CH100910A - Antriebs- und Abstellvorrichtung für Kreuzspulmaschinen. - Google Patents
Antriebs- und Abstellvorrichtung für Kreuzspulmaschinen.Info
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Description
Antriebs- und Abstellvor richteng für Iireuzspulmaschinen. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Antriebs- und Abstellvorrichtung für Iireuzspulmaschinen, bei denen die Spule durch Friktion von einer mit Treibnut für den Fadenführer versehenen Trommel in Dre- liung versetzt wird.
Gemäss Erfindung besitzt die Antriebs und Abstellvorrichtung eine von einem Spannhebel getragene Spannrolle für den An triebsriemen, die mittelst eines durch Feder kraft in Sperrstellung gehaltenen Sperrhebels gegen den Riemen gepresst gehalten wird und bei Fadenbruch oder Erschöpfung der Faden wpannung durch Ausrückung des Sperrhebels mittelst eines Fühlhebels, eines Umlauforga- nes und auf den Sperrhebel wirkender Zwi schenorgane in die den Riemen lockernde Ruhelage zurückfällt.
Zweckmässig ist hierbei der Sperrhebel finit einem Bremsschuh versehen, welcher bei A.usrückung des Spannhebels durch Druck des letzteren. auf den Sperrhebel gegen die Riemenscheibe gepresst wird und die leben dige Kraft der Trommel schnell abbremst.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt, und zwar zeigen: Abb.1 eine greuzspulmaschine von vorn gesehen, Abb. 2 die dazugehörige Seitenansicht in der Arbeitsstellung, Abb. 3 die entsprechende Seitenansicht bei gerissenem Faden in der ausgerückten Stellung, Abb. 4 und 5 Einzelheiten der Abstell- vorrichtung in grösserem Massstabe,
und Abb. 6 einen Schnitt durch die Abstell- vorrichtung gemäss Linie IV-IV (Abb. 4). Die Trommel 1, die mit Hilfe der Treib- nut 2 einen Fadenführer 3 hin- und her bewegt und so den Faden auf eine bei 12 gelagerte, durch Reibung von der Trommel 1 mitgenommene Spule 12' aufspult, ist dreh bar auf der im Maschinengestell befestigten Welle 10 gelagert.
Infolge der hohen Drehzahl, mit welcher die Trommel 1 läuft, ist der Trommelantrieb so geschaffen, dass er ein allmähliches Steigen der Drehgeschwindigkeit der Trommel von 0 bis zur gewünschten Drehzahl ermöglicht.
Über eine mit der Trommel 1 verbundene Riemenscheibe 22 mit Flanschen, eine be wegliche Spannrolle 23 mit Flanschen und eine motorisch angetriebene Scheibe 24 läuft ein Treibriemen 25. Auf der Trommelachse 10 sitzt lose ein Winkelhebel 26, 27, dessen einer Arm, 26, als Griff ausgebildet ist und dessen anderer Arm, 27, die Spannrolle 23 drehbar trägt.
Um die Spannrolle 23 in ihrer Spann stellung zu erhalten und bei Fadenbruch oder bei Erreichung des gewünschten Durch messers der Spulenbewicklung selbsttätig ausrücken zu können, ist folgende Einrich tung vorgesehen: An dem die Drehachse 10 der Trommel 1 tragenden Teil 28 des Maschinengestelles ist bei 29 ein bogenförmiger, zweiarmiger Sperr hebel 30, 31 gelagert. Der Arm 30 dieses Hebels stellt unter dem Zug einer Feder 32 und besitzt eine Rast 33, in welche eine am Arm 27 des Spannhebels 26, 27 angebrachte Rolle 34 einschnappt, wenn der Spannhebel seine Normalstellung (Abb. 2) erreicht hat. Hierdurch wird der Hebel 26, 27 in der Spannstellung erhalten.
