Münzen-Abgebeapparat. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Münzenabgebeapparat mit einer An zahl von Münzenbehältern, unter jedem Behälter hin- und herbeweglichem Aus werfer, mit letzteren verbundenen Auswerfer hebeln, mit Tastenhebeln und Verbindungs organen zwischen den Auswerfer- und Tasten hebeln zwecks Betätigung der ersteren ein zeln oder in Gruppen.
Gemäss Erfindung sind die Auswerfer hebel und die Tastenhebel in Reihen und ihre Drehachsen im Abstand voneinander angeordnet; ein Teil der Auswerferhebel und der Tastenhebel steht einzeln und ein an derer Teil durch mittelst Zug betätigbare Joche miteinander in Bewegungsverbindung so dass bei Druck auf einen Tastenhebel ein einzelner Auswerferhebel bezw. eine Gruppe derselben betätigt wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist als Beispiel eine Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes dargestellt, wobei als Ba sis das englische Münzsystem angenommen ist. Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht des Ap parates; Fig. 2 ist ein Horizontalschnitt durch die Münzbehälter und einen Führungs rahmen; Fig. 3 ist eine Unteransicht des Münz stapelsupports; Fig. 4 ist ein Grundriss des Apparates mit teilweisem Horizontalschnitt, wobei Münz behälter und der Führungsrahmen weggelas sen sind; Fig. 5 und 6 sind ein hinterer und ein vorderer Vertikalschnitt durch den Apparat; Fig. 7 ist eine Seitenansicht des Appa rates;
Fig. 8 bis 10 zeigen in grösserem Massstabe im Vertikalschnitt, Querschnitt und Grund riss einen Auswerfer; Fig. 11 bis 22 zeigen, in Vertikalschnit ten, den Apparat in verschiedenen Stellungen bei der Abgabe von Geldstücken verschiede ner Werte.
Der Apparat zur Abgabe von Geld stücken, für englische Münzsorten eingerich tet, weist 22 Tastenhebel auf, die in. folgen- der Reihenfolge bezeichnet sind: % Penny, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 und 11 Pence, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 Schilling; ferner sind 12 Münzbehälter vorgesehen in folgender Reihenfolge und Wertfolge: Penny, 1, 1, 1, 1, 1 und 6 Pence, 1, 2, 2, 2;'6, 2/6 Schilling.
Ein über die ganze Länge des Apparates sich erstreckender Münzstapelsupport 1 trägt die in geneigter Stellung angeordneten Münz behälter 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12 und 13, sowie einen Führungsrahmen. Dieser ist abnehmbar und besteht aus einer Kopf platte 14 und einer Fussplatte 15, die mit- telst Stäben 16 und Führungsstäben 17 mit einander verbunden sind (Fig. 1 bis 3 und 7 bis 11).
Die Münzbehälter enthalten Münz stapel in folgender Reihenfolge: Behälter 2 dient zur Aufnahme von 1./2 Penny-Stücken, Behälter 3 bis 7: 1 Pence-Stücke, Behälter 8: 6 Pence-Stücke, Behälter 9: 1 Schilling Stücke; Behälter 10 und 11 erhalten je 2 Schilling-Stücke, während Behälter 12 und 13 je zur Aufnahme von Halbkronen-Stücken eingerichtet sind.
Ein Münzauswerfer ist unter jedem Münz behälter angeordnet und besitzt einen an seinem Vorderende mit einer Klinke 21 ver- sehenen Kolben 20 (Fig. 8, 9 und 10). Die ser ist von viereckigem Querschnitt und be wegt sich in einem Kanal 19 von gleichem Querschnitt, so dass bei seinem Hin- und Her- gange keine seitliche Bewegung eintreten kann. Die Klinke 21 dreht sich frei in einem am Vorderende des Kolbens gebildeten Schlitz 151 um einen im Kolben befestigten Zapfen 150.
