CH100560A - Elektrische Licht- und Anlassmaschine für Kraftfahrzeuge. - Google Patents
Elektrische Licht- und Anlassmaschine für Kraftfahrzeuge.Info
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Description
Elektrische Licht- und Anlassmaschine für Kraftfahrzeuge. Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Licht- und Anlassmaschinen für Kraftfahr zeuge, das heisst solche Maschinen, die einer seits als Motor zum Anwerfen der Ver- brennungskraftmaschine und anderseits als Dynamomaschine für die elektrische Beleuch tungsanlage des Fahrzeuges benutzt werden können. Da nun die elektrischen Eigenschaf ten der Maschine für diese beiden Verwen dungszwecke ausserordentlich verschieden sein müssen, ist es nicht ohne weiteres möglich, die Maschine in derselben: Schaltung das eine Mal als Motor und das andere Mal als Dynamo laufen zu lassen.
Man hat daher solchen Maschinen bereits zwei Ankerwick lungen gegeben, von denen die eine den Be triebsverhältnissen eifies Anlassmotors und die andere den Betriebsverhältnissen einer Lichtmaschine für Kraftfahrzeuge angepasst ist. Ebenso hat man auch schon zwei Feld wicklungen vorgesehen, um die Maschine einerseits als Hauptstrommotor und ander seits als Nebensehlussdy namo schalten zu können. Gegenstand der Erfindung ist eine solche elektrische Maschine mit zwei Ankerwick lungen, von denen jede ihren eigenen Kom- mutator hat, und mit zwei Feldwicklungen.
Neu an der Maschine ist die Schaltung, wel che eine besonders zweckmässige Ausnutzung der vorhandenen vier Wicklungen für den Motor- und den Dynamobetrieb bezweckt. Ge mäss der Erfindung wird nämlich für den Be trieb der Maschine als Anlasser (Motor) nur die eine Ankerwicklung mit wenigen dicken Leitern eingeschaltet;
daneben aber werden beide Feldwicklungen in der Weise benützt, dass die Maschine als Kompoundmotor läuft, während für den Betrieb als Lichtmaschine (Dynamo) beide Ankerwicklungen. hinter einandergeschaltet sind, zur Felderregung aber nur die Nebenschlussfeldwicklung be nutzt wird, so dass die Maschine als reine Nebenschlussdynamo arbeitet. Der hierdurch erzielte Vorteil beruht darin, dass die Ma schine als Anlassmotor ein überaus kräftiges Feld hat, während für den Betrieb als Strom erzeuger eine möglichst grosse Anzahl von Ankerleitern zur Verfügung steht.
Dabei nimmt die Maschine nicht mehr Raum in Anspruch und ist nicht schwerer als andere Maschinen mit zwei Anker- und zwei Feld wicklungen.
Auf der Zeichnung ist die neue Schal tungsanordnung schematisch dargestellt.
Es bezeichnet A die Ankerwicklung mit wenigen Leitern von grossem Querschnitt, D die andere Ankerwicklung mit vielen, aber dünnen Leitern, H die Hauptstromfeldwick- lung und N die Nebenschlussfeldwicklung, B die Sammlerbatterie, 111 den üblichen selbsttätigen Batterieschalter (Minimalschal ter), F den Anlassschalter und S den elektro magnetischen Hauptschalter.
Um die Verbrennungskraftmaschine an zuwerfen, wird der Schalter F, zum Beispiel ein Druckknopfschalter, geschlossen. Da durch wird die Wicklung io des Hauptschal ters S erregt, so dass dieser Schalter die Kontakte<I>a</I> und<I>b</I> überbrückt und mit sei nem Arm c einerseits den Kontakt d öffnet und anderseits den Kontakt e schliesst.
Hier auf fliesst aus der Batterie<I>B</I> Strom über a, b. Hauptstromfeldwicklung H, Ankerwicklung A und Masse zurück zur Batterie; ausser dem von der Brücke des Schalters S aus auch noch über e, Nebenschlussfeldwicklung N und Masse zurück zur Batterie. Die Maschine läuft also als Kompoundmotor und liefert ein äusserst kräftiges Drehmoment..
Ist die Verbrennungskraftmaschine an gesprungen, so wird der Anlassschalter F wieder geöffnet, worauf der Hauptschalter S in seine Ruhestellung zurückkehrt. Die elektrische Maschine wird nach dem Schliessen des Schalters 31 von der Verbrennungskraft- ma.schine als Dynamo angetrieben, wobei folgende Stromläufe bestehen:
Von der Plusbürste der dünndrähtigen Ankerwicklung D über den nunmehr ge schlossenen Kontakt d, den selbsttätigen Batterieschalter M zur Batterie B und von da über Masse und die dickdrähtige Anker wicklung A zur Minusbürste der Ankerwick lung D; anderseits ist vor dem selbsttätigen Schalter<B>31</B> die Nebenschlussfeldwicklung N abgezweigt, die über Masse und Ankerwick lung A gleichfalls an der Minusbürste der Ankerwicklung D liegt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrische Licht- und Anlassmaschine für Kraftfahrzeuge mit zwei verschiedener. Ankerwicklungen, sowie einer Hauptstrom- und einer Nebenschlussfeldwicklung, dadurch gekennzeichnet, da.ss für den Betrieb der Ma schine als Anlasser nur die eine Ankerwick lung mit wenigen dicken Leitern, aber beide Feldwicklungen eingeschaltet sind, so dass die Maschine als Kompoundmotor läuft, wäh rend für den Betrieb als Lichtmaschine beide Ankerwicklungen hintereinandergeschaltet sind,zur Felderregung aber nur die Neben schlusswicklung benützt wird, so dass die Ma schine als Nebenschlussdynamo arbeitet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE100560X | 1921-09-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH100560A true CH100560A (de) | 1923-08-01 |
Family
ID=5648578
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH100560D CH100560A (de) | 1921-09-19 | 1922-07-29 | Elektrische Licht- und Anlassmaschine für Kraftfahrzeuge. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH100560A (de) |
-
1922
- 1922-07-29 CH CH100560D patent/CH100560A/de unknown
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