Der andere Arm 31 des Sperrhebels 30, 31 trägt einen an die Innenfläche des Kranzes der Riemenscheibe 22 pressbaren Bremsschuh 35 und den Schaft 36 einer zur Trommelachse parallelen Lager hülse 37 (Abb. 2, 3, 4, 5 und 6), auf der ein Daumen 38 mit Stiften 39, 40 lose sitzt. In der Hülse 37 ist eine Welle 41 drehbar gelagert, mit der ein zwischen den Stiften 39, 40 des Daumens 38 durchgehender Fühl liebel 42 fest verbunden ist.
Dieser Fühl- hebel wird durch den zu spulenden Faden 6 in aufrechter Stellung (Abb. 2) gehalten, in der das U-förmig gebogene Ende 43 des Fühlhebels 42 sich gegen einen Fortsatz 44 der Lagerhülse 37 stützt. In der gesenkten Stellung (Abb. 3 und 5) stützt sieh der Teil 43 des Fühlhebels 42 gegen einen zweiten Fortsatz 45 der Hülse 37. Der Daumen 38 ist so angeordnet, dass er im gegebenen Augenbich mit dem über die Riemenscheibe 22 laufenden Riemen 25 in Berührung kom men kann.
Mit dem Arm 31 ist durch einen Lenker 46 ein am Gestellteil 28 bei 47 aasgelenkter Segmentarm 48 mit längs ihm verstellbarer, oben keilförmig gestalteter Schlaufe 49 ver- bunden. 50 ist der auf dem vom Maschinen gestell unbeweglich getragenen Stift 5<B>1</B> drehbar gelagerte Tragbügel für die Auf wickelspule 12, die durch den Zug der einer seits an einem am Gestell einstellbaren Arm 52 und anderseits am Bügel 50 angehängten Feder 53 an die Trommel 1 gepresst und durch Friktion in Drehung versetzt wird. In dem Masse, als die Bewicklung 12' zu nimmt, wird die Spule 12 immer mehr von der Trommel 1 abgedrängt.
Die Wirkungsweise der beschriebenen An triebs- und Abstellvorrichtung ist folgende: Zum Anlassen der Trommel 1 wird der Spannhebel 26, 27 langsam aus der in Abb. 3 gezeigten Stellung in die in Abb. 2 gezeigte Stellung gebracht und dadurch der Riemen 25 langsam gespannt und die Trommel all mählich in die volle Arbeitsgeschwindigkeit versetzt. Durch das Einschnappen der Rolle 34 in die Rast 33 des Sperrhebelarmes 30 wird der Spannhebel 26, 27 in der Spannlage und dadurch der Riemen 25 gespannt erhal ten. Der durch den Spulvorgang gespannte Faden 6 hält den Arm 42 aufrecht.
Der Daumen 38 stützt sich mit dem Stift 39 ge gen den Fühlhebel 42 und berührt den Rie men 25 nicht (Abb. 2 und 4). Der Faden führer 3 führt mit hoher Geschwindigkeit, aber ohne Schläge und Geräusch seine Hin- und Herbewegungen aus. Wenn der Faden bricht, so verliert der Fühlhebel 42 seinen Halt und schwingt nach links (Abb. 3 und 5), wobei er den Daumen 38 (in Abb. 3 nicht gezeichnet) mittelst des Stiftes 39 mitdreht und mit dem Riemen 25 in Berührung bringt.
Infolge der hierdurch entstehenden Abwäl- zung des Daumens 38 tritt eine keilartige Wirkung ein, wodurch der Daumen 38 nach rechts gedrückt und der Sperrhebel 30, 31 in Uhrzeigerrichtung gedreht wird. Demzu folge verliert die Rolle 34 den Halt in der Rast 33 des Hebelarmes 30 und die Spann rolle 23 senkt sich mit dem Hebelarm 27, wobei die Rolle 34 auf den Hebelarm 30 (Abb. 3) drückt und den Sperrhebel 30, 31 noch so viel nach rechts dreht, dass der Dau men 38 vom Riemen 25 frei wird (Abb. 5).
