CH100026A - Elektrischer Funkenanzeiger, insbesondere für die elektrische Zündung von Explosionsmotoren. - Google Patents

Elektrischer Funkenanzeiger, insbesondere für die elektrische Zündung von Explosionsmotoren.

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CH100026A
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Co Louis Poulsen
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Louis Poulsen & Co
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Description


  Elektrischer     Funkenanzeiger,    insbesondere     fär   <B>die</B> elektrische Zündung von       Explosionsmotoren.       Die vorliegende Erfindung betrifft einen  elektrischen     Funkenanzeiger,    insbesondere für  die elektrische Zündung von Explosionsmo  toren, welcher augenblicklich konstatieren       lässt,    ob sieh Funken an der elektrischen  Zündkerze eines Explosionsmotors oder an  einem. andern elektrischen     Funkengeber    bil  den.

   Dieser     Funkenanzeiger    besteht aus einer       Entladestrecke    und einer dazu parallel ge  schalteten Impedanz, welche Teile zusammen  in die Leitung eines elektrischen     Funken-          gebers    eingeschaltet sind.  



  Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht  ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen  standes in der Anwendung bei der     elektri-          sehen    Zündung eines Explosionsmotors.  



       Fig.   <B>1</B> zeigt dieses Beispiel in schemati  scher Darstellung-,       Fig.    2 stellt die Einzelheiten der prakti  schen Ausführung dar.  



  Der gezeichnete     Funkenanzeiger    besteht       (Fig.   <B>1)</B> aus einer     Entladestrecke   <B>3,</B> im nach  folgenden als Funkenstrecke bezeichnet, und  mindestens einer hierzu     parallelgeschalteten,       in einem     Ohmschen    Widerstand oder in einer  Selbstinduktion bestehenden Impedanz 4.<B>1</B> ist  die Stromquelle, hiernach der Magnetinduktor  genannt, 2 ist die elektrische Zündkerze eines  Explosionsmotors. Der     Funkenanzeiger    ist  in die Stromleitung der Zündkerze einge  schaltet.  



  Die Arbeitsweise ist wie folgt:  Ein Spannungsimpuls vom Magnetinduk  tor<B>1</B> vermag bei passend gewählten Verhält  nissen nicht unmittelbar eine Entladung in  der Funkenstrecke<B>3</B> hervorzubringen wegen  der parallel     geschalteten'Impedanz    4.  



  Ehe der Funken in die Zündkerze gebil  det wird, findet eine Ladung der Zündkerze  und der Zuleitung statt, aber der Ladestrom  verursacht nur einen kleinen Spannungsabfall  in der Impedanz 4, teils wegen der grossen       Eigenreaktanz    des Magnetinduktors, teils  wegen der geringen Kapazität jener Teile.  Sobald indessen ein Funken in der Zündkerze  gebildet wird, entsteht in der Zuleitung eine  recht kräftige Wanderwelle, welche, in der  Funkenstrecke<B>3</B> angekommen, diese durch-      setzt, ehe durch die Impedanz 4 ein erkenn  barer Ausgleich des Spannungsunterschiedes       mvischen    den beiden Elektroden der Funken  strecke<B>3</B> stattgefunden hat.

   Ist jedoch die  Zündkerze 2     Izurzgeschlossen,    so     dass    kein  Funken darin entsteht, dann kann auch kein  Funken in der     Funkenstreeke   <B>3</B> entstehen,  da der     Kurzschlussstrorn    des Magnetinduktors  <B>1</B> nicht vermag, den hierzu nötigen Spannungs  abfall in der Impedanz 4 hervorzurufen.

    Wenn die Zündkerze,<B>22</B> nicht kurzgeschlossen  ist, jedoch mit einer so grossen Ableitung  behaftet ist (gewöhnlich durch Russ oder der  gleichen hervorgerufen),     dass    sich kein     Fun-          keit    daran bildet, dann wird die Stromstärke  im ganzen     Stronikreis    und folglich der Span  nungsabfall in der Impedanz 4 noch geringer  werden, als wenn die Zündkerze ganz kurz  geschlossen ist, so     dass    also noch weniger  ein Funken in der Strecke<B>3</B> entstehen kann.

    Alles in allem wird in der Funkenstrecke<B>3,</B>  deren     Funkenspannung    etwas niedriger als  die der Zündkerze gehalten wird, eine Ent  ladung entstehen, wenn ein Funken in der  Zündkerze erscheint, sonst jedoch in keinem  Fall, was auch immer die Ursache sein mag,       dass    kein Funken in der Zündkerze erscheint.  Aus der Wahrnehmung des Funkens in der  Funkenstrecke<B>3</B> kann man also sicher  schliessen, wie die Zündung im betreffenden  Zylinder arbeitet.  



  Die Impedanz 4 kann zum Beispiel aus  einer Selbstinduktion aus<B>25-100</B> dichtlie  genden Windungen mit wenigen cm     Durch-          inesser    bestehen oder durch einen     Ohmschen     Widerstand von     ca.   <B>10,000</B> Olim gebildet  werden.

