CH101826A - Verfahren zur Herstellung von Urformen für den Buchdruck und nach diesem Verfahren hergestellte Urform. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Urformen für den Buchdruck und nach diesem Verfahren hergestellte Urform.

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CH101826A
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Walter Woehler Conrad
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Walter Woehler Conrad
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41DAPPARATUS FOR THE MECHANICAL REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES FOR STEREOTYPE PRINTING; SHAPING ELASTIC OR DEFORMABLE MATERIAL TO FORM PRINTING SURFACES
    • B41D1/00Preparing or treating stereotype matrices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Urformen für den Buchdruck und nach diesem  Verfahren hergestellte Urform.    Vorliegende Erfindung umfasst ein Ver  fahren zur Herstellung von Urformen für den  Buchdruck, von welchen durch stereotypi  schen Abguss oder Galvanostegie Hochdruck  formen erhalten werden können und eine  nach diesem Verfahren hergestellte Urform.  



  Das Verfahren ist dadurch gekennzeich  net, dass man eine Masse bereitet, indem man  Gips, wenigstens einen andern neutralen  Mineralstoff, Leim, und ein Mineralöl mit  Wasser anrührt, dann die so gewonnene  Masse auf eine plane Unterlage aufträgt und  schliesslich durch Herausheben von Teilen der  Masse die gewünschte Urform gewinnt.  



  Die Urform besteht aus einer Unterlage  und einer auf diese letztere aufgetragenen  Masse, welche Masse durch ein Gemisch von  Gips, wenigstens einem andern neutralen  Mineralstoff, Leim und einem Mineralöl ge  bildet ist.  



  Hier ist ein Ausführungsbeispiel des Ver  fahrens.  



  In diesem Ausführungsbeispiel hat die  Masse folgende Zusammensetzung:  
EMI0001.0001     
  
    Gips <SEP> 4,0 <SEP> Gewichtsteile
<tb>  rein <SEP> zerkleinertes <SEP> Zinkweiss <SEP> 2,0 <SEP> "
<tb>  Fein <SEP> zerkleinerte
<tb>  Schlemmkreide <SEP> 2,0 <SEP> "
<tb>  Leim <SEP> (trockener) <SEP> 1,5 <SEP>  
<tb>  Gutes <SEP> mineralisches
<tb>  Maschinenschmieröl <SEP> 2,0 <SEP> "       wobei .das Zinkweiss und die     Schlemmkreide     ,die andern neutralen, in der Einleitung er  wähnten Mineralstoffe darstellen.  



  Der Leim wird für sich mit der gleichen       GewicMsmenge    Wasser angemacht, und zwar  nimmt man 3 Gewichtsteile Leimsatz (wovon  also 1,5 Gewichtsteile trockene Leimsubstanz  sind) auf die übrigen angegebenen Bestand  teile, d. h. 4 Gewichtsteile Gips, 2 Gewichts  teile Zinkweiss, 2 Gewichtsteile     Schlemm-          kreide.    Alle     diese    Stoffe (einschliesslich des  Leimsatzes) werden mit 17 Gewichtsteilen  Wasser zu einem dünnen, gleichmässigen Brei  verrührt. Nachdem .dies geschehen ist, wird  der Brei mit zwei Gewichtsteilen guten mine  ralischen Maschinenschmieröls innig verrührt.

    Der Brei wird sodann auf die Unterlage, wel  che zum Beispiel aus dunkelgefärbter Ma-      trizenpappe besteht, in dünner, gleichmässiger  Schicht aufgetragen, was am besten auf ma  schinellem W ege (ähnlich wie das  der Barytleimschicht auf die Kunstdruck  papiere) durch Walzen geschieht. Es emp  fiehlt sieh, den angesetzten Brei vor dem Auf  tragen auf Farbmühlen oder Walzenstühlen  feinstens zu vermahlen.  



