CH101619A - Verfahren zur Herstellung von Verbrennungsmassen für die Erzeugung von Verbrennungsgasen beliebiger Spannung. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Verbrennungsmassen für die Erzeugung von Verbrennungsgasen beliebiger Spannung.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Terbrennungsinassen für die Erzeuguifg von Spannung. Für zahlreiche Zwecke -werden kompri- mierfe Gase -ebrauchti die eine mechanische Druckwirkung auf feste oder flüssige Stoffe ausüben sollen oder deren Elastizität und Expansionsfähigkeit benutzt werden soll. Ausserdem wird es häufi- erwünsaht sein, dass diese Gase chemisch indifferent sind.
<U>Die</U> verbrennunoshindernden Eigenschaften des bei der Erzeugung derartiger Gase als Reaktionsprod-ukt entstehenden Stichstoffes oder der KohleDsäure oder des Gemisches von beiden lassen sieh nuin zum Aussehluss oder mindestens zür Verdünnung des Luft sauerstoffes verwenden, so dass dadurch Brände verhütet werden können.
Die bisher übliche Transportierun- soleher Gase in komprimiertein Zustand ist teuer und -um ständlich, weil dazu Stahlgefässe notwendig sind, die sehr hohe Druche aushalten müs sen und die zumeist kostspieliger sind als die Füllung selbst. Es ist daher für viele, Zwecke vorteilhaft, die komprimierten oder indifferenten Gase nicht vorrittig mitzufüh- ren, sondern im Moment des Gebrauches zu erzeugen.
Gemäss vorliegendem Verfahren werden 21 nun Massen hergestellt, welehe verbrennungs hindernde Reaktionsgase in einer beliebigen Spannung liefern. Das Verfahren beruht darauf, dass einer im allgemeinen ohne ,äussere Sauerstoffzufulir verbrennuiigsfä'higen Masse, zum Beispiel einem Sprengstoff oder einer sprengstoffartigen 'Substanz, die Ge schwindigkeit des Verbrennungsvorga.iiges herabsetzende Zusatzsioffe, die sieh an dein eicentliehen Verbrennungsvorgang nicht di rekt beteiligen.
in solcher Menge zugesetzt werden, dass dadurch für den jeweils in Be tracht kommenden Druck die Explosions fähigkeit beseitigt ist.
Als indifferente Zasatzstoffe, die sich an der Umsetzung nicht direkt beteiligen, kom- inen züm Beispiel Kieselgur, Tonerde, Eisen oxyd oder schwer brennbare kolloidale Stoffe.
wie 'zum Beispiel Leim, lösliche Zellulosen usw., in Betracht, Die notwendige Zusatz- menge dieser für den eigentlichen Verbrenn nungsvorgang indifferenten Stoffe ist natür lich für jedes Material verschieden und richtet sich nach der Natur dös' zugrunde .e 0, gt -, leg en Sprengstoffes, beziehungsweise der Brandniasse, sowie des indifferenten Stoffes und nach der Höhe des herzustellenden Gas druckes.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn als indifferente, explosionsheinmeilde Verdün- nuno,sstoffe solche Stoffe benutzt werden, die selbst durch die Verbrennungswärme der ohne äussere Sauerstoffzufuhr verbrennungs fälligen sprengstoffartigen Masse zerlegt wer den und auf diese Weise erstens Verbren- nun.o,sw-,
II ärme verbrauchen und zweitens das erzeugte Quantum von gespannten Gasen vor- mehren. Miseht man beispielsweise Magne- siumkarbonat zu, so erhält man bei der Vor- brennung neben den Verbrennungsprodukten des Sprengstoffes selbst, Magliesiumoxyd und ein Molekül Kohlensäure.
Benutzt man Oxalate, beispielsweise Eisenoxalat, so er- bält man Eisen bezw. Eisenoxyd und zwei Moleküle Kohlensäure. Auch ein Zusatz von Stoffen, welche die CN-Gruppe enthalten', kann vorteilhaft sein.
Sprengstoffartige Substanzen verlieren bei genügend orossem Zusatz der genannten Stoffe ihre Explosionsfähigkeit vollkommen.
Wird zum Beispiel ein handelsüblicher Sprengstoff, bestehend aus Salpeter, Sc'hwefel und Pech, mit, zirka<B>10-12 %</B> eines Oxalafes versetzt, so ist es nicht möglich, den so vor- finderten Sprengstoff durch Initialzündung sogar mit den stärksten Sprengkapseln zur Explosion züi bringen, während ohne die ge nannten Zusätze durch die Sprenghapsel eine sehr starke Detonation herbeigeführt wird.
