CH101234A - Verfahren und Vorrichtung zur Umsetzung von drehender in pendelnd fortschreitende Bewegung. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Umsetzung von drehender in pendelnd fortschreitende Bewegung.

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CH101234A
CH101234A CH101234DA CH101234A CH 101234 A CH101234 A CH 101234A CH 101234D A CH101234D A CH 101234DA CH 101234 A CH101234 A CH 101234A
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Forsogsaktieselskab D Tekniske
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Det Tekniske Forsogsaktieselsk
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Description


  Verfahren und Vorrichtung zur Umsetzung von drehender in pendelnd  fortschreitende Bewegung.    Gegenstand der Erfindung sind ein Ver  fahren und eine Vorrichtung zur Umsetzung  von drehender in pendelnd fortschreitende  Bewegung.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren besteht  darin, dass bei einem durch mindestens ein  an ihm gelagertes, umlaufendes Schwung  gewicht, in Hin- und     Herbewegung    versetz  ten Körper die Amplitude dieser Bewegung  derart beeinflusst wird, dass Kraftimpulse  auftreten, durch welche der pendelnde Kör  per zugleich fortschreitend bewegt wird.  



  Im Nachfolgenden werden als Beispiele  verschiedene Ausführungsarten des Verfah  rens, sowie Vorrichtungen zur Ausübung des  selben     beschrieben.     



  Zur Erläuterung des Wesens der Erfin  dung sei zunächst die in     Fig.    1 der Zeich  nung dargestellte beispielsweise Ausführungs  form der Vorrichtung betrachtet.  



  In     Fig.    1 soll eine Masse a zwischen  den Führungsbacken<I>f, f</I> in horizontaler  Richtung gleiten können. Um die in a ge-    lagerte Achse c ist der Arm s drehbar, an  dem ein Gewicht o angebracht ist. Treibt  man o um, so wirkt die     entstehende    Zentri  fugalkraft     R    beschleunigend oder verzögernd  auf     a..   <I>a</I> wird unter dem Einfluss der Kräfte  <I>H</I> -     R    .     cos   <I>a</I> in oszillierende Bewegung  versetzt.  



  Der gesamte, von a bei einem Hin- und  Hergang zurückgelegte Weg z (in der Zeich  nung nicht     an(y-egeben)    ist bei Absehen von       Bewegungswiderständen    ganz unabhängig von  der Geschwindigkeit, mit der die Welle c  gedreht wird, vorausgesetzt, dass die Touren  zahl     konstant    und nicht zu gering ist. Der  Körper a bewegt sich auf einem Wege von  gegebener Länge hin- und her, gerade 'so,  als     6b    er von einer Kurbel mit unendlich  langer Schubstange getrieben würde.

   Mass  gebend für die Bewegung ist das Gesetz von  der Erhaltung des Schwerpunktes, das heisst,       gleichgültig,    in welcher Lage sich das       Schwunggewicht    befindet, stellt sich der Ge  samtkörper so ein,     dass    bei der gezeigten An-           ordnung    der Schwerpunkt des gesamten be  wegten Systems keine Bewegung in Rich  tung der Hin- und     Herbewegung    des Kör  pers a ausführt.  



  Die Lage des Pendelweges im Raume ist  nicht an und für sich bestimmt. Beim vor  liegenden Ausführungsbeispiel wird sie durch  die Führungen f und durch Hubbegrenzer  oder Prellstücke d und e festgelegt. Der Ab  stand     d-e    ist etwas kleiner als z zu be  messen. Die Differenz wird durch     Federei,     entweder an<I>d</I> und e oder an<I>a,</I> elastisch  aufgenommen.

   Praktisch kann man ohne       Kraftaufwand    durch Verschiebung der Be  grenzer     d-e    die Lage des Weges z inner  halb der Führungen f nach Belieben ein  stellen.     "Werden    zum Beispiel beide Begren  zer nach rechts verschoben, so wird die Am  plitude bei der Bewegung des Körpers nach  links verkürzt, der Körper schlägt gegen den  linken Begrenzer stärker auf als vor der Ver  stellung, und es wird ihm von diesem Be  grenzer eine Impulskraft erteilt, unter deren  Wirkung der Gesamtschwerpunkt von Kör  per und Schwunggewicht nach rechts ver  schoben wird; es entsteht somit eine fort  schreitende Bewegung des Körpers     a    im     Sinne     der Verstellung der Begrenzer.

