BE1032978A1 - Heißgassammelvorrichtung, insbesondere für einen Reformer zu Wasserstofferzeugung - Google Patents
Heißgassammelvorrichtung, insbesondere für einen Reformer zu WasserstofferzeugungInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Heißgassammelvorrichtung 10, wobei die Heißgassammelvorrichtung 10 einen Druckmantel 20 und ein Innenrohr 30 aufweist, wobei zwischen dem Druckmantel 20 und dem Innenrohr 30 eine thermische Isolierungsschicht 40 angeordnet ist, wobei die Heißgassammelvorrichtung 10 wenigstens zwei Heißgaszuführungsrohre 50 aufweist, wobei der Druckmantel 20 Druckmantelöffnungen 22 zur Durchführung der Heißgaszuführungsrohre 50 aufweist, wobei die Heißgaszuführungsrohre 50 durch die Druckmantelöffnungen 22 des Druckmantels 20 und die thermische Isolierungsschicht 40 führen, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenrohr 30 in Längsrichtung wenigstens zwei Segmenten 32 aufweist, wobei die Segmente 32 in Längsrichtung des Innenrohrs 30 in Reihe angeordnet sind, wobei zwischen zwei benachbarten Segmenten 32 eine Ausdehnungsfuge 60 angeordnet ist, wobei jedes Heißgaszuführungsrohr 50 mit genau einem Segment 32 fest verbunden ist und jedes Segment 32 mit nur genau einem Heißgaszuführungsrohr 50 verbunden ist.
Description
' BE2024/5646
Heißgassammelvorrichtung, insbesondere für einen Reformer zu
Wasserstofferzeugung.
Die Erfindung betrifft eine HeiRgassammelvorrichtung, in welcher insbesondere aus einem Reformer kommendes heißes Wasserstoffgemisch gesammelt und abgeführt wird.
In einem Dampfreformer wird aus ein Kohlenwasserstoff, zum Beispiel, Methan und
Wasserdampf unter Energiezufuhr Wasserstoff und Kohlenmonoxid und letztendlich
Kohlendioxid hergestellt. Hierzu werden üblicherweise Rohre, welche mit Katalysator gefüllt sind, senkrecht durch einen beheizten Raum geführt, wobei von oben die Edukte zugeführt und das Produktgasgemisch nach unten abgeführt und in einer
HeiRgassammelvorrichtung zusammengeführt und abtransportiert wird. Hierbei hat das
Gasgemisch eine Temperatur zwischen grob 800 und 900 °C. Die mit Katalysator gefüllten Rohre sind üblicherweise in einer Reihe angeordnet. Da die Dampfreformierung die eingesetzten Kohlenwasserstoffmoleküle aufspaltet, werden die Katalysatorrohre auch als Spaltrohre und der gesamte Dampfreformer entsprechend als Röhrenspaltofen bezeichnet. Die katalysatorgefüllten Rohre sind üblicherweise in Reihen innerhalb eines
Feuerraumes angeordnet. Dementsprechend ist unter jeder Reihe eine
HeiRgassammelvorrichtung horizontal angeordnet, die sich unterhalb des beheizten
Raums befinden, wobei die Rohre einer Reihe über jeweils einzelne Stutzen in die
HeiRgassammelvorrichtung einmünden.
Daher hat es sich als sinnvoll erwiesen, die HeiRßgassammelvorrichtung derart aufzubauen, dass außen ein Druckmantel angeordnet ist und im Inneren ein Innenrohr, welches üblicherweise Hemd genannt wird. Das Innenrohr oder Hemd ist dabei nicht druck- oder gasdicht. Zwischen dem Druckmantel und dem Innenrohr ist eine Isolierung, üblicherweise Beton angeordnet, die auf diese Art vor Erosion durch die Gasströmung innerhalb des Innenrohres geschützt ist. Da das Innenrohr nicht dicht ist, muss das
Innenrohr dem Druck des Gasgemisches nicht standhalten. Durch die Isolierung ist der
Druckmantel üblicherweise nur noch Temperaturen von bis zu 200 °C ausgesetzt.
Dadurch ist es möglich, trotz der wasserstoffhaltigen Atmosphäre im Inneren einen niedrig legierten Stahl zu verwenden, was vorteilhaft gegenüber einem direkten Kontakt des Druckmantels mit dem heißen Gasgemisch ist, da dann extrem hochwertige
Legierungen eingesetzt werden müssen.
Aus der DE 10 2006 022 898 B3 ist eine Sammelleitung für Röhrenspaltöfen bekannt.