  Die mit der Masseschicht überzogenen  Unterlagen lassen sieh unbeschränkt lange  aufbewahren; es bedarf zur Erhaltung ihrer  Verarbeitungsfähigkeit besonderer Sorgfalt  (etwa hinsichtlich der Aufrechterhaltung  eines gewissen Feuchtigkeitsgrades) nicht.  



  Die so bereitete blanke Urform kann in  einfacher und künstlerisch dankbarer Weise  von einem zeichnenden Künstler selbst durch  ein einfache Gravier- oder Schabtechnik her  ausgearbeitet, indem aus der Schicht der Masse  diejenigen Linien oder Flächen, welche im  Abdruck schwarz werden sollen, mit der Ra  diernadel oder dem Schabmesser bis auf die  Oberfläche der Unterlage herausgehoben wer  den; von der so bearbeiteten Ausführungs  form werden dann auf dem Wege der Stereo  typie ebene oder gewölbte Stereotypieplatten  oder durch Galvanostegie die für den Buch  druck erforderlichen Hochdruckformen ge  wonnen. Dank ihrer Zusammensetzung ist die  Masse einigermassen elastisch.

   Dies hat zu  nächst den Vorteil, dass ein Splittern der  Strich- oder Schnittränder nicht vorkommt,  indem diese Ränder vollkommen glatt sind;  es lassen sich also äusserst zarte und feine  Striche hervorbringen. Des weiteren kann  man Striche ganz dicht nebeneinander setzen,  ineinanderlaufen und einander kreuzen las  sen, ohne das Herausspringen schmaler oder  inselartiger Massenteilchen befürchten zu  müssen.  



  Wegen dieser Elastizität der Masse ist es  möglich, die Masseschicht durch eine bis zur  Oberfläche der Unterlage durchgehende Ra  sterung in ein System einzelner Massepunkte  (Kegel, Tüpfelchen) aufzulösen und dadurch  dem schliesslichen Abdruck, wenn erwünscht,  einen gerasterten Grund zu verleihen.    Soll die Nasseschicht durch Rasterung  aufgelöst werden, so kann dies nach ihrer  guten Trocknung durch Überwalzen mit einer  entsprechend bemusterten Walze, durch Ein  drücken einer entsprechend gemusterten     Press-          platte    oder durch eine Art Fräsung geschehen,  indem die Unterlage mit Masseschicht mit  einer aus dicht nebeneinander liegenden Kreis  messern bestehenden Walze kreuzweise über  gangen wird.  



  Wenn die erwähnte Ausführungsform zur  Herstellung von Hochdruckformen durch     Gal-          vanostegie    dienen soll, so wird sie durch Ein  tauchen in oder durch Übergiessen mit einer  durch Wärme     genügend        dünnflüssig    gemach  ten     waehsartigen    Masse (Wachs, Stearin, Pa  raffin) mit: einem     dünnen,    aber gegen die Ein  wirkung des galvanischen Bades schlitzenden  Überzug versehen. Die so vorbereitete Urform       wird    durch Auftragen von     Graphitpulver     leitend     gemacht    und hält nun selbst sehr  langes oder wiederholtes     Verweilen    im Bade  aus.

   Die niedergeschlagene     Kupferhaut    wird  auf der     Rückseite    (d. h. der im Bade der  reliefartigen Fläche entgegengesetzten Seite)  hintergossen, so dass auch hier .die Oberfläche  der Unterlage die schliesslich-     Druckfläche     ergibt.  



  Die Schicht kann auf die Unterlage so  dicht aufgetragen     werden,    dass die Tiefe der  Hochdruckfarm, also der Abstand     zwisehen     druckender Oberfläche und zurückliegender  Bodenfläche unter     allen    Umständen hinrei  chend gross wird; dagegen ist es für die       künstlerische    Herausarbeitung der Urform  vorteilhaft, wenn die Schicht recht dünn ist,  so dass der zeichnende Künstler, soweit es sich  um Striche handelt, nicht tief zu graben  braucht, sondern mehr wie beim Schreiben  oder Zeichnen verfahren kann.