Die durch den Schlitz gebildeten Lap pen des Kolbens überdecken zum grossen Teil die seitliche Oberfläche der Klinke, so dass diese gegen seitliche Bewegung während ihrer Bewegung gesichert ist. Die Klinke durch zieht ferner einen im Münzstapelsupport 1 angebrachten Schlitz 18. Sie weist einen Zahn 22 auf, sowie einen nach hinten sich ver jüngenden Fortsatz 23, welcher während des Vorstosses des Kolbens 20 sieh auf dessen Kopffläche legt, wodurch die Aufwärts drehung der Klinke 21 begrenzt und die Höchststellung des Zahnes 22 festgelegt wird. Ein im Kolben 20 untergebrachter, unter Fe derpressung stehender kleiner Kolben 29 ist bestrebt, die Klinke in der beschriebenen Stellung zu sichern. Kolben 20 und Klinke 21 bilden zusammen den Münzauswerfer.
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass während des Vorstosses des Münzauswerfers jeder Kol ben 20 und jede Klinke 21 mit Ausnahme ihres Zahnes 22, welcher über -den Münz stapelsupport vorsteht, vollständig in diesem untergebracht sind. Die Höhe des vorstehen den Zahnes ist so bemessen, dass dieser gegen den Rand der zu unterst im Münzbehälter liegenden Münze stösst und diese durch den Austrittsschlitz 26 an der Unterseite der Fussplatte 15 des Führungsrahmens auswirft.
Nach dem Auswerfen der Münze liegt die folgende, unterste Münze des Münzstapels auf dem Zahn 22 auf, und da der Zahn sich über das Zentrum des Stapels hinausbewegt hat, sowie zufolge der schräg abwärts nach hinten verlaufenden obern Fluche des Fortsatzes 23 ist dem abwärtsstossenden Münzstapel ge nügend Raum gelassen, über den durch den Zahn 22 gebildeten, exzentrisch liegenden, Stützpunkt zu kippen. Die vordere Rand partie der folgenden, auszustossenden Münze befindet sich unmittelbar nach dem Kippen des Stapels noch über dem Austrittsschlitz 26, so dass diese Münze nicht herausgleiten kann. Nach dem Auswerfen eines Geld stückes beginnt der Münzauswerfer seine Rückwärtsbewegung.
Die Klinke 21 bewegt sich entgegen dem Drucke des federnden klei nen Kolbens 29, so dass der Zahn 22 in den Schlitz 18 versenkt wird und nur leicht ge gen die Unterseite des untersten Geldstückes drückt. Sobald der Zahn 22 über den hin- tern Rand des untersten Geldstückes ge glitten ist, bewirkt der federnde Kolben die Umstellung der Klinke in die Ausgangslage. Der wieder gehobene Zahn 22 der. Klinke ist nun zum Auswerfen der nächsten Münze bereit.
Eine grössere Dicke als eine Münze aufweisende, auf dem Münzstapel aufliegende Scheibe 28 ist bestimmt, nach Auswerfen der letzten Münze die Bewegung des Münzaus- 2 werfers stillzulegen. Dies wird erreicht, in dem nach der auf das Auswerfen der letz ten Münze erfolgten Rückwärtsbewegung des Münzauswerfers der in die Ausgangs lage gehobene Zahn 22 an den hintern Rand der Scheibe 28 ansteht und beim nächsten Kolbenvorstoss diesen gegen die Rückseite 27 der Fussplatte 15 drückt, da die grössere Dicke der Scheibe 28 den Eintritt in die Nut 26 unmöglich macht.
Jeder Kolben 20 ist mittelst eines Len kers 24 je mit dem untern Ende eines ver tikalen Hebels des Münzauswerfers verbun den. Diese Auswerferhebel 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40 und 41. sind in einer Reihe hinter der Reihe der Münzbehälter 2 angeordnet. Jeder Auswerferhebel sitzt lose auf einer allen Hebeln gemeinsamen Achse 25. und wird mittelst zweier Federn 152 und 153 zusammen mit dem Kolben 20 in der Ausgangsstellung gehalten, wobei die Hebel in der Hauptsache eine vertikale Lage ein nehmen.
Das andere Ende jeder Feder 152 ist an einer gemeinsamen, über die ganze Länge des Apparates reichenden Gestell schiene 154 befestigt, während das andere Ende jeder Feder 153 an einer zweiten ge meinsamen Gestellschiene 155 einstellbar angebracht ist. Diese einstellbare Verbin dung ermöglicht eine Regulierung der Span nung der Feder 153 und eine genaue Ein stellung der Auswerferhebel, beziehungsweise der durch sie betätigten Klinken 21. Die Rückwärtsbewegung der Auswerferhebel um ihre Achse wird durch die von Armen getragene Anschlagschiene 157 begrenzt.