Aus der DE 10 2013 109 209 A1 ist eine Sammelleitung zur gemeinsamen Abfuhr von aus mehreren Reformerrohren zugeleiteten Prozessgasen eines Reformers bekannt.
Aus der DE 10 2006 052 937 A1 ist eine Sammelleitung für Röhrenspaltöfen bekannt.
Da der Druckmantel, das Innenrohr und die lateral einmündenden Gaszuführungsrohre aus unterschiedlichen Materialien bestehen und im Betrieb auch unterschiedlichen
Temperaturen ausgesetzt sind, kommt es zu unterschiedlichen thermischen
Längenausdehnungen, die zu einem Versatz der Innenrohre zu den
Gaszuführungsrohren führt. Die Dehnungsunterschiede und die Versätze werden wie in der DE 10 2006 052 937 A1 angedeutet dadurch berücksichtigt, dass das Innenrohr einzelne Langlöcher für die Einmündungen der Heißgaszuführungsrohre aufweist.
Gleichzeitig weisen die Heißgaszuführungsrohre jeweils ein Kragenblech auf, um das
Langloch grob abzudichten, wobei die Abdichtung ebenfalls nicht gasdicht sein soll und darf, um die aus der thermischen Ausdehnung resultierende laterale Bewegung zwischen
Innenrohr und Gaszuführungsrohr nicht zu behindern.
Die Länge der Langlöcher muss bei den bekannten Konstruktionsausführungen proportional mit der Länge der Innenrohrsektionen zunehmen, um den stetig mit der
Innenrohrlänge anwachsenden Versatz zwischen Innenrohr und den
Gaszuführungsrohren zu kompensieren. Da aus verschiedenen Gründen die Langlöcher nicht beliebig verlängert werden können, ist deswegen die Länge der Innenrohrsektionen praktisch begrenzt, damit die gesamte thermische Ausdehnung eines Sammlers in mehrere Abschnitte unterteilt wird. Ein üblicher Richtwert ist dabei, die Sektionslänge so zu beschränken, dass nur fünf Gaszuführungsrohre einmünden und dementsprechend fünf Langlöcher vorgesehen werden müssen.
Es hat sich jedoch herausgestellt, dass der Beton, der als Isolierung zwischen dem
Druckmantel und dem Innenrohr verwendet wird, im Versagensfall vor allem Risse ausgehend von den HeiRgaszuführungsrohren aufweist, entweder in der Ebene zwischen zwei HeiBgaszuführungsrohren oder senkrecht zur Längsrichtung des Innenrohres, also im Rohrquerschnitt. Damit fallen die potentiellen Risse im Beton aber örtlich mit den auch geplanten Undichtigkeiten im Innenrohr, dem Hemd, zusammen, sodass in einem solchen Rissfall das Risiko besteht, dass deutlich mehr heißes Gas bis an den
Druckmantel gelangt und diesen deutlich stärker erwärmt. Dieses stellt ein enormes 5 Sicherheitsrisiko dar.
Aufgabe der Erfindung ist es, die HeiBgassammelvorrichtung so zu modifizieren, dass das Risiko eines heißen Gasstromes an den Druckmantel reduziert wird.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die Heigassammelvorrichtung mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den
Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie der Zeichnung.
Die erfindungsgemäße Heißgassammelvorrichtung dient beispielsweise dazu, wasserstoffhaltiges Gas aus einem Reformer zu sammeln und abzuführen. Wie aus dem
Stand der Technik bekannt, weist die Heidgassammelvorrichtung einen Druckmantel und ein Innenrohr auf. Dadurch ist der Druckmantel weniger hohen Temperaturen ausgesetzt, sodass die Anforderungen an die Legierung wesentlich geringer sind. Dafür ist zwischen dem Druckmantel und dem Innenrohr eine thermische Isolierungsschicht, üblicherweise aus Beton, angeordnet. Die Heißgassammelvorrichtung weist wenigstens zwei
Heißgaszuführungsrohre auf. Üblich sind eher 30 bis 50 Heißgaszuführungsrohre, die in einer Reihe angeordnet sind und von oben aus einem Reformer mit wasserstoffhaltigem
Gasgemisch beschickt werden. Der Druckmantel weist Druckmantelöffnungen zur
Durchführung der HeiBgaszuführungsrohre auf. Die Heibgaszuführungsrohre führen durch die Druckmantelöffnungen des Druckmantels und die thermische
Isolierungsschicht. Dieses entspricht soweit der klassischen Bauweise, wie diese beispielsweise in der DE 10 2006 052 937 A1 beschrieben ist.
