CH101905A - Hilfsapparat für Gebärende. - Google Patents
Hilfsapparat für Gebärende.Info
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Description
Hilfsapparat für Gebärende. Vorliegende Erfindung betrifft einen Hilfs apparat für Gebärende.
Bei einer Entbindung handelt es sich darum, das Becken der Gebärenden hoch und frei zugänglich zu lagern. Dies wurde bis her durch Unterschiebung von Polstern etc. unter das Becken der Gebärenden erstrebt, wodurch wohl eine Höherlegung des Beckens, nicht aber die freie Zugänglichkeit desselben, wie sie für den Dammschutz und eventuell notwendigen operativen Eingriff erforderlich ist, erreicht wurde.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun ein Hilfsapparat für Gebärende; welcher zwei an einem Bettgestell im Abstand von einander anklemmbare, aufrecht anzubringende Stützen aufweist, die zwischen sich quer einen Traggurt zur Hochlegung des Beckens der Gebärenden besitzen. Ferner hat der Hilfsapparat im Bereich der Gebärenden und ausserhalb der Stützen anzuordnende 11Iittel zur Höhenverstellung des Traggurtes.
In der beiliegenden Zeichnung sind meh rere .Ausführungsbeispiele des Erfindungs gegenstandes schematisch dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 Teile von zwei Ausführungsbei spielen, einer rechts und der andere links, beide in Stirnansicht an quergeschnittenen Bettgestellteilen angebracht, Fig. 2 Seitenansicht zu der in Fig. 1 linken Ausführungsform, beide" Figuren so, dass der Apparat für eine in Längsrichtung des Bettes liegende Wöchnerin eingestellt ist, Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbei spiel für Entbindungen in der Querlage in Seitenansicht.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 links und Fig. 2 ist e ein Traggurt, an dem beiderends Seile 7c fest sind. Diese laufen über Führungsscheiben g, welche an starken, auf rechten Stützen<I>i</I> gelagert sind. Die Stützen i sind durch obere und untere Klemmen n fest an dem einen Längsseitenteil a eines hölzer nen Bettgestelles im Abstande voneinander angeklemmt und umgreifen ihn so. Es ist notwendig, dass die Stützen sehr solid am Bettgestell befestigt sind.
Zwischen den Klemmen<I>n</I> ist eine Verbindungsstange m angeordnet, in welche die Klemmen mit Schraubenbolzen eingreifen. So kann zum ersten Einstellen durch Drehung der Klem men der Abstand derselben voneinander ver ändert werden. An jeder Verbindungsstange <I>in</I> ist ein Lagerstück befestigt, das einen Zapfen trägt, auf welchem eine reit Sperrad f r ver sehene Schaltscheibe f' gelagert ist. Die Schaltscheibe hat eine Seilrille, in welcher das Seil 7i fest ist; während an der Schalt scheibe<I>f</I> ein Schalthebel h. befestigt ist. Eine Sperrklinke<B>f-'</B> greift in das Sperrad<I>f r</I> ein.
Die Schaltscheiben<I>f</I> und die Hebel<I>h.</I> mit den Handgriffen c' liegen ausserhalb des Zwischenraumes zwischen den Stützen i, aber im Bereich der Hände einer in Längsrich tung auf dem Bett und mit dem Becken auf dem in der punktierten Stellung nach Fig. 1 befindlicher, Traggurt liegenden Wöchnerin. Diese kann dann selbst durch Betätigung der Handhebel <I>lt,</I> den Traggurt in die in Fig. 1 ausgezogene Lage bringen. Die Hebel h. sind in ihren Endlagen durch den Eingriff der Sperrklinken f -' in die Sperräder f r fest gestellt.
Jede Stütze ist oben rnit einem Handgriff c versehen. Diese Handgriffe sollen der Gebärenden, wenn sie sich mit ausge- spreizten Beinen gegen den einen Querteil des Bettgestelles stemmt, als Gegenstützen für die Hände dienen, damit sie durch ihre Muskelkraft den Geburtsakt unterstützen kann. Dass die Mittel zur Höhenbewegung des Traggurtes ausserhalb des Zwischenrau mes der Stützen liegen, hat den Vorteil, dass in Verbindung mit der Hochlage des Beckens dasselbe frei zugänglich ist, was sowohl für den Dammschutz, als auch etwa notwendige Eingriffe von grossem Vorteil ist.
Bei dem in Fig. 1 rechts gezeichneten Ausführungsbeispiel ist angenommen; dass es an einem b1etallbettgestell befestigt werden soll. Hierbei sind ar Röhren einer Längsseite. Zwischen diesen ist an der Stelle, wo die Klemmen rt die Röhren umfassen, eine mit ihren Enden miteinander entgegengesetztem Gewinde versehene, in die Klemmbacken ein geschraubte Versteifungsstange G angeordnet. Hierdurch kann man die zwischen den Klem men rz liegenden Teile der Röhren a' gegen einander versteifen.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 soll zur Verwendung kommen, wenn die Person bei der Geburt quer zur Bettlänge mit dem Oberkörper auf das. Bett und mit dem Becken auf den Traggurt e zu liegen kommen soll. Bei dieser Ausführungsform sind an den Ver bindungsstangen m in Länge und Neigung verstellbare Stützen d mit sohlenförmigen Gegenlagern, zum Gegenstemmen der Füsse der Entbindenden angeordnet, welche in den freien Raum rieben dein Bette ragen.
In diesem Falle sind die entbindenden Körper teile besonders für Hilfe und Eingriff zu gängig.
Die einzelnen Teile des Hilfsapparates sind leicht zusammenlegbar und zu trans portieren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Hilfsapparat für Gebärende, gekennzeich net durch zwei an einem Bettgestell im Ab stand voneinander anklemmbare, aufrecht an zubringende Stützen, welche zwischen sich quer einen Traggurt zur Hochlegung des Beckens der Gebärenden besitzen, ferner ge- kennzeichnet durch im Bereich der Gebären den und ausserhalb der Stützen anzuordnende Mittel zur Höhenverstellung des Traggurtes. UNTERANSPRüCHE: 1.Hilfsapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Höhen verstellung des Traggurtes zwei an den Enden desselben angreifende Seile auf weisen, welche über an den Stützen an geordnete Führungsscheiben zu Schalt scheiben laufen, die durch in den Bereich der Hände der Gebärenden reichende und ausserhalb des Raumes zwischen den Stützen angeordnete Schalthebel gedreht werden können. 2. Hilfsapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützen mit Hand haben versehen sind als Gegenstützpunkte für die Hände der die Geburt durch ihre Muskelkraft unterstützenden Gebärenden. 3.Hilfsapparat nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an den Stützen quer zum Traggurt Stützen zum Gegenstemmen der Füsse der Gebärenden angeordnet sind. 4. Hilfsapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jede Stütze obere und untere Klemmen zur Umgreifung einer Wand des Bettgestelles besitzt, wobei zwischen beiden Klemmen eine Verbin dungsstange angeordnet ist, die den Ab stand der Klemmen verändern kann. 5.Hilfsapparat nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, für Metallbettgestelle mit horizontalen Röhren .. an den Längs seiten, gekennzeichnet durch eine in Länge veränderbare Versteifungsstange, um die zwischen den Klemmen liegenden Röhren teile gegeneinander zu versteifen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CS101905X | 1921-07-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH101905A true CH101905A (de) | 1923-10-16 |
Family
ID=5448279
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH101905D CH101905A (de) | 1921-07-02 | 1922-06-30 | Hilfsapparat für Gebärende. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH101905A (de) |
-
1922
- 1922-06-30 CH CH101905D patent/CH101905A/de unknown
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