CH101859A - Verfahren zur Herstellung von Pulvern grosser Feinheit und Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pulvern grosser Feinheit und Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens.

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CH101859A
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  Verfahren zur Herstellung von Pulvern grosser Feinheit und Einrichtung  zur Ausübung des Verfahrens.    Den Gegenstand vorliegender Erfindung  bildet ein Verfahren und eine Einrichtung  zur Zerkleinerung von Materialien, das  heisst Stoffen aller Art,     insbesondere    jedoch  von Metallen, zu Pulvern von grosser Fein  heit, welche gegebenenfalls bis zur kolloi  dalen Beschaffenheit der Massen gesteigert  werden kann.  



  Man hat     veschiedenlich    versucht, der  artige Pulver zu erzeugen, ohne     dass    es jedoch  gelungen ist, dies auf einfache oder rationelle  Art durchzuführen.  



  So hat man zum Beispiel durch Zerstäuben  oder     Zerspritzen    versucht, Metallpulver zu  gewinnen. Jedoch ergaben sich hierbei grosse       Schwierigkeiterv    wegen des hohen Schmelz  punktes vieler Metalle, und es liess sich kaum  der gewünschte     Reinheits-    und     Feinheitsgrad     erzielen. Dabei verursachten die Verfahren  erhebliche Unkosten.  



  Ähnlich lagen die Verhältnisse bezüglich  der elektrolytischen Methoden.  



  Von den rein mechanischen Methoden zur  Zerkleinerung des     Metalles    zu Pulver hat sich    nur das in der Bronzefabrikation übliche  Verfahren zur Zerkleinerung einige Geltung  in der Praxis zu verschaffen vermocht.  Indessen kann man mit diesem Verfahren die  Zerkleinerung nur bis zu ziemlich eng ge  zogenen Grenzen steigern. Dabei war das  Verfahren ein recht umständliches und er  forderte     als    Ausgangsprodukte     verhäItnis-          mässig    hochwertige Materialien von sehr gu  ter Dehnbarkeit. Bei zäheren, festeren und  auch spröderen Materialien stiess auch dieses  Verfahren auf grosse Schwierigkeiten. Es  wurden     nä        mlieh    die Metalle zu feinen Blechen  ausgewalzt.

   Diese Bleche     wurden    alsdann  dem sogenannten     Zain-Prozess    unterworfen,  durch den ihre Dicke abermals     wesentlich     verringert wurde, um dann endlich in Mör  sern zerstampft zu werden. Man konnte     nun     daran denken, mit den üblichen Mühlen, von  denen sich eine grössere Anzahl für die Zer  kleinerung anderer Materialien bewährt hat,  auch Metalle zu zermahlen.

   Damit gelangt  man jedoch nicht zum Ziele. .Selbst wenn es  gelänge, eine gewisse     Zerkleinerung    mit      letztgenannten Maschinen herbeizuführen;  so ist eine ausserordentlich lange Zeit zum  Mahlen auch nur geringer     Quantitäten    er  forderlich, und es tritt dabei eine sehr er  hebliche     Abnützung    der     Mühlenteile    ein und  gestaltet dadurch das Verfahren noch un  wirtschaftlicher. Bei den meisten     Metallen    ist       ber    ein Erfolg auf diesem Wege überhaupt  ,     -t     nicht zu erreichen.  



  Die Schwierigkeiten in der Zerkleinerung  der Metalle zu Pulver liegen an den beson  deren Eigenschaften der Metalle, die auch  sonst deren Sonderstellung in der Technik  bedingen, insbesondere ihrer Festigkeit, ihrer  Zähigkeit und der Eigenschaft,     da.ss    kleinere  Metallteilchen bei höherem Druck oder  höheren Temperaturen leicht zusammen  schweissen.  



  Während also einerseits     Festigkeit    und  Zähigkeit der Metalle einen erhöhten Energie  aufwand fordern, verbietet die     Zusammen-          schweissbarkeit    der Metalle die gemeinsame  Ausübung grösserer Kräfte auf mehreren       iHetallteilehen.     