Auf einer gemeinsamen, zur Achse 25 pa rallelen Achse 156 sitzt eine Reihe unab hängig für sich beweglicher Tastenhebel 42 bis 63. Mit Ausnahme von fünf Auswerferhebeln, welche fünf Münzbehältern, enthaltend Halb- penny-, Einpenny-, Sechspenny-, Einschil ling- und Zweischilling-Stücke, entsprechen und welche Hebel zur Abgabe eines einzelnen Geldstückes durch Tastenhebel unabhängig von andern betätigt werden, vollzieht sich die Betätigung aller andern Auswerferhebel durch mit Tastenhebeln in Verbindung ste hende Joche, so dass die Auswerferhebel in Gruppen betätigt werden, wie aus den spä ter beschriebenen Beispielen hervorgeht.
Die Joche sitzen unabhängig voneinander und frei beweglich auf der Achse 25; ein Teil der selben ist aufwärts gerichtet, der andere Teil abwärts gerichtet; doch sind alle dazu bestimmt, bei Betätigung des entspre chenden Tastenhebels gegen die Auswerfer hebel zu stossen und diese um ihre Achse 25 zu drehen, zum Zwecke, die korrespondieren den Kolben 20 unter den Münzbehältern hinweg zu bewegen. Die Verbindungsorgane zwischen jedem Tastenhebel und seinem Aus werferhebel und ihre Funktion sind im Fol genden beschrieben.
Beim Mechanismus zur Einzelausgabe vou Halbpenny-Stücken (Fig. 4, 5, 6, 7 und 11) ist der Auswerferhebel 30 mittelst eines an diesem angelenkten Bügels 64 und eines über eine Führungsrolle 158 geführten Drahtes 65 direkt mit dem Tastenhebel 42 verbunden. Ein Druck auf den Tastenhebel 42 bewirkt also ohne weiteres die Drehung des Aus werferhebels 30 und das Auswerfen eines Halbpenny-Stückes aus dem entsprechenden Münzbehälter 2.
Zur Einzelausgabe eines Penny-Stückes wird ein auf der Achse 25 sitzender Gabel hebel 66 (Fig. 4, 5, 6 und 12) mittelst eines über eine andere Führungsrolle 158 geleite ten Drahtes 67 nach Druck auf den Tasten hebel 43 gegen den Auswerferhebel 31 ge drückt.
Die gleichzeitige Ausgabe zweier Penny- Stücke wird bewirkt durch Druck auf den Tastenhebel 44. Dieser steht durch den Draht 159 mit einem frei auf der Achse 25 sitzen den und von ihr nach unten gerichteten, T förmigen Joch 68 (Fig. 4 und 12) in Ver bindung. Der Steg des Joches 68 stösst bei Betätigung des Tastenhebels 44 gleichzeitig gegen die Auswerferhebel 31 und 32 und verursacht deren Drehung und damit die Aus stossung je einer Münze aus den Münzbehäl tern 3 und 4, Wünscht man die Abgabe von drei Ein- penny-Stücken, so drückt man den Tasten hebel 45 hinunter (Fig. 4, 5, 6 und 13).
Diesen verbindet einDraht 73 mit dem einenLenker 70 und einen Arm 71 miteinander verbindenden Gelenkzapfen. Der Arm 71 ist um eine im Rahmen gelagerte Achse 72 drehbar. Am Lenker 70 ist das um die Achse 25 drehbare Joch 69 angelenkt. Die Länge des Steges des Joches 69 ist so bemessen, dass bei seiner Drehung durch Druck auf den Tastenhebel 45 die Auswerferhebel 31, 32 und 33 zu gleich in Aktion treten, welche ihrerseits aus den Münzbehältern 3, 4 und 5 je ein Penny- Stück ausstossen.
