CH100548A - Verfahren und Vorrichtung zum Nachvergasen von Vergaser-Brennstoff-Luftgemischen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Nachvergasen von Vergaser-Brennstoff-Luftgemischen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Nachvergasen von Vergaser-Brennstoff-Luftgemischen. Gegenstand,der Erfindung ist ein Verfah ren zum Nachvergasen von Vergaser-Brenn- stoff-Luftgemischen, bei welchem Zusatzluft in den zwischen der Gemischdrossel eines Spritzvergasers und dem Einlassventil des Motors liegenden Teil der Ansaugleitung ein geführt wird.
Gemäss .der Erfindung wird dem vom Ver gaser gelieferten Brennstoff-Luftgemis@ch Zu satzluft zugeführt, deren Geschwindigkeit grösser ist als die des Gemischstromes, der art, dass infolge kräftigem Durehwirbelung dieses Stromes mit Hilfe der ihn in Form eines Strahles eindringenden Zusatzluft ein Nachvergasen in dem hinter der Drossel lie genden Teil .der Ansaugleitung stattfindet.
Bei ,der Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäss' der Erfindung mündet in die Ansaugleitung hinter der Gemischdrossel eine lange, durch eine Drossel beherrschte Zu satzluftleitung ein, welche erheblich enger als die Ansaugleitung ist, wobei die beiden Drosseln wenigstens bei vollbelastetem Motor derart eingestellt sind, dass die Luftleitung weniger stark gedrosselt wird als die Ansaug leitung, zum Zwecke, die aus der Luftleitung in Formeines Strahls austretende Zusatzluft mit erheblich grösserer Geschwindigkeit in das langsamer strömende Gemisch unter Bil dung von Wirbeln eintreten zu lassen, und ,
dadurch eine Nachvergasung herbeizuführen.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel der Vorrichtung gemäss der Erfindung, teilweise im Längsschnitt, teil weise in Ansicht, anhand welcher das Ver fahren gemäss der Erfindung im Folgenden beispielsweise beschrieben wird.
_ Am untern Ende der Ansaugleitung 13 ist ein Spritzvergaser 3 angebracht, dessen Düse 2 an einer Drosselstelle für die Primär luft in die Ansaugeleitung 13 hineinragt. Oberhalb der Düse 2 befindet sich in der An- satigeleitung 13 die Gemischdrosselklappe 7.
In die Ansaug,eleitung 13 mündet hinter der Gemischdrossel 7 an einer vom Einlass- ventil 4 entfernt gelegenen Stelle eine Lei tung 10 für die Zusatzluft, und zwar in der Strömungsrichtung des Gasluftgemisches im spitzen Winkel zur Ansaugeleitung. Die Zu satz-Luftleitung 10 hat einen kleineren Quer schnitt als die Ansaugeleitung 13.
Sie ist länger als ,die Ansaugeleitung 13, so dass ihre untere Öffnung tiefer als die der Ansauge- leitung ist.
An der Vereinigungsstelle der beiden Lei tungen hat die Ansaugeleitung 13 den Blei ehen Durchmesser wie bei der Gemischdrossel 7. An der Vereinigungsstelle ist weder in der Ansaugeleitung 13, noch in der Zusatzluft leitung 10 eine Einschnürung vorhanden.
Die Zusatzluftleitung 10 ist mit einer Drossel 9 versehen, die als Rundschieber aus gebildet ist. Ein an dieser Zusatzluftdrossel 9 angeordneter Arm.greift in einen Schlitz 11 einer Stange 6, die mit der Gemischdrossel 7 mittelst einer Feder 12 in Verbindung steht. Der Hub der Gemischdrossel 7 ist durch einen einstellbaren Anschlag 8 begrenzt, und die Zusatzluftdrossel 9 öffnet sich erst, nachdem. die Gemischdrossel 7 um einen bestimmten Be trag geöffnet ist, wenn die Stange 6 um die Länge des Schlitzes 11 verschoben ist.
Die Zusatzluftleitung 10 ist zweckmässig so gross, dass die Zusatzluftdrossel 9 bei der Normal drehzahl der Maschine voll geöffnet werden kann.
Ein Sauerstoffbehälter 14 mit Druckmin- derungsventil 15 ist durch eine enge Verbin dungsleitung 16 mit der Luftleitung 10 in Verbindung gebracht.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Vom Spritzvsrgaser 3 wird in der bekann ten Weise ein grob zerstäubtes Primärgas luftgemisch erzeugt. Dieses Primärgemisch fliesst durch die Gemischdrossel 7. Die Strömungsgeschwindigkeit des Pri märgemisches zwischen der Gemischdrossel 7 und der Mündungsstelle d er Leitung 10 wird vermindert durch das Aufeinanderprallen von Brennstoff und Luft, ferner durch die Wider stände, welche die strömende Luft an der zur primären Vergasung notwendigen starken Einschnürung,des Ansaugerohres und an der Gemischdrossel 7 erfährt.
