BE1032868B1 - Gargeschirr - Google Patents

Gargeschirr

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BE1032868B1
BE1032868B1 BE20245549A BE202405549A BE1032868B1 BE 1032868 B1 BE1032868 B1 BE 1032868B1 BE 20245549 A BE20245549 A BE 20245549A BE 202405549 A BE202405549 A BE 202405549A BE 1032868 B1 BE1032868 B1 BE 1032868B1
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Britta Hölscher
CHRISTOPH MüLLER
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Miele & Cie
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J36/00Parts, details or accessories of cooking-vessels
    • A47J36/32Time-controlled igniting mechanisms or alarm devices
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J36/00Parts, details or accessories of cooking-vessels
    • A47J36/02Selection of specific materials, e.g. heavy bottoms with copper inlay or with insulating inlay

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Cookers (AREA)

Abstract

Gargeschirr (1) mit einem Gargeschirrgrundkörper (2) und einer Elektronikeinrichtung (3) und einer Gehäuseeinrichtung (4). Der Gargeschirrgrundkörper (2) weist einen Boden (12) und eine Wandung (22) auf. Die Gehäuseeinrichtung (4) umfasst eine an der Wandung (22) des Gargeschirrgrundkörpers (2) befestigte Anbindungswand (14) und eine beabstandet zur Anbindungswand (14) angeordnete Außenwand (24), welche zusammen einen Gehäuseraum (34) zur Aufnahme der Elektronikeinrichtung (3) begrenzen. Dabei ist in dem Gehäuseraum (34) wenigstens ein Abschirmelement (15) einer Abschirmeinrichtung (5) zur Abschirmung der Elektronikeinrichtung (3) vor magnetischen und/oder elektrischen Störfeldern angeordnet. Das Abschirmelement (15) erstreckt sich zwischen der Anbindungswand (14) und der Außenwand (24).

Description

Beschreibung „Gargeschirr“
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gargeschirr mit einem Gargeschirrgrundkörper und einer
Elektronikeinrichtung und einer Gehäuseeinrichtung zur Einhausung der Elektronikeinrichtung.
Ein solches Gargeschirr kann mit seiner Elektronikeinrichtung verschiedene
Assistenzfunktionen bereitstellen. Beispielsweise kann ein Kochfeld während eines
Garvorgangs in Abhängigkeit von der im Gargeschirrgrundkörper vorliegenden Temperatur angesteuert werden. Für einen hohen Bedienkomfort weist die Elektronikeinrichtung oft auch
Bedienelemente und eine Anzeige bzw. ein Display auf.
Um die Elektronikeinrichtung und z. B. ihre Auswerte-, Steuer-, Signal- und Sensoreinheiten und Batterien bzw. Akkus während der Benutzung des Gargeschirrs vor äußeren Störeinflüssen und z. B den elektrischen und/oder magnetischen Feldern eines Induktionskochfelds zu schützen, ist regelmäßig eine Abschirmeinrichtung vorgesehen. Dabei muss die
Abschirmeinrichtung zuverlässig verhindern können, dass das Magnetfeld des Kochfelds zu einer unerwünschten Temperaturerhöhung in den Elektronikkomponenten und den Batterien führt.
Besonders bei sog. Vollflächenkochfeldern oder Induktionsfeldern, auf denen das Gargeschirr frei platziert werden kann, kommt es mitunter dazu, dass viel Spulenfläche im aktiven
Kochzonenbetrieb nicht durch das Gargeschirr bedeckt ist. Dadurch werden magnetische
Streufelder in einem besonders hohen Maße in die Elektronikkomponenten und Batterien eingekoppelt, sodass diese sogar zerstört werden können. Daher muss die Abschirmung entsprechend leistungsfähig dimensioniert werden. Allerdings steht für die Abschirmung nur wenig Bauraum zur Verfügung, da sonst das Aufnahmevolumen des Gargeschirrgrundkörpers und die Nutzfläche auf dem Kochfeld zu stark eingeschränkt werden.
