BE903486A - Well water extraction system - has suction passage wall resistance decreasing in stages from top - Google Patents
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Description
Verfahren zur Wasserentnahme sowie Wasserentnahmeanordnung. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wasserentnahme und eine Wasserentnahmeanordnung für Brunnenrohre, insbesondere für die Entnahme von Wasser aus sandhaltiger Umgebung, gemäss dem Oberbegriff der Ansprüche 1 bzw. 2. Bekannte Wasserentnahmeanordnungen, die insbesondere in versteppungsgef ährdeten Gegenden zur Anwendung gelangen, bestehen aus transversal geschlitzten Brunnenrohren, die von einer Filterkiesschüttung umgeben sind. Zur Herstellung derartiger Wasserentnahmeanordnungen wird zunächst eine Tiefbohrung mit dem Durchmesser des gewünschten Bohrloches, beispielsweise mittels des bekannten Rotary-Spülbohrverfahrens, eingebracht. Hierzu wird die Bohrlochwandung mittels Lehm oder auch mittels Bentonit verfestigt. Damit ist es möglich, ohne zusätzliche Verrohrung der .Bohrlochwandung Bohrtiefen von 150 m in wenige Tagen zu erreichen. Daraufhin werden dann transversal geschlitzte Brunnenrohre in das Bohrloch eingebracht, die der Wasserentnahme dienen sollen. Der Zwischenraum zwischen dem Brunnenrohr und der Bohrlochwandung wird dann mit Grobkies aufgefüllt und dann die Bohrlochwandung ausgespült, um einen Wassereinzug aus den umliegenden wasserführenden Schichten in die Filterkiesschüttung und damit in das Brunnenrohr zu gewährleisten. Die Grobkiesschüttung ist gewöhnlich nicht in der Lage, im Wasser enthaltende Sande vollständig auszufiltern. Wenn der Sand eine Körnung von 0,5 bis 1 mm hat, wäre eine Körnung von etwa 3 bis 4 mm für die Kiesschüttung erforderlich, um eine befriedigende filternde Wirkung zu erreichen. Dann wäre es jedoch nicht möglich, die mit Lehm oder Bentonit befestigte Bohrlochwandung auszuspülen, wie es für die Wasserförderung erforderlich ist. Eine gattungsgemässe Wasserentnahmeanordnung, die aus der DEOS 24 01 327 bekannt ist, ist bei hohen Wasserförderleistungen jedoch unbrauchbar, da entweder durch das Granulat hindurch Sandkörner angesaugt werden oder - auch schon bei einem geringen Anteil von Sand im Wasser - der Sand sich innerhalb des Granulates festsetzt und damit den Durchtrittswiderstand so erhöht, dass die ganze Wasserentnahmeanordnung unbrauchbar wird. Ein weiteres Problem besteht in der unterschiedlichen Neigung verschiedener Brunnen, den Sand anzusaugen. Dies hängt neben der Saugleistung der Förderpumpe und dem Körnungsgrad der Kiesschüttung insbesondere von der Verteilung der sandigen Schichten um das Bohrloch herum ab. Es ist nicht feststellbar, ob Sand aus den wasserführenden Schichten in die Kiesschüttung eingetreten ist, bevor der Sand nicht von der Förderpumpe ins Freie befördert werden ist. Dann hat sich jedoch meist Sand innerhalb der Kiesschüttung verteilt und führt dort und an der Wandung des Brunnenrohres zu Verstopfungseffekten. Diese haben nun wiederum einen Selbstverstärkungseffekt, denn durch die Verstopfung an einer Stelle wird die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers an den noch nicht verstopften Stellen erhöht, so dass dort ebenfalls Sandpartikel angesaugt werden. Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Wasserentnahme und eine Wasserentnahmeanordnung gemäss dem Oberbegriff der Ansprüche 1 bzw. 2 zu schaffen, bei welcher eine hohe Förderleistung von sandfreiem Wasser auch bei Brunnen unterschiedlichster Art und Leistung möglich ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 und 2 gelöst. Durch den erfindungsgemäss vorgesehenen Saugkanal wird zunächst erreicht, dass das Wasser nicht an einer Stelle angesaugt wird, sondern dass die Wasserförderung in vergleichmässigter Weise über einen erheblichen Teil des geschlitzten Bereiches des Brunnen-rohres gleichmässig erfolgt. Besonders vorteilhaft ist es, dass dadurch die bislang bestehende Spitze im Strömungsprofil unmittelbar an der Ansaugöffnung der Brunnen-Förderpumpe vermieden wird. Ferner wird durch die Anpassung des Saugkanals an den Strömungswiderstand des Brunnens erreicht, dass eine optimale Saugleistung erzielbar ist, ohne dass bereits beim empirischen Feststellen der optimalen Saugleistung eine Versandung des Brunnens stattfinden könnte. Besonders vorteilhaft ist es, dass verhindert wird, dass die Saugkraft der Förderpumpe die Brunnenfilterpartie in unmittelbarer Nähe der Förderpumpe beeinflusst. Mit dem erfindungsgemässen Saugkanal wird verhindert, dass im Brunneninneren eine nennenswerte Turbulenz entsteht. Ohne Turbulenz ist aber die Gefahr, dass Ausscheidungen verockerungsfördernder Substanzen erfolgen können, dass sich also ein Wasseraufbereitungsprozess im Brunnen abspielt, welcher keineswegs erwünscht ist, erheblich vermindert. Besonders vorteilhaft ist es hierbei, dass die sonst üblicherweise für die Regenerierung des Brunnens, d.h., für das Entfernen der aus dem Wasser ausgeschiedenen Substanzen, die dazu neigen, einen Teil des Brunnens zuzusetzen, anfallende Kosten eingespart werden können. Mit der Verhinderung der Strömungsprofilspitze im Bereich des Brunnenrohres in unmittelbarer Nachbarschaft der Förderpumpe wird zugleich eine Strömungsprofilspitze an der Bohrlochwandung verhindert. Dadurch wird die Gefahr ausgeschaltet, dass das Unterkorn der wasserführenden Schichten von der Strömungsspitze erfasst wird und in die Kiesschüttung hineingelangt. Die bei lehmhaltigen wasserführenden Sanden entstehenden Kavernen an der Bohrlochwandung, in die die Kiesschüttung hereinfällt, werden so vermieden. Damit wird eine weitere Quelle der Gefährdung des Brunnens ausgeschaltet, denn, wenn die Kiesschüttung.nicht in Kavernen abfällt, ist die Gefahr, dass die wasserführenden Sande direkt in Kontakt mit der Aussenwand des Brunnenrohres gelangen, erheblich vermindert. Besonders vorteilhaft lässt sich die erfindungsgemässe Wasserentnahmeanordnung bei Brunnen einsetzen, die mittels des RotarySpülbohrverfahrens erstellt wurden. Diese Brunnen sind nämlich besonders sandf ührungsgef ährdet. Andererseits bietet das RotarySpülbohrverfahren die Möglichkeit, einen Brunnen selbst bis zu einer Tiefe von ca. 150 m herzustellen, ohne dass die Bohrlochwandung verrohrt werden müsste. Vielmehr wird in an sich bekannter Weise eine thixotrope Flüssigkeit, wie z.B. Lehm oder Bentonit verwendet. Diese Flüssigkeit wird nach Einbringen des Brunnenrohres und nach Einbringen der Kiesschüttung ausgespült. Eine Ausspülung muss vorgenommen werden, weil sonst ein Wassereinzug aus den wasserführenden Schichten nicht möglich wäre. Eine Ausspülung erfordert jedoch, dass die Kiesschüttung relativ grobkörnig ist, so dass dort praktisch keine Filterwirkung für feinkörnige Sande möglich ist. Dementsprechend bietet die erfindungsgemässe Wasserentnahmeanordnung den besonderen Vorteil, dass trotz Verwendung