CH101825A - Verfahren zur Herstellung von Hochdruckformen für den Buchdruck. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hochdruckformen für den Buchdruck.

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CH101825A
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Walter Woehler Conrad
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Walter Woehler Conrad
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    • G—PHYSICS
    • G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03F—PHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00—Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/004—Photosensitive materials
    • G03F7/04—Chromates

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Hochdruckformen für den Buchdruck.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren zur Herstellung von Hoch  druckformen für den Buchdruck.  



  Er ist dadurch gekennzeichnet, dass eine       Gelatineschicht,    welche teils durch     Chromie-          rung    und Belichtung gegerbte und deshalb       wasserfeindliche    Stellen, teils     ungegerbte    und  deshalb wasserfreundliche Stellen enthält, zu  nächst mit einer fettigen Substanz, welche nur  an .den     gegerbten    Stellen haftet, und     hiernach     mit einer nur von den     ungegerbten    Stellen an  genommenen wässerigen Zubereitung über  gangen wird, welche die Eigenschaft hat, bei  der Erhitzung eine     körperhafte    .Schicht ent  stehen zu lassen,

   worauf die soweit behandelte       Druckf        orm    durch Erhitzen zum Relief ent  wickelt     wird.     



  Es folgen zwei Ausführungsbeispiele des  Verfahrens.  



       Beispiel   <I>1:</I>  Ein  biegsame Unterlage, z. B. ein Blatt  aus Karton oder festem Papier, wird mit       chromierter        Gelatinelösung    bestrichen,     cl.    h.  mit     einer        Lösung    von Gelatine, welche mit  einer Chromsalzlösung, z.

   B.     Kalium-Bichro-          matlösung,    versetzt     wurde.    Die Unterlage    wird dann im Dunkeln getrocknet, mit dem  Ergebnis,     :dass    man eine lichtempfindliche     Ge-          latineschicht    erhält und die- Unterlage     "grun-          diert"    ist, wie der     technische    Ausdruck lautet.  



  Nachher     wird    die Unterlage mit der liebt  empfindlichen     Gelatineschicht    unter einer  Glasplatte mit Photographie, einem photogra  phischen     Film.    .oder einer     Pausezeichnung    be  lichtet, welche das wiederzugebende Bild  (Schrift,     Zeichnung)    aufweist und nur die  Gegensätze weiss und schwarz, aber keine       Zwischenstufen    hat. Die     Gelatinesohicht    wird  an den vom Licht getroffenen Stellen unlös  lich, hornig, trocken, zur Aufnahme von Was  ser wenig geneigt,     "gegerbt",    wie- der tech  nische Ausdruck lautet.

   An den unbelichteten  Stellen     bleibt    sie für warmes     'Wasser    löslich,  weich, relativ feucht oder zur Aufnahme von  Wasser oder     einer    wässerigen Lösung geneigt:  Durch kaltes Wässern wird nunmehr das       unverändert    gebliebene Chromsalz aus den  unbelichteten Stellen der     Gelatineschicht    ent  fernt, um -die     Lichtempfindlichkeit    dort auf  zuheben, also weitere, nunmehr     schädlichVer-          änderungen    dieser     Gelatineschicht    durch das  Licht zu verhindern.

   Die Unterlage mit Ge-           latineschicht    wird getrocknet, jedoch nicht bis  zu völliger Dürre der unbelichteten Stellen.  Dadurch wird diese     Gelatineschicht    ein diffe  renziertes Verhalten gegen Fett einerseits,  Wasser oder wässerige Lösungen anderseits  zeigen.  



  Des weiteren wird auf die     Gela.tineschicht     eine fettige Masse, z. B.     Lithogra.phentusch,          Buchdruekfarbe,    gewalzt. Wegen .des ver  schiedenen Verhaltens dieser     Gelatineschicht     gegen Fett und Wasser und wegen der Feind  schaft zwischen Fett und Wasser wird die  Masse nur von den hornigen, trockenen, be  lichtet gewesenen, gegerbten Stellen     besagter          Gelatineschicht    angenommen, von den relativ  feuchten, unbelichtet     gewesenen    Stellen ab  gestossen.  



  Auf die ganze Fläche der so vorbereiteter:  Unterlage wird die in der Einleitung er  wähnte     wässerige    Zubereitung aufgetragen.  welche fettfeindlich ist und dank der Vorbe  reitung :der Unterlage mit Sicherheit und säu  berlich nur von denjenigen Stellen der     Gela-          tineschi:cht        angenommen    wird, welche nicht  von der fettigen Masse bedeckt, dagegen was  serfreundlich sind, weil sie ja bei der Belich  tung unter der Platte, dem Film oder der       Pauszeichnung    gegen Licht geschützt waren.

    Dank der beschriebenen Vorbereitung hat man  nicht die Zubereitung durch Handarbeit  (Schreiben, Zeichnen, Malen) aufzutragen;  sie wird im     Gegensatze    dazu mechanisch mit  Hilfe der Photographie oder des     Pausens    auf  getragen, wobei gleichzeitig eine scharfe     Ab-          grenzung        ,der        mit        der        Zubereitung        zudecken      den Flächen oder Linien erzielt wird.

   Diese  Zubereitung kann vorzugsweise aus     S.cholz-          scher        Quelltinte    bestehen, welche die     Eigen-          sehaft    besitzt, aus einem an sich     körperlosen,     d. h. beim gewöhnlichen Trocknen eine  Schicht von messbarer Dicke nicht ergebenden  Auftrag bei der Erhitzung eine körperhafte  Schicht zu     bilden,    :d. h. eine Schicht von  messbarer Dicke und ziemlicher Festigkeit.

