, Abgas verbunden ist. Der materialfreie Raum 49 der zweiten
Strömungselement-Ebene 5b erstreckt sich vorzugsweise in die Brennkammer 8 hinein.
Die Fig. 2c bis 2e zeigen weitere Ausführungsbeispiele eines Schachtofens 1. Der
Schachtofen 2 der Fig. 2c entspricht im Wesentlichen dem Schachtofen 2 der Fig. 1 und 2a mit dem Unterschied, dass das Trennmittel 55 als Trennrohr ausgebildet ist, das koaxial zu dem Innenzylinder 58 angeordnet ist. Die Kühlgasauslassleitung 37 und die
Kühlgaseinlassleitung 47 sind beispielhaft an dem unteren Ende des Innenzylinders 58 angebracht und erstrecken sich zumindest teilweise durch die Kühlzone 21 und den
Auslasstrichter. Beispielhaft ist das Trennrohr 55 mit der Kühlgasauslassleitung 37 und der Ringraum um das Trennrohr 55 mit der Kühlgaseinlassleitung 47 gastechnisch verbunden.
Der Schachtofen 1 der Fig. 2d entspricht im Wesentlichen dem Schachtofen 2 der Fig. 2 mit dem Unterschied, dass eine weitere Umwälzeinrichtung 54a vorgesehen ist, die zur
Umwälzung von Gas aus der Vorwärmzone 21 angeordnet und ausgebildet ist. Die
Umwälzeinrichtung 54a entspricht im Wesentlichen der mit Bezug auf Fig. 1 und 2a beschriebenen Umwälzeinrichtung 54. Der Schachtofen 2 der Fig. 2d weist beispielhaft einen weiteren Umwälzgasauslass 18a auf, der an dem unteren Ende der Vorwärmzone 21 oder an dem oberen Ende der Brennzone 22 angeordnet ist. Zusätzlich weist der
Schachtofen einen weiteren Umwälzgaseinlass 17a auf, der an dem oberen Ende der
Vorwärmzone 21 angeordnet ist. Der Umwälzgaseinlass 17a und der Umwälzgasauslass
18a sind gastechnisch über die Umwälzeinrichtung 54a miteinander verbunden und sorgen insbesondere für eine Umwälzung des Gases der Vorwärmzone 21.
Der Schachtofen 1 der Fig. 2e entspricht im Wesentlichen dem Schachtofen 1 der Fig. 2a mit dem Unterschied, dass keine Umwälzeinrichtung sondern drei
Brennkammerebenen mit Brennerlanzen 10 vorgesehen sind, wobei jeweils eine
Brennkammerebene in der ersten, zweiten und dritten Brennzone 20a,b,c angeordnet ist.
Beispielhaft weist der Schachtofen 1 der Fig. 2e keine Gleichstrombrennzone auf und wird vollständig im Gegenstrom betrieben.
An die zweite Strömungselemente-Ebene 5b schließt sich vorzugsweise in
Strömungsrichtung des Materials eine dritte Strömungselemente-Ebene 5c an, die insbesondere in der zweiten Brennzone 20b oder der dritten Brennzone 20c angeordnet ist. Beispielhaft bildet die dritte Strömungselemente-Ebene 5c die Grenze zwischen der zweiten Brennzone 20b und der dritten Brennzone 20c. Fig. 3c zeigt einen
Schachtquerschnitt in der dritten Strömungselemente-Ebene 5c. Vorzugsweise erstrecken sich die Strömungselemente 16 der dritten Strömungselement-Ebene 5c von einem Gaseinlass 17, insbesondere einem Umwälzgaseinlass 17, in der Schachtwand zu dem Innenzylinder 58. Der Umwälzgaseinlass 17 ist zum Einlassen von Gas, insbesondere rezirkuliertem, vorzugsweise mit Sauerstoff angereichertem, Abgas der
Brennzone 20, in den Schacht 2 angeordnet. Die Schachtwand weist in der der dritten
Strömungselemente-Ebene 5c beispielsweise vier nach außen weisende, insbesondere radiale, Aufweitungen des Schachtquerschnitts auf, in welche die balkenförmigen
Strömungselemente 16 jeweils münden. In den Aufweitungen ist vorzugsweise jeweils eine Brennkammer 9 ausbildet. Der Schacht 2 weist in der dritten Strömungselemente-
Ebene 5c beispielsweise zwei oder vier Brennkammern 9 auf, die beispielhaft jeweils an den nach außen weisenden Enden der materialfreien Räume 49 unterhalb der
Strömungselemente 16 ausgebildet sind. In den Brennkammern 9 ist jeweils eine
Brennerlanze 10 angeordnet, die jeweils mit dem Umwälzgaseinlass 17 zum Einlassen von rezirkuliertem Abgas und insbesondere Sauerstoff verbunden ist. Die materialfreien
Räum 49 der dritten Strômungselement-Ebene 5c erstrecken sich vorzugsweise in die
Brennkammern 9 hinein.