   Würde man  die Begrenzer d, e in ihrer einmal eingestell  ten Lage belassen, so ergäbe sich zu Beginn  der Umlaufbewegung des     Schwungewichtes     in der Regel zunächst eine fortschreitende  Bewegung des Körpers     a,    die nachher in eine  Pendelbewegung an Ort übergehen würde.  



  Diese     Erkenntnis,    nämlich, dass man  durch Beeinflussung der Amplitude der  Pendelbewegung, zum Beispiel durch Ver  stellen von Begrenzern, eine pendelnd fort  schreitende Bewegung erzeugen kann, bildet  die Grundlage der vorliegenden Erfindung.  



  Bei der     vorbeschriebenen    Anordnung  nach     Fig.    1 tritt eine unbequeme Seiten  kraft V - P .     sin    a auf. Diese kann ver  mieden und dadurch eine Führung des Kör  pers erübrigt werden, wenn man zwei       Schwunggewichte        o'    und     o2        (Fig.    2) mit  gleicher Winkelgeschwindigkeit in einander  entgegengesetztem Drehsinne umlaufen lässt.    Aus     P'   <B>und</B>     R\    resultiert eine Nutzkraft H.  In diesem Falle heben sich auch die Kreisel  wirkungen der     Schtvunggewichte    auf das  System gegenseitig auf.  



  Durch gegenseitiges Verschieben der  Schwingungsphasen von gegenläufigen  Schwunggewichten kann die Schwingungs  richtung des pendelnden Körpers geändert  werden. Die Begrenzer müssen dann der  neuen Schwingungsrichtung des Körpers     a.n-          gepasst    werden.  



  Der Antrieb der Welle c kann auf be  liebige Weise erfolgen, beispielsweise durch  Riemen- und Seilantrieb, eine nachgiebige  Welle, sei es, dass die ganze Welle flexibel  ist, sei es, dass an ihren Enden     Kardan-          kupplungen    sich befinden und ausserdem       Nachgiebigkeit    durch gegenseitige Verschie  bung von Teilen in der Längsrichtung vor  gesehen ist. Auch     Vierkantwellen    und ähn  liche Mittel zur Kraftübertragung, unter Um  ständen auch elektrischer Antrieb, kommen  in Betracht.  



  Nun kann es vorkommen,     da,ss    die  Schwungarme S unerwünscht lang oder die  Gewichte 0 zu schwer werden. Dann kann  man sich durch die in den     Fig.    3 und -4 ge  zeigte Anordnung von Schwungarm und  Schwunggewicht helfen.  



  In     Fig.    3 ist     1V1    die Antriebswelle, wel  che auf dem nicht gezeigten geführten Kör  per gelagert ist, dem durch das     rotierende     Schwunggewicht 0 eine hin- und hergehende  Bewegung erteilt werden soll, die durch  Verstellen von die Amplitude dieser hin- und  hergehenden Bewegung beeinflussenden Be  grenzern in eine pendelnd fortschreitende  Bewegung     -umgesetzt    werden soll.

   Der       Schwunggewiehtsarm    besteht aus zwei Tei  len     S'    und 82. 82 trägt das     Schwunggewicht     0.     S1    dreht sich um die Welle     W1    und  trägt am     andern    Ende die Achse     W2,    um  die der Arm     S=    drehbar angeordnet ist. Je  nach der Art der von     SZ        ausgeführten     Eigenbewegungen kann unter Umständen ein  besonderer Charakter des     Kräftediagrammes     oder eine     Schwunggewichtsersparnis    erzielt  werden.

        In den     Fig:    3 und 4 ist die Teilung  des Schwungarmes bei zwangsweisem An  trieb von     SZ    relativ zu     S'    dargestellt. Das  Kettenrad     R1    drehe sieh nicht,     R2    sei mit       SZ    durch     Zahnrädergetriebe    (nicht gezeich  net) mit der Übersetzung 1:2 über     WZ    ver  bunden. Um     R'    und     R2    sei die Kette K ge  legt. Treibt man     W1    und     S'    im Sinne des  eingezeichneten Pfeils an, so dreht sich     S2     und damit O im Sinne des eingezeichneten  Pfeils.

   Ist zum Beispiel der Durchmesser  von R\ gleich dem von     R',    so wird die  Winkelgeschwindigkeit von     SZ    relativ zu     S'     doppelt so gross wie die absolute Winkel  geschwindigkeit von     S'    selbst. Nach<B>90'</B>  Drehung von     S'    in die Lage     Fig.    4 haben  die Arme die dort bezeichnete Stellung ein  genommen.

