CH100798A - Röntgenröhre. - Google Patents
Röntgenröhre.Info
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Description
Röntgenröhre. Die bei dem Betriebe von Rüntgenrühren auf der Antikathode infolge des Aufpralles ,der Kathodenstrahlen erzeugte Wärme wird in den sogenannten gashaltigen Röhren da- Z2 durch unschädlich gernacht, dass man die Platte aus Platin, Wolfram, oder einem ähn lichen geeigneten Material, welche züm Auf- fanwen der Kathodenstrahlen dient, in einem Klotz aus gut wärmeleitendem Material,
wie Kupfer oder ähnlichem einbeitet. Hierdurch bleibt die Temperatur dür Auffangeplatte selbst während langdauernder und starker Be- zinsprue'hungerl niedrig, indem sie die auf ihr erzeugte Wärme zunächst an den X-uipferl-.lotz # ab, gibt,
der seinerseits wieder die Wärme nach aussen a ii Luft oder Wasser oder andere Kühl- mittel abgibt.
Beiden socenannten gasfreien (Coolidge) <B>c</B> t' Röhren hat man demgegenüber ein völlig el neues Kühlprinzip für die Antikathode ein- ,geführt, indem man von folgender neuartiger Bauart der Antikathode ausgegangen ist:
Die ganze Antikathode a wird, -wie Fig. <B>1</B> zeigt, aus einem im wesentlichen vylinder- förmigen Wolframs'L-#cl" hergestellt, dessen eines Ende, welches den Kathodenstralilen zu gekehrt ist, in der Regel verdickt und abge schrägt wird, so,dass eine Auftreffläche <B>b</B> von genügender Fläühenausdehnung für die Ka- tliodenstra-Ii-len sieh ergibt.
Die auf der Auf- treffläche <B>b</B> von den Kathodenstra'hIen abge gebene Wärme wird nun bei diesen Antika- thodeu nicht an irgend eine Wärme ableiten den Körper abgegeben, sondern die Wärme, verteilt sich vielmehr auf den ganzen Wolfram-klotz in der Weise, dass er infolge der beim Betriebe ständig neu zugeführten weiteren Wärmemengen auf immer höhere Temperatur kommt und schon wenige Se-kun- & n nach Inbetriebsetzung der Röntgenröhre auf Weissglut gebracht ist.
Da nun bei so hohen Temperaturen, wie sie der Weissglut entsprechen, die Wärmestrahlung mit einer hohen Potenz der Temperatur zunimmt, so strahlen solche. Antikathoden dauernd eben- soviel Wärme in Form von Wärmesfrahlung aus, als ihnen durch den Betrieb der Röhre neu zugeführt wird. Sie bleiben daher auf einem gewissen der Belastung entsprechen den Temperatur-Gleichgewicht, bei der die neu zugeführten Wärmemengen gleich den durch Strahlung abgegebenen sind.
Da die Wärme im wesentlichen in einer sehr kleinen Fläche, dem sogenannten Fokus, auf der Vorderseite der Antikathode durch die Kathodenstrahlen erzeugt wird, so resul tiert eine um so höhere Belastbarkeit der Röhre,<B>je</B> kürzer die Wege zwischen Fokus und abstrahlenden Oberflächenpunkten be schaffen sind. Die Coolidge-Antikathofle nach Fig. <B>1</B> hat eine verhältnismässig kleine<B>ab-</B> strahlende Oberfläche bei verhältnismässig gr <B>,</B> ossen Wegen zwischen Fokus und abstrah lender Oberfläche.
Es tritt infolgedessen bei solehen Antikathoflen eine heftige Wärme- iiberhöhung im Fokus selbst ein, die sich da durch bemerkbar maeht, dass die Kathoden strahlen das Gefüge der -#Volfra.moberfläche lockern und nach und nach immer tiefer in Richtungder Kathodenstrahlen in den Wol- framklotz sieh einfressen und ihn zerstören;
diese Wirkung wird ausserordentlich begün stigt durch die Lagerung der Kristalle, deren Aehse mit der Achse der Antikathode und daher auch mit, der Richtung der Kathoden- sfrahlen annähernd oder vollkommen überein stimmt. Das Anfressender Anfikathode setzt aber den -Wirkungsgrad der Röhre stark lierab -und bildet daher einen sch#veren Nach teil für derartige Röhren.
Gemäss der Erfindung werden diese Nac-h- teile beseitigt, also die Lebensdauer und,die Belastbarkeit der Röhre erhöht dadurch, <B>1.</B> Dass die Nathodenstrahlen nicht in Richtung der Achse der kristallinisehen La- Crerung im Wolfram, sondern in einem Winkel dazu auftreffen, wodurch das Anfressen stark verhindert wird; 2. Dass die Wege, welche die vom Fokus abfliessende Wärme bis zur abstrahlenden Oberfläche zurückzulegen hat, verkürzt wer den unter gleichzeitiger Vergrösserung dieser abstrahlenden Fläche.