Um dem Apparat vier Penny-Stücke zu entnehmen, muss der Tastenhebel 46 nieder gedrückt werden (Fig. 4, 5, 6 und 14). Der selbe ist durch den Draht 74 mit dem um die Achse 7 2 drehbaren Arm 75 verbunden, welcher seinerseits an dem das Joch 77 be- tätigenden Lenker 76 angelenkt ist. Der Steg des Joches 77 liegt tiefer als der Steg des Joches 69, um ersterem die Schwingung unter letzteres zu erlauben.
Der Steg des Joches 77 ist auch länger als jener des Joches 69, so dass er bei Betätigung durch den Tasten hebel 46 auf die Auswerf erhebel 34, 33, 32 und 31 trifft, welchen die Münzbehälter 6, 5, 4 und 3 entsprechen (Fig. 4, 5, 6 und 14).
Zwecks Abgabe von fünf einzelnen Penny- stücken wird der Tastenhebel 47 (Fig. 4, 5, 6 und 15) betätigt. Die Funktion der ein- zeilnen Arbeitsglieder, wie Draht 78, Arm 79 und Lenker 80, Joch 81 und Auswerferhebel, ist dieselbe wie vorgängig beschrieben; nur wird auch noch der Auswerferhebel 35 nebst den angeführten Hebeln 34, 33, 32 und 31 betätigt;
derselbe erhält seine Bewegung durch den etwas tiefer liegenden, längeren Steg des Joches 81, welcher gleichzeitig auch auf die übrigen Auswerferhebel auftrifft. Aus den entsprechenden Münzbehältern 7, 6, 5, 4 und 3 wird dann je eine Münze ab gegeben.
Um ein Sechspenny-Stück auszugeben, wird auf den Tastenhebel 48 gedrückt (Fig. 4, 5, 6 und 16). Dadurch werden, gleich wie vordem beschrieben, Draht 82, Arm 83 und Lenker 84 bewegt. Lenker 84 ist mit einem Hebel 85 und dieser mit dem Aus werferhebel 36 verbunden, und beide Hebel sind um die Achse 25 frei drehbar. Durch Drehung des Auswerferhebels 36 wird aus dem Münzbehälter 8 ein Sechspenny-Stück ausgestossen.
Wird der Tastenhebel 49 betätigt, so gibt der Apparat ein Sechspenny- und ein Penny- Stück ab (Fig. 4, 5, 6 und 1.7). Der Tasten hebel 49 ist durch einen Draht 86 mit einem gebogenen, um die Achse 72 drehbaren Arm 87 und einem Lenker 88 und letzterer mit einem um die Achse 25 frei beweglichen, auf wärts gerichteten und mit dem Steg vor den Auswerferhebeln 36 und 35 liegenden Joch 89 verbunden.
Bei der Drehung des Joches 89 drehen sich die Auswerferhebel 36 und 35 mit, wobei aus dem Münzbehälter 8 ein Sechspence- und aus dem Behälter 7 ein Penny- stück ausgestossen werden.
Auf gleiche Weise erhält man durch Be tätigung des Tastenhebels 50, des Drahtes 90, des Armes 91, des Lenkers 92, des Joches 93 und der Hebel 36, 35, 34 gleichzeitig aus dem Münzbehälter 8 ein Sechspence- und aus den Behältern 7 und 6 je ein Penny-Stück, wobei vorausgesetzt ist, dass der Steg des Joches 93 quer vorn über die drei Auswerfer hebel 36, 35 und 34 sich erstreckt und diese bei seiner Bewegung um die Drehachse 25 mitdreht (Fig. 4, 5, 6 und 18).
Gleicherweise werden durch den Tasten hebel 51, Draht 94, Joch 95, Lenker 96 und Arm 97 die Ausrc@erferhebel 36, 35, 34 und 33 in Tätigkeit versetzt und aus !Be hälter 8 ein Sechspence- und aus den Be hälter 7, 6 und 5 je ein Penny-Stück aus gestossen, wobei vorausgesetzt ist, dass der Steg des Joches 95 über die vier Auswerfer hebel 36, 35, 34 und 33 sich erstreckt und diese bei seiner Bewegung um die Drehachse 25 mitdreht (Fig. 4, 5, 6 und 1.9).