Erfindungsgemäß weist das Innenrohr in Längsrichtung wenigstens zwei Segmenten auf.
Die Segmente sind in Längsrichtung des Innenrohrs in Reihe angeordnet. Zwischen zwei benachbarten Segmenten ist eine Ausdehnungsfuge angeordnet. Jedes
HeiBgaszuführungsrohr ist mit genau einem Segment fest verbunden und jedes Segment ist mit nur genau einem HeiBgaszuführungsrohr verbunden. Dies bedeutet, dass die
Ausdehnungsfugen die alleinigen Undichtigkeiten des Innenrohres und grundsätzlich
‘ BE2024/5646 mögliche Strômungswege für das HeiBgas darstellen. Damit befinden sich diese
Strömungswege aber nicht mehr wie bisher mit dem Schlitzloch in direkter Nähe zum
HeiBgaszuführungsrohr, sodass auch eine räumliche Trennung zwischen einem möglichen Riss im Beton und der gewollten Undichtigkeit des Innenrohrs erzeugt wird.
Dadurch wird das Risiko deutlich herabgesetzt, dass der Druckmantel durch einen
Gasstrom durch einen môglichen Riss zu stark erwärmt wird.
Bevorzugt ist das HeiBgaszuführungsrohr entlang der Längsrichtung mittig des Segments mit dem Segment verbunden. Dadurch werden die Abstände zu den Ausdehnungsfugen maximiert.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das HeiBgaszuführungsrohr im
Bereich des Druckmantels senkrecht zur Längsrichtung angeordnet. Das
HeiBgaszuführungsrohr weist am in das Innenrohr führenden Ende eine Krümmung auf.
Dieses ist aus dem Stand der Technik, beispielsweise der DE 10 2006 052 937 A1, bekannt und dient dazu, durch Umlenkung des Gasstromes den Strömungswiderstand im Innenrohr zu reduzieren. Die Reduktion des Strômungswiderstandes verringert die
Wahrscheinlichkeit, dass heißes Gas sich einen Weg durch die Isolierung bis zum
Druckmantel bahnt. Da das Innenrohr aber wegen der thermischen Ausdehnung ein
Langloch aufweist, ist an das HeiBgaszuführungsrohr nach dem Stand der Technik ein
Kragenblech angebracht, dass das Schlitzloch verschließt. Daher muss bei der
Herstellung, dem Befüllen mit Beton, über das HeiBgaszuführungsrohr das Kragenblech angedrückt werden, weshalb das Kragenblech nur im senkrechten Teil des
HeiBgaszuführungsrohres ermöglicht. Dieses bedeutet, dass die Krümmung vollständig im Innenrohr angeordnet ist und damit selber einen Strömungswiderstand darstellt. Da erfindungsgemäß nun das HeiBgaszuführungsrohr mit dem Segment verbunden ist, ist ein Andrücken nicht nötig. Somit ist es möglich, dass das HeiBgaszuführungsrohr im
Bereich fest mit dem Innenrohr verbunden ist, welcher nicht senkrecht zur Längsrichtung angeordnet ist. Dadurch lässt sich der Strômungswiderstand reduzieren und somit das
Risiko weiter minimieren, dass heiBes Gas zum Druckmantel geführt wird.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Heidgassammelvorrichtung eine Gassperre auf. Eine Gassperre ist eine gasdichte Verbindung zwischen dem
Druckmantel und dem Innenrohr. Diese dient dazu, dass Gas nicht weiter außerhalb des
) BE2024/5646
Innenrohrs parallel dazu strömen kann. Damit stellt die Gassperre jedoch eine feste
Verbindung zwischen dem Druckmantel und dem Innenrohr dar. Die Gassperre ist fest mit dem Druckmantel und ebenfalls fest mit dem Innenrohr verbunden. Die Gassperre ist mit genau einem Segment des Innenrohrs fest verbunden. Das Segment ist nur mit der
Gassperre und nicht mit einem Heißgaszuführungsrohr verbunden. Dadurch ist sichergestellt, dass die unterschiedliche thermische Ausdehnung des Druckmantels und des Innenrohrs durch die Ausdehnungsfuge zwischen den Segmenten ausgeglichen werden kann. Bevorzugt ist die Gassperre nicht in der einfachsten Form einer
Kreisscheibe ausgeführt, sondern weist eine schräge Treppenform, sodass thermische
Ausdehnungseffekte kompensiert werden können.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ragen die HeiRgaszuführungsrohre über den Druckmantel um eine erste Distanz hinaus. Die erste Distanz ist kleiner als der
