CH100913A - Auf der einfädigen Klöppelmaschine hergestelltes Spitzengeflecht und Verfahren zu dessen Herstellung. - Google Patents
Auf der einfädigen Klöppelmaschine hergestelltes Spitzengeflecht und Verfahren zu dessen Herstellung.Info
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Description
Auf der einfädigen Klöppelniaschine hergestelltes Spitzengellecht und Verfahren <B>zu</B> dessen Herstellung. Die maschinelle Herstellung von Klöppel spitzen ist in den letzten Jahren so vervoll kommnet worden, dass sich fast alle Arten von Klöppelspitzen mit Hilfe der sogenann- ten einfädigen Klöppelmaschine herstellen lassen und von den echten, handgeklöppelten Spitzen ka um zu unterscheiden sind.
Zu den wenigen Ausnahmen gehörten bisher die feineren Valeneiennes-Spitzen, das sind Spitzen, bei denen die Grundmaschen. chie rhombenfürmige Gestalt besitzen und die Einzellitzchen <B>je</B> aus vier miteinander ver flochtenen Fäden bestehen. Diese Spitzen sind um so wertvoller,<B>je</B> feiner die dazu verwendeten Fäden sind; anderseits bereitet aber die Verarbeitung so feiner Garnsorten auf der Klöppelmaschine wegen der da-bei leicht und häufig auftretenden Fadenbrüche Schwierigkeiten.
Man musste deshalb bei der maschinellen Herstellung der Spitze not- ge <B>,</B> drungen stärkere Fäden verwenden, so dass die so hergestellten Spitzen'nieht den -über aus feinen, klaren Grund besitzen wie die handgeklöppelte Ware, welche gerade wegen dieser Feinheit besonders hochgeschätzt und als "Handarbeit" henntlieli war.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine neue, auf der einfädigen Klöppel- maschine erzeugte Spitze von Valenciennes- Charakter, 'bei welcher der vorerwähnte Mangel dadurch beseitigt ist, dass gemäss der Erfindung die den Spitzengrund bildenden. Einzellitza'hen nicht, wie sonst üblich, aus vier Fäden, sondern<B>je</B> nur aus drei mitein ander verfloelitenen Fäden bestehen.
Dabei zeigt sich überraschenderweise, dass, obwohl hierdurch von einem wesentlichen Merkmal der echten Valeneiennes-Spitze ab gewichen ist, dennoch das charakteristische Aussehen der Spitze voll erhalten 'bleibt und die tatsächliche Abweichung in der Fadenzahl wegen der grossen Feinheit mit blossem Auge überhaupt kaum wahrnehmbar ist.
Durch diese verminderte Fadenzahl in den Einzellitzchen wird es ermöglicht, letztere ohne eine zu weitgehende Schwächung der Einzelfäden wesentlich dünner herzustellen als bisher und dadurch den Spitzengrund in einer bisher unerreichten Klarheit auszubil den, wie er nur den allerfeinsten hand- ,. klöppelten Valeneiennes-Spitzen eigentüm- lieli ist.
Dazu kommt noch der weitere Vor- feil, dass durch diese neue Ausbildung der Spitzen zu der maschinellen Herstellung viel weniger Spulen und infolgedessen kleinere Naschinen, sowie weniger Fadenmaterial er- forderlieh sind.
Um bei dem so ausgebildeten Spitzen- ,(rrtlild auch die Herstellung der üblichen <B>I</B> Spinnen, Bändchen und ähnlichen Muster effekte zu ermögliehen, wird zweckmässig in der Weise verfahren, dass an denjenigen Stel len, wo jeweils die Musferbildungen erfolgen sollen, die dreifädigen Einzellitzchen des Spitzenurundes in Gruppen von zwei, vier oder einer andern geraden Anzahl von Fä den auf oelbst und dann in an sieh be- hannter Weise zur Musterbildung benutzt werden.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungs- ,cre,(,yen.qt < tnd in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt: Fig. <B>1</B> ein gemäss der Erfindung ausge- bildefes Spitzenmuster, Fig. 2 einen Teil des gleichen Musters in Prösserem Massstabe, Fig. <B>3</B> die Fadenbindung des Grundesbei der echten Valeneiennes-Spitze in grösserem Massstabe,
Fig. 4 einen Teil einer weiteren Ausfüh- l'11!Zsform der neuen Spitze mit drei Fäden in den Einzellitzchen des Grundes, in grösse rem Massstabe.