In Strömungsrichtung des Materials schließt sich an die dritte Strömungselemente-Ebene 5c eine vierte Strömungselemente-Ebene 5d an, die vorzugsweise in der dritten
Brennzone 20c oder der Gastrennzone 48 angeordnet ist. Die vierte Strömungselemente-
Ebene 5d bildet beispielhaft die Grenze zwischen der Brennzone 20, insbesondere der dritten Brennzone 20c, und der Gastrennzone 48 aus. In der vierten Strömungselemente-
Ebene 5d sind beispielhaft genau vier Strömungselemente 16 angeordnet, die vorzugsweise auf der gleichen Höhe angeordnet und insbesondere identisch ausgebildet sind. Fig. 3d zeigt einen Schachtquerschnitt in der vierten Strômungselemente-Ebene 5d.
Die Anordnung der Strömungselemente 16 innerhalb der vierten Strömungselemente-
Ebene 5d entspricht im Wesentlichen der der dritten Strômungselemente-Ebene 5c.
Vorzugsweise erstrecken sich die Strômungselemente 16 der vierten Strömungselement-
Ebene 5d von einem Gasauslass 18, insbesondere einem Umwälzgasauslass 18, in der
Schachtwand zu dem Innenzylinder 58. Der Umwälzgasauslass 18 ist zum Auslassen von Gas, insbesondere Abgas der Brennzone 20, aus dem Schacht 2 angeordnet. Die
Schachtwand weist in der der vierten Strômungselemente-Ebene 5d vorzugsweise zwei nach außen weisende, insbesondere radiale, Aufweitungen des Schachtquerschnitts auf, in welche die balkenförmigen Strömungselemente 16 jeweils münden.
An die vierte Strömungselemente-Ebene 5d schließt sich vorzugsweise in
Strömungsrichtung des Materials eine fünfte Strömungselemente-Ebene 5e an, die insbesondere in der Gastrennzone 48 oder der Kühlzone 22 angeordnet ist. Beispielhaft bildet die fünfte Strömungselemente-Ebene 5e die Grenze zwischen der Gastrennzone 48 oder der Kühlzone 22. In der fünften Strömungselemente-Ebene 5e sind beispielhaft genau vier Strômungselemente 16 angeordnet, die vorzugsweise auf der gleichen Höhe angeordnet und insbesondere identisch ausgebildet sind. Fig. 3e zeigt einen
Schachtquerschnitt in der fünften Strömungselemente-Ebene 5e. Die Anordnung der
Strömungselemente 16 innerhalb der fünften Strômungselemente-Ebene 5e entspricht im Wesentlichen der der übrigen Strômungselemente-Ebene 5a bis 5d, wobei keine
Aufweitung vorgesehen ist. Vorzugsweise erstrecken sich die Strömungselemente 16 der fünften Strômungselement-Ebene 5e von einem jeweiligen Kühlgasauslass 36 in der
Schachtwand zu dem Innenzylinder 58. Der Kühlgasauslass 36 ist zum Auslassen von
Gas, insbesondere Kühlgas der Kühlzone 22, aus dem Schacht 2 angeordnet.