Abstand zwischen dem Druckmantel und dem Innenrohr. Dieses ermöglicht, dass die
Segmente außerhalb des Druckmantels zu einem kompletten Innenrohr zusammengesetzt und dann in den Druckmantel eingeführt werden. Anschließend wird das Innenrohr dann im Druckmantel angehoben, bis das Innenrohr mittig angeordnet ist und die HeiRgaszuführungsrohre durch die Druckmantelöffnungen ragen.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist das Innenrohr zwischen zwei
Segmenten einen Überlappungsring auf. Der Überlappungsring ist mit genau einem
Segment fest verbunden. Der Überlappungsring dient dazu, die Ausdehnungsfuge grob abzudichten, aber eine Gasdurchlässigkeit für den Druckausgleich soll dennoch gegeben sein. Es geht also darum, den Gasstrom zu minimieren, einen Druckausgleich aber zu ermöglichen. Daher kann der Überlappungsring nur punktweise mit dem einen Segment verbunden sein, um einfach eine feste mechanische Verbindung zu schaffen. Alternativ kann der Überlappungsring auch vollständig mit dem einen Segment verbunden sein, da zwischen dem Überlappungsring und dem anderen Segment, mit dem der
Überlappungsring nicht verbunden ist, ein Gasdurchtritt möglich ist. Als weiterer Vorteil hat sich herausgestellt, dass die Ausdehnungsfuge weiter geschlossen werden kann, als dieses bisher beim Langloch möglich war, insbesondere, wenn der Überlappungsring fest und gasdicht mit dem einen Segment verbunden ist. Auch ist der Spalt zwischen dem
Überlappungsring und dem zweiten Segment kleiner wählbar und gezielter einstellbar,
° BE2024/5646 als dieses früher beim Langloch und dem Kragenblech möglich war. Auch hierdurch wird eine Gasstrômung in Richtung des Druckmantels minimiert.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Heidgassammelvorrichtung wenigstens zwei Teile auf. Die HeiRgassammelvorrichtung wird vor Ort aus den wenigstens zwei Teilen zusammengesetzt. Jedes Teil weist 6 bis 15
HeiBgaszuführungsrohre auf. Nach dem bisherigen Stand der Technik, wie in der der
DE 10 2006 052 937 A1 beschrieben waren bisher nur 4 bis 5 HeiRgaszuführungsrohre je Teil möglich, da ansonsten die Schlitzlöcher zu lang werden würden und daher die
Rückhaltefunktion des Innenrohrs zu stark beeinträchtigt wäre. Zwar konnten bereits zwei oder drei dieser bisherigen Teile zu einem Großteil vormontiert werden, die Fertigung ist dennoch aufwändiger und im fertigen Druckmantel ergeben sich mehr Schweißnähte, welche immer einen Mehraufwand und eine potentielle Fehlerquelle darstellen. Somit kann durch die Fertigung größerer Teile die Fertigung vereinfacht und auch der für die
Sicherheit der gesamten Heißgassammelvorrichtung nötige Prüfaufwand von
Schweißnähten letztendlich reduziert werden.
In einer weiteren Ausführungsform betrifft die Erfindung einen Reformer mit einer erfindungsgemäßen Heikgassammelvorrichtung. Die Heißgassammelvorrichtung befindet im unteren Bereich des Reformers. Die Heigassammelvorrichtung hat an der
Außenseite Kontakt mit der Umgebungsluft. Somit unterscheidet sich die
HeiRgassammelvorrichtung grundlegend von einer in der beheizten Kammer des
Reformers angeordneten HeiRgassammelvorrichtung.
Nachfolgend ist die erfindungsgemäße Heißgassammelvorrichtung anhand eines in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Fig. 1 Querschnitt
In Fig. 1 ist ein beispielhafter, rein schematischer Querschnitt einer beispielhaften
HeiRgassammelvorrichtung 10 zur Verdeutlichung der Erfindung gezeigt. Die gezeigte
HeiRgassammelvorrichtung 10 weist rein beispielhaft vier HeiRgaszuführungsrohre 50 auf, um die Übersichtlichkeit zu erhalten, bevorzugt wären es eher 8 bis 12
Heißgaszuführungsrohre 50.