Tn Fig. <B>1</B> und 2 ist a der nach Art der bekannten Valeneiennes-Spitzen ausgebildete de--sen einzelne *Maschen an nähernd die Gestalt von Rltomben besitzen.
Die Seifenkanfen dieser Rhomben bestehen dabei aus Einzellitzehen. welche gemäss der Erfindung, wie aus Fig. 2 ersichtlieli ist, je mir aus drei miteinander verflochtenen F:
a- den b. <B><I>e,</I> d</B> gebildet sind, während sie bei der bisher bekannten, in Fig. <B>3</B> dargestellten Valenciennes-Spitze aus vier Fädenbest,4en. Die in diagonaler Richtung verlaufenden Eiii7eIlitzellen kreuzen sieh in regelmässigen Abständen (bei<B>f,</B> Fig. 2).
Sie sind an den Kreuzungsstellen durch gegenseitige Ver- fleelitung eines Teils ihrer Fäden miteinander verbunden, während gleichzeitig an jeder Kreuzungsstelle ein Faden des einen Litz- ühens gegen einen Faden des andern Litz- chens ausgetauseht ist, wodurch eine der Fadenbinduno- bei der echten Valeneiennes- Spitze ähnliche Bindung zustande kommt.
Gegebenenfalls können an jeder Ver- el bindungsstelle <B>f,</B> anstatt zweier Einzelfä.den, auch zwei Fadenpaare ausgetauscht werden, oder es hann, wie in Fig. 4 besonders dar gestellt, hein Fadenaustausch zwischen den diagonal laufenden Einzellitzehen stattfin den, sondern lediglich ein Verflechten ihrer Fäden an der Kreuzungssielle. Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist,
bleiben auch in diesem Falle die Grundform der Masche und der Charak ter der Spitze annähernd dieselben wie bei der echten Valenciennes-Spitze. Wesentlich für geklöppelte Spitzen mit, Valenciennes- Charakter nach vorliegender Erfindung ist nur, dass die rhombenartig zueinander ver laufenden Einzellitzehen des Grundes nur aus je drei miteinander verflockfenen Fäden gebildet sind.
Zur Bildung der üblichen Musterung, z. B. einer Spinne i, sind beim Ausführungs beispiel nach Fig. 2 die aus drei Fäden zusa-m- mengesetzten Litzehen in Litzchen <B><I>g, g</I></B> mit nur zwei Fäden aufgelöst und dann in üblicher Weise zur Musterbildung mitein ander verflochten.
Je nach der Art der <B>2</B> Illusterbildung können dann auch vier oder sechs Fäden, wie züm Beispiel bei Bildung des Bändchens<B>h,</B> wieder zusammengefasst werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: <B>1.</B> Auf der einfädigen Klöppelmasc'hine her gestelltes Spitzengeflecht von Valeneien- nes-Charakter, dadurch gekennzeichnet, dass die den Grund bildenden Einzellitz- eben <B>je</B> nur aus drei miteinander verfloch tenen Fäden bestehen.<B>11.</B> Verfahren zur Herstellung der Klöppel spitze nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die den Grund bil denden LIzellen von<B>je</B> drei Flechtfäden bei der Musterbildung in Gruppen mit gerader Fadenzalil aufgelöst werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH0085336 | 1921-05-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH100913A true CH100913A (de) | 1923-08-16 |
Family
ID=25945347
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH100913D CH100913A (de) | 1921-05-02 | 1922-04-29 | Auf der einfädigen Klöppelmaschine hergestelltes Spitzengeflecht und Verfahren zu dessen Herstellung. |
Country Status (5)
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|---|---|
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB179193A (en) | 1922-12-07 |
| DE405509C (de) | 1925-01-19 |
| AT95938B (de) | 1924-02-11 |
| FR550895A (fr) | 1923-03-22 |
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