Bei dem Umwälzgas handelt es sich beispielhaft um Gas, das innerhalb der Brennzone 20 zirkuliert wird. Vorzugsweise wird Gas aus der Brennzone 20 über den
Umwälzgasauslass 18 abgezogen und dem Umwälzgaseinlass 17 wieder zugeführt.
Zwischen dem Umwälzgasauslass 18 und dem Umwälzgaseinlass 17 ist eine
Umwälzeinrichtung 54 angeordnet, mittels welcher das Umwälzgas von dem
Umwälzgasauslass 18 zu dem Umwälzgaseinlass 17 beschleunigt wird. Der
Umwälzgasauslass 18 ist in Strömungsrichtung des zu brennenden Materials hinter dem
Umwälzgaseinlass 17 angeordnet. Vorzugsweise ist an dem Umwälzgasauslass 18 geringerer Druck als der Umgebungsdruck, optional ein Unterdruck ausgebildet, sodass das Umwälzgas innerhalb der Brennzone 20 in Richtung des Umwälzgasauslasses 18 beaufschlagt wird. Das in die Brennzone 20 über den Umwälzgaseinlass 17 eintretende
Umwälzgas strömt teilweise entgegen der Strömungsrichtung des zu brennenden
Materials in Richtung der Vorwärmzone 21 und teilweise im Gleichstrom mit dem Material in Richtung des Umwälzgasauslasses 18. Innerhalb der Brennzone 20 bildet sich vorzugsweise zwischen dem Umwälzgaseinlass 17 und dem Umwälzgasauslass 18 eine
Gleichstrombrennzone 20c aus. Vorzugsweise ist in Strömungsrichtung des Materials vor dem Umwälzgaseinlass 17 eine Gegenstrombrennzone 20a,b ausgebildet, in welcher das Material entgegen der Gasstrômung durch den Schacht 2 strömt. Die
Gegenstrombrennzone 20a,b der Brennzone 20 ist vorzugsweise ausschließlich zwischen dem Umwälzgaseinlass 17 und der Vorwärmzone 21 ausgebildet.
Die Umwälzgaseinrichtung 54 umfasst beispielsweise einen Injektor 57, der vorzugsweise als Düse ausgebildet ist. Mittels des Injektors 57 wird das Umwälzgas in
Richtung des Umwälzgaseinlasses 17 beschleunigt, wobei geringe Druck an dem
Umwälzgasauslass 18 ausgebildet wird und vorzugsweise einstellbar ist. Es ist ebenfalls denkbar, keine Umwälzeinrichtung 54 vorzusehen, wobei die gesamte Brennzone 20 als
Gegenstrombrennzone ausgebildet ist und der Gaseinlass 15 optional entfällt.
Am unteren Ende des Schachts 2 ist ein Materialauslass 40 zum Abführen des gebrannten Materials angeordnet. Bei dem Materialauslass 40 handelt es sich beispielsweise um eine wie mit Bezug auf den Materialeinlass 3 beschriebene Schleuse.
An die Kühlzone 22 schließt sich In Materialförderrichtung ein Auslasstrichter 25, insbesondere ein unterer Materialbunker, an, der in dem Materialauslass 40 zum
Auslassen des Materials aus dem Schachtofen 1 mündet. In dem Auslasstrichter 25 ist beispielhaft eine Austragsvorrichtung 41 angeordnet, die dem Auslassen von Material aus der Kühlzone 22 des Schachtofens 1 in den Auslasstrichter 25 dient. Bei der
Austragsvorrichtung 41 handelt es sich beispielsweise um einen Drehteller oder
Schubtische.
Der Schachtofen 1 weist einen oder mehrere Kühllufteinlässe 7 zum Einbringen von
Kühlluft in den Schachtofen 1 auf. Beispielhaft ist in dem Schachtofen 1 der Fig. 1 und 2a ein Kühllufteinlass 7 angeordnet, der Kühlluft in den Auslasstrichter 25 einleitet.
Vorzugsweise wird die Kühlluft mit einem Druck von 500 mbar in den Auslasstrichter 25 mittels eines Kühlluftverdichters 26 eingeblasen.