einer grobkörnigen Kiesschüttung, die durch das kostengünstige Rotary-Spülbohrverfahren bedingt ist, keine sandfrei Wasserentnahme mit hoher Förderleistung erzielbar ist. Besonders vorteilhaft ist es, dass die erfindungsgemässe Wasserentnahmeanordnung sowohl für Brunnen mit geringer als auch für solche mit starker Sandführung des Wassers geeignet ist. Der erfindungsgemäss an die Bodencharakteristik und/oder an die Brunnencharakteristik angepasste Saugkanal führt zu einer Wasserbewegung von ca. 15 mm/sec. Eine derartige Wasserbewegung ist zu gering, als dass Sand mitgeführt werden könnte. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen. Besonders vorteilhaft beim Ersteinbau der erfindungsgemässen Wasserentnahmeanordnung ist es, wenn nach der Montage der Förderpumpe zunächst mit geringer Anfangsförderleistung und mehrfachen kurzen Unterbrechungen der Wasserförderung gearbeitet wird. Dadurch wird der Sand, der sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Brunnenrohres befindet und dessen Ansaugen fast unvermeidbar ist, aus den betreffenden Bereichen des Saugkanals durch den Rückstoss oder durch den Rücklauf des Wassers beim Kurzabschalten der Förderpumpe ausgestossen. Besonders vorteilhaft ist es ferner, dass der Saugkanal nach unten offen ist. Dadurch kann ein Brunnen, dessen Tiefe sicherheitshalber überdimensioniert wurde, auch noch aus Bereichen genutzt werden, die die Länge des Saugkanals übersteigen. Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale sind in der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 Eine teilweise aufgebrochene Ansicht eines Rohrelements als Teil des erfindungsgemässen Saugkanals; Fig. 2 einen Horizontalschnitt durch das Rohrelement gemäss Fig. 1; Fig. 3 eine Ansicht eines weiteren Rohrelements für den erfindungsgemässen Saugkanal, welches gegenüber dem in Fig. 1 dargestellten Rohrelement weiter unten angebracht ist; Fig. 4 einen Horizontalschnitt durch das Rohrelement gemäss Fig. 3; Fig. 5 eine zur Einbringung der Rohrelemente verwendete, an sich bekannte Abfangschere; und Fig. 6 eine Ansicht der erfindungsgemässen Wasserentnahmeanord-nung mit aufgeschnittenem Brunnenrohr und teilweise aufgebrochener Förderpumpe. Das in Fig. 1 dargestellte Rohrelement weist an seinem oberen Ende ein Verbindungselement 2 und an seinem unteren Ende ein Verbindungselement 3 auf. Das obere Verbindungselement 2 ist als Muffe ausgebildet, deren Innendurchmesser dem Aussendurchmesser des unteren Verbindungselements 3 im wesentlichen entspricht. Das Rohrelement 1 ist in seiner Grundform hohlzylinderförmig. Die Zylinderwandung weist jedoch eine Mehrzahl von transversalen Schlitzen 4 auf, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine Weite von 0,5 mm haben und in 6 Schlitzreihen um den Umfang des Rohrelements 1 verteilt sind. Die Schlitzfläche ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel so gewählt, dass eine Länge eines Rohrelements von 2 m bei einem Rohrdurchmesser von 200 mm eine Gesamtschlitzfläche von 4,8 dm<2> besteht. Diese Gesamtschlitzfläche ergibt sich, wenn die Schlitze vertikal einen Abstand von etwa 1 m haben und die 6 Schlitzreihen etwa 60 bis 70 % des Umfanges abdecken. Das Rohrelement 1 ist umfangseitig mit einer Filtermaterialauflage 5 in einer Stärke von ca. 3 bis 4 mm beschichtet. Die Filtermaterialauflage 5 kann durch ein Granulat gebildet werden, das gleichmässig um das Rohr in an sich bekannter Weise mittels