CH101171A - Verfahren zur Herstellung eines unter 200 º siedenden Treibmittels für Explosionskraftmaschinen aus höher siedenden Kohlenwasserstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines unter 200 º siedenden Treibmittels für Explosionskraftmaschinen aus höher siedenden Kohlenwasserstoffen.

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CH101171A
CH101171A CH101171DA CH101171A CH 101171 A CH101171 A CH 101171A CH 101171D A CH101171D A CH 101171DA CH 101171 A CH101171 A CH 101171A
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Dr M Melamid
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  Verfahren zur Herstellung eines unter 2000 siedenden Treibmittels für     Explosions-          kraftniasehinen    aus höher siedenden     Kohlenwasserstoffen.       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Herstellung eines unter 200' siedenden  Treibmittels für     Explosionskraftmaschinen     aus höher siedenden     Kohlenwasserstoffen,     wie Teerölen, Mineralölen, Pechen und son  stigen Rückständen.  



  Es sind 'bereits eine ganze Reihe von  Verfahren zur Herstellung von     Motoren-          brennstoffen    aus hochsiedenden     Kohlenwas-          serstoffen    bekannt. Bei diesen Verfahren,       die'hohe    Temperaturen und hohe Drucke er  fordern, findet eine sehr weitgehende Zer  setzung statt. Es bilden sich sehr viele     un-          li-,ondensierbare,    gasförmige     Kohlenwasser-          stoffe.    Ein Teil der     Kohlenwasserstoffe    wird  verkohlt.

   Der ausgeschiedene Kohlenstoff  greift das     Aletall    der Gefässe an, verändert  dessen chemischen Charakter und schädigt  daher die Festigkeitseigenschaften der Ge  fässe. Damit wird der Zusammenhalt der Ge  fässe in Frage gestellt und Explosionsgefahr  geschaffen. Prozentual bilden sich ferner  verhältnismässig nicht sehr viele leicht sie  dende     Kohlenwasserstoffe,    die besonders zum    Betriebe -von Explosionsmotoren geeignet  wären. Die Verarbeitung von     Benzolkolilen-          wasserstoffen,    wie zum Beispiel Teerölen,  ist nach diesem Verfahren sehr unrentabel.  



  Es hat sieh nun gezeigt,     dass    ganz be  sonders günstige Ergebnisse erzielt werden,  wenn man das Ausgangsmaterial mit Was  serstoff bei Gegenwart von Metallen, die bei  der Reaktionstemperatur flüssig werden, als  Katalysator erhitzt. Als derartige Stoffe  kommen in Frage: Zinn, Wismut, Antimon,       Zinnlegierungen,        Wismutlegierungen    und       Antimonlegierungen.    Man ist dann in der  Lage, bei viel geringeren Temperaturen und  Drucken unter Umständen auch ohne Druck  arbeiten     zukönnen"so        dass    die Verarbeitung  in gewöhnlichen Apparaten vorgenommen  werden kann. Besonders vorteilhaft gestaltet  sich das Verfahren, wenn man in verzinnten  Apparaten arbeitet.  



  Praktisch geht das Verfahren in der Weise  vor sich,     dass    der     Ausgangsstoff    in ein  zweckmässig verzinntes Druckgefäss gefüllt,  metallisches Zinn zugefügt und<B>10</B> bis 20      Atmosphären Wasserstoff darauf     gepresst     werden, worauf man einige Stunden     au±     etwa<B>250</B> bis<B>300 '</B> erhitzt.  



  Von dem erhaltenen flüchtigen Produkt  siedet der grösste Teil unter 200     ',    der nicht       flüehtige    Rückstand ist zu     Schmierzwechen          geeignel:.     



  Man kann     natürlieli    mit den Drucken  und Temperaturen auch noch viel höher  gehen. Hierdurch wird die Reaktion be  schleunigt, so     dass    der     Prozess    weniger Zeit  in Anspruch nimmt. Praktisch genügen aber  bereits die angegebenen Drucke von<B>10</B> bis  20 Atmosphären.  



  Bei der Reaktionstemperatur verursachen       etie    flüssigen Metalle eine wirksame Zer  setzung der mit ihnen in Berührung kom  menden Dämpfe und somit eine energische       tind    tiefgreifende Spaltung derselben.  



  Unter bestimmten Bedingungen ist eine       I',rhitzung    auf höheren Druck nicht erfor  derlich: es gelingt dann schon mit einem  schwachen Überdruck oder sogar ganz ohne       Anwendunc,    von     Druch    auszukommen.

   Wenn  man nämlich die Ausgangsstoffe in feiner       'V'erteilung    mit     grossemWasserstoffüberschuss     in mit den oben genannten Katalysatoren       (refüllten    Apparaten auf Rotglut erhitzt,  in denen die Dämpfe auf ihrem Wege  durch den Apparat einen grossen Widerstand  überwinden müssen, so erleiden sie     stark--          Reibung,    können     mir    langsam durch den  Apparat hindurchgehen     und    werden daher  einer sehr energischen     katalytisclien    Wir       kung    unterworfen.  