   Hier ist die Zentrifugalkraft  kleiner als in der Stellung     Fig.    3, in wel  cher infolge der doppelten relativen Winkel  geschwindigkeit von     SZ    gegenüber     S'    die       Zentrifugalwirkung    von einer bestimmten  Grösse von     S2    gegenüber     S'    an grösser ist,  als wenn 0 an einem ungeteilten Arm von  der Länge     S1        -i-        S2    befestigt wäre. Natür  lich kann der Kettentrieb durch Zahnrad  getriebe oder irgend ein anderes Übertragungs  mittel ersetzt werden.

   Durch Drehen des Ra  des     R'    kann mit Leichtigkeit die Schwin  gungsrichtung des Körpers, falls derselbe  nicht geführt ist, geändert werden, was zum  Beispiel bei der Anwendung von     Schwung-          gewichten    zur Bewegung     von.    Schlagflügeln  bei Flugzeugen von Bedeutung ist. Die ver  stellbaren, zur Verursachung der fortschrei  tenden Bewegung dienenden Begrenzer müs  sen selbstverständlich dieser Änderung der  Schwingungsrichtung des Körpers angepasst  werden können.

   Der geometrische     Ort    des  Massenschwerpunktes des     Schwunggewichtes     0 ist eine Art     Hypozykloide    gegenüber dem  als relative Bahn zum Schwingungskörper be  schriebenen Kreis beim steifen     Schwungarm          (s@    +     s2).     



  Ohne das Verfahren grundsätzlich zu än  dern, können die     Oszillationsbahnen    des Kör  pers die verschiedensten Formen annehmen.  Sie können gerade Linien oder     beliebige    ebene    räumliche Kurven sein. Die Erzeugung sol  cher Bahnen ist für die verschiedensten  Zwecke von     Bedeutung.     



  In den     Fig.    1 und 2 sind die Begrenzer  d und e mit Federn versehen. Durch die Fe  dern wird Arbeit während des einen Schwin  gungsteils aufgespeichert und während des  folgenden Schwingungsteils wieder an den  Körper abgegeben. Diese Rolle der Federn  kann zu einer sehr erheblichen werden.  Man kann zur Verminderung der Vibration  und zur Erzielung einer stets annähernd       gleichgrossen    Impulskraft den Federn auch  eine möglichst grosse     Vorspannung    geben,  das heisst sie von     vorneherein    so stark zu  sammendrücken, dass eine weitere Kompres  sion oder eine Expansion während des Ar  beitsvorganges die Federkraft fast gar nicht  ändert.

      Die     Begrenzerfedern    können auch so aus  gebildet sein, dass sie ihre Kraft längere Zeit  ausüben.  



  In den     Fig.    5 bis 9 sind     Ausführungs-          beispiele    der Umsetzung von drehender in  pendelnd fortschreitende Bewegung auf     einen     Hammer mit -     Schwunggewicht    angewendet  dargestellt. In     Fig.    5 bezeichnet H den Ham  merkörper, zum Beispiel einen Meissel oder  ein Nietwerkzeug,     an.    welchem der Arm r  mit dem umlaufenden Schwunggewicht 0 ge  lagert ist.

   A ist der     Amböss'        bezw.    das Werk  stück     ünd    F ist eine 'obere     Begrenzerfeder.     Der untere     Begienzer    wird vom Werkstück  auf dem Amboss gebildet:     B    ist das Hammer  gehäuse und G stellt einen     Handgriff    vor.

    Die     Begrenzerfeder    F     wirkt    als Energie  speicher während des Hochganges des Ham  mers und als Beschleunigungsmittel während  des Schlagweges     und    lässt einen Kraftimpuls,  einen Impulsdruck auf den Hammerkörper       entstehen-,    welchen Druck die Feder ander  seits an das Gehäuse     B,    den Griff G und  damit an die Hand weitergibt.

   Die fort  schreitende Bewegung "des     liin-    und her  geh-enden     Hammerbärs    H wird durch Ver  stellen des durch die Feder F gebildeten Be  grenzers bewirkt, dadurch,     däss    'der Hand-      griff immer mehr nach     dctii        Werkstrick        liiii          1mwegt    wird.