'Natürlich wächst auch bei spreng-stoff- -irtigen Substanzen, denen die Explosions fähigkeit durch Zusätze der geschilderten Art genommen wurde, die Reaktionsgesehwindig- ]zeit etwas an, wenn dieselben unter starkem Druck verbrennen, jedoch nicht in dem Masse, dass eine Explosion eintritt.
Die an sieh viel ge ringfüggigere Zunahme der Reaktions-
EMI0002.0052
noch durch mechanische Hilfsmittel kompen sieren, züm Beispiel indem man den ge spannte Gase liefernden Verbrennungsmassen eine konisehe Form gibt, so dass beim Ge brauch derselben die Verbrennung vom grö sseren zum kleineren Querschnitt fortschrei tet; die unigekohrte Anordnung kann ge- legentlieli ebenfalls wichtig sein.
Auch ist man in der Lare, diese Verbrennungsmasse etwa. in. zylin,driseller Form, jedo,eh in meh reren. Abteilun-en anzuordnen. Diese<B>Ab-</B> teilungen können.
durch Zwischenwände mit einem kleinen Loch zur Feuerübertracrun- t' Z# voneinander getrennt werden, wodurch be wirkt wird, dgss nicht mehrere Abteilungen gleichzeitig brennen und Gase entwickeln können, sondern dass eine neue Abteilung erst chann in die Umsolzung eintritt, wenn die vor- liergeg,ailgene zu Ende abgebrannt ist,
be- t' tn ziellungsweise wenn die von dieser erzeugten Gase bereits mehr oder minder entspannt sind.
Auch kann nian. die Zusätze der die Explosibilität beseitigenderl Stoffe versehie- den -ross machen, beispielsweise bei den züi- letzt brennenden Teilen grösser als bei den zu erst brennenden, oder umgekehrt.
Die auf diese Weise erzeugten Gase. las sen sieh für all(, Zweeke verwenden, bei denen inan. überhaupt die chemischen Eigen- soliaften indifferenter und die mechanischen Eigenschaften komprimierter Gase verwen- doll kann.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung voll Verbren- ilungsmassen für die Erzeugung von Ver brennungsgasen beliebiger Spannung, da durch gekennzeichnet, dass einer im allge- meilien ohne äussere #%-uerstoffzufuhr vor- brennungsfähigen. 31asse die Gesehwindigkeit des Verbrennungsvorganges herabsetzende Zusatzstoffe in solcher Menge beigegeben werden,dass die Explosionsfähigkeit für doll jeweils in Betracht kommenden Druck be seitigt ist und die in beliebiger Spannung erhaltenen Verbrennungsgase gefahrlos und EMI0002.0108 zu denen sieh die chemischen Eigenschaften verbrennungshindernder und die mechanischen Eigenschaften gespannter Gase verwenden lassen. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass solche Zusatzstoffe beigegeben werden, die durch die Verbren- nuingswärme und -unter Abspaltung von Gasen zerlegt werden. 2.Verfahren nach Patentansprueli und Tln- teranspri,ich <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass den gasdruckerzeugenden Verbren nungsgemischen eine Form von veränder- liehem Querschnitt gegeben wird.<B>3.</B> Verfahren naeh Patentanspruch und Un teranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennungsmasse bei der Form- gebunk in Abteilungen unterteilt werden, <B>so</B> dass die.aus dem Verbrennen eines Teil quantums herrührenden Druckgase bereits ganz oder teilweise entspannt sind, ehe der Inhalt der nächstfolgenden Abteilung zur Verbrennung gelangt. 4. Verfahren nach Patentanspruch und --Un- feranspruch <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet.el dass man bei der Herstellung der Ver brennungsmasse die Zusatzstoffe in ver änderlichen Mengenverhältnissen zugibt, so dass beim Abbrennen stufenweise Teile der Verbrennungsmasse mit zunehmendem oder abnehmendem Gehalt an Zusatzstoffen in Wirkung treten.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE101619X | 1921-01-10 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH101619D CH101619A (de) | 1921-01-10 | 1922-01-03 | Verfahren zur Herstellung von Verbrennungsmassen für die Erzeugung von Verbrennungsgasen beliebiger Spannung. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH101619A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750655C (de) * | 1936-04-25 | 1945-01-24 | Verfahren zum Verhueten von Braenden |
-
1922
- 1922-01-03 CH CH101619D patent/CH101619A/de unknown
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