Zwei-Komponentenkleber und Kalthärteverfahren aufgebracht wird, oder aus einem Kunststcffgewebe bestehen, wie es für die chemische Filtration verwendet wird. Zum Schutz der Filtermaterialauflage sind unterhalb des oberen Verbindungselements und oberhalb des unteren Verbindungselements zwei Stossringe 6 und 7 ebenfalls in ca. 3 bis 4 mm Stärke aufgebracht. In der dargestellten bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich die Filtermaterialauflage 5 nicht vollflächig um den Umfang des Rohrelements 1. Vielmehr sind um den Umfang verteilt vier Distanzstäbe 12 vorgesehen, die mit Deckleisten 8 abgedeckt sind, damit die Filtermaterialauflage 5 sich nicht an dieser Stelle von dem Rohrelement 1 ablösen kann. Der obere Stossring 7 ist im Abstand von dem oberen, als Muffe ausgebildeten Verbindungselement 2 angeordnet. Dadurch ergibt sich zwischen dem Verbindungselement 2 und dem oberen Stossring 7 eine nutförmige Ausnehmung 10. Diese Ausnehmung dient zur Aufnahme einer Abfangschere gemäss Fig. 5, wie es weiter unten erläutert ist. Beim Einbringen der Rohrelemente werden diese in der Reihenfolge ihrer Einbringung derart mit Schraubverbindungen 9 miteinander verschraubt, dass ein unteres Verbindungselement eines Rohrelements in dem oberen Verbindungselement 2, also in der Muffe des darunter befindlichen Rohrelements, gehalten und sicher verschraubt wird. Aus Fig. 2 ist ein Horizontalschnitt durch das in Fig. 1 dargestellte Rohrelement 1 ersichtlicht. Das Rohrelement 1 besteht aus einem transversal geschlitzten PVC-Rohr. Die Distanzstäbe 12, die Filtermaterialauflage 5 und die Deckleisten 14, 15 sind über den Umfang verteilt. Der Innenraum 16 des PVCRohres 1 ist zylinderförmig ohne jede Konizität. In Fig. 3 ist ein weiteres Rohrelement dargestellt, das für den erfindungsgemässen Saugkanal Verwendung finden kann. Dieses Rohrelement besteht aus einem PVC-Rohr 18, das prinzipiell wie das in Fig. 2 dargestellte PVC-Rohr 1 ausgebildet ist. Im Unterschied zu dem Rohrelement 37 gemäss Fig. 1 ist keine Filtermaterialauflage vorgesehen. Daher ist der laterale Strömungswiderstand dieses Rohres geringer als bei dem Rohrelement 37. In gleicher Weise wie bei dem Rohrelement 37 ist ein oberes Verbindungselement 17 als Muffe ausgebildet, während ein unteres Verbindungselement eine Schraubverbindung 18 aufweist. In gleicher Weise wie beim Rohrelement 37 gemäss Fig. 1 sind Querschlitze 19 in der Wandung vorgesehen. Anstelle der nutförmigen Ausnehmung 10 ist bei dem Rohrelement gemäss Fig. 3 eine Schulter 20 vorgesehen, die auf das Zusammenwirken mit der Abfangschere gemäss Fig. 5 ausgelegt ist. Die Verbindungselemente können die in Fig. 3 beispielhaft darge-stellten Schraubverbindungen mit Schraubbolzen 21 aufweisen. Es sind jedoch auch andere Verbindungstechniken, etwa BajonettVerbindungen, andere Steckverbindungen oder etwa ein Aussengewinde auf den unteren Verbindungselementen, das sich in Eingriff mit einem Innengewinde in den oberen Verbindungselementen befindet, möglich. Ein besonderer Vorteil einer lösbaren Verbindung besteht darin, dass der erfindungsgemässe Saugkanal nach etwaiger Erschöpfung des Brunnens zerlegt und für einen neugebohrten Brunnen neu konfiguriert werden kann. Aus Fig. 4 ist ein Horizontalschnitt durch das in Fig. 3 dargestellte Rohrelement ersichtlich. Der Innenraum 22 des dort dargestellten PVC-Rohres 23 weist die gleiche lichte Weite wie der in Fig. 2 dargestellte Innenraum 