   Diese pendelnd fortschreitende  Bewegung des     Hammerbärs    öder     Werkzeuges     wird, und zwar auch bei gleichbleibender       =iinplitude    der Pendelbewegung, ermöglicht       durch    das Ausweichen des     Werkstückes,    zum       Beispiel    Stauchen desselben oder Eindringen  des     lifeissels    in das     Werkstück.    Je nachdem       das    Werkzeug stärker oder schwächer gegen  das Werkstück hin gepresst wird, das heisst  die     Amplitude    mehr oder weniger begrenzt       wird,    wird sich das Verhältnis
EMI0004.0016  
   gleich:

    Weg ohne     Feclerdrucli:,    dividiert durch 'Weg  mit Federdruck, ändern und damit die Zahl  der     Schläge    in der Sekunde. Infolge des       Rücl@stosses    des Meissels H wird zwischen       ZZ'erkzeug    und Werkstück immer freies Spiel  für die Werkzeugbewegung bleiben.

   Sobald       der        Anpressungsdrurk    (mittlerer Federdruck)       einen    kritischen Wert unterschreitet, erfolgt       z        um        ächst        in        den        aufeinanderfolgenden        Um-          drehungen    der Schlag mit verschiedener  Stärke. Sinkt der mittlere     AnpressungsdruclL     noch weiter. so tritt nur für jede zweite,       dritte        etc.    Umdrehung ein Aufschlag ein.

    Die     Schwunggewichte    überschlagen sich     Gle-          ivissermassen    einmal oder öfter, während der  Bär noch     unterct,egs    ist. Bei höheren     Drücken     als dem kritischen     ergibt    sich für jede Pe  riode ein Schlag; es stellt sich aber toter Gang  der Schwunggewichte ein, das heisst der Auf  schlag des     Bärs    H auf das     Werkstuck    A er  folgt schon, wenn die Zentrifugalkraft noch  nach unten wirkt.

   Die Schwunggewichte müs  sen also einen toten Winkel (in     Fig.    6 mit a  angedeutet) durchlaufen, während welcher  Zeit der Bär am Werkstück bleibt, bis ihre       Zentrifugalli:raft    eine Vertikalkomponente  nach oben erhalten     hat,    die gross genug ist,  das Bargewicht und eventuell die Federkraft  zu überwinden und die Hubperiode einzu  leiten.  



  Bei v     ertihalen,    sehr schweren Hämmern       (Rammen)    wird die die Auf- und Ab  bewegung des     Bärs    behufs Erzielung einer  nach unten fortschreitenden Bewegung des  selben beeinflussende Kraft der     obern    Be-         grenzerfeder    durch die Schwerkraft ersetzt,  so dass man gar keine Feder brauchte, es sei  denn,     däss    es zweckmässig erscheint, die       St-hwerlzraft    zu unterstützen, den Hub zu  verringern oder die     Schlagkraft    zu regulie  ren:

   Diese Regulierung kann durch Änderung  der Federhaft selbst (verschiedene Kom  pression,     Einschaltung    von einer oder meh  reren Federn, Festhalten von Windungen       und    dergleichen) oder aber auch durch Än  derung der Zeit bewirkt werden, während  welcher der Hammerbär unter der Federkraft  steht.  



  Bei     Handhämmern    mit     Sehwunggewich-          ten    spielt das     Gewicht    des     Bärs    gegenüber  der     Federluaft    der     Begrenzerfedern    meist  nur eine geringe Rolle in bezug auf die  Schlagwirkung, besonders wenn diese Werk  zeuge mit der Schlagrichtung nach oben oder  in horizontaler und schräger Schlagrichtung  benutzt werden.  



  Um die Lager der     Schwunggewichte        und     das     Getriebe        derselben    gegen den Stoss beim  Aufschlag des Hammers zu schützen, kön  nen diese durch eine Feder     I'    gegen den  eigentlichen Bär     II    abgefedert werden. Diese       Ausführung    ist in     Fig.    7 gezeigt.  



  Es sei erwähnt, dass oft auch bei Hand  hämmern die     dynamische    Aufhebung der  Seitenkräfte, zum Beispiel durch Verwendung       zweier    gegenläufiger Schwunggewichte, er  forderlich ist, da nicht immer eine feste Füh  rung des     Bärs    vorgesehen werden kann.  