Das Material strömt Im Betrieb des Schachtofens 1 im Wesentlichen schwerkraftbedingt durch den Schacht 2 und wird im Gegenstrom oder teilweise im Gleichstrom thermisch behandelt. Im Betrieb des Schachtofens 1 bildet sich in der Brennzone 20 des Schachts 2 eine Materialsäule mit dem über die Materialaufgabe 3 zugeführten Gut aus, wobei das
Gut durch die Schwerkraft nach unten wandert und im Bereich der Kühlzone 22 über den
Materialauslass 40 als kalziniertes Produkt, beispielweise Branntkalk, abgezogen wird.
Das Gut füllt dabei die Brennzone 20 vorzugsweise über den gesamten vorzugsweise ringförmigen Querschnitt und die Kühlzone 22 aus. Das Kühlgas durchströmt die
Materialschüttung und gelangt in den materialfreien Raum 49 der fünften
Strömungselemente-Ebene 5e, der insbesondere als Kühlgasabzugseinrichtung bezeichnet wird. Vorzugsweise wird über die Kühlgasabzugseinrichtung ausschließlich
Kühlgas und kein Abgas der Brennzone 20 aus dem Schacht 2 ausgelassen.
Insbesondere strömt das Kühlgas durch die Kühlzone 22 und anschließend in die
Kühlgasabzugseinrichtung, sodass das Kühlgas vorzgsweise vollständig über die
Kühlgasabzugseinrichtung aus dem Schacht ausgelassen wird und nicht die Brennzone 20 gelangt.
Der materialfreie Raum 49 der fünften Strömungselemente-Ebene 5e ist vorzugsweise über die Kühlluftabzugsleitung 11 mit einem Regelorgan 46 in Form von beispielsweise einer Klappe verbunden zur Regelung der Menge an Gas, das durch den materialfreien
Raum 49 der fünften Strömungselemente-Ebene 5e, insbesondere die sich daran anschließende Kühlluftabzugsleitung 11 strömt.
Der Abgasauslass 19 zum Abführen des Abgases aus der Vorwärmzone 21 ist vorzugsweise über die Abgasauslassleitung 39 mit einem Abgasfilter 31 zur Entstaubung des Abgases und optional mit einer Kühleinrichtung 32, zur Kühlung des heißen Abgases verbunden, die beispielhaft als Wärmetauscher ausgebildet ist. Über die
Abgasauslassleitung 39 wird zumindest teilweise oder vollständig das Abgas der
Brennzone 20 aus dem Schacht 2 abgeführt. Das vor oder nach der Kühleinrichtung 32 abgeführte Abgas weist vorzugsweise einen hohen CO»-Anteil, von mindestens 90, insbesondere mindestens 95Vol% oder mehr, vorzugsweise bis zu 100Vol%, auf und kann beispielsweise einer Sequestrierung und/ oder einer weiteren industriellen
Verwertung, wie beispielsweise der Herstellung von Soda, Zucker oder gefälltem
Calciumcarbonat, zugeführt werden.
Das gekühlte Abgas wird vorzugsweise teilweise abgeführt und beispielsweise, teilweise stromabwärts der Kühleinrichtung 32, über eine Treibgasleitung 43 als Treibgas zu der
Umwälzeinrichtung 54 geführt. Optional ist die Treibgasleitung 43 mit einem
Wärmetauscher 35 verbunden, wobei der Wärmetauscher 35 mit dem Kühlgasauslass 36 verbunden ist, sodass das Treibgas 43 vor dem Eintritt in die Umwälzeinrichtung 54 im Gegenstrom mit der abgezogenen Kühlluft erwärmt wird.
Die Brennerlanzen 10 der Brennkammern 8,9 sind vorzugsweise mit einer
Brennstoffleitung 23 zur Zufuhr von Brennstoff verbunden. Zusätzlich sind die
Brennkammern 8,9, und/ oder die Brennerlanzen 10 mit einer Oxidationsmittelleitung 24 zur Leitung eines Oxidationsmittels, wie beispielswiese Sauerstoff, Luft oder mit
Sauerstoff angereichte Luft, verbunden. Die Oxidationsmittelleitung 24 ist beispielhaft mit der Abgasleitung 43 gastechnisch verbunden, sodass sauerstoffhaltiges Gas in das rezirkulierte Abgas geleitet wird.