16 auf. In Fig. 5 ist eine Abfangschere mit einer Klemmvorrichtung 24 dargestellt. Die Funktion der Abfangschere besteht darin, in an sich bekannter Weise die Montage des Saugkanals zu erleichtern. Die Abfangschere wird zu diesem Zwecke zunächst an das unterste Rohrelement angelegt. In diesem Zustand wird das obere Verbindungselement des untersten Rohrelements mit dem unteren Verbindungselement des zweituntersten Rohrelements verbunden. Dann wird die Abfangschere gelöst, an der Schulter 20 des zweituntersten Rohrelements angebracht und die beiden bereits verbundenen Rohrelemente in das Brunnenrohr abgesenkt. Dieses Verfahren wird wiederholt, bis an dem obersten Rohrelement die Förderpumpe befestigt ist und die Abfangschere von der nutförmigen Ausnehmung 10 des obersten Rohrelements gelöst und anderweitig verwendet werden kann. In Fig. 6 ist eine Gesamtanordnung einer erfindungsgemässen Wasserentnahmeanordnung dargestellt. Das Brunnenrohr besteht in seinem oberen Bereich aus ungeschlitzten Vollrohren 25 und in seinem unteren Bereich, der in seiner Länge den oberen Bereich erheblich übertrifft, aus Filterrohren 26. Die Filterrohre 26 weisen eine Vielzahl von Durchtrittsöffnungen für das Brunnenwasser auf. Das Brunnenrohr erstreckt sich weit nach unten bis zu einem Pumpensumpf 27, der in dem dargestellten Ausführungsbeispiel ebenfalls von einem ungeschlitzten Bereich des Brunnenrohres umgeben ist. Das Brunnenrohr ist von einer Kiesschüttung 28 umgeben. Etwa im Grenzbereich zwischen den Vollrohren 25 und den Filterrohren 26 ist eine Förderpumpe 29 vorgesehen, die als Unterwasserpumpe ausgebildet ist. Sie weist eine Wassereintrittsöffnung 30 auf und wird von einem Unterwassermotor 31 angetrieben. Der Unterwassermotor 31 ist von einem Umleitzylinder 32 umgeben, der von der Wassereintrittsöffnung 30 nach unten führt. Ein Steigrohr 33 ist pumpenausgangsseitig oben an die Förderpumpe 29 angeschlossen. Das Steigrohr 33 weist einen kleineren Durchmesser als das Vollrohr 25 auf, so dass im Ringraum 34 zwischen der Steigleitung 33 und dem Vollrohr 25 eine Wassersäule ansteht. Zwischen dem Pumpenmotor 31 und dem Umleitzylinder 32 ist ebenfalls ein Ringraum 35 vorgesehen, der so bemessen ist, dass das von der Förderpumpe zu fördernde Wasser eine Strömungsgeschwindigkeit von 2 bis 2,5 m/sec nicht überschreitet. Ein weiterer Ringraum 36 ist zwischen der Aussenwandung des Umleitzylinders 32 und dem Vollrohr 25 vorgesehen. Dieser Ringraum ist so bemessen, dass er die Absenkung der im Ringraum 34 anstehenden Wassersäule beim Einschalten des Pumpenmotors ermöglicht. Die Förderpumpe 29 weist unten eine sich axial erstreckende Saugöffnung auf. An diese Saugöffnung ist der Saugkanal angeschlossen, der in dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 6 aus Rohrelementen 37, 38, 39 und 40 besteht. Die Rohrelemente 37 und 38 entsprechen in ihrem Aufbau dem in Fig. 1 dargestellten Rohrelement. Das Rohrelement entspricht in seinem Aufbau einer Verbindung aus zwei, in der Fig. 3 dargestellten Rohrelementen, d.h. es weist also keine Filtermaterialauflage auf. Das Rohrelement 40 ist ein geschlossenwandiges Vollrohr, das jedoch eine sich axial nach unten gerichtete Öffnung aufweist. Die Rohrelemente 37 und 38 weisen je eine Länge von 2 m auf, während das Rohrelement 39 eine Gesamtlänge von 4 m hat. Zusammen mit dem Rohrelement 40 ergibt sich eine Gesamtlänge von etwa 10 m für den Saugkanal. Mit einer derartigen