' BE2024/5646
Außen weist die HeiRgassammelvorrichtung 10 einen Druckmantel 20 auf, im Inneren ein
Innenrohr 30. Dazwischen ist eine Isolierungsschicht 40 angeordnet. Dadurch liegt die
Temperatur des Gases im Inneren des Innenrohres 30 bei beispielsweise 800 bis 900 °C, die des Druckmantels 20 aber nur bei 200 °C, wodurch der Druckmantel 20 aus einem niedrig legierten Stahl bestehen kann.
Wesentlich ist der Aufbau des Innenrohres 30. Dieses ist im gezeigten Beispiel aus fünf
Segmenten 32 aufgebaut, die in Längsrichtung in Reihe angeordnet sind. Da die
Segmente 32 getrennt sind, können diese sich unabhängig voneinander bewegen, insbesondere beim Aufheizen und Abkühlen in der Länge verändern. Dazu sind zwischen den Segmenten 32 Ausdehnungsfugen 60 angeordnet. Die links dargestellten vier
Segmente sind mit jeweils einem Heißgaszuführungsrohr 50 verbunden. Da das
HeiRgaszuführungsrohr 50 durch die zumeist aus Beton bestehende Isolierungsschicht 40 führt, ist das HeiRgaszuführungsrohr 50 auch bei Erwärmung oder Abkühlung ortsfest.
Die HeiRgaszuführungsrohre 50 sind mit dem jeweiligen Segment 32 fest verbunden, insbesondere verschweißt und zwar vorzugsweise im Bereich der Krümmung 52, die dazu dient, den eintretenden Gasstrom in Strömungsrichtung zu lenken und dadurch den
Strömungswiderstand zu reduzieren. Da im Gegensatz zu früher durch die Verbindung in der Krümmung die HeiRgaszuführungsrohre 50 deutlich weniger in das Innenrohr 30 hineinragen, wird der Strömungswiderstand weiter reduziert. Bei geeigneter Auslegung der Heißgaszuführungsrohre 50 kann auf den in das Innenrohr hineinragenden Teil vollständig verzichtet werden.
Um den Gasstrom zwischen den Segmenten 32 zu minimieren, sind Überlappungsringe angeordnet. Diese sind bevorzugt mit einem der Segmente 32 fest verbunden. Dadurch ist eine Bewegung der Segmente 32 zueinander möglich, ein Segment 32 schiebt sich hierbei unter den Überlappungsring 90, der mit dem benachbarten Segment 32 fest verbunden ist.
Das rechts angeordnete Segment 32 ist über eine Gassperre 70 ebenfalls fest mit dem
Druckmantel 20 verbunden. Die Gassperre 70 bewirkt, dass an dieser Stelle alles Gas ausschließlich durch das Innenrohr 30 strömen kann.
Um das Innenrohr 30 gut in den Druckmantel 20 bei der Herstellung einbringen zu können, ragen die Heifgaszuführungsrohre 50 nur um die erste Distanz 81 über den
Druckmantel 20 hinaus, wobei die erste Distanz 81 kleiner ist als die zweite Distanz 82, welche der Abstand zwischen dem Innenrohr 30 und dem Druckmantel 20 ist. 5
An dieser Darstellung ist nun der Vorteil der Erfindung gut zu sehen. Bilden sich Risse in der Isolierungsschicht 40, so sind diese hauptsächlich in unmittelbarer Nähe zu den
HeiBgaszuführungsrohren 50 angeordnet. Das Gas aus dem Innenrohr kann jedoch nur über die Ausdehnungsfuge 60 in die Isolierungsschicht 40 einströmen, also möglichst weit von den möglichen Rissen entfernt, Dadurch sinkt der Strömungswiderstand für potentielle Gasströmungen außerhalb des Innenrohres und damit das Risiko deutlich, dass heiBes Gas aus dem Innenrohr 30 an den Druckmantel 20 gelangt und diesen zu stark erhitzt.