    Deren Zusammensetzung kann zum Beispiel  in Gewichtsteilen die folgende sein:  9 Teile Gummi     arabicum    oder Kolopho  nium, fein gepulvert, 1 Teil Autogra.phie-         time,    1 Teil Zinkweiss, als neutraler Mineral  stoff, fein gepulvert.  



  Die genannten Stoffe werden mit so viel  Wasser angerührt,     da.ss    eine gut fliessende Zu  bereitung entsteht.  



  Die Unterlage mit     Gelatineschicht    und  Zubereitung wird erhitzt, wodurch diese letz  tere aufgeht und eine körperhafte Schicht von  zureichender Höhe bildet, um eine reliefartige  Form mit zwei Stufen, Grundfläche und  Hochfläche, zu geben. Hatte das Original  Flächen in schwarz und weiss, so weist die  Form eigentliche Grundflächen und Hoch  flächen .auf; hatte es schwarze Linien auf  weissem Grunde, so zeigt die. Form erhöhte  Linien auf einer Grundfläche; hatte es weisse  Linien auf schwarzem Grunde, so weist die  Form eine Hochfläche mit Farben auf. Bei  einer Erwärmung auf<B>150'</B> C entsteht schon  das     Quellrelief,    man kann aber auch ohne  Schaden bis gegen 500   C gehen.  



  Die so     gewonnene    Form kann unmittelbar  zum Drucken in der     Buehdrückerpresse    ver  wendet werden oder zur Herstellung von       Stereotypieplatten    .durch Abguss oder zur Ge  winnung     galvanostegischer    Druckplatten  durch     Iiupferniedersehlag    im galvanischen  Bade benutzt werden. Beim stereotypischen  Abguss kehrt sich natürlich Positiv (schwarze  Linien auf weissem Grunde) und Negativ  (weisse Linien auf schwarzem Grunde) um,  welchem Umstand Rechnung getragen wer  den muss.  



  Zur     Auftragung    der     chromierten    Gelatine  s.chicht auf die     Unterlage    kann die mit     Gela-          t.inelösung    bestrichene Unterlage in einer  Chromsalzlösung gebadet und dann im .Dun  keln getrocknet werden.  



  Bei .der Herstellung von     Stcreoty        pieplat-          ten    kann man die Unterlage mit. dem noch  unentwickelten     Quelltinteaufstrich    in die       Giessform    legen und das flüssige Metall von  etwa 250' darauf giessen, wobei das Auf  quellen von selbst eintritt und zugleich der  Abguss erhalten wird.  



  In der Zubereitung kann Gummi     a.rabi-          cum    durch fein gepulvertes Kolophonium er  setzt werden; dem Zinkweiss kann man als      weitere neutrale Mineralstoffe zum Beispiel       Schlemmkreide,    Gips hinzufügen; die Auto  graphietinte kann fallen gelassen werden.  



  Die Unterlage kann auch unbiegsam sein.       Beispiel   <I>2:</I>  In diesem Beispiel wird die Zeichnung auf  der     Gelatineschicht    zeichnerisch oder durch  Auf drucken (wie man sonst mit Farben  druckt) hervorgebracht. Zu ,diesem Zwecke  wird die Unterlage mit einer     unehromierten          Gelatinelösung    bestrichen. An den Stellen,  welche später in der     Hochdruckform    tief lie  gen sollen, trägt man ein     Chromsalzpräparat,     z. B. eine mit     Kaliumbichromat    versetzte  Farbe auf; wodurch sie lichtempfindlich wer  den.

   Man setzt die Unterlage mit Gelatine  schicht dem Licht aus, wässert und trocknet  sie, so dass die     chromierten    Stellen hornig,  wasserfeindlich, gegerbt werden. Im übrigen  verfährt man     wie    im ersten Beispiel.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Hoch druckformen für den Buchdruck, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Gelatinesehicht, wel che teils durch Chromierung und Belichtung gegerbte und deshalb wasserfeindliche Stel len, teils ungegerbte und deshalb wasser freundliche Stellen enthält, zunächst mit einer fettigen Substanz, welche nur an den ge gerbten Stellen haftet, und hiernach mit einer nur von den ungegerbten Stellen angenomme- neu wässerigen Zubereitung übergangen wird, welche die Eigenschaft hat, bei der Erhitzung eine körperhafte Schicht entstehen zu lassen, worauf die soweit behandelte Druckform durch Erhitzen zum Relief entwickelt wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch,Jadurch gekennzeichnet, dass zur Gewinnung der Gelatineschicht mit gegerbten und unge- gerbten Stellen eine ehromierte Gelatine schicht unter einem Sehwarzweissbild be- lichtet"duDch Auswaschen des unverändert gebliebenen Chromsalzes entwickelt und getrocknet wird. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, -dadurch gekennzeichnet, dass zur Gewinnung der Gelatineschicht mit gegerbten und unge- gerbten Stellen eine Chromsalzlösung auf eine unchromierte Gelatineschicht stellen weise aufgetragen wird, um die Gelatine- sehicht .an diesen Stellen lichtempfindlich zu machen und durch Belichtung die ehro- mierten Stellen gegerbt werden.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die wässerige Zube reitung aus Gummi ar abi.cum, wenigstens einer neutralen Mineralsubstanz und so viel Wasser zubereitet wird, dass.diese Zu bereitung gut fliesst.
CH101825D 1922-04-18 1922-04-18 Verfahren zur Herstellung von Hochdruckformen für den Buchdruck. CH101825A (de)

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