Demgegenüber ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Gargeschirr zur
Verfügung zu stellen. Insbesondere soll das Gargeschirr eine wirksame und zugleich Bauraum sparende und wirtschaftlich herstellbare Abschirmeinrichtung aufweisen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Gargeschirr mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere
Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen.
Das erfindungsgemäße Gargeschirr umfasst wenigstens einen Gargeschirrgrundkörper und eine Elektronikeinrichtung und eine Gehäuseeinrichtung zur Einhausung der
Elektronikeinrichtung. Der Gargeschirrgrundkörper umfasst wenigstens einen Boden und wenigstens eine Wandung. Durch den Boden und die Wandung wird wenigstens ein s Aufnahmevolumen begrenzt. Die Gehäuseeinrichtung umfasst wenigstens eine
Anbindungswand, welche an der Wandung des Gargeschirrgrundkörpers befestigt ist. Die
Gehäuseeinrichtung umfasst wenigstens eine Außenwand, welche beabstandet zur
Anbindungswand angeordnet ist. Die Gehäuseeinrichtung umfasst wenigstens einen
Gehäuseraum zur Aufnahme der Elektronikeinrichtung. Der Gehäuseraum wird von der
Anbindungswand und der Außenwand wenigstens teilweise begrenzt. Dabei ist in dem
Gehäuseraum wenigstens ein Abschirmelement einer Abschirmeinrichtung angeordnet. Die
Abschirmeinrichtung dient zur Abschirmung der Elektronikeinrichtung vor magnetischen und/oder elektrischen Störfeldern, wie sie beispielsweise von einem Induktionskochfeld ausgehen. Dabei erstreckt sich das Abschirmelement zwischen der Anbindungswand und der ı5 Außenwand. Insbesondere erstreckt sich das Abschirmelement von der Anbindungswand bis zur Außenwand.
Die vorliegende Erfindung bietet viele Vorteile. Einen erheblichen Vorteil bietet die
Abschirmeinrichtung mit dem zwischen der Anbindungswand und der Außenwand verlaufenden
Abschirmelement. Dadurch wird die Elektronikeinrichtung besonders wirksam vor magnetischen und/oder elektrischen Feldern abgeschirmt. Zugleich ist die Abschirmeinrichtung Bauraum sparend und konstruktiv unaufwendig umsetzbar und wirtschaftlich herstellbar. Durch die
Anordnung an der Außenwand und der Anbindungswand trägt das Abschirmelement auch zur
Verbesserung der Stabilität bzw. Festigkeit der Gehäuseeinrichtung bei. So kann die
Gehäuseeinrichtung insgesamt kompakter und leichter ausgeführt werden. Beispielsweise können Verstärkungsbauteile im Gehäuseraum eingespart werden, sodass mehr Bauraum für das Abschirmelement oder für andere Zwecke zur Verfügung steht.
Vorzugsweise ist das Abschirmelement als eine Querträgerstruktur ausgebildet oder Teil einer solchen. Vorzugsweise verbindet die Querträgerstruktur die Anbindungswand und die
Außenwand lastübertragend miteinander. Das bietet eine besonders vorteilhafte
Funktionsintegration für das Abschirmelement. So können Gehäuseteile und Gewicht eingespart werden. Insbesondere durchspannt das Abschirmelement den Gehäuseraum in der
Art einer Querträgerstruktur. Insbesondere kann das Abschirmelement bzw. die
Querträgerstruktur Zugkräfte und/oder Druckkräfte aufnehmen. Insbesondere ist das
Abschirmelement dazu geeignet und ausgebildet, die Gehäuseeinrichtung zu verstärken bzw.
ZU versteifen.