Die Kühlluftabzugsleitung 11 ist insbesondere mit dem Wärmetauscher 35 und im
Anschluss daran optional mit einem Filter 50 verbunden, sodass die über den materialfreien Raum 49 der fünften Strömungselemente-Eben 5e abgezogene Kühlluft gekühlt und entstaubt wird. Zur weiteren Kühlung der abgezogenen Kühlluft wird optional ein Kühlmittel, wie Luft mit der abgezogenen Kühlluft vermischt, vorzugsweise vor dem
Eintritt in den Wärmetauscher 35. In Strömungsrichtung der abgezogenen Kühlluft ist optional nach dem Regelorgan 46 ein Filter zur Staubabscheidung angeordnet. In der
Kühlgasabzugsleitung 11 sind somit nacheinander der Wärmetauscher 35, das
Regelorgan 46 und optional ein Filter 50 vor oder nach dem Regelorgan 46 angeordnet.
Es ist ebenfalls denkbar, dass der Kühlluftauslass 36 mit dem Wärmetauscher 52 zur
Erwärmung des Abgases der Abgasleitung 39 verbunden ist, wobei der Gasauslass 12 mit dem Wärmetauscher 35 zur Erwärmung des rezirkulierten Abgases der
Treibgasleitung 43 verbunden ist.
Beispielhaft wird das über den Gasauslass 12, insbesondere den materialfreien Raum 49 der ersten Strömungselemente-Ebene 5a, aus der Brennzone 20 abgeführte Gas in einen zweiten Wärmetauscher 52 und anschlieBend über den Gaseinlass 15 in den materialfreien Raum 49 der zweiten Strömungselemente-Ebene 5b in die Brennzone 20 geleitet. Der Schachtofen 1 weist beispielhaft zwei Wärmetauscher 35 und 52 auf, denen jeweils ein Teil des über den Abgasauslass 19 abgezogenen Abgases zur Erwärmung zugeführt wird. Die Menge der Abgasteilströme wird vorzugsweise über
Regeleirichtungen, wie beispielsweise eine Klappe oder ein Ventil, in der
Abgasauslassleitung 39 eingestellt. Die Wärmetauscher 35 und 52 sind vorzugsweise parallel zueinander geschaltet.
Vor dem Einlassen des abgezogenen Abgases in die Brennzone 20, insbesondere in den
Gaseinlass 15 des materialfreien Raums 49 der zweiten Strômungselemente-Ebene 5b wird das Abgas beispielsweise mittels des Wärmetauschers 35 auf eine Temperatur von etwa 500°C bis 800°C erwärmt.