Länge wird sicher ein verlustarmer Wassereinzug gewährleistet, ohne dass es im unmittelbaren Nachbarschaftsbereich der Förderpumpe 29 zu einem zu grossen Wasser-Ansaugstrom kommen, der das Ansaugen von Sandpartikeln bewirken könnte. Die Wirkung der Förderpumpe reicht in der Regel bis etwa 6 m unterhalb der Ansaugöffnung der Förderpumpe herab. Dieser Bereich ist damit von dem Saugkanal voll abgedeckt. Durch die bodenseitige Öffnung des untersten Rohrelements 40 wird ermöglicht, dass Wasserauftrieb 42 ebenfalls in den Saugkanal gelangt. Dies geschieht ebenfalls mit sehr geringer Strömungsgeschwindigkeit, so dass ein Sandeinzug aus dieser Tiefe nicht möglich ist. Durch die Verwendung eines Vollrohres wird das Ansaugen des unterhalb des Saugkanals im Brunnenrohr anstehenden Wassers begünstigt. Wesentlich für die Funktion der erfindungsgemässen Wasserentnahmeanordnung ist es, dass die Verteilung des lateralen Strömungswiderstandes des Saugkanals so vorgenommen wird, dass der Wassereinzug praktisch ohne Einwirkung der Förderpumpe und mit einer Strömungsgeschwindigkeit erfolgt, die unterhalb der Schleppgeschwindigkeit für Sandpartikel liegt. Je nach Mächtigkeit der Kiesschüttung, und Körnungsgrad der Kiesschüttung, nach Länge, Tiefe und Durchmesser des Brunnenrohres und nach Förderleistung der Förderpumpe sind dabei unterschiedliche Verteilungen von Rohrelementen sinnvoll. Mit der erfindungsgemässen Wasserentnahmeanordnung lässt sich turbulenzfrei Wasser aus der Kiesschüttung entnehmen. Durch die Ausbildung mit dem sich nach unten erstreckenden Saugkanal ist die Wasserentnahmeanordnung nicht nur in ihrer Form, sondern auch in ihrer Wirkungsweise vollständig dem jeweiligen Brunnen angeglichen. Selbstverständlich ist es ebenfalls möglich, die erfindungsgemässe Konstruktion für die Förderung anderer Flüssigkeiten als Wasser, beispielsweise Öl oder dergleichen, einzusetzen. Dann ist jedoch aufgrund der Viskositätsunterschiede zwischen Wasser und anderen Flüssigkeiten die Filtercharakteristik der Filtermaterialauflagen entsprechend anzupassen.
Claims (12)
1. Verfahren zur Wasserentnahme aus einem Brunnen, bei dem eine
Wasserentnahmeanordnung verwendet wird, die ein Brunnenrohr und eine Förderpumpe aufweist, die sich im Betrieb im Brunnenrohr befindet und eine Ausgangöffnung aufweist, in die das von der Förderpumpe durch eine Saugkanalwandung angesaugte Brunnenwasser eintritt, wobei die Strömungsverteilung von einem Steuerungselement gesteuert_wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Steuerungselement ein einwandiges Rohr verwendet wird und dass der laterale Strömungswiderstand der Saugkanalwandung von oben nach unten in Stufen abnimmt.
2. Wasserentnahmeanordnung für Brunnen, insbesondere für in
sandhaltiger Umgebung eingebrachte Brunnen, mit einem Brunnenrohr, mit einer Förderpumpe, welche sich im Betrieb in dem Brunnenrohr befindet und eine Ansaugöffnung aufweist, in welche das von der Förderpumpe angesaugte Brunnenwasser eintritt, dadurch gekennzeichnet, dass an die Ansaugöffnung ein im wesentlichen zylinderförmiger und hohler Saugkanal
(36, 37, 38, 39, 40) angeschlossen ist, dass mindestens ein Teil der Wandung des Saugkanals (36, 37, 38, 39, 40) einen vorgegebenen lateralen Strömungswiderstand aufweist und von Brunnenwasser durchströmbar ist und dass der Saugkanal (36,
37, 38, 39, 40) hinsichtlich Grösse und Verteilung seines Strömungswiderstandes an den Brunnen angepasst ist.
3. Wasserentnahmeanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkanal (36, 37, 38, 39, 40) miteinander verbundene Rohrelemente (1, 11, 23, 37, 38, 39, 40) aufweist.
4. Wasserentnahmeanordnung nach einem der Ansprüche 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der laterale Strömungswiderstand des Saugkanals (36, 37, 38, 39, 40) in Pumpennähe grösser als der laterale Strömungswiderstand des Saugkanals (36, 37, 38,
39, 40) fern der Förderpumpe (29) ist.
5. Wasserentnahmeanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkanal (36, 37,
38, 39, 40) in seinem pumpennahen Bereich ein, vorzugsweise in Umfangsrichtung, geschlitztes Rohrelement (1) mit einer Filtermaterialauflage (5) aufweist.
6. Wasserentnahmeanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrelemente (37, 38) vertikale, um den Aussenumfang verteilte Distanzstäbe (12) aufweisen und dass Deckleisten (8) vorgesehen sind, welche den jeweiligen Distanzstab (12) und die benachbarten Bereiche der Filtermaterialauflage (5) abdecken.
7. Wasserentnahmeanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrelemente des Saugkanals (36, 37, 38, 39, 40) jeweils an ihren Enden Verbindungselemente (2, 3, 9, 17, 18) aufweisen, welche in verbundenem Zustand auf Zug belastbar sind.
8. Wasserentnahmeanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Enden der Rohrelemente des Saugkanals (36, 37, 38, 39, 40) vorgesehene Verbindungselemente (2, 3, 9, 17, 18) in verbundenem Zustand eine Labyrinthdichtung bilden, welche einen hohen lateralen Strömungswiderstand aufweist.
9. Wasserentnahmeanordnung nach einem der vorgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrelemente des Saugkanals
(36, 37, 38, 39, 40) einen im wesentlichen konstanten Innendurchmesser aufweisen.
10.Wasserentnahmeanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils das obere Verbindungselement (2, 17) eines Rohrelements (37, 38, 39,
40) eine Schulter (10, 20) aufweist, an welcher es beim Einbringen über einer Abfangschere abstützbar ist.
11.Wasserentnahmeanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch. gekennzeichnet, dass der Saugkanal (36, 37,
38, 39, 40) ein in Umfangsrichtung geschlitztes Rohrelement
(23, 39) aufweist, das fern von der Ansaugöffnung der Förderpumpe (29) angeordnet ist und einen geringeren lateralen Wasserströmungswiderstand als das der Förderpumpe benachbarte Rohrelement (37) aufweist.
12.Wasserentnahmeanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkanal (36, 37,
38, 39, 40) als unterstes Rohrelement (40) ein Vollwandrohr mit einer am unteren Ende freien Einlassöffnung aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE0/215754A BE903486A (en) | 1985-10-21 | 1985-10-21 | Well water extraction system - has suction passage wall resistance decreasing in stages from top |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE0/215754A BE903486A (en) | 1985-10-21 | 1985-10-21 | Well water extraction system - has suction passage wall resistance decreasing in stages from top |
| BE903486 | 1985-10-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| BE903486A true BE903486A (en) | 1986-02-17 |
Family
ID=25654749
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| BE0/215754A BE903486A (en) | 1985-10-21 | 1985-10-21 | Well water extraction system - has suction passage wall resistance decreasing in stages from top |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE903486A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2010057591A1 (de) * | 2008-11-18 | 2010-05-27 | Esk Ceramics Gmbh & Co. Kg | Trennvorrichtung zur abtrennung von sand- und gesteinspartikeln |
-
1985
- 1985-10-21 BE BE0/215754A patent/BE903486A/de not_active IP Right Cessation
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| RE | Patent lapsed |
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