In einer vorteilhaften Weiterbildung ist das Abschirmelement sowohl an der Anbindungswand als auch an der Außenwand fest angebunden (befestigt). Möglich ist auch, dass das
Abschirmelement (nur) an der Anbindungswand oder (nur) an der Außenwand fest angebunden ist. Das Abschirmelement kann auch an weiteren Wandungen der Gehäuseeinrichtung fest angebunden sein.
Es ist bevorzugt und vorteilhaft, dass das Abschirmelement für die Anbindungswand und für die
Außenwand jeweils wenigstens einen Anbindungsflansch umfasst. Insbesondere umfasst das
Abschirmelement wenigstens einen Anbindungsflansch für die Anbindungswand und/oder wenigstens einen Anbindungsflansch für die Außenwand. Vorzugsweise erstreckt sich der
Anbindungsflansch entlang der Anbindungswand bzw. der Außenwand. Vorzugsweise erstreckt sich der Anbindungsflansch quer zu einer Haupterstreckungsebene des Abschirmelements.
Insbesondere liegt der Anbindungsflansch wenigstens abschnittsweise flächig an der
Anbindungswand bzw. Außenwand an. Insbesondere ist der Anbindungsflansch fest mit der
Anbindungswand bzw. der Außenwand verbunden. Der Anbindungsflansch kann bügelartig ı5 ausgebildet sein bzw. wenigstens einen Bügel umfassen. Der Anbindungsflansch erstreckt sich vorzugsweise auch quer zu einer (nachfolgend noch näher beschriebenen) Abschirmwandung.
Insbesondere verläuft der Anbindungsflansch parallel zur Anbindungswand und/oder zur
Außenwand.
In einer vorteilhaften Weiterbildung umfasst das Abschirmelement eine (flächig ausgebildete)
Abschirmwandung. Insbesondere erstreckt sich die Abschirmwandung quer zur
Anbindungswand und/oder quer zur Außenwand. Insbesondere durchspannt die
Abschirmwandung den Gehäuseraum. Insbesondere teilt die Abschirmwandung den
Gehäuseraum in zwei Teilräume. Insbesondere ist ein Teilraum näher zum Boden des
Gargeschirrgrundkörpers als der andere Teilraum angeordnet. Insbesondere sind die Teilräume übereinander angeordnet. Insbesondere befindet sich die Elektronikeinrichtung (im
Wesentlichen) im oberen Teilraum. Insbesondere verläuft die Abschirmwandung in einer
Haupterstreckungsebene des Abschirmelements.
Es ist möglich, dass die Anbindungsflansche und die Abschirmwandung einstückig miteinander verbunden sind. Die Anbindungsflansche und die Abschirmwandung können auch separate, aber vorzugsweise fest miteinander verbundene Bauteile sein. Das Abschirmelement kann einstückig oder auch mehrteilig ausgebildet sein.
Das Abschirmelement, vorzugsweise wenigstens die Abschirmwandung, weist wenigstens eine
Durchgangsöffnung zur Durchführung wenigstens einer Leitung auf. Die Leitung ist insbesondere eine Sensorleitung für einen Temperatursensor, welcher vorzugsweise tiefer als das Abschirmelement angeordnet ist. Insbesondere ist die Abschirmwandung abgesehen von der wenigstens einen Durchgangsöffnung durchgehend bzw. ohne Ausnehmungen ausgebildet.
Die Abschirmwandung kann auch Ausnehmungen aufweisen, welche insbesondere zur
Gewichtsreduzierung dienen. Die Abschirmwandung kann auch als eine Gitterstruktur ausgebildet sein oder durch einen Schaumkörper bereitgestellt werden.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Abschirmelement, vorzugsweise wenigstens die
Abschirmwandung, als ein Blechkörper ausgebildet. Insbesondere ist das Abschirmelement ein
Abschirmblech oder umfasst wenigstens eine solches. Möglich und vorteilhaft ist auch, dass das Abschirmelement als ein Schaumkörper ausgebildet ist. Insbesondere umfasst der 11 Schaumkôrper einen Metallschaum und vorzugsweise einen Aluminiumschaum. Insbesondere sind der Blechkörper bzw. der Schaumkörper einstückig ausgebildet. Möglich ist auch eine mehrteilige Ausführung.