Schliesslich wird die Geschwindigkeit des Primärgemisches durch das gegenüber reiner Luft höhere spe zifische Gewicht des mit Brennstoff übersät tigten Rohgemisches herabgesetzt. Das Primärgemisch gelangt daher .mit einer verhältnismässig kleinen Strömungsge- schwindigkeit an die Vereinigungsstelle der beiden Leitungen, wo .die Geschwindigkeit auch nicht zunimmt, da die Ansaugeleitung 13 an ,dieser Stelle nicht eingeschnürt ist.
In der Zusatzluftleitung 10 ist bei offener Zusatzluftdrossel 9 die Strömungsgeschwin- digkeit des Luftstromes erheblich grösser als die Geschwindigkeit der Primärluft in der Ansaugeleitung 13, da es sich um nicht mit Brennstoff beschwerte Luft handelt, und insbesondere auch deshalb, weil _ die Luft drossel zum Unterschied von der Gemisch drossel ganz geöffnet ist.
An der Einmün- dungsstelle der Leitung 10 schiesst daher die Zusatzluft in Form eines Strahls frei in die Ansaugeleitung 13 hinein.
Dadurch, dass .die Zusatzluft mit grösserer Strömungsgeschwindigkeit auf das wenige beschleunigte, aus grob zerstäubtem Brenn stoff und Luft bestehende, insbesondere bei höheren Umdrehungszahlen des Motors stark mit Brennstoff übersättigte Primärgemisch auftrifft, findet auf dem Wege von der Ver einigungsstelle der beiden Ströme bis zum Einlassventil 4 .des Motors 5 eine weitgehende Nachvergasung statt, indem die Zusatzluft im Primärgemischstrom Wirbel hervorruft und nach und nach vollständig in den Primär- gemischstrom aufgeht.
Die im Primärge misch enthaltenen zerstäubten und vernebel ten Brennstoffteilchen werden vergast, die zur Tropfenbildung führende Übersättigung des Primärgemisches vermieden, und das Ge misch erhält den für die Praxis nötigen Luft überschuss. Es ist leicht zündbar, besitzt eine hohe Verbrennungsgeschwindigkeit und ver brennt infolgedessen rasch und vollständig.
Durch die Länge der Leitung 10 ist er reicht, dass die Zusatzluft eine strömende Luftsäule mit grossem Beharrungsvermögen bildet, durch die auch bei Unterdruckschwan kungen in der Ansaugeleitung 13 gewähr leistet ist, dass die Geschwindigkeit des Zu satzluftstromes stets grösser ist als die des Primärgemisches. Beim Verschieben der Stange 6 öffnet sich zuerst die Gemischdrossel 7, bis sie an dem Anschlag 8 anstösst. Dieser Anschlag ist zweckmässig so eingestellt, dass bei der ent sprechenden Öffnung der Drossel 7 der Brennstoffverbrauch am niedrigsten ist.
Erst bei weiterer Verschiebung der Stange 6 nach rechts wird die Luftdrossel 9 geöffnet, und zwar vorteilhaft sofort ganz, so dass der Luft strahl in der Leitung 10 seine höchste Ge schwindigkeit erlangt. Die Drossel 7 bleibt dabei in ihrer teilweise geöffneten Lage. Der Brennstoffverbrauch wird dann erfahrungs gemäss besonders bei den höheren Umdre hungszahlen des Motors sehr günstig.
Durch Öffnendes Ventils 15 kann Sauer stoff in die Leitung 10 eingeführt und da durch eine Erhöhung .der motorischen Lei stung erreicht werden, wenn gleichzeitig durch Einsetzen einer grösseren Düse 2 mehr Brennstoff zur Vergasung gelangt.
Es können auch; wie Versuche gezeigt ha ben, schwer vergasende Brennstoffe, wie Ben zol und Schwerbenzin verwendet werden, und zwar ohne Vergaserumstellungen, und ohne dass Verrussungen der Zündkerzen und der Ventile eintreten. Es braucht nur die Schraube des Anschlages 8 entsprechend ver stellt zu werden.
Die dargestellte und beschriebene Einrich tung eignet sich für alle Wagen-, Flugzeug-, Boots- und ortsfesten Motore. Die Gemisch drossel 7 und die Luftdrossel könnten auch unabhängig voneinander von Hand einstell bar sein.
Wenn man ausschliesslich mit Zusatzluft ohne Sauerstoffzusatz arbeiten will, kann natürlich der Behälter 14 in Wegfall kommen.
Die Nachvergasung kann auch anstatt durch Ansaugeluft mittelst Druckluft be wirkt werden, welche dann zum Beispiel aus einem Behälter in die Ansaugeleitung einge führt wird. Auch in diesem Fall kann der Zusatzluftstrom mit Sauerstoff angereichert werden.
Dadurch kann eine höhere Verbren nungstemperatur und somit eine grössere Kraftleistung erzielt werden, indem die Mo torzylinder durch Einsetzen einer entspre- dhenden Vergaserdüse mit grösseren Mengen Brennstoff beschickt werden, .die mit der grö sseren Sauerstoffmenge der Ladung vollstän dig verbrennen, ein Verfahren, das sich be sonders für Flugzeugmotore eignet.