   Dann     -aber     wird die hergestellte Hochdruckform, wenn  es sich um grössere weisse Flächen han  delt, nicht tief genug; es trifft die Gefahr  der     Berührunz    des Grundes der Hochdruck  form mit der Farbwalze ein. Nun kann man  bei einer Urform auf die gedachten Flächen  teile nachträglich Masse auftragen, welche  mit der ursprünglichen aufgetragenen     bindet,         um, entsprechend der stellenweisen Erhöhung  der Urform, die Hochdruckformen an den  betreffenden Stellen zu vertiefen. Solches  nachträgliches Auftragen kann mit Pinsel,  Feder oder Schreibröhre (in eine Spitze aus  gezogene Glasröhrchen) geschehen.  



  Die Zusammensetzung der aufgetragenen  Masse kann von der angegebenen verschieden  sein; z. B. können die andern neutralen Mi  neralstoffe nur aus     Schlemmkreide    oder nur  aus Zinkweiss bestehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Urformen für den Buchdruek, von welchen durch stereo typischen Abguss oder Galvanostegie Hoch druckformen erhalten werden können, da durch gekennzeichnet, dass man eine Masse bereitet, indem man Gips, wenigstens einen andern neutralen Mineralstoff, Leim und ein Mineralöl mit Wasser anrührt, dann die so gewonnene Masse auf eine plane Unterläge aufträgt, und schliesslich durch Herausheben von Teilen der Masse die gewünschte Urform gewinnt. UNTERANSPRÜCHE: I.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man zur Vor bereitung der Masse zuerst den Leim mit etwa der gleichen Gewichtsmenge Wasser anrührt, hiernach alle Bestandteile des Ge misches, mit Ausnahme des Mineralöls, mit etwa 17 Gewichtsteilen Wasser und schliesslich das Mineralöl mit dem so entstandenen Brei verrührt. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man zur Vor bereitung der Masse etwa 4 Gewichtsteil Gips, 2 Gewichtsteile Zinkweiss und 2 Ge wichtsteile Schlemmkreide als andere neu trale Mineralstoffe, 1,5 Gewichtsteile Leid (auf die trockene Substanz bezogen), so wie 2 Gewichtsteile Maschinenschmieröl mischt. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Masse nach dem Herausheben von Teilen mit einem schützenden Überzug gegen die Ein wirkung eines galvanischen Bades versieht und durch Auftragen von Graphit leitend macht, damit aus der Urform die Hoch druckformen im galvanischen Bade ge wonnen werden können. 4. Verfuhren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass nach dem Her ausheben von Teilen der Masse grössere Flächenstücke, welche im Abdruck weiss werden sollen, durch weiteres Auftragen derselben Masse verstärkt werden. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, da- @durch gekennzeichnet, @dass die Masse mit einem bis zur Oberfläche der Unterlage ,durchgehenden Rastermuster versehen wird.
    PATENTANSPRUCH Il: Urform, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass sie aus einer Unterlage und einer auf diese letztere aufgetragenen Masse besteht, welche Masse durch ein Gemisch von Gips, wenigstens einem andern neutralen Mi neralstoff, Leim und einem Mineralöl gebil det isi-. UNTERANSPRüCHE G. Urform gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch von etwa 4 Gewichtsteilen Gips, 2 Gewichtsteilen Zinkweiss und 2 Gewichtsteilen Schlemm- kreide als neutralen Mineralstoffen, 1,5 Gewichtsteilen Leim und 2 Teilen Ma schinenschmieröl gebildet ist. 7.
    Urform gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einem gegen die Einwirkung eines galvanischen Bades schützenden Überzug und mit einem Gra- phitanstrich versehen ist, um sie zur Ent nahme der Hochdruckform durch Gal- vanostegie geeignet zu machen. B. Urform gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch ein bis zur Oberfläche der Unterlage durchgehen des Rastermuster enthält.
CH101826D 1922-04-18 1922-04-18 Verfahren zur Herstellung von Urformen für den Buchdruck und nach diesem Verfahren hergestellte Urform. CH101826A (de)

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