Das Abschirmelement, vorzugsweise wenigstens die Abschirmwandung bzw. der Blechkörper, ist vorzugsweise aus einer Aluminiumlegierung gefertigt. Das bietet eine wirksame ı5 Abschirmung und zugleich eine hohe Stabilität sowie ein geringes Gewicht. Insbesondere ist das Abschirmelement aus einem Werkstoff mit einer möglichst hohen magnetischen
Leitfähigkeit (wenigstens größer eins) gefertigt. Insbesondere ist das Abschirmelement elektrisch leitfähig. Insbesondere ist das Abschirmelement aus einem metallischen Werkstoff und/oder einem Verbundwerkstoff gefertigt. Möglich sind auch andere zur Abschirmung geeignete Werkstoffe.
In einer bevorzugten und vorteilhaften Weiterbildung umfasst das Abschirmelement, insbesondere wenigstens die Abschirmwandung bzw. der Blechkörper, wenigstens eine
Versteifungsstruktur. Insbesondere umfasst die Versteifungsstruktur wenigstens eine Sicke,
Biegung, (Verstärkungs-) Rippe und/oder Kantung und/oder dergleichen. Insbesondere ist die
Versteifungsstruktur einstückig mit dem Abschirmelement verbunden. Insbesondere ist die
Versteifungsstruktur in das Abschirmelement eingearbeitet. Insbesondere ist die
Versteifungsstruktur wenigstens in der Abschirmwandung angeordnet.
Es ist möglich und vorteilhaft, dass die Abschirmeinrichtung wenigstens zwei Abschirmelemente umfasst. Vorzugsweise sind die wenigstens zwei Abschirmelemente beabstandet zueinander angeordnet. Insbesondere sind die wenigstens zwei Abschirmelemente wenigstens abschnittsweise übereinander angeordnet. Insbesondere ergibt sich zwischen den wenigstens zwei Abschirmelementen wenigstens einen Aufnahmeraum zur Anordnung von Bauteilen.
In einer vorteilhaften Weiterbildung ist zwischen den wenigstens zwei Abschirmelementen wenigstens eine Verstrebung angeordnet. Vorzugsweise kann die Verstrebung Zugkräfte und/oder Druckkräfte aufnehmen. Insbesondere werden mittels der Verstrebung wenigstens zwei Abschirmelemente so miteinander verstrebt und/oder unter Spannung verzurrt, dass sich die Stabilität der Gehäuseeinrichtung erhöht.
Die Verstrebung umfasst insbesondere wenigstens eine die wenigstens zwei Abschirmelemente s Miteinander verbindende Strebe. Insbesondere sind die Abschirmelemente so zueinander angeordnet, dass sich zwischen ihnen ein Aufnahmeraum für die Verstrebung ergibt.
Insbesondere ist wenigstens ein Abschirmelement näher zu dem Boden des
Gargeschirrgrundkörpers gewandt als das wenigstens eine andere Abschirmelement.
Insbesondere ist die wenigstens eine Strebe an den wenigstens zwei Abschirmelementen fest angebunden. Insbesondere ist die Strebe an den Abschirmwandungen befestigt. Die Strebe kann stabförmig oder flächig (zum Beispiel als eine Wand) ausgebildet sein.
Besonders bevorzugt umfasst die Verstrebung wenigstens zwei Streben. Insbesondere sind die wenigstens zwei Streben x-förmig zueinander angeordnet. Möglich ist auch eine andere geeignete Anordnung, beispielsweise können die wenigstens zwei Streben parallel zueinander verlaufen.