Um beim Vergasen flüssiger-Brennstoffe mit Hilfe von Spritzvergasern den Übelstand zu beseitigen, .dass bei höheren Umdrehungs zahlen des Motors das Primärgemisch über- sättigt ist, hat man schon vorgeschlagen, in den zwischen der Gemischdrossel und dern Einlassventil liegenden Teil der Ansaugelei- tung Zusatzluft einzuführen; man hat jedoch kein vollkommenes Gemisch erzielt.
Das er strebte Ziel wird erst erreicht, wenn die im übersättigten Primärgemisch enthaltenen Brennstoffteilchen hinter der .Gemischdrossel mit Hilfe eines kräftigen und besonders be schleunigten Zusatzluftstromes, der infolge dessen Vergasungsarbeit zu leisten vermag, zum Verdunsten gebracht werden, bevor das Gemisch in den Zylinder tritt.
Ferner hat man zum Zwecke der Erhö hung der Leistung schon vorgeschlagen, Sauerstoff dem Verbrennungsgemisch zuzu führen, man hat -aber praktische Erfolge da bei nicht erzielt, weil die gewöhnliche Ver gasung erfahrungsgemäss auch bei Sauer stoffzufuhr nicht ausreicht, um den Brenn stoff vollständig in gasförmigen Zustand überzuführen und gleichzeitig mit denjenigen Mengen von Luft gleichmässig zu vermischen, die zur völligen Verbrennung des Brenn stoffes erforderlich sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH 1: Verfahren zum Nachvergasen von Ver- gaser-Brennstoff-Luftgemischen mittelst Ein führung von Luft in den zwischen der Ge mischdrossel eines Spritzvergasers und dem Einlassventil des Motors liegenden Teil der Ansaugeleitung, dadurch gekennzeichnet, dass dem vom Vergaser gelieferten Brennstoff- Luftgemisch Zusatzluft zugeführt wird, de ren Geschwindigkeit grösser ist als die des Gemischstromes, derart,dass infolge kräftiger Durchwirbelung .dieses Stromes mit Hilfe der in ihn in Form eines Strahls eindringenden Zusatzluft ein Nachvergasen in dem hinter der Drossel liegenden Teil der Ansaugelei- tung stattfindet. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zusatzluft vom Motor ansaugen lässt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, .dass man .die Zusatzluft als Druckluft in den Primärgemischstrom einführt. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man Sauerstoff in den Zusatzluftstrom einführt. PATENTANSPRUCH II Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet,,dass in die Ansaugeleitung hin ter der Gemischdrossel eine lange, durch eine Drossel beherrschte Zusatzluftleitung ein mündet, welche erheblich enger als die An saugleitung ist, wobei die beiden Drosseln wenigstens bei vollbelastetem Motor derart eingestellt sind, dass die Zusatzluftleitung weniger stark gedrosselt wird als die An saugeleitung, zum Zweck,die aus der Zusatz luftleitung in Form eines Strahls austretende Zusatzluft mit erheblich grösserer Geschwin- digkeit in das langsamer strömende Gemisch unter Bildung von Wirbeln eintreten zu las- sen und dadurch eine Nachvergasung herbei zuführen. UNTERANSPRüCHE 4.Vorrichtung nach Patentanspruch. II, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Dros seln derart miteinander in Verbindung ge bracht sind, .dass bei Übergang von Leer lauf auf Belastung die Gemischdrossel zu nächst ullesn geöffnet wird, dass erst, nach dem sie teilweise geöffnet ist, die Zusatz- luftdrossel,bewegt wird, und dass die Ge mischdrossel bei weiterem Öffnen der Zu satzluftdrossel in ihrer teilweise geöffne ten Lage festgehalten wird. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch II, d<B>a</B> durch gekennzeichnet, dass mit der Zusatz luftleitung ein Sauerstoffbehälter mit einem Druckverminderungsventil durch eine enge Leitung in, Verbindung steht, zum Zwecke, Sauerstoff einzuführen. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, d.ass die Zusatzluft leitung unter spitzem Winkel in die An saugeleitung einmündet. 7.Vorrichtung nach Patentanspruch II, da ,durch gekennzeichnet, dass an der Vereini gung der beiden Leitungen weder in der einen noch in der andern eine Einschnü- rung vorhanden ist.
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| CH (1) | CH100548A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3402307A1 (de) * | 1983-01-24 | 1984-07-26 | Honda Giken Kogyo K.K., Tokio/Tokyo | Vorverdichtete verbrennungsmaschine |
| GB2420828A (en) * | 2004-12-02 | 2006-06-07 | Fu-Chung Wu | Auxiliary air intake device for an i.c. engine |
-
1921
- 1921-08-13 CH CH100548D patent/CH100548A/de unknown
Cited By (2)
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| GB2420828A (en) * | 2004-12-02 | 2006-06-07 | Fu-Chung Wu | Auxiliary air intake device for an i.c. engine |
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