  Bei Mühlen, deren Wirkung auf der       Zerreibung    des Mahlgutes zwischen festen  Körpern beruht, oder bei denen das Mahlgut  gegen feste Teile geschleudert wird, ist, ins  besondere, wenn es sich um die Zerkleinerung  von Metallen handelt, eine     reitergehende     Zerkleinerung, wenn überhaupt, so nur mit  stärkeren Verunreinigungen möglich. Ausser  dem wird ein Grenzzustand bald erreicht,  über den hinaus eine Zerkleinerung nicht  mehr erfolgt. Auf alle Fälle aber nimmt die  Zerkleinerung so erhebliche Zeit in Anspruch,  dass ein     wirtsehaftliches    Arbeiten nicht mög  lich ist.  



  Kolloide     Pulver    konnte man     bisher    nur  mit Hilfe der     kolloidchemischen    Methoden,  die nur die Gewinnung kleinerer Mengen ge  statteten, erzeugen. Allerdings ist in neuerer  Zeit auch die grosstechnische Gewinnung  kolloider Massen in Angriff genommen wor  den. Die bekannt gewordenen     Methoden    lie  fern jedoch infolge des ausserordentlichen  Verschleisses der Herstellungsvorrichtungen    unreine Produkte, bei harten und bei zähen  Massen versagen sie fast vollständig; die  ganze Erzeugung ist unwirtschaftlich und in  Anwendung auf Metalle überhaupt nicht zu  gebrauchen.  



  Die Erkenntnis der Ursachen, welche die  Schwierigkeiten in der Herstellung ganz fei  ner Pulver bedingen, hat zu der vorliegen  den Erfindung geführt, auf Grund deren es       M        og,        lich        ist,        in        ausserordentlich        schneller     Weise Pulver aus beliebigem Metall bis zur  äussersten Feinheit und Reinheit herzustellen,  ohne dass ein Zusammenbacken oder Zusam  menschweissen stattfindet.

   Besonders wert  voll wird das Verfahren, beziehungsweise  die Einrichtung gemäss der Erfindung da  durch, dass als Ausgangsmaterial nicht ein  hochwertiges Metall von besonderer Güte       Verwendung    zu finden braucht, sondern dass  sogar Abfälle,     Sehrott    und dergleichen dazu  benutzt werden können.  



  Gemäss der Erfindung werden die zu zer  kleinernden Materialstücke zur gegenseitigen  Einwirkung     aufeina.ndergebracht,    und zwar  werden sie in sich ständig wiederholenden,  geschlossenen Kreisläufen von grosser Ge  schwindigkeit     gegeneinander    geführt und  dabei zum gegenseitigen Anprall gebracht.  Dieser Anprall wird ständig wiederholt, und  es gelingt dabei, wenn dem Wirbel die nötige  Geschwindigkeit erteilt wird, eine ausser  ordentlich feine Zerteilung der Massen her  beizuführen. Man bringt zu diesem Zwecke  die einzelnen Teilchen in einen Flüssigkeits  träger, zum Beispiel in einen Strom von Gas,  Luft oder andern elastischen Flüssigkeiten,  und bringt zwei oder mehrere derartige  Ströme, welche mit     Masseteilchen    geladen  sind, zum gegenseitigen Anprall.

   Wie bereits  betont, ist es dabei von Einfluss, dass die  einzelnen Teilchen einen Kreislauf vollenden,  das heisst, dass sie nach dem Zusammenprall  sofort wieder von der Strömung weiter  geleitet und zum erneuten Zusammenprall  gebracht werden. Zur Erhöhung -der Wir  kung empfiehlt es sich, dabei die einzelnen  Teilchen nicht nur möglichst geradlinig auf  einanderprallen zu lassen, sondern ihnen      auch gleichzeitig eine seitliche Bewegung  zu erteilen, also die grossen Wirbel auch in  sich möglichst turbulent zu gestalten, so dass  bei dem Zusammenprall auch eine Reibung  der Teilchen aneinander erfolgt. Es gelingt  mit diesem Verfahren, auch die zähesten Me  talle in grösster Reinheit bis zu einer bisher  unerreichten Feinheit des Pulvers zu zer  teilen.  