Alsdann stützt sich der Daumen 38 mit sei nem Stift 40 gegen den Fühlhebel 42, der sich seinerseits gegen den Fortsatz 45 stützt. Durch das Senken der Spannrolle 23 wird der Riemen 25 gelockert und der Antrieb hört auf.
Bei der Rechtsdrehung des Sperr hebels 30, 31 wird der Bremsschuh 35 an die Riemenscheibe 22 gedrückt und letztere ohne weitere Hilfsmittel samt der Trom mel 1 gebremst. Nach Behebung des Faden- Bruches wird der Fühlhebel 42 wieder auf gerichtet und gleichzeitig der Daumen 38 wieder in die Stellung nach Fig. 2 und 4 ge bracht, in welcher er infolge seines über schweren Vorderteils bleibt.
Eine selbsttätige Abstellung tritt auch ein, wenn die Spulenbewicklung 12' einen solchen Durchmesser erreicht hat, das heisst die Spulentraggabel 50 so viel nach rechts ausgeschwenkt worden ist, dass ein an der Gabel 50 angebrachter Bolzen S die Schlaufe 49 und damit den Segmentarm 48 gesenkt hat (Fig. 3). Hierbei wird der Sperrhebel 30, 31 durch den Lenker 46 ebenfalls in Uhrzeigerrichtung gedreht und die Rolle 34 aus der Rast 33 ausgerückt.
Der Fühlhebel 42 könnte auch als Win kelhebel ausgebildet sein und bei Fadenbruch oder Erschöpfung mit einem Arm in den Be reich eines ständig umlaufenden, gezahnten Organes fallen, welches dann durch Stoss auf diesen Arm mittelst Zwischenorganen die Ausrückung des Sperrhebels 30, 31 bewirkt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Antriebs- und Abstellvorrichtung für lireuzspulmaschinen, bei denen die Spule durch Friktion von einer mit Treibnut für den Fadenführer versehenen Trommel in Drehung versetzt wird, gekennzeichnet durch eine von einem Spannhebel getragene Spann rolle für den Antriebsriemen, die mittelst eines durch Federkraft in Sperrstellung ge haltenen Sperrhebels gegen den Riemen ge presst gehalten wird und bei Fadenbruch oder Erschöpfung der Fadenspannung durch Aus rückung des Sperrhebels mittelst eines Fühl- hebels, eines Umlauforganes und auf den Sperrhebel wirkender Zwischenorgane in die den Riemen lockernde Ruhelage zurückfällt. UNTERANSPRüCHE: 1.Antriebs- und Abstellvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrhebel eine Sperrast besitzt, in der eine am Spannhebel angeordnete Rolle in der Sperrstellung sitzt. 2. Antriebs- und Abstellvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Sperrhebel hinter der Sperrast eine zum Drehpunkt des Spannhebels exzentrische Kurve bil det, auf welche die Spannrolle nach ihrer Ausrückung aus der Sperrast zwecks Weiterdrehung des Sperrhebels drückt, und dass der zweite Arm des Sperrhebels einen mit der Riemenscheibe zusammen wirkenden Bremsschuh trägt. 3.Antriebs- und Abstellvorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrhebel durch einen Lenker mit einem schwingbaren Segmentarm verbunden, die ser Arm mit einem einstellbaren Anschlag und der Spulenträger mit einem Vor sprung versehen ist, derart, dass bei Er reichung der gewünschten Bewicklung der Vorsprung des Spulenträgers auf den Vorsprung des Segmentarmes trifft, letz teren senkt und damit den Sperrhebel dreht, so dass der Spannhebel ausgerückt wird. 4.Antriebs- und Abstellvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Fühlhebel auf einen auf einer vom Sperrhebel getragenen Achse ge lagerten Exzenter wirkt, um ihn in Be rührung mit dem Antriebsriemen zu brin gen und dem Sperrhebel die Ausrückbewe- gung zu erteilen.
Applications Claiming Priority (1)
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