Bezugszeichenliste 1 Schachtofen 2 Schacht 3 Materialeinlass/ Schleuse 5a-e Strömungselemente-Ebene 7 Kühllufteinlass 8 obere Brennkammer 9 untere Brennkammer
Brennerlanze 10 11 Kühlluftabzugsleitung 12 Gasauslass 13 Brennstoffleitung
Gaseinlass 16 Strömungselement 15 17, a Umwälzgaseinlass 18, a Umwälzgasauslass 19 Abgasauslass
Brennzone 20a erste Brennzone 20 20b zweite Brennzone 20c dritte Brennzone 21 Vorwärmzone 22 Kühlzone 23 Brennstoffleitung 24 Oxidationsmittelleitung 25 Auslasstrichter 26 Kühlluftverdichter 28 Verdichter / Ventilator
Verdichter / Ventilator 30 31 Abgasfilter 32 Kühleinrichtung 33 Verdichter / Ventilator 34 Verdichter / Ventilator erster Wärmetauscher 35 36 Kühlgasauslass 37 Kühlgasauslassleitung 39 Abgasauslassleitung/ Abgasleitung
Materialauslass/ Schleuse 41 Austragsvorrichtung 40 43 Treibgasleitung 44 Kühlgaseinlassôffnung 46 Regelorgan 47 Kühlgaseinlassleitung 48 Gastrennzone 49 materialfreier Raum
Filter 51 erster Kühlkanal
52 zweiter Wärmetauscher 53 zweiter Kühlkanal 54, a Umwälzeinrichtung 55 Trennmittel 56 Prozessraum 57 Injektor 58 Innenzylinder 59 Kühlgasauslassöffnung 60 Ringschachtbereich

Claims (19)

Patentansprüche
1. Schachtofen (1) zum Brennen von insbesondere karbonathaltigem Material mit einem Schacht (2), aufweisend in Strömungsrichtung des Materials einen Materialeinlass (3), eine Vorwärmzone (21) zum Vorwärmen des Materials, eine Brennzone (20) zum Brennen des Materials, eine Kühlzone (22) zum Kühlen des gebrannten Materials, und einen Materialauslass (40) zum Auslassen des Materials aus dem Schachtofen (1), wobei der Schachtofen (1) einen Abgasauslass (19) zum Auslassen von Abgas aus der Vorwärmzone eines Schachts (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schacht (2) einen Innenzylinder (58) aufweist, der sich zentral durch den Schacht (2) erstreckt und mit einer Kühlgasleitung gastechnisch verbunden ist, sodass Kühlgas in den Innenzylinder (58) strömt und wobei der Innenzylinder (58) gastechnisch von dem mit Material gefüllten Bereich (60) des Schachts (2) getrennt angeordnet ist.
2. Schachtofen (1) nach Anspruch 1, wobei sich der Innenzylinder (58) von der Kühlzone (22) durch die Brennzone (20) in die Vorwärmzone (21) erstreckt.
3. Schachtofen (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Innenzylinder (58) ein Trennmittel (55) aufweist, das sich durch den Innenzylinder (58) erstreckt und einen ersten Kühlkanal (51) von einem zweiten Kühlkanal (53) trennt.
4. Schachtofen (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Innenzylinder (58) einen Kühlgaseinlass (47) zum Einlassen von Kühlgas in den Innenzylinder (58) und einen Kühlgasauslass (37) zum Auslassen von Kühlgas aus dem Innenzylinder (58) aufweist und wobei der Kühlgaseinlass (47) und/ oder der Kühlgasauslass (37) in der Vorwärmzone (21), oberhalb der Vorwärmzone (21), in oder unterhalb der Kühlzone angeordnet ist/ sind.
5. Schachtofen (1) nach Anspruch 3, wobei das Trennmittel (55) zu dem unteren Ende oder dem oberen Ende des Innenzylinders (58) beabstandet ist, sodass die Kühlkanäle (51, 53) an dem oberen oder dem unteren Ende des Innenzylinders (58) gastechnisch miteinander verbunden sind.
6. Schachtofen (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zumindest ein balkenförmiges Strömungselement (16) innerhalb des Schachts (2) angeordnet ist, sodass unterhalb des Strömungselements (16) ein materialfreier Raum (49) ausgebildet ist und wobei das Strömungselement (16) und/ oder der materialfreie Raum (49) jeweils mit einem jeweiligen Gaseinlass (15, 17) zum Einlassen von Gas in den Schacht oder mit einem jeweiligen Gasauslass (12, 18, 36) zum Auslassen von Gas aus dem Schacht gastechnisch verbunden ist.
7. Schachtofen (1) nach Anspruch 6, wobei der Schachtofen (1) eine HeiRgaskammer (8, 9) aufweist, in der eine Brennerlanze (10) zur Verbrennung von Brennstoff angeordnet ist oder die gastechnisch mit einem HeiBgaserzeuger verbunden ist und wobei die HeiRgaskammer (8, 9) in dem materialfreien Raum (49) außerhalb des Schachts (2) ausgebildet ist.