  Die Erzeugung .der nötigen Geschwindig  keit der Wirbel erreicht man, wenn man  letztere derart führt, dass sie auf die festen  Teile der Mühle nicht direkt aufprallen, son  dern an diesen entlang gleiten. Die, Wirbel  geschwindigkeit, das heisst die     Geschv,indig-          keit    der Strömungen in Richtung der Massen       aufeinander,    wird dabei zweckmässig mit  etwa 1.0 m pro Sekunde oder mehr gewählt.  Noch besser ist es, die Geschwindigkeit er  heblich darüber hinaus zu steigern.  



  Damit eine möglichst grosse Einwirkung  der Wirbel aufeinander stattfindet, werden  diese zweckmässig so geführt, dass sie einander  nicht ausweichen können,     also,        zweckmässig     möglichst das ganze Gehäuse der Mühle er  füllen.  



  Führt man das oben geschilderte Ver  fahren hinreichende Zeit mit derselben Stoff  menge durch eine grössere Anzahl von Stun  den durch, so erhält man ein sehr feines Pul  ver, in welchem bereits etwas Kolloid ent  halten ist. Die Trennung desselben von den  gröberen Bestandteilen ist jedoch umständ  lich und die gewonnenen     Kolloidmengen    sind  verhältnismässig gering.  



  Das Verfahren kann auch derart aus  geführt werden, dass es gelingt, reine     1.-ol-          loide    in grossen Mengen in verhältnismässig  kurzer Zeit zu erzeugen.  



  Bei dem angegebenen Verfahren tritt  nämlich nach einiger Zeit ein gewisser  Gleichgewichtszustand     ein"    bei welchem  selbst nach längerem Mahlen eine nennens  werte Zerkleinerung nicht mehr stattfindet.  Dieser Gleichgewichtszustand endet bei um  so gröberen Teilen, je leichter der Stoff ist.  Dies erklärt sich dadurch,     dass    die Masse  der einzelnen Teilchen, welche aufeinander-    prallen, allmählich so gering geworden ist,  dass ein nennenswerter Fortschritt in der  Zerkleinerungsarbeit nicht mehr möglich ist.  



  Um diesen Übelstand zu vermeiden, wer  den zweckmässig feine Teilchen zusammen  mit wesentlich gröberen Teilchen dem Zer  kleinerungsverfahren ausgesetzt. Die gröbe  ren Teile besitzen alsdann die erforderliche  Masse, um ein kräftiges Aufeinanderprallen  zu     ge=währleisten.    Bei richtiger Wahl der  Mengenverhältnisse zwischen feinen und gro  ben Teilen befinden sich zwischen je zwei  aufeinanderprallenden gröberen Teilen so viel  feinere Teile, dass die letzteren zerschlagen,  zerrieben oder zermahlen werden, während  die gröberen Teile nur einer ganz geringen  oder gar keiner merkbaren Abnutzung un  terworfen sind. Es gelingt auf diese Weise,  das feine Material in kurzer Zeit in gro  ssen Mengen in Kolloid' überzuführen.

      Besonders wirksam wird das Verfahren  gestaltet, wenn man nur feine und grobe  Teile zusammenbringt und die mittleren  Korngrössen nach Möglichkeit ausschaltet,  da diese einesteils die Wirkung der groben  Teile nur in unvollkommenem Masse besitzen,  anderseits die     planmässige        Zermahlung    der  kleinen Teile beeinträchtigen, und ausserdem  eine schnellere Abnutzung der groben     \feile     herbeiführen.  



  Praktisch wird das Verfahren vorteil  haft in der Weise ausgeführt, dass man feine  Teilchen des zu zerkleinernden Materials in  einem bestimmten Mengenverhältnis mit  kleinen Stahlkugeln oder dergleichen zu  sammen dem Verfahren unterwirft. Bei rich  tiger Bemessung der Mengenverhältnisse  der feinen Teilchen zu den Stahlkugeln  prallen nicht die Stahlkugeln ohne weiteres  aufeinander, sondern es sind immer genügend  feine Teilchen zwischen beiden gelagert,  wenn der Zusammenprall     stattfindet.    In  folgedessen findet eine Abnutzung der Stahl  kugeln kaum oder gar nicht statt; vielmehr  werden nur die feinen Teilchen weiter zer  rieben. Man ist in der Lage, auf diese Weise  in vier bis fünf Stunden Metallmengen zu      70 bis 80 % in Kolloid überzuführen.