  Unter Umständen ist es nützlich, eine un  tere     Begrenzerfeder    bei Hämmern mit       Schwunggewichten    vorzusehen; wenn sie frei  lich auch nicht so stark sein darf,     d.ass    sie die  ganze Arbeit des     Hammerbärs    aufnimmt.  Diese Anordnung ist in     Fig.    8 gezeigt.  



  Der nachfolgenden Erklärung der Wir  kung der untern     Begrenzerfedern    beim Ham  mer möge der Einfachheit halber eine Ramme  zugrunde gelegt werden, bei der der Bär so  schwer sei, dass eine obere Feder entbehrlich  wird. Das Gewicht der Ramme spielt, wie  oben erläutert, die Rolle einer Feder mit kon  stanter Druckkraft nach unten.

   Beim Amboss      (Rammpfahl) A oder am Hammerbär H       (Fig.    8) seien Federn     I'    vorgesehen, die eine       gewisse    Strecke vor dem Aufschlage zusam  mengepresst werden, so dass die Arbeit des       Bärs    H,     %   <I>M .</I>     v2,    sich nicht vollständig  im Schlage des     Bärs    auf den     Amboss    entlädt,  sondern zu einem     grösseren    oder geringeren  Teil in diesen Federn aufgespeichert wird.

         Fig.    7 und 9 (wo die Feder     1'    zugleich einen  Schutz für Lager und Getriebe vom     Schwung-          gewicht    bildet) stellen eine etwas andere  Anordnung dar, wobei aber die gleiche Er  scheinung eintritt. Geht man     (Fig.    8) von  dem Zustande aus, wo noch kein Schlag er  folgt ist, und der Bär H auf dem Amboss  ruht, so wird durch die Zentrifugalkraft der       Schwunggewichte    der Bär von der Geschwin  digkeit Null aus nach oben beschleunigt. Er  erreicht eine gewisse Höhe und fällt dann  unter der Wirkung der Schwerkraft und des       Zentrifugalzuges    herunter.

   Nach dem ersten  Schlag hat der Bär aber beim     Wiedererreichen     der oben betrachteten Ausgangslage durch  das     Freiwerden    der in den Federn F auf  gespeicherten Arbeit nicht die Geschwindig  keit Null, von der vor dem ersten Schlag  ausgegangen wurde, sondern bereits eine ge  wisse, nach oben gerichtete Anfangsgeschwin  digkeit, die als     Rückprall-    oder als     Reflex-          geschwindigkeit    bezeichnet werden möge. Zu  dieser tritt, wie beim ersten Hub, die Be  schleunigung durch die Schwunggewichte,  so dass der Hammer eine grössere Höhe er  reicht als vorher. Infolgedessen ist auch die  Aufschlaggeschwindigkeit     grösser    und mit  ihr die Reflexgeschwindigkeit des dritten Hu  bes.

   Die Steigerung von Spiel zu Spiel geht  so weiter bis zu einem Maximum, ,das von  dem Verhältnis     derReflexgeschwindigkeit    zur  Aufschlaggeschwindigkeit abhängt. Die Fe  der     b'    muss sehr steif sein und kann     unter     Umständen die Form eines massiven Stahl  stückes (Hammerbär selbst,     Meisselkörper     und dergleichen) annehmen.  



  Bei der Ramme ohne obere Begrenzer  feder, das heisst bei welcher das     Gewicht    eine  konstant wirkende obere     Begrenzerfeder    er  setzt, ergibt sich infolge     Eindringens    des         Rammpfahls    ins Erdreich eine Verstellung  des untern Begrenzers, das heisst des Ramm  pfahls, und damit eine fortschreitende Be  wegung des     Rammbärs    im Sinne des durch  die Schwerkraft ausgeübten     Kraftimpulses     nach unten. Man kann sich dabei auch eine  Verstellung der gedachten, durch das Gewicht  dargestellten, obern, konstanten Begrenzer  feder denken, denn der Rammbär wird beim  eindringenden Rammpfahl jeweils eine tie  fere, oberste Lage einnehmen.

   Die Wirkungs  weise ist analog, wenn statt des eindringen  den Rammpfahls ein Werkstück bearbeitet  wird.  