Die Anbindungswand verläuft insbesondere parallel zur Wandung des
Gargeschirrgrundkörpers. Die Wandung erstreckt sich insbesondere vom Boden bis zu einer
Beschickungsöffnung des Gargeschirrgrundkörpers. Die Haupterstreckungsebene des
Abschirmelements verläuft insbesondere quer zur Wandung des Gargeschirrgrundkörpers. Die \Wandung verläuft insbesondere quer zum Boden. Die Gehäuseeinrichtung ist insbesondere als ein Bedienpult beispielsweise für einen Topf ausgebildet. Möglich ist auch, dass die
Gehäuseeinrichtung als ein Griff bzw. Stielgriff beispielsweise für eine Pfanne ausgebildet ist.
Der Gargeschirrgrundkörper ist insbesondere als ein Topf oder ein Bräter oder ein
Wasserkocher oder eine Pfanne oder dergleichen ausgebildet.
Das Abschirmelement ist insbesondere höher als der Boden angeordnet. Ein Temperatursensor zur Temperaturüberwachung bzw. dessen Messpunkt ist insbesondere tiefer als das
Abschirmelement angeordnet. Die Elektronikeinrichtung ist wenigstens teilweise höher als das
Abschirmelement angeordnet. Insbesondere beziehen sich die Positionsangaben auf eine bestimmungsgemäße Betriebsposition des Gargeschirrs.
Insbesondere befindet sich wenigstens eine Steuereinrichtung der Elektronikeinrichtung zur
Auswertung der Signale des Temperatursensors und/oder zur Steuerung der
Assistenzfunktionen und/oder zur Kommunikation mit anderen Geräten höher als das
Abschirmelement bzw. oberhalb des Abschirmelements. Insbesondere befinden sich wenigstens eine Energiespeichereinrichtung zur Energieversorgung und/oder wenigstens eine
Benutzerschnittstelle mit einer Bedieneinrichtung und/oder Anzeigeeinrichtung höher als das
Abschirmelement bzw. oberhalb des Abschirmelements. Die Gehäuseeinrichtung ist insbesondere aus Kunststoff und/oder einem Verbundwerkstoff gefertigt.
Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den
Ausführungsbeispielen, welche im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert werden.
In den Figuren zeigen:
Figur 1 eine rein schematische Darstellung eines erfindungsgemäß en Gargeschirrs in einer geschnittenen Seitenansicht;
Figur 2 eine rein schematische Darstellung eines weiteren erfindungsgemäßen
Gargeschirrs in einer geschnittenen Seitenansicht;
Figur 3 eine stark schematisierte Detaildarstellung des Gargeschirrs der Fig. 1;
Figur 4 eine stark schematisierte Detaildarstellung des Gargeschirrs der Fig. 2;
Figur 5 eine rein schematische Darstellung einer Weiterbildung des Gargeschirrs der Fig. 2 in einer geschnittenen Seitenansicht; und
Figur 6 eine rein schematische Darstellung einer anderen Weiterbildung des
Gargeschirrs der Fig. 2.
Die Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Gargeschirr 1 mit einem als Topf 42 ausgebildeten
Gargeschirrgrundkörper 2. Der Gargeschirrgrundkörper 2 kann aber z. B. auch als ein
Wasserkocher, Bräter oder eine Pfanne oder dergleichen ausgebildet sein. Der
Gargeschirrgrundkörper 2 hat einen Boden 12 und eine Wandung 22, welche zusammen ein
Aufnahmevolumen 32 für das Gargut begrenzen. Gegenüberliegend vom Boden 12 befindet sich eine Beschickungsöffnung 52.
Um während des Garvorgangs verschiedene Assistenzfunktionen zu ermöglichen, ist das
Gargeschirr 1 mit einer Elektronikeinrichtung 3 ausgestattet. Die Elektronikeinrichtung 3 umfasst hier eine Steuereinrichtung 23 und eine Benutzerschnittstelle 33. Zur
Energieversorgung der Elektronikeinrichtung 3 ist eine Energiespeichereinrichtung 13 vorgesehen, welche beispielsweise zwei (Lithium-) Batterien umfasst.