   Die  Durchführung dieses Teils des Verfahrens  kann     beispielsweise    Anwendung finden auf       Masseteilchen,    welche     i/loo    mm und darunter  gross sind,     während    die gröberen Teile - hier  beispielsweise die Stahlkugeln - 1 min  Durchmesser besitzen.  



  Legt man besonderen Wert auf -grösste  Reinheit der Masse, empfiehlt es sich, statt  der Stahlkugeln oder anderer Fremdkörper  gröbere Körner der zu zerkleinernden Masse  selbst auf das feinste Pulver zur     Einwirkung     zu bringen. Nach den angestellten     Ver-          uchen    ist es vorteilhaft, eine grosse Menge  grober Teile     bez-%v.    Stahlkugeln oder der  gleichen zu benutzen. Jedoch soll die Menge  dieser, wenn sie selbst nicht wesentlich an  gegriffen werden sollen, nicht mehr als die  Hälfte des feinen Pulvers betragen.  



  Man kann auch das Verfahren so aus  gestalten,     da.ss    man dem feinen Pulver statt  gröberer Teile in angemessenen Mengen  Bindemittel beifügt, welche alsdann die  Bildung grösserer Klümpchen verursachen,       wobei    dann die Massenwirkung     clies r     Klümpchen aufeinander zur Einwirkung ge  langt und     dici    weitere Zertrümmerung der  feinen     Pulverteilchen    verursacht.

   Um end  lich die ganz feinen Massen, beispielsweise  von kolloidaler Feinheit, für sich ohne Bei  mengung gröberer Bestandteile zu erhalten,       kann,    eine weitere Strömung, beispielsweise       eine    Luftströmung, eingeschaltet werden,  welche zweckmässig quer zu den aufeinander  prallenden Strömen     gerichtet    ist und, ohne  diese merklich zu. stören, ausreicht. um die  feinsten Teilchen aus dem     Kreislauf    heraus  zuführen.

   In diese     Sonderströmung    bläst  man dann     zweckmässigerweise    plötzlich eine       Zusatzluftmenge    welche die Sonderströmung,       stark    verdünnt und damit die in ersterer  enthaltenen Pulvermengen auf ein erheblich  grösseres Luftvolumen verteilt. Man ist als  dann in der Lage, mit Hilfe bekannter Me  thoden aus diesem stark verdünnten Luft  strom die einzelnen Teilchen getrennt von  einander auszuscheiden, so dass man zum       Schluss    grosse Quantitäten absolut. feiner    Teilchen ohne     Beimengung    von gröberen er  hält.  



  So schwierig die Erkenntnis der Ur  sachen war, welche bisher der     wirtscbaft-          liehen    Zerkleinerung von Metallen zu Pul  vern entgegenstanden, so ist es doch gelungen,  Einrichtungen zur Durchführung des Ver  fahrens zu schaffen, welche sich durch grosse       Einfachheit    auszeichnen und bei denen  gleichzeitig eine Abnutzung der     Mühlenteile     erschwert wird, so dass einerseits die Lebens  dauer der Apparate eine vorzügliche ist,  während anderseits eine grosse Reinheit der  gewonnenen Pulver zu verzeichnen ist.  



  Die     Fig.    1 und ? zeigen ein Ausführungs  beispiel der Einrichtung zur Durchführung  des Verfahrens gemäss Erfindung in schema  tischer Darstellung, und zwar stellt     Fig.    1  einen senkrechten Schnitt,     Fig.    2 eine um  90       herumgeklappte    Ansieht von Einzelheiten  dar.  



  In einem Gehäuse 1 sind die     )ÄTellen        \?     und 3 gelagert, welche die Luftschrauben 4  und 5 tragen. Vor den     Luftschrauben    sind  die     Querschläger    6 und 7 angebracht, -wie  auch aus     Fig.    ? zu entnehmen ist. Die zu  zerkleinernden     Materialien,    Schrott, Pulver,  Körner     oder    dergleichen, werden durch eine       verschliessbare        Offnung    8 in das Gehäuse 1  gefüllt.