  Die Schwunggewichte können auch bei  Flugzeugen mit Schlagflügel angewendet wer  den, wobei durch die Rotation der     Schwung-          gewichte        Schwingbewegungen    der Flügel er  zeugt werden. Auch in diesem Falle werden  zum Beispiel, wie vorstehend für den Hammer  beschrieben, Federn als Hubbegrenzer ver  wendet, und es findet eine pendelnd fort  schreitende Bewegung in Richtung des klei  neren Widerstandes, das heisst im Sinne eines  Auftriebes, statt, da die Flügelflächen so ge  formt sind, dass der Luftwiderstand beim  Aufschlag kleiner ist als der beim Nieder  schlag.

   Bei dieser Anwendung kann das       Schwunggewicht    zum Beispiel durch einen  federnd biegsamen Arm     nachgiebig    mit der  Welle verbunden sein, so dass es seine Rota  tionsebene auch bei geringen     Verschwenkun-          gen    der Welle beibehalten kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCRE: I. Verfahren zur Umsetzung von drehen der in pendelnd fortschreitende Bewe gung, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem durch mindestens ein an ihm ge lagertes umlaufendes Schwunggewicht in Hin- und Herbewegung versetzten Kör per die Amplitunde dieser Bewegung der art beeinflusst wird, dass Kraftimpulse auftreten, durch welche der pendelnde Körper zugleich fortschreitend bewegt wird.
    II. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass an dem pendelnd fortschreitend zu bewegenden Körper mindestens ein umlaufendes Schwung- gewicht angeordnet ist, unter dessen Ein fluss eine Hin- und Herbewegllng des Körpers erzielt wird, und ferner gekenn zeichnet durch mindestens einen Begren zer, der zur Begrenzung der Amplitude der Hin- und Herbewegung des Körpers und zur Erteilung von Kraftimpulsen auf den Körper dient und verstellbar ist behufs Erzeugung einer fortschreitenden Bewegung des hin- und herbewegten Körpers. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die quer zu den Richtungen der Hin- und Ilerbewe- gung des Körpers durch die Schwung- gewichte erzeugten Kräfte durch Füh rungen aufgehoben werden. . Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die quer zu den Richtungen der Hin- und Herbewe- gung des Körpers durch die Schwung- gewichte erzeugten Kräfte durch Ver wendung von gegenläufigen Schwung- gewichten aufgehoben werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Phasen von am Körper paarweise angeordneten gegenläufigen Schwunggewichten relativ zueinander verschoben werden, zu dem Zweck, die Oszillationsrichtung des Kör pers zu ändern. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Be einflussung der Schwingung des Körpers Federkräfte derart in die Schwingung eingreifen, dass während eines Schwin gungsteils vom Körper abgegebene Ar beit aufgespeichert wird, um während eines folgenden Schwingungsteils wieder an den Körper abgegeben zu werden. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch T, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Be, einflussung der Schwingung des Körpers die Schwerkraft derart in die Schwin gung eingreift, class durch sie während eines Schwingungsteils vom Körper ge leistete Arbeit aufgespeichert wird, um während eines folgenden Schwingungs teils wieder an den Körper abgegeben zu werden. G. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass eine Änderung der Beeinflus sung der Schwingungen des Körpers durch Änderung der Federkräfte hervor gerufen wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass.die Federn eine solche Vorspan- nung erhalten, dass die von ihnen jeweils auf den Körper ausgeübte Impulskraft stets annähernd gleichgross ist. B. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Begren zer längs Führungen verstellbar sind. 9.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Arm, mit welchem das Schwunggewicht an dem Körper befestigt ist, aus zwei Tei len besteht und der äussere Teil des Schwungarmes relativ zum innern sich bewegen kann und mit einem hierzu die nenden Antrieb versehen ist. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass das Schwung- gewicht so nachgiebig mit einer An triebswelle verbunden ist, -da.ss es bei ge ringen Verschwenkungcn der Welle seine Rotationsebene beibehalten kann. 11.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, ausgeführt als Hammer mit Schwung- gewicht, dadurch gekennzeichnet, dass zum Schutze der Lager der Schwung- gewichte und ihres Triebwerkes der diese Lager tragende Teil des schwingenden Körpers gegenüber dem übrigen schwin genden Körper abgefedert ist.
CH101234D 1920-01-15 1920-10-11 Verfahren und Vorrichtung zur Umsetzung von drehender in pendelnd fortschreitende Bewegung. CH101234A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1990006818A1 (en) * 1988-12-16 1990-06-28 Polyflo Pty. Ltd. Vibration apparatus

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WO1990006818A1 (en) * 1988-12-16 1990-06-28 Polyflo Pty. Ltd. Vibration apparatus

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