   Da eine Selbstinduktion dieser Grösse  nur während einer sehr kurzen Zeit Wider  stand gegen den Durchgang des Spannungs  impulses leistet, während der     Ohmsche    Wider  stand fast den ganzen     Strominipuls    des     Mag-          netinduktors    durch den Funken in der Strecke  <B>3</B>     hindurchzwingt,    wird dieser Funken stark  leuchtend und daher am besten wahrnehmbar  sein bei der Anwendung eines     Ohnischen     Widerstandes für die Impedanz 4.  



  In     Fig.    2 ist beispielsweise eine praktische       Ausführungsforrn    gezeigt, die für direkte    Montage auf einer Zündkerze berechnet ist.  Dieser     Ftmkenanzeiger    besitzt eine Dose<B>5</B>  mit einem Deckel<B>6,</B> beide aus geeignetem  Isoliermaterial, das die Wärme des Motors  vertragen kann. In der Dose sind Metall  stäbe<B>8</B> und<B>9</B> befestigt, die vorteilhaft mit  besondern Elektroden<B>10</B> und<B>11,</B> z. B. aus  Kohle oder Eisen, versehen sind, zwischen  welchen sich die Funkenstrecke befindet.  Der Funken wird durch das Fenster<B>7</B> im  Deckel<B>6</B> wahrgenommen. Der     Nebenschluss-          widerstand    12 ist hier als eine Stange aus  einem passenden Widerstandsmaterial, z. B.

    Kupferoxyd oder     Silit,    gedacht, die mit Hilfe  der Klemmen<B>13</B>     und    14 an die     Aletallstäbe     <B>8</B> und<B>9</B> angeschlossen ist. Der Widerstand  1.2 kann dicht an die Funkenstrecke<B>10-11</B>       lierangelegt    werden ohne Gefahr des Durch  schlags, wenn man eine isolierende Platte<B>17,</B>  z. B. aus Glimmer, zwischen hinein einschiebt.  Hierdurch wird eine gewisse Platzersparnis  erzielt.

   Im Metallstab<B>9</B> befindet sich ein  Loch<B>15</B> zur     Anbringung    des     Funkenanzei-          gers    unmittelbar an der Zündkerze, während  der Metallstab<B>8</B> mit einem Schraubenzapfen  <B>16</B> zum     Anschluss    an den Kabelschuh der  Zündleitung versehen ist.    An Stelle der Funkenstrecke<B>10-11</B> kann  ein     Entladerohr    bekannter Art eingeschoben  werden, z. B. eine Helium oder eine Neon  röhre.

      Der Abstand zwischen den     Funkenelek-          troden    soll vorteilhaft möglichst konstant  gehalten werden, und man kann eine Ver  änderung des Abstandes, die durch eventuel  len Verbrauch der Elektroden beim Gebrauch  des -Apparates entstehen kann, dadurch ver  meiden,     dass    man während des Gebrauchs  den Abstand zwischen den Elektroden durch  eine oder mehrere Zwischenlagen     a.us        Isolier-          inaterial    bestimmen     lässt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrischer Funkenanzeiger, insbesondere <B>für</B> die elektrische Zündung von Explosions motoren, bestehend aus einer Entladestrecke und einer dazu parallel geschalteten Impedanz, welche Teile zusammen in die Leitung eines ,elektrischen Funkengebers eingeschaltet sind.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Funkenanzeiger nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Impedanz von solcher Grösse ist, dass eine Entladung nicht in der -Entladestrecke stattfindet, wenn der Funkengeber kurzgeschlossen ist, während eine Entladung stattfindet, wenn sich ein Funken in dem Funkengeber bildet.
    Funkenanzeiger nach Patentanspruch, da- 9 durch gekennzeichnet, dass die Entlade- spannung der Entladestreche kleiner ist als die Funkenspannung des Funkengebers. <B>3.</B> Funkenanzeiger nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Entlade- strecke eine Funkenstrecke ist.
    4. Funkenanzeiger nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Entlade- strecke durch ein Fenster in einer dieselbe einschliessenden Dose sichtbar ist. <B>5.</B> Funkenanzeiger nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Entlade- strecke durch eine Entladerühre gebildet ist.
    <B>6.</B> Funkenanzeiger nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Entlade- strecke und die Impedanz in einer Dose mit Deckel aus Isoliermaterial untergebracht sind, welche Dose mit Stäben versehen ist, die innerhalb der Dose Funkenelek- troden tragen, deren Zwischenraum durch ein Fenster im Deckel sichtbar ist, wobei die Impedanz in der Dose durch Anschluss- stücke mit den Stäben verbunden ist und diese mit Mitteln zum Anschluss an die Funkengeberleitung versehen sind.
CH100026D 1921-09-01 1921-12-07 Elektrischer Funkenanzeiger, insbesondere für die elektrische Zündung von Explosionsmotoren. CH100026A (de)

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