   Alsdann werden die Propeller 4- und 5  mittelst der     Riemensoheiben    9 und 10 in  schnelle, zueinander gegenläufige Rotation       versetzt.    Die Luftschrauben 4 und 5 er  zeugen Luftströmungen, welche,     wici    durch  die Pfeile 11 und 1? angedeutet     ist,    in der  Mitte des Gehäuses auf     einanderprallen.     Durch die,     Querschläger    6 und 7 werden       ausserdem    noch seitliche     Verschiebungen    der  entstehenden Luftströme hervorgerufen, so  dass die von den Luftströmen getragenen Ma  terialmengen nicht nur aufeinanderprallen.

    sondern auch     gegeneinanderreiben.    Die Luft  schrauben     .1        und    5 saugen aus den seitlichen       Gehäuseteilen    die Luft samt dem zu zer  kleinernden Gut fort und drücken die Mi  schung nach der Mitte. Es entsteht daher  ein     stltincli,!4er    Zusammenprall der Strömungen  in der Mitte, die Strömungen zerteilen     sielt         dabei und werden erneut von den Luft  schrauben gefasst, um von dort wieder nach  der Mitte geschleudert zu werden. Es ent  steht also ein ständiger Kreislauf, an wel  chem     die    einzelnen     Masseteilchen    teilzuneh  men gezwungen sind.

   Damit dieser Kreis  lauf in ausreichendem Masse zustande     kom-          iuen    kann, ist es zweckdienlich, in dem Ge  häuse 1 ausreichende Hohlräume an den Sei  ten hinter den Luftschrauben anzuordnen  und diesen eine Form zu geben, welche das  Zustandekommen der Luftströmungen be  günstigt.  



  Die fortgesetzte Stosswirkung der einzel  nen Metallteilchen aufeinander führt natur  gemäss zu einer erheblichen Erwärmung des  gesamten Raumes der Mühle und der Teil  chen selber. Der letztere Umstand ist von  Vorteil, da die Festigkeit der meisten Me  talle bei steigender Temperatur erheblich  abnimmt und dadurch die Zerkleinerungs  arbeit erleichtert wird. Der erstere Umstand  hingegen führt zu einer besonderen Durch  bildung der Wellenlager, welche nur eine  begrenzte Temperatur vertragen. Hierzu  trägt auch noch ein anderer Umstand bei.  



  Bei der praktischen Herstellung der ge  schilderten Einrichtung ist es von Vorteil,       wenn    man nicht zu ganz     unnormalen    Abmes  sungen der Wellen gelangen     will,    diese bis  dicht an die Luftschrauben 4 und 5 heran  zulagern,     wie    beim gezeichneten Beispiel, da  ganz erhebliche Kräfte in dem Gehäuse und  an den Propellern auftreten. Da anderseits  die Schaffung ausreichender Räume zur  Herstellung der benötigten Kreisläufe seit  lich der Propeller dienlich ist, so führt dies  zu einer     Konstruktnon        langgestreckter    La  ger.

   Auch wenn diese zweckmässig durch hin  reicliende Abdichtungen gegen das Eindrin  gen der Pulverteilchen gesichert werden, tritt  eine derartige Erwärmung der Lager ein,  dass dieselben, um betriebsfähig zu bleiben,  zweckmässig mit ausreichenden Vorrichtun  gen zur Verhinderung übermässiger Erwär  mung, zum Beispiel gemäss Zeichnung mit  einer     _Wasserkühlung,    versehen     werden.    Es  sind zu diesem Zwecke die Hohlräume 15    und 16 angeordnet, durch welche die Zirku  lation von Kühlwasser stattfindet.  



  Die erzeugten Strömungen in dem Appa  rat sind derartig gross, dass recht erhebliche       Masseteilchen,    beispielsweise Metalldrähte von  2 bis 3 mm Durchmesser und einer Länge  von 6 bis 7 mm,-aufgewirbelt werden, ohne  dass die Luftschrauben 4 und 5 oder die Quer  schläger 6 und 7 bei Beginn des Verfahrens  mit der am Boden gelagerten Menge des  Mahlgutes in mechanische Berührung treten.  Die Drahtstückchen werden bei Beginn des  Mahlganges zunächst durch den Zusammen  prall an den Enden zusammengedrückt,     sa    dass  sie die Form kleiner Hanteln erhalten. Als  dann werden diese immer mehr zusammen  geschlagen, bis. sich nach einiger Zeit sämt  liches Material in fast kugelförmigem Zu  stande in der Mühle befindet.