Diese doppelte Aufgabe wird gemäss der Erfindung Jadurch gelöst, dass die Antika thode aus einer flaehen, mit dem zum Beispiel aus Wolfram bestehenden Stab aus einem Stück hergestellten Platte besteht, deren Kri- stallagerung in der Plattenebene verläuft, so dass die A.ahse der Kristallagerung einen Win kel mit der Richtung der Kathodenstrahlen einschliesst.
Der Ei rfindungsgegenstand ist in den Fig. t3 ZD 2 bis 4 in drei Ausführungsbeispielen veran schaulicht.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. ist der Walframstab auf seinem rückwärtigen Teil<B>c</B> in der aus Fig. <B>1</B> bekannten Weise zy lindrisch auso-ebildet, während er an dem vor- dern Ende, wo er den Kathodenstrahlen zu gekehrt ist, in eine möglichst breite Fläche<B>d</B> übergeht, so dass also die Querschnittsform in achsialer Richtung der Kathode wechselt.
Der Teil zwischen der Fläche<B>d</B> -und dem zy lindrischen Stab c ist rinnenförmig, und zwu freht sein Querschnitt von demjenigen der Flä- n ehe d in flenjenigen des zylindrischen Stabes c über.
Die Fläühe <B>d</B> ist in einem schrägen I <B>n</B> Winkel zum zylindrisehen Teil c abgebogen, und dient mit ihrer Vorderfläehe zum Auf fangen der Xathodenstrahlen. Da die Kri stallagerung in der Längsachse des Wolfram- stabes <B>c</B> erfolgt, ist ersichtlieh, dass das Kri- stallg.efüge in der plattenförmigen Verlänge rung d einen Winkel.
mit der Richtung der Kathodensfrahlen einschliesst, die in Fig. 2 durch Pfeil<B>1</B> angedeutet ist. Durch diese F orm'gebung wird einerseits eine grosse aus strahlende Oberfläche geschaffen, die vom Folius nur geringen Abstand hat, was für (lit- Wärmeverteilung und die WiLrmeabstrahl-tin,-: besondere Vorteile bietet., anderseits wird in folge der Schräglage des Kristallgefüges zu #n der Richtung der Kathodenstrahlen ein An fressen der Kathode verhindert.
Es hat sich bei der Durühbildung dieser Antikathode gezeigt. (lass infolge der flachen Ausgestaltun- der Antikathode auf der Rück seite Strahlungen im Betrieb auftreten, wel che in ihrer Richtung so beschaffen sind, dass sie dazu neigen, nach der Glaswand der Röhre hin zu konvergieren, um dort Überhitzungen hervorzurufen. Diesem Übelstand wird durch die Ausführungsform der Fig. <B>3</B> abgeholfen, indem man an der rückwärtigen Seite der Antikafliode eine Sehutzkappe <B>f</B> anbringt.
el Man kann dieselbeWirkung auch dadurch hervorbringen, dass man den breit ausge- iormten Teil der Antikathode in der Weise, wie in Fig. 4 angedeutet, so weit nach hinten unilegt, dass dieser -umgelegte Teil<B>f</B> selbst als Sehutzwand im eben erwähnten Sinne dient.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCI-I. Rönigenröhre, bei der die Antikathode ditreli den Betrieb auf eine solche Tempera tur gebracht wird, dass die Kühlung durch Ausstrahlung der erzeugten Wärme erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Antikathode aus einer flachen, mit ihrem stabförmigen Trä#,er aus einem Stück hergestellten Platte best eht,deren Kristallas gerung in der Platten- el)ene verläuft, so dass die Achse der Kristall- Iagerung einen Winkel mit der Richtung der Kathodenstrahlen einschliesst. UNTERANSPRMHE <B>1..</B> Röntgenröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Quer- sichnittsform der Antikathode in achsialer Richtung derselben wechselt.2. Röntgenröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die flache Platte, welche die Auftreffläehe für die Kathodenstrahlen bildet, mit einem zylin drischen Stab durch einen rinnenartigen Teil verbunden ist, dessen Querschnitt von demjenigen der Platte allmählich in den jenigen des zylindrischen Stabes übergeht. <B>3.</B> Rönigenröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die der Auf- treffläche der Kathodenstrahlen gegen überliegende Rückseite der als Platte aus gebildeten Antikathode, durch eine Schutz kappe überdeckt ist.4. Röntgenröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Schutz kappe mit der Antikathodenplatte aus einem<B>Stück</B> besteht, indem letztere nach rückwärts umgebogen ist.
Applications Claiming Priority (2)
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Country Status (2)
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| AT (1) | AT100339B (de) |
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1922
- 1922-05-29 AT AT100339D patent/AT100339B/de active
- 1922-06-01 CH CH100798D patent/CH100798A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT100339B (de) | 1925-06-25 |
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