CH101619A - Verfahren zur Herstellung von Verbrennungsmassen für die Erzeugung von Verbrennungsgasen beliebiger Spannung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Verbrennungsmassen für die Erzeugung von Verbrennungsgasen beliebiger Spannung.

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CH101619A
CH101619A CH101619DA CH101619A CH 101619 A CH101619 A CH 101619A CH 101619D A CH101619D A CH 101619DA CH 101619 A CH101619 A CH 101619A
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Wilhelm Dr Kochmann
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  Verfahren zur Herstellung von     Terbrennungsinassen    für die     Erzeuguifg     von Spannung.    Für zahlreiche Zwecke -werden     kompri-          mierfe    Gase     -ebrauchti    die eine mechanische  Druckwirkung auf feste oder flüssige Stoffe  ausüben sollen oder deren Elastizität und  Expansionsfähigkeit benutzt werden soll.  Ausserdem wird es     häufi-        erwünsaht    sein,       dass    diese Gase chemisch indifferent sind.

    <U>Die</U>     verbrennunoshindernden    Eigenschaften  des bei der Erzeugung derartiger Gase als       Reaktionsprod-ukt    entstehenden Stichstoffes  oder der     KohleDsäure    oder des Gemisches  von beiden lassen sieh     nuin        zum        Aussehluss     oder mindestens     zür    Verdünnung des Luft  sauerstoffes verwenden, so     dass    dadurch  Brände verhütet werden können.

   Die bisher  übliche     Transportierun-        soleher    Gase in       komprimiertein    Zustand ist teuer     und    -um  ständlich, weil dazu Stahlgefässe notwendig  sind, die sehr hohe     Druche    aushalten müs  sen und die zumeist kostspieliger sind als  die Füllung selbst. Es ist daher     für    viele,  Zwecke vorteilhaft, die komprimierten oder       indifferenten    Gase nicht     vorrittig    mitzufüh-         ren,    sondern im Moment des Gebrauches zu  erzeugen.  



  Gemäss vorliegendem Verfahren werden       21          nun    Massen hergestellt,     welehe    verbrennungs  hindernde Reaktionsgase in einer beliebigen  Spannung liefern. Das Verfahren beruht  darauf,     dass    einer im allgemeinen ohne  ,äussere     Sauerstoffzufulir        verbrennuiigsfä'higen     Masse, zum Beispiel einem Sprengstoff oder  einer sprengstoffartigen 'Substanz, die Ge  schwindigkeit des     Verbrennungsvorga.iiges     herabsetzende     Zusatzsioffe,    die sieh an dein       eicentliehen    Verbrennungsvorgang nicht di  rekt beteiligen.

   in solcher Menge zugesetzt  werden,     dass    dadurch für den jeweils in Be  tracht kommenden Druck die Explosions  fähigkeit beseitigt ist.  



  Als indifferente     Zasatzstoffe,    die sich an  der Umsetzung nicht direkt beteiligen,     kom-          inen        züm    Beispiel     Kieselgur,    Tonerde, Eisen  oxyd oder schwer brennbare kolloidale Stoffe.

    wie 'zum Beispiel Leim, lösliche Zellulosen       usw.,    in Betracht, Die     notwendige    Zusatz-      menge dieser für den eigentlichen Verbrenn       nungsvorgang    indifferenten Stoffe ist natür  lich für jedes Material verschieden und  richtet sich nach der Natur     dös'    zugrunde       .e        0,        gt          -,    leg en Sprengstoffes, beziehungsweise der       Brandniasse,    sowie des indifferenten Stoffes       und    nach der Höhe des herzustellenden Gas  druckes.  



  Besonders vorteilhaft ist es, wenn als  indifferente,     explosionsheinmeilde        Verdün-          nuno,sstoffe    solche Stoffe benutzt werden,  die selbst durch die Verbrennungswärme der  ohne äussere Sauerstoffzufuhr verbrennungs  fälligen sprengstoffartigen Masse zerlegt wer  den     und    auf diese Weise erstens     Verbren-          nun.o,sw-,

          II        ärme        verbrauchen        und        zweitens        das     erzeugte Quantum von gespannten Gasen     vor-          mehren.        Miseht    man beispielsweise     Magne-          siumkarbonat    zu, so erhält man bei der     Vor-          brennung    neben den Verbrennungsprodukten  des Sprengstoffes selbst,     Magliesiumoxyd     und ein Molekül Kohlensäure.

   Benutzt man       Oxalate,    beispielsweise     Eisenoxalat,    so     er-          bält    man Eisen     bezw.    Eisenoxyd und zwei  Moleküle Kohlensäure. Auch ein Zusatz von  Stoffen, welche die     CN-Gruppe    enthalten',  kann vorteilhaft sein.  



  Sprengstoffartige Substanzen verlieren       bei    genügend     orossem    Zusatz der genannten  Stoffe ihre Explosionsfähigkeit vollkommen.  