   Auch bei ganz  sorgfältig durchgeführten Versuchen liess sich  eine Abnutzung der Luftschrauben oder der  Querschläger nach stundenlangem Verarbei  ten von Metallmassen nicht feststellen. Von  gewisser Bedeutung für die Vorgänge des       Zermahlens    ist es, die einzufüllenden Massen  in ein bestimmtes Verhältnis zu der in dem  Apparat enthaltenen Luft- oder Flüssigkeits  menge<B>zu</B> bringen. Es ist natürlich vorteil  haft, auf der einen Seite möglichst grosse  Mengen Material in den Apparat einzufüllen;  anderseits darf dadurch die     Bildung,der    Luft  strömungen und des Kreislaufes des Materials  nicht gestört werden.

   Als günstiges Verhält  nis hat sich gezeigt,     dass    etwa. zwei Drittel  des Raumes mit Luft oder Flüssigkeit, das  letzte Drittel mit zu zerkleinerndem Material  zu füllen ist.  



  Durch die Zuleitungen 17 und 18 kann  aus der Leitung 19 zum Beispiel Luft in  die Mühle gedrückt werden, so dass ein ge  wisser Überdruck in derselben entsteht, und  dass bei Öffnung des am obern Ende an  gebrachten Schiebers 20 die     feineren    Teil  chen nach dem Behälter 21 entweichen.

   In  diesen mündet eine mit     tangentialer    Düse  eingesetzte Luftleitung 22, welche in dem  Augenblick, wo die Teilchen an ihr vorbei  streichen, eine erhebliche Verdünnung der      die feinen Teilchen trabenden     Luftmenge     erzeugt und     bleichzeitig    ein     Auseinander-          treiben    der einzelnen etwa     a.neinanderbeball-          ten    Teilchen bewirkt. Dieselben steigen als  dann mit dem verstärkten Luftstrom in dem  Gefäss 21 in die Höhe, das bei 23 eine Ein  schnürung besitzt und sieh nach oben in den  Trichter     2.1.    fortsetzt.

   Die     Verlangsamung          cler        Geschwindigkeit    der Strömung in dem       nach    oben sich erweiternden Trichter     2.1     bringt     dann    die gröberen Teilchen zum Her  ausfallen, so dass diese in einen zweiten  Trichter     25    belangen. welcher unterhalb der       Einschnürung    23 in dem Gefäss 21 aufgestellt  ist. Die     -röberen    Teilchen können dann aus  dem Behälter     25    in das Gehäuse 1 zurück  fallen. Dabei werden     zweelcmiissi""    die Luft  zuflüsse 17 und 18 nach dem Gehäuse 1. ab  gesperrt.

   Die einzelnen Massnahmen hierbei  sind jedoch verschieden, je nach der Feinheit  des Pulvers, welches man erhalten will. plan  kann auch ebenso einen kontinuierlichen Be  trieb herstellen, oder man öffnet von Zeit  zu Zeit den Schieber \?0, um ihn dann     wie-          der    für einige Zeit zu schliessen. Aus dem  Behälter<B>294</B>     belangt    der Luftstrom in     Ab-          seheidevorrichtungen    36, wo er bekannter  weise durch Siebe 2 7     und        dergleichen    weiter       gefiltert        werden    kann.

   Der ans dem Stutzen  28     austretende        und    von     Beimengungen    des  Pulvers     bereinigte    Luftstrom kann alsdann  von neuem dazu     Verwendun@@    finden, durch       clie    Leitung<B>22)</B> oder durch die Leitungen 1 7  und 18 dem     Apparat    wieder 'zugeführt zu       werden.     



  Für die     Schleuderwirkung    der einzelnen  Teile     -egeneinander    und die     Ausbildun-@    der       Kreisläufe    ist es. wie die     Erfahrung        gezeigt     hat, von Wesen, die Propeller 4 und 5 nicht       allzusehr        gegeneinander,    sondern in     einem     Abstand von 10 bis 20 cm voneinander an  zuordnen.