Derselbe Vorgang vollzieht sich bei Be tätigung des Tastenhebels 52 zwecks Abgabe von 10 Pennies, das heisst eines Sechspence- Stückes und vier Penny-Stücken. Dabei ver- mitteln der Draht 98, der Bügel. 99, die Lena ker 100 und das Joch 101 samt den Aus werferhebeln 36, 35, 34, 33 und 32 die Be wegung bis zu den Münzbehältern, unter Voraussetzung, dass der Steg des Joches. <B>101</B> die Auswerferhebel 36, 35, 34,
33 und 32 bei seiner Bewegung gleichzeitig mitdreht. Münzbehälter 8 gibt ein Sechspence-Stück und die. Behälter 7, 6, 5 und 4 je ein Penny- Stück ab (Fig. 4, 5, 6 und 20).
Zur Ausgabe von 11 Pennies tritt Tasten hebel 53 in Funktion. Dieser ist durch Draht 102 und Bügel 103 mit dem Joch 104 direkt, das heisst ohne Lenker, verbunden. Bei Dre hung des Joches 104 drehen sich die Aus werferhebel 36, 35, 34, 33, 32 und 31 mit, wobei mittelst der vorbeschriebenen Aus werferorgane aus dem Münzbehälter 8 ein Sechspence-Stück und aus den Behältern 7, Ei, 5, 4 und 3 je ein Penny-Stück ausgestossen werden (Fig. 4, 5, 6 und 21).
Soll der Apparat elfeinhalb Pennies ab geben, so drückt man zuerst auf den Tasten hebel 53, wodurch, wie oben beschrieben, elf Pennies ausgestossen werden. Nachher drückt man auf den Tastenhebel 42, welcher, wie eingangs angeführt, den Auswurf eines Halbpenny-Stückes veranlasst.
Ein Schilling-Stück wird abgegeben durch Niederdrücken des Tastenhebels 54. Diesen verbindet ein Draht 105 und ein Bügel 106 mit dem Auswerferhebel 37. Tritt dieser in Funktion, so gibt der Münzbehälter 9 ein Schilling-Stück heraus (Fig. 4, 5, 6 und 22).
Zwecks Ausstossung eines Zweischilling stückes ist der Tastenhebel 55 niederzu drücken. Vermittelst des Drahtes 107 und des Lenkers 108 wird der Auswerferhebel 38 gedreht und damit aus dem Münzbehälter 10 ein Zweischilling-Stück ausgestossen (Fig. 4, 5, 6 und 22).
Sollen drei Schillinge abgegeben werden, so wird durch Betätigung des Tastenhebels 56, des Drahtes 109, Armes 110 und eines am obern Ende des Joches 112 befestigten Lenkers 111 das Joch 112 um seine Dreh achse 25 gedreht, und da sich dessen Steg über die Auswerferhebel 37 und 38 erstreckt, diese mitbewegt. Demzufolge wird aus dem Münzbehälter 10 ein Zweischilling- und aus dem Behälter 9 ein Schilling-Stück -ausge stossen (Fig. 4, 5, 6 und 22).
Vier Schillinge, das heisst zwei Zweischil- ling-Stücke, lassen sich dem Apparate durch Drücken auf den Tastenhebel 57 entnehmen. Dabei werden der Draht 113, der Hebel 114, der Lenker 115 und das das Joch 1.12 unter greifende Joch 116 betätigt, welch letzteres die Bewegung auf die Auswerferhebel 39 und 38 überträgt. Diese veranlassen die Aus stossung von zwei Zweischillingstücken aus den entsprechenden Münzbehältern 11 und 10 (Fig. 4, 5, 6 und 22).
Auf dieselbe Weise gestaltet sich der Vorgang bei Entnahme von fünf Schilling, das heisst zweier Zweischillingsechspence- Stücke. Hier wirken bei Betätigung des Ta- stenhebels 58 der Draht 117 und ein Joch 118 auf die Auswerferhebel 40, 41, die ihrerseits aus den Münzbehältern 12 und 13 je ein Zweischillingsechspenoe,- Stück auswerfen (Fig. 4, 5, 6 und 22).