8. Schachtofen (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Schachtofen (1) einen Umwälzgasauslass (18) zum Auslassen von Gas aus der Brennzone (20) und einen Umwälzgaseinlass (17) zum Einlass des über den Umwälzgasauslass ausgelassenen Gases in die Brennzone (20) aufweist und wobei der Umwälzgasauslass (18) in der Schachtwand ausgebildet ist und mit dem materialfreien Raum (49) derart fluidtechnisch verbunden ist, dass Abgas der Brennzone (20) in den materialfreien Raum (49) unterhalb des Strömungselements (16) und in den Umwälzgasauslass (18) strömt.
9. Schachtofen (1) nach Anspruch 8, wobei der Umwälzgasauslass (18) unterhalb des Umwälzgaseinlasses (17) angeordnet ist.
10. Schachtofen (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Brennzone (20) in Strömungsrichtung des Materials eine Gegenstrombrennzone (20a, 20b) und eine Gleichstrombrennzone (20c) aufweist und wobei in der Gegenstrombrennzone (20a, 20b) und/ oder in der Gleichstrombrennzone (20c) jeweils zumindest ein Strômungselement (16) angeordnet ist.
11. Schachtofen (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zwischen der Brennzone (20) und der Kühlzone (22) eine Gastrennzone (48) angeordnet ist und wobei in der Gastrennzone (48) zumindest ein Strômungselement (16) angeordnet ist.
12. Schachtofen (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Vorwärmzone (21) und/ oder die Kühlzone (22) jeweils zumindest ein Strömungselement (16) aufweist.
13. Schachtofen (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Schachtofen (1) eine Mehrzahl von Strömungselemente-Ebenen (5a-e) aufweist, wobei in jeder Strömungselemente-Ebene (5a-e) zumindest ein Strômungselement (16) oder eine Mehrzahl von Strömungselementen (16) angeordnet sind.
14. Verfahren zum Brennen von insbesondere karbonathaltigem Material in einem Schachtofen (1) mit zumindest einem Schacht (2), wobei das Material durch einen Materialeinlass (3) in eine Vorwärmzone (21) zum Vorwärmen des Materials, eine Brennzone (20) zum Brennen des Materials und eine Kühlzone (22) zum Kühlen des gebrannten Materials zu einem Materialauslass (40) strömt, wobei Kühlluft in die Kühlzone (22) eingelassen wird, wobei das Abgas über einen Abgasauslass (19) aus der Vorwärmzone eines Schachts (2) ausgelassen wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kühlgas durch einen Innenzylinder (58) strömt und gastechnisch von dem mit Material gefüllten Bereich des Schachts (2) getrennt ist.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei das Kühlgas durch den Innenzylinder (58) zwischen der Kühlzone (22) und der Vorwärmzone (21) strömt.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, wobei das Kühlgas innerhalb des Innenzylinders (58) in einem ersten Kühlkanal (51) und einem zweiten Kühlkanal (53) strömt, der durch ein Trennmittel (55) von dem ersten Kühlkanal (51) getrennt ist.
17. Verfahren nach Anspruch 16, wobei das Kühlgas in dem ersten Kühlkanal (51) im Gegenstrom zu dem zweiten Kühlkanal (53) strömt.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, wobei das Kühlgas am oberen oder unteren Ende des Innenzylinders (58) in den ersten Kühlkanal (51) einströmt und am oberen oder unteren Ende des Innenzylinders (58) aus dem zweiten Kühlkanal (53) aus dem Innenzylinder (58) heraus strömt.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 18, wobei ein Umwälzgas über einen Umwälzgasauslass (18) aus der Brennzone (20) abgeführt und in die Brennzone (20) über einen Umwälzgaseinlass (17) eingeführt wird, wobei das Umwälzgas aus dem mit Material gefüllten Bereich des Schachts (2) in den materialfreien Raum (49) und zu dem Umwälzgasauslass (18) geleitet wird.
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CH378217A (de) 1959-12-03 1964-05-31 Von Roll Ag Verfahren und Schachtofen zum kontinuierlichen Brennen von mineralischen Werkstoffen, wie Zementklinker, Kalk oder Dolomit

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