Bezugszeichen 10 Heigassammelvorrichtung
Druckmantel 22 Druckmantelöffnung 30 Innenrohr 20 32 Segment 40 Isolierungsschicht 50 HeiRgaszuführungsrohr 52 Krümmung 60 Ausdehnungsfuge 70 Gassperre 81 erste Distanz 82 zweite Distanz 90 — Überlappungsring
Claims (7)
1. Heißgassammelvorrichtung (10), wobei die HeiRgassammelvorrichtung (10) einen Druckmantel (20) und ein Innenrohr (30) aufweist, wobei zwischen dem Druckmantel (20) und dem Innenrohr (30) eine thermische Isolierungsschicht (40) angeordnet ist, wobei die HeiRßgassammelvorrichtung (10) wenigstens zwei HeiRgaszuführungsrohre (50) aufweist, wobei der Druckmantel (20) Druckmantelöffnungen (22) zur Durchführung der Heißgaszuführungsrohre (50) aufweist, wobei die HeiBgaszuführungsrohre (50) durch die Druckmantelôffnungen (22) des Druckmantels (20) und die thermische Isolierungsschicht (40) führen, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenrohr (30) in Längsrichtung wenigstens zwei Segmenten (32) aufweist, wobei die Segmente (32) in Längsrichtung des Innenrohrs (30) in Reihe angeordnet sind, wobei zwischen zwei benachbarten Segmenten (32) eine Ausdehnungsfuge (60) angeordnet ist, wobei jedes HeiBgaszuführungsrohr (50) mit genau einem Segment (32) fest verbunden ist und jedes Segment (32) mit nur genau einem HeiBgaszuführungsrohr (50) verbunden ist.
2. Heigassammelvorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das HeiBgaszuführungsrohr (50) im Bereich des Druckmantels (20) senkrecht zur Längsrichtung angeordnet ist, wobei das HeiBgaszuführungsrohr (50) am in das Innenrohr (30) führenden Ende eine Krümmung (52) aufweist, wobei das HeiBgaszuführungsrohr (50) im Bereich fest mit dem Innenrohr (30) verbunden ist, welcher nicht senkrecht zur Längsrichtung angeordnet ist.
3. HeiRgassammelvorrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heitgassammelvorrichtung (10) eine Gassperre (70) aufweist, wobei die Gassperre (70) fest mit dem Druckmantel (20) und dem Innenrohr (30) verbunden ist, wobei die Gassperre (70) mit einem Segment (32) des Innenrohrs (30) fest verbunden ist, wobei das Segment (32) nur mit der Gassperre (70) und nicht mit einem HeiBgaszuführungsrohr (50) verbunden ist.
4. Heikgassammelvorrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heilgaszuführungsrohre (50) über den
Druckmantel (20) um eine erste Distanz (81) hinausragen, wobei die erste Distanz (81) kleiner ist als der Abstand zwischen dem Druckmantel (20) und dem Innenrohr (30).
5. Heißgassammelvorrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenrohr (30) zwischen zwei Segmenten (32) einen Überlappungsring (90) aufweist, wobei der Überlappungsring (90) mit genau einem Segment (32) fest verbunden ist.
6. HeiRgassammelvorrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die HeiRgassammelvorrichtung (10) wenigstens zwei Teile aufweist, wobei die Heidgassammelvorrichtung (10) vor Ort aus den wenigstens zwei Teilen zusammengesetzt wird, wobei jedes Teil 6 bis 15 HeiBgaszuführungsrohre (50) aufweist.
7. Reformer mit einer HeiRgassammelvorrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Heißgassammelvorrichtung (10) im unteren Bereich des Reformers befindet und wobei die HeiRßgassammelvorrichtung (10) an der Außenseite Kontakt mit der Umgebungsluft hat.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE20245646A BE1032978A1 (de) | 2024-09-23 | 2024-09-23 | Heißgassammelvorrichtung, insbesondere für einen Reformer zu Wasserstofferzeugung |
| PCT/EP2025/076158 WO2026061929A1 (de) | 2024-09-23 | 2025-09-15 | HEIßGASSAMMELVORRICHTUNG, INSBESONDERE FÜR EINEN REFORMER ZU WASSERSTOFFERZEUGUNG |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE20245646A BE1032978A1 (de) | 2024-09-23 | 2024-09-23 | Heißgassammelvorrichtung, insbesondere für einen Reformer zu Wasserstofferzeugung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| BE1032978A1 true BE1032978A1 (de) | 2026-04-24 |
Family
ID=92926321
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| BE20245646A BE1032978A1 (de) | 2024-09-23 | 2024-09-23 | Heißgassammelvorrichtung, insbesondere für einen Reformer zu Wasserstofferzeugung |
Country Status (1)
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| BE (1) | BE1032978A1 (de) |
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| DE102013109209A1 (de) | 2013-08-26 | 2015-02-26 | Thyssenkrupp Industrial Solutions Ag | Sammlerleitung zur gemeinsamen Abfuhr von aus mehreren Reformerrohren zugeleiteten Prozessgasen eines Reformers |
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2024
- 2024-09-23 BE BE20245646A patent/BE1032978A1/de unknown
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