Die Steuereinrichtung 23 übernimmt hier z. B. Auswerte-, Steuer-, Signal- und Sensoraufgaben.
Zudem umfasst die Steuereinrichtung 23 eine Kommunikationseinrichtung zur drahtlosen
Kommunikation mit einem Kochfeld. Die Benutzerschnittstelle 33 umfasst beispielsweise
Bedienelemente und eine Anzeige bzw. ein Display.
Die Elektronikeinrichtung 3 und die Energiespeichereinrichtung 13 sind in einem Gehäuseraum 34 einer Gehäuseeinrichtung 4 untergebracht. Der Gehäuseraum 34 wird hier durch eine
Anbindungswand 14 und eine Außenwand 24 begrenzt. Die Anbindungswand 14 ist an der
Wandung 22 befestigt. Die Gehäuseeinrichtung 4 ist hier als ein Bedienpult 44 ausgebildet. Die
Gehäuseeinrichtung 4 kann aber z. B. auch als ein Stielgriff für eine Pfanne oder dergleichen ausgebildet sein.
Um die Elektronikeinrichtung 3 und die Energiespeichereinrichtung 13 vor den magnetischen und/oder elektrischen Feldern eines Induktionskochfelds zu schützen, ist das Gargeschirr 1 mit einer Abschirmeinrichtung 5 ausgestattet. Dabei ist hier ein Abschirmelement 15 der
Abschirmeinrichtung 5 in dem Gehäuseraum 34 angeordnet, sodass es sich zwischen der
Anbindungswand 14 und der Außenwand 24 erstreckt. Das Abschirmelement 15 ist in der Figur 3 noch einmal vergrößert dargestellt. ı5 Das Abschirmelement 15 umfasst hier eine flächige Abschirmwandung 45, welche sich quer zu der Anbindungswand 14 und der Außenwand 24 erstreckt. Durch die Abschirmwandung 45 wird der Gehäuseraum 34 in einen oberen und einen unteren Teilraum getrennt.
Das Abschirmelement 15 ist hier mittels zweier Anbindungsflansche 35 sowohl an der
Anbindungswand 14 als auch an der Außenwand 24 fest angebunden. Die Anbindungsflansche 35 verlaufen quer zur Haupterstreckungsebene des Abschirmelements 15 und sind mit der
Abschirmwandung 45 fest oder sogar einstückig verbunden.
Das Abschirmelement 15 stellt hier eine Querträgerstruktur 6 bereit, welche die
Anbindungswand 14 und die Außenwand 24 lastübertragend miteinander verbindet. Um die statischen Eigenschaften der Querträgerstruktur 6 zu unterstützen, kann die Abschirmwandung 465 mit einer oder mehrerer hier nicht dargestellter Versteifungsstrukturen 85 ausgebildet sein.
Dazu kommen beispielsweise Sicken, Rippen oder Abkantungen oder dergleichen infrage.
In der Abschirmwandung 45 ist eine Durchgangsöffnung 55 zur Durchführung einer hier nicht dargestellten Sensorleitung ausgebildet. Die Sensorleitung verläuft z. B. von einer Messstelle im Boden 12 zu der Steuereinrichtung 23.
Das Abschirmelement 15 ist z. B. als ein Blechkörper 65 ausgebildet und aus einer
Aluminiumlegierung gefertigt. In einer Variante kann das Abschirmelement 15 auch durch einen
Schaumkörper 75 bereitgestellt werden oder einen solchen umfassen. Der Schaumkörper 75 ist beispielsweise aus einem Aluminiumschaum gefertigt. Auch ein solcher Schaumkörper 75 ermöglicht eine hohe Abschirmung bei einem besonders geringen Gewicht.