  Wird zum Beispiel ein handelsüblicher  Sprengstoff, bestehend aus Salpeter,     Sc'hwefel     und Pech, mit, zirka<B>10-12 %</B> eines     Oxalafes     versetzt, so ist es nicht möglich, den so     vor-          finderten    Sprengstoff durch Initialzündung  sogar mit den stärksten     Sprengkapseln        zur     Explosion     züi    bringen, während ohne die ge  nannten Zusätze durch die     Sprenghapsel    eine  sehr starke Detonation herbeigeführt wird.  



  'Natürlich wächst auch bei     spreng-stoff-          -irtigen    Substanzen, denen die Explosions  fähigkeit durch Zusätze der geschilderten Art  genommen wurde, die     Reaktionsgesehwindig-          ]zeit    etwas an, wenn dieselben unter starkem  Druck verbrennen, jedoch nicht in dem Masse,       dass    eine Explosion eintritt.

   Die an sieh viel       ge          ringfüggigere    Zunahme der Reaktions-  
EMI0002.0052     
    noch durch mechanische Hilfsmittel kompen  sieren,     züm    Beispiel indem man den ge  spannte Gase liefernden Verbrennungsmassen  eine     konisehe    Form gibt, so     dass    beim Ge  brauch derselben die Verbrennung vom grö  sseren zum kleineren Querschnitt fortschrei  tet; die     unigekohrte    Anordnung kann     ge-          legentlieli    ebenfalls wichtig sein.

   Auch ist  man in der     Lare,    diese Verbrennungsmasse  etwa. in.     zylin,driseller    Form,     jedo,eh    in meh  reren.     Abteilun-en    anzuordnen. Diese<B>Ab-</B>  teilungen können.

   durch Zwischenwände mit  einem kleinen Loch zur     Feuerübertracrun-          t'        Z#     voneinander getrennt werden, wodurch be  wirkt wird,     dgss    nicht mehrere Abteilungen  gleichzeitig brennen und Gase entwickeln  können, sondern     dass    eine neue Abteilung erst       chann    in     die        Umsolzung    eintritt, wenn die     vor-          liergeg,ailgene    zu Ende abgebrannt ist,

       be-          t'        tn          ziellungsweise    wenn die von dieser erzeugten  Gase bereits mehr oder minder entspannt  sind.  



  Auch kann     nian.    die Zusätze der die       Explosibilität        beseitigenderl    Stoffe     versehie-          den        -ross    machen, beispielsweise bei den     züi-          letzt    brennenden Teilen grösser als bei den zu  erst brennenden, oder umgekehrt.  



  Die auf diese Weise erzeugten Gase. las  sen sieh     für        all(,        Zweeke    verwenden, bei  denen     inan.    überhaupt     die    chemischen     Eigen-          soliaften    indifferenter und die mechanischen  Eigenschaften komprimierter Gase     verwen-          doll    kann.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung voll Verbren- ilungsmassen für die Erzeugung von Ver brennungsgasen beliebiger Spannung, da durch gekennzeichnet, dass einer im allge- meilien ohne äussere #%-uerstoffzufuhr vor- brennungsfähigen. 31asse die Gesehwindigkeit des Verbrennungsvorganges herabsetzende Zusatzstoffe in solcher Menge beigegeben werden,
    dass die Explosionsfähigkeit für doll jeweils in Betracht kommenden Druck be seitigt ist und die in beliebiger Spannung erhaltenen Verbrennungsgase gefahrlos und EMI0002.0108 zu denen sieh die chemischen Eigenschaften verbrennungshindernder und die mechanischen Eigenschaften gespannter Gase verwenden lassen. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass solche Zusatzstoffe beigegeben werden, die durch die Verbren- nuingswärme und -unter Abspaltung von Gasen zerlegt werden. 2.
    Verfahren nach Patentansprueli und Tln- teranspri,ich <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass den gasdruckerzeugenden Verbren nungsgemischen eine Form von veränder- liehem Querschnitt gegeben wird.
    <B>3.</B> Verfahren naeh Patentanspruch und Un teranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennungsmasse bei der Form- gebunk in Abteilungen unterteilt werden, <B>so</B> dass die.aus dem Verbrennen eines Teil quantums herrührenden Druckgase bereits ganz oder teilweise entspannt sind, ehe der Inhalt der nächstfolgenden Abteilung zur Verbrennung gelangt. 4. Verfahren nach Patentanspruch und --Un- feranspruch <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet.
    el dass man bei der Herstellung der Ver brennungsmasse die Zusatzstoffe in ver änderlichen Mengenverhältnissen zugibt, so dass beim Abbrennen stufenweise Teile der Verbrennungsmasse mit zunehmendem oder abnehmendem Gehalt an Zusatzstoffen in Wirkung treten.
CH101619D 1921-01-10 1922-01-03 Verfahren zur Herstellung von Verbrennungsmassen für die Erzeugung von Verbrennungsgasen beliebiger Spannung. CH101619A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750655C (de) * 1936-04-25 1945-01-24 Verfahren zum Verhueten von Braenden

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE750655C (de) * 1936-04-25 1945-01-24 Verfahren zum Verhueten von Braenden

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