Beim Vorgang zur Entnahme von sechs Schilling werden bei Betätigung des Tasten hebels 59 ein Draht 119, ein um die Dreh achse 72 drehbares Zwischenjoch 120 und an diesem befestigte Drähte 121 und 122 bewegt, welch ersterer zum Auswerferhebel 37 und welch letzterer zum Joch 118 führt. Dieses selbst erstreckt sich mit seinem Steg über die Auswerferhebel 41 und 40, die sich bei Niederdrücken des Tastenhebels 59 gleich zeitig mit denn Atswerferhebel 37 um ihre Drebachse 25 drehen. Hierdurch werden aus den Münzbehältern 13 und 12 je ein Zwei schillingsechspence-Stück und aus dem Be hälter 9 ein Schilling-Stück ausgeworfen (Fig. 4, 5, 6 und 22).
Zur Entnahme von sieben Schilling tritt der Tastenhebel 60 in Funktion. Ein Draht 123, ein Bügel 124 und ein Joch 125 über tragen die Bewegung auf die Auswerfer- hebel 41, 40 und 39, die infolge gleichzeiti gen Stosses durch den Steg des Joches 125 gleichzeitig die Ausstossung je eines Zwei schillingsechspence-Stückes aus den, Münz- bchältern 13 und 12 und eines Zweischilling stückes aus dem Münzbehälter 11 bewirken.
Zwecks Ausgabe von acht Schilling ist der Tastenhebel 61 zu betätigen. Diesen ver bindet ein Draht 126 mit einem auf der Drehachse 72 sitzenden Zwischenjoch 127, sowie mit dem die Auswerferhebel 40 und 41 beherrschenden Joch 118. Vom Steg des Jo- ches 127 führen Drähte 128 und 129 direkt zu den Auswerferhebeln 38 und 37.
Die gleichzeitige Drehung der Joelie 127 und 118 auf ihren Drehachsen 72 und 25 durch den Tastenhebel überträgt sich auf die vier Aus werferhebel 41, 40, 38 und 37, welche ihrer seits aus den entsprechenden Münzbehältern je ein Geldstück ausstossen, und zwar aus den Behältern 13 und 12 je ein Zweischillingsechs- pence-Stück, aus dem Behälter 10 ein Zwei schilling- und aus dem Behälter 9 ein Schil- ling-Stück (Fig. 4, 5, 6 und 22).
Die Ausgabe von neun Schilling aus dem Apparat geschieht durch den Tastenhebel 62, welcher mittelst eines Drahtes 130 mit einem Joch 131 verbunden ist. Letzteres beherrscht die Auswerferhebel 41, 40, 39 und 38. Die entsprechenden Münzbehälter 13, 12, 11 und 10 geben bei Niederdrücken des Tastenhebels 62 je ein Geldstück ab, und zwar der Be hälter 13 und 12 je ein Zweischillingsechs- pence- und die Behälter 11 unch 10 je ein Zweischilling-Stück (Fig. 4, 5 und 22).
Gleicherweise geschieht die Ausgabe von zehn Schilling. Den Druck auf den Tasten hebel 63 übertragen ein Draht 132 und ein Joch 133 auf die Auswerferhebel 41, 40, 39, 38 und 37, die ihrerseits aus den ent sprechenden Behältern je ein Geldstück aus stossen, und zwar aus den Behältern 13 und 12 je ein Zweischillingsechspence-Stück, aus den Behältern 11 und 10 je ein Zweischilling stück und aus dem Behälter 9 ein Schilling stück (Fig. 4, 5 und 22).
Nach dem Gesagten ergibt sich, dass bei gleichzeitiger oder rasch aufeina,nderfolgen- der Betätigung mehrerer Tastenhebel die den mehrfachen Betrag irgend eines der oben erwähnten Beträge ausmachenden Summe vom Apparate ausgegeben werden kann. Soll der Apparat zum Beispiel 19 Schilling und 111/, Pence abgeben, so drückt man den Tastenhebel 63 zwecks Abgabe von 10 Schil ling, hierauf den Tastenhebel 62 zwecks Ab gabe von 9 Schilling, dann den Tastenhebel 53 für 11 Pennies und endlich den Tasten liebel 42 für '/2 Penny hinunter.
Obwohl in der Darstellung der Apparat finit Bezug auf englische Münzsorten be schrieben ist, kann durch Änderung der Tasten- und Auswerferhebel und der Münz behälter der Apparat für die Ausgabe von Münzen anderer Münzsysteme verwendet werden.