Die Figur 2 zeigt eine Variante des Gargeschirrs 1 nach Figur 1, bei welcher die
Abschirmeinrichtung 5 zwei übereinander angeordnete Abschirmelemente 15, 25 umfasst. So kann die Abschirmung Bauraum sparend verstärkt werden. Zudem unterstützen beide
Abschirmelemente 15, 25 die Stabilisierung der Gehäuseeinrichtung 4. Dabei ist das obere
Abschirmelement 15 hier analog zu dem in der Figur 1 beschriebenen Abschirmelement 15 ausgebildet.
Das untere Abschirmelement 25 ist hier ebenfalls über Anbindungsflansche 35 mit der
Anbindungswand 14 und der Außenwand 24 fest verbunden. Die Anbindungsflansche 35 sind auch hier an einer Abschirmwandung 45 befestigt, welche sich quer zur Anbindungswand 14 und zur Außenwand 24 erstreckt. Dadurch stellt das zweite Abschirmelement 25 einen weiteren
Teilraum im Gehäuseraum 34 bereit. Auch in dem zweiten Abschirmelement 25 ist eine
Durchgangsöffnung 55 angeordnet. Das zweite Abschirmelement 25 ist in der Figur 4 ı5 vergrößert dargestellt.
Die Figur 5 zeigt eine Variante des mit Bezug zur Figur 2 beschriebenen Gargeschirrs 1. Dabei ist hier zwischen den Abschirmelementen 15, 25 eine Verstrebung 7 mit einer Strebe 17 angeordnet. Dadurch werden Spannungen im Gesamtbauteil bzw. in der Gehäuseeinrichtung 4 so beeinflusst, dass sich die Steifigkeit, Formstabilität und Festigkeit vorteilhaft erhöht.
Die Strebe 17 ist an den Abschirmwandungen 45 der beiden Abschirmelemente 15, 25 fest angebunden. Dadurch kann die Verstrebung 7 Zugkräfte und/oder Druckkräfte aufnehmen. So wird die stabilisierende Wirkung der Abschirmeinrichtung 5 weiter unterstützt. Die Strebe 17 ist beispielsweise stabförmig oder auch flächig bzw. als Wand ausgebildet.
In der Figur 6 ist eine Variante des Gargeschirrs 1 dargestellt, bei welcher die Verstrebung 7 mit zwei Streben 17, 27 ausgestattet ist. Die Streben sind hier x-förmig angeordnet. Möglich sind auch andere Anordnungen, bei denen die Streben 17, 27 Zugkräfte und/oder Druckkräfte aufnehmen können. Dadurch kann die Verstrebung 7 besonders gut Druck auf andere Bauteile bringen oder die Bauteile durch Zug zusammenhalten.
Die hier vorgestellte Erfindung bietet eine Erhöhung der Gesamtstabilität des Bedienpults 44 bzw. der Gehäuseeinrichtung 4 bei einer gleichzeitigen Begrenzung der Gewichtszunahme bzw. des Bedarfs an Bauraum. Zugleich wird die unerwünschte Einkopplung der magnetischen
Streufelder in die Elektronikeinrichtung 3 und die Energiespeichereinrichtung 13 wirkungsvoll begrenzt.
Auf eine zusätzliche Abschirmfolie und beispielsweise eine Ferrit-Folie kann hier verzichtet werden.