   Im einzelnen hängt dies natürlich  von der Bauart und     sonstigen        Dimensionie-          rung    der Mühle ab, und die     Abmessungen     der einzelnen Teile werden am besten je nach  Art der zu zerkleinernden Stoffe - es kön  nen natürlich auch andere Materialien     als     Metalle gemäss der     Erfindung    zerkleinert wer-    den -- anhand von     Versuchen        festgelegt.          Jedenfalls    muss aber zur     Erreichung    der       bestmö        ;

  liehen        Wirkung    ein     gewisser    Ab  stand zwischen den Luftschrauben bewahrt  bleiben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Pulvern grosser Feinheit. vornehmlich aus -letall"ii. dadurch gekennzeichnet, dass die zu zer- kleinerncieri Massetcilchen unter Zuhilfe nahme eines Flüssigkeitsträ.bers, in welchem die lIasseteilchen schweben. innerhalb eiiie_s Gehäuses, welches durch :
    eine Formgebun"4 (las gegenseitige Ausweichen der reit Masse- teilclien beladenen Strömungen ,.-erhindert. in sich stä ndib wiederholenden be.#;
    cliloss-_iea Kreisläufen grosser Geschwindigkeit mit im wesentlicben sebTeneinander berichteten Rich tungen gegeneinander geführt und durch gegenseitigen Anprall aneinander zerkleinert @verden. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, d a- durch gekennzeichnet, dass den Mass- teilchen eine derartige Führung erteilt wird, dass sie nicht nur möglichst gerad linig anfeinandcrpra.llen, sondern auch gleichzeitig eine seitliche Bewegung aus führen,
    welche im Augenblick des Zu sammenprallens eine gegenseitige Reibung erzeugt. \?. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch belcennzeichnet, ,ass zur Herstellung feinster bis kolloider Pulver feinere l1assi:- teilchen mit einer a iisreichend grossen An zahl erheblich gröberer Teile innerhalb der erzeugten -Wirbel aufeinander zur Ei!i- wirkung gebracht werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch ?. dadurch gekennzeichnet. d#,ss die feineren -lassen mit den gröberer. Teilen in einem solchen lIenbeiiverhältnis stehen, dass sich im wesentlichen bei dem Zusammenprallen der gröberen Teile zwi schen (fiesen feineres Material befindet. (fas durch den Stoss und die entsteliei:(le Reibung weiter zerkleinert wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung. grösster Reinheit der blassen als gröbere Stücke Bestandteile Verwendung finden, welche aus demselben Material bestehen wie die feineren Teile. 5. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem zu zerkleinernden feineren Pulver Bindemittel zugefügt werden, welche die Bildung grösserer Klümpchen ermöglichen., die dann vermöge ihrer grösseren Massen wirkung eine weitgehende Zerkleinerung der übrigen Teilchen herbeiführen.
    G. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass unter Verwen dung von Luft als Flüssigkeitsträger zur Trennung der feinsten Teile von den an dern eine sekundäre Luftströmung erzeugt wird, welche die stark zerkleinerten Teile aus dem Kreislauf herausführt, und dass dann auf diese sekundäre Luftströmung eine zusätzliche Luftströmung zur Ein- z Wirkung gebracht wird, welche die fein sten Teilchen abbläst und gleichzeitig die Pulvermengen auf ein wesentlich grösseres Luftvolumen verteilt, worauf dann die endgiiltige Trennung vorgenommen wer den kann.
    PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch die Anordnung gegenläufig zuein ander wirkender rotierender Schraubenflügel, welche in einem gewissen Abstande vonein ander angeordnet sind und @dadurch ein Ge häuse mit Abstand umschlossen werden, der art, dass die Ausbildung der erforderlichen Wirbel nicht gestört wird, während ander seits dieselben derart zusammengehalten wer den, dass ein kräftiger Zusammenprall der Masseteilchen entsteht. UNTERANSPRÜCHE: 7.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zwischen den Schraubenflügeln und mit ihnen starr ver bunden, Querschläger angeordnet sind, wel che den Zirkulationsströmungen eine seit liche Verschiebung erteilen. B. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die möglichst dicht bis an die Schraubenflügel heran geführten Lager für die Wellen der er steren mit Wärmeableitungsvorrichtungen versehen sind.
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