  Zur praktischen Ausführung des Ver  fahrens kann man beispielsweise einen<B>Ap-</B>  parat verwenden, der mit     wagrechten,        über-          einandergreifenden    Platten ausgestattet ist,  durch welche die Dämpfe     schlangenförmig     hindurchgehen müssen. Die     Üldämpfe    wer  den durch diesen Apparat, der auf Rotglut  erhitzt wird, durch einen starken Wasser  stoffstrom hindurchgeführt.

   Sie müssen  hierbei durch das den Apparat anfüllende  flüssige     Kontaktinetall        hindurchtreten,        pral-          ].en    hierbei auf die Platten auf und werden  langsam durch die Zwischenräume der über-         einandergreifenden    Platten durch den Was  serstoff mitgerissen, so     dass    eine sehr ener  gische Einwirkung erfolgen kann.  



  Ganz ohne Druck kann man arbeiten,  wenn man auf hohe Temperaturen erhitzt,  und zwar auf Temperaturen, die mindestens  über<B>600' C</B> liegen. Zweckmässig verwendet  man eine Temperatur von<B>800' C</B> oder dar  über.  



  <I>Beispiel<B>1..-</B></I>  <B>15</B> kg     plienolfreies    Teeröl, siedend     zwi-          sehen   <B>9-00</B> und<B>300',</B> werden in ein ver  zinntes     Druchgefäss    gefüllt, ein Kilogramm  Zinn     zu-efüo,t    und<B>15</B> Atmosphären Wasser  t'     zz          stoff    darauf     gepresst;    sodann wird das Ge  <B>fäss</B> geschlossen und auf etwa<B>300'</B> erhitzt.  Nach Verlauf von einigen Stunden wird der  Inhalt fraktioniert.

   Bis     '2200'    gehen zirka  <B>50 %</B> über, der Rückstand bildet ein gelbes,  leichtflüssiges Produkt, das zu     Schmier-          zwechen    geeignet ist.  



  <I>Beispiel 2:</I>  <B>15 kg</B> Teeröl, wie solches aus der De  stillation kommt, mit. zirka 20     '/o        Phenol-          gehalt,    werden in ein verzinntes Druckgefäss  gefüllt,<B>1 kg</B> Zinn zugefügt und<B>15</B> bis       9-0AtmosphärenWasserstoff   <B>7</B>     darauf        gepresst.     



  Hierauf wird der Inhalt zirka sechs Stunden  lang auf<B>320'</B> erhitzt, Nach Ablauf von  acht Stunden wird der Inhalt fraktioniert.  Bis<B>180 '</B> gehen zirka 42<B>%</B> über, und der  Rest bleibt als flüssiges<B>01,</B> das zu  Schmierzwecken geeignet ist, zurück. Der       Phenolgehalt    bei diesen Produkten beträgt  kaum<B>2)</B>     %.     



  Die Menge des zugesetzten Zinnes kann  innerhalb weiter Grenzen schwanken.  <I>Beispiel<B>3:</B></I>  <B>15 kg</B> amerikanisches Gasöl, das     zwi-          sehen   <B>250 1</B> und<B>300 '</B> siedet, werden in ein  verzinntes     Drueli:gefäss    gefüllt,<B>1 kg</B> Zinn  zugefügt und darauf<B>15</B> bis 20 Atmosphären  Wasserstoff     gepresst.    Nachdem das Gefäss  geschlossen ist, wird der Inhalt auf<B>300'</B>  erhitzt. Nach sechsstündigem Erhitzen wird  der Inhalt fraktioniert. Bis<B>180 '</B> sieden  zirka<B>50</B>     '/o.    Der Rückstand ist ein schwach      gelbes<B>01,</B> das für Schmierzwecke noch sehr  gut verwendbar ist.  



  <I>Beispiel 4:</I>  <B>15 kg</B> Mineralöl mit einem Siedepunkt  von 200 bis<B>300'</B>     C    werden in ein verzinn  tes     Druckgefäss    gefüllt,<B>1</B> bis 2<B>kg</B> Zinn zu  gegeben und etwa<B>30</B> Atmosphären Wasser  stoff darauf     gepresst.    Nach mehrstündigem  Erhitzen sind zirka<B>50 %</B> des Produktes in  leicht siedende     Kohlenwasserstoffe    umgewan  delt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines unter 200<B>'</B> siedenden Treibmittels für Explosions- kraftmaschinen aus höher siedenden Kohlen- wasserstoffen, dadurch aekennzeichnet, dass das Ausgangsmaterial bei Gegenwart von Metallen, die bei dex Reaktionstemperatur flüssig werden, und Wasserstoff einer Er hitzung unterworfen wird. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Anwendung von Zinn. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Anwendung von Wis- Mut. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Anwendung von An timon.<B>-</B> 4. Verfahren nach Patentanspruch, gekeun- zeichnet durch die Anwendung von Zinn legierungen.<B>-</B> <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Anwendung von Wis- mutleggierungen. <B>6.</B> Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Anwendung von An- timonlegierungen. <B>7.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet,
    dass das Ausgangsmaterial langsam in feiner Verteilung mit einem grossen Wasserstoffüberschuss auf Rotglut erhitzt wird.
CH101171D 1920-11-11 1921-08-18 Verfahren zur Herstellung eines unter 200 º siedenden Treibmittels für Explosionskraftmaschinen aus höher siedenden Kohlenwasserstoffen. CH101171A (de)

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