Bezugszeichenliste BE2024/5549 1 Gargeschirr 2 Gargeschirrgrundkörper 53 Elektronikeinrichtung 4 Gehäuseeinrichtung
Abschirmeinrichtung 6 Querträgerstruktur 7 Verstrebung 12 Boden 13 Energiespeichereinrichtung 14 Anbindungswand
Abschirmelement 17 Strebe 15 22 Wandung 23 Steuereinrichtung 24 Außenwand 25 Abschirmelement 27 Strebe 32 Aufnahmevolumen 33 Benutzerschnittstelle 34 Gehäuseraum 35 Anbindungsflansch 42 Topf 44 Bedienpult 45 Abschirmwandung 52 Beschickungsöffnung 55 Durchgangsöffnung 65 Blechkörper 75 Schaumkörper 85 Versteifungsstruktur

Claims (10)

Patentansprüche
1. Gargeschirr (1) umfassend wenigstens einen Gargeschirrgrundkörper (2) und eine Elektronikeinrichtung (3) und eine Gehäuseeinrichtung (4) zur Einhausung der Elektronikeinrichtung (3), wobei der Gargeschirrgrundkörper (2) wenigstens einen Boden (12) und wenigstens eine Wandung (22) umfasst und wobei durch den Boden (12) und die Wandung (22) wenigstens ein Aufnahmevolumen (32) begrenzt wird und wobei die Gehäuseeinrichtung (4) wenigstens eine an der Wandung (22) des Gargeschirrgrundkörpers (2) befestigte Anbindungswand (14) und wenigstens eine beabstandet zur Anbindungswand (14) angeordnete Außenwand (24) und wenigstens einen von der Anbindungswand (14) und der Außenwand (24) begrenzten Gehäuseraum (34) zur Aufnahme der Elektronikeinrichtung (3) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuseraum (34) wenigstens ein Abschirmelement (15) einer Abschirmeinrichtung (5) zur Abschirmung der Elektronikeinrichtung (3) vor magnetischen und/oder elektrischen Störfeldern, wie sie beispielsweise von einem Induktionskochfeld ausgehen, angeordnet ist und dass sich das Abschirmelement (15) zwischen der Anbindungswand (14) und der Außenwand (24) erstreckt.
2. Gargeschirr (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmelement (15) als eine Querträgerstruktur (6) ausgebildet ist, welche die Anbindungswand (14) und die Außenwand (24) lastübertragend miteinander verbindet.
3. Gargeschirr (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmelement (15) sowohl an der Anbindungswand (14) als auch an der Außenwand (24) fest angebunden ist.
4. Gargeschirr (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmelement (15) für die Anbindungswand (14) und die Außenwand (24) jeweils wenigstens einen Anbindungsflansch (35) umfasst, welcher sich entlang der Anbindungswand (14) bzw. der Außenwand (24) und quer zu einer Haupterstreckungsebene des Abschirmelements (15) erstreckt.
5. Gargeschirr (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmelement (15) eine Abschirmwandung (45) umfasst, welche sich quer zur Anbindungswand (14) und quer zur Außenwand (24) erstreckt.
6. Gargeschirr (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirmwandung (45) wenigstens eine Durchgangsöffnung (55) zur Durchführung wenigstens einer Leitung umfasst.
7. Gargeschirr (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmelement (15) als ein Blechkörper (65) oder als ein Schaumkörper (75) ausgebildet ist.
8. Gargeschirr (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmelement (15) aus einer Aluminiumlegierung gefertigt ist.
9. Gargeschirr (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmelement (15) wenigstens eine Versteifungsstruktur (85) umfasst.
10. Gargeschirr (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirmeinrichtung (5) wenigstens zwei Abschirmelemente (15, 25) umfasst und dass die wenigstens zwei Abschirmelemente (15, 25) beabstandet zueinander wenigstens abschnittsweise übereinander angeordnet sind und dass zwischen den Abschirmelementen (15, 25) eine Verstrebung (7) mit wenigstens einer die Abschirmelemente (15, 25) miteinander verbindenden Strebe (17, 27) angeordnet ist.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102022122251A1 (de) * 2022-09-02 2024-03-07 Miele & Cie. Kg Gargefäß zum Aufnehmen von Gargut für ein Induktionskochfeld
EP4368076A1 (de) * 2022-11-09 2024-05-15 Miele & Cie. KG Kochgeschirr, kochsystem und verfahren zum betreiben

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